Antreten zum Verändern der Welt! (Das Fahrrad als urbanes Verkehrsmittel der Zukunft)

Wie kann man die Verkehrsprobleme in Städten und städtischen Ballungsräumen eigentlich wirksam angehen und möglicherweise sogar lösen? Diese Frage beschäftigt nicht nur Forscher und Stadtplaner, sondern hin und wieder ganz gewöhnliche Menschen wie euch, oder auch mich und so mache ich mir beständig meine Gedanken zum Thema, die sich dann in solchen Blog-Artikeln wie diesem hier nieder schlagen.

In Städten und städtischen Ballungsräumen haben wir als wichtigstes Problem vor allem das des beschränkten Platzes. Häuser Läden, teilweise Unternehmen und industrielle Fertigungsanlagen, drängen sich auf engstem Raumzusammen und teilen sich den wenigen Platz auch noch mit Rad- und Gehwegen, Straßen, Plätzen, Parks und Parkplätzen (die in meinen Augen eine besondere Verschwendung sind), sowie mehr oder weniger umfangreichen Schienennetzen des öffentlichen Personennah- und Personen- und Güterfernverkehrs.

Während Rad- und Gehwege wenigstens dauerhaft genutzt werden, indem Menschen darauf Rad fahren oder laufen, während auf Straßen rund um die Uhr der motorisierte Individualverkehr tobt und daneben auch die vielfältigen logistischen Aufgaben einer Stadt zu bewältigen haben (Ver- und Entsorgung z. B.), Plätze und Parks der Naherholung und der Verbesserung des Mikroklimas dienen, wird ein großer Teil des zur Verfügung stehenden städtischen Raumes durch parkende und damit nicht genutzte Autos voll gestellt. Sie stehen einfach nur rum und nehmen Platz weg, der sicher sinnvoller genutzt werden könnte.

Doch damit nicht genug. Wochentäglich findet außerdem eine regelrechte Völkerwanderung von Menschen statt, die entweder außerhalb der Stadt „im Grünen“ wohnen (und so zur Zersiedelung der Landschaft beitragen) und in der Stadt arbeiten, oder umgekehrt. Selbst wenn diese vielen Menschen vernünftigerweise öffentliche Verkehrsmittel nutzten, auch die Öffis verbrauchen mit ihrer Infrastruktur jede Menge Platz in der Stadt. Jedenfalls wenn sie oberirdisch verkehren.

Verlegt man sie unter die Erde, muss man jede Menge Geld in die Hand nehmen (ein besonders „schönes“…äh…krasses Beispiel dafür ist Stuttgart 21 – Stuttgart: eindeutige Ablehnung von Stuttgart 21, Artikel auf SDR.de vom 8.9.2010) und man kann mit Sicherheit davon ausgehe, dass der an der Oberfläche gewonnene Platz nicht zur Hebung der Lebensqualität in den Städten genutzt, wohl aber den Wünschen der Automobillobby geopfert werden wird! Von den jahrelangen Baustellen mitten in der Stadt mal ganz abgesehen.

Bleiben die Öffis oberirdisch, so nehmen die Streckennetze durch den ständig wachsenden Fahrgaststrom derartige Ausmaße an, dass für andere Verkehrsteilnehmer kaum noch Platz übrig bleibt! Die immer enger getakteten Fahrzeuge auf den Linien (sowieso stets zu klein und darum immer hoffnungslos überfüllt) lassen anderen Verkehrsteilnehmern kaum eine Chance die Strecken zu überqueren. Die Unfallgefahr steigt rapide an. Gibt es dann noch technische Probleme wie z. B. mit den jedes Jahr auf´s neue völlig überraschend auftretenden winterlichen Straßen- und Verkehrsverhältnissen, gerät oft das gesamte System aus dem Takt und droht zu kollabieren!

Was also tun? Individualverkehr? Will jeder! Aber bei der Nutzung von Autos, schleppt man in der Regel ca. 1 Tonne besten Stahl und 4-5 Sitzplätze nebst enormem Stauraum mit sich herum, obwohl man meist allein im Fahrzeug sitzt. Was für eine Verschwendung von kostbaren und teuren fossilen Energieträgern? Was für eine Vergewaltigung des Weltklimas?

Der Platz wird immer knapper, der Treibstoff immer teurer und die Öffis immer voller!

