Pisse zu Wasser!

Wer schon mal die Bibel gelesen hat, der weiss vermutlich auch, warum Jesus bei seinen Leuten so überaus beliebt war. Nun, wenn Ihr jetzt passen müsst, dann helfe ich euch ein bisschen auf die Sprünge. Es lag nicht nur daran, dass er durch Handauflegen Krankheiten heilen konnte. Er konnte aus Wasser Wein machen – angeblich. Und das grenzt schon an ein Wunder, denn der Mensch ist für gewöhnlich nur in der Lage, Wein in Wasser zuverwandeln. Damals wie heute war also die Fähigkeit des Jesus für viele Leute sicher eine Eigenschaft, die dafür sorgte, dass er mehr Freunde hatte, als ihm vielleicht lieb war.

Bei Treehugger habe ich jetzt gelesen, dass es offenbar eine Möglichkeit gibt, aus der eigenen Pisse Wasser zu machen. Vermutlich heisst es deshalb, man müsste Wasser lassen, wenn einen der Druck überkommt und man eine Stange an den Baum stellen muss, oder seinen Namen in den Schnee pinkeln. Der Artikel „Pee-to-Water Converter is Neat and Kinda Gross“ (vom 26.5.2009 auf Treehugger). Mein Englisch ist zwar nicht so berauschend, aber das dürfte soviel bedeuten wie:“Der Pisse-zu-Wasser Umwandler is ne tolle Sache“ (wer´s genauer weiss, der kann mir gern ne Email schreiben!). Angesichts der Tatsache, dass trinkbares, sauberes Wasser in Zukunft nicht nur immer knapper, sondern auf Grund der zunehmenden Monopolisierung der kostbaren Ressource, unter der Herrschaft einiger weniger großer Konzerne, auch immer teurer werden dürfte, scheint dies eine Möglichkeit zu sein, das Überleben der Menschheit zu sichern. Warum nicht auf dem Planeten nutzen, was in der Raumstation ISS schon praktiziert wird (Green Your Pee, NASA-Style, Artikel auf GreenPlanet vom 18.211.2008)?
Mal abgesehen davon, dass man im Allgemeinen eine gewisse Abneigung gegen den eigenen Urin hat, besonders wenn es darum geht, ihn zu trinken, ist dies an sich aber eine Flüssigkeit, die neben den weniger edel duftenden Beimengungen einen ganzen Haufen wertvoller Mineralien und Salze enthält, die gewöhnlich in der Toilette verschwinden. Mit jeder Menge Trinkwasser verdünnt, führt man sie in der Kanalisation der Kläranlage zu – oder auch nicht, je nachdem in welcher Gegend der Welt man zu Hause ist – und versucht die Brühe dann mit Hilfe von Hochtechnologie und Bakterien unschädlich zu machen. Anschließend wird sie dann dem Wasserkreislauf wieder zugeführt. Da der Mensch aber nach spätestens 3 Tagen dermaßen ausgetrocknet ist, dass er vor dem Exitus steht, muss er seinen Flüssigkeitsanteil im Körper immer relativ konstant halten und so verwandelt jeder von uns täglich 3 – 5 Liter Wasser in Urin. Ein niemals versiegender Strom, den man ungenutzt im Orkus verschwinden lässt. Sollte sich diese Idee durchsetzen, könnte man sehr viel Trinkwasser sparen – denn in der Toilette wird in den allermeisten Fällen reinstes Trinkwasser zum Spülen verwendet! Angeblich soll das Endprodukt sehr wohlschmeckend sein, wobei nicht ganz klar zu sein scheint, ob das Gerät auch in der Lage ist, das zarte und doch unvergleichliche Aroma nach dem Genuss von 2 kg Spargel zu neutralisieren.
Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit den Urin, sei er nun menschlichen oder tierischen Ursprungs, sinnvoll zu nutzen. Britta & Rebecca, die schon die Idee des Window Garden aus meinem letzten Artikel entwickelt haben, bieten in Seminaren das KnowHow an, das man braucht, um aus seinem eigenen Urin Dünger zu gewinnen. drink.pee.drink.pee nennen sie das Ganze passenderweise und auch das heisst nicht mehr und nicht weniger als:“Trink.Pisse.Trink.Pisse!“ Naja, wenn´s denn so sein soll!

