Am Freitag ab 17:00 Uhr findet eine Veranstaltung der studentischen Initiative Nachhaltige Marktwirtschaft im Literaturhaus statt. Es sind eifrige Mitdiskutanten gesucht, die an dem Thema interessiert sind. Also, meldet euch an und rauscht nach Stuttgart – am besten mit dem Zug, der Nachhaltigkeit wegen – erklärt Euch gleich mit den Stuttgart21-Gegnern solidarisch und dann gehts auch schon los!
Interessante Themen dürften garantiert sein. Hier könnt Ihr schon ma reinschaun, was an Sessionsvorschlägen bislang eingegangen ist und wenn euch des noch nich reicht, dann schlagt selber was vor!
Weitere Informationen findet Ihr auch auf Facebook unter nachhaltigkeitscamp Stuttgart. Also reinschaun und mitmachen!
nachhaltigkeitscamp am 8.7.2011 in Stuttgart
4 07 2011Kommentare : Kommentar schreiben »
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Kategorien : Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Wissenschaft
Niete in Nadelstreifen Nr.4
13 04 2011eine herausragende Figur der FDP! Die Frage ist nur, womit sie aus der FDP herausragt? Ihr Markenzeichen sind ganz offenbar nicht nur ihre Haare, die sie dank des Kopfes nicht in der Hand zu tragen braucht, sondern auch durch ihre – wie man vor einiger Zeit hörte – etwas unorthodoxe Arbeitsauffassung, was ihr politisches Mandat betrifft!
Aus aktuellem Anlass muss ich leider (oder sollte ich sagen. “den Göttern sei Dank?”) diesen Artikel auf den neuesten Stand bringen!
Wie gemeldet wird, hat die Universität Heidelberg Silvana Koch-Mehrin den Adels-…äh…Doktortitel entzogen. Nun ist´s also vorbei mit den Doktorspielchen, für die liberale FDP-Ikone im Europaparlamanet und das is sicher das Beste, was passieren konnte. Vor allem für uns, weniger für sie, denn durch besonderen Arbeitseifer ist die Gute eh noch nirgends aufgefallen. So kann sie sich jetzt um die Dinge kümmern, die ihr wirklich wichtig sind, zum Beispiel Schminken, die Nägel feilen und dergleichen weltbewegende Sachen mehr.
Auch wenn die Tatsache, dass der Doktortitel nun entzogen wurde, die Frage aufkommen lässt, wieso sie den denn überhaupt bekommen hat, bestand doch ihre Qualifikation ganz offensichtlich ausschoießlich in ihrer blonden Frisur? Aber, wir müssen ja nicht alles wissen und die Wahrheit wird wohl für immer ein Geheimnis ihres Doktorvaters bleiben, der sich vermutlich bereits in Grund und Boden zu schämen begonnen hat. Denn auch sein Ruf dürfte durch diesen Akt leichte Schäden davon getragen haben…
weiterführende Links:
- Silvana Koch-Mehrin (Artikel auf Wikipedia)
- Europaparlament – Wie fleissig ist Silvana Koch-Mehrin? (Artikel auf FAZ.NET vom 4.6.2009)
- Plagiatsaffaire – Universität entzieht Koch-Mehrin den Doktortitel (Artikel auf Focus Online vom 15.6.2011)
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Kategorien : Politik, Wirtschaft, Wissenschaft
Die Büchse der Pandora!
21 10 2009Wer sich schon einmal, vielleicht auch nur zwangsweise in der Schule, mit griechischer Mythologie beschäftigten musste, hat schon von ihr gehört – der Büchse der Pandora! Für alle, die dieses Teil nicht kennen, oder denen die griechische Mythologie sonstwo vorbei geht, hab ich den Wikipedia-Link eingefügt, damit sie sich mal kurz informieren können. Aber was soll das Ganze, werdet Ihr Euch fragen und ich will Euch natürlich nicht allzu lange auf die Antwort warten lassen.
Seit kurzem warnt das Umweltbundesamt vor Produkten, die Nano-Partikel enthalten, weil man offensichtlich völlig unerwarteterweise gemerkt hat, dass diese Nano-Partikel in der Lage sind, die natürlichen Barrieren im Körper zu überwinden, z. B. die Blut-Hirn-Schranke! Und weil man nicht weiss, was diese winzig kleinen Partikel im Körper, aber auch in der Umwelt anrichten, warnt man nun die Verbraucher vor deren Nutzung. Fakt ist, etwa 800 Unternehmen in Deutschland verarbeiten bereits Nano-Partikel und in etwa 600 Produkten, beispielsweise Nahrungsmittel, Kosmetika, aber auch in Kleidungsstücken, sind Nano-Partikel enthalten. Das Problem jedoch ist – es gibt keinerlei Kennzeichnungspflicht für Nano-Zusätze in Produkten jedweder Art! Keine Sau hat sich bisher dafür interessiert. Warnende Stimmen werden noch stets als Panikmache herabgewürdigt, Kritiker als fortschrittsfeindlich diffamiert! Die Industrie nimmt für sich das Recht in Anspruch alles aus zu probieren, wenn es nur dem Profit dient. Von Technikfolgenabschätzung vor der Nutzung neuer Technologien und ihren Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt, keine Spur. Was man nicht weiss (oder nicht wissen will!), macht einen nicht heiss, wie es scheint!
So steht der Verbraucher nun vor dem Dilemma, wie er sich vor etwas schützen soll, wenn es keine Kennzeichnungspflicht gibt, er also beim besten Willen nicht feststellen kann, was in den von ihm erworbenen Produkten eigentlich enthalten ist? Man ist ja von Staats wegen noch nicht mal in der Lage die Ampelkennzeichnung für Lebensmittel durchzusetzen! Es bleibt ein schlechter Nachgeschmack bei der ganzen Geschichte. Die meisten Menschen haben bei neuer Technologie, die so verantwortungslos eingesetzt und verbreitet wird, ein sehr flaues Gefühl in der Magengrube. Ob Atomkraft, die der Mensch niemals sicher wird beherrschen können, Gentechnik, die die Konzerne für harmlos und segenbringend (jedenfalls für ihre Kassen) halten, oder eben die Nanotechnologie, kaum einer weiss bei der Einführung, welche Folgen dies haben wird. Trotzdem werden sie eingeführt nach dem Motto…
…solang es nicht verboten ist, ist es erlaubt und wenn wir nicht über die Folgen nachdenken, brauchen wir die Verantwortung für unser Handeln nicht zu tragen!
