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Permakultur als Weg des Widerstands – The Beginning!


Zugegeben, die Überschrift mag irritieren, denn für gewöhnlich sind die Anhänger der Permakultur-Bewegung in der Mehrzahl durchaus friedensbewegte Menschen und jeglicher Art von Gewalt stehen sie ablehnend gegenüber. Aber Widerstand muss nicht zwangsläufig mit Gewalt verbunden sein. Man kann seinen Widerstand gegen das bestehende System auch dadurch zum Ausdruck bringen, dass man sich ihm entzieht! Nach einigen Diskussionen, die ich in meinem Social Network führte, habe ich mich davon überzeugen lassen, dass der Ausbruch aus diesem System, dass uns dazu zwingt durch ständig steigenden Verbrauch die Konzerne zu alimentieren und damit genau das zu unterstützen, was einem eigentlich zutiefst zuwider ist – Raubbau, industrielle Landwirtschaft, Massentierhaltung, Energieverschwendung, Umweltzerstörung und den menschengemachten Klimawandel, möglich ist und zwar durch Verweigerung!

Es ist sicher nicht der Sinn des Lebens, nach Geld und Macht zu streben, nach Konsum und Luxus, auch wenn uns die Werbung dies täglich einzutrichtern versucht. Es kann auch nicht der Sinn sein, mehr zu besitzen, als man zum Überleben, ja für ein recht sorgloses Leben braucht, während andere Menschen, an anderen Orten dieser Welt, nicht einmal das lebensnotwendige besitzen und Hunger leiden müssen. Freilich ist es bequem, wenn man konsumieren will, seinen Geldbeutel einzustecken, oder seine Kreditkarte und im nächsten Shoppingtempel seinen Bedarf zu decken. Oder das, was man dafür hält. Die Industrie hat e mittlerweile geschafft, die Menschen in den westlichen Industrieländern soweit von der Produktion von Nahrungsmitteln und Kleidung abzukoppeln, dass diese die bestehenden Zusammenhänge gar nicht mehr sehen können. Fragt man heute Kinder, wo die Milch herkommt, die sie morgens in ihre Kornflakes schütten, kann man sicher sein, dass einen die Antwort vermutlich doch ein wenig überraschen dürfte, wenn sie lautet:“Vom Aldi!“ Dass für die Gewinnung von Milch (wenn sie die überhaupt im Rahmen ihrer Ernährung erhalten) ursächlich auch Kühe benötigt werden, die ihr beschissenes und qualvolles Leben nicht auf frischer grüner Au fristen dürfen, sondern in Massentierhaltung unter Einsatz von Tiermehl und Medikamenten, ist den wenigsten bekannt und interessiert auch nicht!

Es ist bekannt, dass Kinder aus sozial schwachen Familien, besonders wenn deren Eltern auf den Bezug von Hartz IV angewiesen sind, nicht besonders ausgewogen ernährt werden. Das liegt zum einen an der Höhe der Zahlungen, zum anderen wohl auch an der Unkenntnis oder Ignoranz der Betroffenen. Wer in den Städten und Ballungszentren unseres Landes aufwächst, hat durchaus Probleme, in seiner Jugend mal eine Kuh, eine Ziege oder gar ein Schaf mit eigenen Augen zu sehen. Das ist aber auch kein Wunder, gibt es doch in unseren Städten nirgendwo die Möglichkeit solche Tiere in einer halbwegs intakten Umgebung zu erleben und das Geld für eine Eintrittskarte in den städtischen Zoo ist oftmals auch nicht vorhanden. Also glauben die Menschen, sie seien auf die Produkte der Nahrungsmittelkonzerne angewiesen, weil sie ja nicht in der Lage sind, ihre Nahrung selbst zu erzeugen. Aber das ist nicht ganz richtig. Natürlich kann man etwas tun. Man muss es nur wollen. Und man muss die Politik dazu zwingen, ebenfalls etwas zu tun. Aber bevor man von anderen verlangt, sie sollen ihr Verhalten ändern und sich mehr den Bedürfnissen der Menschen und weniger den Wünschen der Konzerne widmen, sollte man mit gutem Beispiel voran gehen und selbst aktiv werden. Aber wie?

