Hunger!

10 07 2009

Eine der Geißeln der Menschheit ist der Hunger. Weltweit verhungern jeden Tag Menschen, vor allem Kinder in den Ländern der sogenannten Dritten Welt (eine . Die Gründe sind unterschiedlich. Meist hängt die Unterernährung der Bevölkerung eines Landes mit geographischen, meterologischen oder anderen (z. B. logistischen) Bedingungen zusammen, die dafür sorgen, dass nicht genug Nahrung im eigenen Land erzeugt werden, oder die Verteilung vorhandener Nahrungsmittel nicht sichergestellt werden kann. Aber selbst da, wo genug Nahrung vorhanden wäre, kommt es im Zuge der Finanz- und Wirtschaftkrise immer öfter vor, dass Menschen  in Ermangelung eines  ausreichend hohen Einkommens nicht in der Lage sind, die notwendigen Lebensmittel zu kaufen.

Einer der Gründe, warum in den Dritte-Welt-Ländern die Landwirtschaft nicht leistungsfähig genug ist, liegt in der Tatsache begründet, das diese Länder meist in den tropischen Breiten der Erde liegen und entweder von Regenwäldern bedeckt sind, oder aber im Wüstengürtel liegen (der zeichnet sich bekanntermassen durch einen starken Mangel an Niederschlägen und Oberflächenwasser in Form von Seen und Flüssen aus). An und für sich gesehen wäre das kein größeres Problem, wenn nicht die ursprüngliche einheimische Landwirtschaft in diesen Ländern zu großen Teilen von der industriellen westlichen Form der Landwirtschaft verdrängt worden wäre. Zusammen mit den Segnungen der westlichen Medizin und der enormen Geburtenrate in diesen Ländern, ergibt sich eine explosionsartig wachsende Bevölkerung, die mit den herkömmlichen Methoden der Landwirtschaft nicht mehr und mit der industriellen Landwirtschaft nur unter hohem finanziellen Aufwand ernährt werden könnte.

Einheitliches, gentechnisch verändertes Saatgut (von Monsanto, Pioneer, Bayer oder BASF usw.), Kunstdünger, Hochleistungsnutztiere (Rinder, Schweine, Schafe usw.) sowie die dazu notwendigen schweren Maschinen, die leider nicht mit Urin angetrieben werden, sondern mit teurem Dieseltreibstoff. So sieht die industrielle Landwirtschaft aus. Wer sie betreiben will, der braucht viel Geld um all das zu bezahlen.

Weil das Geld nicht vorhanden ist, vergibt man „großzügig“ Kredite an kleine Bauern, die einen großen Teil der Ernte abliefern müssen, um den Kredit zu bezahlen. Fällt die Ernte aus, weil das Wetter nicht mitspielt, oder die Gensaat von Ungeziefer befallen und aufgefressen wird, stehen die Bauern vor den Trümmern ihrer Existenz. Die großen Konzerne können sich dann das ganze Land unter den Nagel reissen und in eigener Regie bearbeiten.

Während die verarmten Bauern dann auf Lebensmittelhilfen angewiesen sind, die aus den reichen Industrieländern stammen wo sie unter Zahlung von Subventionen erzeugt werden (und zwar in solchen Mengen, dass sie dort nicht verbraucht werden können!). D. h. also, die Industrieländer ernähren mit subventionierten Nahrungsmitteln Menschen in den Ländern der Dritten Welt, die wegen des Geschäftsgebahrens der Großkonzerne nicht mehr in der Lage sind, selbst Nahrung in ausreichender Menge anzubauen. Dabei muss erwähnt werden, dass ein guter Teil der sogenannten Entwicklungshilfe, der in die „Entwicklung“ der Landwirtschaft investiert wird, in den Taschen der Großkonzerne landet. Business as usual also!

Man will den Entwicklungsländern nicht wirklich helfen, sonst würde man ihnen helfen, ihre alten landwirtschaftlichen Methoden wieder einzuführen und sie weiter zu entwickeln. Man könnte nachhaltige Landwirtschaft fördern, die sich an den jahrhundertealten Traditionen und Erfahrungen orientiert. Man könnte die Menschen davon überzeugen, dass es sinnvoller ist Permakultursysteme zu schaffen und auch unorthodoxe Methoden der Landwirtschaft einführen, die ohne Dünger und Bodenbearbeitung auskommen (siehe die natürliche Kandwirtschaft des Masanobu Fukuoka). Was macht man jedoch? Man liefert diese armen Menschen einer Technologie aus, die auf der Verschwendung von Energie, dem Einsatz von Maschinen und jeder Menge „Pflanzenschutzmitteln“ beruht und abhängig ist von der Gnade der großen Konzerne!

So hat jeder was davon, nur nicht die Menschen, in den Entwicklungsländern! Letztlich ist alles nur eine Frage des Geldes. Wer keins hat, der hat eben auch nix zu essen. Wenn man es mal aus der Sicht der Konzerne betrachtete, würde man von einem Prozess des „Gesundschrumpfens“ sprechen. Und in dieser Ausdrucksweise findet sich dann nichts menschliches mehr, was einem vielleicht Gewissensbisse verursachen könnte. Genauso machen´s die Konzerne in den Industrieländern, wenn sie Personal abbauen, sie schrumpfen sich gesund – auf Kosten der Menschen. Aber wen interessiert das schon? Shareholder Value, CostCutting, Dividenden, sonst zählt nichts und schon gar kein Menschenleben in den Entwicklungsländern!

Als wäre das noch nicht genug, bauen die Großkonzerne auf dem „erworbenen“ Land dann Palmölplantagen und andere Energiepflanzen an. Würden sie Lebensmittel erzeugen, könnte man dafür noch ein gewisses Verständnis aufbringen. Aber damit ist nicht annähernd so viel Geld zu machen, wie mit „Bio“sprit. Darum haben die Menschen in den betreffenden Ländern einmal mehr Pech gehabt. Und weil das alles immer noch nicht reicht (der Energiehunger der westlichen Industriestaaten ist mit Öl kaum, mit „Bio“sprit garnicht zu stillen), rodet man die letzten Regenwälder – die Lungen unserer Mutter Erde – um noch mehr Platz für Plantagen, Energiepflanzen und Weideflächen für die Rindviecher von McDonalds und Burger King zu schaffen. Wohlgemerkt bringt ja auch das Holz der Regenwälder, die ja sonst „ungenutzt“ (das ist für jeden Konzernmanager ein Graus und für jeden Angehörigen der Holzmafia geradezu unerträglich) in der Gegend herum stehn und nur Platz wegnehmen würden, noch ein paar Euro ein!

Was wir also als „sauberen“ Biosprit in unsere Autos tanken, ist eigentlich das Brot, dass die Menschen in der Dritten Welt essen sollten. Denkt mal drüber nach!

Und während hier die Kinder zu fett sind, streitet man sich darüber, wer das frische Obst und Gemüse bezahlen soll, dass man ihnen kostenlos in der Schule anbieten will („Länder wollen Schulobst nicht zahlen – Bundesrat schickt EU-Projekt in Vermittlungsausschuss“; Artikel auf heute.de vom 10.7.2009). Darum bleiben sie einstweilen erstmal übergewichtig, weil solange niemand die Kosten trägt, gibts nichts und schon garnicht umsonst. Bleibt nur zu hoffen, dass man hier nicht gentechnisch verändertes Obst und Gemüse verteilt, weil vielleicht Monsanto und Konsorten auf die glorreiche Idee kommen, die Aktion zu sponsorn!

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Containern als Protest gegen den Kapitalismus!

28 06 2009

Wenn das Essen aus der Abfalltonne oder dem Müll-Container kommt (daher auch die Bezeichnung Containern), dann sind meist zwei Möglichkeiten gegeben, warum dies der Fall ist. Auf diese Geschichte wurde ich durch die netzeitung (Mülltauchen gegen den Kapitalismus: Wenn das Essen aus der Tonne kommt; Artikel in der netzeitung vom 28.6.2009) aufmerksam, obwohl ich sie auch früher schon einmal in dem ein oder anderen Blog gelesen habe. Was sind das für Menschen, die sich aus Mülleimern ernähren?

1. es handelt sich um Menschen, die so arm sind, dass sie sich von den Resten aus den Abfalltonnen anderer ernähren müssen…

…oder…

2. …um Menschen, denen die Kritik am kapitalistischen System und den damit verbundenen Auswüchsen (wegwerfen von noch genießbaren Lebensmitteln, anstatt sie kostenlos an Arme abzugeben!), bzw. die strikte Verweigerung des Konsums, das Containern als eine wichtige Möglichkeit des Widerstandes erscheint.

Meist ist die Grundhaltung dieser Verweigerer eine anarchistische. Einer der Hauptkritikpunkte der Containerer ist die Tatsache, dass das Entnehmen von Nahrungsmitteln aus dem Müll-Container rechtlich gesehen als Diebstahl gewertet werden kann. Zudem stehen die Conmtainer oft in abgezäunten Bereichen und wenn die Gelände mit einem „Betreten verboten“-Schild gekennzeichnet sind, ist man wegen Hausfriedensbruch dran!