Der Staat ist gefragt, solche Experimente am Kunden (quasi Menschenversuche am lebenden Objekt) von vorne herein zu unterbinden, indem die Einführung neuer Technologien erst dann erlaubt wird, wenn klar ist, welche Folgen die Nutzung für Mensch, Tier und Umwelt haben können! Und wenn diese Folgen auch beherrschbar sind! Aber der Staat hat wichtigeres zu tun, als sich um die Sicherheit und den Schutz seiner Bürger zu kümmern. Seine vordringlichste Aufgabe scheint es zu sein, den Konzernen bei ihrem Treiben nicht im Wege zu stehen und ihnen in voraus eilendem Gehorsam alle möglichen Probleme und lästige Einwände kleinkarierter Verbraucher vom Halse zu schaffen. Aber so ist das nun mal! Die Büchse der Pandora ist geöffnet worden. Schließen kann man sie nicht mehr, also wird – ausser dem Aufruf des Umweltbundesamtes – vermutlich nicht viel mehr passieren. Wer sich mit Sonnencreme einreibt, die Nano-Partikel enthält, braucht sich hinterher nicht beklagen, wenn er an Krebs erkrankt, oder was auch immer. Schließlich hätte man ja darauf achten können, was in der Sonnencreme enthalten ist. Wie? Keine Ahnung, aber wen interessiert das schon?
weiterführende Links:
- Umweltbundesamt warnt vor Nanotechnik-Produkten (Artikel auf Zeit Online vom 21.10.2009)
- Umweltbundesamt warnt vor Nano-Nahrung und -Kleidung (Artikel auf heute.de vom 21.10.2009)
- Umweltbundesamt warnt vor Nanotechnik – Kleine Teilchen, ganz groß – und gefährlich (Artikel auf tagesschau.de vom 21.10.2009)
- Experte:”Ich bin froh, wenn da nano drin ist” Kritik an neuer Studie des Umweltbundesamtes (Artikel auf heute.de vom 21.10.2009)
- Gesundheit: Wie gefährlich ist die Nanotechnologie? (Artikel auf Zeit.de vom 22.10.2009)
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Schlagwörter: Atomkraft, Büchse der Pandora, Gentechnik, Konzerne, Krebs, Menschen, Menschenversuche, Nahrung, Nano-Partikel, Nanotechnologie, Natur, Pflanzen, Politik, Politiker, Technikfolgenabschätzung, Umwelt, Umweltschutz, Zukunft
Kategorien : Ernährung, Gesundheit, Menschheit, neue Technologien, Politik, Umweltschutz, Wissenschaft
Giftpflanzen auf den Weiden!
23 05 2009Sueddeutsche.de berichtet am 23.5.2009 unter der Überschrift “Giftiges Jakobskreuzkraut – Die Gefahr wuchert” über eine zunehmende Gefahr, die von ungenügend gepflegten Weiden ausgeht. Das Jakobskreuzkraut ist eine wild wuchernde, etwa 1m hoch wachsende und mit vielen hübschen gelben Blüten ausgestattete Giftpflanze, die bisweilen in Kräutertees zu finden ist. Aber auch in Salatmischungen hat man das Kraut schon ausfindig gemacht. Die besondere Gefahr dieser Pflanze geht nicht direkt von den Pyrrolizidinalkaloiden, auch kurz PA genannt aus, die von der Pflanze gebildet werden. Es sind die Abbauprodukte, die mit Hilfe von Enzymen in der Leber der Lebewesen entstehen, die das Jakobskreuzkraut gegessen, oder in Form von Kräutertees zu sich genommen haben. Sie sind reinstes Gift und in der Lage, schon in geringsten Dosen die Leber nachhaltig zu schädigen. Die sueddeutsche.de schreibt…
…Maximal ein Mikrogramm dieser Giftstoffe darf ein Mensch über Arzneimittel und Kräutertees am Tag zu sich nehmen, schreibt der Gesetzgeber vor. Außerdem sollte die Anwendung nicht länger als vier bis sechs Wochen pro Jahr dauern…

Jakobskreuzkraut (Foto: dpa)
Es hat schon Tiere das Leben gekostet, weil sie größere Mengen von dem gefährlichen Kraut auf der Weide gefressen hatten. Besonders Kühe und Pferde sind gefährdet. Trotzdem gibt es aber doch genug Idioten, die aus allem was Feld, Wald und Wiese so hergeben, Kräuterteemischungen herstellen und keine Ahnung davon haben, was sie da eigentlich tun. Die Kunden, beseelt von dem Gedanken, sich etwas Gutes zu tun, schlürfen einen giftigen Tee und hoffen auf Heilung von ihren Zivilisationsgebrechen. Das ist doch vollkommen absurd, wenn man es recht betrachtet.
Übrigens ist das Jakobskreuzkraut nicht die einzige Pflanze, die solche Pyrrolizidinalkaloide erzeugt. Andere, bekanntere Gewächse wie z.B. Huflattich, Beinwell oder auch Pestwurz, gehören auch dazu. Sie sollten – wenn überhaupt – nur in kleinsten Mengen genossen werden. Bevor Ihr Euch also ds nächste Mal einen zünftigen Kräutertee einschüttet, solltet Ihr mal die Verpackung studieren und nachschauen, was da alles drin ist – besser ist das!
weiterführende Links:
- Pyrrolizidinalkaloide als unerwünschte Stoffe in der Nahrungskette – Beispiel Jakobskreuzkraut (vom Bundesinstitut für Risikobewertung BfR)
- Heilpflanze versus Giftpflanze: Alkaloide, Pyrrolizidinalkaloide, Cumarine: Gift einer Heilpflanze? (von Barbara Schuhrk am 22.1.2008)
- Tiere: Giftpflanze tötet Pferde in Deutschland (Artikel auf WeltOnline vom 26.5.2009)
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Schlagwörter: Alkaloide, Beinwell, Cumarine, Gaia, Heilpflanze, Huflattich, Jakobskreuzkraut, Kräutertee, Mutter Erde, Pestwurz, Pflanzen, Pyrrolizidinalkaloide, Salatmischung, Tiere
Kategorien : Ernährung, Gaia, Gesundheit, Landwirtschaft, Medizin, Menschheit, Mutter Erde, Natur, Tierschutz, Wissenschaft
Meer oder weniger?
