Einfälle statt Abfälle

Für die Bastler unter Euch habe ich hier die Homepage des kleinen Verlages von Christian Kuhtz aus Kiel verlinkt. Hier findet Ihr echt interessante Bauanleitungen und das zu einem super günstigen Preis, finde ich. Egal ob Windrad, Komposttoiletten, einen Ofen aus Lehm oder sogar eine Solaranlage oder ein Liegefahrrad (für die echten Genußradler unter Euch).
Das tollste an der Sache aber ist, dass alles aus Schrott oder anderen Teilen gebaut wird, die man sonst acht- und bedenkenlos auf den Sperrmüll werfen würde. So kann auch aus Abfällen noch etwas nützlichen entstehen und so zum Schutz der Umwelt beitragen.

Den Citrusbock zum Gärtner gemacht!

Wer hätte das gedacht, da führt eine Supermarktkette mal eben 100.000 Bäume aus China ein und verkauft sie mir nichts, dir nichts in ganz Deutschland. Und nun stellt doch tatsächlich jemand fest, dass da Käfer dran hocken, die emsig bohrend sich an den Pflanzen auf gar hinterhältige Weise vergehen. Sie hören auf den Namen Citrusbockkäfer und stehen seit Jahren auf einer Liste gefährlicher Schädlinge, die „auf keinen Fall eingeschleppt werden dürfen!“ In Bayern und Nordrhein-Westfalen sind bereits verseuchte Pflanzen aufgetaucht. Vermutlich gibts aber noch wesentlich mehr davon.
Da stellt sich mir die Frage, wieso einfach ein Unternehmen Unmengen Pflanzen einführen kann und offenbar niemand, absolut niemand von irgendeiner unserer vielen deutschen Behörden sich die Teile mal anschaut, oder vielleicht sogar eine Quarantäne anordnet? Jeder, der schon mal versuchte einen Hund oder eine Katze aus seinem Urlaubsland nach Deutschland einzuführen, weiß wovon ich spreche, wenn ich auf ärztliche Bescheinigungen, Impfungen und Quarantäne und, und, und verweise.
Aber es ist ja nicht dass erste mal, dass Tiere oder Pflanzen durch Dummheit, Ignoranz oder eben einfach aus Gewinnstreben eingeschleppt werden.

Ein Ausflug in den Hessenpark

Am Sonntag zog es uns ins schöne Hessen., ein paar Kilometer hinter Frankfurt – von Karlsruhe aus gesehen. Nahe dem Städtchen Neu-Anspach, liegt malerisch in ländlicher Idylle der Hessenpark, ein Freilichtmuseum mit vielen Fachwerk- und Bauernhäusern, die aus allen Teilen Hessens quasi zusammengetragen wurden.
Große Teile befinden sich aber noch im Aufbau. Etliche der Häuser liegen noch als ein Haufen alter Fachwerkbalken unter dem Schutz von Blechdächern und harren des Wiederaufbaus, jeweils ein gigantisches Puzzle bildend.
Gut angelegte Wege führen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten und auch für die Unterhaltung von Kindern ist gesorgt. Direkt vor dem Eingang in den Park befindet sich ein typischer hessischer Marktplatz, eingerahmt von schönen alten Häusern, in denen kleine Läden untergebracht sind. Hier kann man Souvenirs erwerben, aber auch hausgemachte hessische Wurst (die berühmte „Ahle Wurscht“, leckere Blutwurst, oder auch Dosenwurst. Ein anderes Lädchen hat zig verschiedenen Käsesorten zu bieten, die nicht nur verführerisch duften, sondern auch genauso schmecken. Ein netter Herr hinter der Theke berät umfassend und kompetent, damit man genau das bekommt, was man wünscht.
Direkt daneben ist eine alte Bäckerei, in der in historischem Ambiente knusprige Brote, Kuchen und Brötchen über den uralten Ladentisch wandern. Man fühlt sich wie in den Sechzigern, als es auf dem Dorf noch solche alten Lädchen gab. Einfach urig das ganze! Natürlich kann man sich auch in einem der Gasthäuser niederlassen und nach der anstrengenden Wanderung durch den Park ein kühles Helles zischen und sich ein ordentliches Vesper gönnen.
Der Marktplatz ist übrigens ganzjährig geöffnet und immer einen Ausflug wert. Wer in den Park hinein will, muss je Erwachsenem 5,- € berappen. Das scheint bei dem was geboten wird zwar ein wenig viel, zumal wie schon erwähnt recht viele Gebäude eingerüstet und z. T. mit Planen gegen das Wetter geschützt sind, aber wenn man bedenkt, wie viel Arbeit in einem solchen Museum stecken, darf man nicht so knauserig sein.

