Wir danken dem lieben Herrn Glos für seinen Einsatz!

Unser Bundeswirtschaftsminister Glos, bekannt für seinen „urbayrischen Humor“ und seine recht unternehmensfreundliche Grundeinstellung, hat mit den Äußerungen der letzten Tage einmal mehr gezeigt, wie viel ihm Klima- und Umweltschutz bedeuten: Nichts!
Als Maßnahme gegen die rasant steigenden Energiepreise fordert er eine Erhöhung der Ölfördermenge durch die Erzeugerländer – ein probates Mittel, um das Ende der Reserven noch schneller herbei zu führen! Und für ein wirksames Rezept gegen den Klimawandel propagiert er allen ernstes eine Ausstieg aus dem Atomausstieg! Da soll nochmal jemand sagen, die Bayern wüssten nicht was sie tun.Wer bis heute der Meinung war, der Atomausstieg sei tatsächlich unumkehrbar, glaubt vermutlich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Mit solchen Leuten an der Spitze unseres Staates, braucht einem um die Zukunft unseres Landes wahrlich nicht Bange zu sein.

Und an den Anblick eines Atomkraftwerkes in unserer Nähe sollten wir uns besser gewöhnen, denn solange Glos und Konsorten das Sagen haben, herrscht hier Recht und Ordnung und das heißt: hier geschieht, was die Konzerne wollen und nichts weiter! Alles nach dem Motto: was gut für die Konzerne ist, ist auch gut für Deutschland!
Mir persönlich stellt sich da die Frage ob es wirklich wahr sein kann, dass Menschen, die eine solche Verantwortung für ein Land und für das Volk tragen, sich der Tragweite ihres Tuns überhaupt bewusst sind, oder ob sie den Boden unter den Füssen in dem Moment verloren haben, als sie ihren Amtseid ablegten? Ist es wirklich möglich, dass ein Mandatsträger wie Glos glaubt, was er da sagt, dass nämlich die Atomkraft eine sichere und saubere Energiequelle sei? Oder haben sie einfach nur das intellektuelle Niveau wie ihre Wähler?
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umweltschonend und trotzdem mobil

Wenn Ihr Euch schon immer gefragt habt, wie man mobil sein kann und trotzdem die Umwelt schont, ohne einfach nur auf Schusters Rappen durch die Lande zu schleichen oder zu joggen, der sollte sich mal diese scharfen Teile anschauen. Die Poweriser oder die 7Meilenstiefel Pro machen Euch nicht nur satte 50 cm größer, sie sorgen auch dafür, dass Euer Kreislauf in Schwung gebracht wird.
Man sagt, bei dieser Art der Fortbewegung handele es sich um eine sehr effektive Art, den Körper zu trainieren und wenn man sich die Bilder springender Sportler so ansieht, ist man geneigt, das zu glauben. Wenn man sich dieses Video betrachtet, ist deutlich zu erkennen, dass dieser Sport richtig schlaucht. Aber andererseits, seht es mal so, wenn ihr so unter den Bäumen entlang jumped und der kleine Hunger kommt Euch plötzlich entgegen, greift Euch einen Apfel vom nächsten Baum und stärkt Euch erst mal, bevor Ihr zusammenbrecht. Das Aufstehen ist mit den Dingern nämlich echt ne Kunst!
Für Leute, denen die Springerei zu sehr auf den Sack geht, hier noch eine umweltschonende Alternative zum Auto, mit Tretantrieb, quasi ein Fahrrad mit vier Rädern. Das dürfte ne ganze Ecke bequemer sein als die Springstiefel. Oder diese Teil hier mit Elektroantrieb aus China und der Segway Centaur Prototyp.
Irgendwie sehen sich die beiden letzten Geräte verdammt ähnlich. Da ich heute mal so richtig gut drauf bin und politische Verwicklungen und diplomatische Querelen mit China unbedingt vermeiden will, behaupte ich an dieser Stelle nicht, dass die Chinesen da mal wieder hemmungslos abgekupfert haben!
Alle, die sich mal ganz allgemein informieren wollen, was fahrrad-, liegerad- und velomobiltechnisch so auf dem Markt ist, sollten sich mal die Homepage von Pedalkraft anschauen. Hier gibt es eine sehr umfangreiche Linkliste mit allen möglichen und unmöglichen Herstellern von Fahrzeugen, Zubehör und Technik. Wirklich sehenswert das Ganze. Steckt ein Haufen Arbeit drin und scheint top aktuell zu sein, obwohl der ein oder andere Link nicht mehr funktioniert.