11 05 2009Es wird Zeit, der Politik mal wieder den Marsch zu blasen und die spitzen Schuhe anzuziehen (auch wenn´s an den Zehen ein wenig drückt), um sich arschtretenderweise durchs Tagesgeschehen kämpft. Schießlich soll der Getretene ja auch was merken! Aber warum das Ganze? Es gibt mal wieder einen richtig coolen Betriebsausflug für die hauptberuflichen Bedenkenträger aus Politik und Wissenschaft. Schwachkopf meets Fachidiot!
Natürlich weiss ich, dass sich das ziemlich krass anhört, aber besondere Umstände rufen nach besonderen Massnahmen und so sehe ich mich genötigt, denen einen Spiegel vorzuhalten, die da so tun, als kümmere sie der Zustand Gaias tatsächlich. Auch wird der Eindruck erweckt, man sei sich im Grunde ja eigentlich schon einig und man träfe sich ausschliesslich zu dem Zwecke, die längst überfälligen Rettungsmassnahmen zu beschliessen, die dafür sorgen könnten, dass unsere Kinder und Enkel in einer lebenswerten Welt leben können. Diese sind zwar dringendst notwendig und meist tun sowohl Politik, als auch Wissenschaftler so, als wüsste man genau, was man da tut, aber letztendlich diktieren ausschliesslich monetäre Interessen die Schutzziele! Hinter jeder Regierung steht eine fleissige Lobbyorganisation, von der offiziell niemand so genau weiss, wer ihr angehört und wem sie aus ihren wohlgefüllten Börsen das ein oder andere Präsent zukommen lässt. Wer gut schmiert, der gut fährt, denken sich die Konzerne und da der bevorzugte Schmierstoff in der Politik Geld ist, wirft man damit um sich, dass es eine wahre Pracht ist. Offenbar lohnt es sich, denn die Wirtschaft tut nichts, wenn es nicht Gewinn verspricht!
Also haben sich dieser Tage 5.000 (in Worten fünftausend) Politiker und Wissenschaftler auf den mühseligen Weg nach Indonesien gemacht, um sich über die Folgen des Klimawandels für die Ozeane und Meere zu beraten. Naja, in Wirklichkeit bestand das einzig mühsame auf dieser Reise vermutlich darin, sich von der chauffierten Regierungslimousine mit 300 oder mehr PS in die VIP-Lounge des jeweils nächstgelegenen Flughafens zu schleppen und auf den First-Class-Flug ins Reich der Zehntausend Inseln zu warten. Und so sitzen sie da nun, in einem tropischen Inselparadies und “beraten” darüber wer wann wieviel Schmutz in die Meere pumpen darf, wer die Fische mit hochtechnisierten Fangflotten aus dem Ozean holt und wer die Kosten dafür übernimmt, die Küsten Indonesiens vor dem nächsten Tsunami zu schützen.
Am Ende gibt es dann wieder eine fein gedrechselte Abschlusserklärung, die ebenso hirn- wie folgenlos für diejenigen ist, die sich an die “Vereinbarungen” nicht halten können oder wollen. Und dann geht´s munter weiter mit der Plünderung – sollen sich doch andere darum kümmern, solange wir noch ein Geschäft mit den Ressourcen unserer Mutter Erde machen können! Hauptsache man hat der Welt und den dämlichen Wählern mal wieder gezeigt, wie wichtig einem nicht nur die Umwelt, sondern auch die Zukunft ist. Jedenfalls so lange, wie es keine Wirtschaftskrise gibt. Aber weil´s die nun mal gerade gibt, darf der Schutz der Umwelt nichts kosten und auch keinen Konzern in seinem Treiben einschränken. Wo kämen wir denn da hin, wenn Gaia wirklich geschützt würde? Eben, kaum einer würde soviel Glück ertragen! Ausser ein paar Euro und vielen warmen Worten, wird es nicht viel geben, aber Zeit, Zeit hat man genug und so wird man sich auch im nächsten und übernächsten Jahr noch treffen können, vielleicht bald schon an den sonnigen Palmenstränden Grönlands, das dann seinen Namen endlich zu Recht tragen dürfte.
weiterführende Links:
- Immer mehr Meer bedroht (Artikel auf heute.de vom 11.5.2009)
- Nenyas Wassergeflüster verlinkt einen Artikel zum Thema bei tagesschau.de
- Klimawandel bedroht die Weltmeere (News von WWF-Deutschland vom 11.5.2009 zur 1. Welt-Ozeankonferenz im indonesischen Manado)
- Welt-Ozean-Konferenz: Klimaforscher zeichnen Schreckensszenario (Artikel auf zeit.de vom 11.5.2009)
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Schlagwörter: 1. Welt-Ozeankonferenz, CO2, Dritte Welt, Gaia, Greenpeace, Großkonzerne, Hunger, Industrie, Klimawandel, Meere, Menschen, Mutter Erde, Nahrung, Natur, Ozeane, Pflanzen, Politik, Politiker, Tiere, Umwelt, Umweltschutz, Wasser, WWF, Zukunft
Kategorien : Ernährung, Gaia, Klimawandel, Menschheit, Mutter Erde, Nachhaltigkeit, Natur, Politik, Tierschutz, Umweltschutz, Wirtschaft, Wissenschaft
Landwirtschaft von morgen (Teil2)
17 04 2009Masanobu Fukuoka wurde am 2.2.1913 in Japan geboren und machte eine Ausbildung zum Mikrobiologen. Irgendwann entschied er sich, Bauer zu werden und schuf eine Synthese aus herkömmlicher Landwirtschaft und buddhistischen, sowie daoistischen Ideen, die er – in Ermangelung eines besseren Namens – Nichts-Tun-Landwirtschaft nannte. Das Grundprinzip seines Handelns lautete…
…die Natur ist in der Lage, sich selbst zu erhalten, sie bedarf menschlicher Eingriffe nicht.