Man sollte recht früh zu seinem Besuch in den Park antreten, um die zahlreichen Handwerke begutachten zu können. Wir hatten es leider versäumt früh los zu fahren und so konnten wir nur den freundlichen Schmied beim Nagel machen beobachten. Alle andren hatten sich bereits in eine recht ausgedehnte Mittagspause verabschiedet.
Auf einigen Feldern werden Getreidesorten angebaut, die in der industriell betriebenen Landwirtschaft nicht mehr ganz so gefragt sind, wie z. B. Dinkel. Auch Tiere werden gehalten, wie dies früher in dieser Gegend üblich war – Schafe, Ziegen (mein Gott, die muffeln vielleicht!), zwei Esel, Schweine und etliches an Geflügel.
Eine wundervolle alte Windmühle demonstriert, dass die Windkraft eine Energiequelle ist, die der Mensch schon seit Jahrhunderten zu nutzen versteht.

Besonders für Kinder ist der Park eine echte Erfahrung. Aber auch die Erwachsenen denken – manchmal wehmütig – an Früher zurück und mach ältere Dame, oder würdevoller alter Herr, gerät ins Träumen und erzählt den Umstehenden von ihrer Jugend, als sie genau in einem solchen Bauernhaus aufgewachsen oder solche Schafe und Ziegen im eigenen Stall hatten.

weiterführende Links:
Hessenpark
Käsehaus im Hessenpark

Natürliche Landwirtschaft in Mitteleuropa

Betrachtet man die Permakultur-Szene in Mitteleuropa, besonders in Deutschland, so fällt auf, dass sich nahezu alle Projekte überwiegend an Bill Mollison´s und David Holmgren´s Vorstellungen von Permakultur orientieren. Man bedient sich sogar des kompletten englischen Vokabulars und nicht jedes lesenswerte Buch zum Thema ist ins Deutsche übersetzt worden. Dies schränkt die Verbreitung der Permakultur in unseren Breiten stark ein und führt wohl auch dazu, dass der Eindruck entsteht, bei den Anhängern der Permakultur handele es sich um einen kleinen, sowohl elitären, als auch esoterischen Zirkel.
Will man aber eine breitere Akzeptanz der Permakultur in der Bevölkerung und besonders unter den Landwirten erreichen, so ist es unumgänglich, sozusagen eine deutsche bzw. mitteleuropäische Version der Permakultur zu entwickeln. Damit möchte ich keine deutschtümelnde, quasialternative Neo-Grüne Bewegung befürworten. Es soll jedoch nicht vergessen werden, dass Permakultur bedeutet, sich an den regionalen, klimatischen und geographischen Eigenheiten einer Landschaft zu orientieren, um an diese angepasst, ein sich selbst erhaltendes Permakultursystem zu schaffen, mit dessen Hilfe die Ernährung der Menschen dauerhaft gesichert werden kann.
Landwirtschaft nach den philosophischen Prinzipien des Masanobu Fukuoka ist es meines Erachtens wert, an die mitteleuropäischen regionalen klimatischen und geographischen Bedingungen angepasst und weiterentwickelt zu werden. Der Grundtenor seiner Philosophie bildet die Erkenntnis, dass die Natur der beste Lehrmeister für eine Schaffung sich selbst erhaltender Systeme ist. Sie ist in jeder Beziehung perfekt. Wenn sie einmal nicht funktioniert, ist dies in aller Regel die Schuld des Menschen, der sich erdreistet hat, in den perfekten Kreislauf einzugreifen, weil er meint, auf Grund seines „Wissens“ diesen nicht nur verbessern zu können, sondern dies auch zu müssen.
Dabei ist der Mensch nicht in der Lage die komplexen Zusammenhänge in der Natur zu durchschauen und zu verstehen. Überall, wo er mit seinen Versuchen, Erträge und Arten zu verbessern, verkehrte sich das Ergebnis ins Gegenteil. Züchtet er neue Getreidesorten, so werden diese immer empfindlicher, was zu einem erhöhten Arbeitsaufwand und daher Energieeinsatz führt, zu einem höheren Düngemittel-, Herbizid-, Pestizid- und Fungizidbedarf.
Wie Fukuoka erkannte fürht der Einsatz von immer größeren Maschinen zu einer Verdichtung des Bodens, der schließlich hart wie Beton wird. Der Düngemitteleinsatz und der enorme Verbrauch an Insektenschutz- und Unkrautvernichtungsmitteln führt zu einem Absterben der Bodenflora und -fauna. Dies wiederum bewirkt einen immer größeren Bedarf an Hilfsmitteln und Maschinen – ein Teufelskreis, der kaum zu durchbrechen ist!
Dabei sieht alles so einfach aus, lässt man sich auf die Ideen Fukuokas ein. Die Natur weiss was sie tut, wenn sie den Samen der Pflanze die Fähigkeit gibt, da zu keimen, wo sie niederfallen. Sind die Bedingungen günstig, gehen sie auf und wachsen zu einer starken Pflanze heran. Die Natur sah nicht vor, dass der Boden gepflügt werden muss, damit der Samen keimen kann. Diesen geplügten Boden benötigen nur die vom Menschen hochgezüchteten Sorten, die auch ohne Schutz und Pflege nicht gedeihen und sich nicht gegen andere Pflanzen (die sogenannten Unkräuter) durchsetzen können.
Nehmt eine Hand voll Körner einer alten Getreidesorte, werft sie irgendwo hin und überlasst sie ihrem Schicksal. Wenn ihr ein paar Monate später an der Stelle vorbei kommt, werdet ihr euch wundern, über die vielen prachtvollen Getreidepflanzen, die aufgegangen sind und der reife zustreben. Wenn ihr das gleiche tut mit einer hochgezüchteten Hybridsorte, werdet ihr feststellen, dass sie ohne Dünger und ohne Schutz vor Insektenfrass, Pilzinfektionen und Unkraut nur vor sich hin kümmern und kaum zur vollen Ähre auswachsen werden.
Lasst ihr die alte Sorte stehen, so wird sie sich selber aussäen und im nächsten Jahr ein vielfaches an neuen Getreidepflanzen hervorgebracht haben, während die Hybriden von Generation zu Generation mehr und mehr degenerieren. Schließlich verdient der Chemiekonzern, der sie patentieren hat lassen, nur an dem Saatgut, dass er jedes Jahr verkauft und auch an den sogenannten Pflanzenschutz- und Düngemitteln.
Welche dieser zwei Möglichkeiten würdet ihr für die gesundheitlich unbedenklichere halten?