und noch eins

Window Garden

Bei einer meiner endlosen Reisen durch das WorldWideWeb habe ich eine interessante Seite gefunden, die sich mit den Methoden des Hydroponic Gardening beschäftigt, also der Anbaumethode für Nutz- und Nahrungspflanzen, die man in Deutschland für gewöhnlich mit Hydrokultur beschreiben würde. Es scheint aber so, dass die Bedeutung von Hydrokultur mehr das Aufziehen von Nutz- und zierpflanzen meint, Hydroponic dagegen eher das Heranziehen von Nahrungspflanzen wie z. B. Salate, Basilikum, oder auch Bohnenpflanzen und Kiwi meint. Die Seite heisst Window Farm und ist englischsprachig.

Es gibt auch zwei Videos, die ich hier verlinke, damit Ihr Euch mal einen Eindruck von der Idee machen könnt.

und

Die Idee, die dahinter steckt, ist genial, ja genial einfach, kann man sagen. Sie beruht im Prinzip auf dem Gedanken des Home Farming, über den ich schon das ein oder andere Mal berichtet habe. Allerdings ist diese Art der Nahrungserzeugung schon etwas aufwändiger, da man sowohl ein Bewässerungssystem benötigt, als auch Pflanzcontainer, die entsprechende Beleuchtung, gegebenenfalls Belüftung und eine Portion handwerkliches Geschick. Beim Window Garden sieht es anders aus. Hier handelt es sich um eine Vereinfachung der Ideen des Home Farming. Die notwendige Beleuchtung wird dadurch gewährleistet, dass man die zur Verfügung stehenden Fenster  seiner Wohnung nutzen kann – daher auch der Name. Als Pflanzcontainer finden alte Plastikwasserflaschen Verwendung, die mit Hilfe eines Teppichbodenmessers leicht zurecht geschnitten werden können (Aber denkt daran, wenn Ihr mit so einem scharfen Messer hantiert, schützt bitte Eure Hände, damit nicht hinterher die Finger abgetrennt auf dem Boden liegen und Ihr mir die Schuld gebt).

Die Seite WindowFarms hat angekündigt, ab etwa Mitte eine Website zu launchen, auf der man lernen kann, wie eine Window Farm gebaut wird und auf der man seine Erfahrungen mit anderen Window Farmern teilen kann. So kann man leicht den Einstieg finden in das weite Feld der Hydroponic. Denn wie gesagt – wenn wir unsere Umwelt erhalten und die Natur schützen wollen, müssen wir Mittel und Wege finden, die uns von der konventionellen Landwirtschaft zu befreien. Nebenbei bringt das den Vorteil, dass man genau weiss, was in dem selbst gezogenen Gemüse drin ist. Nämlich genau das, was man ihm während des Heranziehens zugeführt hat.

Also, überlegt mal, ob Ihr nicht auf diese Art und Weise in die „Landwirtschaft“ einsteigen könnt!

weiterführende Links:

Gibt´s eine Rote Liste für aussterbende Völker?

