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Der Traum vom dicken Auto – Eine Glosse!


Umweltschützer, oder solche die es sein sollten, wie z. B. Umweltminister Sigmar Gabriel, geisseln vehement die ständig steigenden Zulassungszahlen für große und vor allem schwere Geländewagen, neudeutsch SUV (sprich: Esjuwie). Trotz Klimadebatte, das ist schon ziemlich auffallend, ist nahezu jeder am deutschen und am US-Markt vertretene Autobauer bestrebt, mindestens einen, am besten aber gleich mehrere dieser SUV in seinen Showrooms stehen zu haben. Und, erschwerend kommt noch hinzu, je größer die Motoren, desto besser verkaufen sich die Teile. 8 Zylinder? Super! 4,5 Liter Hubraum? Klasse! Verbrauch 23 Liter Superplus auf 100 Kilometer? Wenns weiter nix ist! Oder darf es vielleicht ein Diesel sein, um wenigstens eine Spur Umweltbewußtsein zu demonstrieren? Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt!
Man zeigt eben gern, was man hat und was man sich leisten kann! Und so ein SUV-Monstrum, dass bei Otto Normalautofahrer heftigste Panikattacken auslöst, wenn es mit über 200 km/h hinter einem im Rückspiegel auftaucht und mit einem Kühlergrill wie ein Scheunentor den alleinigen Besitzanspruch auf die Überholspur der Autobahn verkündet, das ist schon etwas, das einem den Adrenalinspielgel steigen lässt! Ein Schelm, der schlechtes dabei denkt!
Der einzige halbwegs abkzeptable Grund, solch einen Wagen zu fahren ist der, dass unsere Regierung zwar eine von der Höhe her unverschämte Kfz-Steuer verlangt, aber dieses Geld durchaus nicht gewillt ist in die Verkehrsinfrastruktur zu investieren, sondern die Löcher in dem ebenso maroden Gesundheits- und Rentensystem zu stopfen versucht. Das hat dann zur Folge, dass die Strassen eher Feldwegen gleichen und die rechten Spuren der Autobahnen, vorwiegend von LKW genutzt, kaum noch von normalen Personenwagen befahren werden können. Wer will schon einen Achsbruch beim Durchfahren eines Schlaglochs oder – schlimmer noch – einen Bandscheibenvorfall beim Befahren der mittlerweile weitverbreiteten Rüttelpisten (hier ist aus Gründen der Verkehrssicherheit teilweise Tempo 60 vorgeschrieben!) riskieren? Da macht so ein allradgetriebenes SUV auf öffentlichen Strassen durchaus Sinn.
Und, mal ehrlich, wer sässe bei einem Unfall nicht lieber in einem großen und stabilen Wagen? Sicherheit durch umbauten Raum sozusagen! Ich kann mir gut vorstellen, dass die Überlebenschancen in einem SUV durchaus höher liegen als in einem Leichtfahrzeug der Kategorie Smart z. B. Da nimmt man dann gern auch billigend in Kauf, dass so ein Geländewagen mit der Aerodynamik einer mittelalterlichen Bergfestung ausgestattet ist. Aber wer wird denn schon so kleinlich sein, wenns um die eigene Sicherheit geht. Oder?

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