Die Krone der Schöpfung?

Ein Stern der, ewig wie es scheint,

Am Himmel oben steht.

Er ist nicht ewig, wie es scheint,

Weil irgendwann auch seine Zeit zu Ende geht.

Nur Du, Oh Mensch, glaubst von Dir gern,

Dass Du der Schöpfung Krone bist.

Obwohl Du so, wie jener Stern,

Dem Tode unterworfen bist!


		
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Die Deppen der Nation!

Irgendwie und irgendwo verdient sich jeder seinen Lebensunterhalt. Mancher wird mit dem güldenen Löffel im jackedgecrownten Maul geboren, oder erreicht durch andere glückliche Umstände eine relativ hohe soziale Stufe. Dann gibt es die, die ohne einen Finger krumm zu machen ein riesen Vermögen erben und dann meinen, sie wären ein Käse. Dabei merken sie garnicht, dass sie eigentlich nur stinken. Ein guter Teil der Menschen aber ist gezwungen, jeden morgen den bleischweren Hintern aus dem warmen Bett zu hieven und sich nach einigen Tassen schwarzen Kaffees in ein klimagekühltes oder überheiztes Büro einzufädeln, um sich die mittäglichen Brötchen mit dem obligatorischen Pfund Fleichkäse (respektive dem Leberkas oder der Bulette) an der Snackbar zu verdienen.

Und dann gibt´s die, denen die meisten Menschen am liebsten nicht bei der Arbeit zusehen möchten, weil sie dann daran erinnert werden, dass es massenweise Menschen auch in unserem reichen Lande gibt, denen es noch wesentlich schlechter als einem selber geht. Das sind die, die man so unmenschlich als Prekariat bezeichnet, einem Ausdruck, der jedes Mass an Menschenwürde vermissen lässt und Menschen beschreibt, die in prekären wirtschaftlichen Beschäftigungsverhältnissen um ihre Existenz ringen (also der Müll oder Bodensatz des Kapitalismus).

Da wäre als ein Beispiel die Reinigungskraft zu sehen, die für einen Hungerlohn dafür sorgt, dass sich der besser dünkende Teil der kapitalistiuschen Gesellschaft morgens in ein sauberes Büro setzen und seiner viel wichtigeren Arbeit nachgehen kann ohne im Dreck zu versinken. Selbstverständlich bezahlt man nicht gern dafür, dass andere einem den Müll wegräumen und den Schmutz entfernen. Schliesslich will man sowas nciht gern selber erledigen, weil es unter eines gebildeten Menschen Würde ist und darum ist diese Arbeit, sind die Menschen die sie erledigen ebenfalls nichts wert. Was es bedeutet, für 8,15 €/Std. (brutto versteht sich) spät abends, oder gar nachts den Buckel krumm zu schaffen und dabei genauso viel soziale Anerkennung zu erfahren wie ein Strassenräuber, kann sich nur der vorstellen der – aus welchen Gründen auch immer – schon mal so einen Job gemacht hat! Wer von edlen Gutmenschen macht sich Gedanken darüber, dass bei einer in Vollzeit tätigen Reinigungskraft am Ende des Monats knapp 1.300 € (auch brutto) in der Kasse „klingeln“? Aber dann kommt Vater Staat und langt erstmal richtig hin und das was dann übrig bleibt, soll reichen für die Miete, Kleidung, ab und zu mal einen Kinobesuch, die Spielzeuge der Kinder und ständig brauchen die neue Schuhe und Klamotten, weil die einfach so schnell wachsen. Freilich bleiben da locker mal jeden Monat 50 Öcken übrig, damit man privat für´s Alter vorsorgen kann, denn der Lebensstandard im Alter lässt sich nur halten, wenn man selsbt Verantwortung übernimmt (wie es so schön heisst). Ein Auto kaufen? Kannste vergessen! Urlaub fahren? Wovon? Da muss man schon zu Fuss nach Malle, oder die „umweltfreundlichen“ Flugtickets für 5 € buchen! Und wenn dann am Ende des Winters die Heizkostenabrechnung kommt, dann stehst Du mit so einem Gehalt vor dem Ruin.