Die von ihm geschriebenen Bücher gehören zu den Standardwerken der Permakultur. Besonders wichtig ist ihm der spirituelle Aspekt der Landwirtschaft, die er als eine Art Gottesdienst versteht. Er vertrat die Ansicht, gesunde Nahrung könne nur auf gesunden Böden erzeugt werden und dazu sei weder künstlicher Dünger, noch chemische Pflanzenschutzmittel notwendig. Die Natur befinde sich in einem Gleichgewicht, sagte er. Treten Schädlinge und Krankheiten oder Pilze in größeren Mengen auf, sei dieses Gleichgewicht gestört. Wenn man die Natur und die natürlichen Vorgänge beobachtet, kann man die Ursachen erkennen und behutsam gegensteuern. Dann heilt sich die Natur selbst und stellt das Gleichgewicht wieder her.
Die Arbeit in dem von ihm bewirtschafteten Garten in Japan, liess er die Natur für sich erledigen. Er beschränkte seine eigenen Arbeit nahezu zur Gänze auf das Aussäen der richtigen Samen zur richtigen Zeit und auf die Ernte der Früchte. Er verwendete keinen Pflug und auch sonst keine Maschinen zur Bodenbearbeitung, außer einer Art Sichel, mit der er die Ernte bis ins hohe Alter eigenhändig einbrachte.
1988 erhielt Masanobu Fukuoka den Ramon Magsaysay Award, einen alternativen Nobelpreis, für seine Arbeit zum Wohle der Menschheit.
Fukuoka-san erkannte auch durch Beobachtung in der Natur, dass nicht die Wüste sich ausbreitet und dadurch der Regen ausbleibt, was die Bäume zum Absterben bringt. Er erkannte, dass die Ausbreitung von Wüsten das Ergebnis des Verlustes der Wälder ist. Wenn die Wälder fallen, bleibt der Regen aus und erst dann entsteht Wüste und breitet sich aus! Dieser Vorgang lässt sich jedoch umkehren, indem man Bäume sät und so dafür sorgt, dass wieder Wälder entstehen können. Wälder sind eine Grundvoraussetzung für ein feuchtes und fruchtbares Klima. Sie halten mit ihren Wurzeln den Boden fest und speichern im Wurzelwerk große Mengen Wasser, das über die Blätter in die Atmosphäre abgegeben wird, wo in Form von Wolken und Regen die kostbare Feuchtigkeit wieder an die Erde und die Pflanzen zurück gegeben wird. Der Kreislauf des Wassers entsteht wieder auf´s Neue!
Wir beobachten die Natur viel zu wenig. Das war einer der Hauptkritikpunkte, die Fukuoka den Wissenschaftlern vorhielt. Die sind nämlich der Meinung, sie bräuchten alles nur in immer kleinere Teile zerlegen, diese dann zu erforschen und „schwuppdiwupp“ würden sie alles verstehen, von der einfachen Amöbe, bis hin zur komplexen wunderschönen Blüte, die ganze fantastische Welt eben. Aber dem ist nicht so. Dem ist bei Weitem nicht so.
Trotz all der Technik, all der superschnellen Computer, der Rasterelektronenmikroskope, können die Wissenschaftler noch immer keine einfache Pflanze konstruieren. Sie müssen einen Samen aussäen, ihn keimen und wachsen lassen!
Ja, klar, solche Konsorten wie die von Monsanto können Gene in die Pflanzen einbauen und sie verändern. Sie verändern sie, damit sie ein Patent darauf anmelden können, dass sie in die Lage versetzt die Bauern, die diese Pflanze anbauen wollen zu erpressen, sie abhängig von „ihrem“ Saatgut und den „Pflanzenschutzmitteln“, sowie dem Kunstdünger machen, die sie für viel Geld gleich dazu verkaufen. Allerdings sind sie nach wie vor nicht in der Lage, Pflanzen komplett und vollständig selber zu konstruieren, zu schaffen. Sie sind nicht Gott, obwohl sie das vielleicht denken mögen. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Pflanzen zu nehmen, die es bereits seit ewigen Zeiten gibt, die von Menschen über hunderte, möglicherweise tausende von Jahren aus Wildformen herausgezüchtet wurden, verändern ein paar Gene und melden ein Patent an!
Warum, so frage ich diejenigen, welche die Gentechnik befürworten, gibt es heute nur noch ein paar wenige Hybridsorten des Getreides im konventionellen Anbau? Weil die so gut sind? So perfekt an alle möglichen geographischen, geologischen und metereologischen Bedingungen angepasst? Nein, das sind sie nicht! Sie sind empfindlich, sie brauchen Unmengen an Wasser, sie brauchen Dünger, sie brauchen Pestizide, Herbizid, Fungizide und Insektizide. Die kosten natürlich eine Menge Geld und sorgen dafür, dass Monsanto keine Probleme mit der Weltwirtschaftskrise hat – denn die Menschen müssen immer essen. Jeden Tag müssen Menschen essen und es werden immer mehr Menschen, die essen wollen und die bescheren Monsanto und seinen Konkurrenten märchenhafte Gewinne.
Früher, es ist noch gar nicht so lange her, gab es regional angepasste Sorten, robust, widerstansfähig und unempfindlich. In trockenen Gegenden gediehen Sorten, die an diese Bedingungen angepasst waren. In feuchtem Klima gediehen Sorten, die damit gut zurecht kamen. Sie mögen eventuell nicht so hohe Hektarerträge hervorgebracht haben, aber die Ernten waren ziemlich sicher und regelmäßig. Außerdem konnte der Bauer einen Teil der Ernte einbehalten und im nächsten Jahr wieder aussäen, ohne dafür an Monsanto, Pioneer, Bayer und BASF Lizenzgebühren zahlen zu müssen!
Diese Zeiten sind fast vorbei, denn es gibt nicht mehr sehr viele dieser alten und robusten Sorten von Nutzpflanzen. Genau das aber ist das Ziel der Konzerne – die totale Kontrolle über die Nahrungserzeugung ermöglicht die totale Kontrolle über die Menschen!
