Was wird aus unserem Klima?

28 05 2012

Wer die Nachrichten aufmerksam verfolgt und die richtigen Schlüsse zieht aus dem, was die Agenturen so an nichtssagendem Geschwurbel verbreiten, dem kann, mit Blick auf den Klimawandel, nur noch Angst und Bange werden.

Das, was viele schon vorher wussten (oder wissen konnten, wenn sie sich nur dafür interessierten!), darunter auch wir, die wir die bundesdeutsche Politik kritisch begleiten und immer bestrebt sind, unsere schmutzigen Finger in die offenen Wunden des Kapitalismus und des Neoliberalismus zu legen,tritt nun ganz offen zu Tage – die Bundesregierung, allen voran die liebe Frau BundeskanzlerIn Merkel, scheren sich einen Dreck um unsere Zukunft, interessieren sich nicht die Spur für den Schutz der Umwelt und gehen in ihrem Bestreben, der Wirtschaft willfährig zu dienen und so ihre Macht und ihre Pfründen zu sichern, buchstäblich über Leichen!

Noch sind es zwar “nur” die Leichen der Menschen in der sog. Dritten Welt, die unter dem steigenden Meeresspiegel leiden, die in Trockenheit und Wassermangel verdursten und im Kampf um die letzten schlammigen Wasserlöcher sich gegenseitig die Kehlen durchzuschneiden bereit sind. Menschen also, die schon heute unter Erosion, Ausbreitung der Wüsten, Waldbränden, Rodung des Regenwaldes, Vergiftung der Flüsse und Seen, Ausbeutung sämtlicher Ressourcen und des Verlustes der Ackerflächen zu leiden haben.

Seit den 80er Jahren ist eine Entwicklung im Gange, die schlimmer ist als die Jahrhunderte der Kolonisierung der welt durch die Völker Europas. Und es zeichnet sich ab, dass neben den Europäern, Russen und Angloamerikanern, auch die “aufstrebenden” Schwellenländer Indien, China, Brasilien usw. sich ein Stück vom globalen Kuchen abschneiden wollen, bevor nichts mehr da ist!

Anstatt sich zu besinnen und die Weichen für eine Rettung des Klimas zu stellen, anstatt die Wirtschaft zu zwingen, die Ressourcen zu schonen (und das betrifft neben den Rohstoffen vor allem die Energie), die Belastung der Atmosphäre deutlich und nachhaltig (nicht nur während und bedingt durch die Rezession) zu senken. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall! die Wirtschaft muss – aus welchen Gründen auch immer – beständig wachsen und expandieren und ist dabei bereit, die gesamte Welt und vor allem die Menschen auf dem Altar des Profits zu opfern!

Zwar sagte schon Martin Luther, er würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen, selbst wenn er wüsste, dass morgen die Welt unterginge. Ob er damit gemeint hatte, dass dies auch für die Wirtschaft gilt nach dem Motto…

...”selbst, wenn wir wissen, dass morgen die Welt durch unsere Gier untergeht, so wollen wir heut noch einen ordentlichen Profit erzielen!”…

…darf getrost bezweifelt werden. Dennoch wird nach genau dieser Prämisse gehandelt und die Regierungen, insbesondere die deutsche Regierung, tun alles in ihrer Macht stehende, um diese für uns alle tödliche Gier zu fördern!

Es ist völlig egal, ob die Menschen das wollen, noch was sie überhaupt wollen. Die Politiker sind mittlerweile soweit von den Menschen entfernt, dass sie deren Sorgen und Nöte nicht einmal im Ansatz verstehen können. Sie haben sich so weit von den Realitäten entfernt, dass sie nicht nachvollziehen können, warum sich Menschen durch diese Art der Politik bedroht fühlen! Und das zurecht!

Die Neigung der Konzerne, jede sich bietende Ressource anzueignen und hemmungslos bis zur völligen Erschöpfung auszubeuten, ist eines der Grundübel des kapitalistischen Systems. Die Konzerne sind quasi die Axt, die den Ast absägt, auf dem die Menschheit sitzt! Der Kapitalismus wird letztlich dafür verantwortlich sein, wenn die Menschheit elend zugrunde geht!

Wir können den Schutz der Atmopshäre, der Ressourcen und Rohstoffe, des Wassers und des Ackerlandes nicht dem “freien Spiel des Marktes” überlassen. Es gibt keinen “freien Markt” – die Konzerne sind in kapitalistischen Systemen stets darum bemüht (und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, auch hochkriminellen), Monopole und Kartelle zu bilden, um die “freien” Märkte zu beherrschen und Preise diktieren zu können. Und sie finden in den Regierungen und deren Politikern immer willfährige Helfer!

Heute scheint sich die Auffassung durchgesetzt zu haben, dass man Staaten führen kann, wie unternehmen! Das ist ein Trugschluss! Schon Herbert Wehner hat klar erkannt, dass es in derOrganisation eines Staates Dinge gibt, die kann man einfach nicht nach dem kapitalistischen Prinzip der Kosten-Nutzen-Rechnung organisieren. Es geht einfach nicht, dass eine Regierung zu Teilen ihrer Bevölkerung sagt:”Sorry Leute, es is nix persönliches, aber ihr seid unrentabel und wenn Ihr nich in der Lage seid, Euch eigenverantwortlich (das heisst nichts anderes, als auf eigene Kosten und eigenes Risiko), dann habt Ihr eben Pech gehabt!” Gerade im Bereich der Altersvorsorge, der Krankenversicherung, der Arbeitslosenversicherung, der Energieversorgung, wird das aber genauso gehandhabt!

