Ilse Aigner – Bayerns Antwort auf Peggy Bundy?

Seehofer marschiert ab nach Bayern und es nachfolgt ihm als Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die holde Ilse Aigner. Für diese Aufgabe offenbar prädestiniert durch ihre vorherige Tätigkeit als Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung in der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag (was auch immer das bedeuten mag!). Obwohl Seehofers Horst sich in seinem Amt als Landwirtschaftsminister nicht gerade durch herausragenden Einsatz für eine ökologische und naturnahe Landwirtschaft ausgezeichnet hat, steht zu befürchten, dass es bei ihr hauptsächlich auch  wieder nur um die Pfründen der konventionellen industriellen Landwirtschaft gehen wird. Es gibt Millionen zu verteilen und wer soll die bekommen, wenn nicht die „armen“ landwirtschaftlichen Großbetriebe? Aber wenigstens hat sie ein großes Herz – für die grüne Gentechnik (na da kann ja noch was auf uns zukommen!).

Wird die Menschheit die nächsten 30 Jahre überleben?

Due Umweltstiftung WWF stellt am heutigen Mittwoch in Berlin den „Living Planet Report 2008“ vor. Dies berichtet die Netzeitung. Nach diesem Bericht benötigen wir ab dem Jahre 2035 zwei Planeten, um weiter im bewährten Massstab die Ressourcen Gaias zu verschleudern und zu verbrennen.

Nachdem der Mensch über hunderttausende von Jahren hinweg als Sammler und Jäger sein Leben fristete bevor er wahrscheinlich eher zufällig zum Ackerbauern wurde, hat er es nun geschaft in einigen wenigen Jahrzehnten unsere Mutter Erde derartig auszuplündern, zu verseuchen und zu vergiften, dass seine eigene Existenz auf dem Spiel steht. Gleich den Lemmingen, die sich in manchen Jahren so rasant vermehren, dass sie ihre eigenen Lebensgrundlagen zerstören und schließlich in einem endlos scheinenden Zug im meer ihr Leben in Massen beenden, scheint auch der Mensch halt- und gedankenlos seiner eigenen Vernichtung entgegen zu taumeln. Obwohl alle wissen, dass es so wie bisher nicht weitergeht, nicht weitergehen kann, ist kaum jemand bereit sein Verhalten zu ändern. Nur die wenigsten sind bereit Verzicht zu üben, nicht nur um anderen Menschen ein Leben in würde zu ermöglichen, sondern um sich selbst vor dem drohenden Untergang zu retten.

Sehenden Auges schreiten die Industriestaaten ins Verderben und reißen alle andern mit sich. Während das Eis der Arktis dahin schmilzt und der Spiegel der Meere steigt, die Permafrostböden tauen und riesige Mengen an CO2 freisetzen, verheizen die Energiekonzerne Kohle und Gas in ihren Kraftwerken und die Menschen verbrennen das kostbare Erdöl in ihren viel zu großen, viel zu schweren und völlig übermotorisierten Geländewagen um in die Shoppingcenter auf der grünen Wiese zu fahren. Die Genkonzerne setzen ihre patentierten – und ohne ihre Dünge- und Pflanzenschutzmittel – Genplanzen rücksichtslos frei und kontrollieren den Anbau von Nahrungspflanzen. Andere Konzerne haben die Kontrolle über das Trinkwasser erlangt und verkaufen es zu ständig steigenden Preisen wie Öl und Gas, welche zum Heizen gebraucht werden. Und die Politiker schauen diesem Treiben tatenlos zu und winden sich wie der sprichwörtliche Aal, um sich nicht festlegen und keine Gesetze erlassen zu müssen, die den Konzernen schaden. Sie sind es, die letzen Endes die Verantwortung tragen für das was auf und mit dieser Welt geschieht. Aber auch wir tragen Verantwortung. Weil wir zugelassen haben, dass Versager, Ja-sager und Schwätzer in die Regierung gewählt wurden. Weil wir wussten, dass sie nichts ändern würden. Weil wir selbst nicht bereit waren uns zu beschränken und bewusst zu konsumieren und andern auch ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Wundern brauchen wir uns nicht, wenn die Menscheit in Krieg, Hunger, Not, Naturkatastrophen und Verzweiflung untergeht. Aber noch können wir gegensteuern. Können uns wehren gegen die politischen Wendehälse, die nur an ihre Pfründen denken sobald sie erst mal die Macht in Händen halten. Wir müssen ihnen nur klar machen, dass die Klimakatastrophe nicht an den deutschen Grenzen halt macht und wir nur mit politischem Geschwafel kein Gramm CO2 binden können, sondern nur durch konsequentes Handeln. Wir müssen die Energieerzeugung zu 100% auf regenerierbare Energien umstellen und zwar so schnell es geht und nicht erst in 20 Jahren! Das ist möglich, man muss es nur wollen! Die Scheiss Atomkraftwerke müssen stillgelegt werden – ein für alle mal und endgültig! Die Automobilindustrie, das „Flaggschiff“ der deutschen Ingenieurskunst muss endlich ihren Arsch bewegen und mit dem Gejammer aufhören. Sie sollen umweltfreundliche und kleinere Autos bauen und nicht nach der Maxime handeln: größer höher, schneller, breiter weiter (bekanntermassen wird jede neue Generation eines Automodells immer größer, schwerer, stärker als die vorhergehende. Siehe VW Golf. Der Golf VI braucht trotz allem technischen Fortschritts und allem Schnickschnack immer noch soviel wie der Golf I – wo ist denn da der Fortschritt?)!

Wir müssen Wälder pflanzen wo keine mehr sind! Die genetische Vielfalt muss bewahrt und nicht Patente auf Lebewesen erteilt werden. Es gibt so viele Möglichkeiten sich zu engagieren. Tut was! Kämpft für Gaia, kämpft für Eure Zukunft und die Zukunft Eurer Kinder und Enkel! Und wenns sein muss, dann geht für eine saubere Umwelt auf die Strasse!

Das System der Permakultur (3. Teil)

Leben im Einklang mit der Natur, nachhaltig wirtschaftend und ökologischen Landbau in sich selbst erhaltenden Systemen betreibend, schließt auch den Bau ökologischer Häuser und anderer Gebäude mit ein. Natürlich ist es auf Grund der Vielzahl der Menschen nicht möglich, jedem ein Haus und ein Stück Land zuzugestehen, obwohl das wünschenswert wäre. Aber dazu ist die vorhandene Landmasse einfach zu begrenzt.

Trotzdem muss nach Wegen gesucht werden, wie Gebäude ökologisch sinnvoll und nachhaltig erbaut werden können. Die heutigen Häuser aus Beton, gebrannten Ziegeln, oder Yton, benötigen ungeheure Mengen an Energie bei ihrer Herstellung. Energie in Form von Strom oder Öl und die sind wahrhaftig sinnvoller einsetzbar, um sie bei der Herstellung von Beton, Zement oder Kalk zu verheizen. Es gibt Möglichkeiten stabile und gut gedämmte Häuser aus alternativen Baustoffen zu errichten. Meine Recherchen im Internet brachten eine Fülle von Informationen zu Tage.

Natürlich gibt es den Baustoff Holz, der idealerweise aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern kommen sollte. Nachteil dieses Stoffes ist die relativ lange Zeit, bis die Bäume eine geeignete Größe erreicht haben, um sie zum Bau von Häusern zu verwenden. Die Dämmeigenschaften von Holz sind hervorragend, allerdings können sich in den Stämmen Insekten einnisten und die Substanz zerstören.

Weiter gibt es das so genannte Super Adobe, eine Erfindung von Prof. Nader Khalili (www.calearth.org), der 1936 in Teheran geboren wurde. Er entwickelte das erwähnte Super Adobe im Auftrag der Vereinten Nationen zum Einsatz in der Dritten Welt und wurde dadurch zum Pionier auf dem Gebiet der Selbstbausysteme. Die mit diesem System errichteten Gebäude haben eine sehr angenehm an zu schauende organische Form und ebenfalls gute Dämmeigenschaften. Da Sand und Tone praktisch überall auf der Erde in großen Mengen vorkommen, könnte dies der Baustoff der Zukunft sein, wenn es die europäischen Behörden – speziell die Deutschen – über sich brächten, ihre Bauvorschriften so zu verändern, dass das Bauen mit diesen ökologischen Stoffen problemlos möglich würde (Mit der Begründung, die damit errichteten Gebäude seien nicht erdbebensicher genug, wurde sogar in den USA der Bau der Super Adobe Häuser verboten – in Wahrheit aber hatte wohl die Bauindustrie ihre schmutzigen Pfoten im Spiel, die ihre Felle davon schwimmen sah – um dennoch Gebäude errichten zu dürfen und ihnen zusätzliche Sicherheit und Stabilität zu geben, wird nun Stacheldraht mit verbaut). Wie viele Menschen können sich dann hierzulande ein eigenes kleines Haus leisten? Mittlerweile kann sich heute nur noch derjenige ein Haus in Deutschland kaufen, der in der Lage ist mindestens eine halbe Million Euro anzulegen. Es wird Zeit, dies zu ändern!

Häuser in Permakultur-Landschaften sollten genauso nachhaltig geplant und erbaut sein, wie die Systeme, mit denen in der Permakultur die Nahrung und Rohstoffe erzeugt werden. Vielleicht sollte man eine Interessengemeinschaft gründen, die versucht den Baustoff Super Adobe auch in unseren Breiten zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass kleine Siedlungen mit Häusern aus Super Adobe in einer quasi komplett essbaren Landschaft errichtet werden. Die Energieversorgung findet über Photovoltaik-Anlagen und Windkraftanlagen und Biogaskraftwerken statt, die dezentral Energie erzeugen. Die Abwässer werden in biologischen Pflanzenkläranlagen geklärt und in den Häusern sind überall Komposttoiletten installiert, die die menschlichen Fäkalien in fruchtbarsten Humus verwandeln.

Gleichzeitig kann man damit beginnen Häuser und Strukturen aus lebenden Bäumen wachsen zu lassen. Das dies funktioniert, beweisen nette Menschen Tag für Tag aufs Neue, indem sie Weidenhäuschen und lebende Zäune errichten. Der Trend zu diesen wachsenden Gebäuden begann Ende der Neunziger Jahre. Allerdings dauert es seine Zeit, bis diese Bauwerke fertig sind, so etwa 10 bis 15 Jahre. Deshalb beobachte ich diese Naturbauten-Szene seit geraumer Zeit um mir und Euch einen Eindruck und einen Überblick über die Techniken und die Ergebnisse zu verschaffen.

Weiterführende Links:

Buchtips:

Den Teufel mit Beelzebub austreiben?

Heute fand ich den Artikel „Lobbyismus in deutschen Ministerien – Verbotene Einblicke in Politik?“ auf tagessau.de (sorry, freudscher Versprecher!) tagesschau.de. Im ersten Bericht über den Einsatz externer Personen in der Bundesverwaltung für das Jahr 2008 listet das Bundesinnenministerium 59 Externe auf. Angeblich ist die Zahl von vormals 100 damit auf fast die Hälfte gesunken. Allerdings beruht dies offenbar auf der Tatsache, dass die Definition dessen, was als externer Mitarbeiter zu werten ist, nun ein wenig enger gefasst wird und schwupps…schon sinkt die Zahl drastisch!

Dieser so genannte Lobbyismus hat sich in der Politik verbreitet wie eine Seuche, sobald man den Konzernen die Möglichkeit eröffnete, ihre (vermutlich verdientesten und am besten geschulten Mitarbeiter) als „Leiharbeitskräfte“ in die Ministerien zu entsenden, sie dann großzügig weiter zu bezahlen und den Staat damit „finanziell zu entlasten“. Besonders kritisch ist der Lobbyismus im Gesundheitswesen, wo die Brüder vom lukrativen Orden der Pharmakonzerne seit mehr als 30 Jahren erfolgreich jede sinnvolle Veränderung torpedieren! Und die Versicherten und Patienten werden im Namen der Krankenkassen ausgenommen wie die Weihnachtsgänse!

Die Frage ist:“Sind unsere Politiker, die von uns gewählten Volksvertreter, wirklich solche Schwachköpfe, dass sie ihre Arbeit von gesponsorten Gastarbeitern erledigen lassen müssen? Oder schickt die Industrie diese Leute um sich selbst das Wasser abzugraben und Gesetze zu erarbeiten, die ihr irgendwelche Fesslen auferlegen? Oder tun diese Leute einfach nur das, wofür sie von den Konzernen bezahlt werden – nämlich deren Interessen vertreten?“ Jedenfalls scheint nicht die geringste Neigung vorhanden zu sein, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Denn wer schön brav den Konzernen zuarbeitet und sich als Politiker nicht in die Gesetzgebung einmischt (außer bei den Abstimmungen über diese industriegerecht vorbereiteten und ausgearbeiteten Gesetze), der kann auch auf deren Dankbarkeit zählen und zwar in Form eines ordentlich bezahlten Jobs in irgendeinem  Verwaltungs- oder Aufsichtsrat.

Das die Initiative zu dieser Invasion der Konzerne in den Ministerien nicht ausschließlich von den Konzernen, sondern auch und vor allem von den Behörden selbst ausgeht, zeigt der Bericht „Einsatz externer Mitarbeiter beim Bund – Auf die Großzügigkeit der Unternehmen angewiesen“. Und da erwartet wirklich jemand, die Regierung sei unabhängig? Nicht wirklich, oder?

Welchen Einfluss auf die Regierung die Konzerne mitlerweile erlangt haben, sollte das Beispiel von Monsanto zeigen, einem weltweit aktiven Genkonzern, der seine Finger in nahezu jedem schmutzigen Geschäft drin hat, das man sich vorstellen kann. Schaut Euch das Video von YouTube an, dann wisst Ihr was ich meine.

Zur Information, Monsanto (hier die Unternehmens-Homepage, die Euch die schöne, neue, gleichgeschaltete und genveränderte Zukunft zeigt! Übrigens wird diese Homepage von WOT, dem Mozilla Firefox-addon als nicht besonders vertrauenswürdig eingestuft) stellte für die US-Streitkräfte im Vietnamkrieg das Entlaubungsmittel Agent Orange her, ein furchtbares Gift, dass auch Jahrzehnte nach seinem großflächigen Einsatz über Vietnam immer noch Fehlgeburten bei Menschen verursacht, die damals von dem Giftnebel getroffen wurden, oder die in den betroffenen Gebieten heute leben. Die Opfer, amerikanische GI´s und vietnamesische Bauern haben bis heute keinen Cent Entschädigung erhalten, weil Monsanto keinen Zusammenhang zwischen dem Einsatz dieses Umweltgiftes und den Todes- und Krankheitfällen bei den Betroffenen sehen will. Wie man sieht, hat Monsanto viel Dreck am Stecken und was das ganze noch perverser macht, der Konzern spielt sich nun als Retter der Menschheit auf, weil er mit seinem genveränderten Saatgut das Ernährungsproblem lösen will – gegen Bares versteht sich. Man lässt sich Lebewesen und Pflanzen patentieren, und zwingt Bauern, die sich auf den Anbau von z. b. transgenem Mais (MON810) einlassen dazu Dünge- und Pflanzenschutzmittel bei Monsanto zu kaufen, die dieser braucht um zu gedeihen. Tut man das nicht, geht die Ernte kaputt und die Bauern sind pleite. Ob jetzt der Mais für Lebewesen ungefährlich ist oder nicht, interessiert offenbar niemanden (der begründete Verdacht besteht dass Vieh, welches mit dem Mais gefüttert wurde, unfruchtbar und anfällig für Krankheiten wird – warum also sollte das Genzeug ausgerechnet beim Menschen keine gefährlichen Folgen zeitigen?).

Aber während hierzulande Herr Seehofer, der Landwirtschaftsminister und designierte bayrische Ministerpräsident die Meinung vertritt, der Genmais sei harmlos und man könne ihn ruhig hier kommerziell anbauen, geht Monsanto bereits einen Schritt weiter. Der Konzern kaufte das Unternehmen Delta & Pine Land, das seit etwa 1983 in Zusammenarbeit mit dem US-Landwirtschaftsministerium (das muss man sich mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen!) an einer Methode gearbeitet hat, um gentechnisch verändertes Saatgut zu gewinnen, das nicht für eine Wiederaussaat genutzt werden kann, weil die Samen unfruchtbar sind – das heisst in dürren Worten: wird gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto gekauft, kann man zwar die Samen nach der Ernte sammeln, aber sie sind durch Manipulation nicht fruchtbar und können nicht wieder ausgesät werden. Der Landwirt muss also wieder Saatgut von Monsanto kaufen, oder spezielle Chemikalien, die die Samen wieder aktivieren! Schöne neue Gentech-Welt!

Weiterführende Links:

Und dies sind die anderen Global Player, die mit Monsanto zusammen den elitären Club (andere  würden dies weniger vornehm als Kartell bezeichnen) der Genkonzerne bilden, die die Macht über die Nahrungsmittelerzeugung der gesamten Welt zu erringen trachten:

  • Bayer CropScience Homepage des Unternehmens (ein echter Werbeprospekt des chemischen Grauens in Hochglanzbildern)
  • DuPont Homepage des Unternehmens (hier zum Vergleich der Artikel zu DuPont auf Wikipedia)
  • Syngenta Homepage des Unternehmens (auch hier wieder der Artikel zu Syngenta auf Wikipedia um einen etwas unabhängigeren Eindruck zu gewinnen. Wenn man diese deutsche Syngenta-Seite betrachtet, bleibt einem allerdings die Spucke weg. Denn hier bezeichnet sich Syngenta als – Zitat: weltweit führendes Agribusiness-Unternehmen, das sich durch innovative Forschung und Technologie für eine nachhaltige Landwirtschaft einsetzt – da gehört schon einiges an Dreistigkeit dazu, nicht wahr?).

Die 10 größten Umweltschweinereien!

Wem es noch nicht übel genug vom Klimawandel geworden ist, für den habe ich hier etwas, dass ihm den Magen restlos rumdreht. Die 10 größten Schweinereine, die unsere Mutter Erde vergiften und die Menschen ebenfalls. Den passenden brechreizerregenden Artikel habe ich unter der Überschrift „Top Ten der Umweltverpestung – Wie die Welt vergiftet wird“ auf Spiegel-Online gefunden. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass diejenigen, die davon profitieren, vorwiegend in den Industriestaaten und die Leidtragenden in der Regel in der Dritten Welt sitzen. Mit diesem Thema setzt sich die schweizerische Organisation Green Cross (Homepage www.greencross.ch) auseinander. Der Name ist mir zugegebenermassen das erste Mal unter gekommen, aber die Zielsetzung hört sich interessant an:

Green Cross Schweiz setzt sich für die Bewältigung der Folgeschäden aus Industrie- und Militärkatastrophen ein und für die Sanierung von Altlasten aus der Zeit des Kalten Krieges. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, die durch chemische, radioaktive und andersartige Verseuchungen betroffen sind, sowie die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne von Kooperation statt Konfrontation unter Einbezug aller von einem Problem betroffenen Kreise.

Schaut Euch die Seite mal an und bildet Euch selbst ein Urteil. Weitere Informationen findet Ihr bei Wikipedia.

Zu diesem Thema passt auch der Artikel „Elfenbeinküste – 20 und 5 Jahre Haft wegen Giftmüllskandal“ den ich heute in meinen News fand. Im Jahre 2006 hatte das niederländisch-schweizerische Unternehmen Trafigura ein Schiff gechartert und mehr als 500 Tonnen Giftmüll in die Elfenbeinküste verschifft. Der Dreck wurde dann in der Hauptstadt Abidjan unter freiem Himmel auf Müllhalden entsorgt. An den Folgen von Vergiftungen starben bisher 17 Menschen. Mehr als Hunderttausend bekamen zum Teil schwere gesundheitliche Probleme und mussten ärztlich behandelt werden. Trafigura zahlte 152 Mio. Euro an die Regierung der Elfenbeinküste, die vermutlich entscheidend dazu beigetragen haben, dass einige höhere ivorische Regierungsbeamte nun nicht mehr Hunger zu leiden brauchen, sondern einem gesicherten Lebensabend entgegen sehen können. Gleichwohl lehnte Trafigura jede Verantwortung für das Umweltdesaster ab. Nun wurden der Chef der ivorischen „Entsorgungsfirma“ (wenn man das überhaupt so nennen kann) zu 20 Jahren Haft verurteilt, ein Vertreter der Reederei zu 5 Jahren. Vermutlich weil man an die Drahtzieher von Trafigura nicht heran kam, lief es mal wieder nach dem Prinzip „die kleinen hängt man, die großen lässt man laufen“!

Es dürfte nicht das erste Mal sein, dass auf diese Weise hochgiftiger Müll aus den Industrieländern in die Dritte Welt gelangte. Was hier als umweltschädlich, gefährlich und giftig eingestuft wird, entsorgt man schlicht und einfach da, wo die Menschen sich nicht wehren können, weil ihnen vielleicht die Bildung fehlt, um die Gefährlichkeit dieser „Importe“ zu erkennen. Und üblicherweise können die Betroffenen kaum auf die Hilfe ihrer eigenen Regierungen zählen. Aber können wir das hier bei uns eigentlich?

Eine geniale Erfindung! Teil2

Nachdem ich mich nun mal im Internet schlau gemacht und etwas recherchiert habe, kann ich nun einige Links liefern, die sich mit ganz speziellen „Fahrrädern“ befassen. Dabei fand ich einige sehr interessante Seiten, die mir richtig Lust gemacht haben, meine verschütteten technischen Talente freizulegen und eventuell mal zu versuchen, mir genau das zu bauen, was das Kind im Manne schon immer haben wollte – ein „Tretauto“ für Erwachsene eben. Und zwar eines, mit dem man die täglichen Wege zurücklegen kann. Zum Einkaufen, zum Sightseeing, zur Fitness und einfach nur zum Spass! Natürlich ohne die Umwelt mit Abgasen zu versauen (es sei denn die Linsensuppe vom Nachmittag entschließt sich, während des Ausfahrens, den Körper in gasförmigem Aggregatzustand durch den Hinterausgang wieder zu verlassen!). Methangas soll ja ein noch schlimmeres Treibhausgas sein als CO2, hab ich gehört.

Streetfighter Fourwheeler, den man sich mit Hilfe eines Bauplanes selbst bauen kann

Streetfighter Fourwheeler, den man sich mit Hilfe eines Bauplanes selbst bauen kann

Den Bauplan zu diesem beeindruckenden Fahrzeug findet ihr hier unter diesem Link, wo Ihr ihn kaufen könnt. Allerdings müsst Ihr hier Dollar anlegen, wenn Ihr euch das Teil in Eure Garage stellen wollt und Englisch solltet Ihr auch können. Wer mehr Informationen zu außergewöhnlichen drei- und vierrädrigen Fahrzeugen mit Muskelantrieb haben will, sollte unter dieser Homepage hier mal etwas stöbern.

Und weils so schön ist, hier noch ein paar Bilder umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel.

Quad Bike von Rhoades Cars aus den USA

Quad Bike von Rhoades Cars aus den USA

goboy von Rhodes Cars

goboy von Rhodes Cars

Hier der Link zur Homepage von Rhoades Cars.

Eine geniale Erfindung…

…und garnicht mal so neu. Das Fahrrad! Während es heute in den industrialisierten Ländern nahezu ausschließlich als Sport- und Fitnessgerät gesehen wird, ist es in den Ländern der sogenannten Dritten Welt oft ein wichtiges, wenn nicht das einzige Massenverkehrsmittel. Der Vorteil des Fahrrades ist sein Energieverbrauch (der bei Null liegt!) und gleichzeitig im Betrieb keinerlei CO2-Emissionen verursacht. Ein Nachteil dieses, in seiner vordergründigen Einfachheit geradezu genialen Fortbewegungskonzepts mit Hilfe der Muskelkraft, ist eben dieses Konzept, sowie der fehlende Wetterschutz und die recht begrenzte Transportkapazität. Es erfordert den Einsatz von Körperkraft! Und obwohl es sagenhaft entspannend ist, mit dem Rad durch die Landschaft zu gleiten, die frische Luft zu atmen und dabei weder laute Geräusche, noch Abgase zu verursachen. Außerdem steht man mit dem Fahrrad nie im Stau! Ein geradezu unschätzbarer Vorteil.

Freilich ist es für den verwöhnten Mitteleuropäer und erst recht für den übergewichtigen Nordamerikaner (entschuldigt bitte diese platte Verallgemeinerung, aber man kanm diese Eigenschaften auch problemlos gegeneinander austauschen!) viel bequemer, zur Fortbewegung den Bleifuß zu benutzen und jeden Tag aufs Neue über die hohen Spritpreise zu jammern. Denn natürlich muss man zum Brötchenholen nicht auf ein Fahrrad steigen und seine eigene Körpermasse fort zu bewegen, sondern es ist absolut notwendig, immer mindestens 1 Tonne Auto mit wenigstens 200 kw dabei zu haben, am Besten noch in Form eines überdimensionalen Geländewagens. Schließlich muss man immer mit Regen rechnen oder damit, auf dem Grünstreifen parken zu müssen. Da ist es unerlässlich auf Allradantrieb und grobstollige Reifen zurück greifen zu können!

Die Fahrradtechnik ist trotz ihrer scheinbaren Primitivität sehr ausgeklügelt. Dazu kommt ein Wirkungsgrad, der zwischen 70 und über 90% liegt – für ein technisches Gerät ist das geradezu unglaublich. Und selbst der Mensch kweist nur einen Wirkungsgrad von 25% auf. Wenn das mal nicht die idealen Voraussetzungen für eine sonnige Zukunft des Fahrrades sind?

Fahrräder gibt es in den verschiedensten Ausführungen, speziell abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzzweck. Hier gibt es eine Sammlung von unterschiedlichen Fahrradtypen mit interessanten Bildern. Schaut Euch das mal an und lasst Euch inspirieren. Besonders im Kommen sind in unseren Breiten die sogenannten Liegeräder. Nicht jedermanns Ding – zugegeben – aber damit kann man so richtig Speed machen und unbestätigten Gerüchten zufolge machen Liegeräder regelrecht süchtig. Probiert es einfach mal aus! Auf www.Liegerad-Fernweh.de gibt es einen humorvoll geschriebenen Artikel, wie das Liegerad erfunden wurde. Außerdem gibt es ein Liegeradmagazin, dass interessanten Meldungen rund um das Thema veröffentlicht (mit etlichen Links zu Liegeradseiten).

Ziemlich unangenehm, neben der schon erwähnten Wetterabhängigkeit, kann das Fahrradfahren in bergigen Gegenden werden, wenn es mal so richtig steil zur Sache geht. Da bleibt unsereinem (und damit meine ich durchaus mich selbst!) schon mal die Luft weg und kurz danach werden dann die Waden „sauer“. In dem Fall ist ein Rad mit Unterstützung durch einen kleinen aber leistungsfähigen Elektromotor, gespeist durch einen nicht allzu schweren Akku, nicht zu unterschätzen! Aber auch hier bieten die Hersteller schon ein breites Spektrum an Produkten an und für fast jeden Geldbeutel erschwinglich.

Weitere Links (diese Liste erhebt bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

Liegeräder (Artikel bei Wikipedia):

Liegedreirad

Liegedreirad gefunden auf http://www.liegeraeder.de/

konventionelle Fahrräder:

Lastenfahrräder:

Elektrobikes und -fahrzeuge:

Rex Elektrofahrrad

Rex Elektrofahrrad

Velomobile:

Go-One Velomobile

Go-One Velomobile gesehen auf: http://www.ecofriend.org/

Wenn man die Menschen dazu bringen kann, sich aufs Fahrrad zu setzen, kann sehr viel mehr für Gaia getan werden, als mit den sparsamsten Autos mit Verbrennungsmotor. Die einzigen, die darunter zu leiden hätten, wären die Ölkonzerne und das ist denen vermutlich nicht zuzumuten. So zahlen wir alle fleissig weiter und jammern lieber, anstatt den Energiemultis eine lange Nase zu drehen und uns auf einen Drahtesel zu setzen.

Ich persönlich könnte mir durchaus vorstellen, meine tägliche geschäftliche Fahrerei mit einem pedal- und/oder elektrogetriebenen Fahrzeug zu erledigen. Dabei stelle ich mir so eine Art Tretauto vor, wie es Kinder haben. Natürlich erwarte ich Hitech. Vielleicht Carbon-Rahmen und Leichtmetallfelgen. Das ganze mit vier Rädern, das versteht sich von selbst und außerdem einer gut abgestuften Kettenschaltung. Bedauerlicherweise hab ich sowas noch nirgends gesehen und um mir das selber zu bauen bin ich vermutlich ein wenig zu doof. Aber vielleicht geschehen noch Zeichen und Wunder und irgendein einfallsreicher Mensch bringt ein solches Teil doch noch auf den Markt. Oder hat von Euch jemand schon so was in der Art gesehen und kann mir einen Link senden? Herzlichen Dank dafür im Voraus!

Hier habe ich eine besondere Spezialität für diejenigen unter uns gefunden, die gern etwas mehr investieren möchten. Ein ganz außergewöhnlicher Fahrradrahmen aus Bambus wird auf der Website von Calfee Design angeboten. Sieht nicht nur schick aus, ist auch ne ganz neue Erfahrung würde ich meinen. Nicht ganz billig aber ökologisch mal was anderes!

Mountainbike mit Bambusrahmen gefunden bei CalfeeDesign

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