Und die Unternehmer-Lobby (allen voran die CDU/CSU und die „besserverdienenden Leistungsträger“ von der FDP) wehrt sich natürlich mit Händen und Füssen gegen Mindestlöhne. Is ja klar, denn woher nehmen, wenn nicht stehlen. Der Kunde jedenfalls will nicht mehr bezahlen, also trägt man das auf dem Rücken der Reinigungskräfte aus: höhere Leistungsvorgaben, dass einem die Augen tränen und die Gewissheit, die prekär Beschäftigten werden sich den Arsch schon aufreißen, denn sie sind auf den Arbeitsplatz und das Geld angewiesen und für die Aufmüpfigen wird laut betont, dass genug Leute auf der Strasse stehen und nur darauf warten, dass jemand den Bettel hinschmeißt!

Wer denkt nicht an den Müllmann, der mit seinem Scheiß Müllwagen absichtlich die Strasse blockiert und dann in aller Seelenruhe den Müllcontainer über die Straße zerrt, ihn betont langsam leert und dann wieder zurück schiebt. Er tut das aus reiner Boshaftigkeit, weil er dem Porsche Cayenne S- und dem Dacia-Fahrer (oder wie heissen die „Kleinwagen“ mit dem Stern aus Untertürkheim?) ihren verdienten Wohlstand neidet. Dabei veranstaltet er auch noch einen Lärm, dass der wohlsituierte Banker am wohlverdienten Wochenende unmöglich ausschlafen kann!

Die Friseurin, die einen Lohn etwa in der Höhe des Taschengeldes meines 17-jährigen Sohnes bezieht und trotzdem ihren Job macht, freut sich ebenfalls über die gierigen Pfoten des Staates, der am Monatsende in ihrer Lohntüte wühlt, dass kaum noch etwas zum Leben übrig bleibt.

Es gäbe noch viel mehr aufzuzählen, aber das würde sicherlich den Rahmen dieses bescheidenen Blog sprengen. Und eigentlich wollte ich mit meinem Geschreibsel auf die brisanz aufmerksam  machen, die in einer Meldung steckt, die ich heute erst im Radio hörte und dann in meinen News gefunden habe. Während die Politiker sich rühmen, eine gerechte Politik zu machen, die den Menschen zu Gute kommt und für soziale Sicherheit sorgt, meldet sueddeutche.de unter „Studie der OECD – Lastesel Arbeitnehmer“ am 12.5.2009, das der deutsche Staat mit ganz besonderer Vorliebe und Energie in die Taschen der Menschen greift, die mit niedrigen und mittleren Einkommen ihren Unterhalt bestreiten müssen. Übertroffen wird er da nur noch von Belgien. Aber wen interessiert das schon? Die Politiker? Höchstens vor den Wahlen, denn da muss man den Deppen der Nation ja irgendwie klar machen, warum sie ihr Kreuzchen ausgerechnet bei denen machen sollen, die sie gleich nach der Wahl wieder über den Löffel barbieren! Aber von Menschen, die ihre Bildung aus der BILD beziehen, kann man vielleicht nicht verlangen, dass sie dieses Affentheater durchschauen – schade eigentlich, ich würde gern sehen, was dann passiert!

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Meer oder weniger?

Es wird Zeit, der Politik mal wieder den Marsch zu blasen und die spitzen Schuhe anzuziehen (auch wenn´s an den Zehen ein wenig drückt), um sich arschtretenderweise durchs Tagesgeschehen kämpft. Schießlich soll der Getretene ja auch was merken! Aber warum das Ganze? Es gibt mal wieder einen richtig coolen Betriebsausflug für die hauptberuflichen Bedenkenträger aus Politik und Wissenschaft. Schwachkopf meets Fachidiot!

Natürlich weiss ich, dass sich das ziemlich krass anhört, aber besondere Umstände rufen nach besonderen Massnahmen und so sehe ich mich genötigt, denen einen Spiegel vorzuhalten, die da so tun, als kümmere sie der Zustand Gaias tatsächlich. Auch wird der Eindruck erweckt, man sei sich im Grunde ja eigentlich schon einig und man träfe sich ausschliesslich zu dem Zwecke, die längst überfälligen Rettungsmassnahmen zu beschliessen, die dafür sorgen könnten, dass unsere Kinder und Enkel in einer lebenswerten Welt leben können. Diese sind zwar dringendst notwendig und meist tun sowohl Politik, als auch Wissenschaftler so, als wüsste man genau, was man da tut, aber letztendlich diktieren ausschliesslich monetäre Interessen die Schutzziele! Hinter jeder Regierung steht eine fleissige Lobbyorganisation, von der offiziell niemand so genau weiss, wer ihr angehört und wem sie aus ihren wohlgefüllten Börsen das ein oder andere Präsent zukommen lässt. Wer gut schmiert, der gut fährt, denken sich die Konzerne und da der bevorzugte Schmierstoff in der Politik Geld ist, wirft man damit um sich, dass es eine wahre Pracht ist. Offenbar lohnt es sich, denn die Wirtschaft tut nichts, wenn es nicht Gewinn verspricht!

