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Kongo versinkt im Chaos!


Wieder einmal ist eine UN-Mission kläglich gescheitert und es ist die größte „Friedensmission“ der UN gewesen. Seit den 90er Jahren starben nahezu 5 Millionen Menschen bei Kämpfen im Kongo, einem der rohstoffreichsten Staaten der Erde. Dann kamen die UN-Soldaten und „brachten den Frieden“. Jedenfalls glaubten sie das oder sie erzählten es der Welt, um den Westen dazu zu bringen Millionen Dollar und tausende von Soldaten ins dunkle Herz Afrikas zu schicken!

Was sie dort sollten, wussten die meisten von ihnen selber nicht. Man hatte ihnen wohl ebenfalls gesagt, sie würden den Menschen dort Frieden bringen und vielleicht haben einige das sogar geglaubt. Nun aber zeigt sich überdeutlich, dass sie wohl besser zu Hause geblieben wären. Denn als der General Laurent Nkunda am 28.8.2008 mit seinen marodierenden Tutsi-Horden in das Land nördlich des Kivu-Sees einfiel, trieben sie die Blauhelm-Soldaten wie Kaninchen vor sich her, nebst einigen hunderttausend verzweifelten Flüchtlingen.

Nach einem Pressebericht vom 8.11.2008 hat es bereits Massaker gegeben und es ist mit noch viel mehr Gewalt zu rechnen. By the way, gibt es überhaupt irgendwo auf diesem Planeten eine UN-Mission, die die Erwartungen erfüllt hat? Haben Blauhelm-Soldaten überhaupt schon einmal das getan, wofür sie einst entsandt wurden? Oder ist es nicht vielmehr immer so gewesen, dass die Blauhelme zwar ihre Nasen überall reingesteckt, diese aber beim ersten Gewehrschuss genauso schnell wieder zurück gezogen haben? Das Ganze hat nicht mal einen symbolischen Charakter, wenn Ihr mich fragt!

Auch im Kongo müssen wieder viele Menschen sterben, bevor irgendwann wieder trügerische Totenruhe sich über den Kontinent senkt – bis zum nächsten Krieg. Es ist ein Wahsinn ohne Sinn, ohne Verstand, ein Blutvergießen ohne Ende. Wer heute das Opfer ist, der wird morgen zum Täter und so weiter und so weiter! Und da soll der „Goldene Westen“, der den Egoismus und die Ausbeutung zu den höchsten demokratischen Prinzipien erhoben hat, ein leuchtendes Vorbild in Sachen Menschlichkeit sein? Wie lächerlich!

Übt Solidarität mit den Menschen im Kongo und unterschreibt diese Petition von Avaaz.org. Wenn Ihr sie dann noch an ein paar Freunde weiterleitet, können wir massiven Druck auf die Politik ausüben! Das tut Not!

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2 Kommentare zu “Kongo versinkt im Chaos!

  1. Meiner Ansicht nach versagt eine UN-Mission nicht auf Grund der Planung oder dem Willen der UN (so hat der UN-Chef vor Ort schon lange um weitere Unterstützung gebeten und ein anderer Mitarbeiter sagte mir vor zwei Jahren schon, dass es wieder Krieg geben wird), sondern weil die „Weltgemeinschaft“ die UN in ihren Missionen nicht ausreichend unterstützt. Die UNO hat keine Soldaten und ist auf die Mithilfe der Nationen angewiesen – die diese meist nur halbherzig, wenn überhaupt erfüllen.

    Auch die Kompetenzen der Blauhelme legen die Nationen im Sicherheitsrat fest, nicht die UNO selbst. Ich bin dabei an die Mission in Ruanda erinnert, bei der die Soldaten nicht schießen durften und daher verdammt waren bei den Massakern zuzuschauen. Ich frage mich, ob es hier wieder so ist und die Staaten dann Betroffenheit spielen, aber den Soldaten vor Ort keine Handhabe für effektives Handeln geben.

    UN-Missionen sind ein wichtiger Baustein um Regionen zu befrieden und in Liberia und Sierra Leone läuft es ja auch gut. Wichtig ist jedoch, dass die Staaten die Rahmenbedingungen schaffen, was die UN nicht kann. Das bedeutet wirtschaftliche Hilfe (weniger durch Geld als durch Handelsmöglichkeiten), Unterstützung humanitärer Hilfe, Förderung der Region (Aufbau von Schulen, etc.) – aber wenn diese nicht kommt wird so etwas wie im Kongo immer wieder passieren. Leider.

  2. Danke sehr für Deinen Kommentar Rabenzeit. Mit meinem Post wollte ich auf den Widersinn in den UNO-Missionen hinweisen, der zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft. Und da sind natürlich die beteiligten Regierungen schuld. Das die Blauhelme nur das tun, was sie tun dürfen, ist klar.
    Ich persönlich befürchte, dass der Krieg im Kongo womöglich so ausartet, wie die Massaker in Ruanda. Denn das UN-Mandat unterscheidet sich meines Erachtens kaum oder garnicht von dem damals, als hunderttausende hingeschlachtet wurden.
    Die Leidtragenden sind immer die Zivilisten – und die Blauhleme, die sich hinterher Vorwürfe machen lassen müssen, sie hätten nicht gehandelt. Dafür gehörten eigentlich die verantwortlichen Politiker eingelocht und zwar vom Kriegsverbrechertribunal!
    Wenn man nicht geneigt ist zu helfen, wie es auch hier wieer den Anschein hat, dann brauch ich nicht Soldaten zu entsenden. Ein Feigenblatt für die Feigheit und Verantwortungsscheu der westlichen Politik ist nicht nötig. Das dem so ist, haben sie oft genug bewiesen!
    Darum kann ich nur immer wieder an die Menschen appelieren: Unterschreibt Petitionen und geht den Politikern so lange auf den Sack (bitte, das ist jetzt keine geschlechtsspezifische Diskriminierung), bis sie endlich Entscheidungen zu treffen bereit sind, die Hand und Fuß haben und den betroffenen Menschen nützen.

    Liebe Grüße von andrejo

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