Öhm, ich bin dann ma wech!

Also, ich möchte mich zu allererst mal bei allen Lesern bedanken, die relativ regelmäßig – oder auch nicht – dieses Blog hier besuchen und auch schon mal den ein oder anderen Kommentar hinterlassen haben. Das ist auf jeden Fall inspirierend für mich gewesen.
Ich habe relativ viel geschrieben, wobei ich mich auf Informationen verlassen konnte, die auf die ich beim Lesen in anderen Blogs aufmerksam wurde. Den ein oder anderen Artikel habe ich auch selbst beigesteuert. Wenn Euch mein Schreibstil nicht gefällt, dann bedaure ich das. Wenn Ihr ihn gut findet ist es natürlich ok!
Der Grund, warum ich jetzt hier sitze und rumdruckse, ist aber ein ganz anderer. Ich will nicht mit dem bloggen aufhören, aber ich brauche eine Pause und dazu fahre ich für ca. 2 1/2 Wochen in Urlaub an die Nordsee, mal so richtig ausspannen. Vielleicht habe ich mir das verdient, vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall brauche ich die Zeit für mich und meine Familie. Ich will neue Ideen sammeln, Fotos machen (und zwar jede Menge) und die Batterien neu aufladen, Danach will ich wieder loslegen mit der „verdammten“ Bloggerei, die so was wie ne Sucht geworden ist! Aber da bin ich ganz sicher, wenn ich wieder da bin, hau ich wieder auf die Tasten ein, bis mir das Keyboard um du Ohren fliegt!
Also wünsch ich Euch und mir einen schönen Urlaub. Bis zum 9.8.2008, denn dann bin ich zurück und Online!

Amflora, die BASF-Kartoffel!

BASF, der deutsche Chemieriese, der auch im Markt der Gentechnik einer der Global Player sein will, ist ein wenig angesäuert. Seit 1996 verschleppt die EU-Kommission nun nach Ansicht der BASF die Zulassung für die neue Genpracht auf dem Acker. Dagegen will der Konzern nun klagen.
Die EU-Kommission will die ökologischen und gesundheitlichen Risiken der Genknolle Amflora noch einmal durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA prüfen lassen, obwohl diese bereits eine positive Entscheidung getroffen habe. Der Vorgang zeigt überdeutlich, dass sowohl die EU, als auch die Genkonzerne den Wunsch der Verbraucher nach gentechnikfreier Nahrung schlichtweg ignorieren. Sie sind bereit nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern auch die Umwelt und die Natur auf dem Altar des Kommerz zu opfern!
Das es aber hin und wieder sogar Regierungen gibt, die sich von Vernunft leiten lassen, beweist einmal mehr das Beispiel Österreichs, dass die Einfuhr des Gentech-Maises MON863 per Verordnung verboten hat. Dies meldet Greenpeace heute. Bravo kann ich dazu nur sagen!

Frankreich zeigt, wie sicher die Atomkraft ist!

Neuerlicher Zwischenfall im Atomkraftwerk Tricastin in Frankreich. wie FAZ.NET meldet, wurden bei einer Leckage 100 Mitarbeiter radioaktiv kontaminiert. Sorge macht den Betreibern aber nicht die Strahlenbelastung der Betroffenen (schließlich sei die Dosis „nur ein Vierzigstel des Grenzwertes“) sondern die Zahl der kontaminierten Menschen! Auch FocusOnline meldet den Vorfall unter dem Titel „100 Kontaminierte bei neuer AKW-Panne“.
Man kann wohl davon ausgehen, dass in der Vergangenheit Störfälle in Tricastin verheimlicht worden sind. Von 1964 – 1996 wurde hier hochradioaktives Material für militärische Zwecke aufbereitet. Umweltschützer befürchten gesundheitliche Gefährdungen durch freigesetzte radioaktive Substanzen in der Umgebung von Atomkraftwerken.

Los Angeles verbietet Plastiktüten!

Als ich diese Nachricht in der Netzzeitung und bei tagesschau.de las, dachte ich: „Hey, Alter, Du träumst!“ Aber als ich aus tiefer Ohnmacht erwachte und die Nachricht immer noch auf meinem Bildschirm stand, wurde mir ganz allmählich bewusst, dass hier, mitten in der amerikanischsten aller Metropolen, etwas revolutionäres geschehen ist. In L.A. werden Jahr für Jahr 2,3 Milliarden Plastiktüten (das sind mehr als halb soviele Plastiktüten, wie jährlich in ganz Australien verbraucht werden!) mit dem Einkauf der Verbraucher gefüllt und vermutlich zu Hause sofort auf den Kompost geschmissen (hups, Plastik lässt sich ja gar nicht kompostieren, es verrottet mehrere -zig Jahre lang, vergiftet den Boden und das Grundwasser und ist eine Gefahr für Tiere und Umwelt!). Leider soll das Verbot von Plastiktüten erst ab dem 1.7.2010 greifen, aber immerhin.
Das Verbot von Plastiktüten in Los Angeles ist ein kleiner, aber wirkungsvoller Schritt zu Einsparung ungeheurer Mengen an Erdöl, welches die Rohstoffbasis für die Erzeugung von Kunststoffen bildet. Und eine grössere Verschwendung dieser wertvollen Ressource kann man sich überhaupt nicht vorstellen. Höchstens das Verbrennen von Erdöl ist noch eine Spur sinnloser – oh, hoppla, das machen wir ja auch schon, mit Hilfe unserer Autos, Maschinen, Rasenmäher, Motorsägen, Laubgebläsen und, und, und…!
Aber wie gesagt, es ist ein erster, wichtiger schritt. Hoffen wir, das dem bald weitere, vielleicht noch bedeutendere Schritte folgen werden.
Eine Meldung aus dem Januar 2008 in der Netzeitung besagt, dass auch Australien ein Verbot von Plastiktüten „erwägt“, aber sorry, ihr Aussies, da warn die Amis wohl ein wenig schneller! Und der australische Einzelhandelsverband kritisiert die geplante Massnahme mit dem Argument: „Plastiktüten gehören zu unserem Leben“! Ich glaube bescheuerter kann man nicht argumentieren, oder was meint Ihr?

