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Die Welt und das Klima retten – aber wie?


Man kann sich dem Rummel um den Weltklimagipfel in Kopenhagen kaum entziehen. Seit dem Start am 7. Dezember wird man von einer wahren Flut an Informationen und Apellen an die teilnehmenden Wissenschaftler, Wirtschaftsexperten und Politiker aller Couleur und aus aller Herren Länder (192 teilnehmende Staaten sollen es ja sein und ein großer Teil der Menschen wird sich vermutlich ernsthaft fragen, ob es soviele überhaupt gibt und wo die möglicherweise liegen) überrollt. Ein riesiger Auflauf, ein enormer logistischer Aufwand und die Frage sei gestattet, ob das gerechtfertigt ist! Wie wird denn beispielsweise der CO2-Ausstoss neutralisiert, der dabei entsteht, dass die Mehrzahl der Konferenzteilnehmer mit dem Düsenjet in Kopenhagen eingeschwebt ist? Was für Ergebnisse können wir von dieser Party erwarten für unseren Planeten, ausser unverbindlichen Vereinbarungen, an die sich niemand halten braucht, weil es keine Konsequenzen geben wird, mit Aussnahme eines steigenden Meeresspiegels und ein paar abschmelzender Gletscher? Wenigstens eines ist sicher – die Nutten in Kopenhagen und ihre Zuhälter freuen sich über boomende Geschäfte mit den Freiern, die ja irgendwo und irgendwie den Druck, der sich bei dem zu erwartenden sinn- und hirnfreien Geschwafel aufbaut, los zu werden!

Und es ist zu großen Teilen sinn- und hirnlos. Merkel schimpft mit den Indern und Chinesen, die sollen doch ihren CO2-Ausstoss reduzieren. Die aber zeigen den langen Mittelfinger und argumentieren, dass jeder Chinese  -statistisch gesehen – nur halb soviel CO2 emitiert wie ein Deutscher (4,8 t : knapp 10 t). Aber im Maul aufreissen sind wir ja schon immer groß gewesen! Und so heulen die Europäer auf, sie würden nur dann den CO2-Ausstoss reduzieren, wenn die anderen das auch tun. Und weil´s so wichtig ist für das Klima und das Überleben der Menschheit, sagen die Amerikaner, die bekanntermassen die größten Umweltschweine sind, sie könnten ihren CO2-Ausstoss um satte 4% senken wollen. Aber nur, wenn die anderen auch was tun…was für ein Scheiss! So steht zu befürchten, dass diese mit soviel Vorschusslorbeeren und Hoffnung n bedachte Klimakonferenz sich zu einer neuen Partie Beamtenmikado entwickelt, bei der diejenigen verlieren, die sich zuerst bewegen. Aber im „Arsch-auf-dem-Stuhl-platt-drücken“ sind unsere Politiker ja in der Rolle ihres Lebens.

Wer sich noch an die hohlen Phrasen des Kyoto-Protokolls erinnert, ist skeptisch geworden, noch bevor die so spannend und als Wendepunkt der menschlichen Geschichte erwartete Weltklimakonferenz in Kopenhagen überhaupt gestartet war. Obwohl schon seit Jahr und Tag bekannt, brach die Organisation bereits vor Öffnung der Pforten zusammen, so dass nicht alle Beobachter und Journalisten akkreditiert werden konnten, die es sich in den Kopf gesetzt hatten, von diesem Großereignis zu berichten. Es kamen ja auch völlig überraschend und unerwartet viele Interessenten. Bleibt nur zu hoffen, dass die ca. 15.000 Deligierten, die den Weg dahin gefunden haben, auch nachhaltig und ökologisch korrekt mit Bio-Futter ernährt werden und nicht mit den Überresten der letzten Thunfische, die den sich überhitzenden Weltmeeren entrissen wurden.