Das Leben findet immer einen Weg!

Dieses Zitat aus dem Film Jurassic Park fiel mir sofort ein, als ich diesen Artikel in den Yahoo-Nachrichten fand. Es ist schon fantastisch, was so ein Samenkorn für eine Kraft, was für eine Energie in sich birgt und das über einen so langen Zeitraum hinweg.
Die Samen waren von Archäologen in den 1960er Jahren in der Wüstenfestung Massada gefunden und 2005 gepflanzt worden. Von den drei gesetzten Samen keimte einer und wuchs zu einer Dattelpalme heran. Vielleicht lässt sich so eine Dattelpalmenart wiederbeleben, die es schon lange nicht mehr gibt. Angeblich handelte es sich um eine Heilpflanze, die gegen Tumoren und Infektionen eingesetzt wurde. Man wird sehen, was dran ist.
Dieser Palmenart ist erging es, wie es vielen Hunderten oder gar Tausenden von Nutzpflanzenarten ergangen ist. Sie kam aus irgendwelchen Gründen aus der „Mode“, ihre Bestände wurden zerstört, ihr Genmaterial ging in Neuzüchtungen unter, die vielleicht gezüchtet worden waren, um neue und ertragreichere Sorten zu erhalten.
Das war die Krux aller Sorten, die quasi als Weltkulturerbe von unseren Vorfahren auf uns überkommen sind, dass sie nämlich zwar sehr robust und an spezielle geographische und meteorologische Bedingungen angepasst waren. Das machte sie zwar für einfache Bauern interessant und überlebenswichtig, aber gleichzeitig unrentabel für die industrielle Landwirtschaft. Konnte man früher die alten Getreidesorten praktisch ohne Pflug aussäen, war dies mit den neugezüchteten Hybridsorten nicht mehr möglich. So kamen die alten Sorten aus der Mode und heute sind es nur mehr einige wenige – ich nenne sie jetzt ohne bösen Willen unverbesserliche – Bauern, die diese alten Sorten erhalten und dafür sorgen, dass deren Genmaterial der Menschheit nicht verloren geht.