Will man nun den Verkehr in der Stadt reduzieren, so kann dies eigentlich nur beim motorisierten Individualverkehr sinnvoll sein. Der umweltfreundliche und -schonende öffentlcihe Nahverkehr kann und darf dabei nicht eingeschränkt werden!. Im Gegenteil muss er deutlich ausgebaut, mehr in die Fläche gehen und billiger werden. Daneben müssen auch Möglichkeiten geschaffen werden, die auch den öffentlichen Nahverkehr individueller gestalten, beispielsweise durch mehr und kleinere Fahrzeuge (macht sicher mehr Sinn, als wenige sehr große Züge auf wenigen Strecken). Freilich erfordert auch dies zunächst hohe Investitionen vor allem in Forschung und Entwicklung (denn bisher ging der Trend immer nur in Rrichtung „Größer, Schneller, Teurer“!). In diesem Bereich stehen wir noch weitgehend am Anfang und nur ein paar „spinnerte“ Profs an einigen wenigen Hochschulen setzen sich bisher mit solchen individuellen Massenverkehrssystemen auseinander. Über das Experimentierstadium ist man meines Wissens aber noch nicht hinaus gekommen!

Also suchen wir nach Alternativen, die klein, billig, schnell verfügbar, dazu komfortabel und leicht zu fahren sind. Daneben sollen sie natürlich kostengünstig herzustellen, zu warten und zu reparieren sein!

Dieses Lastenheft lässt einen aufgeklärten Menschen eigentlich sofort an eine der genialsten Erfindungen in der Menschheitsgeschichte denken – das Fahrrad! (225. Geburtstag! Karl Drais – Der Mann, der das Fahrrad erfand; Artikel auf WeltOnline vom 29.4.2010)

Fahrräder gibt es in allen nur denkbaren Varianten, für alle vorstellbaren Einsatzgebiete. Es ist kostengünstig herzustellen, kann aber auch, in Handarbeit hergestellt in edlen Manufakturen mehrere tausend bis zehntausen Euro kosten!

Es gibt Liegeräder, die besonders geeignet sind für höhere Geschwindigkeiten und Langstrecken. Für Outdoor-Freaks bieten sich Mountainbikes zum Offroadeinsatz an. Citybikes und Cruiser erlauben ein entspanntes Radeln in der Stadt.

Lastenfahrrad

Lastenräder, die Arbeitstiere unter den Fahrrädern (oder neudeutsch Cargo- oder Workbikes) genügen den Ansprüchen großer Familien mit kleinen Kindern und dürften auch kleine Gewerbetreibende zufrieden stellen können.

Für die Freunde extremerer Designs finden sich alle möglichen Arten von Choppern

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Orange Tequila Sunrise von Jason Battersby

und in Kleinserien gebaute Räder, die einem Fan das Auge tränen lassen, denn leider hat man nur einen Hintern, den man auf ein Bike setzen kann. Schade eigentlich, bei der Auswahl an fahrbaren Untersätzen.

In den letzten Jahren kamen die sogenannten Pedelecs, Fahrräder mit elektrischem Hilfsantrieb immer mehr in den Focus vor allem des Genussradlers, denn unabhängig von Wind und Steigungen erlauben die von Akkus gespeisten Elektromotoren ein sehr entspanntes und komfortables Fahren, auch für die etwas älteren Semester unter uns. Aber die Zeiten, als das Pedelec aussah und sich auch so fuhr wie ein Krankenkassenrollstuhl von der Gesetzlichen, sind lange vorbei! Auch Fahrraddesigner sind lernfähig wie wie man sieht.

Zwar kann man auch hier noch viel tun, aber man ist auf einem guten Weg. Die Entwicklung des Fahrrads zu einem wichtigen, wenn nicht dem wichtigsten individuellen urbanen Verkehrsmittel der Zukunft ist noch lange nicht zu Ende. Sie hat gerade erst begonnen.

Die Entwicklung leistungsfähiger Akkus schreitet ebenfalls zügig voran und je nach Wetter, Topografie des Geländes, Temperatur und Windverhältnissen, sind zwischen 30 und bis zu 100 km Rechweite keine Utopie mehr. Natürlich spielt auch eine Rolle, wieviel man für sein Bike auszugeben bereit und in der Lage ist.

Der Möglichkeiten als Verkehrsmittel sind dem Fahrrad und den von dieser Grundkonstruktion abgeleiteten Derivaten fast unbegrenzt. Ein-, zwei-, drei- und vierrädrige Fahrzeuge mit elektrounterstütztem Muskelantrieb gibt es heute schon in allen Variationen. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen. Noch etwas mehr Mut der Designer und der Hersteller und ein „bisschen“ mehr Unterstützung für dies umweltfreundlichste Art der individuellen Fortbewegung durch die Politik, wären sehr hilfreich.

