Mobil mit Muskelkraft!

Also, ich bin vielleicht ein Spinner, nein ganz sicher bin ich ein Spinner und zwar einer mit ökologischem Hintergrund, das ist mal klar. Irgendwann in meiner Jugend hatte ich das Glück, ein Teil bewegen zu dürfen, das sich damals Kettcar nannte. Es war ein recht großes Tretauto und ich glaube, damals wurde es von der Firma Kettler produziert! Ein tolles Gerät und ich liebte es heiß und innig. Leider wurde ich irgendwann zu groß für das Ding und so verschenkte ich es an einen Nachbarsjungen, dessen Eltern ihm sowas nicht kaufen konnten.

Heute sehen die Dinger von Kettler so aus

Gewicht 46,2 kg und damit sollen Kinder von 8 Jahren an aufwärts rumfahren, aber nur bis zu einer Körpergröße von 130 cm. Also ich finde das ist ein klein wenig massiv für ein Kinderfahrzeug, oder?

Seit dieser Zeit frage ich mich immer wieder und in der letzten Zeit immer öfter, warum gibt es sowas nicht für Erwachsene? Seit dieser Zeit bin ich auf der Suche! Ja, natürlich, es gibt Trikes und Liegeräder und was weiss ich noch alles. Aber ein Tretauto, dass einem die Gefühle und Träume der Kinderzeit wieder zurück bringt, das gibt es nicht, oder doch?

Hin und wieder finde ich bei meinen Ausflügen durch´s Netz die ein oder andere interessante Seite, die mich meinem Traum ein Stück näher bringt. Zum Beispiel diese hier, Very Eco, das Unternehmen sitzt in Neuseeland und bietet beispielsweise dieses Fahrzeug hier an

Preise konnte ich leider keine finden. Aber man kann über eine Email-Adress mal nachfragen, wenn man Bedarf hat.

Die Seite AtomicZombie, die einige wirklich scharfe Teile zum selbstbauen anbietet, habe ich in einem anderen Artikel schon mal erwähnt. Hin und wieder schaue ich da mal vorbei und sehe, was die so anzubieten haben. Zum Beispiel das hier

oder das Gerät hier, ein echtes muskelbetriebenes Fahrzeug, mit vier Rädern und ebenfalls zum selber bauen (ich glaub das Bild hab ich auch schon mal gepostet, aber egal)

Die Baupläne kriegt man bei AtomicZombie zum Download für jeweils 16,95$ (die Bezahlung ist mit PayPal möglich, was für uns hier in Deutschland relativ praktisch ist, denke ich).

Ich werd mal schauen, ob ich mir dieses Jahr den Plan für den Streetfighter downloade und mal ein paar Wochenenden, oder eine paar Monate, vielleicht aber auch ein Jahr in der Werkstatt verschwinde und dann mal sehen, was dabei heraus kommt. Ich werde das auch fotographisch  (ich weiss, das ist falsch geschrieben, aber in der Beziehung bin ich  sehr altmodisch veranlagt!) dokumentieren und Euch über den Fortschritt informieren.

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Wächst uns die Asse über den Kopf?

Nun haben sie es endlich geschafft, die Damen und Herren von der Atomlobby. Die Bundesregierung hat sich nun als gütiger und vor allem großzügiger Gönner geoutet und dem Steuerzahler mit der der Übernahme der Asse in die Obhut des Bundes auch gleich die horrenden Kosten der Sanierung und Schließung 2020 aufgebürdet (Das schreibt die netzeitung am 31.1.2009 unter „Bund übernimmt Schließungskosten – Atom“Sauhaufen“ Asse bleibt bis 2020 offen“! Na also, es läuft doch alles wieder so, wie man es gewohnt ist hierzulande!

Also bei mir kömmet da richtig Freude auf, wenn ich so sehe, wie sich die Regierung – me nothing you nothing – von der Atomindustrie über den Tisch ziehen lässt und dann noch damit hausieren geht, als handele es sich um einen gigantischen Erfolg im Namen des Umweltschutzes! Von Verursacherprinzip keine Spur mehr – die Atomindustrie steckt Milliardengewinne ein, preist sich selbst als Retter des Klimas und einer sauberen Umwelt und läßt den Staat und die Bürger für die Entsorgung ihrer hochgiftigen Hinterlassenschaften sorgen und zahlen!

