Deutschland, mein Heimatland!

Was ist es eigentlich, was mich glauben lässt, meine Heimat sei das beste Land der Welt? Zumindest für mich. Eine einfache Frage, die nur sehr schwer zu beantworten ist. Das merkte ich spätestens, als ich ein wenig darüber zu grübeln begann warum ich hier gerne lebe. Um es vorweg zu nehmen. Ich fand keine Antwort, sondern nur Fragen und immer wieder neue Fragen!

Die eingangs erwähnte Frage aller Fragen treibt mich schon seit einer ganzen Weile um. Zuerst hielt ich sie für eine Lapalie, die einen Mann im besten Alter (ja ich weiss, so redet „mann“ sich sein faltenzerfurchtes Gesicht schön attraktiv!) plagt, wenn er sonst mit seinem Leben nix anzufangen weiss. Dann dachte ich mir, es betrifft doch auch andere Menschen. Ich bin doch nicht der Einzige, der seine Heimat liebt – meist so wie sie einmal war, aber nicht mehr ist und die daraus resultierende Nostalgie führt dann zu den schönen Gedanken an früher (als alles noch viel größer und breiter und die alten Frauen noch jünger waren). Vermutlich geht es jedem Menchen in jedem Land der Welt so, oder zumindest so ähnlich.

Bitte versteht mich nicht falsch. Es ist sicher nicht mein Bestreben, die Zeiten des Dritten Reichs und der NS-Herrschaft mit einem Glanz und einer Aura von Mythos zu umgeben und darüber das unendliche Leid, den millionenfachen Mord an unschuldigen Menschen (Kinder, Frauen, Männer, Alte und Junge, Soldaten und Zivilisten) weg zu diskutieren oder im Nebel der Legenden verschwinden zu lassen!

„Meine Zeit“ ist eine ganz andere Zeit. Es ist die Zeit meiner Kindheit und Jugend, also die sechziger und siebziger Jahre. Damals hatte es den Anschein, die Welt sei noch in Ordnung. Die Wirtschaft brummte, wie man es heute nur noch von China und einigen wenigen Tigerstaaten kennt. Es gab Vollbeschäftigung und die Leute freuten sich über ihr neu erworbenes Auto und das Häuschen im Grünen, dass sie ein Leben lang abbezahlten. Probleme gab es nur in der Ferne, ganz weit weg am Horizont und sie betrafen nciht uns, sondern immer andere.

Damals glaubte ich, es würde ewig so weiter gehen. Wir würden uns nie Sorgen um die Zukunft machen müssen. Benzin war für 50 oder 60 Pfennig zu haben und man für jedes Jahr im Urlaub nach Südtirol oder Österreich. Es waren einfach schöne Zeiten. Und ich behielt sie im Gedächtnis. BIs heute! Und nun, drei Ausbildungen, zwei Arbeitslosigkeiten und 40 Jahre später, muss ich mir nicht nur um Meine Zukunft, meine Rente, meine Gesundheit, nein, muss ich mir auch noch Sorgen um die Zukunft meiner Kinder machen! Werden sie eine Ausbildung bekommen, wenn sie die Schule beendet haben? Werden sie ihre Häuser und Wohnungen noch heizen können, bei den Öl- und Gaspreisen? Werden wir jemals wieder eine Regierung haben, deren charismatische Führungspersönlichkeiten den Karren, den ihre farblosen Vorgänger in den 80er und 90er Jahren so massiv und tief in die Scheisse den Dreck gefahren haben, souverän herausziehen.

Wenn ich an den Spruch denke, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient, dann muss ich mich schon fragen:“Oh ihr Götter, was haben wir verbrochen, dass wir diese Regierung haben?“ Dabei glaube ich, die Politiker, die uns heute regieren, haben wir ja nicht nur irgendwann einmal gewählt, auch wenn das nach der Wahl meist niemand zugeben will. Viel mehr ist es ja so, dass die Politiker, beneso wie die geschmähten Wirtschaftsbosse, Manager und sonstiges Gesocks geradezu gezüchtet worden sind. Das fängt schon ganz klein in der Schule an. Hier „bringt man es nur zu etwas“, wenn man früzeitig lernt sich anzupassen, die Ellenbogen einzusetzen und „stark“ genug ist, um mit dem enormen Drcuk fertig zu werden, der schon in der Grundschule auf die Kinder ausgeübt wird. Ich sage nur:“Turbo-Abi!“ Wer da nicht mitziehen will oder kann, der wird rasch als Versager abgestempelt und ist am Arsch (wie man so schön zu sagen pflegt).

