Tag des Waldes!

17 03 2011

Am 21. März 2011 begehen wir den Tag des Waldes. Vielleicht ein guter Grund, nach dem langen kalten Winter den Hintern aus dem Sessel am warmen Ofen zu heben und ihn mal wieder in den Wald zu tragen und sich ein wenig dessen wichtiger Aufgabe als CO2-Speicher, Klimaanlage und Luftfilter bewusst zu werden.

Jetzt dürfte auch die Zeit sein, wo so langsam das leben in die Bäume und Büsche zurück kehrt und wenn man genau hinschaut, wird einem das ein oder andere zartgrüne Blättchen auffallen, das vorwitzig ans Licht drängt. 


Wer als Allergiker den ersten Ansturm der frühen Pollen von Hasel, Erle und Birke überstanden hat, sollte sich unbedingt sein Antiallergikum einwerfen und sich auf den Weg machen. Erst zum Arzt, dann in den Wald. Denn wer weiss schon, wie lange wir noch die Freundschaft der Bäume werden geniessen können, bevor alles in den Tanks unserer Autos verschwunden, oder als Pellets in den Heizkesseln unserer Häuser verschwunden ist! Holz ist ein phantastisches Material und das hat nicht nur die Holzmafia in den Regenwäldern bemerkt. Auch hier gibt es immer mehr “Investoren” die den Wald am liebsten auf der Stelle in Kraftwerken zu “Ökostrom” verarbeiten würden. Lasst das nicht zu, schützt Eure Wälder!

weiterführende Links:




2010 in review

2 01 2011

The stats helper monkeys at WordPress.com mulled over how this blog did in 2010, and here’s a high level summary of its overall blog health:

Healthy blog!

The Blog-Health-o-Meter™ reads Fresher than ever.

Crunchy numbers

Featured image

The average container ship can carry about 4,500 containers. This blog was viewed about 14,000 times in 2010. If each view were a shipping container, your blog would have filled about 3 fully loaded ships.

In 2010, there were 14 new posts, growing the total archive of this blog to 421 posts. There were 12 pictures uploaded, taking up a total of 8mb. That’s about a picture per month.

The busiest day of the year was May 2nd with 94 views. The most popular post that day was Seedballs.

Where did they come from?

The top referring sites in 2010 were de.wordpress.com, tempeldergaia.blogspot.com, images.yandex.ru, facebook.com, and de.paperblog.com.

Some visitors came searching, mostly for velomobile, elektrofahrrad, färöer inseln, velomobil, and bp.

Attractions in 2010

These are the posts and pages that got the most views in 2010.

1

Seedballs February 2009

2

Der Mord an Walen und Delphinen auf den Färöer-Inseln June 2010
1 comment

3

Eine geniale Erfindung… October 2008

4

Ameisen, die unterschätzte Macht! April 2009
4 comments

5

Aquaponic-Forum.de March 2009





Antreten zum Verändern der Welt! (Das Fahrrad als urbanes Verkehrsmittel der Zukunft)

9 09 2010

Wie kann man die Verkehrsprobleme in Städten und städtischen Ballungsräumen eigentlich wirksam angehen und möglicherweise sogar lösen? Diese Frage beschäftigt nicht nur Forscher und Stadtplaner, sondern hin und wieder ganz gewöhnliche Menschen wie euch, oder auch mich und so mache ich mir beständig meine Gedanken zum Thema, die sich dann in solchen Blog-Artikeln wie diesem hier nieder schlagen.

In Städten und städtischen Ballungsräumen haben wir als wichtigstes Problem vor allem das des beschränkten Platzes. Häuser Läden, teilweise Unternehmen und industrielle Fertigungsanlagen, drängen sich auf engstem Raumzusammen und teilen sich den wenigen Platz auch noch mit Rad- und Gehwegen, Straßen, Plätzen, Parks und Parkplätzen (die in meinen Augen eine besondere Verschwendung sind), sowie mehr oder weniger umfangreichen Schienennetzen des öffentlichen Personennah- und Personen- und Güterfernverkehrs.

