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Sind wir noch zu retten? (eine Glosse? Wer weiss!)


Ende diesen Jahres soll in Kopenhagen eine große UN-Klimakonferenz stattfinden. So weit so gut! Oder doch eher schlecht. Denn es ist damit zu rechnen, dass die hochedlen Herrschaften aus Politik und Wissenschaft, die sich ihre dicken Hintern auf dem kommoden Konferenzgestühl platt drücken werden, vermutlich nicht mit dem Elektromobil oder gar Fahrrad umwelt- und vor allem klimafreundlich anreisen werden, sondern nach altbewährtem Muster mit dem Düsenjet! Nunja, in Vorbereitung dieses politischen Massenereignisses, haben sich Forscher zu einer 3-tägigen Vorbereitungskonferenz getroffen, die am heutigen Dienstag begonnen hat. Dies berichtet heute.de am 10.3.2009 unter „Klimaforscher: Meeresspiegel steigt bis 2100 um einen Meter – Prognose alarmierender als bisherige Vorhersagen“. 2.000 Forscher aus 80 Ländern treffen sich, um (nach Meinung vieler Politiker und vor allem der Wirtschaft) Panik zu verbreiten. Dabei gehen sie mit ihren Prognosen deutlich über die bis dato prophezeiten 18 – 59 cm Anstieg bis 2100 hinaus. Dann steht uns das Wasser quasi bis zur Oberkante Unterlippe.

Besonders unangenehm dürfte sich dieser Anstieg des Meeresspiegels für einige unbedeutende Inselrepubliken im Pazifik auswirken, deren Namen sowieso niemand hierzulande kennt, aber auch für Bangladesh, Vietnam und die Niederlande. Aber das ist alles so weit weg von uns, dass es uns nicht weiter zu interessieren braucht, Frau Merkel. Hauptsache Ihr Wandel vom Saulus zum Paulus, oder von der ehemaligen Klimakanzlerin  – mit überaus ehrgeizigen Klimaschutzzielen – zur Steigbügelhalterin einer umweltzerstörenden Energie- und Automobilindustrie „rettet“ ein paar tausend Arbeitsplätze (wenigstens bis nach den Wahlen im September, nicht wahr?). Natürlich darf man auch nicht übersehen, dass diese Art von Klimawandel auch eine Menge Arbeitsplätze schafft (wenn man es genau betrachtet!), zumindest für Hartz-IV-Empfänger. Die können wir dann nämlich in langen Kolonnen und mit geschulterter Schaufel ins Moor auf die Deiche schicken, zum Sandsack füllen! Keine Sorge, dann wird es endlich wieder Vollbeschäftigung geben. Und zwar zu Sklavenlöhnen, denn die Menschen, die Hartz IV „empfangen“ sind ja alle faul und ungebildet und darum brauchen sie auch nicht viel für ihren Lebensunterhalt (nach Ansicht vieler Politiker versaufen sie die Stütze eh nur, oder kaufen sich Zigaretten zum selber zusammenstecken und so enthalten sie dem Staat, der sie so hervorragend unterstützt, liebevoll nährt und mit gebrauchten Klamotten kleidet, dadurch auch noch Steuern vor). Falls das aber alles noch nicht reicht, können wir diese Leute, die ja nur unseren Staatshaushalt belasten, nach Holland verschieben oder als Wellenbrecher an Bangladesh abtreten. Dann haben sie wenigstens eine sinnvolle Aufgabe!