An der Uni bekommen unsere „Helden“ dann den Rest! Hier wird gelehrt und gelernt, dass es nur um Profite geht. Menschen spielen dabei als sog. Human Ressources nur noch eine untergeordnete Rolle. Sharholder Value ist das Maß aller Dinge. Niemand übernimmt Verantwortung für sein tun und will in der kürzest möglichen Zeit den höchst möglichen Gewinn für sich und nur sich erzielen. Wir sind zu einer Gesellschaft verkommen, die das Ego vollkommen überbewertet und die Gemeinschaft und die Menschlichkeit an den Rand drängt. Menschlichkeit und Mitgefühl, soziale Verantwortung und Mitleid ist nur noch etwas für Versager. Wer Erfolg hat im Leben und wer es zu etwas bringen will, der kann auf so banale Dinge gut verzichten.

Und genau so wie die Wirtschaftsführer ihre riesigen Unternehmen und Konzerne führen – ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten, ohne jedes soziale Gewissen, so versuchen die Politiker den Staat zu führen. Selbst kaum jemals am Hungertuch nagend, entscheiden sie mit einem Federstrich über die Sätze von Hartz IV (und damit über das Leben und die Gesundheit der Menschen, die davon leben müssen – und Hartz IV wurde von Peter Hartz „erfunden“, einem Wirtschaftsführer und ehemaligen VW-Vorstand, der wegen seiner Verwicklung in die Lustreisen-Affäre zu 2 Jahren Haft – leider auf Bewährung – verurteilt wurde!), über die Erhöhung von Steuern, Nullrunden bei Renten, Herunterfahren der Krankenversorgung usw. Der Dinge sind gar viele, die ich nicht alle aufzählen kann und will, da ich sonst in tiefste Depression verfallen würde.

Hartz darf nun übrigens seine schmierigen Finger in den saarländischen Arbeitsmarkt stecken und will Langzeitarbeitslose „motivieren“ – zu was eigentlich? Zum Besuch einer knackigen Hure auf Kosten des Staates oder eines großen Unternehmens? Wohl eher nicht.

Ach ja, waren das damals noch Zeiten, in den Sechzigern und Siebzigern! Aber es ist wohl immer so, dass mit zunehmendem Alter die Vergangenheit immer verklärter erscheint, als sie in Wirklichkeit gewesen. Aber was bleibt einem noch im Alter, wenn die Rente in zwanzig Jahren nur mehr gerade noch für die Miete, aber nicht fürs Essen, gechweige denn für etwas anders reicht. Dann kann man wenigstens mit einem verklärten, seligen Lächeln um den Mund und umsäuselt von billigem Aldi-Fusel dem Ende des Lebens entgegen dämmern!

Ich weiss wirklich nicht, warum ich dieses Land und seine Menschen liebe. Vielleicht nur deshalb, weil ich hier geboren bin. Vielleicht aber auch darum, weil ich glaube, des es doch mehr Vernunft und Mitgefühl in den Herzen der Deutschen gibt, als Egoismus und Gewinnstreben. Man muss diese verschütteten Seiten nur freilegen und darum blogge ich hier – als Anstoß zum Nachdenken und als Knoten im Taschentuch des Lebens, dass einen daran erinnert, dass man was vergessen hat, was man nicht vergessen darf:“Die Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkel, die wir nicht um kleinkariertes Gewinndenken verspielen dürfen.“

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Gegen Kinderpornographie!

Also ich kann Frau von der Leyen nicht leiden. Dafür kann ich nix. Vermutlich wird sie mich genauso zum kotzen finden – eine leidenschaftliche Beziehung, die auf gegenseitiger Verachtung beruht. Ich kann Euch auch genau sagen warum das so ist.