Bin ich, sind die paar Atomkraftgegener die sich gegen den Wahnsinn aktiv engagieren eigentlich wirklich die einzigen, die das sehen? Lügen sich die restlichen Menschen in unserem Land, einschließlich der Regierung und Teilen der Opposition wirklich vor lauter Dummheit (oder ist es Verzweiflung?) selber in die eigene Tasche, um sich nicht der Realität stellen zu müssen?

Wie kann man ernsthaft glauben, man könnte ein sicheres Verfahren für die Entsorgung des hochradioaktiven Restmülls aus den Atommeilern finden, indem man ihn irgendwo in der Erde verbuddelt- sicher für die nächsten zehntausenden von Jahren? Genau das hat man behauptet, als die Asse für den Atommüll geöffnet wurde, obwohl schon damals die behauptete Sicherheit der Anlage nicht wissenschaftlich zu belegen war! Heute steht man vor den Trümmern des Salzstockes und ist froh, wenn er in den nächsten 6 Jahren noch nicht in sich zusammen fällt, damit man ihn wenigsten halbwegs regulär schließen kann und nicht fluchtartig verlassen muss! Kann es sein, dass unter solchen Umständen der Dreck da drinne – es handelt sich sicherlich zu 90% um Müll aus Atomkraftwerken, für dessen sichere Entsorgung  eigentlich die Atomindustrie zahlen und haften müsste – über einen jahrzehntausende dauernden Abklingprozeß „sicher“ ist? Sind unsere Nachkommen vor dieser Scheiße und der Verantwortungslosigkeit der Atomindustrie und der deutschen Regierung sicher? Wenn ja, für wie lange?

Mit der Änderung der Zuständigkeiten („Bundestag schafft Voraussetzung für Asse-Stilllegung“ auf tagesschau.de am 31.1.2009) ändern sich – flugs – die Verantwortlichkeiten und diejenigen, die man zur Kasse bitten wird, aber keineswegs die Gefahr die von dieser Art der „Endlagerung“ ausgeht. Wenn irgendwann in den nächsten 10 oder 20 Jahren die Radioaktivität durch Wassereinbruch in die verseuchten Stollen in die Umwelt gelangt, dann sperren wir vermutlich einfach ein paar hundert oder tausend Quadratkilometer unserer Heimat ab und ziehen einfach um – Deutschland ist ja so schön groß?

Oder vielleicht sollten wir der Radioaktivität sagen, dass sie in der Asse II sicher eingeschlossen und endgelagert ist und sich gefälligst an die Spielregeln zu halten hat!

Sind wir alle Feiglinge?

Weil wir, als umweltbewußte VerbraucherInnen, nicht nur ein gesundes Misstrauen gegen jede Form gentechnischer Veränderung von Lebewesen (egal ob Pflanze, Teir oder Mensch) haben, sondern auch noch darauf bestehen, gentechnikfreie Nahrung zu uns zu nehmen? Diese Meinung vertritt die Nobelpreisträgerin Christine Nüsslein-Volhard in dem in der Welt-Online-Debatte unter der Überschrift „Warum diese Furcht vor Gentechnik?“ am 30.1.2009. Und dann fängt sie eifrig an drauflos zu fabulieren, wie harmlos doch alles sei und das die bis heute gebräuchlichen konventionellen Zuchtmethoden keinesfalls sicherer als die Gentechnik seien.

Beim Lesen drängt sich sofort die Frage auf, wer Frau Nüsslein-Volhard eigentlich dafür bezahlt, hier ihren Senf dazu zu geben? Sie schwelgt in den höchsten Tönen von den Gutmenschen in den Chefetagen der Genkonzerne, die doch nichts anderes beabsichtigten, als den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Und das ginge eben nur mit Gentechnik!

  • Warum, so muss man fragen, gibt es dann überhaupt noch Hunger auf der Welt, müssen Menschen, vor allem Kinder verhungern? Sind doch die meisten Flächen auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, außerhalb Europas? – Weil diese Menschen nicht genug Geld haben und darum als Verbraucher uninteressant sind!
  • Warum kostet das gentechnisch veränderte Saatgut, dass ja den Hunger und die Armut bekämpfen soll, dann eigentlich Geld? Und die dafür notwendigen Spritzmittel (z. B. Roundup usw.) ebenso? – Weil die Genkonzerne daran verdienen!
  • Warum muss der Bauer, der gentechnisch veränderte Hybridpflanzen anbaut eigentlich jedes Jahr neues Saatgut kaufen und kann nicht einen Teil der Ernte für die nächste Aussaat aufbewahren? – Weil die Genkonzerne daran verdienen!
  • Warum wollen die Genkonzerne die Terminator-Technologie zu erforschen und etablieren, wenn sie die Menschen vom Hunger befreien wollen? – Weil die Genkonzerne damit die Nahrungsmittelproduktion kontrollierne können!