Während Rad- und Gehwege wenigstens dauerhaft genutzt werden, indem Menschen darauf Rad fahren oder laufen, während auf Straßen rund um die Uhr der motorisierte Individualverkehr tobt und daneben auch die vielfältigen logistischen Aufgaben einer Stadt zu bewältigen haben (Ver- und Entsorgung z. B.), Plätze und Parks der Naherholung und der Verbesserung des Mikroklimas dienen, wird ein großer Teil des zur Verfügung stehenden städtischen Raumes durch parkende und damit nicht genutzte Autos voll gestellt. Sie stehen einfach nur rum und nehmen Platz weg, der sicher sinnvoller genutzt werden könnte.

Doch damit nicht genug. Wochentäglich findet außerdem eine regelrechte Völkerwanderung von Menschen statt, die entweder außerhalb der Stadt “im Grünen” wohnen (und so zur Zersiedelung der Landschaft beitragen) und in der Stadt arbeiten, oder umgekehrt. Selbst wenn diese vielen Menschen vernünftigerweise öffentliche Verkehrsmittel nutzten, auch die Öffis verbrauchen mit ihrer Infrastruktur jede Menge Platz in der Stadt. Jedenfalls wenn sie oberirdisch verkehren.

Verlegt man sie unter die Erde, muss man jede Menge Geld in die Hand nehmen (ein besonders “schönes”…äh…krasses Beispiel dafür ist Stuttgart 21 – Stuttgart: eindeutige Ablehnung von Stuttgart 21, Artikel auf SDR.de vom 8.9.2010) und man kann mit Sicherheit davon ausgehe, dass der an der Oberfläche gewonnene Platz nicht zur Hebung der Lebensqualität in den Städten genutzt, wohl aber den Wünschen der Automobillobby geopfert werden wird! Von den jahrelangen Baustellen mitten in der Stadt mal ganz abgesehen.

Bleiben die Öffis oberirdisch, so nehmen die Streckennetze durch den ständig wachsenden Fahrgaststrom derartige Ausmaße an, dass für andere Verkehrsteilnehmer kaum noch Platz übrig bleibt! Die immer enger getakteten Fahrzeuge auf den Linien (sowieso stets zu klein und darum immer hoffnungslos überfüllt) lassen anderen Verkehrsteilnehmern kaum eine Chance die Strecken zu überqueren. Die Unfallgefahr steigt rapide an. Gibt es dann noch technische Probleme wie z. B. mit den jedes Jahr auf´s neue völlig überraschend auftretenden winterlichen Straßen- und Verkehrsverhältnissen, gerät oft das gesamte System aus dem Takt und droht zu kollabieren!

Was also tun? Individualverkehr? Will jeder! Aber bei der Nutzung von Autos, schleppt man in der Regel ca. 1 Tonne besten Stahl und 4-5 Sitzplätze nebst enormem Stauraum mit sich herum, obwohl man meist allein im Fahrzeug sitzt. Was für eine Verschwendung von kostbaren und teuren fossilen Energieträgern? Was für eine Vergewaltigung des Weltklimas?

Der Platz wird immer knapper, der Treibstoff immer teurer und die Öffis immer voller!

Will man nun den Verkehr in der Stadt reduzieren, so kann dies eigentlich nur beim motorisierten Individualverkehr sinnvoll sein. Der umweltfreundliche und -schonende öffentlcihe Nahverkehr kann und darf dabei nicht eingeschränkt werden!. Im Gegenteil muss er deutlich ausgebaut, mehr in die Fläche gehen und billiger werden. Daneben müssen auch Möglichkeiten geschaffen werden, die auch den öffentlichen Nahverkehr individueller gestalten, beispielsweise durch mehr und kleinere Fahrzeuge (macht sicher mehr Sinn, als wenige sehr große Züge auf wenigen Strecken). Freilich erfordert auch dies zunächst hohe Investitionen vor allem in Forschung und Entwicklung (denn bisher ging der Trend immer nur in Rrichtung “Größer, Schneller, Teurer”!). In diesem Bereich stehen wir noch weitgehend am Anfang und nur ein paar “spinnerte” Profs an einigen wenigen Hochschulen setzen sich bisher mit solchen individuellen Massenverkehrssystemen auseinander. Über das Experimentierstadium ist man meines Wissens aber noch nicht hinaus gekommen!