Also haben sich dieser Tage 5.000 (in Worten fünftausend) Politiker und Wissenschaftler auf den mühseligen Weg nach Indonesien gemacht, um sich über die Folgen des Klimawandels für die Ozeane und Meere zu beraten. Naja, in Wirklichkeit bestand das einzig mühsame auf dieser Reise vermutlich darin, sich von der chauffierten Regierungslimousine mit 300 oder mehr PS in die VIP-Lounge des jeweils nächstgelegenen Flughafens zu schleppen und auf den First-Class-Flug ins Reich der Zehntausend Inseln zu warten. Und so sitzen sie da nun, in einem tropischen Inselparadies und „beraten“ darüber wer wann wieviel Schmutz in die Meere pumpen darf, wer die Fische mit hochtechnisierten Fangflotten aus dem Ozean holt und wer die Kosten dafür übernimmt, die Küsten Indonesiens vor dem nächsten Tsunami zu schützen.

Am Ende gibt es dann wieder eine fein gedrechselte Abschlusserklärung, die ebenso hirn- wie folgenlos für diejenigen ist, die sich an die „Vereinbarungen“ nicht halten können oder wollen. Und dann geht´s munter weiter mit der Plünderung – sollen sich doch andere darum kümmern, solange wir noch ein Geschäft mit den Ressourcen unserer Mutter Erde machen können! Hauptsache man hat der Welt und den dämlichen Wählern mal wieder gezeigt, wie wichtig einem nicht nur die Umwelt, sondern auch die Zukunft ist. Jedenfalls so lange, wie es keine Wirtschaftskrise gibt. Aber weil´s die nun mal gerade gibt, darf der Schutz der Umwelt nichts kosten und auch keinen Konzern in seinem Treiben einschränken. Wo kämen wir denn da hin, wenn Gaia wirklich geschützt würde? Eben, kaum einer würde soviel Glück ertragen! Ausser ein paar Euro und vielen warmen Worten, wird es nicht viel geben, aber Zeit, Zeit hat man genug und so wird man sich auch im nächsten und übernächsten Jahr noch treffen können, vielleicht bald schon an den sonnigen Palmenstränden Grönlands, das dann seinen Namen endlich zu Recht tragen dürfte.

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Recycling oder Kreislauf der Natur!

Die Wiederverwertung von Stoffen, die für den ursprünglich vorgesehenen Verwendungszweck nicht mehr geeignet sind, ist in der Natur ein völlig normaler Vorgang! Alles, was die Natur hervorbringt, zerfällt über kurz oder lang und wird dem Stoffkreislauf wieder zugeführt, restlos, sauber und nachhaltig – ein Kreislauf des Lebens, ein Wunder der Natur, in der Natur und durch die Natur!

Ein Ameisenstaat bewohnt einen toten Baumstumpf...

Ein Ameisenstaat bewohnt einen toten Baumstumpf...

Ganz anders das, was der Mensch so produziert. Zwar ist die menschliche Rasse durchaus als anpassungsfähig und erfinderisch zu bezeichnen, aber die Qualität ihrer Erfindungen und Produkte, bleibt hinter dem weit zurück, was Gaia in diesem Bereich zu bieten hat. Nicht nur die Stoffe, die der Mensch herstellt, um seine Produkte beim Transport oder der Lagerung zu schützen, sind für gewöhnlich nicht wieder verwertbar, auch die Produkte sekbst bestehen meist aus Materialien, die alles andere als problemlos zu recyceln sind. Alles besteht aus Kunststoffen, Metallen, Lacken, Chemikalien usw., die beim „Entsorgen“ ein großes Problem darstellen. Entweder man schmeisst sie in die Landschaft und lässt sie über Jahrhunderte hinweg vergammeln, wobei unzählige schädliche Stoffe in die Umwelt und damit letztlich in die Nahrungskette gelangen. Oder sie müssen mit hohem technischen Aufwand dem Stoffkreislauf wieder zugeführt werden. Allerdings beträgt die Recyclingquote nur bei einem einzigen Rohstoff 100%, bei Glas. Alles andere kann nur in Form von Beimischungen zu frisch gewonnenen Rohstoffen der Wiederverwertung zu geführt werden, da die Qualität beim recyceln drastisch abnimmt. Bei Kunststoffen sieht dieses Verhältnis besonders beschissen aus!