Wer Mutter Erde ins Handwerk pfuscht…

…braucht sich nicht wundern, wenn das in die Hose geht! Nahe Toronto setzt man in kommerziellen Gewächshäusern, zur Bestäubung, eigens gezüchtete Hummeln ein. Diese Zuchthummeln tragen aber einen Parasiten in sich, der von Tieren, die aus den Gewächshäusern entweichen, über Blüten an ihre wild lebenden Artgenossen übertragen werden. In der Nähe der Gewächshäuser ist ein Großteil der Hummeln bereits infiziert und es droht ein Massensterben.
Forscher der Universität Toronto weisen darauf hin, dass dieser Parasit auch auf Bienen übertragen werden kann und verantwortlich für ein massenhaftes Bienensterben in Nordamerika sein könnte (so wird dann der Rest der Völker gekillt, der die „Giftanschläge“ der chemische Industrie mit Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden, die Aussaat gentechnisch veränderter Sorten und die Behandlung des Saatgutes mit giftigen Beizmitteln geschwächt überlebt haben)! Das auch Hummeln auf Krankheit und Stress reagieren, zeigt der Artikel „Wenn Hummeln krank feiern möchten“. Schließlich sind auch Insekten Lebewesen und Lebewesen reagieren abhängig von ihrer körperlichen und psychischen Verfassung. Das hat jetzt auch die Wissenschaft – überflüssiger weise, wie ich hinzufügen möchte – bewiesen!
Dabei ist die Hummel – wie die Biene auch – ein wahres Wunderwerk der Natur (trotz gegenteiliger Behauptungen, kann die Hummel doch nach den Gesetzen der Aerodynamik fliegen) und für die Bestäubung sämtlicher Pflanzen unersetzbar. Ohne Hummeln und Bienen sterben zuerst die Pflanzen und dann der Mensch!

mehr Infos:

Genmaisanbau in Deutschland

Wer gerne wissen möchte, wo überall in Deutschland Genmais angebaut wird, der kann sich auf dieser von Greenpeace erarbeiteten interaktiven Karte umfassend informieren. Es ist schon interessant zu wissen, ob man an seinem Wohnort den Machenschaften der Genmafia ausgesetzt ist oder nicht!
Besonders unangenehm fallen hier – selbstverständlich neben dem „fortschrittlichen“ Bayern – die östlichen Bundesländer auf. Woran das wohl liegt, mag ich aus der ferne nicht verurteilen! Sehr wahrscheinlich kriegen die Genkonzerne überall da den Fuß in die Türe, wo die Arbeitslosigkeit, die Armut und die Hoffnungslosigkeit besonders groß sind.
Informationen zu gentechnisch veränderten Pflanzen, einem Register der Flächen, die zum Anbau von Genpflanzen genutzt werden sollen und über Lebensmittel, in denen gentechnisch veränderte Rohstoffe verarbeitet wurden, findet Ihr bei TransGen – Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln

Und wieder ein Zwischenfall in französischer Atomanlage!

Wie sicher die Atomenergie wirklich ist, davon konnten sich 15 Mitarbeiter einer Atomanlage im südfranzösischen Saint Alban persönlich überzeugen – sie wurden verstrahlt, nachdem sie eine Baustelle inspiziert hatten. Selbstverständlich bleibt die Kontamination ohne gesundheitliche Folgen für die Betroffenen. Warum und wieso die Verstrahlungen auftraten ist noch nicht klar. Man sucht noch nach den Ursachen.
Damit sind innerhalb von nur 2 Wochen 3 Zwischenfälle in französischen Atomanlagen bekannt geworden!

Um Euch selbst ein Bild zu machen und dann zu entscheiden, wie Ihr zur Nutzung der Atomenergie steht, habe ich hier einige Links aufgelistet, über die Ihr Euch informieren könnt:

  • kernenergie.de – der „Informationskreis KernEnergie (IK) informiert sachlich und zielgruppenorientiert……“ (Auszug aus der Seite: Wer wir sind). Wer sie sind, ist schnell aufgezählt: AREVA NP GmbH; EnBW Baden Württemberg AG; E.ON Kernkraft GmbH; RWE Power AG; Siemens AG; Vattenfall Eurpoe AG; Westinghouse Electric Germany GmbH.
  • Kernenergie Online – schöne neue Welt, versorgt mit sicherer und sauberer Atomkraft. Die Artikel und ebenso die „Leserkommentare“ lesen sich wie die Glaubensbekenntnisse von Sektenanhängern. Bezeichnenderweise gibt es kein Impressum, aus dem hervorgeht, wer dahinter steht!
  • Kernenergie-Portal – Informationsseiten der Hochschulinstitute, die im Rahmen ihrer Ausbildung Kerntechnik als Studienfach anbieten (soweit der erste Satz auf der Startseite). Unterstützt wird die Homepage – in welcher Form auch immer – durch die Kerntechnische Gesellschaft e. V. die, Wunder über Wunder, ebenfalls hinter kernenergie.de steht. Wer sich dort engagiert, könnt Ihr den Links zu diesem Punkt entnehmen
  • Greenpeace – Umweltschutz-Organisation, weltweit tätig und sehr aktiv, vor allem mit gut recherchierten News.
  • Robin Wood – Umweltschutz-Organisation, 1982 ursprünglich zum Schutz der Wälder gegründet.