Ein Staat kann nicht den “unproduktiven” Teil seiner Bevölkerung einfach aus seinem Staatswesen entlassen, um Koste zu sparen, wie das bei Unternehmen, egal welcher Größe, gang und gäbe ist! Und doch drängt man die Menschen, die “nur” Geld kosten (Langzeitarbeitslose, Kranke, Alte, behinderte!) und dem Staat keinen Profit in Form von Steuern bringen, aus der Gesellschaft hinaus, nimmt ihnen die Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe, reduziert die Ernährung und Gesundheitsfürsorge auf das unbedingt notwendige Minimum, ebenso wie die Bildung, Kleidung und Wohnung, nimmt ihnen alles, was sie bisher in ihrem Leben erworben haben (wenn sie je die Möglichkeit dazu hatten, was bei weitem nicht auf alle Betroffenen zutrifft) und kümmert sich nicht weiter um sie.

Obwohl, in gewisser Weise kümmert man sich schon noch um sie, wenn man den Zwang, jeden und sei er auch noch so schlecht bezahlten Job anzunehmen, den man ihnen anbietet, als “kümmern” bezeichnen mag!

Und damit man mit dieser Art asozialer Politik auc Erfolg habe, spielt man seit einigen Jahren die unterschiedlichen Bevölkerungsschichten gegeneinander aus, so dass sie möglichst nicht auf die Idee kommen, gegen die Regierung zu rebellieren und auf die Straßen zu gehen, die die Verantwortung dafür tragen. Um das zu erreichen, schreckt man auch nicht davor zurück, die im Grundgesetz verbrieften Grundrechte systematische einzuschränken und zu beschneiden. Die jüngsten Verbote der Demonstrationen gegen das Banken- und Finanzsystem durch die Bloccupy-/Occupy-Bewegung in Frankfurt, sind ein beredtes Beispiel dafür. Kritik ist nicht erwünscht und schon garnicht wird sie geduldet!

Nachdem auch die kürzlich zu Ende gegangene Klimakonferenz in Bonn zur Vorbereitung des Klimagipfels, nicht die kleinste Hoffnung darauf gemacht hat, dass sich an der grundsätzlich nachrangigen Einstellung des Themas Klimaschutz zu ökonomischen Interessen bei den Regierungen dieser Welt irgendetwas geändert hat, sollten wir uns keinerlei Illusionen hingeben. Wenn wir, so wie heute, vor der Frage stehen:”Schützen wir die Umwelt und das Klima, um das Überleben der Menschheit zu sichern, oder sorgen wir lieber dafür, dass kurzfristigen ökonomischen Interessen rechnung getragen wird?”, so können wir sicher sein, dass die Antwort darauf lautet:”Ganz klar, ökonomische Interessen sind uns wichtiger!”

Im Angesicht dieser Tatsache, sollten wir uns innerlich darauf einstellen, dass uns der Klimawandel, obwohl seit langem bekannt mit allen Folgen und Konsequenzen, “kalt” und natürlich “völlig überraschend” erwischen wird.

Wir werden enorme klimatische Veränderungen erleben. Wir werden Hungerkatastrophen und Trinkwasserknappheit bisher unbekannten Ausmaßes erleben. Es wird Kriege um Wasser, Nahrung und Ackerboden geben, Millionen von Menschen werden dadurch sterben! Aber die Konzerne werden gleichzeitig Rekordergebnisse einfahren (vielleicht mit Ausnahme der Versicherungskonzerne) und die Regierungen werden Unruhen und Aufbegehren gegen die Ungerechtigkeit mit Gewalt und einer konsequenten Entwicklung hin zu autokratisch-faschistischen Politstrukturen beantworten!

Dem gilt es entgegen zu treten. Widerstand ist unsere verdammte Pflicht! Es ist unsere Pflicht, die Regierungen in ihre Schranken zu weisen und die Weichen zu stellen, solange das noch möglich ist! Und es ist nie zu spät, um Veränderungen zu bewirken, und wenn es das Letzte ist, was wir tun können, denn das Einzige, was unsere BundesmerklerIn für die Menschen und den Klimaschutz tut ist, dass sie uns mit ruhiger Hand dem Abgrund entgegen regiert!!

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Wer weiss, wozu man´s brauchen kann?

20 05 2012

Neulich hab ich auf einem meiner zahlreichen Segeltörns durch die Weiten des Internet diese kleine aber feine Seite hier gefunden. “Direkte Aktion” heisst sie und obwohl sie schon eine erkleckliche Anzahl von Jahren nicht mehr upgedatet wurde, sind die Fakten, die man hier nachlesen kann, nicht von gestern.

Wozu man sowas braucht? Nun, ganz einfach! Wer sich gegen Bauvorhaben wehren will, oder ganz allgemein einen Grund hat, mit anderen zusammen gegen Ungerechtigkeit, den Staat und/oder den Kapitalismus zu demonstrieren, wer Bäume retten will, oder sich für sonst etwas aktiv einsetzen will oder muss, der sollte mal einen Blick aud die verlinkte Seite werfen und sich informieren, wie er der Staatsmacht oder einem großen Konzern zeigen kann, was eine Harke.

Die Informationen sind sehr anschaulich beschrieben und sofort umgesetzt werden können, wobei auf die verschiedensten Arten des Protests eingegangen wird! schauts Euch an und handelt…





Schützt den Wald!