Die Supermärkte, die eigentlich die Hauptanlaufpunkte für die Containerer sind, argumentieren zwar, sie würden noch genießbare Nahrung, deren Verfallsdatum abgelaufen ist, an die „Tafeln“ weitergeben. Das tun zwar wirklich einige, aber längst nicht alle. Schließlich gibt es weit mehr arme und bedürftige Menschen, als die Tafeln Nahrungsmittel requirieren und bereitstellen können. Wie sonst würden trotz allem noch genießbare Lebensmittel weiter im Müll landen, wo sie die Containerer dann bergen?

Das schlimme an der Geschichte ist meiner Ansicht, das in unserer Gesellschaft und in diesem Wirtschaftssystem sogar Müll einen Wert hat. Und ich meine jetzt nicht Rohstoffe, die recycelt werden können, sondern Biomüll. Dadurch will man offenbar auch noch den letzten Menschen in dieses kapitalistische System hineinzwingen und vermutlich wäre es den Verantwortlichen am liebsten, wenn die die nichts bezahlen können für ihre Nahrung, eben auch kein Recht auf Nahrung haben!

Das Containern ist jedoch meist wirklich nicht aus der Not geboren, sondern als Ausdruck des Protestes gegen die Wegwerfgesellschaft zu verstehen. Die meisten Containerer haben einen festen Job und ein geregeltes Einkommen! Nun, es ist nicht gerade mein Stil, Essen aus dem Container zu fischen und damit meinen „Schwimmring“ zu füttern. Da steh ich schon mehr auf die frischen Sachen. Aber ich kann mich auch unglaublich darüber aufregen, wenn ich sehe, wie Nahrung – trotz der großen Not vieler Menschen auf dieser Welt – einfach im Müll landen. Dies ist Ausdruck einer Einstellung und eines Wirtschaftsystems, das es nicht hinnehmen will, wenn jemand ohne zu bezahlen essen und leben kann. Die Lebensmittelkonzerne produzieren Unmengen Nahrungsmitteln und werfen riesige Mengen davon einfach in den Müll! So kann man die Preise schön hoch halten, weil man das Angebot verknappt?

Wer´s nicht glaubt, der kann sich den Film „We feed the World“ hier mal anschauen. Wem es davon noch nicht übel genug wird, der kann auch zum Containern gehn, denn das geht garantiert auf den Magen (das Video meine ich). Wenn man die gesammelten Lebensmittel ordentlich schrubbt und wäscht, warum sollen sie nicht gegessen werden können? Wenn man sich mal bewußt macht, was für Zustände in manchen Betrieben herrschen, in denen unsere sogenannten Lebensmittel hergestellt werden, der wird sich noch über die hygienischen Zustände in einer Mülltonne freuen!

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Das Ende des Regenwaldes!

28 05 2009

Bis zum Jahr 2050 wird der Regenwald an der brasilianischen Atlantikküste restlos vernichtet sein, wenn die Entwaldung so weiter geht, wie bisher! Und es gibt keinen vernünftigen Grund anzunehmen, dass sich daran etwas ändern wird, solange es auch noch einen einzigen Baum in dem Gebiet gibt (das berichtet n-tv.de am 28.5.2009 unter dem Titel „Bis 2050 völlig verschwunden: Das Ende des Regenwaldes“). 93% des regenwaldes sind bereits verschwunden und verantwortlich dafür seine die Land- und Holzwirtschaft. Das gerodete Land wird vorwiegend für Soja-Anbau (hier hat garantiert Monsanto seine Pfoten im Spiel) und Viehzucht genutzt (MCDoof und WürgerKing lassen grüßen)! Auf Sumatra und Borneo wird es nicht mehr so lange dauern, bis der Wald weg ist. 5 oder 10 Jahre, dann ist tutti. Überlegt denn niemand von den Idioten, die unsere Mutter Erde derat vergewaltigen, was danach sein wird? Glauben diese geistigen Kleinrentner etwa tatsächlich, sie könnten mit ein paar Setzlingen innerhalb einiger weniger Jahre das wieder gutmachen, was in Jahrtausenden gewachsen und binnen 30 Jahren restlos vernichtet worden ist? Schaut Euch diese Bilder an…

http://www.n-tv.de/archiv/Das-rapide-Schwinden-der-Urwaelder-article12372.html

Wenn man sieht, für was der Wald sterben muss, dann kommt mir echt das große Kotzen! Dann denke ich, dass es doch an der Zeit ist, der Gewalt gegen Gaia, endlich massiv entgegen zu treten. Der Mensch braucht die Erde und damit meine ich nicht nur unsere Mutter. Er braucht die Erde, um zu überleben, weil er seine Nahrung auf der Erde anpflanzen muss. Wo will man säen, wenn der Regen den nackten, verbrannten Boden weggespült hat? Glauben diese Ignoranten wirklich, dass die großen Saatgut-Konzern (ganz genau, ich meine Bayer, Monsanto, Syngenta usw.) mit ihrer Gensaatscheiße die Lösung des Ernährungsproblems für 6 oder 7 Milliarden Menschen in den Händen halten? Die Konzerne wollen Geld verdienen, viel Geld! Die Menschen sind ihnen scheiß egal. Wer nicht zahlen kann braucht auch nix zu fressen, heisst die Devise. Darum und nur darum, wird die Nahrung in den Ländern der Dritten Welt immer teurer. Hier bei uns in den Industriestaaten, kann man mit Nahrung gutes Geld verdienen!

Was der Menschheit durch ihre eigene Dummheit verloren geht, ist geradezu unfassbar! Regierungen verraten und verkaufen ihre eigene Bevölkerung an die Konzerne und halten selber die Hand auf. Dafür, dass sie den Konzernen in die Ärsche kriechen, fällt ein schönes Stück vom Kuchen für sie ab. Dafür kann man ruhig mal seine hehren Prinzipien verraten! Diese Prinzip funktioniert überall auf dieser Welt, denn jeder ist nur noch sich selbst der Nächste! Auch wenn jetzt gerade alle Augen auf Großbritannien gerichtet sind, ob des aufgedeckten Spesenskandals, kann man doch getrost behaupten, die Politiker sind in keinem anderen Land dieser Welt besser!





Sieh mal einer an…

14 05 2009

…die Welt-Ozeankonferenz hat sich, nachdem es offenbar sonst nix zu berichten gab, seit der Eröffnung, zu der bahnbrechenden Erkenntnis durchgerungen, dass der „Klimawandel eine massive Gefahr für Ozeane“ Artikel auf netzeitung vom 14.5.2009) darstelle! Also ich meine, das war es dann doch wert, dass sich 5.000 Konferenzteilnehmer aus aller Herren Länder in Indonesien getroffen haben. Um überhaupt irgend etwas vorweisen zu können, bereitet man eine „Erklärung von Manado“ vor, deren unverbindliche und vermutlich völlig überflüssige Abschlussklauseln dann die Belange des Meeresschutzes auf der UN-Weltklimakonferenz im Dezember positiv beeinflussen sollen.

Nun ist es ja so, dass gerade in Drittwelt- und/oder sogenannten Schwellenländern, die Probleme der Umweltzerstörung nicht besonders ernst genommen werden. Das ist an sich nichts wirklich Neues. Und ich will auch nicht grundsätzlich jedem Menschen bösen Willen unterstellen, wenn er Forderungen zum Schutze unserer Mutter Erde aufstellt, die zwar schön klingen, aber ansonsten nicht die geringste Substanz haben. Nein, Böswilligkeit will ich da echt nicht unterstellen, eher schon die unter Politikern weit verbreitete Betriebsblindheit, mit deren Hilfe man entweder nur die Fehler der anderen sieht (und die eigenen „Leistungen“ für beispiellos und vor allem beispielgebend hält!), oder die einen dazu veranlassen, die ach so märchenhaft reichen Industriestaaten für die eigenen Versäumnisse zur Kasse bitten zu wollen.

Obwohl es bei der Welt-Ozeankonferenz um wichtige Nahrungsquellen für die wachsende Menschheit geht und die Aufgabe der weltumspannenden Ozeane als CO2-Speicher, scheint man mal wieder nichts als heisse Luft zu produzieren. Das sind wir zwar schon gewöhnt, aber es deprimiert trotzdem. Mich zumindest! Wieder mal muss man sagen, verlieren sich die Teilnehmer in nichtssagendem Wortgeplänkel, damit nur ja keiner jemandem weh tut und keine Forderungen aufgestellt werden, die auch nur einer der Teilnehmer nicht erfüllen kann oder will, oder beides. So wird auch diese 1. Welt-Ozeankonferenz das werden, was die anderen großen Koferenzen vor ihr auch gewesen sind – ein weiterer Beitrag zur globalen Umweltverschmutzung durch die Versammlung tausender von Menschen zum Zwecke der allgemeinen Unterhaltung an einem  Ort mit Hilfe von Flugzeugen. Die daraus resultierende CO2-Emission kann man sich getrost dahin schieben, wo die Sonne nicht hinscheint, denn sie interessiert niemanden! Aber über die Pauschaltouristen, die mit Billigflugtickets zum Komasaufen aus dem Sangriaeimer nach Malle jetten, oder zum „Sonnenbaden“ nach Pattaya, da regen sich alle auf!

tagesschau.de schreibt in einem Artikel vom 13.5.2009 „Welt-Ozean-Konferenz – Millionen Menschen bald Klimaflüchtlinge?“

Sollten die Treibhausgas-Emissionen nicht eingedämmt werden, würden die biologischen Schätze des Korallendreiecks bis zum Ende des Jahrhunderts durch den Anstieg der Wassertemperatur des Meeres zerstört, sagte Ove Hoegh-Guldberg, der Autor der Studie: „Wenn wir so weiter machen wie bisher und nichts unternehmen gegen den Klimawandel, dann wird von den Korallen-Riffen in rund 50 Jahren nur noch ein Bruchteil dessen da sein, was heute existiert. Sie werden dann faktisch ausgestorben sein.“ (soweit so ungut! Anm. von mir!)

und

Das hätte nicht nur Auswirkungen für Taucher und Schnorchler, die sich gerne Korallen ansehen (jetzt wissen wir wenigstens, was die Hauptaufgabe der Korallenriffe ist. Anm. auch von mir!). Korallenriffe sind Lebensraum für Millionen von Fischen und anderen Lebewesen und damit auch für Menschen, die vom Fischfang leben.