Schauen wir uns an, was die Natur erzeugt und von dem die Menschen sich z.B. ernähren, sieht das ganz anders aus. Eine Nuss, birgt den essbaren Samen einer Pflanze in einer sehr stabilen Hülle, die individuell an die einzelnen Formen des Samens angepasst ist! Da wackelt nix, der Schutz ist perfekt und der Samen bleibt auch nach Jahren oder sogar Jahrzehnten noch keimfähig. (Dieses Muster an Nachhaltigkeit und sinnvoller Ressourcenverwertung in einem perfekten Kreislauf, muss für den aufgeklärten und verantwortungsbewussten Menschen das Vorbild all seines Tuns sein. Dies haben die Verfechter der Permakultur erkannt und versuchen dies in ihren Projekten umzusetzen.)

Fleissiger Mistkäfer auf dem Weg zur Arbeit

Fleissiger Mistkäfer auf dem Weg zur Arbeit

Was aber macht der „moderne“ Mensch? Er öffnet dieses perfekte Behältnis, röstet und salzt den Samen und verpackt ihn dann in Plastik. Der Unterschied zwischen  der Nussschale und der Plastiktüte wird schnell deutlich, wenn man beide auf den Kompost wirft. Während die Nussschale im Rahmen des natürlichen Recyclings, des Kreislaufs der Natur zu 100% zersetzt und zu wertvollem Humus wird, bleibt die Plastiktüte zu beinahe 100% erhalten (für mindestens ein Jahrtausen). Keine Mensch kann genau sagen, wie lange Plastik in der Umwelt verbleibt und in welchen Zeiträumen sich dieses teuflische Material  in welche schädlichen oder unschädlichen Stoffe zersetzt! UV-Strahlung beschleunigt den Zerfall von Kunststoff ein wenig und in sofern sollten wir über die sich immer mehr verstärkende UV-Belastung freuen. Aber wirklich hilfreich ist auch das nicht. Beim Zerfall gibt der Kunststoff Stoffe an die Umwelt ab, deren Auswirkungen noch kaum bekannt und schon garnicht systematisch erforscht sind. Schließlich fürchtet die Industrie  die daraus resultierenden Folgen. In großen Teilen unserer Wel besteht der Meeresstrand schon zu einem Gutteil aus mikroskopisch keinen Kunststoffpartikeln. Kleinstlebewesen nehmen diese Partikel als vermeintliche Nahrung auf und bringen sie so in die Nahrungskette des Menschen ein. Mit welchen Spätfolgen ist ebenfalls noch völlig ungeklärt.

Daran wird sich so lange nichts ändern, wie die Hersteller von Kunststoffen nicht für die Folgen zur Verantwortung gezogen werden, die durch die Verwendung ihrer Produkte entstehen. Belastet man die Unternehmen mit den Kosten, die für die Umwelt surch die Nutzung ihrer Produkte entstehen, wird sich sehr schnell etwas ändern. So lange aber die Allgemeinheit für die Müllentsorgung bezahlen muss und Umwelt- und Spätfolgen nicht den eigentlichen Verursachern aufgebürdet werden, wird fleissig weiter umweltschädliches Verpackungsmaterial auf Teufel komm raus produziert! Genau das selbe gilt für die Hersteller von Chemikalien, gentechnisch veränderten Tieren und Pflanzen. Noch heute kann niemand sagen, was passieren kann, wenn diese künstlich von Menschen erzeugten Lebewesen unkontrolliert in die Natur entweichen. Trotzdem beruft sich die Industrie auf das Recht, solche Genmonster zu erzeugen und Patente auf Lebewesen zu beantragen. Dies ist der ziemlich durchsichtige Versuch, die Kontrolle über die Nahrungsproduktion der gesamten Menchheit zu erlangen. Die einzigen, die das nicht zu checken scheinen, sind die Politikern, die sich darin überschlagen, den Wünschen der Konzerne zu willfahren und deren Bossen in die breiten Ärsche zu kriechen! Von den ethischen Fragen einer Patentierung von Lebewesen einmal abgesehen ist es unverantwortlich, kommerziellen Unternehmen die Kontrolle über die Nahrungsmittel zu überlassen und zu hoffen, sie würden ethisch, verantwortungsbewusst und moralisch einwandfrei handeln! Da ist der Wunsch (oder die Gier, denn entsprechendes Verhalten der Politiker zieht natürlich Gegenleistungen der Konzerne nach sich) der Vater des Gedankens!