17 05 2012

Wenn es darum geht, über Waldschutz und den Kampf gegen die Vernichtung von Waldflächen zu reden, denkt jeder sofort an den Schutz des Regenwaldes im Tropengürtel unseres Planeten. An den Amazonas-Regenwald zum Beispiel, oder die Urwälder Zentralafrikas und Südasiens, in denen die letzten Oran Utans durch Brandrodungen im Auftrag der Palmölkonzerne vom Aussterben bedroht sind!

Dabei  brauchten wir garnicht so weit zu reisen, um gegen die Waldvernichtung zu kämpfen. Die Frevler sägen direkt vor unseren Haustüren die wertvollsten Buchenwälder, Eichen- und andere, seltene alte Wälder einfach ab und verscherbeln das Holz für´n Appel und´n Ei nach Asien, um Scheißhauspapier oder Essstäbchen daraus herstellen zu lassen!

Wälder sind nicht nur die Lungen unserer Erde. Wälder sind auch extrem wichtig, um Kohlenstoff in ihrer Biomasse zu binden und je rücksichtsloser die Waldvernichtung in den Tropen voran schreitet, desto mehr müssen wir unsere Wälder schützen und gerodete Flächen wieder aufforsten. Und dabei ist es nicht damit getan, irgendwelche schnell wachsenden Baumarten zu pflanzen, wie z. B. Fichten, Kiefern oder Pappeln, sondern solche, die langsam wachsen und sehr alt werden, Buchen eben und Eichen und dergleichen.

Aber alles, was langlebig ist in Wald und Flur, ist den Konzernen und vermehrt auch den Landesregierungen ein Dorn im Auge. Denn nur, was schnell in die Höhe schießt, kann man auch schnell zu Geld machen. Wenig Geld zwar, weil lediglich das geschlagene Holz billigst verscheuert wird und noch nicht einmal Lande weiter verarbeitet wird, aber das scheint den verantwortlichen scheißegal zu sein. Hauptsache es werden ein paar lumpige Euros in die klammen Kassen gespült, die allerdings genauso schnell wieder ausgegeben sind.

Besonders unangenehm fallen die Verantwortlichen für Wals und Umweltschutz in Bayern auf und aus diesem Grunde wurden dem bayrischen Forstministerium von Greenpeace am 12.4.2012 rund 2.000 Douglasien aus einem europäischen Schutzgebiet im Spessart auf, um zu demonstrieren, wie fahrlässig und unverantwortlich die bayrische Staatsregierung mit dem Eigentum der BürgerInnen umgeht!

In den bayrischen Breiten sind ursprünglich Buchen zu Hause, die einst weite Teile des Landes mit ihrem dichten Grün bedeckten und eine einzigartige biologische Vielfalt unter ihrem Blätterdach bargen. Heute steht dem Staat der Sinn nach industrielle verwertbaren Hölzern, ganz egal, ob die sich für die klimatischen Bedingungen oder den vorhandenen Boden eignen oder nicht. Also wird eifrig drauflos gepflanzt, nachdem man die letzten alten Buchen der Motorsäge geopfert hat! An die Zukunft der Wälder, das sich wandelnde, trockener und wärmer werdende Klima denkt man dabei nicht. Denn scheinbar gehen die Uhren in Bayern immer noch anders, als im Rest der Republik und was nicht sein kann (weil es der bayrischen Staatsregierung nicht in den Kram passt), das darf nicht sein…

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Mundraub? Aber sicher doch!

31 03 2012
Beim Stöbern im Netz habe ich die tolle Seite von mundraub.org gefunden, die eine Karte veröffentlicht, der man die Standorte von Obstbäumen entnehmen kann, die frei zugänglich sind und in aller Regel nicht abgeerntet werden. Also kann man sich dort hin verfügen und sich ein paar leckere und gesunde Snacks pflücken, für lau!
Wer in seiner Gegend solche Bäume selber weiss und sie gerne mit Gleichgesinnten teilen mag, kann sie bei mundraub.org melden. Sie werden dann in die Karte aufgenommen.
Man kann übrigens die angezeigten Bäume und das von ihnen gespendete Obst kommentieren und bewerten. Schaut einfach mal rein und sucht Euch was in Eurer Gegend aus. Aber lasst den anderen hungrigen Mäulern noch ein bisschen was übrich. Das gebieten Fairness und Höflichkeit! Es gibt auf der Seite auch einen interessanten newsletter zu abonnieren.




Wer braucht schon alte Buchen?