Marburg will "Solarmusterstadt" werden!

Diesen Artikel fand ich heute in den Yahoo-Nachrichten. In Marburg sollen Solardächer Pflicht werden. Die rot-grüne Koalition in der Stadtverordnetenversammlung beschloss zusammen mit den Linken eine Solarsatzung, natürlich heftigst angefeindet von den hauptberuflichen Bedenkenträgern aus der CDU und FDP, sowie der Marburger Bürgerliste.
Das ist wieder mal typisch. Kaum bemüht sich jemand ernsthaft um den Schutz unseres Klimas, schon geht das Gejaule derer los, die meinen, irgendwelchen Lobbyisten in vorauseilendem Gehorsam das Wort reden zu müssen! Mit Verlaub gesagt, ich finde die Politik in Deutschland durch die Bank zum Kotzen. Hier geht es nie und nimmer um das Wohl des Volkes und darum (wie man es bei der Amtseinführung zu schwören hat, glaube ich!) Schaden von ihm fern zu halten und seinen Nutzen zu mehren. Nein, ganz im Gegenteil, hier dreht sich alles nur und ausschließlich um den Nutzen der Industrie, Interessengruppen, Lobbyisten und wer weiß wessen Nutzen noch!

Einfälle statt Abfälle

Für die Bastler unter Euch habe ich hier die Homepage des kleinen Verlages von Christian Kuhtz aus Kiel verlinkt. Hier findet Ihr echt interessante Bauanleitungen und das zu einem super günstigen Preis, finde ich. Egal ob Windrad, Komposttoiletten, einen Ofen aus Lehm oder sogar eine Solaranlage oder ein Liegefahrrad (für die echten Genußradler unter Euch).
Das tollste an der Sache aber ist, dass alles aus Schrott oder anderen Teilen gebaut wird, die man sonst acht- und bedenkenlos auf den Sperrmüll werfen würde. So kann auch aus Abfällen noch etwas nützlichen entstehen und so zum Schutz der Umwelt beitragen.

Den Citrusbock zum Gärtner gemacht!

Wer hätte das gedacht, da führt eine Supermarktkette mal eben 100.000 Bäume aus China ein und verkauft sie mir nichts, dir nichts in ganz Deutschland. Und nun stellt doch tatsächlich jemand fest, dass da Käfer dran hocken, die emsig bohrend sich an den Pflanzen auf gar hinterhältige Weise vergehen. Sie hören auf den Namen Citrusbockkäfer und stehen seit Jahren auf einer Liste gefährlicher Schädlinge, die „auf keinen Fall eingeschleppt werden dürfen!“ In Bayern und Nordrhein-Westfalen sind bereits verseuchte Pflanzen aufgetaucht. Vermutlich gibts aber noch wesentlich mehr davon.
Da stellt sich mir die Frage, wieso einfach ein Unternehmen Unmengen Pflanzen einführen kann und offenbar niemand, absolut niemand von irgendeiner unserer vielen deutschen Behörden sich die Teile mal anschaut, oder vielleicht sogar eine Quarantäne anordnet? Jeder, der schon mal versuchte einen Hund oder eine Katze aus seinem Urlaubsland nach Deutschland einzuführen, weiß wovon ich spreche, wenn ich auf ärztliche Bescheinigungen, Impfungen und Quarantäne und, und, und verweise.
Aber es ist ja nicht dass erste mal, dass Tiere oder Pflanzen durch Dummheit, Ignoranz oder eben einfach aus Gewinnstreben eingeschleppt werden.