Also suchen wir nach Alternativen, die klein, billig, schnell verfügbar, dazu komfortabel und leicht zu fahren sind. Daneben sollen sie natürlich kostengünstig herzustellen, zu warten und zu reparieren sein!

Dieses Lastenheft lässt einen aufgeklärten Menschen eigentlich sofort an eine der genialsten Erfindungen in der Menschheitsgeschichte denken – das Fahrrad! (225. Geburtstag! Karl Drais – Der Mann, der das Fahrrad erfand; Artikel auf WeltOnline vom 29.4.2010)

Fahrräder gibt es in allen nur denkbaren Varianten, für alle vorstellbaren Einsatzgebiete. Es ist kostengünstig herzustellen, kann aber auch, in Handarbeit hergestellt in edlen Manufakturen mehrere tausend bis zehntausen Euro kosten!

Es gibt Liegeräder, die besonders geeignet sind für höhere Geschwindigkeiten und Langstrecken. Für Outdoor-Freaks bieten sich Mountainbikes zum Offroadeinsatz an. Citybikes und Cruiser erlauben ein entspanntes Radeln in der Stadt.

Lastenfahrrad

Lastenräder, die Arbeitstiere unter den Fahrrädern (oder neudeutsch Cargo- oder Workbikes) genügen den Ansprüchen großer Familien mit kleinen Kindern und dürften auch kleine Gewerbetreibende zufrieden stellen können.

Für die Freunde extremerer Designs finden sich alle möglichen Arten von Choppern

beachcruiser-orange-tequila-sunrise-jason-battersby

Orange Tequila Sunrise von Jason Battersby

und in Kleinserien gebaute Räder, die einem Fan das Auge tränen lassen, denn leider hat man nur einen Hintern, den man auf ein Bike setzen kann. Schade eigentlich, bei der Auswahl an fahrbaren Untersätzen.

In den letzten Jahren kamen die sogenannten Pedelecs, Fahrräder mit elektrischem Hilfsantrieb immer mehr in den Focus vor allem des Genussradlers, denn unabhängig von Wind und Steigungen erlauben die von Akkus gespeisten Elektromotoren ein sehr entspanntes und komfortables Fahren, auch für die etwas älteren Semester unter uns. Aber die Zeiten, als das Pedelec aussah und sich auch so fuhr wie ein Krankenkassenrollstuhl von der Gesetzlichen, sind lange vorbei! Auch Fahrraddesigner sind lernfähig wie wie man sieht.

Zwar kann man auch hier noch viel tun, aber man ist auf einem guten Weg. Die Entwicklung des Fahrrads zu einem wichtigen, wenn nicht dem wichtigsten individuellen urbanen Verkehrsmittel der Zukunft ist noch lange nicht zu Ende. Sie hat gerade erst begonnen.

Die Entwicklung leistungsfähiger Akkus schreitet ebenfalls zügig voran und je nach Wetter, Topografie des Geländes, Temperatur und Windverhältnissen, sind zwischen 30 und bis zu 100 km Rechweite keine Utopie mehr. Natürlich spielt auch eine Rolle, wieviel man für sein Bike auszugeben bereit und in der Lage ist.

Der Möglichkeiten als Verkehrsmittel sind dem Fahrrad und den von dieser Grundkonstruktion abgeleiteten Derivaten fast unbegrenzt. Ein-, zwei-, drei- und vierrädrige Fahrzeuge mit elektrounterstütztem Muskelantrieb gibt es heute schon in allen Variationen. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen. Noch etwas mehr Mut der Designer und der Hersteller und ein “bisschen” mehr Unterstützung für dies umweltfreundlichste Art der individuellen Fortbewegung durch die Politik, wären sehr hilfreich.