18 03 2012
Bäume, alte Bäume im Besonderen, haben die wertvolle Eigenschaft, dass sie eigenständige kleine Biotope sind. sie bilden den Nährboden für hunderte anderer Arten, Insekten, Pilze, Kleinsäüuger und Vögel, Reptilien usw. und sie sind, wenn sie den Weg allens Irdischen gegangen sind, für die Natur ein schier unerschöpfliches Reservoir an Ressourcen, dass die großen Mengen an wertvollen Stoffen, die sie ihrer Umgebung im Lauf ihres Wachstums entnahmen, mit dem Beginn ihres Zerfalls langsam wieder zuführen!
Aber nicht nur das. Bäume sind, je älter und größer desto mehr, eine phantastische Möglichkeit, der Atmosphäre große Mengen CO2 zu entziehen und sie dauerhaft im Boden zu speichern. Es ist nicht nötig, CO2 aus den Abgasemissionen der Industrie abzuscheiden und dann im märkischen Sand zu verpressen, wo es dann dauerhaft (oder auch nicht) im Boden bleiben kann. Nein, im Gegenteil. Man braucht nur Bäume pflanzen und sie dann wachsen lassen, neben einer Reduzierung der CO2-Emission, versteht sich. Aber das sind Argumente, mit denen kann weder die Wirtschaft, noch die Industrie, erst Recht nicht die Politik etwas anfangen.
Der Trend, allem und jedem im Kapitalismus einen monetären Wert zuzuordnen, was unter anderem zum Erwerb und Handel mit Verschmutzungsrechten (CO2-Zertifikaten) geführt hat, stellt aber auch ein Problem dar, dass bisher eigentlich keiner so recht wahr nehmen will – was einen Wert hat (egal wie hoch er nun auch immer sein mag), das kann man auch verkaufen! Und so macht es der Freistaat Bayern! Ohne lang darüber nachzudenken, verscheuert, verscherbelt und verjuxt man die letzten alten Buchenwälder für einen Appel und ein Ei und gibt sich dabei völlig unberührt von irgendwelchen Gewissenskonflikten. Alt ist Scheiße und darum muss es weg! In Bayern war man noch nie besonders zimperlich, sonst wäre man wohl kaum zu einem der Bundesländer aufgestiegen, die zuallererst und am allermeisten auf die nutzbringende und umweltfreundliche Kernenergie setzten und gleichzeitig klarzumachen verstanden, dass man mit der Endlagerung freilich nix zu tun haben wollte. Dazu sei das schöne Bayernland aus Gründen des Tourismus eh nicht geeignet!
Und nun sind die Buchenwälder dran! Schließlich ist es wichtiger aus alten Buchen in Asien Zahnstocher schnitzen zu lassen, oder Scheißhauspapier für deutsche Ärsche herzustellen, als hier in Deutschland damit CO2 zu binden und die Umwelt zu schützen!
Raubbau an den Wäldern findet also nicht nur in Afrika, Asien und Amerika statt. Nein, vor unserer Haustür wird geholzt, das es eine wahre Freude ist (jedenfalls für die bayrischen Staatsforsten! Und da sage nochmal einer, den Deutschen würde ihre Umwelt etwas bedeuten und sie gönnten den Dritte-Welt-Ländern die Nutzung ihrer Ressourcen nicht!weiterführende Links:





9 08 2011
Wieder rauschen umweltpolitische Horrormeldungen durch die News-Feeds. Im Monat Juni 2011 wurden sage und schreibe 310 qkm brasilianischen Regenwaldes abgeholzt! Für was, fragt Ihr? Für Rinderweiden und Sojafelder!
Die Rodungen erfolgen in aller Regel illegal und sind in die Höhe geschnellt, seit die brasilianische Regierung ein neues “Waldgesetz”, welches Waldbesitzern eine Amnestie für illegale Rodungen ind er Vergangenheit anbietet.

Es ist wirklich kaum zu fassen, wie kurzsichtig die Menschen handeln! Und wie dämlich sich Regierungen (und nicht nur in Brasilien, sondern grundsätzlich überall auf der Welt) bei der Formulierung von Gesetzen anstellen. Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre und so furchtbar in den Auswirkungen.

Aus dem frommen Wunsch der brasilianischen Regierung, auf dem Weltklimagipfel zu Kopenhagen im Jahre 2009, die Abholzung des Regenwaldes um 80% zu reduzieren (bis zum Jahr 2020), wurde in der grausamen Realität des Jahres 2011 eine Zunahme der Rodung um 79% im Vergleich zum Vorjahr! Saubere Leistung kann ich da nur sagen. Seid Ihr eigentlich noch zu retten? Amnestien zu versprechen für Umweltverbrechen, ist an Kurzsichtigkeit kaum noch zu überbieten. Wann wird Euch endlich klar, dass Umweltkriminalität immer auch Verbrechen gegen die Menschheit ist?

Aber für Euch ist es nur interessant, dass Ihr die Fähigkeit besitzt, die Erde mit Euren Atombomben zu zerstören. Das sind Dinge, die Ihr für wichtig und erstrebenswert haltet! Viel wichtiger aber sind Frieden und die Wahrung der Menschenrechte. Aber Ihr seid noch nicht einmal in der Lage, jedem Menschen das Recht auf Würde zuzuerkennen, weil Ihr Angst habt, das könnte Forderungen nach sich ziehen, die womöglich Geld kosten. Lieber schmeisst Ihr den Banken Abermilliarden hinterher, die durch Dummheit und kriminelle Energie, gepaart mit fehlendem Unrechtsbewusstsein, an den Rand des finanziellen Abgrunds spekuliert wurden. Denn weil sie “systemrelevant” seien, muss man ihr verwerfliches Tun hinnehmen und sie auch noch retten – mit dem Geld des Steuerzahlers!

Zur Zerstörung der Welt fähig, aber nicht zu ihrer Rettung?

Wie lange wollen die Menschen es noch hinnehmen, dass ausschließlich wirtschaftliche Interessen die politischen Entscheidungen beeinflussen? Wie lange können Politiker die Bedürfnisse der Menschen ignorieren, bis man ihnen ihre abgeschnittenen Eier vor die Füße wirft? Die gesamte politische Klasse ist zu einem Haufen korrupter, willfähriger und unfähiger Halunken verkommen, die nur noch auf die Wahrung eigener Interessen und die Sicherung ihrer fetten Pfründen schielt.

