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Greenpeace und Imker fordern Anbauverbot von Genmais


Die gentechnisch veränderte Maissorte MON810 ist in mehreren europäischen Staaten wegen ungeklärter Risiken für die Umwelt verboten. In Deutschland steht sie offenbar unter dem Protektorat von Landwirtschaftsminister Horst Seehofer, der sowieso nicht eben wegen seines ausgeprägten Umweltbewusstseins bekannt ist. Greenpeace und deutsche Imker wollen daher mit einem Eilantrag den Anbau des Genmais MON810 verhindern. Begründet wird dies damit, dass der Genmais ein Gift bildet, welches einen Maisschädling (aber vemutlich nicht nur diesen) bekämpfen soll. Die Imker befürchten grosse Gefahren für ihre Bienenvölker, deren Existenz schon durch Krankheiten stark bedroht sind. Die Resistenz des MON810 gegen Parasiten wird durch ein eingeschleustes Gen des Bacillus thuringiensis hervorgerufen, welches ein Insektengift erzeugt, das sowohl Käfer, als auch Schmetterlinge und Zweiflügler wirkt. Es wird befürchtet, dass sich das Gift im Boden anreichern könnte und der gentechnisch veränderte Mais sich in andere Maissorten einkreuzen könnte.
Zu den Erzeugern von gentechnisch verändertem Saatgut zählen die Unternehmen Syngenta, Monsanto, die Bayer AG und Pioneer (dies ist nur eine Auswahl, die keine Anspruch auf Vollständigkeit erhebt). Diese Saatzuchtunternehmen versuchen mit allen Mitteln ihre Interessen durch zu setzen, ohne Rücksicht auf die möglichen Folgen für Menschen und Umwelt und das alles unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den weltweiten Hunger!
Dem Kampf gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft haben sich vor allem die Imker verschrieben, aber auch nahezu alle anderen Umweltschutzverbände wei Greenpeace, der NABU und der BUND (auch diese Auflistung erhebt keinen Vollständigkeitsanspruch). Aber dieses Thema geht jeden von uns an. Wenn wir uns hier den wirtschaftlichen Interessen der großen Konzerne beugen, haben wir verspielt und versuchen den Teufel (den weltweiten Hunger) mit Beelzebub (der „Hilfe“ von Pharma- und Saatgutkonzernen) auszutreiben!
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