Der Weg, den Mosanobu Fukuoka vorschlägt, geht in eine andere Richtung. Er führt fort von der Kommerzialisierung und Patentierung der Pflanzen. Er nutzt eine alte Reissorte in seinem Garten, den er seit Jahrzehnten bewirtschaftet, ohne auch nur einmal zu pflügen, oder gar zu düngen. Fukuoka bekämpft keine Schadinsekten, oder Krankheiten, sondern schafft Verhältnisse, die die Natur in die Lage versetzen, sich selbst zu helfen. Dazu nutzt er Mischkulturen, die erwähnten alten Sorten und Bodenbedeckung durch Kleesaat.
Nach der Ernte des Reises, der in seinem Ertrag mit dem moderner Hybridsorten nahezu gleichauf liegt, aber ungleich weniger Arbeit und Aufwand erfordert (daher der Name Nichts-Tun-Landwirtschaft) bringt er das ausgedroschene Stroh wieder auf den Feldern aus.
Masanobus Fukuokas Art der Landwirtschaft beruht auf der Beobachtung der Natur, nicht auf Wissenschaft und Gentechnik. Das reicht aus, um Erträge zu erzielen, die fast genauso hoch sind wie die der unverhältnismäßig teueren modernen Hybridsorten. Seine Sorge galt sets dem Menschen und er suchte nach Möglichkeiten, seine Ernährung dauerhaft zu sichern, selbst unter schwierigen Bedingungen. Was ihn immer verwundert hat, war die Tatsache, dass seine Erfolge wohl anerkannt wurden. Aber Wissenschaftler, die sein System der Landwirtschaft erforschen wollten, sah er so gut wie keine. Kein Wunder, kann man die Bedingungen seines Gartens nicht im Labor nachstellen, sondern nur in der Natur und zu der hat die Wissenschaft schon immer ein gepaltenes Verhältnis gehabt – bis heute!
Es gilt also den Weg fort von der modernen industrialisierten Landwirtschaft zu suchen, zurück zu den Ursprüngen, aber nicht in die Vergangenheit. Beobachtung der Natur ist nicht gleichzusetzen mit Rückschritt. Lernen aus der Erfahrung unserer Ahnen ist der Weg des Wissens und der Weisheit. Machen wir uns diesen Schatz zu Nutzen und sorgen wir dafür, dass das Saatgut frei bleibt. Damit alle Menschen genug zu Essen haben, auch in Zukunft!
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weiterführende Links:
-
In Context – A Quarterly Of Human Sustainable Culture (ein Interview mit Masanobu Fukuoka)
-
Grüner Gürtel Südeuropa – Ein Mensch begrünt die Wüste (Aktion von Masanobu Fukuoka)
-
Masanobu Fukuoka (Artikel auf Wikipedia)
-
LandbauOhnePflügen (auf coforum)
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Schlagwörter: Gaia, Genkonzerne, Gentechnik, Großkonzerne, Hunger, Konzerne, Landwirtschaft, Masanobu Fukuoka, Menschen, Menschenrechte, Monsanto, Mutter Erde, Nahrung, Natur, Permakultur, Ressourcen, Tiere, Umweltschutz, Zukunft
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Verhindert eine “mächtige Lobby” den Genmais in Europa?
23 03 2009Was ich am 23.3.2009 bei Zeit-Online las, lesen musste, liess mich zuerst an meinem, dann am Verstand des Autors Hartmut Wewetzer zweifeln. Unter der Überschrift “Genveränderte Pflanzen – Wir Kolbenfresser” war zu lesen, eine quasi unheilige Allianz aus Grünen, Greenpeace, BUND, dem Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und sogar der guten alten CSU, die ja sonst nicht einmal Probleme mit Atomkraftwerken, Chemiefabriken und der Auto- und Rüstungsindustrie in ihrem Bayernland sieht, habe dem wunderbaren Genmais von Monsanto den Krieg erklärt – mit dem ausdrücklichen Ziel, dessen Anbau in Deutschland zu verbieten!
Genmais ist natürlich, pestizidarm, ertragreich und bekömmlich…
…so stand in der Subline zu lesen…
…doch eine mächtige Lobby bekämpft ihn erbittert – warum?
Was für eine dämliche Frage, sagte ich zu mir und beschloss daraufhin, einen Artikel für mein Blog zu schreiben.
Einige Abschnitte weiter unten in dem betreffenden Zeit-Artikel, kann man lesen, dass Menschen verhungern müssen, weil sie sich das Essen nicht mehr leisten können, weil Reis und Getreide und Mais zu teuer werden. An anderer Stelle wird erläutert, genverändertes Saatgut sei eben teurer, als konventionelles Saatgut (wie das alles zusammen passt, bleibt das Geheimnis des Autors des genannten Artikels). Und auch auf die wunderbaren Eigenschaften des Genmaises wird verwiesen, der ja praktischerweise sein eigenes Pestizid herstellen kann und so den Einsatz von Pestiziden minimiere. Die Frage ist aber doch, warum wird der Genmais, gegen das Pestizid aus eigenem Hause resistent gemacht, wenn man dessen garnicht bedarf? Dies kann nur einen Grund haben: man will Geld verdienen und verhindern, dass die Pestizide anderer Hersteller genutzt werden. Mal abgesehen davon, dass diese Gifte um keinen Deut besser sind, als die Produkte von Monsanto, darf man getrost ebenfalls fragen, wie man mit dem genveränderten Zeug den Hunger bekämpfen will, wenn doch die Saat teurer ist, als die üblicherweise verwendete? Die Bauern, die dieses Saatgut erwerben und einsetzen, werden mit Knebelverträgen gezwungen, nicht nur Lizenzgebühren zu bezahlen, sie dürfen nicht einmal einen Teil der Ernte für die nächste Aussaat einbehalten und – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – sie müssen sich verpflichten nur die Pestizide von Monsanto zu kaufen und einzusetzen, gegen Schädlinge, die der Mais angeblich selber töten kann. Nun die vielleicht etwas peinliche Frage:”Wie kann man so den Hunger in der Welt bekämpfen?” Die Erklärung bleibt die Zeit natürlich schuldig. Und auch die Antwort darauf, warum der Genmais “natürlich”, oder ertragreicher und pestizidärmer (weil er resistent gegen die Pestizide von Monsanto ist, kann man ihn nach Lust und Laune spritzen und das wird auch getan) sein soll, als anderer Mais.