Dabei verlieren sie völlig aus dem Auge, dass sie trotz ihres Geldes und ihrer möchtigen “Freunde” aus den oberen Etagen der großen Konzerne, ebenso die Leidtragenden ihrer eigenen verwerflichen Entscheidungen sind, wie die Nieten in Nadelstreifen, die um des persönlichen Gewinns und um des Profits ihrer Konzerne (vor allem Banken, Versicherungen, aber auch Energie-, Chemie-, Gentechnik und Automobilkonzerne, um nur einige Sparten zu nennen) zu mehren, buchstäblich den Untergang der Welt und den Tod unzähliger Menschen in Kauf nehmen.

Während die Konzerne danach trachten die Gewinne zu erhöhen, während Spekulanten auf Lebensmittel- und Rohstoffpreise wetten und sie damit in die Höhe treiben, verrecken in Somalia und den angrenzenden Staaten am Horn von Afrika Menschen vor Hunger, weil durch die furchtbare Trockenheit nicht der kleinste Grashalm mehr wachsen mag! Sollen sie Sand fressen, während ihr Euch darüber wundert, dass Euch mit 130 kg Lebendgewicht der Diabetes plagt? Sind sie selber Schuld an ihrer Situation? Nein, Schuld sind die reichen Staaten, die Konzerne und alle, die als arschkriechende Steigbügelhalter des Kapitals nur zu dessen Vermehrung beitragen, anstatt mit dem Geld die Not zu bekämpfen!

Die Menschen haben durchaus das Wissen und die Möglichkeiten, den Hunger zu besiegen und dafür Sorge zu tragen, dass alle Menschen sauberes Trinkwasser zur Verfügung haben. Sie haben weiterhin die Möglichkeit, die hygienischen Verhältnisse auf ein akzeptables Niveau zu bringen und die Umwelt zu schützen, oder die Artenvielfalt zu erhalten! Leider fehlen den meisten von ihnen dazu sowohl der Charakter, als auch die Menschlichkeit!

Wohin werden sie gehen, die Bankster, wenn die Umwelt völlig verseucht ist? Ihre Welt ist auch die unsere! Welche Luft werden sie atmen, wenn der letzte Baum abgesägt und zu Zahnstochern verarbeitet worden ist? Was werden sie essen, wenn der Ackerboden überdüngt, versalzen, hart wie Beton und anschließend von der Erosion fortgeschwemmt und davon geblasen wurde? Fressen sie dann ihr Geld?

Da kann ich Euch nur guten Appetit wünschen, Ihr Idioten, und möge Euch der Blitz beim Scheißen erschlagen…

Es ist sicher nicht übertrieben, wenn man sagt…

…wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!

(Greenpeace)

Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!

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Die Wälder erobern Europa zurück…

19 06 2011
…konnte man heute in einem Artikel der Welt Online lesen. Darin wird beschrieben, wie die Wälder in den meisten europäischen Staaten immer mehr Fläche bedecken. Damit können sie ihre wichtigen Funktionen, beispielsweise als die grünen Lungen unseres Planeten immer besser ausüben. Das heisst, das könnten sie, wenn nicht zeitgleich am Äquator die letzen Regenwälder mit einer Geschwindigkeit abgeholzt werden, dass es einem vor Angst übel wird!
Schwarzwald zwischen Pforzheim und Calmbach

Niemand im tropischen Regenwaldgürtel scheint auch nur einen müden Gedanken an die wichtige Funktion der Wälder sowohl für das Klima, als auch den Sauerstoffgehalt in der Luft zu verschwenden. Die Bäume eines Waldes sind fantastische biologische Luftfilter, die ungeheure Mengen Staub und Schadstoffe aus der Luft filtern und diese dem Waldboden als Nährstoffe zuführen. Jeder Wald bildet ein eigenes Ökosystem, das in sich praktisch geschlossen ist und besonders empfindlich reagiert, wenn Teile davon abgeholzt werden.

Sehr schöner, alter Baum am Bahnhof in Gäufelden (Württ.)