Die Philosophie des Masanobu Fukuoka

Gestern bekam ich ein Päckchen von Amazon, dessen Inhalt ich herbeigesehnt hatte. Zwei Bücher von Masanobu Fukuoka, die ich mir bestellt hatte, um mich mit seiner Philosophie der „natürlichen Landwirtschaft“, der sogenannten „Nichts-Tun-Landwirtschaft“, eingehender auseinander zu setzen. Das eine trägt den Titel „Rückkehr zur Natur, die Philosophie des natürliche Anbaus“, das andere heisst „Die Suche nach dem verlorenen Paradies, Natürliche Landwirtschaft als Ausweg aus der Krise“. Flugs begann ich mit der Lektüre des Ersteren, um mir einen Überblick zu verschaffen.
Weil das Thema so interessant ist, jedenfalls halte ich es für sehr interessant, habe ich mich entschlossen, die Erkenntnisse des mittlerweile 94-jährigen Japaners unters Permakultur-Volk zu bringen. Jedenfalls das, was ich für die Essenz des ganzen halte.
Das Erste, was ich erkannte ist, das mir das Prinzip des „Nichts Tun“ außerordentlich gut gefällt. Wem nicht? Ich persönlich kenne niemanden, der freiwillig arbeiten und rackern würde wie ein Stück Vieh, wenn er das gleiche, oder sogar ein besseres Ergebnis erzielen könnte, ohne einen Finger und seinen Rücken dafür krumm zu machen.
Es ist ja das gleiche mit einem Menschen, der eine Ausbildung macht, nachdem er die Schule beendet hat. Nehmen wir mich als Beispiel. Nach dem Schulabschluss erlernte ich den Beruf des Kfz-Mechanikers (so hieß das jedenfalls damals noch). Nachdem ich auch diese Ausbildung erfolgreich gemeistert hatte, wurde ich einem Altgesellen zugeteilt, der mich in die Feinheiten des Berufs einweisen sollte, oder wollte, oder wie auch immer. Jung und ungestüm, wie ich damals war, empfand ich das als eine Herabsetzung und Beleidigung, denn ich hatte meine Ausbildung ja beendet. Ich hatte eine sehr gute Note und sogar einen Buchpreis erhalten und dachte: „Jetzt hebst du die Welt aus den Angeln! Alle warten nur auf dich!“
Ich stürzte mich also mit Feuereifer auf jeden Reparaturauftrag und arbeitete mit einem atemberaubenden Tempo, dass meinem Kollegen nur ein Kopfschütteln entlockte und die Bemerkung: “ Überlege vorher, was du tust und tue es dann gewissenhaft und ohne Hektik!“
Allein, ich wollte nicht hören und so war ich jeden Abend völlig ausgepumpt und fertig mit der Welt, ging erschöpft nach Hause und fiel todmüde ins Bett, während mein Kollege abends mit Freunden wegging und am nächsten Morgen frisch und munter am Arbeitsplatz erschien. Ich stand mit dickem Schädel und unausgeschlafen in der Werkstatt und fragte mich, wie er das schaffte. Irgendwann habe ich herausgefunden, wie er das gemacht hat. Er arbeitete ruhig, konzentriert und überlegt und dabei nutzte er das, was man früher Erfahrung nannte und heute als Knowhow bezeichnet.
Aber nun will ich Euch nicht weiter mit meiner Lebensgeschichte langweilen. Mein Kollege, von dem ich in den nächsten beiden Jahren übrigens sehr viel lernte, starb später an Leberzirrhose. Das dauernde Ausgehen ist ihm offenbar nicht so gut bekommen.
Was ich aber damit sagen will ist das folgende. Man arbeitet und lebt sicher am Besten, wenn man auf die Erfahrungen der Älteren baut. Nur will das in jungen Jahren kaum einer wahr haben und so versucht jede Generation das Rad neu zu erfinden, anstatt aus dem Wissen der Alten zu schöpfen. Und genau das ist es, was Masanobu Fukuoka sagt. Wir lernen nicht von der Natur, indem wir sie beobachten, die ja seit Milliarden Jahren existiert und sicher am Allerbesten weiß, wie man Pflanzen aussät, sie keimen und wachsen lässt.
Nein, wir modernen Menschen denken dass wir alles besser wissen, dass wir die Natur verstanden haben, ohne das wir ihr zu hören und das wir sie beherrschen können. Die Wissenschaftler erfinden immer neue Methoden, um die Landwirtschaft effektiver zu machen und keiner merkt dabei, dass dies nur dazu führt, den Boden und die Natur zu zerstören. Immer größere und schwerere Maschinen bearbeiten mit immer weniger Menschen das Ackerland und die Felder. Immer mehr Energie, Düngemittel und Pestizide werden eingesetzt, obwohl die Erträge durch diesen Aufwand nicht zu rechtfertigen sind.
Zu allem Überfluss beglückt uns die Industrie nun auch noch mit gentechnisch veränderten Pflanzen, Patenten auf Lebewesen usw. und behauptet, damit das Nahrungsproblem in Zukunft lösen zu können. Niemand nimmt dabei wahr, dass diese Art der Landwirtschaft den Boden und seine Lebewesen ja, die gesamte Natur zerstört.
Darum, so schlägt Fukuoka vor, sollen wir zurückkehren zur Natur. Wir sollen die Natur das machen lassen, was eigentlich nur sie kann, nämlich Pflanzen und Tiere praktisch aus dem Nichts entstehen lassen! Eigentlich brauche kein Samenkorn einen gepflügten, gefrästen und gedüngten Ackerboden. Die Natur hat die Samen in die Lage versetzt zu keimen, wenn die Bedingungen günstig sind, selbst wenn sie einfach nur auf den Boden fallen. Einen „bearbeiteten“ Boden brauchen nur künstlich gezüchtete Samen, die überzüchtete Pflanzen hervorbringen, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu vermehren. Das ist ganz und gar nicht natürlich. Es ist der Anfang vom Ende. Deshalb müssen wir umkehren und unser Heil nicht in immer noch mehr Wissenschaft und Forschung suchen, sondern in der Rückkehr in den Schoss der Natur, in den Schoss von Mutter Erde!