  1. Die Art ihres Auftritts allein regt mich schon auf. Sie stammt aus begütertem Haus, hat sieben Kinder geboren und groß gezogen (alle Achtung!), vermutlich mit Hilfe fleißiger Hausangestellter. Und nun ist sie die „Mutter der Nation“. Ein Job, der eigentlich Inge Meisel auf den Leib geschrieben war. Und genauso viel Charme versprüht sie meiner bescheidenen Meinung nach.
  2. So ganz oberflächlich betrachtet würde ich behaupten, sie und/oder eines ihrer Kinder hat sicher nie Not leiden müssen. Und das sei ihr auch gegönnt. Aber mit welcher Nonchalance sie erklärt, keinem Kind würde es schaden, einen Teil seiner schulischen Ausbildung im Ausland zu erhalten, macht mich doch ziemlich platt. Recht hat sie, aber es gibt doch einige Eltern, die ihre Kinder nichtsdestotrotz sehr innig lieben, die können sich und ihren geliebten Sprößlingen einen solchen Auslandsaufenthalt mangels Masse einfach nicht finanzieren! Sind sie deshalb schlechtere Eltern?
  3. Elterngeld…großer Erfolg…blablabla. Alles schön und gut. Aber welcher Familienvater kann es sich erlauben für mehrere Monate aus dem Job auszusteigen? Akademiker vielleicht, oder was auch immer. In der heutigen Zeit dürfte man sich schon sehr exponieren mit seinem Wunsch nach einer Auszeit zur Pflege der Kinder. Gesetze hin oder her!
  4. Und jetzt? Jetzt erst? Warum eigentlich jetzt erst, ein Verbot für kinderpornographische Internetseiten? Solche unerträglichen Schweinereien laufen seit Jahren, beinahe seit Jahrzehnten ab und keine Sau kümmert sich darum. Was mag der Grund dafür sein? Vielleicht, weil viele hohe und höchste Beamte, Richter, Staatsanwälte, Manager, Priester nicht zu vergessen und was da sonst noch kreucht und fleucht und meint zur Haute Vollè zu gehören, die sich regelmäßig mit den ekelhaftesten Pornos versorgen? Eigentlich sollte es nicht einen einzigen Kommentar wert sein, so ein Aufhebens von solch einer Selbstverständlichkeit zu machen – verbieten, Täter aufspüren und bestrafen, am Besten durch zwangsweise Kastration oder sonst was „feines“ und gut ist! Nee, da muss erst Frau von der Leyen kommen und mit viel Tamtam erklären, wie unerträglich diese Zustände sind. Sind sie es erst jetzt? Oder wollte man warten, bis sich auch der letzte Perversling mit dem abartigen Material versorgt hat, bevor man die entsprechenden Seiten verbietet?

Niemand darf den Missbrauch von Kindern dulden, nicht gestern, nicht heute und erst Recht nicht in der Zukunft! Die Opfer werden immer jünger und die Täter immer brutaler. Wer Kinderpornos herstellt, oder daran beteiligt ist, wer sich so etwas anschaut und aus dem Internet herunterlädt, der ist pervers und abartig. Nicht erst seit heute. Wenn es China gelingt, ein ganzes Volk von freien Informationen abzuschneiden, kann es zumindest technisch kein Problem sein, Kinderpornos aus dem Netz zu verbannen! Tut endlich etwas!

Unsere Kinder sind unsere Zukunft, egal in welchem Land und auf welchem Kontinent sie leben. Wir dürfen nicht zulassen, dass perverse, abartige Zeitgenossen die Seelen unschuldiger Kinder zerfetzen und hinterher mit kurzen Gefängnis- oder gar Bewährungsstrafen davon kommen. Die Leben der vielen missbrauchten Kindern sind für immer zerstört!

Hungern in god´s own country!

Das sind die USA, das Land der Freiheit, Segensbringer für alle unterdrückten Menschen dieser Welt. Hier kann es jeder vom Tellerwäscher zum Millionär bringen – oder auch nicht! Mächtige Pharma- und Chemiekonzerne wollen mit Gift und Gentechnik den Hunger auf der Welt bekämpfen, allen voran Monsanto und Konsorten und dann muss ich bei der Netzeitung das hier lesen: „Hunderttausende Kinder hungern in den USA“!