Wer das Klima retten will, der muss zu allererst die Wälder retten. Ohne Wald wird es keinen Regen mehr geben und das Land und seine Menschen werden verdorren. Aber das scheint, wie gesagt, bis in die Äquatorialregion noch nicht vorgedrungen zu sein. Dort wird abgeholzt, als gäbe es kein Morgen! Das muss gestoppt werden! Es darf kein illegal geschlagenes Tropenholz mehr verkauft werden, noch fertige Produkte aus diesem Holz. Die Waldfrevler müssen mit aller Härte des Gesetzes verfolgt, zur Strecke gebracht und unnachsichtig bestraft werden! Es geht uns alle an! Denn die grünen Lungen Gaias nutzen der Menschheit nur dann etwas, wenn sie mehr oder weniger gleichmäßig über den Planeten verteilt sind!Nicht nur Masanobu Fukuoka hat sich für die Aufforstung einst bewaldeter und schon in der Antike abgeholzter Gebirge eingesetzt und genau dafür seine Seesballs entwickelt, die er z. T. mit Flugzeugen und Hubschraubern über den entwaldeten Bergzügen Griechenlands ud Portugals ausbringen ließ. Auch anderweitig finden sich sehr eifrige menschen, die ihre ganze Kraft für die Begrünung von Wüsten und die Wiederaufforstung einst bewaldeter Gebiete einsetzen. Sie verdienen unsere vollste Unterstützung
Plan-Verde e. V. in Peru, der grüne Plan
Als Beispiel möchte ich hier Plan-Verde e. V. nennen, eine Initiative, gegründet von Elke und Stephan Krüger, die in Peru dafür arbeiten, dass die völlig verarmten menschen dort eine Zukunft bekommen, die lebenswert ist. Ihr Mittel gegen die furchtbare Armut ist die Aufforstung von Wüstengebieten mit schnell wachsenden, schattenspendenden und als Rohstoffquelle dienenden Neem- oder Niembäumen, einem Mahagonigewächs und Moringa oleifera, auch wunderbaum genannt, ebenfalls ein sehr schnell wachsender Baum. Solche Initiativen gibt es viel zu wenige auf der Welt, denn das Elend ist so weit verbreitet, dass der Kampf dagegen eine wahre Sysiphusaufgabe ist!
Plan-Verde e. V. zeigt den Menschen, wie
sie ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen
können
Menschen wie Elke und Stephan haben unsere vorbehaltlose Unterstützung verdient und wenn der ein oder andere ein paar Euro entbehren kann, so sind sie bei Plan-Verde e. V. nicht nur willkommen, sondern auch sehr gut angelegt…zum Wohle der armen Landbevölkerung in Peru!
Elke Krüger von Plan-Verde e. V. bei der
Ernte in einem 5 Jahre alten Neembaum
Wälder bedeuten also nicht nur Luft zum Atmen, einen wahren Schatz an unersetzbaren Ressourcen an Flora uns Fauna, Regen, sie sind auch eine natürliche Klimaanlage, deren Funktion für unser Überleben auf diesem Planeten wichtig ist. Wälder bedeuten Leben! Und ganz nebenbei liefern sie auch noch Holz, Rohstoffe, Nahrung und, sie binden Unmengen des klimaschädlichen CO2 in der Biomasse. Das ist allemal ungefährlicher und sicher auch sinnvoller, als dieses Gift in der Erde unter unseren Füßen zu verpressen, wie man es in Deutschland vorhat.

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Über allen Gipfeln Ist Ruh’…

23 05 2011
…In allen Wipfeln Spürest Du
Kaum einen Hauch;

Die Vögelein schweigen im Walde

Warte nur, balde Ruhest Du auch.

Dies schrieb einst der berühmte Johann Wolfgang von Goethe, nach einer Wanderung im September 1780, als er sein müdes Haupt in der Hütte auf dem Kickelhahn (was für´n niedlicher Name) zur Ruhe bettete, auf eine Holzplanke an der Wand. Er wanderte gern und oft im Thüringer Wald und er liebte den Wald und die Bäume, wie man seinen gefühlvollen Worten entnehmen kann!
Vermutlich war diesem Genie der deutschen Sprache und Universalgelehrten die Bedeutung der Wälder bewusst, ganz anders als heute, wo der Wald nur noch eine auszubeutende Ressource ist. Gnadenlos werden die Wälder in industriellem Maßstab abgeholzt und gewinnbringend vermarktet. Wo der Nachschub herkommt, interessiert niemanden!