Was haben sie den Indianern nur angetan?

In einer sehr bewegenden und emotionalen Rede hat der Ministerpräsident von Kanada, Stephen Harper, bei den Ureinwohnern seines Landes für die an ihnen begangenen Misshandlungen und Verbrechen entschuldigt.
Zwischen 1870 und etwa 1970 wurden wohl mehr als 150.000 Kinder ihren indianischen Eltern fortgenommen, um sie in christlichen Internaten mit Gehirnwäsche und Umerziehungsmassnahmen zu malträtieren! Es war an der Zeit, dass sich die kanadische Regierung ihrer Verantwortung den Indianern gegenüber endlich bewußt wurde und diesen bemerkenswerten schritt getan hat.
Fehlt nur noch das Eingeständnis der christlichen Kirchen, die an der Misshandlung massgeblich beteiligt waren, um „den Indianer im Kind zu töten“! Getötet wurden jedoch nur die Seelen der misshandelten und missbrauchten Kinder, die ein Leben lang unter den Folgen von Vernachlässigung, Demütigung und Vergewaltigung litten, wenn sie nicht bereits in den Internaten an Tuberkulose oder anderen schrecklichen Krankheiten zu Grunde gegangen waren.

Wir sollten uns in diesem Zusammenhang die Situation der Tibeter in China vor Augen führen, die einen solchen „Prozess der Umerziehung zu guten Chinesen“ nach Auskunft der Regierung in Peking noch vor sich haben. Seit sie sich erdreistet haben, für kulturelle Autonomie auf die Strasse zu gehen, droht ihnen heute das selbe Schiksal wie den Indianern Kanadas und der USA vor rund 150 Jahren!

Was fürn Scheiß!

Beim segeln durch die unendlichen Weiten des Internet, habe ich diesen mehr als krassen Kackblog gefunden. Da könnt ihr aber mal richtig viel Kacke sehn. Eine Freude für alle Leute, die ihre anale Phase noch nicht überwunden haben! Also ich find die Artikel gut und wenn Ihr mal herzhaft lachen wollt, dann klickt Euch mal da hin und erfreut Euch an frech geschrieben Artikeln.
Damit aber keiner hier denkt, ich sei einer, der sich allen nur denkbaren Perversionen und Lastern hingibt, möchte ich anmerken, dass ich bei Recherchen zu Komposttoiletten auf diesen Blog gestoßen bin. Es trieben mich also nur lauterste Absichten. Aber es ist wirklich immer wieder überraschend, was einem im Netz so widerfährt, nicht wahr?