Rohstoffkreisläufe müssen rückstands- und schadstofffrei funktionieren und sich an den perfekten Kreisläufen in der Natur orientieren. Gaia zeigt uns wie es geht. Wir müssen die Natur beobachten und nicht alles den gewinnorientierten Konzernen überlassen, nur um dann hinterher entsetzt festzustellen, was da für Verbrechen an der Natur und den Menschen begangen werden. Es muss Schluss sein mit der nachträglichen Technikfolgenabschätzung, die zwar den ein oder anderen schädlichen Aspekt erkennt, aber wegen der bereits erfolgten Einführung neuer Technologien oft keine Möglichkeit mehr hat, deren Verbreitung zu bremsen. Schlechte Beispiele gibt es hier zu Hauf. Es seien da nur die Gentechnologie genannt und die Nanotechnologie. Es ist ein Unding, die Einführung neuer Technologien zuzulassen und hinterher, quasi im Nachgang, festzustellen, dass hier Gefahren auftreten, die nicht zu kontrollieren sind, aber sich wegen der bereits erfolgten Investitionen keiner mehr traut, STOPP zu sagen!

Es kann nicht hingenommen werden, dass Konzerne ihre gierigen Pfoten nach den Ressourcen der gesamten Menschheit (und um nichts anderes handelt es sich bei dem Genpool der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, bzw. den Haustierrassen) ausstrecken und damit Menschen in ihre Abhängigkeit zwingen. Es kann kein Recht geben, Patente auf Lebewesen zu beanspruchen, weil dies moralich unverantwortbar ist! Jeder Mensch muss das Recht darauf haben, seine Nahrung selbst anzubauen und aus seiner Ernte einen Teil als Saatgut für das nächste Jahr zu gewinnen, ohne dafür Lizenzgebühren an einen Konzern abführen zu müssen. Anstonsten droht eine neue Art der Sklaverei. Wer nicht zahlen kann wird verhungern, weil die Beauftragten der Konzerne die „unrechtmäßigen“ Ernten vernichten. Alle anderen müssen sich dem Preisdiktat der Konzerne fügen und diesen ihre eigene Arbeitsleistung bezahlen – was für ein Irrsinn! Wo bleiben da die Menschenrechte?

weiterführende Links:

  • TAB – Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (einige der gerade laufenden Untersuchungen sind sehr interessant. Es besteht aber meines Erachtens der Verdacht, dass mangels notwendiger technologischer Kenntnisse beim Vergeben der Untersuchungen an Institute wie z.B. IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung eine unzulässige Einflussnahme stattfinden könnte, da es sich bei besagtem Institut um eine gemeinnützige Einrichtung handelt, deren Auftrag- und Zuwendungsgeber zu großen Teilen aus der Industrie kommen!).
  • Gen-ethisches Netzwerk & Gen-ethischer Informationsdienst (Zitat: Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) vermittelt seit 1986 Informationen und Kontakte zu Gen-, Bio- und Reproduktionstechnologien. Seit dieser Zeit gibt das GeN den Gen-ethischen Informationsdienst (GID) heraus, der im Jahr zuvor gegründet worden war und heute zweimonatlich erscheint. Der GID berichtet als einzige Zeitschrift in Deutschland gleichermaßen kritisch und wissenschaftlich fundiert in den Bereichen Landwirtschaft & Lebensmittel, Mensch & Medizin sowie Politik & Wirtschaft über diese Technologien. Das GeN nimmt außerdem Stellung zu aktuellen politischen Prozessen, führt Veranstaltungen durch und unterstützt andere Initiativen bei ihrem Engagement).
  • Kein Patent auf Leben (Zitat: Initiative, die sich gegen die Patentierung von Pflanzen, Tieren, Gensequenzen, aber auch gegen die Patentierung von Stammzellen und Gewebe des Menschen und gegen jegliche Biopiraterie wendet).

    Kein Patent auf Leben, das Logo

    Kein Patent auf Leben, das Log

Recycling, Rohstoffquelle der Zukunft!

