Die Datendiebe sind unter uns!

Während sich vor wenigen Wochen alle mächtig über die Verbrecher aufregten, die Daten nahezu sämtlicher Deutschen mit Telefon- und Kontonummer gesetzwidrig – und vor allem gewinnbringend – verkauften, läuft in unserem Land ein „Datentransfer“ der ganz besonderen Art ab. Unsere eigene Regierung, angeführt von Wolfgang Schäuble CDU (schaut Euch seine Homepage an und bildet Euch selber ein Urteil, ob man so einem Mann vertrauen kann) und Brigitte Zypries SPD (steckt mit Schäuble beim Verramschen unserer persönlichsten Daten unter einer Decke), übergibt die Daten und DNA-Profile aller Bürger, ohne diese zu Fragen und erst recht ohne deren Einwilligung an die USA, zum Zwecke der „Terrorbekämpfung“. marek vom Für-eine-bessere-Welt-Blog hat einen höchst interessanten Artikel verlinkt, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Hier findet Ihr den Text des Geheimabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den USA im Wortlaut. Damit wird der Datenschutz vollständig ausgehebelt, denn eine Verpflichtung zur Information der Betroffenen besteht nicht!

Wo bleibt der empörte Aufschrei der Presse? Wieso ist diese Form des Datenhandels in Ordnung? Kann es sein, dass in diesem Land jeder machen kann was er will? Was ist der Preis für den Verkauf unserer persönlichen Daten an die USA? Gibt es denn niemanden, der uns vor unserer eigenen Regierung schützt?

Schäuble ist mittlerweile der Schattenmann der Regierung. Er hält die Fäden zur Kontrolle unserer Daten in seinen schmutzigen Fingern und wuchert damit, dass es einem übel wird. Alles unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung. Man könnte den Eindruck gewinnen, Schäuble leide seit dem auf ihn verübten Attentat unter Verfolgungswahn. Wie anders ist es zu erklären, dass er seine Machtbefugnisse und die Kontrolle über die Deutschen immer weiter ausbaut und dies unter recht merkwürdigen Umständen und vorwiegend im Geheimen? Öffentliche Diskussionen sind hier schlicht nicht erwünscht. Es könnte jemand die Bürger darauf aufmerksam machen, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

Geht auf die Barrikaden! Es kann nicht angehn, dass unter dem Deckmantel des Schutzes vor dem Terror (darunter kann man auch die lästigen Bürger verstehen, die auf die Einhaltung ihrer Rechte und das Recht auf die Kontrolle über ihre eigenen Daten pochen!) nach und nach sämtliche Brügerrechte ausgehebelt und unterhöhlt werden. Was ist eine Demokratie noch wert, deren Rechte nur für angepasste und regierungskonforme Bürger gelten soll? Demokratie lebt von Diskussion und demokratischer Auseinandersetzung, nicht von Unterdrückung und Missachtung der Menschenrechte! Niemand darf wegen seiner Ansichten, seines Geschlechtes, seiner Religion und seiner Herkunft diskriminiert werden. Aber genau das geschieht in immer stärkerem Maße in unserem Land.

Und wir wollen anderen Völkern – als Steigbügelhalter der USA – die Segnungen der Demokratie bringen? Wie lächerlich müsste das in den Ohren der Deutschen klingen, wenn sie einmal darüber nachdenken würden!

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Wikia Green

Durch das fuereinebesserewelt-Blog wurde ich auf dieses neue Projekt des Wikipedia-Erfinders Jimmy Wales aufmerksam. In einem Artikel vom 22.9.2008 schreibt ilona über das Wikia Green-Projekt. In dieses Lexikon sollen nur Artikel Eingang finden, die sich mit ökologischen Themen befassen und den Menschen den naturgemäßen Anbau von Nahrungsmitteln, Energiegewinnung und Umweltschutz. Es sollen Methoden aufgezeigt werden, wie man der Umwelt und den Menschen praktisch helfen kann. Alles vom grünen Standpunkt aus betrachtet sozusagen.