Sollte es vielleicht doch nicht so wunderbar sein in den Vereinigten Staaten von Amerika, die sich so gerne als Moralapostel und Vorbild für die ganze Welt sehen? Wer glaubt, dass die USA die Freiheit der Menschen überall auf diesem Planeten verteidigen, der glaubt vermutlich auch an den Weihnachtsmann! Im letzten JAhr haben 36 Millionen Menschen in den USA zeitweise Hunger leiden müssen! Das sind mehr als zehn Prozent der gesamten Bevölkerung in einem der reichsten Länder der Erde!

Aber es gibt auch Dinge, die in den USA im Überfluss vorhanden sind: z. B. CO2-Emissionen und spritfressende SUV´s, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Möge die Macht mit Barack Obama sein. Möge er die Kraft besitzen, die notwendigen richtigen Entscheidungen zu treffen und den Menschen, die unter der Armutsgrenze vegetieren müssen eine Zukunft zu geben.

Das Netz des Lebens…

…umfasst alles Leben auf diesem wunderbaren Planeten, auch den Menschen. Wenn er glaubt, er stünde ausserhalb dieses Netzes und könne unabhängig von anderen Spezies existieren, so unterliegt er einem verhängnisvollen Irrtum.

Diesen gut gemachten Cartoon habe ich bei YouTube gefunden und ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten, denn er zeigt auf anschauliche Art und Weise, wie alles Leben zusammenhängt. Zwar auf Englisch, aber immerhin!

Solche Filme gibt es meiner Meinung nach viel zu wenig. Um Kindern das Thema zu bringen, ist dies wohl eine der besten Methoden!
Das Video wurde eingestellt von der Homepage PermaculturePlanet, die bei YouTube unter permaculture science firmiert. Schaut mal vorbei, sehr interessant und viele Links zum Thema Permakultur – Englischkenntnisse sind allerdings notwendig.

65 Jahre Haft!

Man mag kaum glauben, was in Burma vor sich geht. Da werden Menschen zu Gefängnisstrafen verurteilt, die nichts anderes taten, als ihren Unmut über die regierenden Militärs kund zu tun. Und was ist die Konsequenz daraus? 65 Jahre Gefängnis!

Mir hat es heute morgen schlicht die Sprache verschlagen, als ich den Artikel von FAZ.NET (Burma – 65 Jahre Haft für prominenten Dissidenten) las. Nachdem der Blogger Nay Myo Kyaw erst kürzlich zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er über die unfassbaren Zustände in seinem Heimatland berichtet hatte, sinkt der Geisteszustand der Militärmachthaber in Burma offenbar auf immer neue Tiefstände. Nun wurde der prominente Dissident Min Ko Naing von einem „Sondergericht“ zu 65 Jahren Gefängnis verurteilt. Der 46 Jahre alte Regimekritiker war erst vor zwei Jahren nach 15-jähriger Haft entlassen worden. Gleichzeitig wurden acht weitere regimekritische Aktivisten zu ebensolchen Haftstrafen verurteilt.

In den vergangenen Tagen waren beireits 14 Regimekritiker zu 65 Jahren Haft verurteilt worden. Die Bundesregierung hat zwar protestiert, aber angesichts der Tatsache, dass Burma zur chinesischen Einflußsphäre gehört und man es sich mit den mächtigen Männern im Reich der Mitte nicht verderben will, dürfte es das dann auch schon gewesen sein. Schließlich stehen wirtschaftliche Interessen deutscher Konzerne in China auf dem Spiel und in Burma gibt es keinen Blumentopf zu gewinnen!

Was passiert, wenn „Menschenrechte meets Wirtschaftsinteressen“ auf dem Plan steht, wird hiermit auch klar: Die wirtschaftlichen Interessen überwiegen das „bisschen“ Menschenrechtsverletzung. Und schließlich sind weltweit operierende Konzerne auch in Burma aktiv, wo sie massiv von den üblen Zuständen profitieren – „Wer gut schmiert, der gut fährt!“ Das ist in Burma nicht anders, als anderswo auf der Welt, wo man seine Interessen mit einem hübschen Sümmchen an die verantwortlichen Politiker durch zu setzen pflegt!