Three-wheeler von Matias Conti

Three-wheeler Design-Studie von Matias Conti

Man darf nicht immer nur das Auto als Hauptverkehrsmittel sehen, dem es den Weg sprichwörtlich zu ebnen gilt. Das Auto ist groß, laut, teuer und verbraucht viel zuviel Platz und kostbare Energie! Die Kommunen müssen die Radverkehrswege massiv ausbauen und den Radfahrern die Möglichkeit geben, jeden Ort einer Stadt in angemessener Zeit und auf ordentlichen Straßen speziell für die Nutzer dieser elektrounterstützten Muskelkraftfahrzeuge zu erreichen. Dann werden auch viel mehr Menschen als heute diese umweltfreundlichen Alternativen zur Fortbewegung nutzen. Auch zwischen größeren Städten muss es radtaugliche Verbindungsstraßen geben, quasi Radautobahnen also, auf denen ein angenehmes Fahren langer Strecken gewährleistet ist, mit Rastplätzen, Ausschilderungen und Notrufeinrichtungen.

Wie man sieht, ist die Lösung der Verkehrsprobleme in den Städten und städtischen Ballungsräumen eigentlich garnicht sooo schwer. Vorausgesetzt, man legt sich nicht frühzeitig auf das Auto als Träger des Individualverkehrs fest und richtet die gesamte Infrastruktur und Verkehrsführung danach aus! Die Möglichkeiten das zu ändern gibt es schon, aber der politische Wille fehlt…bislang! Nur einige wenige Städte haben sich bislang der Radfahrer angenommen und nehmen deren Bedürfnisse ernst. Freiburg im Breisgau ist ein von ihnen (allerdings wird diese Einstellung nicht von allen Radfahrern in Freiburg geteilt).

weiterführende Links:





Ein gutes Neues Jahr 2010!

31 12 2009

Allen meinen verehrten Lesern wünsche ich einen Guten Rutsch in ein erfolgreiches Neues Jahr 2010. Möget Ihr mit Gesundheit, Glück und einem langen Leben gesegnet sein! Unseren Politikern wünsche ich, dass sie ihre Egoismen vergessen können, die Lobbyisten, die die Ministerien belagern wie ein Schwarm Ratten einen Kadaver, in ihre fetten Ärsche treten und endlich Vernunft einkehrt! Reisst Euch am Riemen und rettet unsere Welt, um unserer Kinder und Enkel willen, die ein verdammtes Recht darauf haben, in einer sauberen und lebenswerten Umwelt zu leben!





Vertical Gardens/Vertikale Gärten

7 06 2009

Ein sehr wichtiges, weil existentielles Thema ist die Reduktion der CO2-Emissionen, die dazu führen, dass sich unsere Atmosphäre in eine Art Treibhaus verwandelt. Das Ergebnis kann man heute schon beinahe täglich in den Nachrichten sehen: Unwetter bisher unbekannten Ausmaßes, enorme Niederschlagsmengen in kürzester Zeit, die von den steinharten, verfestigten und versiegelten Böden nicht mehr aufgenommen und schon garnicht gespeichert werden können. So reissen die Fluten den noch vorhandenen Boden mit sich fort und sorgen dafür, dass nur nackter Fels, unfruchtbar und ungeeignet für das Gedeihen von Pflanzen zurückbleibt!