Urwald am Altrhein bei Leopoldshafen

Besonders schlimm ist der Raubbau in den tropischen Regenwäldern, die sich einst als ein gigantisches Band um den gesamten Globus zogen und die ihnen von der Natur zugedachte Funktion als Lunge des Planeten erfüllten!
Aber der Mensch betrachtete die Natur schon immer gern als einen Feind, den es zu besiegen galt, um sich seiner Schätze bemächtigen zu können und so zog er aus und begann Krieg gegen den Wald zu führen, als wäre es möglich, einen Sieg zu erringen! Dabei scheint niemand zu begreifen, dass dies ein Krieg gegen unsere eigenen Lebensgrundlagen ist und hier kann man nur verlieren.
Aber die Tropen und die Regenwälder sind weit weg und die Gewinne, die durch das halblegale und illegale Schlagen von Tropenhölzer sind ähnlich verheißungsvoll und märchenhaft, wie der Drogenhandel und dementsprechend engagiert sich die eine gut organisierte Mafia im illegalen Holzeinschlag und dem Schmuggel in die Industriestaaten, wo man meint, nicht auf die Vorzüge tropischer Hölzer verzichten zu können und nicht verzichten zu brauchen. Schließlich ist Teak oder Mahagoni etwas, mit dem man den Nachbarn neidisch machen und seinem Hang zur Dekadenz nachgeben kann!
War es vor ein paar tausend Jahren noch eine relativ faire Auseinandersetzung zwischen Mensch und Baum, in der der Wald eine gute Chance hatte, die Versuche des Menschen, ihn zu vernichten, durch das Wachstum neuer Bäume mehr als auszugleichen, begann sich das Verhältnis zu Ungunsten der Wälder zu verschieben, als der Gebrauch von Stahlwerkzeugen, Sägen und letztlich der Motorsäge in Mode kam! Heute wird der Wald mit Hilfe großer, raupengetriebener Maschinen “geerntet, die in den Wald hineinfahren und die Bäume fällen, entrinden, ablängen und gleich auf geländegängige LKW verladen – alles in einem Arbeitsgang! Wie soll der Wald da eine Chance zur Regeneration haben?
Aufforstung kostet Geld! Was Geld kostet, schmälert den Gewinn! Also verlässt man sich darauf, dass die Gesellschaften der Industriestaaten, teils getrieben von schlechtem gewissen, teils getrieben von Angst vor der völligen Zerstörungund Verwüstung der Erde ihre Kröten springen lassen und damit Wiederaufforstungsprogramme bezahlen!
Oft ist es allerdings zu spät, denn wenn der Nährstoffarme Waldboden ohne jede Bedeckung durch Vegetation den Kräften von Wind und tropischem Regen ausgesetzt sind, beginnt die Erosion unaufhaltsam den entblößten Waldboden fortzuschwemmen. Zurück bleibt eine steinige, tote und trockene Wüste, auf der kein Strauch mehr wachsen kann! Landwirtschaft und Viehzucht ist ebenfalls nicht möglich. Im Gegenteil, die Haltung von Rindern und Schafen beschleunigt die Zerstörung des Bodens nur noch mehr, Landwirtschaft ist nur unter Einsatz großer Maschinen und enormer Mengen an Kunstdünger, Pestiziden und Herbiziden, sowie den “Spitzenprodukten” so “sozial” eingestellter Gentechnikkonzerne wie Monsanto, Bayer, oder Pioneer. Nicht umsonst ist Südamerika der weltgrößte Produzent gentechnisch veränderter Soja, die wiederum in aller Welt zur Tiermast eingesetzt wird!
In den letzten 8.000 Jahren soll der gesamte Waldbestand unserer Erde um 1/3 geschrumpft sein. Davon dürfte der Großteil in den letzten 30 Jahren gefällt und/oder in Rauch aufgegangen sein. Jahrhundertealte Bäume und jahrtausendealte Wälder, geopfert für die Profite der Kapitalisten! Die Folgen tragen wir alle und wie wir heute mehr als deutlich sehen, kümmert sich die Wirtschaft einen Scheiß um die Menschheit und deren Recht zu Überleben! die Vernichtung des Regenwaldes im Amazonasbecken, hat nach einer kurzen Phase der Erholung (und Erholung heißt in diesem Zusammenhang nicht, dass sich der Waldbestand etwa erhöht hätte, sondern lediglich, dass die Geschwindigkeit der Abholzung über einen kurzen Zeitraum hinweg ein wenig gesunken ist!).
Im Parlament Brasiliens wird nun auch noch darüber diskutiert, ein neues Waldgesetz zu verabschieden, das diesen Namen sicher nicht verdient. Es müsste Abholzungsgesetz heißen und soll den “Wünschen” und “Bedürfnissen” der Agrarindustrie und der Holzkonzerne entgegen kommen und was das heißt, kann sich jeder selbst ausmalen – Abholzung, Rodung, Vernichtung, Zerstörung und Erosion. In besonderer Gefahr ist jetzt der letzte Rest des Küstenregenwaldes Brasiliens (Mata Atlantica), der einst nahezu die gesamte Küste säumte. Heute sind nur noch kärgliche 7% des einstigen Waldbestandes übrig geblieben und genau diese letzten Schutzgebiete sind den Konzernen ein Dorn im Auge. Zwar wollte Brasilien bis zum Jahr 2020 sowohl die CO2-Emissionen um 39%, als auch die Waldabholzung um 80% reduzieren, aber so wie es aussieht, wird sich die Geschwindigkeit der Entwaldung erst dann reduzieren, wenn der gesamte Wald vernichtet und nix mehr übrig ist! Von einer Verringerung der CO2-Emissionen braucht man in diesem Zusammenhang garnicht mehr reden.
Und so habe ich, als mich der Zorn gestern überkam, des ollen Goethens wunderbares Gedicht ein wenich umgeschrieben, scheint es mir doch in den erläuterten Zusammenhang so besser hiein zu passen…

Über allen Gipfeln ist Ruh´

Da, wo einst Wald war, spürest Du

Kaum einen Hauch;
Kein Vöglein im gerodetem Walde
Warte nur, balde verreckst Du auch.

weiterführende Links:

Bei den genannten Organisationen könnt Ihr Euch engagieren und an Aktionen teilnehmen, oder auch selber welche auf die Beine stellen. Auf jeden Fall gibt es jede Menge Möglichkeiten, gegen den Mainstream und für Natur und Umwelt zu kämpfen! Jede Stimme hilft!





Steigt der Goldpreis, stirbt der Regenwald!