Der erste und wichtigste Punkt ist – Widerstand! Widerstand gegen die Ausbeutung der Menschen und noch mehr Widerstand gegen die Ausbeutung von Tieren. Die einzigen Tiere, die sich in unseren Städten sauwohl fühlen und sich dem entsprechend vermehren, sind Ratten. Und die werden mittlerweile so groß wie Kaninchen. Aber sind wir Menschen diesem Ungeziefer ählich? Nein, sind wir nicht! Aber trotzdem teilen wir uns mit diesen Viechern den Lebensraum und sie leben von dem, was wir auf die Straße werfen oder im Müll entsorgen. Und das ist eine ganze Menge. Man schmeisst sogar brauchbare Lebensmittel in den Müll, anstatt sie bedürftigen Menschen kostenlos zu überlassen. Holt man sich Lebensmittel aus dem Müll (sogenanntes Diving, Mülltauchen oder Containern) macht man sich sogar strafbar! Denn in unserer Gesellschaft ist Müll zu „wertvoll“, als dass man ihn hungernden Menschen überlassen würde!

Was also tun? Die Situation ist ziemlich verfahren. Die Politiker kümmern sich nur dann um „ihre“ Wähler, wenn mal wieder ein Wahltermin heran rückt. Dann plötzlich interessiert man sich für die Sorgen und Nöte der einfachen Menchen, nur um sie nach der Wahl möglichst rasch wieder zu vergessen. Dann sind plötzlich wieder andere Prioritäten von Belang – die Interessen der Wirtschaft z. B. ja und auch der eigene Arsch, den man nach der Wahl gern im Trockenen geparkt wissen möchte, falls mal schlechte Zeiten kommen! Das ganze nennt man dann Sachzwänge, denen man sich unter zu ordnen habe und die leider verhindern, dass man das tut, was man vor der Wahl den Bürgen hoch und heilig versprochen hat.  Bei jeder Wahl läuft das nach dem selben Muster ab und trotzdem lassen sich die Menschen immer wieder auf´s Neue von den selben Leuten verarschen!

Wie können wir diesem System zeigen, was wir von ihm halten? Wie können wir unsere eigenen Lebenssituation verbessern und unserem Leben einen echten Sinn geben? Alkohol? Drogen? Nein, die Lösung ist viel einfacher und vor allem gesünder für Euch und Eure Kinder – entzieht Euch dem Wirtschaftssytem, werdet autark innerhalb Eurer Regionen und lasst die Konzerne an ihren Massenprodukten zu Grunde gehen!

Die Lösung heisst Permakultur, permanente Agrikultur! Baut Eure Lebensmittel und alles, was ihr braucht selber an, lasst die Natur für Euch arbeiten und führt ein Leben, auf das Ihr stolz sein könnt! Öffnet Euch neuen Ideen, mit deren Hilfe Ihr in der Lage sein werdet, Euch und Eure Familien selbst zu versorgen. Geht das Wirtschaftssystem ein, weil keiner mehr kauft, dann wird sich auch die Politik ändern, ändern müssen! Ihr seid diejenigen, die Macht ausüben können. Boykotiert die Unternehmen, die Arbeitsplätze abbauen, die Mitarbeiter rausschmeissen und die die Ressourcen plündern und die Umwelt verschmutzen! Bewegt Euch und macht was. Schliesst euch zu Kooperativen zusammen oder gründet Vereine, die sich die Prinzipien der Permakultur auf die Fahnen geschrieben haben! Bildet Euch weiter, fragt diejenigen um Rat, die schon nach diesen Prinzipien arbeiten und dann legt los. Pachtet Grundstücke nahe der Städte und bearbeitet diese. Zeigt, was Ihr davon haltet, dass die Städte zur Beute von Immobilienspekulanten werden und bekämpft die Betonwüsten mit Guerilla Gardening. Werft SeedBombs auf jedes freie Fleckchen Erde innerhalb Eurer Städte und verschreibt Euch den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft! Macht euch unabhängig vom Preisdiktat der Konzerne und von Lebensmitteln, die mehr Konservierungsstoffe und Chemikalien enthalten, als Nährstoffe. Meidet industrielle erzeugte Lebensmittel, die Euch und Eure Kinder krank machen. Macht selber was!