Wenigstens sind etliche Umweltschutzverbände aktiv, teils in beratender Funtion, teils in mahnender, wie z. B. Greenpeace. Die haben es sich zur Aufgabe gemacht, täglich die jeweils stärksten Bremser einer Einigung an den Pranger zustellen. Diesen Preis der Schande hat am heutigen Dienstag Österreich „gewonnen“. Darum bekam die österreichische Botschaft in Berlin einen dampfenden Topf mit einer in kochendem Wasser schwimmenden Erdkugel überreicht! Österreich ist der Klimakiller des Tages und deshalb „Verleiht Greenpeace den Negativpreis an die Botschaft Österreichs in Berlin“ (Artikel auf greenpeace.de am 8.12.2009). Die Österreicher versuchen nämlich zusammen mit Schweden und Finnland die Berechnungsgrundlagen für die Anrechnung des Waldes als CO2-Senker so zu beeinflussen, dass die EU weniger CO2 einsparen muss, als notwendig ist! Ein durchsichtiges Manöver, um die Interessen verschiedener Lobbygruppen zu vertreten. Denn die sind in diesen Zeiten so aktiv wie selten zuvor und lassen sich den Spass etliches kosten!

Aber was können wir denn jetzt konkret tun, um das Klima zu retten? Die Reduzierung von CO2-Emissionen ist ein Ding und zwar ein recht theoretisches. Genaueres wird man erst dann erfahren, wenn man sich überhaupt auf ein gemeinsames Ziel einigen kann und das steht in den Sternen. Letzlich muss uns aber allen klar sein, dass es uns an den Geldbeutel gehen wird. Denn das Erreichen von Klimaschutzzielen ist ausschliesslich eine Frage des Geldes und das wiederum wird sich der Staat aus unseren Taschen holen, in der er in der Vergangenheit mit schönerRegelmäßigkeit hinein gefriffen hat, um sich dorten zu bedienen. Warum sollte es jetzt anders sein? Und weil man den Bürger/Wähler so schön schwindelig reden kann, kann man bei diesem Eingriff in jedermannes Geldbeutel gleich auch noch ein bisschen für sich selbst abzwacken, das merkt sowieso keiner.

Und es gibt viele Einsparpotenziale, nicht nur in unserem Land. Mit Fleiss hat man sich ja schon an die Arbeit gemacht, um das Klima zu retten. Man hat die Glühbirnen abgeschafft, jedenfalls stufenweise. 100 Watt Glühbirnen gibs nicht mehr zu kaufen in Deutschland und in einem generalstabsmäßig ausgearbeiteten Gesetz wurde festgelegt, dass auch alle anderen Arten von Glühbirnen bald nicht mehr zu haben sein werden. Es gibt dann nur noch Energiesparlampen. Natürlich ist das vernünftig. So spart man Energie in jedem Haushalt und mit der Zeit werden alle Glülampen durch Energiesparlampen ersetzt sein. Schade nur, dass niemand dem Bürger sagt, dass der Anteil der Energie, die mit den alten Glühlampen in unseren Haushalten verheizt wurde, bei lediglich 1,5% liegt. also absolut gesehen total zu vernachlässigen ist. Die Energiekonzerne brauchten also nicht zu fürchten, durch die Energiesparlampenverordnung große Verluste einfahren zu müssen. Andererseits verschaffte man der Elektroindustrie ein paar schöne Aufträge für die Fertigung von Energiesparlampen!