Wenn jetzt noch jemand behauptet, Monsanto bringe seine Produkte unter diesen Bedingungen auf den Markt, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen, dann sinke ich ob soviel Menschlichkeit vor Ehrfurcht auf die Knie, glaube ich auch wieder an den Weihnachtsmann und seinen Sack voller Geschenke. Hunger kann man nur dadurch bekämpfen, dass Nahrung zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar ist und zwar in ausreichender Menge. Hört man die Argumentation der ebenfalls in dem Artikel zitierten Entwicklungsbiologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard nach dem Motto “Wovor haben wir eigentlich Angst” an und bedenkt, dass die bestenfalls zweifelhaft zu nennenden Geschäftspraktiken des Genkonzerns Monsanto mit keinem einzigen Wort erwähnt werden, darf man sich schon die Frage stellen, wer den Artikel in der Zeit wohl bezahlt haben mag.
Auch wenn die Befürworter des – euphemistisch – als “Grüne Gentechnik” bezeichneten Einsatzes transgener Pflanzen behaupten, den Hunger in der Welt nicht nur bekämpfen zu wollen, sondern dazu auch in der Lage zu sein, bleiben sie den Beweis schuldig. Fakt ist, auch wenn gentechnisch veränderte Pflanzen weltweit auf mittlerweile 125 Millionen Hektar angebaut werden, ist der Hunger nicht weniger geworden. Denn ob man sich Nahrungsmittel kaufen kann oder nicht, ist keine Frage der verfügbaren Menge, sondern des Geldes. Daran kann Gentechnik nichts ändern, denn sie ist teurer als konventionelle Landwirtschaft. Und es gibt für Monsanto und Konsorten keinen einzigen Grund, Nahrungsmittel oder Saatgut zu verschenken, denn es handelt sich um kapitalistische Unternehmen, die darauf ausgerichtet sind, Gewinne zu machen. Die höchsten Gewinne sind aber erst dann drin, wenn man eine Monopolstellung inne hat und da ist Monsanto mit seinem Marktanteil von nahezu 90% schon verdammt nah dran.
Auffallend ist in dem Artikel der Zeit auch, dass es sich hier offensichtlich um eine komprimierte Aufzählung von Argumenten aus der Propaganda Marketingabteilung eines Genkonzerns zu handeln scheint. Gegenargumente werden nicht erwähnt, sondern lediglich in süffisantem Plauderton als die auswendig gelernten Flyertexte der dümmlichen Greenpeace- oder anderer Umwelt-Aktivisten (und die sind den logischen und wissenschaftlich begründeten Argumenten der Genkonzerne natürlich nicht zugänglich!) hingestellt. Dass es auch Wissenschaftler gibt, die der Gentechnik äußerst skeptisch gegenüber stehen, wird geflissentlich gleich ganz verschwiegen! Das konnte man nur einem Artikel entnehmen, der bereits vor knapp 3 Wochen in der Zeit-Online erschienen ist und den ich auch unter den weiterführenden Links verlinkt habe (siehe ganz unten!).
Und jetzt stehe ich da, allein auf weiter Flur, unterstützt nur von ein paar wenigen, vermutlich geistig minderbemittelten Umweltschützern, wie ich selbst auch einer bin und engagiere mich nach wie vor gegen Gentechnik. Gegen den Willen der weisen und allwissendenFrau Nüsslein-Volhard, gegen die die Zeit und erst recht gegen Monsanto (Ich unterstelle Monsanto rein kommerzielle Interessen und nicht den Hauch sozialer Verantwortung. Denn wenn dem so wäre, hätte Monsanto die Opfer seiner PCB-Verseuchung, oder vielleicht auch der Opfer von Agent Orange schon längst entschädigt und würde nicht auf eine biologische Lösung des Problems und der damit zusammenhängenden “Unannehmlichkeiten” warten!). Wenn ihr Befürworter den Genmais von Monsanto tatsächlich für “natürlich, pestizidarm, ertragreich und bekömmlich” haltet, solltet Ihr ihn vielleicht für Eure tägliche Ernährung nutzen (aber wahrscheinlich kauft Ihr Eure Nahrungsmittel lieber in einem Öko- oder Naturkostladen und schaut lieber von Ferne zu, wie andere Menschen den Gendreck fressen, den Ihr für gut haltet!). Aber mit welchem Recht wollt ihr die Menschen dazu zwingen, dieses Zeug zu fressen, obwohl sie es nicht wollen?
Eins habe ich aus diesem Artikel gelernt. Der Kampf beginnt erst jetzt richtig und nur weil einige “Experten” der Meinung sind, das genveränderte Zeug sei nicht nur nicht schädlich, sondern auch gesund und bekömmlich, heisst das noch lange nicht, dass ich diese Meinung teilen muss. Wir haben zwar in unserem Lande nicht mehr sehr viele Freiheiten, aber die Freiheit, den Genmais und all das genveränderte Zeug drumherum abzulehnen, die nehme ich mir und das lasse ich mir von Euch nicht nehmen!
Dieser weise japanische Bauer, Masanobu Fukuoka, hat bewiesen, dass es weder gentechnisch veränderter Organismen auf den Äckern und Feldern bedarf, noch chemischer Düngemittel oder gar Pestizide. Seine Ernten waren fast genauso ertragreich, wie die der “konvertionell-wissenschaftlichen” Landwirtschaft. Er nannte sie Nichts-Tun-Landwirtschaft. Aber daran verdienen die Genkonzerne und die Chemie-Industrie nichts!
weiterführende Links:
- “Kritik an Genmais: Unkalkulierbares Risiko” (Artikel auf Zeit-Online am 5.3.2009; hier klingt das ganze noch ein wenig anders, als schon 14 Tage später)
- “Gentechnik: Die Zukunft liegt auf dem Acker” (Artikel auf Zeit-Online am 19.3.2009, Interview mit dem BASF-Vorstand Marcinowski; offenbar der Beginn einer Pro-Gentechnik-Kampagne der Zeit?)