n-tv.de berichtet heute unter dem Titel „Schutzgebiete für indigene Völker nötig – Naturvölker in Gefahr“ (Artikel vom 29.5.2009) über die drohende Ausrottung von fünf Indiostämmen in Peru, Brasilien und Paraguay. Man kann hier schon nicht mehr von einem Aussterben sprechen, denn dieser Begriff birgt in sich ja auch die Möglichkeit, dass es verschiedene Ursachen gibt, warum Tierarten und/oder Völker vom Antlitz dieser Erde schwinden. In desem Falle ist das aber anders. Die Indios sterben nicht aus, weil sie vielleicht von der Evolution für ungeeignet befunden wurden, diese Welt zu bevölkern. Nein, der Mensch in Gestalt von Holzfällern, Viehzüchtern, Ölfirmen, Siedlern, Wilderern und Goldgräbern hat das befunden und geht darum auf die Jagd nach den Naturmenschen, die nicht mehr und nicht weniger wollen, als den Erhalt iher Waldheimat. Letztlich ja auch zum Wohle aller Menschen, denn die Wälder, die gerade exzessiv abgebrannt oder gefällt werden (mit Markenmotorsägen vorwiegend der Firma Stihl, man weiss schließlich, was man sich schuldig ist!), sind schließlich die Lungen der Erde. Zwar haben sie bereits Lungenkrebs im Endstadium, aber das scheint niemanden weiter zu stören. Man versucht es mit Chemotherapie in Form Kunstdünger, Pestiziden, Insektiziden und weil´s so gut tut auch gleich noch mit Gentechnik auf dem Acker. Und wenn einem da ein Indio in die Quere kommt, der auf einem Baunmstamm reitend für sein Recht kämpft, dann pustet man ihn mit der Flinte weg, wie ein Tier – wen kümmert´s schon?

Die Frage sei erlaubt, was ein Schutzgebiet überhaupt bezwecken soll. Sogenannte Reservate gibt es für die Ureinwohner Amerikas bereits zu Hauf und einen Schutz boten sie noch nie! Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die letzten unabhängigen Indiovölker von der Flut landsuchender Bauern und Holzfäller hinweggespült werden. Ihr Protest ist ein letztes Aufbäumen gegen ein fast unausweichliches Schicksal! Wer unterstützt sie denn in ihrem verzweifelten Kampf um´s Überleben? Die Ölkonzerne, die – ohne Erlaubnis und erst recht ohne zu fragen – auf  Stammesgebiet vordringen, Löcher in den Waldboden bohren, die Indiofrauen vergewaltigen, die Männer erschießen und das Wasser der Flüsse verseuchen? Die Goldsucher vielleicht, die wie Heuschrecken die Flüsse hinaufziehen? Sie waschen Gold aus dem Flusssand, das sie mit Quecksilber binden und dann über offenen Feuern wieder von dem gelben Metall trennen und in das Wasser schütten?

Die einzige Hoffnung sind die Menschen aus den Industrieländern, die sich für die Freiheit der wenigen Überlebenden einsetzen. Wenn wir diesen armen Menschen nicht helfen, haben sie keine Chance! Deshalb müssen wir Orgaisationen wie Survival International unterstützen, die sich für die Rechte der Indigenen Völker Südamerikas stark machen. Unterstützung ist wichtig und tut Not!

Es ist immer wieder erstaunlich, wenn man einmal darüber nachdenkt, mit welcher Überheblichkeit und Selbstüberschätzung die Menschen – nicht nur in Südamerika – die Meinung vertreten, sie seien auf Grund ihrer Herkunft (auf die sie selbst einen eher geringen Einfluss haben) anderen Menschen, besonders wenn es sich bei ihnen um Ureinwohner handelt, diesen sowohl geistig, als auch intellektuell, ethisch und moralisch überlegen. Ist ein Mensch besser als ein anderer, nur weil er über eine Flinte verfügt und der andere über Pfeil und Bogen? Ist er mehr wert, weil er in der Lage ist, Gaia brutal ihre Ressourcen zu entreissen und seine Umwelt zu vernichten, der andere aber im Einklang in und von der Natur zu leben bestrebt ist, weil er erkannt hat, dass er ohne Mutter Erde nur ein Nichts ist?