Ein Ausflug in den Hessenpark

Am Sonntag zog es uns ins schöne Hessen., ein paar Kilometer hinter Frankfurt – von Karlsruhe aus gesehen. Nahe dem Städtchen Neu-Anspach, liegt malerisch in ländlicher Idylle der Hessenpark, ein Freilichtmuseum mit vielen Fachwerk- und Bauernhäusern, die aus allen Teilen Hessens quasi zusammengetragen wurden.
Große Teile befinden sich aber noch im Aufbau. Etliche der Häuser liegen noch als ein Haufen alter Fachwerkbalken unter dem Schutz von Blechdächern und harren des Wiederaufbaus, jeweils ein gigantisches Puzzle bildend.
Gut angelegte Wege führen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten und auch für die Unterhaltung von Kindern ist gesorgt. Direkt vor dem Eingang in den Park befindet sich ein typischer hessischer Marktplatz, eingerahmt von schönen alten Häusern, in denen kleine Läden untergebracht sind. Hier kann man Souvenirs erwerben, aber auch hausgemachte hessische Wurst (die berühmte „Ahle Wurscht“, leckere Blutwurst, oder auch Dosenwurst. Ein anderes Lädchen hat zig verschiedenen Käsesorten zu bieten, die nicht nur verführerisch duften, sondern auch genauso schmecken. Ein netter Herr hinter der Theke berät umfassend und kompetent, damit man genau das bekommt, was man wünscht.
Direkt daneben ist eine alte Bäckerei, in der in historischem Ambiente knusprige Brote, Kuchen und Brötchen über den uralten Ladentisch wandern. Man fühlt sich wie in den Sechzigern, als es auf dem Dorf noch solche alten Lädchen gab. Einfach urig das ganze! Natürlich kann man sich auch in einem der Gasthäuser niederlassen und nach der anstrengenden Wanderung durch den Park ein kühles Helles zischen und sich ein ordentliches Vesper gönnen.
Der Marktplatz ist übrigens ganzjährig geöffnet und immer einen Ausflug wert. Wer in den Park hinein will, muss je Erwachsenem 5,- € berappen. Das scheint bei dem was geboten wird zwar ein wenig viel, zumal wie schon erwähnt recht viele Gebäude eingerüstet und z. T. mit Planen gegen das Wetter geschützt sind, aber wenn man bedenkt, wie viel Arbeit in einem solchen Museum stecken, darf man nicht so knauserig sein.

Man sollte recht früh zu seinem Besuch in den Park antreten, um die zahlreichen Handwerke begutachten zu können. Wir hatten es leider versäumt früh los zu fahren und so konnten wir nur den freundlichen Schmied beim Nagel machen beobachten. Alle andren hatten sich bereits in eine recht ausgedehnte Mittagspause verabschiedet.
Auf einigen Feldern werden Getreidesorten angebaut, die in der industriell betriebenen Landwirtschaft nicht mehr ganz so gefragt sind, wie z. B. Dinkel. Auch Tiere werden gehalten, wie dies früher in dieser Gegend üblich war – Schafe, Ziegen (mein Gott, die muffeln vielleicht!), zwei Esel, Schweine und etliches an Geflügel.
Eine wundervolle alte Windmühle demonstriert, dass die Windkraft eine Energiequelle ist, die der Mensch schon seit Jahrhunderten zu nutzen versteht.

Besonders für Kinder ist der Park eine echte Erfahrung. Aber auch die Erwachsenen denken – manchmal wehmütig – an Früher zurück und mach ältere Dame, oder würdevoller alter Herr, gerät ins Träumen und erzählt den Umstehenden von ihrer Jugend, als sie genau in einem solchen Bauernhaus aufgewachsen oder solche Schafe und Ziegen im eigenen Stall hatten.