Das aber ausgerechnet Staaten, wie z. B. Indonesien sich stark machen für den Schutz der Weltmeere vor Überfischung und gleichzeitig nicht in der Lage sind, die Raubfischerei und das Fischen mit Dynamit in den eigenen Küstengewässern – quasi vor der eigenen Haustür – wirkungsvoll zu unterbinden, zeugt schon von einem gewissen Realitätsverlust! Oder Taiwan (aber auch Japan, Mexiko, Peru, USA, Spanien und Frankreich), dass einer der Hauptstützpunkte für Piratenfischer ist. Zum Abschluss dieser Konferenz am Freitag wollen sich die Staats- und Regierungschefs von 6 Anrainerstaaten treffen, um ein „Programm zum Schutz dieser Region“ zu verabschieden. „Na danke und auf Wiedersehn“, kann ich da nur sagen!

Ach so, für alle die schon immer der Meinung waren, wir Deutschen seien weltweit die Vorreiter und Musterknaben oder -mädchen in Sachen Umweltschutz, sollten sich mal diesen Artikel von spiegel.de vom 13.5.2009 zu Gemüte führen – „Internationale Umweltstudie: Deutsche patzen im Öko-Ranking“.

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Die Deppen der Nation!

12 05 2009

Irgendwie und irgendwo verdient sich jeder seinen Lebensunterhalt. Mancher wird mit dem güldenen Löffel im jackedgecrownten Maul geboren, oder erreicht durch andere glückliche Umstände eine relativ hohe soziale Stufe. Dann gibt es die, die ohne einen Finger krumm zu machen ein riesen Vermögen erben und dann meinen, sie wären ein Käse. Dabei merken sie garnicht, dass sie eigentlich nur stinken. Ein guter Teil der Menschen aber ist gezwungen, jeden morgen den bleischweren Hintern aus dem warmen Bett zu hieven und sich nach einigen Tassen schwarzen Kaffees in ein klimagekühltes oder überheiztes Büro einzufädeln, um sich die mittäglichen Brötchen mit dem obligatorischen Pfund Fleichkäse (respektive dem Leberkas oder der Bulette) an der Snackbar zu verdienen.

Und dann gibt´s die, denen die meisten Menschen am liebsten nicht bei der Arbeit zusehen möchten, weil sie dann daran erinnert werden, dass es massenweise Menschen auch in unserem reichen Lande gibt, denen es noch wesentlich schlechter als einem selber geht. Das sind die, die man so unmenschlich als Prekariat bezeichnet, einem Ausdruck, der jedes Mass an Menschenwürde vermissen lässt und Menschen beschreibt, die in prekären wirtschaftlichen Beschäftigungsverhältnissen um ihre Existenz ringen (also der Müll oder Bodensatz des Kapitalismus).

Da wäre als ein Beispiel die Reinigungskraft zu sehen, die für einen Hungerlohn dafür sorgt, dass sich der besser dünkende Teil der kapitalistiuschen Gesellschaft morgens in ein sauberes Büro setzen und seiner viel wichtigeren Arbeit nachgehen kann ohne im Dreck zu versinken. Selbstverständlich bezahlt man nicht gern dafür, dass andere einem den Müll wegräumen und den Schmutz entfernen. Schliesslich will man sowas nciht gern selber erledigen, weil es unter eines gebildeten Menschen Würde ist und darum ist diese Arbeit, sind die Menschen die sie erledigen ebenfalls nichts wert. Was es bedeutet, für 8,15 €/Std. (brutto versteht sich) spät abends, oder gar nachts den Buckel krumm zu schaffen und dabei genauso viel soziale Anerkennung zu erfahren wie ein Strassenräuber, kann sich nur der vorstellen der – aus welchen Gründen auch immer – schon mal so einen Job gemacht hat! Wer von edlen Gutmenschen macht sich Gedanken darüber, dass bei einer in Vollzeit tätigen Reinigungskraft am Ende des Monats knapp 1.300 € (auch brutto) in der Kasse „klingeln“? Aber dann kommt Vater Staat und langt erstmal richtig hin und das was dann übrig bleibt, soll reichen für die Miete, Kleidung, ab und zu mal einen Kinobesuch, die Spielzeuge der Kinder und ständig brauchen die neue Schuhe und Klamotten, weil die einfach so schnell wachsen. Freilich bleiben da locker mal jeden Monat 50 Öcken übrig, damit man privat für´s Alter vorsorgen kann, denn der Lebensstandard im Alter lässt sich nur halten, wenn man selsbt Verantwortung übernimmt (wie es so schön heisst). Ein Auto kaufen? Kannste vergessen! Urlaub fahren? Wovon? Da muss man schon zu Fuss nach Malle, oder die „umweltfreundlichen“ Flugtickets für 5 € buchen! Und wenn dann am Ende des Winters die Heizkostenabrechnung kommt, dann stehst Du mit so einem Gehalt vor dem Ruin.

Und die Unternehmer-Lobby (allen voran die CDU/CSU und die „besserverdienenden Leistungsträger“ von der FDP) wehrt sich natürlich mit Händen und Füssen gegen Mindestlöhne. Is ja klar, denn woher nehmen, wenn nicht stehlen. Der Kunde jedenfalls will nicht mehr bezahlen, also trägt man das auf dem Rücken der Reinigungskräfte aus: höhere Leistungsvorgaben, dass einem die Augen tränen und die Gewissheit, die prekär Beschäftigten werden sich den Arsch schon aufreißen, denn sie sind auf den Arbeitsplatz und das Geld angewiesen und für die Aufmüpfigen wird laut betont, dass genug Leute auf der Strasse stehen und nur darauf warten, dass jemand den Bettel hinschmeißt!

Wer denkt nicht an den Müllmann, der mit seinem Scheiß Müllwagen absichtlich die Strasse blockiert und dann in aller Seelenruhe den Müllcontainer über die Straße zerrt, ihn betont langsam leert und dann wieder zurück schiebt. Er tut das aus reiner Boshaftigkeit, weil er dem Porsche Cayenne S- und dem Dacia-Fahrer (oder wie heissen die „Kleinwagen“ mit dem Stern aus Untertürkheim?) ihren verdienten Wohlstand neidet. Dabei veranstaltet er auch noch einen Lärm, dass der wohlsituierte Banker am wohlverdienten Wochenende unmöglich ausschlafen kann!

Die Friseurin, die einen Lohn etwa in der Höhe des Taschengeldes meines 17-jährigen Sohnes bezieht und trotzdem ihren Job macht, freut sich ebenfalls über die gierigen Pfoten des Staates, der am Monatsende in ihrer Lohntüte wühlt, dass kaum noch etwas zum Leben übrig bleibt.

Es gäbe noch viel mehr aufzuzählen, aber das würde sicherlich den Rahmen dieses bescheidenen Blog sprengen. Und eigentlich wollte ich mit meinem Geschreibsel auf die brisanz aufmerksam  machen, die in einer Meldung steckt, die ich heute erst im Radio hörte und dann in meinen News gefunden habe. Während die Politiker sich rühmen, eine gerechte Politik zu machen, die den Menschen zu Gute kommt und für soziale Sicherheit sorgt, meldet sueddeutche.de unter „Studie der OECD – Lastesel Arbeitnehmer“ am 12.5.2009, das der deutsche Staat mit ganz besonderer Vorliebe und Energie in die Taschen der Menschen greift, die mit niedrigen und mittleren Einkommen ihren Unterhalt bestreiten müssen. Übertroffen wird er da nur noch von Belgien. Aber wen interessiert das schon? Die Politiker? Höchstens vor den Wahlen, denn da muss man den Deppen der Nation ja irgendwie klar machen, warum sie ihr Kreuzchen ausgerechnet bei denen machen sollen, die sie gleich nach der Wahl wieder über den Löffel barbieren! Aber von Menschen, die ihre Bildung aus der BILD beziehen, kann man vielleicht nicht verlangen, dass sie dieses Affentheater durchschauen – schade eigentlich, ich würde gern sehen, was dann passiert!

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Landwirtschaft von morgen (Teil1)

12 04 2009

Wie wir in den letzten Jahren mehr als deutlich gesehen haben, gibt es Grund zu der Annahme, dass in der Zukunft die Versorgung der Menschheit mit gesunder Nahrung nicht gesichert ist. Jedenfalls nicht mit den Methoden, wie man es bisher getan versucht hat – mit der industriellen Landwirtschaft. Zwar ist es in unseren Breiten seit einigen Jahrzehnten zu keiner größeren Versorgungskrise mit Lebensmitteln oder gar einer Hungersnot gekommen. Aber die Versorgung der Bevölkerung mit einer ausreichenden Menge an Nahrung wurde in den letzten Jahren verstärkt auf Kosten der Menschen in den Ländern der Dritten Welt sichergestellt.

