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Das Geld nehmen wir, aber sonst haltet Euch raus!


Also wenn wir den lieben Ackermann nicht hätten, man müsste ihn glatt erfinden! Über wem könnte man sonst Hohn und Spott abladen, wenn nicht über Ackermann? Er ist wohl der Manager in Deutschland, der aber auch nicht ein einziges Fettnäpfchen auslässt. Sozusagen das personifizierte Fettnäpfchensuchgerät. Und wenn er auch sonst auf der menschlichen Seite nichts beherrscht, da drin ist er große Klasse. Mir drängt sich der Verdacht auf, er wird dafür bezahlt, denn so wird man von den ganzen anderen Unzulänglichkeiten sowohl in der Politik, wie in Wirtschaft und Umweltschutz trefflich abgelenkt!

Aber der Reihe nach:

  1. 2. Oktober 2008 – Josef Ackermann ruft nach dem Staat (Welt Online), als sich abzeichnet, dass das gesamte Weltfinanzsystem vor dem Kollaps steht – hervorgerufen durch kriminelle Spekulationsgeschäfte der Manager quer durch alle großen und kleinen Banken, gepaart mit einer Unfähigkeit, die sprachlos macht! Ausgerechnet Ackermann hatte zu den Zeiten, als die Banken Milliarden verdienten am lautesten geschrieen, der Staat solle sich aus deren Geschäften heraushalten!
  2. 25. Oktober 2008 – Ackermann überlegt es sich anders und verkündet lauthals, er würde sich schämen wenn seine Bank (die Deutsche Bank) Geld vom Staat in Anspruch nähme! Es entsteht der eindruck, dieser Mann weiss nicht was er redet, oder schlimmer noch, er weiss es ganz genau und macht es mit voller Absicht. Ein Agent Provocateur, wenn man so will. Vielleicht um von anderen Problemen abzulenken. Ein Problem fällt mir da sofort ein, dass in dem ganzen Trubel fast untergegangen ist: Die Diskussion um den Klimawandel, der plötzlich nur noch halb so interessant war, als alle Welt sich um seine unsicher gewordenen Spareinlagen sorgte!
  3. 11. November 2008 – Erneut fällt Josef Ackermann mit grandioser Überheblichkeit und Selbstüberschätzung aus dem Rahmen. Während das komplette Banken- und Finanzsystem immer noch knirscht und gefährlich wackelt, verbreitet er in einem Brief, den er an Schorsch Dabbelju Busch und 20 weitere Staats- und Regierungschefs schreibt, die unzähligen Milliarden zur Stützung der Märkte seien ja willkommen gewesen um den Zusammenbruch zu verhindern, aber ansonsten habe sich die Politik so bald wie möglich wieder aus der Wirtschaft zu verabschieden! Das nenne ich mal dreist.

Man sieht also, Ackermann tut was er kann, um ja möglichst viele Menschen gegen sich aufzubringen. Und darin ist er wirklich gut. Wenn man daran denkt, welch unrühmliche Rolle er in dem Gezerre um die Übername von Mannesmann durch Vodafone im Jahre 2000 spielte, wird einem klar, dass so etwas wie ein Gewissen scheinbar nur etwas ist, das anderen passiert, aber keinem Manager.

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