Alles im Namen der Menschlichkeit und der Armutsbekämpfung? Das ist lächerlich. Gentechnik ist nicht mehr und nicht weniger als der Versuch die Nahrungmittelproduktion der gesamten Welt in die Hände zu bekommen und zu kontrollieren. Dabei sind die Genkonzerne bereit jedes, absolut jedes Mittel einzusetzen, das auch nur die geringste Aussicht auf Erfolg verspricht!

Warum sie das tun? Ganz einfach: Geld ist ein guter Grund für die viele Menschen und die meisten – ja alle – Konzerne, über Leichen zu gehen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes!Und hier geht es um Geld, um sehr viel Geld, denn wer hungert, der ist bereit jeden Preis für Nahrung zu bezahlen und zwar jeden Tag!!

Nichts ist so einfach, wie über etwas zu referieren, das einen selber kaum berühren dürfte, wenn man einen sozialen Rang wie Nüsslein-Volhard bekleidet. Oder die Damen und Herren in den oberen Etagen der Genkonzerne. Die würden ihren eigenen Gendreck vermutlich nicht mal mit der Kneifzange anfassen – wozu gibt es schließlich biologisch-dynamischen Landbau für die etwas betuchteren Gesellschaftsschichten, die sich das leisten können? Und der Normalbürger? Otto oder Emma Normalverbraucher? Wenn die nicht auf gentechnisch veränderte Nahrungsmittel zurückgreifen wollen, warum haben sie nicht das Recht dazu? Sie müssen Gendreck essen, ob sie wollen oder nicht, denn die Lobbyisten der Genkonzerne haben bei der Politik durchgesetzt, dass ohne Gentechnik eben nicht heisst Gentechnikfrei (Artikel bei heise.de Telepolis vom 25.1.2008)! Und das ist gerecht, Frau Nüsslein-Volhard? Wenn Ihnen egal ist, wo Ihre Nahrungsmittel herkommen und mit welchen Chemikalien sie gespritzt wurden, wenn Sie es für richtig halten, dass auf unseren Äckern nur noch gentechnisch veränderte Nahrungspflanzen angebaut und auf den Verbraucher losgelassen werden, ganz nach gutdünken, dann sollten Sie diesen Mist allein fressen essen und zwar zusammen mit den Leuten in den Genkonzernen, die Sie vermutlich auch für Ihr Statement bezahlt haben! – Guten Appetit!

Nicht ohne Grund wird unter anderem die Gentechnik und damit verbunden der Einsatz hochgezüchteter Turbosorten in der industriellen Landwirtschaft für die beängstigende Abnahme der Biodiversität verantwortlich gemacht! Und Sie beklagen allen Ernstes die zunehmende Verarmung und Auslaugung der Ackerböden, die Erosion und den Hunger der Menschen vor allem in der Dritten Welt? Dafür ist die Chemieindustrie und die Genkonzerne verantwortlich und nicht die Bauern, die voller Bescheidenheit und Gottvertrauen nach jahrhundertealten Traditionen ihr eigenes Stückchen Land beackern!

weiterführende Links:

100.000 Gesichter für die Chance Nachhaltigkeit!

Bei Twitter (Artikel bei Wikipedia mit Link zu Twitter) ist mir neulich der Blogger Hannes Offenbacher aus Österreich aufgefallen, der sich ganz vehement und mit sehr viel Nachdruck für Nachhaltigkeit (Hier auf Wikipedia findet Ihr eine genaue Definition zum Thema Nachhaltigkeit, – Drei-Säulen-Modell – damit Ihr Euch orientieren könnt, um was es dabei eigentlich geht)! engagiert. Unter anderem hat er einen Nachhaltigkeitskalender aus der Taufe gehoben, auf dem jeder Veranstaltungen und Events zum Thema Nachhaltigkeit eintragen kann. Email genügt, mit einer kleinen Erklärung warum und wieso, dann schaltet er den Kalender für den Betreffenden frei. Sein Blog heisst „Besser gehts immer“ und damit hat er zweifellos recht.
Auf Facebook (Artikel auf Wikipedia mit Link zu Facebook) hat der gute Mann eine Aktion losgetreten, mit der er ein Netzwerk nachhaltig orientierter Menschen schaffen will. Ziel bis Ende 2009 sind 100.000 Mitglieder (Darum heisst die Gruppe logischerweise auch „100.000 Gesichter für die Chance Nachhaltigkeit“) in dieser Gruppe weltweit – zugegeben, eine etwas kühne, aber dennoch eine Zielmarke, die nicht unmöglich sein muss. Schließlich hat das Jahr erst angefangen und als ich mich heute eintrug, da waren es immerhin schon 666 Mitglieder und wenn Ihr Euch anschließt und darüber berichtet, dann wird bald die 1.000 geknackt! Also, auf geht´s!
Gute Ideen kann man nicht oft genug unterstützen und wenn´s um Nachhaltigkeit geht, sowieso! Mit so ner Masse Leute im Rücken kann man schon was bewegen!

Manchmal kommt es anders…

…als man denkt! Utopia.de hat am 28.1.2009 unter der Überschrift „Smart vs. VW vs. Greenpeace“ unter anderem zwei Filmchen eingestellt, die zeigen wie es einem Konzern ergehen kann, wenn er sich mit einem Thema übernimmt, von dem er keinerlei Ahnung hat, z. B. dem Umweltschutz. Ich versuche das Ganze mal kurz sinngemäß zusammen zu fassen. Aber Ihr solltet nicht vergessen, den gesamten Artikel bei Utopia durchzulesen, der geht nämlich auch ganz schön ab!

Zuerst der Videoclip, mit dem Smart sich sowohl über VW, als auch den Umweltschutz lustig machte:

Und weiter gings. VW fühlte sich getroffen und fing sofort an zurück zu bellen, mittels einer Anzeige die den Vorwurf der Spritschluckerei widerlegen sollte:

Prompt folgte die Antwort auf diese Anmassung in Form einer Gegenanzeige:

Naja, aber der Hammer kam dann zum Schluß und zwar von Greenpeace höchstselbst, mit einem Videoclip der besonderen Art:

Wer zuletzt lacht, lacht eben immer am Besten!

Automobiler Hirnriss – oder Vernunft?

Ja, ich weiss, ich bin mir selbst untreu geworden. Aber ich kann das erklären, echt! Im April letzten Jahres hatte ich eine Art Rubrik gestartet, in der ich jeden Monat ein Automobil vorstellen wollte, dass den ökologischen Bedürfnissen  von Gaia so diametral gegenüber steht, dass die Herstellung und der Vertrieb eigentlich verboten gehörte. Dann jedoch, packten mich andere Themen, die ich für genauso oder noch wichtiger gehalten habe und fesselten meine Aufmerksamkeit, so dass ich die Geschichte einfach vergessen habe!

Und nun? Nun ist sie mir wieder eingefallen, nach dem Motto: „…da war doch was gewesen…“ Stoff ist auch reichlich zu finden und los geht´s. Der deutsche Premiumhersteller Porsche, bekannt für seine „nachhaltig produzierten und den höchsten ökologischen Ansprüchen genügenden Automodelle“ (vorsicht, Sarkasmus!), bekannt geworden durch z. B. den Cayenne, den 911er, den Carrera und was weiss ich noch für Wagen, die so überflüssig wie der sprichwörtliche Kropf sind, bringt vermutlich noch in diesem Jahr den brandneuen Panamera auf den Markt. Ein Auto von der Form eines 911er, nur noch ein wenig verquollener und wahrscheinlich stärker motorisiert, soll den Sportwagefahrer mit Familie begeistern, oder so ähnlich. schaut Euch das Video an und urteilt selbst, ob es sich hierbei um ein zeitgemäßes Fahrzeug handelt. Wenn Ihr das genau so seht, solltet Ihr schleunigst Euren Altwagen in die Schrottpresse lupfen und mit den 2.500,- € Umweltprämie zum Porsche-Dealer rennen. Am Besten, bevor die ganzen bescheuerten Kleinwagenfahrer das Budget für die Verschrottung aufgebraucht haben, nur damit sie sich so einen beknackten Dacia Sandero für 5.000,- € auf Raten kaufen können!