Jeder der mag kann dazu Artikel schreiben und auf dem Portal einstellen. Es bleibt zu hoffen, dass sich zahlreiche Menschen finden, die ihre Erfahrungen an andere weiter geben möchten und dies in Form von interessanten und lehrreichen Beiträgen fassen.

Bedauerlicherweise gibt es das Portal bislang nur in den Sprachen Englisch und Französisch und etwas, das ich als Japanisch bezeichnen würde. Da bin ich mir allerdings nicht ganz sicher!

Wie üblich gibt’s so was nicht in Deutsch, jedenfalls noch nicht. Ein Portal zu diesem Thema hat bislang im Netz gefehlt, vor allem im deutschsprachigen Raum. Mal schauen wie sich das Ganze entwickelt.

Wo bleibt die Moral?

Mit ständig wachsendem Entsetzen verfolge ich den weltweiten Finanzcrash nun schon seit einigen Wochen im TV, den News und Zeitungen. Mit jedem neuen Tag, an dem eine weitere Bank oder Versicherung vor dem Zusammenbruch steht und mit Mrd.-Beträgen jongliert wird, dass einem schlecht werden kann, frage ich mich: „Sind Banken wirklich notwendig? Ist unser Finanzsystem wirklich das richtige und bestmögliche und so unabdingbar, wie man uns immer Glauben machen will?“

So allmählich drängt sich mir der Gedanke auf, dass wir es bei Bankern mit einer Horde raffgieriger, skrupelloser und bar jedweder Moral handelnder Idioten zu tun haben. Aber sie sind beileibe nicht die einzigen. Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, dass den Studenten, also den zukünftigen Leistungsträgern und Unternehmensführern sämtliche moralischen Bedenken konsequent aberzogen wird nach dem Motto – jung, dynamisch, skrupellos!

Kaum an den Schalthebeln der Konzerne angelangt, wird geplündert, betrogen, erpresst und bestochen, was das Zeug hält. Es werden Steuern hinterzogen und die Bürger ebenso wie die Regierung für dumm verkauft. Es gibt keinerlei Skrupel mehr, wenn es darum geht die Gewinne zu maximieren und das Shareholdervalue zu „optimieren“.

Der Staat hilft auch noch dabei mit, die Bürger und die Ressourcen auszuplündern und zu Geld zu machen.

Bisher war ich, als guter Staatsbürger, immer davon ausgegangen, dass der Staat zu Recht Steuern erhebt und eintreibt, weil er seinen Bürgern gegenüber zu gewissen hoheitlichen Aufgaben verpflichtet ist. Er schützt sie vor fremden Mächten und verteidigt sie gegen gewaltsame Übergriff. Gerät ein Mensch unverschuldet in Not, durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Unfall, greift er mit Hilfe von staatlichen Versicherungen ein und unterstützt ihn. Erreicht der Bürger das Rentenalter, hat er Anspruch auf eine staatliche Rente. So weit so gut – oder vielmehr nicht gut! Es scheint so, als habe ich mich geirrt! („Moral ist das Rückgrat der Schwachsinnigen“, wie schon Francis Picabia sagte.

Rente? Nicht mehr sicher! Der Bürger soll privat vorsorgen, schließlich hat jeder genug Geld dafür übrig und die Banken und Versicherungskonzerne wollen nur unser Bestes (eben unser Geld!). Geht die Bank pleite, hat man eben Pech gehabt, das ist der Lauf der Welt. Dass dieses Szenario nicht gar so weit her geholt ist, sieht man an der derzeitigen weltweiten Finanzkatastrophe.

Schutz vor Verbrechen, Drogenhandel und Gewalt? Die Polizei arbeitet unter unwürdigen Bedingungen und ist total unterbesetzt. Dafür wird unsere demokratische Freiheit neuerdings am Hindukusch verteidigt! Unsere jungen Soldaten sterben „im Kampf gegen den internationalen Terrorismus“ in Afghanistan und wer weiß wo noch auf dieser Welt!

