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23 Jahre nach Tschernobyl!


Fast ein halbes Jahrhundert ist die Katastrophe von Tschernobyl jetzt her. Damals führte eine Verkettung von technischem Versagen und menschlicher Verantwortungslosigkeit zu einer Reaktorschmelze mit katastrophalen Folgen für Menschen und Umwelt in weiten Teilen der Ukraine, Weißrußlands und Rußlands. Zeit zum Gedenken an den atomaren Super-GAU vom 26. April 1986, bei dem 500 mal mehr Radioaktivität freigesetzt wurde, als beim Abwurf der Atombombe über Hiroshima. Tausende und abertausende Menschen leiden bis heute an den Spätfolgen von Verstrahlung, die sie durch den radioaktiven Fallout erlitten haben, oder durch die Arbeiten zum Einschluß des havarierten Reaktors in einem „Sarkophag“ aus Beton und Blei.

Der ukrainische Staatschef Juschtschenko spricht auf einer Gedenkveranstaltung von 25.000 Opfern der Reaktorexplosion („23 Jahre Super-Gau – Tränen in Tschernobyl“, Artikel auf n-tv.de vom  26.4.2009) und straft damit die Lobbyisten der Atomindustrie in Deutschland und Europa Lügen die behaupten, an den Folgen der radioaktiven Verseuchung sei nicht ein einziger Mensch gestorben! 2,3 Millionen Ukrainer leiden bis heute an den Folgen der Reaktorkatastrophe. Fehl und Mißbgeburten mit schwersten Behinderungen sind in der Ukraine und Weißrußland bis heute an der Tagesordnung und der radioaktiven Verseuchung weiter Landstriche durch den atomaren Fallout zuzuschreiben.

Sasha, ein Junge aus Tschernobyl. Würde ein Atomlobbyist ins Gesicht sagen, dass Atomkraft sicher ist?

Sasha, ein Junge aus Tschernobyl. Würde ein Atomlobbyist ihm ins Gesicht sagen, dass Atomkraft sicher ist?

218.000 Quadratkilometer Landfläche wurde mit mehr als 37.000 Becquerel (37 kBq) Cs-137 pro m² radioaktiv belastet. Auch 23 Jahre nach dem Unglück ist die 30-Kilometer-Sperrzone um das Kernkraftwerk noch immer nicht bewohnbar. Und das wird auch noch auf Jahrzehnte so bleiben! 70% des verseuchten Gebietes liegen in Rußland. Aber Rußland ist ja bekanntlich groß genug. Kiew,

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4 thoughts on “23 Jahre nach Tschernobyl!

  1. Wir sollten nicht milliarden in die „umweltprämie“ investieren sondern lieber in den atom austieg…
    Die klugen Köpfe von denen es ja sicher genug gibt, fördern um alternativen zu schaffen. aber das dauert sicher noch minderstens 25 weitere jahre…

    leider

    • Stimmt ganz genau, Simon. Leute mit guten, innovativen Ideen, werden oft genug ausgelacht und ignoriert, wenn sie sich nicht auf die etablierten Thesen stützen und eigene Wege gehen. Und dann ist da noch der Kampf gegen die Windmühlenflügel der großen Konzerne. Wer denen an den Geldbeutel geht mit seinen Ideen, der hat ein Problem. Denn warum sollte z.B. Energie billig, umweltschonend und dezentral erzeugt werden, wenn EON oder ENBW mit ihren Atomkraftwerken viele Milliarden Euronen verdienen wollen?
      Gruß von andrejo

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