- “Sieg für Gentechnik-Gegner: Monsanto zahlt Schadenersatz” (Artikel in der taz am 20.3.2009; sowas hängen Monsanto und seine Protagonisten natürlich nicht gern an die große Glocke)
- “Stop the Crop” (Artikel auf dem fuereinebesserewelt-Blog vom 17.3.2009; damit auch ein bisschen im Sinne der Gentechgegner argumentiert wird!)
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Kategorien : Ernährung, Gaia, Gentechnik, Landwirtschaft, Masanobu Fukuoka, Menschheit, Mutter Erde, Nachhaltigkeit, Natur, Natural Farming, Wissenschaft
Tag des Artenschutzes! Wer rettet die Natur?
8 03 2009Am 3. März fand der Tag des Artenschutzes statt. Wie in jedem Jahr seit 1973 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora), als er eingeführt wurde. Was will uns dieser Tag sagen? Wie jeden dieser Termine, nahmen die Umweltschutzorganisationen auch diesen zum Anlass, auf den jährlich sich beschleunigenden Artenschwund hinzuweisen und Maßnahmen zu fordern, um ihn zu bremsen. Focus Online berichtet am 3.3.2009 unter “Tag des Artenschutzes: Handeln, bevor es zu spät ist”.
Und weil die Politik jedes Jahr zu eben diesem Anlass immer ganz besonders erschrocken tut ist, verkünden sie stets sehr vollmundig, den Kampf gegen das Aussterben der betroffenen Tierrassen bekämpfen zu wollen. Schließlich liegt ihnen ja die Natur, ja sogar die Umwelt, meist aber doch nur der Wähler am Herzen. Bleibt der nämlich schmollend zu Hause, wenn er an die Urnen gerufen wird, verlieren die Politiker vielleicht ihre fetten Pfründen und darum nehmen sie anlässlich solcher Gelegenheiten den Mund immer ziemlich voll. Das ihre Versprechen eine Halbwertszeit von, ach was weiss denn ich, vielleicht 3 Tagen haben, ist ja nun auch nichts wirklich Neues.
Während die Umweltorganisationen hoffen, die Finanz- und Wirtschaftskrise könnte der Umwelt eine Atempause verschaffen, hege ich eher den Verdacht, dass die prekäre Lage (wie nah man doch als Unternehmen plötzlich am Prekariat sein kann, hehe!) der Konzerne die Regierung veranlassen könnte, die Bestimmungen zum Umwelt- und Naturschutz zu lockern. Den Schutz unseres Klimas, den unsere bundesgekanzlerte und schöngemerkelte Angela (die man darob sogar zur “Klimakanzlerin” kürte) zur Chefsache erklärt hatte, ließ man ja sofort nach den erste Anzeichen der Finanzkrise fallen, wie die sprichwörtliche heisse Kartoffel. Niemand wollte plötzlich am Zusammenbruch der Banken schuld sein, oder gar irgendeine Art von Verantwortung tragen. Falls das Klima kollabiert, kann man die Länder der Dritten Welt oder China dafür verantwortlich machen, weil die doich tatsächlich so unvernünftig sind und Energie aus Kohle oder sogar Öl gewinnen, obwohl das doch eigentlich die Industrieländer für sich beanspruchen. Und hups, wie Phönix aus der Asche, taucht plötzlich die saubere und klimafreundliche Atomenergie wieder aus der Versenkung auf, wo sie sich einige Jahrzehnte vor den Augen ihrer Kritiker verborgen gehalten hatte! Natürlich schwenken nun sofort die Politiker, die sich vorher gaaanz fest und unumkehrbar mit dem Atomausstieg identifiziert und einverstanden erklärt hatten, für die Renaissance der Atomenergie ein! Nun, so hat es den Anschein, machen sich die horrenden Summen endlich bezahlt, mit der die Atomlobby über viele Jahre hinweg die Politiker der FDP, der CDU/CSU und neuerdings auch den ein oder anderen “Umweltschützer” der SPD gekauft hat.
Für einen Menschen wie mich, also einen, der sich als einen Normalbürger bezeichnen würde, sieht das so ähnlich aus, wie die Mitgleidschaft in der Mafia. Man profitiert davon, erhält hier und dort mal eine “kleine Zuwendung” und wenn der Capo di tutti Capi dann seine “Familie” ruft, dann stehen sie alle da und tun das, wofür die Mafia sie bezahlt hat. Und ich kann mich wirklich des Eindrucks icht erwehren, dass es sich sowohl bei den Gen-, wie auch den Energiekonzernen, um Organisationen mit mafiosen Strukturen und teilweise konspirativen Geschäftspraktiken handelt!
Da kann das Geschwafel und das schön gefärbte Gerede nicht darüber hinweg täuschen, dass es einen großen Unterschied zwischen dem gibt, was für die dämlichen Wähler verbal vom Stapel gelassen wird und dem, was hinter den Kulissen mit den Konzernen gemauschelt wird. Aber nicht umsosnt ist Deutschland eines jener Länder, dass eine der undurchsichtigsten Systeme der Haushaltausgaben hat. Was keiner weiss, macht auch keinen heiss. Aber das Volk sind WIR!
weiterführende Links:
- “Merkel: Die Klimakanzlerin dankt ab” (Frankfurter Rundschau, FR-Online.de am 4.12.2008)
- “EU-Gipfel: Die Klimakanzlerin kämpft jetzt für die Industrie” (FAZ.Net vom 11.12.2008)
- “Klimaschutz: Merkel: EU-Beschlüsse dürfen keine Arbeitsplätze gefährden” (FAZ.Net vom 8.12.2008)
- “Artensterben” (Planet Wissen vom 22.1.2008)
- “Forscher: Großes Artensterben steht bevor” (Greenpeace 19.3.2004)
- “Piratenfischer: Beutezüge außer Kontrolle – Jährlich Milliarden Euro Verluste für die Ärmsten der Welt” (Greenpeace 27.3.2006)
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Die Interessen der Genkonzerne!
4 03 2009Fakt ist in Europa, dass die Mehrheit der Menschen (sowohl Verbraucher, als auch Landwirte) keine Gentechnik wünscht, weder als Nutzpflanzen auf dem Acker, noch in Form von Genfrass auf dem Teller.
Mal abgesehen davon, dass dies trotzdem hin und wieder der Fall ist und man durchaus das Zeug konsumiert, obwohl man es nicht will, weil man es auf Grund der unklaren Gesetzeslage zur Kennzeichnungspflicht garnicht oder nur sehr schlecht von gentechnikfreien Nahrungsmitteln unterscheiden kann, scheint es überhaupt jemanden zu interessieren, was der Verbraucher (also der Kunde und damit angeblich der König!) will und was nicht! Die Industrie, die ihren Reibach mit dem Verkauf der gentechnisch veränderten Saat machen und ebenso mit den sogenannten “Pflanzenschutzmitteln”, die in Wahrheit ja nichts anderes sind als gefährliche Giftstoffe, nimmt für sich das Recht in Anspruch, Gewinne einzufahren, auf Teufel komm raus. Ob der Landwirt oder der Verbraucher das wollen, interessiert sie nicht die genveränderte Bohne.
Für meine Begriffe ist noch nicht einmal relevant, ob gentechnisch veränderte Pflanzen und die daraus erzeugte Nahrung nun schädlich für die Organismen oder die Natur und die Artenvielfalt sind. Massgeblich kann doch nur der Wunsch der Menschen sein, ob sie das Zeug fressen wollen oder lieber nicht. Niemand hat das Recht, jemanden zum Konsum solcher Nahrungsmittel zu zwingen, allein aus dem Grund heraus, weil die Herkunft gezielt verschleiert und die Menschen in Unwissenheit gehalten und desinformiert werden. Jeder muss das Recht haben, die Entscheidung bewusst zu treffen, ob er gentechnisch veränderte Nahrung zu sich nehmen will oder nicht.
Klar, dass die Genkonzerne das anders sehn. Die wollen Umsätze machen und darum wollen sie die Menschen bewusst im Unklaren lassen. Steigt dann der Absatz gentechnisch veränderter Nahrungsmittel, wird dies als Zustimmung und steigende Akzeptanz gewertet und dementsprechend ausgeschlachtet. Aber auch die Wissenschaftler stossen in das selbe Horn. So wie dieser Herr hier (Interview mit dem Phytomediziner und Pflanzenbiologen Andreas Schier in “Forscher zu Gentechnik – Es gibt keine neuen Erkenntnisse, die ein Verbot rechtfertigen”; Artikel vom 2.3.2009 auf Spiegel Online), der absolut kein Verständnis für die Bedenken der Menschen aufbringen kann und empört darüber ist, dass Gentechnikgegner Felder von den gentechnisch veränderten Monsterpflanzen “befreien”. Dies sei…
…keine Notwehr (wie Gentechnikgegner behaupten), sondern Willkür!
Man kann es aber auch durchaus anders herum sehen, nicht wahr? Monsanto, aber auch andere Genkonzerne, sind für ihre Willkür und die eigenwillige Auslegung von rechtlichen Vorschriften und Gesetzen, bekannt! Man denke hier beispielsweise an den Umgang von Monsanto mit PCB, dessen Schädlichkeit zwar schon längst bekannt war, aber für diesen Monsterkonzern kein Grund war, die Produktion einzustellen, oder gar Schutzmaßnahmen für die Menschen zu ergreifen. Und weiter fabuliert Schier…
Die Angst vor dem Unbekannten ist ein bekanntes und auch nachvollziehbares Phänomen, vor allem, wenn diese Angst noch geschürt wird. Neutrale und sachliche Aufklärungsarbeit tut Not, das zeigt schon die Tatsache, dass immer noch fast 40 Prozent der Deutschen meinen, nur gentechnisch veränderte Tomaten hätten Gene.
Oder…
…es gab und gibt keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ein solches Verbot (des Genmais MON810) rechtfertigen würden. Die weltweiten Anbauzahlen gentechnisch veränderter Pflanzen steigen beständig. Die Technik hat sich längst bewährt. Angesichts der großen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverknappung und Bevölkerungswachstum wird sie sich weiter durchsetzen.
Will wohl auf Deutsch heissen: Gegner der Gentechnik sind einfach zu doof, um die überragenden Vorteile dieser “Zukunftstechnologie” zu erkennen. Manche wissen noch nicht einmal, dass auch gentechnisch nicht veränderte Tomaten aus Genen bestehen. Warum das allerdings ein Argument dafür sein soll, dass man an den Genen nach belieben herumfummeln können soll, erschliesst sich mir in diesem Zusammenhang leider nicht. Wer hätte gedacht, dass Kinder in Afrika oder den USA mit offenem Rücken (Spina bifida, Artikel auf Wikipedia) geboren werden, nur weil deren Eltern keinen Genmais gegessen haben (so jedenfalls Andreas Schier)?
Aber vermutlich bin ich dazu ebenfalls zu dämlich. Macht aber nix, macht garnix.!Ich will keinen Genmais und auch keine andere genveränderte Pflanze. Nicht als Tierfutter und schon garnicht als Nahrung für Menschen.
weiterführende Links:
- “Die landwirtschaftliche Zeitschrift” (mit einem Zitat des Hernn Prof. Dr. Andreas Schier, dass manchem die Socken ausziehen dürfte – in diesem Zusammenhang drängt sich mir die Frage auf: Was hat Intelligenz eigentlich mit dem Professorentitel zu tun?).
- PCB polychlorierte Biphenyle (PCB-Richtlinie)
- Das dreckige Dutzend (die 12 gefährlichsten Umweltgifte auf G-Netz)
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Schlagwörter: Afrika, Andreas Schier, Genkonzerne, Genmais MON810, Gentechnik, Großkonzerne, Hunger, Kennzeichnungspflicht, Kinder, Konzerne, Landwirtschaft, Menschenrechte, Monsanto, Nahrung, PCB, Pflanzen, Spina bifida, Umweltschutz, USA
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