Der Staat, offenbar unfähig, seinen Bürgern irgendeinen Gegenwert für ihre sauer erarbeiteten und dann abgepressten Steuergelder zu gewähren, hat vor der Wirtschaft, allen voran der Atom- und Energieindustrie, aber auch der Genkonzerne, der Automobil- und Chemieindustrie kapituliert und verkauft alles, was nicht niet und nagelfest ist und sich irgendwie zu Geld machen lässt.

Die Müllabfuhr wird privatisiert und die Preise steigen!

Die Wasserversorgung wird privatisiert und die Preise steigen!

Energie wird sowieso immer teurer, genauso wie die Post und Bahn!

Und jetzt also auch die Banken. Spekulationen treiben die Aktienpreise in ungeahnte Höhen. Schwunghafter Handel mit faulen Krediten und Hypotheken stürzt eine Bank nach der anderen ins Chaos. So lange Gewinne realisiert werden, verschwinden sie in den Taschen der Banker und ihrer Aktionäre. Stehen die Institute durch ihre Gier plötzlich vor dem Ruin, geht das Schreien nach dem starken Staat los (in diesem Beispiel fängt zwar die US-Regierung die strauchelnden Bankkonzerne auf, indem sie faule Hypotheken im „Wert“ von 700 Mrd. $ vom Markt holt, aber in Deutschland läuft das ja genauso, wenn man bedenkt, dass die KfW die pleite gegangene IKB mit mehr als 10 Mrd. Euro unterstützt hat, bevor die dann für einen Spottpreis verschleudert wurde)! Um „Arbeitsplätze zu sichern“, werden die Verluste dem Steuerzahler aufs Auge gedrückt, die Regierung spielt sich als Retter auf und der Bürger zahlt – wie immer – die Zeche!

Jetzt warte ich eigentlich nur noch darauf, dass die Bundeswehr privatisiert wird. Der Staat spart dadurch das Geld für den Unterhalt der Streitkräfte und die Unternehmen, die unsere „Verteidigung“ privatwirtschaftlich organisieren, finanzieren sich dann vielleicht durch groß angelegte Plünderungszüge „im Namen der Demokratie“ überall auf der Welt, oder vermieten die Truppen an den meist Bietenden! (natürlich weiß ich, dass wir davon nicht mehr so weit entfernt sind, wie es scheint. In den USA ist es durchaus schon üblich, private Unternehmen in den Krieg zu schicken. Als schlechtes Beispiel will ich hier nur den Irak anführen!). Um die „Sicherheitsinteressen“ Deutschlands weltweit zu vertreten, sind bestimmt erprobte Partner zu finden, z.B. Blackwater Worldwide, (Unternehmens-Homepage), die durch ihr rücksichtsloses Vorgehen im Irak Aufmerksamkeit erregt haben!

Um auf meine anfangs gestellt Frage zurück zu kommen:“Wo bleibt die Moral?“ Sie bleibt auf der Strecke. Menschen wie Du und ich, sind in diesem Staat die Dummen. Wir werden ausgenutzt und ausgepresst, sowohl vom Staat, als auch den großen Konzernen. Erst wenn nichts mehr zu holen ist, werden sie zufrieden sein! Erst wenn Mutter Erde ein lebloser, verdorrter Felsen ist, der durch die endlosen Weiten des Alls treibt, ohne Leben, ohne Zukunft, werden sie zufrieden sein! Aber ein Trost bleibt – wenn wir verrecken, weil alles vergiftet und verseucht ist, werden auch die, die das zu verantworten haben, in die Grube fahren!

Aber bis dahin wird es noch ein Weilchen dauern, Zeit die wir nutzen können, um den Verantwortlichen deutlich zu sagen und zu zeigen, dass wir nicht mit ihrem Handeln einverstanden sind, dass wir nicht bereit sind darauf zu warten, das sie unsere Welt, unsere Gaia zu Grunde richten!

Engagiert Euch gegen die bedingungslose Kommerzialisierung unserer Mutter Erde, gegen Ausbeutung und Ungerechtigkeit!

Günther Beckstein und das Bier!