Ich bin wirklich gespannt, wie groß am Ende des Jahres die erstaunten Augen der Politiker sind, wenn sie sich auf dieser Klima-Konferenz treffen werden, die eine Art Nachfolger der Kyoto-Konferenz sein soll und für die sich außer den Umweltschützern keine Sau interessiert hat. Denn ein Teil (und zwar der, der den meisten Dreck in die Atmosphäre bläst!) hat erst gar nicht unterschrieben und der andere Teil, hat seine Klimaziele erst gar nicht erreicht. Gut, wenn man ein klein wenig Geschick beim hin- und herrechnen hat und ein paar andere Zahlen als Grundlage für die Berechnung nimmt, als bei der Konferenz, kommt man mit dem ein oder anderen Ziel schon klar. Es sind ja sowieso immer nur die Idioten von den Umweltschutzgruppen und die Menschen, denen die Natur und der Klimaschutz über die hemmungslose Profitgeilheit der Konzerne geht. Diejenigen also, denen man ohnehin nichts recht machen kann. Solche Leute wie Du und ich? Ja genau, solche Leute wie ich und Du! Aber was machen wir uns sorgen? Bis es soweit ist, sind wir, die wir hier sitzen und uns aufregen, hoffentlich alle schon in die Grube gefahren. Denn dann brauchen „wir“ uns nicht zu schämen, wenn unsere Enkel das Fiasko erkennen, dass „wir“ ihnen in unserer Überheblichkeit und Dummheit hinterlassen haben, ohne uns wirklich darüber Gedanken zu machen – sie werden uns verfluchen, soviel steht fest!

weiterführende Links:

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4 Kommentare zu “Sind wir noch zu retten? (eine Glosse? Wer weiss!)

  1. Lieber, werter Verfasser dieses Beitrags – bei vielen Fragen und Ansichten mag man streiten können. Nur eines ist ganz sicher falsch: Das nämlich Bangla-Desh von der Meeresspiegel-Erhöhung betroffen sei. Auch wenn es Ihnen wahrscheinlich *überhaupt* nicht gefallen mag, aber eine derartige Behauptung ist schlicht und ergreifend U-N-S-I-N-N !!!

    Sogar ohne menschliches Zutun hat die Landmasse Bangla Deshs in den letzen 30 Jahren KONTINUIERLICH zugenommen- wie eine im Juli 2007 veröffentlichte Studie belegt.

    Beachten Sie folgenden SPIEGEL-Artikel, der leider nur in der englischsprachigen Ausgabe veröffentlicht wurde, weil die umweltbewegte deutsche Öffentlichkeit derartige Meldungen offensichtlich nicht verträgt.

    (weiteres will ich mir hier verkneifen)

    Kalli

    , hat das Land durch die Ausschwemmung der beiden erwähnten großen Flüsse während der letzten 32 Jahre kontinuierlich Land gewonnen und geht beileibe nicht unter, wie uns die medienpräsenten Klimahysteriker seit Jahren einreden möchten.