Hier ist ein Link zu einer Liste Indigene Völker, der Ihr entnehmen könnt, welche Stämme es in Südamerika gibt bzw. gab. Wenn Ihr sie durchlest und seht, wie klein die Zahl der meisten Stämme zu einer Zeit war, die z.T. schon einige Jahrzehnte zurück liegt, könnt Ihr Euch sicher vorstellen, wie kritisch die Situation der Völker sein muss, die es – wie auch immer – geschafft haben, bis zum heutigen Tage zu überleben. Sofortiges Handeln hat oberste Priorität, sonst ist es zu spät!

weiterführende Links:

  • „Zivilisation soll fern bleiben“: Isoliert lebende Indios entdeckt (Artikel auf n-tv.de vom 30.5.2009; die in diesem Bericht erwähnten Indios gehören heute, nach genau einem Jahr, zu den fünf besonders von der Ausrottung bedrohten Völker, die Gegenstand meines Artikels sind! So schnell geht das, nachdem man damals noch besonderen Wert darauf legte, diese Indios vor den „Segnungen“ der Zivilisation zu schützen. Aber das interessiert die Holzfäller und Goldsucher nicht im Geringsten! Die Gier des Menschen scheint unstillbar zu sein.)
  • Genozid (Artikel auf Wikipedia, der sich mit dem Thema des Völkermordes befasst und umnichts anderes geht es beim Kampf der Indios in Südamerika)

Das Ende des Regenwaldes!

Bis zum Jahr 2050 wird der Regenwald an der brasilianischen Atlantikküste restlos vernichtet sein, wenn die Entwaldung so weiter geht, wie bisher! Und es gibt keinen vernünftigen Grund anzunehmen, dass sich daran etwas ändern wird, solange es auch noch einen einzigen Baum in dem Gebiet gibt (das berichtet n-tv.de am 28.5.2009 unter dem Titel „Bis 2050 völlig verschwunden: Das Ende des Regenwaldes“). 93% des regenwaldes sind bereits verschwunden und verantwortlich dafür seine die Land- und Holzwirtschaft. Das gerodete Land wird vorwiegend für Soja-Anbau (hier hat garantiert Monsanto seine Pfoten im Spiel) und Viehzucht genutzt (MCDoof und WürgerKing lassen grüßen)! Auf Sumatra und Borneo wird es nicht mehr so lange dauern, bis der Wald weg ist. 5 oder 10 Jahre, dann ist tutti. Überlegt denn niemand von den Idioten, die unsere Mutter Erde derat vergewaltigen, was danach sein wird? Glauben diese geistigen Kleinrentner etwa tatsächlich, sie könnten mit ein paar Setzlingen innerhalb einiger weniger Jahre das wieder gutmachen, was in Jahrtausenden gewachsen und binnen 30 Jahren restlos vernichtet worden ist? Schaut Euch diese Bilder an…

http://www.n-tv.de/archiv/Das-rapide-Schwinden-der-Urwaelder-article12372.html

Wenn man sieht, für was der Wald sterben muss, dann kommt mir echt das große Kotzen! Dann denke ich, dass es doch an der Zeit ist, der Gewalt gegen Gaia, endlich massiv entgegen zu treten. Der Mensch braucht die Erde und damit meine ich nicht nur unsere Mutter. Er braucht die Erde, um zu überleben, weil er seine Nahrung auf der Erde anpflanzen muss. Wo will man säen, wenn der Regen den nackten, verbrannten Boden weggespült hat? Glauben diese Ignoranten wirklich, dass die großen Saatgut-Konzern (ganz genau, ich meine Bayer, Monsanto, Syngenta usw.) mit ihrer Gensaatscheiße die Lösung des Ernährungsproblems für 6 oder 7 Milliarden Menschen in den Händen halten? Die Konzerne wollen Geld verdienen, viel Geld! Die Menschen sind ihnen scheiß egal. Wer nicht zahlen kann braucht auch nix zu fressen, heisst die Devise. Darum und nur darum, wird die Nahrung in den Ländern der Dritten Welt immer teurer. Hier bei uns in den Industriestaaten, kann man mit Nahrung gutes Geld verdienen!