Da hat wohl einer zu tief in den Masskrug geschaut. Günther Beckstein, seines Zeichens bayrische Ministerpräsident, ist der Meinung, ein gestandenes bayrisches Mannsbild (Ihr lieben Frauen, ich erwarte nun sofort Euren empörten Aufschrei ob dieser geschlechtsspezifischen Diskriminierung!)  sei durchaus in der Lage nach zwei Mass Bier noch zielgerichtet und unfallfrei mit dem Auto nach Hause zu fahren.

Er begründet dies sinnigerweise damit, dass:

1. das „gestandene“ bayrische Mannsbild während eines 6-7 Std. dauernden Wiesenfestzeltaufenthaltes

2. nur zwei (nach Becksteins Erfahrung sowieso schlecht eingeschänkte) Mass trinken würde!

Mal abgesehen von der Tatsache, dass die meisten Todesfälle bei Verkehrsunfällen auf Trunkenheitsfahrten zurückzuführen sind, ist das vehemente Eintreten Becksteins für das gottgegebene Recht des Bayern auf das Autofahren unter Alkohol, ein Schlag ins Gesicht all derer, die in Alkohol eine gefährliche Droge sehen. Besonders auf Kinder und Jugendliche, die besonders leicht zu beeinflussen und die die Hauptzielgruppe für Alkohol- und Tabakwerbung sind, dürfte eine solche Einstellung, sowie die Verniedlichung der Gefahren des Drogenkonsums (auch wenn es sich hier um „legale“ Drogen handelt) eine verheerende Wirkung haben.

Damit Ihr dem ehrenwerten Herrn Beckstein Eure Meinung sagen könnt, habe ich hier einen Link auf seine Homepage gesetzt. Wir sollten ihn schnellstens wissen lassen, was die Allgemeinheit von solchen Äußerungen hält. Mich persönlich wundert es nicht, dass ein Mensch mit solchen Einstellungen, auch die Atomkraft für eine saubere und zukunftsfähige Energiequelle hält!

Na endlich! Chile tut was für die Wale!

Greenpeace meldet am 12.9.2008, die Regierung des südamerikanischen Staates Chile hat für ihrer 5.000 km langen Küste ein Schutzgebiet für Wale eingerichtet. Chile ist damit ein echtes Vorbild für andere Nationen. Besonders Norwegen und Japan konterkarieren mit ihren Waljagden seit Jahren und Jahrzehnten die Bemühungen zum Schutz der Wale vor der Ausrottung.

Japan versucht seit Jahren unter dem Vorwand der Forschung, die Japaner auf den Geschmack von Walfleisch zu bringen, das merkwürdigerweise immer dann auf den Fischmärkten auftaucht, wenn die Walfangflotte von ihren „Forschungsreisen“ zurückkehrt. Als Greenpeace-Aktivisten auf den Schmuggel von Walfleisch aufmerksam machten und die Behörden informierten, wurden sie prompt verhaftet!

Wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Menschen irgendwann doch noch von der Vernunft überwältigt werden und dann erkennen, dass die Natur locker ohne den Menschen leben kann, der Mensch ohne die Natur aber nicht!

Das System der Permakultur

Gemeinhin wird Mollison als der Vater der Permakultur bezeichnet. Er war einer der Ersten, der den Gedanken eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur und ihrer Ressourcen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machte. Waren anfänglich nur einige wenige „Hippies“ offen für seine Anregungen, so entwickelte sich der Gedanke der Permakultur seit Ende den Neunziger Jahren zu einer immer breiter werdenden Bewegung. Bill Mollison wurde 1928 in Tasmanien/Australien geboren und gilt – zusammen mit David Holmgren – als Vater der Permakultur. Er hat mehrere Bücher geschrieben, in denen er seine Gedanken zu einem respektvollen Umgang mit der Natur darlegt und Vorschläge zur Schaffung sich selbst erhaltender Systeme macht.

1978 gründete er das Institut für Permakultur (Permaculture Institute). Seine Gedanken und Ideen werden in Kursen und Seminaren weiter gegeben.