Die Natur findet einen Weg

Die Natur findet einen Weg

Die vollmundigen Versprechen der Chemieindustrie und der Genkonzerne, mit Hilfe gentechnisch veränderter Nutz- und Nahrungspflanzen die Ernährungsprobleme der Menschheit lösen zu können, haben sich als völlig haltlos erwiesen. Sie dienten lediglich dem Ziel, der Agrarindustrie den Markt zu öffnen, kleine Bauern in den Ruin zu treiben und sich auf dem Wege der Patentierung von Pflanzen und Tieren, die Kontrolle über die Nahrungsressourcen der Menschheit zu sichern. Zusammen mit dem Einsatz von Monokulturen, chemischen Giften wie Pestiziden, Fungiziden, Insektiziden und Herbiziden, sowie dem Einsatz ungeheurer Mengen fossiler Energie und gigantischer Maschinen, haben die Agrarkonzerne die Produktion und Verteilung von Nahrungsmitteln in ihre schmutzigen Hände bekommen. Die Folgen sehen wir täglich in den Nachrichten. Millionen Menschen in den Ländern der Dritten Welt hungern. Kinder sterben jeden Tag zu hunderten oder gar tausenden an den Folgen katastrophaler Fehl- und Mangelernährung. Die Äcker und Felder sind verseucht, weil alljährlich Unmengen von Chemikalien auf und über landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden. Flüsse, Seen und Brunnen trocknen aus, weil das gesamte Wasser zur Bewässerung verwendet wird. Und weil das alles noch nicht genug ist, verkaufen die Konzerne die so gewonnenen Nahrungsmittel selbstverständlich da, wo sie das meiste Geld verdienen können – in Europa, Nordamerika und Japan! Was die Menschen in den Ländern der Dritten Welt essen, interessiert die Manager der großen Konzerne nicht im geringsten. Shareholder Value ist das einzige was zählt! Menschenleben haben in dieser Art des wirtschaftens keinen Wert!

Die Politik, völlig abhängig von Wohl und Wehe der Wirtschaft, sieht diese Zusammenhänge nicht, will sie offenbar gar nicht sehen. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sie die Augen vor der Realität verschließt und ernsthaft glaubt, diese Art der industriellen Landwirtschaft sei die einzig richtige Art unsere Nahrungsversorgung in der Zukunft zu sichern. Alternativen werden nicht in Betracht gezogen, geschweige denn mit öffentlichen Forschungsgeldern gefördert. Dafür sorgt die allgegenwärtige Agrarlobby. Forschungsgelder fließen nahezu zur Gänze in Programme der großen Agrar-, Chemie- und Gentech-Konzerne. Druck und Geld, das in der anderen Richtung von den Agrarkonzernen in die Taschen der Politik fliesst, sorgt dafür dass in der Beziehung keine Unklarheiten aufkommen und vor allem kein Sinneswandel. Ansonsten müsste jeder halbwegs klar denkende Mensch merken, dass eine solche Landwirtschaft, die ihre eigenen Grundlagen vernichtet und zudem noch auf Kosten anderer Menschen praktiziert wird, keine Zukunft haben kann!

Eine Landwirtschaft, die das Land, die Erde, die Gaia zerstört, hat keine Zukunft!

Ist es wirklich so vermessen zu glauben, dass es eine andere Art der Landwirtschaft gibt? Ist jeder Mensch, der die Ideen eines Masanobu Fukuoka zumindest intensiver Studien und Versuche  für wert erachtet, tatsächlich ein „Esoteriker“ (ich gebrauche das Wort hier mal ganz im Sinne von Spinner, Ökodepp, wie das bei Politikern so üblich ist, wenn man jemanden diskreditieren will) und nicht mehr? Und das nur, weil er der Meinung ist, die Erde sei ein lebendiger Organismus?

Menschen die in Ländern leben, die von Natur aus als sehr fruchtbar angesehen werden können müssen Hunger leiden, weil beispielsweise der Reis, der auf ihrem Land angebaut wird, ins Ausland exportiert wird, um Gewinne zu erwirtschaften. Das gab es so lange nicht, wie der größte Teil des Landes von Kleinbauern bewirtschaftet wurde, die mit den Erzeugnissen ihres Landes die eigenen Familie ernährten und eventuelle Überschüsse auf den Markt brachten. Natürlich weiss auch ich, dass es zu allen Zeiten und in allen Teilen der Welt, besonders der Dritten Welt Großgrundbesitzer gab, die die Pächter „ihres“ Bodens bis auf´s Blut ausbeuteten. Aber die Tatsache, dass aus den Großgrundbesitzern heute Großkonzerne geworden sind, hat an der Aubeutung nichts geändert. Sie wurde allerdings professionalisiert!

Die Bauern in Europa, speziell in Deutschland werden von Großkonzernen unter Druck gesetzt, die die vorbehaltlose Unterstützung der Regierung geniessen. Man redet den kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben ein, nur schiere Größe sei die Garantie für ein rationelles und rentables Arbeiten. Maschineneinsatz und die Verwendung von Chemikalien zwingen die Bauern in eine Kostenspirale, der sie nicht mehr entkommen können, wenn sie erst einmal darin gefangen sind. Saatgut, Maschinen, Energie, Chemikalien, alles muss für teures Geld von großen Konzernen gekauft werden! Produkte aus konventioneller landwirtschaftlicher Erzeugung werden aber nur schlecht bezahlt, weil die Verbraucher wissen (oder zumindest ahnen) dass diese von der Qualität her niemals auf dem Niveau ökologisch erzeugter Produkte liegen können.

Trotzdem scheint von offizieller Seite niemand auf die Idee zu kommen, dass dieser Weg der falsche, vielleicht sogar eine Sackgasse sein könnte. Warum sonst steckt die Regierung jedes Jahr -zig Millionen Euro in die Erforschung „neuer“ industrieller Landwirtschaftstechniken und so gut wie gar nichts in alternative Anbaumethoden? Zumal die Steuergeschenke (ich nenne sie mal einfach so), die den großen Konzernen in den Arsch geschoben werden, damit sie ihre eigenen industriellen Anbaumethoden weiter entwickeln, ohne dass sichtbare Gegenleistungen erbracht werden – aber da bin ich mir nicht ganz sicher, denn ich bin ein böser Mensch, der in Politikern nur opportunistische, selbstsüchtige und egoistische Menschen sieht, die nichts ohne Gegenleistung tun. Jedenfalls nicht für die Wirtschaft. Dort sorgt ihr fürsorgliches Tun dafür, dass sie sich nach ihrer politischen Karriere bequem zur Ruhe setzen können – gegen eine angemessene Aufwandsentschädigung versteht sich. Und damit das alles auch reibungslos klappt, fängt man mit dieser Tätigkeit bereits an, wenn man noch Mandatsträger ist (nur böswillige Menschen wie ich sehen darin allerdings in jedem Fall einen heftigen Interessenkonflikt, aber Politiker selber sind nicht so zimperlich!). Ich frage mich wirklich, wie Menschen so einfältig und uneinsichtig sein können. Mir ist natürlich klar, dass es nicht ganz einfach ist, eigene Fehler einzugestehen, wenn man diese bemerkt. Vor allem wird es problematisch, wenn andere die Fehler bemerken und einen darauf hinweisen. Da schalten die meisten Menschen gern auf stur. Ich auch. Aber ich halte mich für jemanden, der sein Handeln regelmäßig überprüft, seine Entscheidungen reflektiert und dann hin und wieder bereit ist, aus seinen Fehlern zu lernen. Diese Eigenschaft hat sich im Laufe der Evolution bei Politikern wohl ausgemendelt (heisst das so?). Sie sind von Natur aus perfekt, die Entscheidungen grundsätzlich fehlerfrei und die Bürger nur zu dämlich, um die wunderbare politische Arbeit der Politiker zu würdigen oder gar zu verstehen!

Wie sieht die Landwirtschaft von morgen aus? Ist es die vollautomatisierte industrielle Landwirtschaft, oder die natürliche Landwirtschaft, die sich auf regionale Nutzpflanzenarten stützt? Die Art der Landwirtschaft,  die in Jahrhunderten der Auslese Sorten hervorgebracht hat, die an die unterschiedlichsten geographischen, geologischen und metereologischen Bedingungen angepasst sind? Oder liegt unsere Zukunft in riesigen Monokulturen, in denen Einheitssorten von Hybridpflanzen angebaut werden, unterstützt durch künstliche Bewässerung, unter Einsatz von Gentechnik, Kunstdünger, Chemikalien, Energie und Maschinen? Die Ernährung der Menschheit in den Händen einiger weniger gigantischer Konzerne? Die Politik ist davon überzeugt, dass es so ist, weil die Agrarindustrie dies behauptet. Aber es ist nicht richtig, einigen Konzernen die Kontrolle über die Nahrung und andere wichtige Ressourcen zu überlassen. Selbst wenn deren Manager behaupten, sie hätten das Wohl der Menschheit im Sinn, so ist doch deren vorrangigste Aufgabe die Erzielung von Gewinnen! Daran gibt es nichts zu rütteln. Es wäre vermessen zu glauben, die Konzerne hätte irgendein Interesse daran, Menschen zu helfen, die nicht für die Hilfe bezahlen können. Und 2/3 der Menschheit sind nicht in der Lage die Produkte zu bezahlen, die die Industrie auf ihre Kosten erzeugt! Einen Ausweg aus dieser Misere werden wir nur finden, wenn wir die Macht der Konzerne beschneiden und ihnen Grenzen aufzeigen, die sie nicht übertreten dürfen. Die Erzeugung von Nahrung muss in der Hand vieler kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe verbleiben, deren oberste Priorität der Erhalt der Ressourcen Erde, Wasser, Natur und vor allem des Waldes sein muss.