23 04 2011
Nachdem in den letzten Tagen und Wochen der Goldpreis in ungeahnte Höhen gestiegen ist, weil die Menschen offenbar nicht das geringste Vertrauen in das Geschwätz der Politiker haben, die da z. B. behaupten, der Euro-Rettungsschirm sei zwar mit Garantien über 750 Milliarden Euro ein dickes Ding, aber das seien ja nur Garantien und die würden ja nur fällig, wenn die Schuldner nicht mehr zahlen könnten…blablabla! Grund genug um den Goldpreis auf über 1.500 $ je Feinunze zu treiben.
Zuerst hiess es auch, Griechenland und nur Griechenland würde unter den schutz des schirmes gekrochen kommen, denn die hätten wirklich über ihre Verhältnisse gelebt und das “Spar”programm, dass man ihnen aufoktroyierte, habe es in sich – sparen, sparen, sparen! Natürlich nur bei den kleinen Leuten und denen, die eben keine Lobby haben! Frauen, Kinder, Alte, Arbeitslose, dasselbe Spiel wie überall in der westlichen, kapitalistisch orientierten Welt, in der nur der zählt der was leistet, oder der bescheißt!
Alles kein Problem? Naja, nach Griechenland kam Irland (das ja eigentlich nicht pleite und auch nicht abgewirtschaftet ist, aber mit seinem Bankensektor wohl irgendwie auf´s falsche Pferd gesetzt hat und nur mal eben nich so gut bei Kasse is! Kein Problem, denn die sparen auch wie verrrückt (bei wem? Da dürft ihr dreimal raten!) und ein Ausfall bei den Krediten und Bürgschaften steht keinesfalls zu befürchten. Und nach Irland klopft jetzt Portugal an die Rettungskasse. Portugal hat es eigentlich auch nicht nötig, man hat nach Aussagen der regierung alles im Griff, wie gehabt! Die Frage ist nur, warum wollen die alle unter den Rettungsschirm, wenn sie es nicht nötig haben?
Aber das ist hier und heute nicht das Thema! Es dreht sich um den Zusammenhang zwischen der Höhe des Goldpreises und der Zunahme der Regenwaldzerstörung! Und die ist offenbar nicht zu leugnen, weil man das mit Hilfe von Satellitenaufnahmen nachweisen kann!
Hier haben die Menschen kein Vertrauen in die Regierungen, erst Recht nicht in die Banken und auch sonst ist man dem allgemeinen Gewäsch von den Sachzwängen nicht besonders gewogen, also schichtet man sein vermpögen um und steckt es in Werte, die beständig sind, so wie Gold. Gold ist solange beständig im Wert, wie es einem nicht geklaut wird, aber man kann es ja zur Bank tragen und dort einlagern, also da wo man seine Aktien nicht lagern möchte und sein Geld am liebsten auch nicht parken will, weil man den Zugriff des Staates oder der Inflation befürchten muss.
Und hier stellt sich mir eine weitere Frage:”Wer kauft sich eigentlich Gold, um sein Vermögen zu sichern und sich vor abstürzenden Aktienkursen und der um sich greifenden Inflation zu schützen? Ja, es sind genau die, die mit ihrem Verhalten mitschuldig an der Bankenkrise geworden sind, weil sie ihre Gelder dort anlegten, wo man ihnen Zinsen versprach, von denen man eigentlich nie annehmen konnte, dass sie der Realität entsprungen waren, Leute, die ihr Vermögen auf´s Spiel setzten, weil sie es für chick erachteten, mit Derivaten zu spekulierten, obwohl sie nicht den Hauch einer Ahnung haben, was da eigentlich abläuft! Diese Leute sind es, die nun ihr Geld in Gold umtauschen und damit billigend in Kauf nehmen, dass die “Märkte” (ich hasse diesen Begriff!) darauf reagieren und wie die Blöden in den Regenwäldern am Amazonas nach Gold buddeln lassen!
Wen interessiert dabei schon der Verlust an wertvollem Baumbestand, der als unsere grüne Lunge das Klima reguliert? Wenn´s solchen Leuten zu warm wird, dann brauchen die keinen Wald, die kaufen sich einfach eine Klimaanlage! Wer macht sich schon Gedanken darüber, ob ein paar nackerte Indios mit Pfeil und Bogen durch den Wald rennen, wenn ich mein Geld in Gold anlegen will? Nicht genug damit, dass wir mit “Bio”sprit das Brot der Menschen in der Dritten Welt in unseren BMW-, Porsche-, Audi- oder Benzmotoren verbrennen, wir tragen die Verantwortung dafür, dass es bald keinen Wald mehr gibt, den wir schützen können. Aber Hauptsache ein paar Goldmünzen oder einige mickrikge Goldbarren liegen im Banktresor, damit wir in schlechten Zeiten wie diesen notfalls darauf zurück greifen können! Dann is die Welt doch noch in Ordnung!
Ach ja, die Hartz IV-Empfänger kriegen einfach viel zuviel Geld von “uns”! Wenn man denen die Alimentation kürzt, dann werden die auch arbeiten gehen und nicht den Besserverdienenden und Leistungsträgern auf der Tasche liegen. Man stelle sich vor, die Hartzer, die einfachen uArbeitern und Angestellten würden ihre Knete auch in Gold umtauschen wollen, um für die Zukunft vorzusorgen – nicht auszudenken wäre das!




Tag des Waldes!

17 03 2011

Am 21. März 2011 begehen wir den Tag des Waldes. Vielleicht ein guter Grund, nach dem langen kalten Winter den Hintern aus dem Sessel am warmen Ofen zu heben und ihn mal wieder in den Wald zu tragen und sich ein wenig dessen wichtiger Aufgabe als CO2-Speicher, Klimaanlage und Luftfilter bewusst zu werden.

Jetzt dürfte auch die Zeit sein, wo so langsam das leben in die Bäume und Büsche zurück kehrt und wenn man genau hinschaut, wird einem das ein oder andere zartgrüne Blättchen auffallen, das vorwitzig ans Licht drängt. 


Wer als Allergiker den ersten Ansturm der frühen Pollen von Hasel, Erle und Birke überstanden hat, sollte sich unbedingt sein Antiallergikum einwerfen und sich auf den Weg machen. Erst zum Arzt, dann in den Wald. Denn wer weiss schon, wie lange wir noch die Freundschaft der Bäume werden geniessen können, bevor alles in den Tanks unserer Autos verschwunden, oder als Pellets in den Heizkesseln unserer Häuser verschwunden ist! Holz ist ein phantastisches Material und das hat nicht nur die Holzmafia in den Regenwäldern bemerkt. Auch hier gibt es immer mehr “Investoren” die den Wald am liebsten auf der Stelle in Kraftwerken zu “Ökostrom” verarbeiten würden. Lasst das nicht zu, schützt Eure Wälder!

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