Was der Menschheit durch ihre eigene Dummheit verloren geht, ist geradezu unfassbar! Regierungen verraten und verkaufen ihre eigene Bevölkerung an die Konzerne und halten selber die Hand auf. Dafür, dass sie den Konzernen in die Ärsche kriechen, fällt ein schönes Stück vom Kuchen für sie ab. Dafür kann man ruhig mal seine hehren Prinzipien verraten! Diese Prinzip funktioniert überall auf dieser Welt, denn jeder ist nur noch sich selbst der Nächste! Auch wenn jetzt gerade alle Augen auf Großbritannien gerichtet sind, ob des aufgedeckten Spesenskandals, kann man doch getrost behaupten, die Politiker sind in keinem anderen Land dieser Welt besser!

Earth First! Worldwide

Das Logo von Earth First! Worldwide - Keine Kompromisse beim Schutz von Mutter Erde -

Das Logo von Earth First! Worldwide - Keine Kompromisse beim Schutz von Mutter Erde

Da ich schon lange nichts mehr über den Kampf direkt an der Front um den Schutz unserer Mutter Erde geschrieben habe, hier mal die neuesten Facts und ein paar Links, die Ihr anklicken könnt, um Euch über Aktionen für Gaia zu informieren! Was läuft wo? Und vor allem wann? Wer sich aktiv in den Kampf um unsere Welt einbringen will, der sollte sich mit gleichgesinnten Menschen zusammenschließen und Aktionen planen.

Es ist zwar schön und gut, wenn man etablierten Umweltschutz-Organisationen beitritt und diese bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützt. Aber man muss isch bewusst werden, dass auch Umweltschutz-Organisationen wie Greenpeace oder WWF eigentlich nichts anderes tun, was wir bei der Industrie und den Konzernen so sehr verurteilen – sie machen Lobbyarbeit! Sie versuchen also auf die ein- oder andere Art und Weise Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen, indem sie Argumentationshilfen für die Politiker liefern, die dem Gedanken des Umweltschutzes sowieso aufgeschlossen gegenüber stehen. Politiker, die seit jeher schon auf der Schmiergeldliste der Konzerne stehen, werden sich von solchen – und seien sie auch noch so einleuchtend – Argumenten kaum bis garnicht beeindrucken lassen.

Darum ist es manchmal nicht schlecht, wenn massiver Druck auf die Politik ausgeübt werden kann und zwar so massiv, dass sie letztlich nicht umhin kommt, auch mal gegen die Interessen der Konzerne und der Wirtschaft zu entscheiden! Ein gutes Beispiel dafür ist die Arbeit von SeaShepherd, diemit ihren WhaleWars in der Antarktis einen regelrechten Krieg gegen die Walmörder aus Japan führt und auch vor einem direkten Angriff auf die Fangschiffe nicht zurück schreckt! Nur so kann man die Öffentlichkeit auf die Problematik des Walmordes aufmnerksam machen. Wenn es dann noch gelingt, diese Aktionen PR-mäßig gut zu planen und durchzuführen, hat man durchaus ein machtvolles Instrument an der Hand, um Politik zu machen und zu beeinflussen, ohne die Karte des Arschkriechens ziehen zu müssen!

Eine ähnliche Position, nämlich die der Bereitschaft zum Kampf für unsere Mutter Erde, hat Earth First! bezogen. Das heisst nicht, dass sie Krieg führen, sondern dass sie aktiv und massiv für Gaia eintreten. Das geht manchmal bis hin zu Sabotageakten, z. B. Treespiking (das Spicken von Baumstämmen mit großen Stahlnägeln in dem Bereich, wo üblicherweise mit der Kettensäge angesetzt wird um einen Baum zu fällen. Die Löcher, die zurückbleiben, wenn man einen solchen Nagel einschlägt, werden mit Silikon und Baumrinde geschickt getarnt. So fliegen den Holzfällern die Ketten ihrer Sägen um die Ohren, wenn sie beim Fällen eines so präparierten Baumes auf den Stahlnagel treffen! Um zu verhindern, dass Menschen zu Schaden kommen, werden die betreffenden Waldstücke mit Warnhinweisen gekennzeichnet!), das Ansägen von Hochspannungsmasten, das Einfüllen von Zucker in die Tanks von Baumaschinen. Das Ganze nennt sich dann „Monkeywrenching“ (Ecodefense: A Field Guide to Monkeywrenching) und ist ein ziemlich wirksames Mittel, um die Abholzung ganzer Wälder zumindest zu verlangsamen, wenn schon nicht zu stoppen! Freilich sollte sich niemand der Illusion hingeben, dass solche Aktionen bei den Behörden und betroffenen Unternehmen auf besonderes Verständnis stößt – im Gegenteil, diese Handlungen sind strafbar und werden juristisch verfolgt! Ausdrücklich betone ich, dass hier nicht zu strafbaren Handlungen aufgerufen wird – jeder muss wissen, was er tut!