Was wollen wir dagegen unternehmen? Oder besser gefragt, was können wir dagegen unternehmen? Nun,  so schwer ist es nicht, hier Lösungen anzubieten. Viel schwerer ist es, die Umsetzung dieser Lösungen und Lösungsansätze auch durchzusetzen. Seit Anfang Juni diesen Jahres lamentieren in Bonn mehr als 3.000 Delegierte aus 190 Nationen über die Rettung des Klimas. Besitzt irgendeiner von Euch genug Mumm, darauf zu wetten, dass sie sich einigen werden? Ich nicht! Greenpeace hat bereits reagiert, als die Konferenz startete, und 100 Jugendliche auf die Teilnehmer losgelassen, um ihnen klar zu machen, dass es um ihre Zukunft geht. Hier ist der Link zu der Petition unser Klima – unsere Zukunft!, die den Delegierten überreicht werden sollte! Seit Kyoto weiss man allerdings, was bei Konferenzen heraus kommt, an denen tausende von Politikern und Wissenschaftlern, und was weiss ich wer noch, teilnehmen – nichts außer noch mehr heißer Luft und die können wir nun wahrhaftig nicht gebrauchen!

Was also tun gegen die Erwärmung des Klimas durch CO2? Fakt ist, dass die Holzindustrie schneller und effektiver die letzten Urwälder vernichtet, als jemals zuvor und Fakt ist ebenfalls, dass die Ölindustrie sich in einer Art und Weise auf die letzten vermuteten Reserven stürtzt, dass einem Angst und Bange wird. Und keiner von diesen Umweltschweinen zeigt auch nur die Spur von Einsicht, oder gar Verständnis für die Ängste, Nöte und Rechte der Menschen, die davon betroffen sind (“Peru: Indios geben ihre Blockade auf”, Artikel auf FAZ.NET vom 7.6.2009). Aber das ist noch lange nicht alles. Die Tierwelt stirbt, weil man ihr die Lebensräume entzieht, die Wälder sterben, weil man sie absägt, die Flüsse vergiftet und den Boden beiseite schiebt, um an die letzten Ressourcen zu gelangen!  Ich weiss, ich habe es schon unzählige Male erwähnt, aber jedesmal, wenn ich dieses Thema anschneide, rege ich mich dermaßen darüber auf, dass ich gänzlich aus der Fassung gerate und noch mehr ärgere ich mich darüber, dass es nach wie vor Menschen gibt, die der Meinung sind, die Erde ist ein Platz, der über unerschöpfliche Ressourcen verfügt und es sei scheißegal, wenn man alles, bis auf den letzten Rest dem Boden entreisst und der Gier der Konzerne überlässt!

Würden in dem gleichen Maß, wie der Wald gefällt wird, neue Bäume gepflnazt  und so die enormen Verluste ausgeglichen, wäre das Problem sicher nicht so groß, wie es sich uns heute darstellt. Aber bedauerlicherweise ist es nun einmal so, dass ein Baum, bis er ausgewachsen ist und Früchte trägt, so dass er sich selber fortpflanzen kann, bis zu mehreren hundert Jahren Zeit benötigt! Abgesägt ist er in 5 Minuten – ein Wunder der Natur, vernichtet in nur 5 Minuten! Aber der Ausgleich für den tragischen Verlust der Wälder, deren gigantische Biomasse unglaubliche Mengen an CO2 bindet, kann nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden. Wir müssen jetzt etwas tun! Nicht morgen oder gar erst übermorgen oder nächstes Jahr. Wir müssen sofort beginnen, oder unser wunderschöner blauer Planet wird in 50 Jahren nur noch eine ferne Erinnerung alter Leute sein!