So helft der notleidenden Automobilindustrie!

Nachdem vor Jahresfrist die Autohersteller, vor allem in Deutschland, jeden Versuch zu einer deutlichen Reduzierung des CO2-Ausstosses mit der geballten Macht ihrer Lobbyisten ziemlich erfolgreich torpediert haben, stehen sie heute vor dem Abgrund. Und die Politiker stehen auch. Nämlich Schlange, um der notleidenden Automobilindustrie mit Milliardenhilfen in den Arsch zu kriechen! Noch rutscht nur Opel vor der Politik auf den Knien herum um Milliardenbürgschaften (Krise bei Opel, Absatzeinbruch bei Daimler : Politiker eilen Autobauern zu Hilfe; Artikel der Netzeitung vom 15.11.2008) zu erhalten. Aber mit längerer Dauer der Krise werden sich auch die anderen Konzerne (auch diejenigen aus dem sogenannten Premiumsegment) nicht zu schade für den Gang nach Canossa sein!

Auch ich weiss, dass an der Automobilindustrie hunderttausende Arbeitsplätze hängen. Aber ich frage  mich schon, wie es sein kann, dass ein ganzer Industriezweig die Wünsche der Konsumenten nach sparsamen und schadstoffarmen Autos konsequent ignoriert, gegen die halbherzigen Versuche der Politik nach einer Reduzierung des Schadstoffausstosses Sturm läuft und dann, wenn keiner mehr die Spritfresser kaufen will nach Hilfe vom Staat schreit! Und dem Verbraucher will man den Kauf von Neuwagen (spritschluckend und  massig CO2-emmitierend wie eh und je) schmackhaft machen, indem man ihm die Kraftfahrzeugsteuer in Höhe von vielleicht 150 Euronen (für ein Durchschnittsauto) für ein Jahr erlässt!

Technisch ist ein weit geringerer Schadstoffausstoss, als heute noch üblich, längst kein Problem mehr. Man muss es nur wollen – oder die Autoindustrie eben dazu zwingen. Frei nach dem Motto: „Wess´Brot ich fress`, des Lied ich sing“, sollten die Hilfen an die Automobilindustrie mit verbindliche Zusagen zum Schadstoffausstoss verknüpft werden! Ich weiss, es ist nicht nett, Unternehmen in Not so auszunützen, aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, um die notwendigen Ziele zur Rettung unseres Klimas in der kurzen, verbleibenden Zeit zu realisieren. Andererseits bin ich mir ziemlich sicher, dass unser lieber Herr Glos, seines Zeichens Bundeswirtschaftsminister und ein ausgewiesener Spezi sowohl der Atom- wie auch der Autoindustrie, eher dazu neigt, die Steuergelder aus reiner Selbstlosigkeit zu verschenken und im Hinblick auf den Klimaschutz weiter auf die „freiwilligen“ (und natürlich völlig unverbindlichen) Zusagen der Industrie zu setzen.

Man muss sich einmal klar machen, wie völlig am Klimaschutz vorbei die Automobilindustrie neue Modelle entwickelt und auf den Markt bringt. Beispiel gefällig? Aber bitte:

  1. Wisst Ihr, was ein Sports Activity Coupe ist? Nein? So bezeichnen die Bayrischen Motoren Werke ihren neuen BMW X6, ein Teil, das von seiner Auslegung her in unserem mitteleuropäischen Strassennetz etwa so nützlich sein dürfte wie ein Kropf. Folgende Motorisierungen werden angeboten:                  3,0 ltr. 6-Zylinder Benziner: 225 KW/306 PS, CO2-Emission 262 g/km; Verbrauch 10,9 ltr./100 km (Werksangabe);                                                                                                                              3,0 ltr. 6-Zylinder Diesel: 173 KW/235 PS, CO2-Emission 217-220 g/km (was auch immer das bedeuten mag); Verbrauch 8,3 ltr./100 km (im Prospekt steht was von „einzigartig niedrigem Verbauch“ – da versteh ich zwar was andres drunter, aber das steht so da!);                                      4,4 ltr. 8-Zylinder Benziner: 300 KW/406 PS, CO2-Emission 299 g/km; Verbrauch 12,5 ltr./100 km (Werksangabe – die Zeitschrift Auto Motor Sport misst allerdings bei einer Testfahrt einen Durchschnittsverbrauch von satten 18,5 ltr./100 km!);
  2. Aber nicht nur die Bayern sind Schöpfer von unnötigen Monsterautos und auch noch stolz darauf. Die Schwaben mit dem Stern haben auch ein großes Faible für Autos, die hierzulande niemand braucht, außer um damit zum Bäcker oder zum Zigarettenautomaten um die Ecke zu fahren. Ich will hier nicht von der Mercedes M-Klasse oder der G-Klasse (siehe technische Daten der Motoren, bei denen die CO2-Emissionen jenseits von Gut und Böse liegen) sprechen, denn die gibts schon länger. Ich rede hier vom Mercedes GL und Mercedes GLK deren Daten ich jetzt nicht im einzelnen aufzählen mag. Wen es wirklich interessiert, der kann selber schauen. Aber mit solchen CO2-Emissionen würde es mir als Hersteller auch übel aufstoßen, wenn mir ein Politiker was von 120 g CO2/km erzählen würde!

Mit den technischen Möglichkeiten, die besonders den deutschen Automobilherstellern zur Verfügung stehen, sollte eigentlich die Konstruktion eines extrem schadstoffarmen Motors möglich sein. Aber offensichtlich ist es nicht wünschenswert. Denn ein Motor ist entweder extrem stark, (und damit meistens überflüssig) oder eben schadstoffarm. Eine Kraftfahrzeugsteuer, die sich am Schadstoffausstoß orientiert, könnte die Automobilkonzerne motivieren, sich nicht mehr nur über die PS-Zahl ihrer Fahrzeuge zu definieren!

Das es auch anders geht, könnte der Loremo eindrucksvoll demonstrieren, der zwar bisher noch nicht in Serie gebaut wird. Aber immerhin durchbricht er den Teufelskreis des immer größer, immer stärker, immer schwerer und immer umweltschädlicher, indem seine Konstruktuere einen Weg einschlagen, der genau in die andere Richtung geht. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt nicht irgendwann aus Geldmangel zu Grunde geht, sondern sich auch am Markt durchsetzen kann. Und schlecht sieht das Teil nun wirklich nicht aus. Es macht Lust auf mehr – mehr Innovation, mehr Vernunft, mehr Spaß, mehr Zukunft!

Utopia entwirft Green New Deal!

Wie können wir die Welt aus der derzeitigen Finanz- und Umweltkrise herausholen und gleichzeitig  weitgefasste Klimaziele erreichen? Indem wir den gebeutelten Banken und Automobilkonzernen unsere sauer versteuerten Milliarden und Abermilliarden hinterherwerfen, grad so, als würde man sie in ein alles verschlingendes Schwarzes Loch schleudern?
Oder sollten wir nicht viel lieber neue umweltfreundliche Technologien fördern, in erneuerbare Energien investieren und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen und Landwirte unterstützen? Utopia hat einen sogenannten Green New Deal ins Leben gerufen, um die Menschen, Politiker und Wirtschaftführer zu sensibilisieren und zu einem einheitlichen Handeln zu bringen.
Fakt ist doch, wir können alles erreichen, was wir uns vorstellen können. Aber oftmals ist der Geist in Schranken gefangen, die wir uns selbst auferlegen, weil wir uns alten Konventionen unterwerfen, die uns fesseln. Davon müssen wir uns befreien, damit die Menschheit und nicht zuletzt Gaia eine Zukunft haben!

weiterführende Links:

  • Weblog von Utopia (ein Bulletin für strategische Konsumenten – sehr interessant und aufschlussreich!)
  • Utopia (das Internetportal für den strategischen Konsumenten)