Die Problematik der Umweltzerstörung hat auch schon bei Zeiten Michael Jackson erkannt und ein tolles Lied draus gemacht, mit sehr bedrückenden Bildern im Video. Auch wenn´s schon ein paar Jahre alt ist, hat es doch nichts von seiner Aktualität verloren und es ist nicht schlecht. Nein, es scheint die Katastrophen, die uns heute bedrohen vorweg zu nehmen!

Es ist einiges passiert auf der Homepage von Earth First! Schaut mal dort vorbei und holt Euch Infos. Gab es bis vor Kurzem nur ein paar Earth First!-Gruppen in den Staaten und in Großbritannien, sind es mittlerweile einige mehr geworden. Auch in Europa, obwohl es für meinen Geschmack durchaus mehr sein dürften,um dem Umweltgedanken zusätzliches Gewicht zu verleihen. Aber aller Anfang ist schwer. Warum sollte es hier anders sein, als im echten Leben?

„So das war´s für heut, macht was draus.  Was, ist Eure Sache. Ich kann mich schließlich nicht um alles kümmern!“

(Zitat: Olaf Schubert, der Mahner und Erinnerer auf SWR3)

weiterführende Links:

  • EF! Prague (Earth First! Prag – Seite ist in tschechisch und english)
  • Leeds EF! (Earth First! Leeds – Seite auf english, hier kann man sich in eine Email-list eintragen)
  • Earth First! Britain (recht umfangreiche Seite – auf english – mit Hinweisenund Tips, wie man eine Earth First!-Gruppe gründet. Das Zitat, das ich dort gefunden habe, gefällt mir sehr gut -Every document of civilization is also a document of barbarism. — Walter Benjamin. Das heisst soviel wie: „Jedes Dokument der Zivilisation ist zugleich auch ein Dokument der Barbarei“. Auf der Kontakt-Seite findet Ihr noch mehr Links zu EF!-Gruppen in Großbritannien!).
  • Überwältigend ist die Link-Seite von Earth First! Worldwide (sehr viele interessante Links von Organisationen und Gruppen, die den Umweltschutz aktiv mit Aktionen voran treiben und unterstützen. Einige der Links sind aber nicht mehr aktuell, bzw. mittlerweile tot).

Der Grünling…

…ist nicht etwa eine neue Bezeichnung für Menschen, die grünen Utopien oder grünen politischen Ideen anhängen, nein nein, es handelt sich um einen Pilz, um einen Giftpilz (wie man seit kurzem weiss) genauer gesagt. Und weil man das erst seit kuzem zu wissen scheint und man diesen Pilz bis vor  garnicht allzu langer Zeit noch als Speisepilz auf Märkten kaufen konnte, hat er wohl einige Menschenleben auf dem Gewissen. Japanische Forscher haben am 24.5.2009 eine Meldung auf „nature chemical biology“ unter dem Titel „Identification of the trigger in mushroom poisening“ veröffentlicht. Tags darauf schrieb schon SpiegelOnline „Tödliches Molekül: Ursache für ungewöhnliche Pilzvergiftungen entdeckt“ und WeltOnline titelte „Toxikologie: Ursache für mysteriöse Pilzvergiftungen entdeckt“. Angeblich soll das Gift aber nicht bei allen Menschen wirksam sein. Aber wer weiss das schon so genau? Besser ist es auf alle Fälle, die Finger von dieser Delikatesse zu lassen, wenn man nicht mit Herzstillstand nach Muskelschwäche und der Zersetzung verschiedener Muskel im Körper jämmerlich zu Grunde gehen will.