In unseren Städten gibt es ein Potenzial an Flächen, dass bisher noch kaum ausgeschöpft ist. Die Dächer der Gebäude, die Wände und Fassaden der Häuser und Fabriken, die Plätze und “Parkanlagen”! Ja klar, es gibt hin und wieder ein paar Häuser, an denen ranken Efeu und Wilder Wein an Klettergerüsten herum, aber das war´s dann auch schon. Unten, wo sie aus den Kübeln oder aus dem Boden wachsen, pinkeln die Hunde dran und düngen das Ganze sehr stickstoffreich und der restliche Erdboden, der nicht zubetoniert worden ist, dient als Abfalleimer. Niemand ist zuständig, keinen interessiert´s. Deutschland ist bekanntermaßen ein Land, in dem alles reguliert und geregelt ist. Warum nicht mal eine sinnvolle gesetzliche Regelung schaffen, die die Hausbesitzer verpflichtet, wenigstens Teile der Fassaden und Dächer zu begrünen und/oder mit Solaranlagen zu versehen? Dabei müssen natürlich Kommunen und Behörden mit gutem Beispiel voran gehen, aber das ist auch schon der Haken – es kostet alles Geld und ja, in Zeiten wo alle verfügbaren, ebenso wie die nicht vorhandenen Geldmittel in die “systemrelevanten” (das ist mein persönliches Unwort des Jahres!) Konzerne und Banken gepumpt werden müssen, hat der Staat nicht mal Geld, um in ein paar Energiesparlampen zu investieren.

Fassadenbegrünungen sind aber nicht nur schön und nützlich, weil CO2-bindend, sie sind auch insofern von nutzen, als sie die Heizkosten senken und das Raumklima verbessern können. Und sie sorgen für ein erheblich besseres Aussehen der Gebäude. Das Blattwerk wirkt gleichzeitig als Staub- und Schadstofffilter für die mit Abgasen belastete Luft der Innenstädte und dürfte so dazu beitragen, dass unsere Städte wieder wesentlich attraktiver werden! Und es gibt da einiges an Möglichkeiten. Schaut Euch mal die Homepage Vertical Garden by Patrick Blanc an. Hier sieht man, welches Potenzial in diesem Prinzip steckt. Das sind tolle Bilder!

Dieses Video zeigt den Typen, der hinter der Idee steckt und einige seiner Arbeiten in Paris…

Wände und Fassaden sind eher zu begrünen als  Dächer, die nicht immer die notwendige Statik aufweisen. Aber zumindest die Installation einer Solaranlage sollte auf keinem Dach ein allzu großes Problem darstellen. Aber auch eine teilweise Begrünung erfüllt schon ihren Zweck und trägt zur Bindung von CO2 bei. Jedes kleine bisschen hilft!

Ein Vertical Garden in Bordeaux

Ein weiterer Punkt, der sehr ärgerlich ist, sind die sogenannten Parkanlagen innerhalb der Städte. Diese sind sehr spärlich und mit irgendwelchem “pflegeleichten” Gestrüpp bedeckt, dass ausser als Unterkunft für fette Stadtratten, kaum einen nachvollziehbaren Zweck erfüllt. Hier sollten die Stadtverwaltungen dazu gebracht werden, mehr und artenreichere Bepflanzungen vorzunehmen. Um Insekten ein Überleben in unseren Städten zu ermöglichen, sollte man auch davon Abstand nehmen, jeden freien Fleck mit Rasen einzusäen. Hier gibt es keine Blüten und auch sonst nix, woran sich das Auge oder die Insekten erfreuen können. Schnaken und Stechmücken, die einem während der lauen Sommerabende die schlechte Laune verderben, gibt es sowieso, ob wir sie nun wollen oder nicht. Also warum nicht aus jedem Park ein buntes blühendes Paradies machen? Bäume pflanzen in den Parks kann doch nicht so schwer sein, oder? Und warum keine Obstbäume? Warum kein Gemüse, dass sich selber aussät? Blumen, die ihre Samen dem Wind überlassen und sich so verbreiten? Hat man wirklich einen Grund, sich vor der Natur in den Städten zu fürchten? Ich glaube nicht! Denn so sehr wir auch gegen die Natur in unseren Betonwüsten ankämpfen, besiegen können wir sie nicht und auch nicht vollständig verdrängen. Also lassen wir ihr doch mehr Raum und treten ein klein wenig beiseite. Wenn wir dann ein bisschen regulierend eingreifen, können wir selbst in unseren Städten in der Natur und mit ihr leben!