Macht so ein Geschoß Sinn in einer Zeit, in der die Ölvorräte zur Neige gehen? Wohl kaum. Was für eine sinnlose Verschwendung kostbarer Ressourcen, sowohl was den Bau, als auch was den Betrieb betrifft. Was könnten die Ingenieure von Porsche leisten, wenn man die mal an ein solches Projekt ran ließe? Einstweilen muss man ja fast froh sein, dass der Cayenne jetzt auch mit einem Dieselmotor zu haben sein wird. Ein Ökoauto wird er dadurch aber noch lange nicht!

Aber es gibt auch Lichtblicke, so wie den Aptera, ein zukunftsweisendes elektrisch angetriebenes Fahrzeug, dass auch die Unterstützung von Google findet (und die investieren nicht in Schrott!).

Aptera, ein Einzelfall? Mitnichten, es gibt noch andere, die den Trend hin zu vernünftigen Autos erkannt haben und ihm nachgehen. Die teilweise schon seit Jahren ihre kreativen Fähigkeiten in solche Projekte einbringen und die automobile Zukunft entscheidend beeinflussen wollen.

Da wäre der Loremo zu nennen, ein Leichtfahrzeug (darauf deutet der Name hin. Loremo = Low Resistance Mobile). Ein Projekt, dass seit ca. 2 Jahren viel Aufmerksam keit mit seinen Prototypen erregt, aber hin und wieder dezent durch eine etwas durchwachsene Kommunikationspolitik mit Interessenten und Fans auffällt. Aber die Homepage ist gut gemacht. Ihr solltet sie Euch mal anschauen und könnt auch euren Senf per Kommentar dazugeben!

Sieht doch toll aus, das Teil und vernünftig ist es obendrein! Das Auto soll es mit Elektroantrieb und Verbrennungsmaschine geben, wobei letztere einen Verbrauch von weit unter 2,0 Litern/100 km realisieren soll. Nicht schlecht für den Anfang!

Und hier gibt es noch ein rassiges elektrisch angetriebenes Auto aus der Schweiz. In den 70er und 80er Jahren bekannt als Heimat der gigantischen Monteverdi-Limousinen. Auch hier hielt die Vernunft Einzug und die erkenntnis, dass es auch anders geht!

Schick, oder nicht? Das Gerät nennt sich Mindset (auch hier könnt Ihr Euer Feedback geben, wie Euch dieser Wagen gefällt!) und soll mit elektrischem und Hybridantrieb auf den Markt kommen. Tja, Leute, so sieht die Zukunft aus!

Was wäre gewesen, wenn die Bundesregierung ihr Konjunkturpaket so geschnürt hätte, dass auch solche innovative Unternehmen wie Loremo davon profitierten? Ausgeschlossen? Ja, das glaub ich auch, denn die Jungs und Mädels von Loremo haben sicher keinen Lobbyisten vom Schlage eines Herrn Wissmann, der dafür Sorge trägt, dass die regierung den deutschen Premiumherstellern das Geld hinterher wirft und um Gottes Willen nicht irgendwelchen vernünftigen Projekten. Hätte die Automobilindustrie, insbesondere die deutsche, sich auf die zu erwartenden Veränderungen eingestellt und zukunftsorientierte Fahrzeuge konzipiert, wer weiss, wahrscheinlich bräuchten sie sich heute nicht so viele Sorgen zu machen.

weiterführende Links:

  • ErockIT (echt absolut scharfes Teil, sieht bärenstark aus und lässt richtiges Easyrider-Feeling aufkommen, wenn man´s nur anschaut!).

  • Segway (alternative Fortbewegung at it´s best – allerdings noch keine deutschlandweite Zulassung, ausser Hessen. In anderen Bundesländern nur als Hilfe für Gehbehinderte zugelassen. Was für´n Schwachsinn. Schade dass es keine Denkhilfe für verblödete Beamte gibt!).

Wo wird das alles enden?

Im Gefolge der Finanz- und damit verbunden der Wirtschaftskrise, hervorgerufen durch die Gier und die Geldgeilheit der kriminellen Banker nahezu sämtlicher großer Kreditinstitute, werden Jobs abgebaut, das einem das kalte Grauen kommen könnte!