Meiner unmaßgeblichen persönlichen Meinung nach, sind die Ideen des Masanobu Fukuoka, den ich für einen sehr bedeutenden Lehrer der Menschen halte, eine hervorragende Basis, auf der wir eine neue Welt aufbauen können. Eine Welt, in der Menschen nicht hungern müssen, weil ihnen die Rindviecher der Reichen das Getreide, den Mais oder die Sojabohnen wegfressen. Landwirtschaft ist gemeinsam und mit der Natur möglich, ohne Chemie, ohne Maschinen und (das will schon gar keiner glauben) ohne viel Arbeit. Beobachten wir die Natur und lernen wir von ihr. Wir müssen sie uns nicht untertan machen, um unsere Nahrung zu erzeugen. Wir müssen sie verstehen und ihre Möglichkeiten nutzen! Wenn das die Politiker nicht begreifen, weil sie es nicht begreifen wollen, werden sie eines Tages vor den Scherben ihrer verfehlten politischen Entscheidungen stehen und sich dafür verantworten müssen! Aber wir können und wollen nicht so lange warten, bis es zu spät ist! Lasst uns vorher was tun und die Welt verändern. Dafür lohnt es sich zu arbeiten.





Von Nullen regiert?

11 04 2009

Am 3.4.2009 berichtete die Netzeitung unter der Überschrift „Nullen allein machen nicht satt“ zum Ausklang des G20-Gipfels, wie man sich – wieder einmal – auf nichts konkretes einigen konnte. Außer ein wenig Larifari, damit man nicht ganz den Anschein erwecke, man habe sich nur zu freundschaftlich-belanglosem Palaver getroffen. Was war nun das Ergebnis? Hat es sich gelohnt, dass dafür ein Mensch in London sterben musste? Der Generalsekretär der Deutschen Welthungerhilfe, Hans-Joachim Preuß, sagte resigniert…

…“Mal wieder wurden auf einem Gipfeltreffen große Summen verkündet, aber was zählt ist das ernsthafte und dauerhafte Bemühen um ein faires globales Wirtschafts- und Finanzsystem»…

…und…

…«Nullen allein machen nicht satt!»

Nachdem ich ein wenig darüber nachgedacht habe, komme ich nun zu dem Schluss, dass dieser Mann absolut recht hat. Natürlich machen Nullen allein nicht satt. Ganz besonders dann nicht, wenn sie in der Mehrzahl in der Politik und der Wirtschaft anzutreffen sind und zwar in der Funktion des hauptberuflichen Bedenkenträgers und des Zockers!  Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus und so verstehen sich die Politiker als die Wasserträger der Wirtschaft und die Wirtschaft hat es gern, wenn man ihr den Arsch küsst und die Stiefel leckt! Das braucht natürlich kein Politiker ohne Gegenleistung zu tun. Die warmen Sessel in den Vorstandsetagen sind schon bereitet, darinnen man sich nach getaner Arbeit „zum Wohle des Volkes“ gemütlich breit machen kann.

Und so sieht Politik – nicht nur hierzulande – dann auch aus! Lange, viel zu lange, haben wir uns darauf verlassen, dass die Politiker das, was sie als Amtseid eblegen, nämlich, dass sie Schaden vom deutschen Volk abwenden und seinen Nutzen mehren wollen, auch wirklich ernst nehmen. Nun wurden wir eines besseren belehrt. Diejenigen, die das Desaster der „Finanzmärkte“ verschuldet haben, die Banker die das Geld hemmungslos verzockt haben, ohne einen Funken Unrechtsbewusstsein oder eine Spur der Reue und die Politiker, die sich der Illusion hingegaben, der Markt reguliere sich selber, verteilen großzügigst das Geld des Steuerzahlers, ohne mit der Wimper zu zucken! Und ohne wirksame Kontrollmechanismen zu installieren! Würde man tatsächlich auf die Wirksamkeit der „Selbstreinigungskräfte“ des Marktes vertrauen, hätte man die Banken, die sich selbst in den Ruin getrieben haben, Pleite gehen lassen. Stattdessen erklärte man sie zu systemrelevanten Institutionen und verpulvert für ihre Rettung das Geld der Steuerzahler!

Dem Bürger gaukelt man vor, er könne mit einer „Umweltprämie“ in Höhe von 2.500 € das Klima retten, wenn er sein „altes“ Auto verschrotte und sich ein neues Fahrzeug zulege! Natürlich ist diese Umweltprämie an keinerlei Umweltauflagen für das neue Auto gebunden, denn sonst könnten die deutschen (Premium-) Hersteller ihren Laden gleich dicht machen. Denn Autos mit geringem Spritverbrauch und niedrigem CO2-Ausstoss, sind nicht gerade die Stärke der deutschen Hersteller! Was viel wichtiger wäre als das zweifelhafte Vergnügen jede – noch so unwichtige – Besorgung mit Hilfe eines Autos erledigen zu können, nämlich die Versorgung der Weltbevölkerung mit bezahlbaren Lebensmitteln, interessiert kein Schwein, solange die eigenen Bevölkerung genug zum beissen hat. Und noch ist das der Fall, obwohl es auch in der westlichen Hemisphäre immer mehr Menschen gibt, die sich aus eigener Kraft nicht mehr ernähren können. In den USA bespielsweise sind mehr als 32,2 Millionen Bürger auf Lebensmittelhilfe angewiesen (Artikel auf n-tv.de vom 3.4.2009 „Lebensmittelhilfe in den USA – Jeder zehnte Bürger bedürftig“). Und auch wer hier in Deutschland auf Hartz IV-Niveau angelangt ist, kann ein Lied davon singen, wie man sich mit diesen paar Kröten, die einem monatlich als Almosen auf´s Konto überwiesen werden, ausgewogen ernähren kann!

Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen zu essen und zwar in ausreichender Menge und guter Qualität. Aber das ist überall auf der Welt genauso. Und weil die großen Genkonzerne mit ihrem patentierten Saatgut das vollmundige Versprechen, den Welthunger zu besiegen, wenn man nur gentechnisch veränderte Nahrungspflanzen anbaut, nicht halten konnten und dies auch in Zukunft nicht schaffen werden, hat man nun begonnen, die besten Böden in den Ländern der Dritten Welt aufzukaufen (sueddeutsche.de in einem Artikel vom 1.4.2009 unter „Nahrungsmittelkrise – Die Erde wird knapp“), um die schwindende Fruchtbarkeit der landwirtschaftlichen Nutzflächen in Europa und Nordamerika auszugleichen. Ist das gerecht? Ist das einfach nur Kapitalismus? Oder ist es die Kapitulation vor der Macht der Großkonzerne? Wir fressen unsere Äcker kahl und zerstören sie mit Unmengen künstlicher Düngemittel und dem massiven Einsatz von giftigen Chemikalien (und die Regierung subventioniert nach altbewährtem Muster den Raubbau an unseren Ressourcen. Das Thema ist der Politik so heikel, dass die Agrarsubventionen bis vor kurzem noch streng geheim waren – Artikel bei greenpeace vom 24.9.2008 „Agrarsubventionen: Die Transparenz kommt viel zu spät“). Wir lassen es zu, dass große Konzerne die Regenwälder abholzen um Plantagen für Biospritpflanzen anzulegen, damit wir auch morgen noch mit unseren SUV´s zum Bäcker Brötchen holen fahren können. Und weil das alles immer noch nicht genug ist, nehmen wir den Menschen in der Dritten Welt auch noch den letzten Rest fruchtbare Ackerlandes ab, um unsere eigenen Bedürfnisse – die mittlerweile weit über dem liegen, was  zu einem guten Leben notwendig wäre – zu befriedigen!

Wie egal zumindest der deutschen Regierung der Zustand der Ackerböden in unserem Lande ist, zeigt schon die Tatsache, dass mehrere Millionen Euro jedes Jahr in die Erforschung herkömmlicher industrieller Anbaumethoden gepumpt werden – natürlich zum Wohle der großen Chemiekonzerne. Die Summe (als solche eigentlich gar nicht zu bezeichnen), die für die Forschungen auf dem Gebiet alternativer Anbaumethoden oder gar der Permakultur, sind vernachlässigbar! Da hier nicht viel Geld zu holen ist, weil nur wenige kleine oder gar keine Maschinen eingesetzt werden, weil keine Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, die sehr teuer sind und nicht zuletzt, weil kein teures, gentechnisch verändertes Saatgut eingekauft werden muss, an dem nur die Chemie- und Genkonzerne verdienen, ist diese Art der Landwirtschaft sowohl für die Konzerne, als auch die Politik uninteressant!