Auch dem allergrößten Ignoranten dürfte mittlerweile klar geworden sein, dass unsere Ressourcen nicht bis in alle Ewigkeit reichen werden. Das ist Fakt und daran gibt es weder was zu deuteln, noch drum herum zu diskutieren. Wo aber kriegen wir die notwendigen Rohstoffe her, um unseren Lebensstandard wenigstens halbwegs halten zu können? Eigentlich ist die Antwort ganz einfach:“ Benutzt einfach das Zeug, das ihr schon einmal (oder mehrmals) verwendet habt und macht was Neues draus!“

Wenn man bedenkt, wieviel Metall beispielsweise in Form von Kupfer, Messing, Stahl, Blei usw. im den schon reichlich verseuchten Böden unserer Städte versenkt wurde, tun sich wahre Abgründe auf. Man verlegt Leitungen, Wasserrohre oder was auch immer unter der Erde und vergisst sie dann. Irgendwann werden sie vom Netz abgeklemmt, weil sie nicht mehr richtig funktionieren und das war´s dann auch schon. Anstatt den Schrott auszugraben, einzuschmelzen und Neues daraus entstehen zu lassen, halten die Menschen es für besser, vielleicht auch billiger (noch), das Altmetall da liegen zu lassen, wo es eingegraben wurde und die benötigten Rohstoffe lieber weiterhin aus den Bergwerken zu fördern. Mit allen unerwünschten Folgen für unsere Mutter Erde – Landschafts- und Naturzerstörung, Umweltverschmutzung, Vergiftung der Athmosphäre und der Gewässer durch Abraum und giftige Chemikalien! Das alles könnte man den Menschen und Gaia ersparen, wenn man die bereits einmal gewonnenen Rohstoffe wieder verwerten würde!

Genau so ist es mit dem Rohstoff Glas. Anstatt diesen wunderbaren, weil extrem haltbaren und in jede erdenkliche Form zu bringenden Werkstoff konsequent wieder zu verwerten, steigt man lieber auf Kunststoff um, der (wie man weiss) aus dem immer knapper werdenden Erdöl hergestellt wird. Aber anstatt wenigstens ein Mehrwegsystem für Kunststoffflaschen aufzubauen, muss man zwar Pfand zahlen, aber die Plastikflaschen sind nach wie vor zum größten Teil Einwegverpackungen, die nach Gebrauch eingeschmolzen und anderen „hochwertigen“ Produkten weiterverarbeitet werden. Bedauerlicherweise aber nimmt die Qualität des Kunststoffs bei der Wiederverwertung rapide ab und muss immer durch neuen Kunststoff ergänzt werden.

Ich persönlich find ja, Hank is verschärft, aber das kann daran liegen, dass ich auf Country steh´

Anders beim Glas. Es ist immer zu 100% wiederverwertbar und das ohne den geringsten Qualitätsverlust! Super, oder? Es wird einfach eingeschmolzen und auch aus der billigsten Einwegglasbierflasche, kann nach der Reinkarnation ein edles Weinglas werden, dass ein Glasbläser mit größter Kunstfertigkeit mit dem Mund aus einem glühenden Klumpen Glas erschafft! Und wer in den letzten Wochen das Gezerre um die östrogenabsondernden Plastikflaschen verfolgt hat, sollte eigentlich schon längst von selbst auf den Trichter gekommen sein und nur noch Mineralwasser in Flaschen kaufen. Glas ist vollkommen Geschmacksneutral und gibt keinerlei Stoffe an den darin befindlichen Stoff ab. Okay, Glas ist schwerer als Kunststoff, aber is das wirklich ein Problem?

Also, meine Bitte an alle, denen unsere Umwelt nicht am Arsch vorbei geht – Wenn ihr der Umwelt was Gutes tun wollt, kauft Eure Getränke in Glasflaschen und zeigt den Getränkeherstellern, was ihr von einer  wirklich umweltfreundlichen Verpackung erwartet. Sie soll den Inhalt schützen, ohne ihn mit irgendwelchem Chemiescheiß zu belasten, sie soll stabil sein, fromschön womöglich auch noch und, das ist besonders wichtig, zu 100% wiederverwertbar! Und wenn wir schon dabei sind. Kauft Pfandflaschen und wenn die kaputt gehen, sorgt dafür, dass sie über die allenthalben herumstehenden Glascontainer der Wiederverwertung zugeführt werden. Was im Übrigen für alle zerdepperten Gegenstände aus Glas gilt!

weiterführende Links:

  • friendsofglass.com (Homepage von FEVE, der European Container Glass Federation, einer nonprofit Organisation von Glasherstellern, die sich um das Thema Glas-Recycling intensiv kümmern)
  • friends of glass auf Flickr (viele Fotos, die mit Glas zusammen hängen und von Bloggern und anderen krassen Menschen gemacht wurden. Natürlich bin ich auch vertreten, hehe)

Monsanto auf dem Holzweg?