Engagiert Euch für regionale Währungen, schliesst Euch Tauschringen an. Überall da, wo Ihr auf gleichgesinnte Menschen trefft, solltet Ihr Euch zusammen schliessen und danach streben, Euer Leben in Autarkie zu führen, unabhängig von dem Gefasel der Politik und unabhängig von der Massenproduktion der Konzerne! Do-it-yourself heisst die Devise. Und alles was ihr selbst macht, herstellt, produziert, ist ein Schlag ins Gesicht der Politik und der Wirtschaft. Denn daran haben diese Geier keinen Anteil, weder in Form von Profit und Handelsspannen, noch in Gestalt von Steuern und anderen Zwangsabgaben. Enthaltet dem Staat die Mehrwertsteuer vor, indem Ihr das, was Ihr braucht, so gut als möglich selber herstellt. Warum kauft Ihr Obst und Gemüse im Supermarkt? Ihr könnt einfach Apfelbäumchen wachsen lassen (regional angepasste Sorten), oder Birnenbäume. Ihr könnt Bohnen aussäen und Rettich, es gibt so viele Gemüse, die sich praktisch selbst aussäen und man braucht sie nur zu ernten, wenn sie reif sind! Sie schmecken in aller Regel wesentlich besser, als die Einheitssorten aus dem Supermarkt und doch geht ihr immer wieder dort hin und kauft das Zeug. Ihr flucht und schimpft gegen gentechnisch veränderte Organismen und doch kauft Ihr Produkte, von denen Ihr keinen blassen Schimmer habt, wo die herkommen und ob die nun frei von Gentechnik sind oder nicht! Wer sich keinen Garten leisten kann und auch sonst keinen reichen Onkel hat, der ihm ein paar kleine Äcker hinterlassen könnte, der soll sich mit anderen Menschen zusammen tun und Flächen pachten. Macht aus den Landschaften rund um Eure Städte ein Paradies, ein Schlaraffenland!

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2 thoughts on “Permakultur als Weg des Widerstands – The Beginning!

  1. Ich habe Sie so verstanden, dass es gut ist, sich dem ganzen Wirtschafts- und Konsumstress zu entziehen und den politischen und gesellschaftlichen Änderung Widerstand zu leisten.
    So gesehen bin ich mit Ihnen einverstanden.

    Ich halte den Widerstand gegen politische Änderungen (Überwachung, Generalverdacht, Einschränkung unserer Rechte) für essentiell.
    Wenn wir diesen Widerstand nicht leisten können bzw. nicht leisten wollen sondern uns in unser „Schneckenhäuschen“ zurückziehen wird es das Schneckenhäuschen bald nicht mehr geben.

  2. Hallo Kikri, danke sehr für Ihren Kommentar. Es freut mich, dass wir übereinstimmen. So wie Sie das sehen, genauso ist dieser permanente Aufruf zum Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse gedacht! Sich dem Konsumterror entziehen, sich dem würgenden Griff der Konzerne und des Marketing zu entwinden und zugleich Aktionen gegen die Entmündigung und Entrechtung der Bürger starten. Ich sehe im Guerilla Gardening ein sehr großes Potenzial, mit dem man die Aufmerksamkeit der Menschen sehr gut gewinnen kann.

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