Wer jetzt immer noch behauptet, die Politik habe das Wohl der Menschen im Sinn, der ist möglicherweise unbelehrbar! Die…

…Bürger sind für die Politiker diejenigen, die sie beim Regieren stören…

…und damit sie nicht vergessen, für wen sie ihre Posten bekleiden, dürfen wir nicht aufhören, ihnen unsere Meinung zu sagen und ihnen auf die schmutzigen Finger zu klopfen! Also denkt dran: „Wer schweigt hat schon verloren!“ Um noch einmal auf die Bemerkung des Herrn Preuß zurück zu kommen. Nullen machen wirklich nicht satt, aber wir haben es auch satt, von ihnen regiert zu werden.





Wasser! So kostbar wie Gold?

19 03 2009

Nein, Wasser ist kostbarer, viel kostbarer. Denn ohne Wasser gibt es kein Leben! Und was macht der Mensch? Er verseucht, verschmutzt, verschwendet das Wasser, macht es von einer Ressource, auf die jeder Mensch ein Menschenrecht hat, zu einer Ware, die meistbietend verkauft wird. Die Wasserwirtschaft in den Industrieländern wurde bereits zu weiten Teilen privatisiert und damit den Gewinninteressen der Konzerne geopfert. Wasserleitungsnetze und Kanalisation verfallen und werden immer undichter, ungeheure Mengen besten Trinkwassers gehen verloren und die Preise steigen immer weiter.

„Der UNESCO-Bericht 2009 – Trinkwasser wird knapp“ (Artikel auf n-tv am 12.3.2009) legt nahe, dass sauberes Wasser durch die Dummheit der Menschen, durch ihre Ignoranz, die Profitgier der Konzerne und nicht zuletzt durch die Klimaerwärmung immer knapper, immer kostbarer. Millionen von Menschen haben überhaupt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Überall, wo Wasser knapp ist, wird ein Geschäft daraus gemacht, dass so lukrativ ist, dass sogar die Mafia einsteigt. Wer nicht zahlen kann, muss eben aus den allerorts vorhandenen Kloaken saufen und wenn er dann an der Cholera, Typhus oder irgendeiner anderen Durchfallerkrankung verreckt, hat er eben Pech gehabt. Besonders leiden unter diesen Bedingungen Kinder und Kleinkinder, die jährlich zu Hunderttausenden, ja Millionen, Opfer der unsäglichen hygienischen Bedingungen und des Mangels an sauberem Trinkwasser werden!

Hier in Europa hat sich der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé eine ganze Reihe von Mineralwasserquellen unter den Nagel gerissen (darunter sind wie Nestlé Waters, Perrier, Vittel, Aquarel, San Pellegrino, Contrex, Aqua Panna, Neuselters, Frische Brise, Kloster Quelle, Fürst Bismarck Quelle, Nestlé Aquarel, Nestlé Wellness, Henniez). Wer glaubt, er tue dies nur aus sozialer Verantwortung heraus und um die Versorgung der Menschen in Europa mit sauberem Trinkwasser sicher zu stellen, der irrt, der irrt ganz gewaltig. Nestlé versucht ein Monopol zu schaffen, dass es ihm ermöglicht, die Preise zu diktieren. Die Folgen liegen für jeden klar sichtbar auf dem Tisch – Kontrolle der Ressource bedeutet: Kontrolle der Preise bedeutet: Kontrolle der Menschen!

Damit nicht genug. Private Anbieter steigen in ganz großem Massstab in das Geschäft mit der Wasserversorgung ein, überall auf der Welt. Und überall wo das geschieht, steigen zuerst einmal die Preise. Das sei auch gut so, sagt die Politik, denn Wasser müsse einen angemessenen Preis haben und den habe es zur Zeit noch nicht! Steigt der Preis, würde man anfangen Wasser zu sparen und nicht mehr vergeuden. Soweit hört sich das auch ganz logisch an. Aber an dem Punkt, wo ich feststelle, dass die Mehrkosten sich nicht und in keinster Weise in der Modernisierung der Rohrleitungsnetze niederschlagen, oder in modernen technischen Anlagen zur Wasseraufbereitung, sondern einzig und allein in den Taschen der Konzerne landen (und zwar als Gewinne), beginne ich die Privatisierung öffentlicher Aufgaben zu bekämpfen, weil ich sie nicht für richtig und schon garnicht für gerechtfertigt halte. Ein Staat, der alle seine hoheitlichen Aufgaben privatisiert (und in den USA ist man ja schon soweit, sogar den Krieg zu privatisieren) verliert erstens sein Existenzrecht und zweitens das Recht, Steuern zu kassieren! Denkt mal darüber nach!

Große Konzerne wie ABB, Bilfinger & Berger und MVV Energie steigen mit dem Gemeinschaftsunternehmen Aquamundo weltweit in die kommunale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ein, genauso wie die französischen Unternehmen Vivendi oder Suez Lyonnaise des Eaux. Glaubt wirklich jemand das Geschwätz, dies geschehe nur aus dem einzigen Grund, die Wasserversorgung zu sichern? Welche Kommune verkauft ihr Wasser- und Abwassernetz, weil und damit es in Privathand besser und billiger (im Unterhalt, dem Neubau und der Wartung, nicht im Wasserpreis) wird? Wasser ist ein riesen Geschäft und die Kommunen verkaufen die Wasserverteilnetze, die wir mit unseren Steuern bereits einmal finanziert und auch unterhalten haben, an private Unternehmen. Die Gewinne teilen sie jedoch nicht mit uns, den Bürgern, sie schaufeln sie in ihre eigenen Taschen. Und dann müssen wir diese bereits bezahlten Netze von den Unternehmen wieder zurück leasen, oder den Unterhalt auch weiterhin mit unserem Geld bezahlen, allerdings in Form höherer Preise. Aber – wer hätte das gedacht – die Gelder sind plötzlich Gewinne und werden keineswegs in den Unterhalt der Netze gesteckt, sondern wiederum in die eigenen Taschen, diesmal der Konzerne. Ist es nicht fantastisch, dass die Menschen in diesem Land und auch in allen anderen Ländern bei solchen Geschäften immer die Dummen sind?

Konzerne sind nur und ausschließlich da, wo es Geld zu verdienen gibt und zwar viel Geld. Konzerne dienen niemals den Menschen. Sie dienen nur sich selbst ud ihr einziger Zweck ist es, Geld zu machen! Alles Geschwafel von Nachhaltigkeit und Verantwortung, von sozialem Engagement ist nichts weiter als hohles und leeres Geschwätz. Aber die Politiker glauben es gern, nimmt ihnen die Industrie doch das ab, was der Politik zu teuer, zu lästig und vielleicht auch unangenehm ist, die Verantwortung für die Bürger. Die stören sowieso nur beim Regieren und sind so dämlich, dass sie nicht mal merken, „was für eine hervorragende Arbeit in der Politik geleistet wird“. Das glaube ich gern!

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Im Märzen der Bauer…

14 03 2009

…die Folie aufspannt…Wo sind die guten alten Zeiten geblieben, als der Bauer noch hinter einem vom Pferd gezogenen Pflug über seinen Acker schritt und dann mit weitem Schwung das Saatgut ausbrachte? Vorbei, obwohl auch damals nicht alles in Ordnung war. Man schüttete Kunstdünger auf die Felder, dass einem übel werden konnte. Dazu noch an Gülle und Dung, was im Stall so anfiel. ohne mit der Wimper zu zucken und ohne die geringste Rücksicht auf unsere Mutter Erde. Die Folge waren überdüngte Bäche, Seen und Flüsse voller Algen, aber dafür ohne Sauerstoff. Die meisten Fische legten in der Brühe den Kiel nach oben und trieben von nun an mit dem Strom. Ein Zeichen dafür, auch heute noch, dass sie an der Dummheit der Menschen verreckt waren!

Im Märzen der Bauer...
Im Märzen der Bauer…

Heute ist alles anders. man deckt den Boden großflächig mit Folie ab, die das Sonnenlicht reflektiert, oder die Wärme und Feuchtigkeit darunter festhält und so Bedingungen für das Saatgut schafft, die sie früher keimen und reifen lassen. Denn die höchsten Preise erzielt natürlich der Landwirt, der seine Ackerfrüchte (wie z. B. Spargel) als erster auf den Markt werfen kann!. Logisch auf der einen Seite, aber traurig auf der anderen, wenn man sieht, was diese Folien aus unserer Lnadschaft machen. Und dabei sieht das noch nicht einmal halb so attraktiv aus wie eines der Verpackungskunstwerke des legendären Christo, der schon den Reichstag in Berlin eingepackt hat. Nein, im Gegenteil, es sieht einfach nur häßlich aus.

...die Folie aufspannt...

...die Folie aufspannt...

Und – die Frage sei gestattet – was hat solch eine Landwirtschaft noch mit Natur zu tun? Gut, man kann argumentieren, man brauche weniger Unkrautvernichtungsmittel, wenn man den Erdboden rund um die Pflanzungen mit Folien abdeckt, aber was ist mit der Energie, die bei der Herstellung der Folien aufgewendet werden muss? Was ist mit den Plastikpartikeln, die beim Verrotten durch den Einfluss der UV-Strahlung in den Erdboden gelangen und so möglicherweise in die Nahrungskette? Und wie ist das mit dem Schimmel unter den Folien, wenn Feuchtigkeit und Hitze zusammen kommen? Ach ja, dafür gibt´s ja Fungizide und gegen die Insekten, die sich im Schutz dieser Abdeckung wohl fühlen, kann man auch ein „feines Mittelchen“ spritzen. Was aber hat man dabei gespart und was bringt das wirklich?