weiterführende Links:
Hessenpark
Käsehaus im Hessenpark

Natürliche Landwirtschaft in Mitteleuropa

Betrachtet man die Permakultur-Szene in Mitteleuropa, besonders in Deutschland, so fällt auf, dass sich nahezu alle Projekte überwiegend an Bill Mollison´s und David Holmgren´s Vorstellungen von Permakultur orientieren. Man bedient sich sogar des kompletten englischen Vokabulars und nicht jedes lesenswerte Buch zum Thema ist ins Deutsche übersetzt worden. Dies schränkt die Verbreitung der Permakultur in unseren Breiten stark ein und führt wohl auch dazu, dass der Eindruck entsteht, bei den Anhängern der Permakultur handele es sich um einen kleinen, sowohl elitären, als auch esoterischen Zirkel.
Will man aber eine breitere Akzeptanz der Permakultur in der Bevölkerung und besonders unter den Landwirten erreichen, so ist es unumgänglich, sozusagen eine deutsche bzw. mitteleuropäische Version der Permakultur zu entwickeln. Damit möchte ich keine deutschtümelnde, quasialternative Neo-Grüne Bewegung befürworten. Es soll jedoch nicht vergessen werden, dass Permakultur bedeutet, sich an den regionalen, klimatischen und geographischen Eigenheiten einer Landschaft zu orientieren, um an diese angepasst, ein sich selbst erhaltendes Permakultursystem zu schaffen, mit dessen Hilfe die Ernährung der Menschen dauerhaft gesichert werden kann.
Landwirtschaft nach den philosophischen Prinzipien des Masanobu Fukuoka ist es meines Erachtens wert, an die mitteleuropäischen regionalen klimatischen und geographischen Bedingungen angepasst und weiterentwickelt zu werden. Der Grundtenor seiner Philosophie bildet die Erkenntnis, dass die Natur der beste Lehrmeister für eine Schaffung sich selbst erhaltender Systeme ist. Sie ist in jeder Beziehung perfekt. Wenn sie einmal nicht funktioniert, ist dies in aller Regel die Schuld des Menschen, der sich erdreistet hat, in den perfekten Kreislauf einzugreifen, weil er meint, auf Grund seines „Wissens“ diesen nicht nur verbessern zu können, sondern dies auch zu müssen.
Dabei ist der Mensch nicht in der Lage die komplexen Zusammenhänge in der Natur zu durchschauen und zu verstehen. Überall, wo er mit seinen Versuchen, Erträge und Arten zu verbessern, verkehrte sich das Ergebnis ins Gegenteil. Züchtet er neue Getreidesorten, so werden diese immer empfindlicher, was zu einem erhöhten Arbeitsaufwand und daher Energieeinsatz führt, zu einem höheren Düngemittel-, Herbizid-, Pestizid- und Fungizidbedarf.
Wie Fukuoka erkannte fürht der Einsatz von immer größeren Maschinen zu einer Verdichtung des Bodens, der schließlich hart wie Beton wird. Der Düngemitteleinsatz und der enorme Verbrauch an Insektenschutz- und Unkrautvernichtungsmitteln führt zu einem Absterben der Bodenflora und -fauna. Dies wiederum bewirkt einen immer größeren Bedarf an Hilfsmitteln und Maschinen – ein Teufelskreis, der kaum zu durchbrechen ist!
Dabei sieht alles so einfach aus, lässt man sich auf die Ideen Fukuokas ein. Die Natur weiss was sie tut, wenn sie den Samen der Pflanze die Fähigkeit gibt, da zu keimen, wo sie niederfallen. Sind die Bedingungen günstig, gehen sie auf und wachsen zu einer starken Pflanze heran. Die Natur sah nicht vor, dass der Boden gepflügt werden muss, damit der Samen keimen kann. Diesen geplügten Boden benötigen nur die vom Menschen hochgezüchteten Sorten, die auch ohne Schutz und Pflege nicht gedeihen und sich nicht gegen andere Pflanzen (die sogenannten Unkräuter) durchsetzen können.
Nehmt eine Hand voll Körner einer alten Getreidesorte, werft sie irgendwo hin und überlasst sie ihrem Schicksal. Wenn ihr ein paar Monate später an der Stelle vorbei kommt, werdet ihr euch wundern, über die vielen prachtvollen Getreidepflanzen, die aufgegangen sind und der reife zustreben. Wenn ihr das gleiche tut mit einer hochgezüchteten Hybridsorte, werdet ihr feststellen, dass sie ohne Dünger und ohne Schutz vor Insektenfrass, Pilzinfektionen und Unkraut nur vor sich hin kümmern und kaum zur vollen Ähre auswachsen werden.
Lasst ihr die alte Sorte stehen, so wird sie sich selber aussäen und im nächsten Jahr ein vielfaches an neuen Getreidepflanzen hervorgebracht haben, während die Hybriden von Generation zu Generation mehr und mehr degenerieren. Schließlich verdient der Chemiekonzern, der sie patentieren hat lassen, nur an dem Saatgut, dass er jedes Jahr verkauft und auch an den sogenannten Pflanzenschutz- und Düngemitteln.
Welche dieser zwei Möglichkeiten würdet ihr für die gesundheitlich unbedenklichere halten?