Mit dem Prinzip der Permakultur sind auch ethische Gedanken verbunden, die auf einem Miteinander und nicht Gegeneinander der Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen, Rassen und Religionen fußen. Permakultur lehrt einen verantwortungsvollen Umgang miteinander und ein grundsätzliches Überdenken und Abwägen der Folgen einer bestimmten Handlung bevor diese in die Tat umgesetzt wird und nicht hinterher! Wir sind unseren Kindern und Enkeln gegenüber verpflichtet zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise, zu einem sorgsamen Umgang mit den Ressourcen unserer Mutter Erde, die wir Gaia nennen.

Die Ethik der Permakultur gründet sich auf drei Säulen. Sie bildet die Basis für jedes Projekt, unabhängig vom Ausmass desselben (ich zitiere hier aus dem Artikel Permakultur von Wikipedia):

  1. Achtsamer Umgang mit der Erde (Earthcare) – diese ökologische Komponente zielt auf den behutsamen und vorausschauenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen (Ressourcen), die als ein Geschenk der Erde für alle Lebewesen aufgefasst werden. Um ein Permakultur Design als nachhaltig bezeichnen zu können, sollen die natürlichen Regenerationszyklen (Stoff- und Energiekreisläufe) der lebenserhaltenden Systeme bewusst und langfristig eingeplant werden.

  2. Achtsamer Umgang mit den Menschen (Peoplecare)diese soziale Komponente nimmt insbesondere Rücksicht auf die Selbstbestimmungsrechte aller Menschen. Hier wird das Problem von Freiheit und Verantwortung besonders deutlich. Allen das Recht auf eine frei gestaltbare Nutzung der Lebensgrundlagen zu gewährleisten, erfordert eine Balance zwischen individuellen und gemeinschaftlichen Bedürfnissen. Hieraus entspringt eine ethische Forderung nach sozialer Gerechtigkeit. Alle Menschen sollen das gleiche Recht auf Zugang zu den Lebensgrundlagen (Ressourcen) haben.

  3. Selbstbegrenzung (Wachstumsrücknahme) und Überschussverteilung (Limits to consumption and growth, redistribution of surpluses) – Diese ökonomische Komponente leitet sich von der begrenzten Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit unseres Planeten Erde ab. Auch wir Menschen müssen lernen, eine zukunftsfähige Selbstbegrenzung in Bezug auf die Befriedigung unserer Bedürfnisse auszuüben: als Einzelne und als Menschheit gegenüber der Erde (Tiere, Pflanzen, …), sowie als Einzelne und als Gemeinschaft untereinander. Die dritte Komponente steht daher für eine bewusste Umsetzung von Selbstbegrenzung und einer (Rück-)Verteilung der gemeinsam erzielten Überschüsse. Letztere bezieht sich auch auf die adäquate Rückführung in natürliche Kreisläufe. Damit schließt sich der Kreis zu Earthcare und Peoplecare, bzw. überschneiden sich die drei ethischen Aspekte.

An diesen drei ethischen Grundsätzen muss sich jedes Permakulturprojekt messen lassen.

Welche Methoden der Landwirtschaft und des Gartenbaus sind denn nun geeignet, um in der Permakultur Verwendung zu finden? Mit welchen Methoden kann man den Einsatz von Kunstdünger oder Düngemitteln überhaupt vermeiden und wie sich gegen unerwünschten Pflanzenwuchs oder Insekten und andere Tiere behaupten?

  1. Mischkultur:

    Es gibt bekanntermaßen die unterschiedlichsten Nutzpflanzen, die entweder zur Ernährung von Mensch und Tier, oder zur Erzeugung von Rohstoffen genutzt werden können. Obst, Gemüse, Pilze, Getreide, sowie Heil- und Arzneipflanzen. Während einige Arten sich überhaupt nicht miteinander vertragen, d.h. sie stören und behindern sich gegenseitig im Wachsen und Gedeihen und im schlimmsten Fall gehen sie sogar ein. Andere Arten dagegen stören sich überhaupt nicht an anderen Gewächsen in ihrer direkten Nachbarschaft. Wieder andere Pflanzen gedeihen erst dann richtig gut, wenn sie bestimmte Pflanzen in ihrer direkten Nachbarschaft haben. Sie bringen größere und bessere Früchte hervor, als wenn sie allein oder in Monokulturen wachsen.