Aber bewegen wird sich nur was in dieser richtung, wenn wir dazu übergehen, einen “Guerillakrieg” zu führen. Einen “Green Guerilla Gardening War”. Nachts ausschwärmen und Seed Bombs schmeißen, wo man geht und steht und das so lange, bis die Stadtverwaltungen kapitulieren! Kämpfen um jeden einzelnen Baum, der gefällt werden soll, denn die Bäume sind unserer Freunde! Wir müssen die Grüne Revolution ausrufen und dafür sorgen, dass unsere Kinder und Enkel auf dieser Erde noch eine Zukunft haben!

weiterführende Links:

  • EasiestGarden .com (Ist eine Firma aus den USA, die Pläne und DVD´s verkauft. Hier gibt es auch ein Video zu sehen, das zeigt, wie man einen Hydroponic Vertical Garden bauen kann. Sieht ganz interessant aus)
  • Flowall – Pflanzenwand (ein kleines System aus Kunststoff zum an die Wand hängen. Sieht neckisch aus, ist aber meiner Meinung nach mit 49,- € recht teuer geraten. Aber wer Ideen sucht, die er in den eigenen vier Wänden umsetzen kann, holt sich eben ein paar Anregungen zur Inspiration)
  • Bio Tecture Ltd – “Green wall systems and vertical facade greening” (Ein Unternehmen aus Großbritannien)
  • Grüne Welle (Seed Bombs/Seed Balls-Rezept der GartenPiraten)
  • GuerillaGardening-Forum (hier können sich GuerillaGärtner austauschen und Tips und Trick finden oder veröffentlichen. Is eigentlich in Englisch, es wird aber auch auf deutsch gepostet. schaut mal vorbei!)





Neues Erscheinungsbild?

11 02 2009

Tempel der Gaia hat nun – natürlich habt Ihr es sofort bemerkt – ein anderes, ein neues Erscheinungsbild! Nachdem ich mich selbst einige Zeit auf meinem Blog herumgetrieben habe, musste ich feststellen, dass die hin und wieder zurückhaltend geäußerte Kritik an den doch etwas grellen Farben berechtigt war.

Weil ich nicht möchte, dass Ihr beim Lesen meines Blogs an Augenkrebs erkrankt, hab ich das Theme geändert. Ich hoffe, Ihr kommt damit klar und bleibt mir weiterhin treu, wenn die Lesbarkeit jetzt besser ist als zuvor. Ein neues Bild wird auch noch im Header eingebunden. Dann geht der wilde Ritt gegen den Gentech-Wahn, die Atomkraftlobby und den ganzen anderen Mist weiter! Vielen Dank!





Soo, da binnich wieder!

10 08 2008
Den ein oder andern wirds vielleicht freuen, bei allen anderen interessiert michs nich wirklich aber, nu bin ich wieder zurück aus dem Urlaub, erholt und erquickt, bereit zum Lästern und Meckern und zum Finger in offene Wunden legen.
Nachdem ich tausende ungelesener News in meinem Reader vorfand, die in der Zeit meiner Abwesenheit aufgelaufen waren, hab ich kurzerhand alle gelöscht und beschlossen mich den aktuellen Meldungen zu widmen und nur ab uns zu ein etwas älteres Thema aufzugreifen. Die Meldungen häufen sich ja sowieso täglich und ich käme mit dem Aufarbeiten eh nicht nach. Also sei’s drum. Ich tu einfach so, als sei nix passiert und hau nu umso heftiger in die Tasten




Öhm, ich bin dann ma wech!