Three-wheeler von Matias Conti

Three-wheeler Design-Studie von Matias Conti

Man darf nicht immer nur das Auto als Hauptverkehrsmittel sehen, dem es den Weg sprichwörtlich zu ebnen gilt. Das Auto ist groß, laut, teuer und verbraucht viel zuviel Platz und kostbare Energie! Die Kommunen müssen die Radverkehrswege massiv ausbauen und den Radfahrern die Möglichkeit geben, jeden Ort einer Stadt in angemessener Zeit und auf ordentlichen Straßen speziell für die Nutzer dieser elektrounterstützten Muskelkraftfahrzeuge zu erreichen. Dann werden auch viel mehr Menschen als heute diese umweltfreundlichen Alternativen zur Fortbewegung nutzen. Auch zwischen größeren Städten muss es radtaugliche Verbindungsstraßen geben, quasi Radautobahnen also, auf denen ein angenehmes Fahren langer Strecken gewährleistet ist, mit Rastplätzen, Ausschilderungen und Notrufeinrichtungen.

Wie man sieht, ist die Lösung der Verkehrsprobleme in den Städten und städtischen Ballungsräumen eigentlich garnicht sooo schwer. Vorausgesetzt, man legt sich nicht frühzeitig auf das Auto als Träger des Individualverkehrs fest und richtet die gesamte Infrastruktur und Verkehrsführung danach aus! Die Möglichkeiten das zu ändern gibt es schon, aber der politische Wille fehlt…bislang! Nur einige wenige Städte haben sich bislang der Radfahrer angenommen und nehmen deren Bedürfnisse ernst. Freiburg im Breisgau ist ein von ihnen (allerdings wird diese Einstellung nicht von allen Radfahrern in Freiburg geteilt).

weiterführende Links:

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Der geflutete Staat…

Man kann über den Klimawandel durchaus geteilter Meinung sein. Tatsache ist aber, dass er stattfindet! Ob nun menschengemacht oder nicht, ist dabei unerheblich, die Auswirkungen sind es allerdings nicht!

Pakistan wurde vor knapp 4 Wochen von einer Flutkatastrophe heimgesucht, die ihresgleichen sucht. Ging man anfänglich von etwa 1 Millionen Menschen aus, die durch diese Katastrophe Hab und Gut verloren hatten, stieg diese Zahl in den darauf folgenden Wochen unaufhörlich weiter.

Nun spricht man bereits von 4 Millionen Obdachlosen und insgesamt mehr als 8 Millionen betroffenen Menschen. 2.000 oder auch mehr, wer weiss das zum jetzigen Zeitpunkt schon so genau, sollen in den Fluten umgekommen sein. Der Großteil der Ernte ist vernichtet, hunderte, wenn nicht tausende Dörfer sind von den Fluten weggerissen worden, jetz wird die Millionenmetropole Haiderabad von einer neuen Flutwelle bedroht und muss möglicherweise evakuiert werden.

Zu allem Überfluss lässt auch die Spendenwilligkeit der Menschen in den Industrieländern sehr zu wünschen übrig, ein Ergebnis jahrelanger negativer Propaganda, die Pakistan als Hocburg der Taliban und des Islamismus verunglimpft hat! Dies ist nun die Quittung. Die Menschen sind nicht bereit, ihr Geld den Menschen in einem Land zu spenden, dass die „Freiheit und die Demokratie des Westens“ bedroht!

Sicher, Pakistan besitzt als bisher einziges islamisches Land die Atombombe und der Staat ist ein sehr fragiles Gebilde, zerfressen von Korruption und Profitgier, aber was können die Betroffenen dafür? Hat die jemand gefragt, ob sie Atommacht werden wollen, anstatt das Geld für sinnvollere Aufgaben auszugeben wie z. B. eine Landwirtschaft, die nicht den Boden zerstört und auslaugt, oder eine Wiederaufforstung der wüsten- und halbwüstenartigen Gebiete, die so vegetationslos sind, dass die Böden kaum Wasser aufnehmen und halten können?