Mittlerweile ist ja zur Genüge bekannt, das ich nicht nur ein Verfechter der natürlichen oder „Nichts-tun-Landwirtschaft, sondern auch ein überzeugter Anhänger der Thesen des Weisen Masanobu Fukuoka bin, die im Grundsatz die Ansicht vertrat, die Natur kann alles allein regeln, wenn man sie nur lässt. Weder Dünger, noch Pflug, noch irgendwelche chemischen „Wundermittel“ sind notwendig, um die Gesundheit und Fruchtbarkeit des Erdbodens zu erhalten (und sogar noch zu steigern). Voraussetzung dafür ist das Vertrauen in die Natur und deren Fähigkeiten und das Wissen um die natürlichen Zusammenhänge . Allerdings haben wir das verloren, wie es scheint. Und so meint man, das fehlende Verständnis für Mutter Erde durch höhere Gaben an Düngemitteln ersetzen zu können. Natürlich sind bei einem ausgelaugten Boden reichere Ernten zu erwarten, wenn man ihm Nährstoffe zuführt. Aber man nimmt dem Boden und sich selbst dadurch die Möglichkeit, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Indem die Erde sich entweder selber heilt (durch die Ausbreitung entsprechender Pflanzen, die die Mängel oder den Überschuss an unterchiedlichen Nährstoffen auf natürlichem Weg wieder ausgleichen) oder die vorsichtige Hilfe des Menschen, der das Ungleichgewicht erkennt und die Zusammenhänge durchschaut und bestimmte Pflanzen gezielt sät, findet sie immer selbst zu einem stabilen Gleichgewicht zurück – über kurz oder lang. Der Mensch aber will nicht warten (jedenfalls glaubt er nicht warten zu können).

Also wird Dünger auf den Acker gestreut und wenn die Ernten zurück gehen, dann streut er noch mehr Dünger, beginnt zu bewässern und Unkrautvernichter zu spritzen, damit seine Monokulturen nicht mit wuchernden Wildpflanzen um den teuren Dünger wetteifern müssen. In diesen Monokulturen fühlen sich natürlich Schadinsekten, Krankheiten und Pilze pudelwohl, da hier für ihre Verhältnisse der Tisch überreich gedeckt ist und die Ausbreitung von einer Pflanze zur nächsten nicht durch dazwischen wachsende „Unkräuter“ behindert wird. Aber es gibt ja nichts, gegen dass die Agrochemiekonzerne nicht ein Spritzmittelchen in ihrem Produkt-Portfolio hätten. Und so wird gespritzt auf Teufel komm raus und jedes Jahr mehr!

Dabei könnte doch alles viel einfacher sein, wenn man nur auf die Natur vertrauen würde und in den jeweiligen geographischen Gebieten genau die Pflanzen anbauen würde, die auf die dort herrschenden Verhältnisse zugeschnitten sind. Weil sie dort und für die dortigen Verhältnisse gezüchtet wurden – zum Teil über Jahrhunderte hinweg – kommen sie mit den Bedingungen dort am Besten zurecht und es ist ein leichtes, aus der jeweiligen Ernte einen Teil zurück zu behalten und ihn im nächsten Jahr wieder auszusäen. Bringt man auch die pflanzlichen Reste wieder auf die Felder zurück, verbleiben die Nährstoffe in diesem Boden, ergänzt allenfalls durch den Eintrag von aufbereitetem Dung oder Kompost. In der Natur funktioniert dieses Prinzip über Tausende und Abertausende von Jahren, beipielsweise im Wald. Aber vielliecht sollte der Staat mal ein paar zusätzliche Euros in die Forschung zur natürlichen Landwirtschaft stecken, anstatt das ganze Geld in die industrielle Landwirtschaft zu investieren, die sowieso von den Agrochemiekonzernen gefördert wird. schließlich haben die Konzerne kein interessa an landwirtschaftlichen Verfahren, die ohne die chemischen Kampfstoffe der modernen Landwirtschaft gut auskommen und nahezu genauso hohe Erträge pro Hektar aufweisen, wie die gedüngten Flächen (mit extrem hohem Einsatz von Energie, Dünger, diverser „Schutz“mittel und großem Arbeitsaufwand). Man kann das schon verstehen, wenn man es aus der Sicht der Konzerne betrachtet. Da stecken sie Millionen in die Entwicklung von chemischen Erzeugnissen, weil sie ja unser bestes wollen (unser oder des Bauern Geld?), noch mehr Millionen werden in die Werbung investiert und dann kommt da so ein alter Sack wie Masanobu Fukuoka her und behauptet, den ganzen hochtechnisierten und chemischen Mist brauche niemand, dass ginge alles auch ohne. Also als Chef eines Chemiekonzerns, oder als Manager von Monsanto und Konsorten, würd ich mir da auch Gedanken darüber machen, wie ich darauf reagieren sollte! Und die Regierungen? Von den Konzernen gekauft, bestochen und der Rest derart einfältig, dass es schon weh tut, gibt die sauber erpressten Steuergelder dann doch lieber zur Rettung „notleidender Banken“ aus. Wie sollte es auch anders sein. Schließlich kann nicht sein, was nicht sein darf! Aber man sollte nicht vergessen: Geld kann man nicht essen! Und dass in Zuge der Finanzkrise vermutlich fast 3 Millionen Kinder verhungern werden, ist sicher nicht mehr als nur ein böses Gerücht und üble Meinungsmache. Denn ohne Geld kann man auch nichts essen, wenn man kein eigenes Stück Land hat.

Masanobu Fukuoka lehrt uns, dass eine Fläche von etwa 1.000 qm ausreichend ist, um eine Familie ausgewogen zu ernähren. Wer aber hat in unseren Breiten schon so eine Fläche zur Verfügung, wenn er in einem Wohnklo-mit-Kochnische (verteilt auf ca. 30 qm oder so) in der Stadt wohnt? Selbst die meisten Leute „auf dem Land“ besitzen gar kein eigenes Ackerland mehr. Von den Menschen in den Ländern der Dritten Welt brauchen wir erst garnicht reden. Hier befindet sich das Land häufig in den Händen weniger Großgrundbesitzer, die es an die landlosen Bauern verpachten – gegen Geld versteht sich. Und da muss der Ertrag meist verkauft werden, um den Pachtzins zu bezahlen. Da bleibt eben nur sehr wenig zum Leben übrig, wenn es überhaupt zum Überleben reicht („Selbstmord-Serie: Tausende indische Bauern gehen in den Tod“ Artikel auf Spiegel Online vom 12.11.2006). Wenn das der vielbeschworene Segen der Gentechnik ist, den die Menschen vom „Hüter der Gensaaten“ Monsanto zu erwarten haben, dann gute Nacht! Wird so der Hunger bekämpft, indem man die Bauern ausnimmt wie die sprichwörtlichen Weihnachtsgänse, sie mit mit Verträgen knebelt und sie mit dem Risiko und den Problemen allein lässt? Wer das mit seinem Gewissen für vereinbar hält, kann kein Mensch sein!

Wenn die Erde gesund ist, sie sich im Gleichgewicht befindet, treten zwar auch Krankheiten, „Unkräuter“, Pilze und Schadinsekten auf. Aber die Natur ist durchaus fähig, sich wieder selbst ins Gleichgewicht zu bringen, wenn man ihr die Zeit lässt und sie dabei ein wenig unterstützt. Übermäßige Unkrautwucherung, Insektenbefall und Krankheiten sind immer ein Resultat menschlicher Eingriffe in das Gleichgewicht der Natur. Setzt man chemische Mittel gegen eine oder mehrere dieservermeintlichen Plagen ein, bringt man nicht das Gleichgewicht zurück. Man verschiebt das Ungleichgewicht  nur in eine andere Richtung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, der Natur wieder zu ihrem Gleichgewicht zu verhelfen.

  1. Man kann sie sich selbst überlassen und darauf warten, bis sich alles erholt und regeniriert hat. Das kann dauern! Über kurz oder lang kehrt das Gleichgewicht jedoch zurück. Das ist ein Naturgesetz.
  2. Man kann die Natur unterstützen, indem man bestimmte Pflanzen sät, Misch- und Folgekulturen anlegt und nur das entnimmt, was man zum Leben braucht. Alle Reststoffe müssen dem Boden wieder zugeführt werden, als Mulch (Stroh und andere Ernterückstände). Alle anderen Stoffe, die beim Schälen und Kochen und als Abfall zurückbleiben, können kompostiert und als Humus auf den Bode aufgebracht werden, ebenso wie menschlicher oder tierischer Dung (kann vorher auch zur Erzeugung von Biogas genutzt werden). Hühner und Enten, die man in dem Gelände herumlaufen lässt, tun ein übriges. Sie fressen Schädlinge, scharren auf dem Boden und düngen ihn gleichzeitig. Pflanzt man mehrjährige Gemüse an, kann m,an über einen längeren Zeitraum ernten und auch Saatgut gewinnen, oder darauf warten, dass sich das Gemüse selber aussät. Verschiedene Bodendeckende Kleearten versorgen den Boden mit notwendigen Stoffen, ebenso Leguminosen. Vermeidet man es, den Boden ungeschützt der Witterung zu überlassen, werden keine Nährstoffe ausgewaschen und auch kein Humus durch Regen weggeschwemmt.