24 07 2008
Also, ich möchte mich zu allererst mal bei allen Lesern bedanken, die relativ regelmäßig – oder auch nicht – dieses Blog hier besuchen und auch schon mal den ein oder anderen Kommentar hinterlassen haben. Das ist auf jeden Fall inspirierend für mich gewesen.
Ich habe relativ viel geschrieben, wobei ich mich auf Informationen verlassen konnte, die auf die ich beim Lesen in anderen Blogs aufmerksam wurde. Den ein oder anderen Artikel habe ich auch selbst beigesteuert. Wenn Euch mein Schreibstil nicht gefällt, dann bedaure ich das. Wenn Ihr ihn gut findet ist es natürlich ok!
Der Grund, warum ich jetzt hier sitze und rumdruckse, ist aber ein ganz anderer. Ich will nicht mit dem bloggen aufhören, aber ich brauche eine Pause und dazu fahre ich für ca. 2 1/2 Wochen in Urlaub an die Nordsee, mal so richtig ausspannen. Vielleicht habe ich mir das verdient, vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall brauche ich die Zeit für mich und meine Familie. Ich will neue Ideen sammeln, Fotos machen (und zwar jede Menge) und die Batterien neu aufladen, Danach will ich wieder loslegen mit der “verdammten” Bloggerei, die so was wie ne Sucht geworden ist! Aber da bin ich ganz sicher, wenn ich wieder da bin, hau ich wieder auf die Tasten ein, bis mir das Keyboard um du Ohren fliegt!
Also wünsch ich Euch und mir einen schönen Urlaub. Bis zum 9.8.2008, denn dann bin ich zurück und Online!




Das Buch der Synergie des Achmed Khammas

15 05 2008
Bei meinen Recherchen zur alternativen Energiegewinnung bin ich bei Wikipedia auf diesen interessanten Mann gestossen. Achmed Khammas macht mit seinem Buch der Synergie Mut, unorthodoxe Methoden zur Energiegewinnung zu erforschen und die ausgetretenen Pfade zu verlassen um die Aufgaben der Zukunft meistern zu können.
Hier werden einige unorthodoxe Ideen vertreten, abseits vom Mainstream. Auf jeden Fall sehr interessant zu lesen. Schaut Euch das Buch mal an und lasst Euch inspirieren! Mir gefällt die Auflistung der verschiedensten Möglichkeiten, die sich als Alternativen zum Verbrennen von fossilen Rohstoffen anbieten, sehr gut und es zeigt sich, dass der Möglichkeiten durchaus viele sind.
Alle haben jedoch einen entscheidenden Fehler, wenn ich das mal so nennen darf. Sie haben das Bestreben, die Monopolisierung der Energiebereitstellung abzuschaffen und darüber werden vor allem die großen Energiekonzerne nur wenig erbaut sein!




Per Anhalter durch die Galaxis?

15 05 2008
Die Europäer wollen, nach einer Meldung der Welt Online von gestern, nicht mehr länger als “Anhalter” von den USA oder Russland mit ins All genommen werden, sondern sich einen eigenen Zugang zur bemannten Raumfahrt schaffen. Dazu soll der Raumfrachter ATV zu einem bemannten Raumschiff umgebaut werden.
Die Kosten für die Entwicklung eines Prototyps veranschlagt der Chef des europäschischen Raumfahrtkonzerns EADS, Evert Dudok, mit weniger als 1 Mrd. €, aber natürlich wolle man nicht in ein solches Desaster hineingeraten, wie das beim Transrapid geschehen sei. Wer’s glaubt wird selig! Das DLR-Vorstandsmitglied Thomas Reiter spricht dagegen, vermutlich etwas realistischer, von unter 10 Mrd. €!
Wie viel Geld schon in halb durchdachten Raumfahrtprojekten vergeigt worden ist, kann man sich denken. Man muss nur kurz an das Projekt des Raumtransporters “Sänger” erinnern, das Anfang der 80er Jahre entwickelt wurde. Das vielversprechende System wurde eingstampft mit der Begründung: zu teuer (nachdem schon mehrere Millionen DM in die Entwicklung geflossen waren) und zu umweltschädlich für die Atmosphäre. Also starb das vielgepriesene Raumfahrtprogramm heimlich still und leise im Jahre 1995. Es darf getrost bezweifelt werden, dass die heute gängigen Raumschifftypen weniger umweltschädlich für die Atmosphäre sind als frühere Projekte.








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