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Die Wälder sterben!


n.tv.de schreibt am 22.1.2009 unter „Klimaerwärmung und Trockenstress – rasantes Waldsterben in den USA“, die Wälder in den Vereinigten Staaten sterben schneller denn je. Ursache seien die Auswirkungen des globalen Klimawandels! Eine in den 70er Jahren begonnene US-Studie wies nach, dass die Gründe für das massive Waldsterben nicht in der zunehmenden Umweltverschmutzung oder anderen Faktoren begründet liegen, sondern allein der Erderwärmung zuzuschreiben seien.

Im Gegensatz zu Europa, wo es kaum noch größere, naturnahe Waldbestände oder gar richtige Urwälder gibt, verfügen die USA noch über einen relativ großen Bestand an unberührten Waldflächen. Allerdings wurden in den letzten Jahren vermehrt Genehmigungen zum radikalen Abholzen dieser unberührten Flächen erteilt – dies führte zu teils massiven Protesten von Umweltschützern, die zum Teil gewaltsam ausgetragen wurden. In den USA hat der Umwelt- und Naturschutz keinen so hohen stellenwert wie in Europa, auch wenn es hier wesentlich größere Nationalparks mit sehr restriktiven Nutzungsvorschriften gibt. Wirtschaftlicher Nutzen ist in den Vereinigten Staaten nach wie vor das Maß aller Dinge und der Kommerzialisierung wurde – zumindest unter der Bush-Administration – alles untergeordnet! Bleibt zu hoffen, dass sich das unter Barack  Obama zügig ändern wird!

Das Problem des Waldsterbens und der radikalen Abholzung bestehender Urwälder durch die Großindustrie und das organisierte Verbrechen bedroht nicht nur die Wälder, sondern die gesamte Menschheit, hängt doch die Sauerstoffproduktion der Erde zu einem großen Teil von den Wäldern ab. Im Jahre 2004 ist allein in Brasilien eine Fläche von sage und schreibe 26.130 qkm („Urwälder ade – Dramatisches Waldsterben“ schrieb n.tv.de beteits am 28.5.2005)  abgeholzt worden! Man kann sich das kaum vorstellen. Die Vernichtung der letzten Regenwälder der Erde, aber auch der übrigen Urwälder geht in einem Tempo von statten, dass es einem die Tränen in die Augen treiben müsste, würde man nicht dieselben fest vor der Realität verschliessen – und das machen wohl die meisten Menschen. Wegsehen ist eben bequemer als handeln!

In den Wäldern rund um den Planeten versammelt sich eine Artenvielfalt, die in anderen Lebensräumen ihresgleichen sucht. Allein auf und in einem Paranussbaum im Amazonas-Regenwald, leben mehrere tausend verschieden Arten, von denen die meisten nicht erforscht sind. Viele Arten sterben aus, weil ihre Lebensräume zerstört werden.

Was für ein Wunderwerk, welch ein Meisterstück der Natur ein einzelner Baum ist, könnt ihr hier auf Wikipedia nachlesen! Dann überlegt, ob sich ein Einsatz für die Wälder oder auch für einen einzelnen Baum nicht lohnt?

Wald im Schnee

Winterwald im Dezember ´09

Wo Wälder sind, da ist Leben, da sind Wasser und Regen, da ist Fruchtbarkeit. Wälder brauchen Jahrhunderte um zu Wäldern zu werden. Gefällt sind sie innerhalb von Tagen. Minuten nur braucht man um einen Baum mit der Motorsäge – oder vollautomatisch mit dem Harvester – zu fällen, der hunderte von Jahren herangewachsen ist. Wenn seine Wurzeln den Boden nicht mehr halten, schwemmt ihn der Regen hinweg, bläst ihn der Wind davon, bis nur noch das nackte Gestein zurückbleibt. Dann verschwindet der Regen und alles was bleibt, ist eine unfruchtbare Wüste!

Masanobu Fukuoka sagte einmal sinngemäß: „Es ist nicht der ausbleibende Regen, der die Wälder sterben lässt, es sind die vernichteten Wälder, die den Regen verschwinden lassen!“

Und weiter…

Mein größter Traum ist, Samen in der Wüste zu säen. Die Wüste wieder mit Pflanzen zu bedecken, heißt, Samen in die Herzen der Menschen zu säen. Es heißt, die Erde in ein friedliches, grünes Paradies zu verwandeln.

Wir dürfen damit nicht warten, bis kein einziger Baum mehr steht. Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist! Masanobus Traum soll uns ein Ansporn sein und der Natur, unserer Mutter Erde, Gaia zurück zu geben, was ihr gehört! Wenn wir Gaia zerstören, zerstören wir uns selbst. Wenn wir die Natur zu einem Raub der Konzerne werden lassen, vernichten wir nicht nur unsere natürlichen Ressourcen, sondern uns selbst!

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