Macht man einfach weiter wie bisher, nämlich Pflügen, Eggen, säen (womöglich Gensaatgut), Düngen, bearbeiten Spritzen usw. usw., verändert sich der Boden nicht nur nicht, sondern er wird immer schlechter und braucht immer mehr Dünger und Spritzmittel (auch die Behauptung der Genkonzerne, beim Einsatz gentechnisch veränderten Saatgutes sinke der Bedarf an Spritzmitteln, ist gelogen. Durch die Tatsache, dass das Gensaatgut und die daraus keimenden Pflanzen resistent gegen das vom gleichen Hersteller stammende Spritzmittel sind – und zu dessen Einsatz werden die Gentech-Bauern vertraglich verpflichtet – wird meist mehr als nötig gespritzt, weil die Pflanzen ja keinen Schaden davon tragen, obwohl sich die Gifte in den Pflanzen und den daraus erzeugten Produkten einlagern) und immer größere, stärkere Maschinen. Es wird immer tiefer gepflügt und die Bodenfauna dadurch zerstört. Am Schluß ist der Boden unfruchtbar und hart wie Beton. Dann gibt es kaum noch eine Möglichkeit, den Boden landwirtschaftlich sinnvoll zu nutzen. Dann macht sich Wüste breit!

Aber auch Wüste ist nicht völlig unbrauchbar. Man kann alles wieder begrünen, wenn man nur genug Zeit veranschlagt. Aber die haben wir nicht, im Kampf um das Klima und unsere Mutter erde. Wir müssen daher schon jetzt dafür sorgen, dass es nicht so weit kommt. Jeder sollte sehen, dass er ein kleines Stück (die schon erwähnten 1.000 qm oder das, was Fukuoka als 1/4-acre-Farm bezeichnet) Land ergattert, damit er auf nachhaltige Art und Weise für den Lebensunterhalt seiner Familie sorgen kann. Und ein Stück Land, oder ein großer Garten, sind nicht nur von Bedeutung wenn es darum geht sich von Stress zu erholen. Wer sich zu großen Teilen aus dem eigenen Garten mit Nahrung versorgt, der weiss, was er auf seinem Teller liegen hat. Der kann meist sicher sein, dass keine unerwünschten Inhaltsstoffe vorhanden sind (obwohl ja Pflanzenschutzmittel, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, keine Grenzen kennen und sich über große Flächen verbreiten) und hat meist Nahrungsmittel von unvergleichlicher Qualität, denn sie kommen nicht aus irgendwelchen Fabriken, wo sie mit Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern versetzt und in Plastikfolie verpackt werden. Wenn man sich dann noch der Nichts-Tun-Landwirtschaft widmet, wie sie Masanobu Fukuoka so bestechend beschreibt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen und man kann halbwegs beruhigt in die Zukunft schauen!

Was das für Vorteile für Euch hat, braucht Ihr nicht zu fragen. Oder doch? Nun, Ihr könnt ruhig zuschauen, wie die Preise steigen und die Nahrung immer teurer und immer künstlicher wird, während Ihr gesundes und nahrhaftes Essen zu Euch nehmt. Und, Ihr werdet es kaum glauben, sogar Vorratswirtschaft für den langen, nicht mehr ganz so kalten Winter in unseren Breiten könnt Ihr  betreiben (Einmachen von Konserven, Marmeladen, Gelees, usw.). Das gesparte Geld könnt Ihr anders investieren. Ob man es der Bank anvertrauen will, sei jedem selbst überlassen. Aber zumindest kann man es ökologisch oder sozial verträglich anlegen, oder eben ein wenig mehr für Ökostrom bezahlen.

weiterführende Links:

  • greenpeace energy (Ökostrom von Greenpeace)
  • Ethische Geldanlage (Zinsen mit besserem (Ge)wissen. Homepage aus Karlsruhe, die sich dem Thema der ethischen Geldanlage widmet und mir gut strukturiert und verständlich erscheint. Wird noch aktualisiert! Schaut es Euch mal an!)
  • Ethisches Investment (Artikel bei Wikipedia)

Ach ja und hier hab ich noch ein paar Links für diejenigen, die gern mal ein bisschen träumen. Wohnen wie im Märchen könnte man das Ganze nennen:





Sind wir noch zu retten? (eine Glosse? Wer weiss!)

10 03 2009

Ende diesen Jahres soll in Kopenhagen eine große UN-Klimakonferenz stattfinden. So weit so gut! Oder doch eher schlecht. Denn es ist damit zu rechnen, dass die hochedlen Herrschaften aus Politik und Wissenschaft, die sich ihre dicken Hintern auf dem kommoden Konferenzgestühl platt drücken werden, vermutlich nicht mit dem Elektromobil oder gar Fahrrad umwelt- und vor allem klimafreundlich anreisen werden, sondern nach altbewährtem Muster mit dem Düsenjet! Nunja, in Vorbereitung dieses politischen Massenereignisses, haben sich Forscher zu einer 3-tägigen Vorbereitungskonferenz getroffen, die am heutigen Dienstag begonnen hat. Dies berichtet heute.de am 10.3.2009 unter „Klimaforscher: Meeresspiegel steigt bis 2100 um einen Meter – Prognose alarmierender als bisherige Vorhersagen“. 2.000 Forscher aus 80 Ländern treffen sich, um (nach Meinung vieler Politiker und vor allem der Wirtschaft) Panik zu verbreiten. Dabei gehen sie mit ihren Prognosen deutlich über die bis dato prophezeiten 18 – 59 cm Anstieg bis 2100 hinaus. Dann steht uns das Wasser quasi bis zur Oberkante Unterlippe.

Besonders unangenehm dürfte sich dieser Anstieg des Meeresspiegels für einige unbedeutende Inselrepubliken im Pazifik auswirken, deren Namen sowieso niemand hierzulande kennt, aber auch für Bangladesh, Vietnam und die Niederlande. Aber das ist alles so weit weg von uns, dass es uns nicht weiter zu interessieren braucht, Frau Merkel. Hauptsache Ihr Wandel vom Saulus zum Paulus, oder von der ehemaligen Klimakanzlerin  – mit überaus ehrgeizigen Klimaschutzzielen – zur Steigbügelhalterin einer umweltzerstörenden Energie- und Automobilindustrie „rettet“ ein paar tausend Arbeitsplätze (wenigstens bis nach den Wahlen im September, nicht wahr?). Natürlich darf man auch nicht übersehen, dass diese Art von Klimawandel auch eine Menge Arbeitsplätze schafft (wenn man es genau betrachtet!), zumindest für Hartz-IV-Empfänger. Die können wir dann nämlich in langen Kolonnen und mit geschulterter Schaufel ins Moor auf die Deiche schicken, zum Sandsack füllen! Keine Sorge, dann wird es endlich wieder Vollbeschäftigung geben. Und zwar zu Sklavenlöhnen, denn die Menschen, die Hartz IV „empfangen“ sind ja alle faul und ungebildet und darum brauchen sie auch nicht viel für ihren Lebensunterhalt (nach Ansicht vieler Politiker versaufen sie die Stütze eh nur, oder kaufen sich Zigaretten zum selber zusammenstecken und so enthalten sie dem Staat, der sie so hervorragend unterstützt, liebevoll nährt und mit gebrauchten Klamotten kleidet, dadurch auch noch Steuern vor). Falls das aber alles noch nicht reicht, können wir diese Leute, die ja nur unseren Staatshaushalt belasten, nach Holland verschieben oder als Wellenbrecher an Bangladesh abtreten. Dann haben sie wenigstens eine sinnvolle Aufgabe!

Ich bin wirklich gespannt, wie groß am Ende des Jahres die erstaunten Augen der Politiker sind, wenn sie sich auf dieser Klima-Konferenz treffen werden, die eine Art Nachfolger der Kyoto-Konferenz sein soll und für die sich außer den Umweltschützern keine Sau interessiert hat. Denn ein Teil (und zwar der, der den meisten Dreck in die Atmosphäre bläst!) hat erst gar nicht unterschrieben und der andere Teil, hat seine Klimaziele erst gar nicht erreicht. Gut, wenn man ein klein wenig Geschick beim hin- und herrechnen hat und ein paar andere Zahlen als Grundlage für die Berechnung nimmt, als bei der Konferenz, kommt man mit dem ein oder anderen Ziel schon klar. Es sind ja sowieso immer nur die Idioten von den Umweltschutzgruppen und die Menschen, denen die Natur und der Klimaschutz über die hemmungslose Profitgeilheit der Konzerne geht. Diejenigen also, denen man ohnehin nichts recht machen kann. Solche Leute wie Du und ich? Ja genau, solche Leute wie ich und Du! Aber was machen wir uns sorgen? Bis es soweit ist, sind wir, die wir hier sitzen und uns aufregen, hoffentlich alle schon in die Grube gefahren. Denn dann brauchen „wir“ uns nicht zu schämen, wenn unsere Enkel das Fiasko erkennen, dass „wir“ ihnen in unserer Überheblichkeit und Dummheit hinterlassen haben, ohne uns wirklich darüber Gedanken zu machen – sie werden uns verfluchen, soviel steht fest!

weiterführende Links: