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Die Möglichkeiten der Permakultur! (1. Teil)


Vor einigen Jahren hatte ich eine Phase, in der ich mich sehr intensiv mit nachhaltigem Wirtschaften, ökologischer Landwirtschaft und Permakultur befasste. Ich habe die Bücher von Bill Mollison über Permakultur gelesen und John Seymours wirklich phantastischen „Bilderbücher“ vom „Leben auf dem Lande“ und „Vergessene Haushaltskünste“. Sie beschreiben eine beschauliche Lebensweise , die den Menschen das geben kann, was sie in der heutigen Zeit so dringend benötigen – Ruhe, Gelassenheit und das Wissen um die Zusammenhänge in der Natur!
Irgendwann wurde der Stress im Beruf immer größer und meine Zeit immer weniger, obwohl ich bald feststellen musste, dass ich nicht zufriedener wurde. Im Gegenteil, insgeheim sehnte ich mich immer mehr nach einer heilen Welt, von der ich nicht wusste, wo und wie ich sie finden konnte. Gleichzeitig wusste ich auch, dass der Weg, den wir Menschen beschreiten, den Weg des schnellen Profits, ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse unserer Mutter Erde, nicht der richtige Weg ist. So begann ich nach Möglichkeiten zu suchen, wie meine Sehnsucht gestillt werden könnte. Ich bin immer noch auf der Suche!
Mit dem Internet und dem Bloggen eröffneten sich völlig neue Möglichkeiten des Networking. Man tritt zu Menschen in Kontakt, die man zwar nicht kennt, die aber gleicher oder zumindest ähnlicher Ansicht sind und kann mit ihnen zusammen Strategien erarbeiten, mit ihnen diskutieren und nach Wegen suchen, um gemeinsame Ziele zu erreichen!
Eines der Ziele dieses Blogs ist es, das Prinzip der Permakultur bekannt zu machen und den Schutz der Ressourcen unserer Mutter Erde vornzutreiben, damit auch unsere Kinder und Enkel noch ein lebenswertes Leben in einer sauberen und intakten Natur führen können. Das bedeutet gleichzeitig den Kampf gegen die großen Konzerne aufzunehmen. Deren Strategie der Gewinnmaximierung um jeden Preis und ohne jede Rücksicht auf Nachhaltigkeit zerstören unsere Lebensgrundlagen. Dem müssen wir mit aller Macht entgegentreten, und solange so laut auf die Gefahren dieses Handelns hinweisen, bis es auch der Allerletzte begriffen hat!
Eine dieser Möglichkeiten, den Monopolisierungsbestrebungen der großen Konzerne entgegen zu treten, ist es, sie an der kompletten Übernahme der Kontrolle über den Genpool unserer alten Haustier- und Kulturpflanzenrassen zu hindern. Obwohl man gemeinhin davon ausgeht, dass die Bauernschaft in ihrer Grundeinstellung eher konservativ ist, als einen Hinweis darauf kann ihre starke Lobbyarbeit innerhalb der CDU/CSU gewertet werden, sollte es möglich sein einen nicht unerheblichen Teil von ihnen durch Information und Kommunikation von der Notwendigkeit zu überzeugen, sich alternativen und nachhaltigen Methoden der Landwirtschaft zu öffnen.
Das Streben nach neuen Methoden des Landbaus muss letztlich zur Permakultur führen, zu einer Wirtschaftsform, die es sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst gesunde Nahrung und landwirtschaftliche Produkte und geringsmöglichem Einsatz von Energie und Arbeit zu erzeugen. Dazu müssen quasi sich selbst erhaltende Systeme, jeweils auf den spezifischen Charakter einer Region zugeschnitten und auf die Bedürfnisse der Menschen und der Haustier- und Kulturpflanzenrassen abgestimmt werden.
Die Gene aller alten Haustier- und Kutlurpflanzenrassen sind, ähnlich wie freie Software unter GNU GPL-Lizenz, ein Gemeinschaftsgut der gesamten Menschheit und dementsprechend können Tier- und Pflanzenrassen, oder deren einzelne Sorten und Arten nicht Gegenstand eines Patentes sein.
Es ist im Permakultursystem weder notwendig, noch erwünscht, riesige Felder in Monokultur zu bewirtschaften und unter Einsatz großer Mengen an Energie, Kunstdünger, Herbiziden, Fungiziden und Pestiziden und in industriellem Massstab „Nahrungsmittel“ zu erzeugen. Aber genau diese Art der Bewirtschaftung ist es, mit der die Chemiekonzerne ungeheure Gewinne machen!
erzeugt mit Hilfe großerMan muss sich diesen Widersinn nur einmal bewusst machen: Die konventionelle Landwirtschaft Mengen künstlicher Hilfsmittel „Nahrungsmittel“, die von Menschen in dem Glauben gegessen werden sie würden sich ausgewogen ernähren. Wenn sie in der Folge erkranken (man denke hier beispielsweise an Fettleibigkeit, Diabetes, Allergien, Herz- und Kreislauferkrankungen), sind sie auf Medikamente angewiesen, die von den selben Chemiekonzernen hergestellt werden, die auch für die Produktion der „Hilfsmittel“ in der Landwirtschaft verantwortlich sind! Ein echter Teufelskreis und, mit Verlaub, den gilt es zu durchbrechen!
Wir müssen uns auf den Weg machen, hin zu einer neuen, lebenswerten Welt, in der Gewinn und Kommerz nicht alles sind. Ich weiss nicht, ob wir es erleben, dass wir jemals ankommen werden. Aber eines ist sicher: wir müssen jetzt losgehen, sonst ist es zu spät!
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