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Das System der Permakultur (3. Teil)


Leben im Einklang mit der Natur, nachhaltig wirtschaftend und ökologischen Landbau in sich selbst erhaltenden Systemen betreibend, schließt auch den Bau ökologischer Häuser und anderer Gebäude mit ein. Natürlich ist es auf Grund der Vielzahl der Menschen nicht möglich, jedem ein Haus und ein Stück Land zuzugestehen, obwohl das wünschenswert wäre. Aber dazu ist die vorhandene Landmasse einfach zu begrenzt.

Trotzdem muss nach Wegen gesucht werden, wie Gebäude ökologisch sinnvoll und nachhaltig erbaut werden können. Die heutigen Häuser aus Beton, gebrannten Ziegeln, oder Yton, benötigen ungeheure Mengen an Energie bei ihrer Herstellung. Energie in Form von Strom oder Öl und die sind wahrhaftig sinnvoller einsetzbar, um sie bei der Herstellung von Beton, Zement oder Kalk zu verheizen. Es gibt Möglichkeiten stabile und gut gedämmte Häuser aus alternativen Baustoffen zu errichten. Meine Recherchen im Internet brachten eine Fülle von Informationen zu Tage.

Natürlich gibt es den Baustoff Holz, der idealerweise aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern kommen sollte. Nachteil dieses Stoffes ist die relativ lange Zeit, bis die Bäume eine geeignete Größe erreicht haben, um sie zum Bau von Häusern zu verwenden. Die Dämmeigenschaften von Holz sind hervorragend, allerdings können sich in den Stämmen Insekten einnisten und die Substanz zerstören.

Weiter gibt es das so genannte Super Adobe, eine Erfindung von Prof. Nader Khalili (www.calearth.org), der 1936 in Teheran geboren wurde. Er entwickelte das erwähnte Super Adobe im Auftrag der Vereinten Nationen zum Einsatz in der Dritten Welt und wurde dadurch zum Pionier auf dem Gebiet der Selbstbausysteme. Die mit diesem System errichteten Gebäude haben eine sehr angenehm an zu schauende organische Form und ebenfalls gute Dämmeigenschaften. Da Sand und Tone praktisch überall auf der Erde in großen Mengen vorkommen, könnte dies der Baustoff der Zukunft sein, wenn es die europäischen Behörden – speziell die Deutschen – über sich brächten, ihre Bauvorschriften so zu verändern, dass das Bauen mit diesen ökologischen Stoffen problemlos möglich würde (Mit der Begründung, die damit errichteten Gebäude seien nicht erdbebensicher genug, wurde sogar in den USA der Bau der Super Adobe Häuser verboten – in Wahrheit aber hatte wohl die Bauindustrie ihre schmutzigen Pfoten im Spiel, die ihre Felle davon schwimmen sah – um dennoch Gebäude errichten zu dürfen und ihnen zusätzliche Sicherheit und Stabilität zu geben, wird nun Stacheldraht mit verbaut). Wie viele Menschen können sich dann hierzulande ein eigenes kleines Haus leisten? Mittlerweile kann sich heute nur noch derjenige ein Haus in Deutschland kaufen, der in der Lage ist mindestens eine halbe Million Euro anzulegen. Es wird Zeit, dies zu ändern!

Häuser in Permakultur-Landschaften sollten genauso nachhaltig geplant und erbaut sein, wie die Systeme, mit denen in der Permakultur die Nahrung und Rohstoffe erzeugt werden. Vielleicht sollte man eine Interessengemeinschaft gründen, die versucht den Baustoff Super Adobe auch in unseren Breiten zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass kleine Siedlungen mit Häusern aus Super Adobe in einer quasi komplett essbaren Landschaft errichtet werden. Die Energieversorgung findet über Photovoltaik-Anlagen und Windkraftanlagen und Biogaskraftwerken statt, die dezentral Energie erzeugen. Die Abwässer werden in biologischen Pflanzenkläranlagen geklärt und in den Häusern sind überall Komposttoiletten installiert, die die menschlichen Fäkalien in fruchtbarsten Humus verwandeln.

Gleichzeitig kann man damit beginnen Häuser und Strukturen aus lebenden Bäumen wachsen zu lassen. Das dies funktioniert, beweisen nette Menschen Tag für Tag aufs Neue, indem sie Weidenhäuschen und lebende Zäune errichten. Der Trend zu diesen wachsenden Gebäuden begann Ende der Neunziger Jahre. Allerdings dauert es seine Zeit, bis diese Bauwerke fertig sind, so etwa 10 bis 15 Jahre. Deshalb beobachte ich diese Naturbauten-Szene seit geraumer Zeit um mir und Euch einen Eindruck und einen Überblick über die Techniken und die Ergebnisse zu verschaffen.

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