Der Grünling

Der Grünling

Der Grünling gehört zu den Ritterlingen und die Deutsche Gesellschaft für Mykologie warnte schon vor geraumer Zeit vor dem Genuß, da einige schwere Vergiftungsfälle, überwiegend in Polen relativ eindeutig auf den Verzehr dieses Pilzes zurückgeführt werden konnten.

In Deutschland gibt es rund 5.000 – 6.000 Pilzarten und nur etwa 100 davon sind eßbar! Also solltet Ihr Euch vorsehen, wenn Ihr auf die Jagd nach Pilzen durch die Wälder streift. Nun ist es nicht so, dass sie Euch angreifen, wenn Ihr sie entdeckt habt und sie einfangen wollt. Aber wenn Ihr Euch nicht vorseht, kommt Ihre Rache später, am Eßtisch, wenn keiner mehr an Gefahr denkt. Es ist also von Vorteil, wenn Ihr eine der Pilzberatungsstellen aufsucht, die es in vielen Städten gibt. Fragt bei der Stadtverwaltung nach, die können Euch Auskunft geben. Auf den Rat derjenigen, die Wildpilze auf dem Markt verkaufen, würde ich an Eurer Stelle sicherheitshalber lieber verzichten. Denn oft genug werden da auch Giftpilze mit verkauft, besonders gern der schon erwähnte Grünling! Sind aber auch sowas von schwer zu unterscheiden, die kleinen gefährlichen Racker, von den leckeren Eßbaren!

weiterführende Links:

25. Mai – Tag der vermissten Kinder!

Heute erinnert die Initiative „Vermißte Kinder“ mit Aktionen an die 1.700 Kinder, die allein in Deutschland, teilweise schon seit vielen Jahren von ihren Eltern gesucht werden. Sie verschwinden spurlos auf dem Weg von und zur Schule, reißen aus weil sie dies vielleicht als vermeintlich einzigen Ausweg aus einer schwierigen Situation sehen. Manche werden von einem eigenen Elternteil ins Ausland verschleppt, nachdem die Eltern sich getrennt haben. Einige fallen Verbrechen zum Opfer. Immer bleiben aber verzweifelte Eltern, zerstörte Existenzen und gequälte Seelen bei den Betroffenen zurück.

Wer kann sich vorstellen, was Menschen fühlen, deren Kinder verschwunden sind und die oft jahrelang gesucht werden. Wenigstens Gewissheit darüber zu haben was geschehen ist, mehr wollen die meisten garnicht. Doch die Hoffnung, die verschwundenen Kinder wieder gesund aufzufinden, ist wohl das Letzte, was ein Mensch aufgibt. Die Hoffnung ist das Letzte was stirbt in einem Menschen! Die sueddeutsche.de bringt heute ein Interview mit dem Mitbegründer der Inititative „Vermißte Kinder“, Carl Bruhns („Tag der vermißten Kinder – „Warten ist das Schlimmste“, Artikel vom 25.5.2009).

Vermißte Kinder

Vermißte Menschen

Der Internationale Tag der vermißten Kinder wird seit 1983 am 25. Mai begangen. Verschwindet ein Kind, ist schnelles Handeln angesagt. Denn die Chancen, ein vermißtes Kind wieder zu finden, unversehrt wieder zu finden, ist in den ersten 3 Stunden am größten. Was in diesen ersten Stunden nach dem Verschwinden versäumt wird, kann man später nicht mehr gutmachen, sagt Bruhns. Mit jedem Monat sinken die Chancen, ein vermißtes Kind wieder auf zu finden. Nur sehr selten kommt es vor, dass eine langzeitvermißte Person wieder auftaucht!