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Gen-Raps in Deutschland


Greenpeace berichtet am 16.1.2009 unter „Bioland gewinnt Klage gegen illegalen Gen-Rapsanbau – genaue Standorte müssen offengelegt werden“ über ein Gerichtsurteil zur Offenlegung von Standorten in Deutschland, auf denen 2007 illegal Gen-Raps angebaut wurde. Angestrengt hatte die Klage Der Bio-Anbauverband Bioland, der um seine erträge fürchtete und bei seinem Vorgehen massiv von Greenpeace unterstützt wurde.

Gentechnisch veränderter Raps ist besonders riskant, weil seine Samen sich bis zu 10 Jahren im Boden halten können und der Gen-Raps sich scheinbar ohne große Probleme in herkömmlichen Raps einkreuzen kann. Beim gen-Raps hat der Chemie- und Genkonzern Bayer seine schmutzigen Finger im Spiel.

Der Grund für den Prozess war die Angst von Bio-Imkern, die eine Offenlegung der Gen-Raps-Standorte forderten, um ihre Bienen von diesen fern zu halten. Raps ist üblicherweise eine ideale Bienenweide. Honig mit Pollen von Gen-Rapspflanzen aber ist keinesfalls als Biohonig zu vermarkten und bedeutet daher einen herben Einkommensverlust für die betroffenen Imker. Wie sensibel die kleinen Brummer auf den Einsatz von Gentechnik und der vielgepriesenen „harmlosen“ Pestizide reagieren, hatte sich bereits im Frühjahr 2008 gezeigt, als tausende Bienenvölker wegen des Einsatzes einen sogenannten Beizmittels (ebenfalls von Bayer) eingegangen sind und uns einen nahezu stummen Frühling bescherten!

Bayer ist schon des öfteren unangenehm im Zusammenhang mit nicht zugelassenen – also illegalen – gentechnisch veränderten Pflanzen aufgefallen. So wurde z. B. im Jahr 2006 bei Aldi Nord importierter US-Reis verkauft, der mit der gentechnisch veränderten Sorte LLRice 601 verunreinigt war, obwohl dieser Reis angeblich nur im Versuchsanbau zwischen 1998 und 2001 angebaut worden war. Wie und warum dieses Zeug dann in die Reislieferungen gelangte, konnte – wie üblich – nicht geklärt werden.

Soviel zum Thema: Gentechnik ist sicher und 800m Abstand zu konventionellen Feldern reichen aus um ein Auskreuzen zu verhindern!

weiterführende Links:

  • Unternehmens-Homepage des Bayer-KonzernsArtikel bei Wikipedia (so „wunderschön“ sieht also die neue, gentechnisch veränderte neue Welt der Zukunft aus? WÜRG!).
  • Unternehmens-Homepage von Bayer CropScienceArtikel bei Wikipedia (hier kommt die Genscheiße her und die „phantastischen und umweltgerechten“ Pestizide sowie all das andere Zeug, dass z. B. unsere Bienen auf dem gewissen hat). Der „moderne Landwirt“ kann bei Bayer CropScience übrigens an einem Bonus-System (Premeo) teilnehmen – wer fleissig den Bayer-Chemiemüll auf seine Felder spritzt, bekommt als Bonus ein „spritziges“ Tröpchen, vermutlich von heftigst gespritzten Weinbergen aus dem Ausland, wo man oft weit weniger zimperlich ist als hierzulande!
  • Monsantos Machstrategien (dieses Papier von Greenpeace zeigt auf, wie der Gentechnik-Gigant Monsanto die Landwirtschaft knebelt und kontrolliert. Beileibe ist das kein Einzelfall. Alle Konzerne, die sich an diesem Kartell beteiligen, bedienen sich der gleichen miesen Methoden der Einschüchterung, Verschleierung und Erpressung).

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