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Die Möglichkeiten der Permakultur! (4.Teil)


Ja, ich weiss, ich will jetzt langsam mal auf den Punkt kommen. Wo liegen denn nun die Möglichkeiten, sich mit Hilfe der Permakultur eine lebenswerte Zukunft für sich, seine Familie und auch andere Menschen zu schaffen?
Nicht jeder hat die finanziellen Mittel, sich einfach einen Bauernhof zu kaufen, sein Gemüse und Obst selbst zu ziehen und Fleisch von glücklichen Kühen auf eigener Weide zu essen. Aber sicher hat fast jeder die Möglichkeit einen kleinen Garten oder sogar einen Acker zu pachten. Man muss nur ein wenig suchen, nachfragen, seine nähere Umgebung in Augenschein zu nehmen und nach verwahrlosten Grundstücken zu suchen. Wenn man dann Anwohner fragt, wem die gehören, oder beim Katasteramt Auskünfte einholt, sollte es nicht allzu schwer sein, ein geeignetes Gelände zu finden, auf dem man seinen Traum vom naturnahen Leben verwirklichen kann.
Schon in der Vorbereitungsphase kann man sich mal ganz grob damit beschäftigen, was man überhaupt machen will. Soll es der komplette Selbstversorgerhof sein oder doch lieber nur der Erholungs- und Relaxgarten, den man auch nebenbei zur Erzeugung von gesundem, ungespritzten Obst und Gemüse nutzen möchte? Dazu ist es von Vorteil, wenn man sich die schon in anderen Artikeln erwähnten Bücher von Bill Mollison, David Holmgren, John Seymour und Masanobu Fukuoka kauft und von ihren Schilderungen faszinieren und zum Träumen bringen lässt. Es ist nicht unbedingt ein Nachteil, wenn man der englischen Sprache mächtig ist, wenn ich das mal so salopp formulieren darf. Denn die allermeiste Literatur zum Thema ist in Englisch geschrieben und oftmals nicht in deutscher Übersetzung erhältlich.
Dann heisst es eigentlich nur noch: Grundstück her, Planung machen und loslegen!
Die Möglichkeiten sind nahezu unerschöpflich, am Größten natürlich, wenn man das unglaubliche Glück hat, günstig einen kleinen Bauernhof zu erstehen oder zu pachten. Dem naturnahen Glück steht dann nichts mehr entgegen, als ein Haufen Arbeit und die tiefe Befriedigung, sich und Gaia etwas gutes zu tun.
Stellen Sie sich vor, wie Sie nach ökologischen Grundsätzen Ihr Grundstück bewirtschaften und wie wunderbar die Früchte Gaias Ihnen munden können. Wenn Sie sich vorstellen, dass sie ohne Verwendung von Kunstdünger, Schädlingsbekämpfungsmitteln und vielleicht sogar ohne viel Arbeit und Umgraben beispielsweise nach der Methode des Masanobu Fukuoka witschaften und die Natur die Arbeit machen lassen, ist das doch eine sehr verlockende Aussicht, oder nicht?
Machen Sie Gaia zu Ihrer Verbündeten. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen die intensive Beobachtung der Naturvorgänge und Zusammenhänge bieten. Bekämpfen Sie vermeintliche „Plagen“ nicht unter Einsatz chemischer Mittel. Führen Sie keinen Vernichtungsfeldzug mit ABC-Waffen gegen Mutter Erde. Im Krieg sind solche Kampfstoffe verboten, in der Landwirtschaft werden sie ohne Bedenken ständig eingesetzt und wir alle nehmen sie mit der täglichen Nahrung aus dem Supermarkt zu uns!
Es gibt nichts, was nicht mit natürlichen Mitteln geregelt werden könnte. sind Insekten oder anderes Getier, wie z. B. Schnecken, zu einer Plage geworden, liegen die Ursachen sicher in einem Fehler, den der Mensch begangen hat.Darum ist es sinnlos, die chemische Keule auszupacken und den „Schädling“ zu vernichten. Er wird wieder kommen, weil die Ursachen nicht beseitigt sind, die sein Erscheinen heraufbeschworen haben. Tauchen Schnecken auf und fressen alles kahl, so liegt das daran, dass deren natürliche Fressfeinde fehlen, weil sie keinen Unterschlupf mehr in „Gärten“ finden, die nur aus kurz geschorenem Zierrasen und schnurgeraden Blumenbeete bestehen. Säen Sie Wildblumensamen in den Rasen hinein, lassen sie ihn verwildern und leasen Sie sich ein paar Indische Laufenten. Die nehmen es locker mit jeder Schneckenplage auf. Auch Igel helfen Ihnen dabei die Früchte Ihres Gartens selber zu genießen und sie nicht zwangsweise den nimmersatten Schnecken zu überlassen.
Gegen eine Insekteninvasion können Sie auch etwas unternehmen. praktizieren Sie Mischkultur. Das heißt, pflanzen Sie verschiedene alte Gemüse– und Obstsorten in direkter Nachbarschaft nebeneinander, so dass diese sich mit ihren individuellen Eigenheiten ergänzen und gegenseitig schützen können. Monokulturen sind der Tod der Fruchtbarkeit unserer Äcker! Es gibt unzählige Fachbücher, die sich mit dem Thema Mischkultur befassen und Ihnen ausführlich erläutern, welche Pflanzen sie kombinieren können und welche sich besser nicht ins Gehege kommen sollten.
Wer einmal den Unterschied geschmeckt hat zwischen einer gentechnisch veränderten, wässrigen Tomate aus dem Treibhaus, und einem sonnengereiften, selbstgepflückten und taubedeckten „Liebesapfel“, der wird nichts anderes mehr essen wollen. Probiert es am Besten selbst aus!
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