Der Waldsaat-Blog

Durch „Macht alle mit“ und ihren Naturtipps-Blog, wurde ich auf diesen neuen und sehr interessanten Blog aufmerksam. Er nennt sich Waldsaat und ihr solltet ihn Euch mal anschauen. Vielleicht könnt Ihr helfen, indem Ihr dem Autoren bei der Übersetzung seiner Posts in alle möglichen Sprachen zur Seite steht, wenn Ihr die nötigen Kenntnisse beisteuern könnt.
Das es nicht genug Wald auf dieser Erde geben kann, um die ungeheuren Mengen an CO2 zu binden, die täglich in die Luft geblasen werden, ist eine Binsenweisheit. Genauso, wie jeder weiß, dass der Wald täglich mehr und mehr schwindet, besonders im Tropengürtel unserer Mutter Erde, aber auch in den letzten intakten Urwäldern in der nördlichen und südlichen gemäßigten Zone.
Waldsaat schlägt nun vor, diesen Trend dadurch umzukehren, dass man Wälder neu sät. Wer näheres wissen will, der sollte sich echt mal die Posts von Waldsaat anschauen und ihn am Besten gleich abonnieren, damit er keinen der interessanten Artikel in Zukunft mehr verpasst.

Schwerreiche Militärs!

Fühlt Ihr Euch ab und zu auch etwas unsicher? Habt Ihr auch Angst vor den bösen Terroristen und den Russen und dem Islam, der rechten und der linke Szene, der armenischen Volksfront oder dem Leuchtenden Pfad, sowie den Maoisten in Nepal? Dann könnt Ihr Euch jetzt ganz beruhigt zurücklehnen, denn die Militärausgaben 2007 sind soeben bekannt geworden.
Wie man sieht, steigen jährlich die Ausgaben für Waffen, Munition und andere Technologien, mit denen man problemlos in der Lage ist, die Menschheit auszurotten. Was soll da noch passieren? Steigende Energiepreise? – die Soldaten sind sicher die letzten, denen der Sprit ausgeht!
Umweltverschmutzung? – wen interessieren schon solche Lapalien, wenn es so einen Spass macht mit dem Panzer durchs Gelände zu heizen! Das Vergnügen ist einen Verbrauch von 200 oder 300 Litern auf 100 km allemal wert!
Sicherheit für die Menschen in den Industrienationen hat eben ihren Preis. Was bedeutet schon die Verseuchung unserer Ozeane durch atomgetriebene U-Boote, was die Zerstörung unserer Atmosphäre durch Militärflugzeuge im Vergleich zu unserer Freiheit?
Ich kann mir vorstellen, nur 10% dieser gigantischen Summe in Projekte gesteckt, die dem Wohl der Menschheit dienen und nicht dem Wohl der Rüstungsindustrie und alle Probleme, wie der Hunger in der Welt, der Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Versorgung der Menschheit mit regenerativer Energie wäre binnen 10 Jahren vom Tisch!
Aber weit gefehlt. Während sich die Industrienationen mit immer mehr hochtechnisierten Rüstungsgütern eindecken und damit ihrer Bevölkerung eine Sicherheit vorgaukeln, die es nicht geben kann, beschaffen sich die Entwicklungs- und Schwellenländer atomare, biologische und chemische Kampfstoffe (sogenannte ABC-Waffen), weil sie sich etwas anderes nicht leisten können und machen die Hochrüstung in den Industrienationen zu nutzlosem Kriegsspielzeug. Aber auch daran verdienen die Rüstungskonzerne.
Tief in meinem Inneren hege ich die schwache Hoffnung, dass irgendwann die Vernunft in einigen Menschen obsiegen möge und sie sich darauf einigen, das ganze Waffemarsenal wegzuschmeissen und der Welt nicht nur Frieden, sondern auch Wohlstand zu schenken. Aber wahrscheinlich bleibt das ein Traum, denn einfach wegwerfen, dass geht auch nicht, dazu ist der Mist der Militärs viel zu gefährlich. Nein, auch da macht die Rüstungsindustrie ein großes Geschäft, denn wer seine Waffen wieder loswerden will, weil sie veraltet sind oder nicht mehr gebraucht werden, der muss sie wieder in ihre Einzelteile zerlegen und diese dann entsorgen lassen. Das das eine Stange Geld kostet, versteht sich von selbst. Meist ist das Entsorgen viel teurer als die Beschaffung und darum verkauft man den alten Krempel an die Dritte Welt, die ihn dann auf ihre Weise „entsorgt“ – sie setzt ihn ein, oft sogar gegen die eigene Bevölkerung und wir können weiterhin ein ruhiges Gewissen haben!