    Monokulturen sind eines der Grundübel der industriellen Landwirtschaft, fördern sie doch die Verbreitung von Krankheiten und Schädlingsbefall. Die richtigen Pflanzen in der richtigen Gemeinschaft angebaut, schützen und unterstützen sich gegenseitig. Früher war das allgemein bekannt. Aber mit dem Einzug der industriellen Landwirtschaft, geriet dieses uralte Wissen in Vergessenheit – man hatte ja Kunstdünger und das, was man üblicherweise als Pflanzenschutzmittel bezeichnet.

    Links:

    freeware-kiel.de (hier gibt es eine Software, die bei der Planung einer Misch- oder Zwischenkultur hilft).

  2. Mulchen:

    Bezeichnet eine Methode, zwischen angebauten Pflanzen den Boden mit unverrottetem, organischem Material zu bedecken, um ihn vor Witterungseinflüssen (Austrocknung und Verkrustung des Bodens) und unerwünschtem Pflanzenwuchs zu schützen. Außerdem führt das Verrotten des aufgebrachten Materials zu einer Zuführung von Nährstoffen.

    Zum Mulchen können alle organischen Materialien genutzt werden, wie sie z.B. in der Landwirtschaft oder bei der Gartenarbeit anfallen. In der industriellen Landwirtschaft ist es mittlerweile üblich geworden, mit Plastikfolien zu mulchen. Das widerspricht natürlich dem ursprünglichen Gedanken des Mulchens als einer schützenden Bodenbedeckung, die durch der Verrottungsprozess dem Boden auch noch Nährstoffe zuführt. Unter der Folie wird es sehr heiß und es muss Kunstdünger zugeführt werden, da der Boden sonst seine Fruchtbarkeit verliert. Um Plastikfolien zu produzieren sind Unmengen von Erdöl notwendig, einer endlichen und teuren Ressource, aus deren Abhängigkeit wir uns so schnell wie möglich befreien müssen. Mulchen mit Folien widerspricht daher dem Prinzip der Permakultur.

    Kraut und Rüben (Magazin für biologisches Gärtnern und naturgemäßes Leben)

  1. regional angepasste, alte Tier- und Pflanzenarten:

    Permakultur ist eine sehr regionale Angelegenheit. Jede Region hat ihre eigenen, spezifischen Bedingungen, was die Geographie, das Klima und die Geologie betrifft. Über die Jahrhunderte hinweg haben unzählige Generationen von Bauern Tier- und Pflanzenarten heran gezüchtet, die auf genau diese Bedingungen spezialisiert waren. Das bedeutete, dass sie unempfindlich waren gegen Krankheiten und extreme Witterung, aber trotzdem gute Ernten hervorbrachten. Leider gingen in den vergangenen 50 Jahren sehr viele dieser alten und bewährten Arten verloren, weil sie durch einige wenige, hochgezüchtete, maschinengerechte und neue Arten ersetzt wurden.

Videos bei YouTube (hier habe ich einige Links gesetzt, die sich mit dem Thema Permakultur befassen und eine Fülle von Informationen zum Thema bieten):

Bill Mollison (http://www.tagari.com) über das Permaculture Concept:

Urban Permaculture Strategies:

Praxistest eines Segway i2

Der ÖAMTC (der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touringclub) testet über einen Zeitraum von 4 Wochen einen Segway i2 im Alltagsbetrieb und berichtet darüber in seinem Blog Segway im Alltag. Schaut Euch das mal an und denkt mal darüber nach Euch vielleicht so ein Teil zuzulegen, um die vielen Kurzstrecken damit umweltfreundlich und schnell zurückzulegen. Ja, ich weiss auch dass dieses Gerät fast 6.000,- € kostet und ja, wer kann sich das schon leisten? Eine Überlegung ist es trotz allem wert, der Umwelt zuliebe!