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Die armen Stromkonzerne!


Da kann einem doch echt das Herz bluten! Die Stromkonzerne wehren sich im Verein mit den Konzernen der Schwerindustrie gegen die fürchterliche Bedrohung durch die einführung von Verschutzungszertifikaten für die CO2-Emission (gegen Geld!), weil sie sonst den Untergang des Abendlandes – also von uns – herauf dräuen sehen! Allen voran die „Klimaretter“ von Vattenfall, schaut mal hier:

Und dann kommt doch wirklich etwas in den Nachrichten hereingeflattert, was mir – gelinde gesagt – die Sprache verschlagen hat. Obwohl ich das ja eigentlich schon immer vermutet und das auch ausgesprochen habe. Die verkaufen uns nicht nur für blöd, die Stromkonzerne, die kassieren auch  noch ohne jeden Grund richtig heftig ab. „Gewinne verdreifacht – Stromkonzerne langen zu“ titelt n-tv.de am 29.12.2009, die netzeitung schreibt ebenfalls am 29.12. 2009 „Grüne kritisieren Energiekonzerne: Strompreiserhöhung nicht gerechtfertigt“ und das fuereinebesserewelt-Blog meldet „Stromkonzerne haben Gewinne mehr als verdreifacht!“.

Weil es nach wie vor ein von der Bundesregierung gestütztes Stromkartell gibt! Wettbewerb auf dem Strommarkt? In weiten Teilen unseres Landes nicht mehr als ein schöner Traum. Seine Glühbirnen ohne den Einsatz von Atomstrom heizen? Mit den großen Konzernen nicht machbar! Die verstehen unter Umwelt-, und insbesondere dem Klimaschutz nämlich ausschließlich den Bau von Atomkraftwerken (Endlagerproblematik nach wie vor ungelöst, aber aus dem Blickwinkel der Atomindustrie wohl auch völlig uninteressant!) – und die Bundesregierung tutet voller Begeisterung ins gleiche Horn und erwartet, dass die dämlichen Wähler den doppelten Salto rückwärts vom „unumkehrbaren Atomausstieg“ hin zum „Klimaschutz durch den massiven Aus- und Neubau von Atomkraftwerken“ einfach hinnehmen und diese „hervorragende politische Arbeit“ bei den nächsten Wahlen auch  noch honorieren – durch Wiederwahl!

Wir können nur hoffen, dass die Halbwertszeit des Wählergedächtnisses in etwa der Halbwertszeit von Plutonium entspricht, dann werden sich Merkel und Co. wohl nach der Wahl einen neuen Job suchen müssen. Aber ich glaube, den haben sie schon so gut wie in der Tasche. Mit ihrer Arbeit zu Gunsten der Konzerne und im Interesse der Industrie, haben sie alles dafür getan, um nach dem Ende ihrer politschen Karrieren einen gut bezahlten und bequemen Posten in irgendeinem Aufsichtsrat irgendeines Großunternehmens zu bekommen – wie sie es sich verdient haben! Zwar schwört ein Bundeskanzler oder Bundesminister, wenn er/sie den Amtseid (Artikel bei Wikipedia) ablegen, er/sie wolle…

…seine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Der liebe ehemalige Bundestagspräsident und seit 2005 Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hat jedoch im Gegensatz zu diesem Eid erklärt, der Amtseid habe keinerlei rechtliche Bedeutung. Gegen eine Verletzung des Amtseides kann nicht juristisch vorgegangen werden!

Bescheidene Frage von mir: „Für was soll dieser Schwachsinn dann eigentlich überhaupt gut sein?“

So muss es einen nicht wundern, wenn sich niemand, aber auch wirklich niemand dazu bemüßigt fühlt, wirklich Schaden vom Deutschen Volk ab zu wenden. Man hat als Politiker wohl schon genug damit zu tun, schaden von sich selbst ab zu wenden und Vorsorge für die Zeit nach der Politik zu treffen. Man sehe sich nur das Beispiel unseres frisch lackierten Altkanzlers Schröder (Artikel bei Wikipedia) an, der als Politiker schon die Geschäfte eingefädelt hat, für die er von dem Konsortium NEGP Company unter Beteiligung von Gazprom (Artikel bei Wikipedia), BASF (Artikel bei Wikipedia) und E.ON (Artikel bei Wikipedia) nun großzügigst bezahlt wird!

Geht es nun um den Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten, trifft es – wie man an den Meldungen deutlich sehen kann – wie immer nur die Bedürftigen, die Großkonzerne. Und die Umwelt? Die kann warten! So schnell geht die Welt nicht unter, oder doch? Vielleicht ist die Meldung der netzeitung (29.12.2009 ) „Verschärfte Prognose: Klimakatastrophe beschleunigt sich“ ja auch nichts weiter als Panikmache.

Bildet Euch selber eine Meinung und zieht dann die Konsequenzen. Zieht den Energiekonzernen den Stecker raus! Geht zu einem Ökostrom-Anbieter (Infos dazu findet Ihr hier bei Greenpeace-energy oder beim Ökostromvergleich von Robin Wood!) und zeigt den großkotzigen Managern, die unser Klima und Gaia sehenden Auges ins Verderben treiben, was Ihr von ihnen und ihrem Tun haltet! Nichts!

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