Nicht alle Unternehmen, die einem großen Teil ihrer Mitarbeiter den Stuhl vor die Tür setzen, sind wirklich ernsthaft von den sinkenden Absatzzahlen oder Insolvenz betroffen. Manche nutzen wohl einfach nur die Gunst der Stunde, wie das in solchen Fällen immer geschieht. Mal schnell „ein paar überflüssige Mitarbeiter“ loswerden, die „Produktivität der übrigen Mitarbeiter steigern“ (das heisst im Klartext, die verbleibenen Menschen bis an die Grenzen der körperlichen und seelischen Leistungsfähigkeit auszulutschen und manches mal auch darüber hinaus!), damit man auch weiterhin als Manager einen dicken Scheck am Monatsende zur Bank tragen und den Aktionären ein paar Cent Dividende mehr zahlen kann! Langfristige Überlegungen spielen dabei keine Rolle. Alles ist auf den kurzfristigen Gewinn ausgerichtet. Von strategischen Planungen keine Spur! Jeder will soviel wie nur irgend möglich – in möglichst kurzer Zeit – für sich heraus holen. Denn man ist sich sehr wohl darüber im Klaren, dass man mit solchem Geschäftsgebahren über kurz oder lang jedes Unternehmen an die Wand fährt – und dann will man ja vorgesorgt haben!

Hier eine „kleine“ Liste der Unternehmen, die gerade in den letzten Tagen den massiven Abbau von Stellen beschlossen haben. Und viele davon haben bereits im letzten Jahr einemTeil ihrer Belegschaft den Laufpass gegeben. Noch sind die meisten dieser Unternehmen US-Konzerne, aber mit SAP und Hertie springen auch vermehrt deutsche Firmen auf den Zug auf und versuchen lästige Mitarbeiter wieder „dem Arbeitsmarkt zuzuführen“:

  • Caterpillar, der weltgrößte Baumaschinenhersteller, -20.000 Mitarbeiter.
  • Pfizer, der Pharmariese steht trotz der Krise finanziell sehr gut da. So gut, dass er den Konkurrenten Wyeth kurzerhand kaufen und im Zuge von „Synergieeffekten“ mal eben einen Teil der Mitarbeiter an die frische Luft setzt; -20.000 Mitarbeiter.
  • Sprint Nextel, ein US-Telekommunikationskonzern, -8.000 Mitarbeiter (14% der Belegschaft!).
  • Home Depot, eine US-Baumarktkette, -7.000 Jobs (2% der Mitarbeiter!). Wem das Häuschen zwangsgeräumt wurde, der hat vermutlich keine große Lust mehr darauf, dort auch noch Hand an zu legen!
  • General Motors, mal eben wieder -2.000 Mitarbeiter.
  • IBM, der IT-Konzern baut trotz guter Quartalszahlen Stellen ab, -2.800 (laut Angaben der Gewerkschaft Communications Workers of America).
  • Texas Instruments, -3.400 Mitarbeiter.
  • Circuit City, US-Elektronikkette, ist Pleite und wird liquidiert, -30.000 Mitarbeiter.
  • Microsoft, der Software-Gigant baut Stellen ab, -5.000 Mitarbeiter. Da bekommt der Microsoft-Slogan… „Where do you want to go today?“ – zum Arbeitsamt natürlich!…eine ganz neue Bedeutung!
  • Conoco Phillips, Energiekonzern, schmeißt  Mitarbeiter raus, weil der Ölpreis sinkt. -1.350!
  • Schlumberger, ein Erdöl-Explorationsunternehmen, macht ebenfalls wegen des niedrigen Ölpreises für einen Teil der Belegschaft Schicht im Schacht. -5.000 Mitarbeiter.
  • Boeing, der Dreamliner kommt nicht aus den Startlöchern, oder von der Startbahn weg und nun sollen es weniger Mitarbeiter endlich auf die Reihe kriegen? -5.000 Mitarbeiter.
  • United Airlines, -1.000 Mitarbeiter, nach 1.500 bereits in 2008.
  • General Electric, -7.000 Mitarbeiter (9% der Belegschaft) in der Finanzsparte.
  • Autovermieter Hertz, -4.000 Mitarbeiter.
  • AMD, -900 Mitarbeiter.
  • Motorola, -4.000 Mitarbeiter, davon 3/4 in der Mobiltelefonbranche.
  • Alcoa, ein Aluminiumkonzern, -13.500 Mitarbeiter (13% der Belegschaft).
  • Starbucks, -1.000 Mitarbeiter (den Leuten ist wohl der Appetit auf Kaffee vergangen?).
  • SAP, der deutsche Softwarekonzern, spürt nach eigenen Angaben die Absatzkrise, steht aber gar nicht so schlecht da, wie behauptet wird, prophylaktisch mal eben -3.300 Mitarbeiter.