Es freut mich außerordentlich, mal einen Post ganz nach meinem Geschmack veröffentlichen zu können. Mag sein, dass es nur ein Etappensieg war und es ist nicht anzunehmen, dass Monsanto sich so einfach geschlagen gibt.  Aber ja, es ist so, Monsanto hat seine Klage vor einem Gericht gegen das Verbot der Aussaat  seines Genmais MON810 verloren. Zurecht jubiliert Greenpeace („Gericht bestätigt Gen-Mais-Verbot“, Artikel vom 5.5.09) ob der erstaunlichen Tatsache, dass endlich mal ein Gericht es wagte,

die Umwelt- und Verbraucheranliegen über die Interessen von Industriekonzernen gestellt. Die Entscheidung ist auch ein Erfolg für die Mehrheit der Verbraucher, die den Anbau von Gen-Pflanzen ablehnt!

Auch FAZNET (Niederlage für Monsanto: Gericht bestätigt Genmais-Verbot, Artikel vom 5.5.09) erkennt an, das…

…nach Auffassung der Richter sind jene Gefahren für die Umwelt vorhanden, wie sie das Gentechnikgesetz für ein solches Verbot verlangt. Dazu müssten keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen, aus denen diese Gefahren zweifelsfrei herzuleiten seien. Es genüge, so heißt es in dem Beschluss, wenn sich aus neuen oder zusätzlichen Informationen Anhaltspunkte dafür ergäben, dass Menschen oder Tiere geschädigt werden könnten.

Und die unvermeidliche bayrische Wasserpfeife Horst Seehofer, erkennt ein…

„…unübersehbares Signal an den Agrokonzern Monsanto, der ohne Rücksicht auf Interessen der Bevölkerung handelt.“

Das weiss natürlich jeder, der sich ein wenig mit der Materie beschäftigt. Monsanto, die Konzernkrake aus den USA, der seine gierigen Fangarme nach allen landwirtschaftlichen Flächen dieser Erde ausstreckt, hat nicht das geringste Interesse am Wohlergehen der Menschheit und erst recht nicht an der Gesundheit seiner Mitarbeiter. Das haben diese Verbrecher oft genug bewiesen.

Gleichzeitig lobt Seehofer seine Parteifreundin Aigner über den grünen Klee für ihre mutige Entscheidung, wobei er verheimlicht, dass genau diese Ministerin den Anbau der genveränderten Kartoffel Amflora gestattet hat. Warum auch immer. Vielleicht liegts ja daran, dass Amflora das Lieblingskind von BASF ist und die haben ihren Sitz in Deutschland.  Wer ein klein wenig tiefer in die Wunder der bayrischen Logopädie (Artikel auf FAZNET vom 3.5.2009) einsteigen und die wundersame Wandlung des Seehofer Horst vom Saulus (als Landwirtschaftsminister war er ein glühender Verfechter der Gentechnik) zum Paulus (als bayrischer Ministerpräsident kämpft er nun – dank vergeigter Zweidrittelmehrheit – mit messianischem Eifer gegen die Macht der Genkonzerne, die Gentechnik im allgemeinen und den drohenden Machtverlust) in knappen Worten nachvollziehen will, der lese sich den Artikel durch. Man muss schmunzeln, obgleich man kotzen könnte. Hier sieht man, wie „wandlungsfähig“ Politiker doch sind.

Und wieder muss ich den ollen Konrad Adenauer zitieren, denn sein berühmt-berüchtigter Ausspruch ist heute aktueller denn je…

…“wat schert mich mein Jeschwätz von Jestern!“

Was dann dazu führt, dass Aigner ungerührt erst dem Genmais den Halm durchschneidet um keine zwei Wochen später ein Halleluja auf die Genkartoffel Amflora zu singen. Was tut man nicht alles, um die Macht zu behalten? Richtig, alles!

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