Die alten Heizungen in den Millionen von Mietwohnungen, die veralteten Elektrogeräte (Kühlschränke, Backöfen Waschmaschinen, Trockner, Fernseher usw.), die interessieren schon gar keinen. Wollte man Mietwohnungen (und in Mietwohnungen lebt die Mehrzahl der Deutschen) energieeffizient machen und sowohl Heizkosten, als auch CO2 einzusparen, müsste man den Vermietern weh tun und diese dazu zwingen, ihre Wohnungen zu modernisieren. Freiwillig und zum Schutz der Umwelt und des Klimas wird das keiner tun, denn die hohen Heizkosten für die Mietwohnungen zahlt der dämliche Mieter und nicht der Vermieter. Aber die Vermieter haben natürlich auch ihren Lobbyverein und darum vertritt die Politik auch deren Interessen vehement und sorgt  dafür, dass keine Gesetze verabschiedet werden, die den Vermietern zu hohe Kosten auferlegen. Wem es als Mieter nicht passt, der kann sich ja ne neue Wohnung suchen, die eine moderne Heizung und hervorragende Isolation hat. Das ist doch ganz einfach, so regelt „der Markt“ die Modernisierung von Mietwohnungen – oder eben auch nicht!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Gewinnung von Energie. Fakt ist, es ist heute schon möglich, 100% der benötigten Energie aus regenerierbaren Quellen zu gewinnen. Aber das will niemand. Die Energiekonzerne wollen ihre – mit viel finanzieller Unterstützung vom Staat erbauten – Atomkraftwerke so lange laufen lassen, bis sie sprichwörtlich auseinander fallen. Schließlich bringt jedes bereits abgeschriebene Atomkraftwerk pro Tag in Betrieb 1 Millionen Euro Gewinn! Kohlekraftwerke (die wirklichen CO2-Schleudern) werden noch immer neu gebaut und sagar für die Zukunft geplant. Ausser den betroffenen Bürgern an den vorgesehenen Standorten und die Umweltschutzorganisationen interessiert das aber niemanden. Statt dessen versucht man das CO2 küntgi abzusdcheiden und irgendwie und irgendwo unter die Erde zu pumpen. Bisher hat neimand eine Ahnung, ob das überhaupt in großtechnischen Massstab funktioniert und on das sinnvoll ist. Aber man argumentiert heute schon damit, obgleich niemand weiss, wie lange es noch dauern wird, diese Technik serienreif zu machen. Hauptsache die geplanten Kohlekraftwerke können erstmal gebaut werden, Wenn sie dann mal stehen, werden sie laufen bis zum bitteren Ende, das kann ich Euch sagen.

Wie kann man aber schon heute groé Mengen CO2 aus der Luft filtern und dauerhaft binden? Durch Wälder, genau! Bäume sind wahre Wunderwerke der Natur und je mehr Bäume es gibt, desto mehr CO2 wird in der Holzmasse gebunden. Aber was geschieht? Forstet man in großem Massstab auf? pflanzt man neue Wälder, wo die alten gefällt wurden? Wo denkt Ihr hin! Die Regenwälder werden schneller abgeholzt und gebrandrodet, als man „CO2“ sagen kann. Auch wenn Staaten wie Brasielien jedes Jahr auf´s neue vollmundig erzählen um wieviel Prozent die Rodung des Waldes verringert wurde, werden die Flächen die noch relativ unberührt sind immer kleiner und es ist davon auszugehen, dass es in 50 Jahren auf diesem Planeten keinen Regenwald mehr gibt, den man so nennen kann! Das einzige was in diesem Bereich zählt, sind die ständig wachsenden Flächen für Rinderweiden, damit die Menschheit auch in Zukunft mit den edlen und mehr als gesunden Produkten von McDonalds und BurgerKing beglückt werden kann. Überall, wo die natürlichen Ressourcen unserer Erde ganz besonders effektiv zerstört werden, haben „unsere“ Großkonzerne ihre schmutzigen Pfoten im Spiel und so ist der Kampf um´s Klima immer auch ein Kampf gegen die Industrie, gegen die multinationalen Konzerne und den Egoismus und den Eigennutz der Politiker, mal ganz abgesehen von den zockenden internationalen Finanzinstituten, deren zur obersten Maxime erhobenen Prinzip des „aus Scheisse Geld machen ist gut, ader aus Nichts Geld machen ist besser“ uns die jüngste Finanzkrise beschert hat! Nicht ohne Grund haben Kritiker den Politikern vorgeworfen, dass sie die Welt schon längst gerettet hätten, wenn sie denn nur eine Bank wäre. Wie im letzten Jahr plötzlich Milliarden und Abermilliarden aus dem Hut gezaubert wurden, um die zockenden Bankster vor dem drohenden Untergang zu bewahren, muss einen noch heute verwundern.

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