Die Daten habe ich einer Aufstellung von telebörse.de entnommen und das Ganze firmiert dort unter dem Titel „Adagio für Streicher – Rezession kostet weltweit Jobs“.

Diese Liste wird sich in den nächsten Tagen und Wochen sicher noch ein ganzes Stück nach unten fortsetzen.

Wo, so frage ich mich, soll das enden? Wer fühlt sich  in den Vorstandsetagen überhaupt noch für die Mitarbeiter oder gar für die Gesellschaft verantwortlich? Hier kann man echt den Eindruck gewinnen, dass erst die Banken das Geld verzockt haben, dann den Staat (also den Steuerzahler) um Hilfe angehen, aber selbst keine Veranlassung sehen, für sich Konsequenzen zu ziehen. Danach gerät die gesamte Wirtschaft ins Wanken, weil die eben mit Milliarden gestützten Banken keine Kredite mehr vergeben, die Automobilindustrie gerettet werden muss, weil sie sehenden Auges in den Untergang steuerte (Autos völlig am Markt, den Bedürfnissen der Verbraucher und der Umwelt vorbei entwickelt und produziert und was weiss ich noch alles falsch gemacht hat) und nun am Tropf des Steuerzahlers hängt (sog. „Umweltprämie“ für Altautos hin oder her). Und weil das alles noch nicht genügt, drückt man dem Steuerzahler auch noch die Verantwortung für die hunderttausenden entlassenen Mitarbeiter auf´s Auge!

Es ist übrigens äußerst bemerkenswert, dass die Kinder in Deutschland dem Staat eine „Sonderzahlung“ von einmalig 100,- € wert sind, ein altes Auto aber 2.500,- € – was für eine Schande für eines der reichsten Länder der Erde! Aber Politik wird hier konsequent gegen das Volk genacht, sonst wäre es nicht zu erklären, dass man Kindern von Hartz IV-Empfängern (jaja, ich weiss, die sind alle arbeitsscheu!)  in unserem Lande nur 60% des Regelsatzes eines Erwachsenen zugesteht. Obwohl Kinder einen hohen Verschleiß an Kleidung haben, obwohl sie ausgewogen und vernünftig ernährt werden müssten – mit 210,- €/Monat? Das diese Regelung gesetzwidrig ist, war der Regierung bewußt. Denn sonst hätte sie nicht im Vorgriff auf das gestrige Urteil des Bundessozialgerichts in Kassel die Regelsätze im Rahmen des Konjunkturpaketes um 10% (lächerlich! Meine persönliche Meinung!) erhöht!

Bleibt abzuwarten, welche Lügen uns nun im Superwahljahr von den Parteien aufgetischt werden, damit man ihnen die Stimme geben möge. Ich bleibe dran und werde berichten.

weiterführende Links:

  • „Weltsozialforum: Protest gegen Armut und Klimawandel“ (Artikel auf Spiegel-Online vom 27.1.2009); so schnell kann´s gehen, gestern noch einen guten Job in einem großen Unternehmen und heute schon – auf die Strasse gesetzt – kann man sich nicht mal mehr den Zweitwagen leisten? Ich will damit sagen: Der Wohlstand, auf dem unsere Gesellschaft aufbaut ist in einem mehr als fragilen Gleichgewicht – immer mehr Arbeitslose bedeuten immer weniger Steuereinnahmen und dass, derweil man den Konzernen das sauer vom Steuerzahler erpresste Geld mit vollen Händen hinterherschmeisst!
  • „Hartz IV-Urteil – Die Arbeitslosen nagen am Gordischen knoten“ (Artikel auf sueddeutsche.de am 27.1.2009). Bei den Regelsätzen von Hartz IV bleibt den Arbeitslosen auch nix anderes übrig, als am Gordischen Knoten zu nagen, zum Sattessen reicht das Geld sowieso nicht! Hartz IV ist meiner Meinung nach ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!