    • Lieber kalli,
      zunächst einmal vielen Dank für die beiden Kommentare und den Link zu dem wirklich interessanten Spiegel-Artikel. Natürlich lese ich auch Spiegel- und andere News und ich informiere mich sowohl über das Für und auch das Wider der Klimaerwärmung und den logischerweise daraus folgenden Anstieg des Meeresspiegels. Steigt die Temperatur, dehnt sich Wasser aus, schon von daher muss es steigen. Aber der Temperaturanstieg bedeutet auch das Abschmelzen der Eisbedeckung an den Polen und der Gletscher in den Gebirgen unseres Planeten. Die Folge: Anstieg des Meeresspiegels!
      Fakt ist ausserdem, und das bestreitet der Spiegel-Artikel den Sie mir freundlicherweise verlinkt haben auch garnicht, das Bangladesh zu großen Teilen ein extrem flaches Land ist, weil es eben aus Schwemmland besteht, dass nur knapp einen bis drei Metern über dem Meeresspiegel liegt. Auch heute schon sind regelmäßig weite Teile des Landes im Rahmen der Monsunniederschläge zumindest vorübergehend überflutet. Mir ist nicht bekannt, dass die Gebiete in diesem Teil der Erde einen ähnlichen Küstenschutz wie beispielsweise die Niederlande – also in Form von Dämmen, Schleusen und Poldern – besitzen. Wovon sollten diese Länder das auch bezahlen? Und wo sollen die Menschen in einem der am dichtesten besiedelten Länder der Erde (und dazu flächenmäßig nicht besonders großen) hin, um riesige Polder zu bauen? Ob Bangladesh nun durch den Anstieg des Meeresspiegels, der zugegebenermaßen nicht überall und an allen Punkten genau gleich hoch sein wird, dauerhaft überflutet wird oder nicht, ist auch garnicht die Frage. Sicher ist aber, das mit der Zunahme der Wasserhöhe, die katastrophalen Flutereignisse zunehmen werden. Und dem können die betrefenden Menschen sich nur durch die Flucht entziehen, oder durch aufwändige sciherungsmaßnahmen, für die dann aber auch das Geld da sein muss.
      Im übrigen darf auch ich einen Link hier zusätzlich einbringen. Schauen Sie mal unter http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2009-03-06/klimakonsens-97-prozent, nur um mal zu zeigen, wie die Klimaforscher zu dem Problem der Erderwärmung durch menschliche Aktivitäten stehen, oder hier http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2008-08-25/treibhauseffekt-widerlegt wo die Denkfehler jener aufgedeckt werden, die meinen, sie könnten die Fakten besser und logischer deuten als die Fachmänner und -frauen.
      Wenn Sie der Meinung sind, ich verzapfe hier nur „U-N-S-I-N-N“, so ist das Ihre persönliche Meinung, die ich nicht notwendigerweise teilen muss. Dennoch bleibt sie Ihnen unbenommen. Sie sind ein freier Mensch, dem ich zugestehe, dass er seine Meinung frei äußern darf, so wie ich es für mich auch in Anspruch nehme.

      Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für die Zukunft,

      Ihr andrejo

      PS: Lieber kalli, soeben flattert mir ein Artikel vom „Spiegel“ auf den Bildschirm, der genau das, was Sie bestreiten, für ein denkbares Zukunftsszenario hält http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,612607,00.html demnach verliert Bangladesh bis zu 17% seiner Landmasse, was 15 Millionen Menschen obdachlos machen würde! Und wat nu?

      Liebe Grüße trotzdem,

      Ihr andrejo

  2. Lieber andrejo,
    danke erstmal für deine ausführliche Antwort. Die Bezeichnung U-N-S-I-N-N ging nicht generell gegen deinen Artikel, sondern war allein und ausschliesslich auf deine Überflutungsbefürchtungen zu Bangla Desh gezielt. Und das meine ich belegen zu können (ansonstens wärs argumentativ wertlos).

    Interessant zwar, der von dir verlinkter Spiegel-Artikel, er befasst sich aber mit keinem wort mit der IST-Entwicklung von Bangla Desh. Wo ist also das Gegenargument?

    Um es nochmal deutlich zu sagen:
    Der von mir verlinkte Spiegel-Artikel zu Bangla Desh beruft sich auf eine Studie, die die kontinuierliche Landzunahme ALS FAKT belegt! Diese Studie befasst sich mit dem eingetretenen IST-ZUSTAND(!) der letzten 32 Jahre ! Nicht mit einer möglichen, eventuellen, wahrscheinlichen ZUKUNFT(!), wie dein verlinkter Spiegel-Artikel.

    Welche Zukunftsszenarien und Zukunfts-Modellrechnungen zum (angeblich bedrohlichen) Meeresspiegelanstieg auch immer im Fokus stehen mögen, und welches Gewicht man diesen auch immer zubilligen mag – Bangla Desh jedenfalls ist mit jährlich ca. 200qkm Landzunahme als Zeuge des Meeresspiegel-Anstiegs NACHWEISBAR ungeeignet. Das ist nun einmal so.

    Ich wünsche dir in Klimafragen zukünftig die Kraft zu selbstständigem Denken. Kann immer noch werden …

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