Nein, niemand hat sie gefragt! Niemand fragte sie, ob sie nicht lieber Schulen in ihren Dörfern gehabt hätten, anstatt korrupte Ortsvorsteher, oder radikale Prediger! Niemand hat sie gefragt, ob ihnen nicht eine Krankenstation lieber gewesen wäre, als ein Stützpunkt der US-Streitkräfte, die sie damit auch noch zum Ziel von Angriffen islamischer Fanatiker gemacht haben!

Und jetzt stehen diese meist einfachen Menschen vor dem Nichts, haben nicht viel mehr retten können, als das, was sie auf dem Leibe trugen, als das Wasser kam! Nichts ist ihnen geblieben! Und Hilfe kommt nicht, weil der Staat mit einer Katastrophe diesen Ausmaßes völlig überfordert ist, weil kein Geld und schon gar keine Hilfsgüter da sind, ebenso wenig wie Hubschrauber, um die viel zu geringen Hilfslieferungen des Westens zu den Notleidenden zu transportieren!

So ganz allmählich macht sich in den westlichen Industriestaaten die Erkenntnis breit, dass es vielleicht auch für uns vorteilhaft sein könnte, wenn man durch Gewährung großzügiger Hilfen für die Flutopfer, den Taliban ud den islamischen Fanatikern im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser abgraben könnte. Und sio bequemt man sich in Gedankenspielen, ob man eventuell, vielleicht aber auch lieber nicht, von der NATO eine Luftbrücke errichten lassen könnte, die dann 500 Tonnen Hilfsgüter nach Pakistan fliegen könnte und im Oktober – vielleicht – könnte man eine sogenannte Geberkongferenz abhalten, bei der sich die anwesenden Auénminister der reichen Staaten mal wieder in Hilfszusagen gegenseitig zu übertreffen versuchen, nur um dann hinterher keine Taten und erst recht kein Geld folgen zu lassen!

Wieviele Menschen müssen noch sterben, bis erst einmal in Haiti die Gelder eingetroffen sind, die vor mehr als einem halben Jahr zugesagt wurden? Wieviele Kinder in Pakistan müssen erst an Unterernährung und Durchfallerkrankungen sterben, hervorgerufen durch verseuchtes und verunreinigtes Wasser?


Hier und jetzt könnte man zeigen, dass der Westen nicht nur ein hehres Menschenbild hat, wenn es um nichts geht. Hier könnte der Westen beweisen, wie ernst es ihm mit den Menschenrechten ist, die er so heldenhaft am Hindukusch zu verteidigen behauptet! Wenn jetzt nich endlich etwas geschieht, dann werden noch sehr viele Menschen in Pakistan ihr Leben verlieren und daran werden wir Schuld tragen!

weiterführende Links:

Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan

Bündnis Entwicklung Hilft
Spendenkonto 51 51
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl 370 205 00
Kennwort: ARD/Pakistan
www.entwicklung-hilft.de

Bündnis Entwicklung Hilft – Gemeinsam für Menschen in Not ist der Zusammenschluss der fünf deutschen Hilfswerke Brot für die Welt, medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe.

Außerdem rufen folgende Hilfsorganisationen zu Spenden für die Flutopfer auf:

Ärzte der Welt e.V.
Konto 288 88
Bayerische Landesbank
BLZ 700 500 00
Kennwort: Pakistan
www.aerztederwelt.org

Ärzte ohne Grenzen Deutsche Sektion (MSF) e.V.
Konto 97 0 97
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Kennwort: Pakistan und andere Krisen
www.aerzte-ohne-grenzen.de

Afghanischer Frauenverein e.V.
Konto 0680 850 500
Dresnder Bank Koblenz / Commerzbank AG
BLZ 570 800 70
Kennwort: Nothilfe Überschwemmung
www.afghanischer-frauenverein.de

Aktion Deutschland hilft
Konto 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl 370 205 00
Kennwort: Flut Pakistan
www.aktion-deutschland-hilft.de

„Aktion Deutschland hilft“ ist ein Bündnis der Hilfsorganisationen action medeor, ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, CARE International Deutschland, Arbeiterwohlfahrt, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, HELP – Hilfe zur Selbsthilfe, Paritätischer Wohlfahrtsverband, World Vision Deutschland

Aktion HelpDirect
Konto 99 000 00
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Kennwort: Spendenpool Pakistan
www.helpdirect.org

Aktion Kleiner Prinz – Internationale Hilfe für Kinder in Not e.V.
Konto 620 620 62
Sparkasse Münsterland Ost
BLZ 400 501 50
Kennwort: Flutopfer Pakistan
www.aktion-kleiner-prinz.de

Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V.
Konto 2 222 222
Sparkasse Köln/Bonn
BLZ 370 501 98
Kennwort: Pakistan
www.cap-anamur.org

Caritas International
Konto 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00
Kennwort: Pakistan
www.caritas-international.de

Christoffel Blindenmission e.V.
Konto 2020
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Kennwort: Nothilfe Pakistan
www.cbm.de

Deutsches Rotes Kreuz
Konto 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Kennwort: Pakistan
www.drk.de

DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V.
Konto 9696
Sparkasse Mainfranken
Würzburg BLZ 790 500 00
Kennwort: Fluthilfe Pakistan
www.dahw.de

Diakonie Katastrophenhilfe
Konto 502 707
Postbank Stuttgart
BLZ 600 100 70
Kennwort: Fluthilfe Pakistan
www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Handicap International e.V.
Konto 595
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 700 205 00
Kennwort: Flut Pakistan
www.handicap-international.de

Die Heilsarmee in Deutschland
Konto 40 777 77
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Kennwort: Pakistan
www.heilsarmee.de

humedica e.V.
Konto 47 47
Sparkasse Kaufbeuren
BLZ 734 500 00
Kennwort: Fluthilfe Pakistan
www.humedica.org

Kindernothilfe
Konto 45 45 40
KD Bank eG
BLZ 350 601 90
Kennwort: Pakistan
www.kindernothilfe.de

Missionszentrale der Franziskaner e.V.
Konto: 80058900
Bank für Orden und Mission
BLZ:  510 917 11
Kennwort: Fluthilfe Pakistan
www.mzf.org

Oxfam Deutschland
Konto 13 13 13
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00
Kennwort: Fluthilfe Pakistan
www.oxfam.de

Plan International Deutschland e.V.
Konto 0001623207
Postbank Hamburg
Bankleitzahl 20010020
Kennwort: Pakistan/Flutkatastrophe
www.plan-deutschland.de

Shelter Now e.V.
Kto 2 523 058
Nord LB Braunschweig
BLZ 250 500 00
Kennwort: Pakistan/Flutkatastrophe
www.shelter.de

UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
Konto 20 008 850
Sparkasse Köln Bonn
BLZ 370 501 98
Kennwort: Nothilfe Pakistan
http://dsuf.de

Spenden per SMS
Der Betrag von 5 Euro wird zzgl. der Standard-SMS-Gebühr mit der nächsten Handyrechnung bezahlt, 4,83 Euro je SMS gehen direkt an die Organisation.
Folgende Hilfsorganisationen haben SMS-Spendendienste eingerichtet:

Aktion Deutschland Hilft
Das Kennwort Pakistan als SMS an die Telefonnummer 8 11 90 führt zu einer Spende in Höhe von 5 Euro.
Deutsches Rotes Kreuz
Das Kennwort DRK als SMS an die Telefonnummer 8 11 90 führt zu einer Spende in Höhe von 5 Euro.
humedica e.V.
Das Kennwort DOC als SMS an die Telefonnummer 8 11 90 führt zu einer Spende in Höhe von 5 Euro.

Die Hummel kann nicht fliegen…

…haben Wissenschaftler mal behauptet. Ihr Gewicht, ihre Form, die Größe ihrer Flügel, all dies dürfte eigentlich nach den Gesetzen der Aerodynamik nicht dazu führen, dass sie sich in die Lüfte erhebt und umherschwebt, von Blüte zu Blüte, Nektar saugend und die Sonne genießend! Leider hat das der Hummel niemand gesagt und so fliegt sie, völlig unberührt von wissenschaftlichen Erklärungsversuchen, und brummelt weiter, wie es ihr gefällt! Sind schon geile Viecher die Hummeln. Ich liebe die fetten, haarigen Teile. Sie sind die Boten des Sommers, die gemeinsam mit den Bienen die Bestäubungsarbeit erledigen, die sonst womöglich arme Hartz IV-Bezieher per Hand mit einem kleinen Pinsel und in Zwangsarbeit erledigen müssten! Denn ohne diese kostenlose Dienstleistung, müssten wir Menschen binnen weniger Jahre verhungern…

Aber sie sind nich nur in Sachen Bestäubung unterwegs, nein, hin und wieder gönnen sie sich auch mal ein Päuschen und das haben sie sich redlich verdient. Wie man sieht, brauchen sie ihren Schlaf, nach getaner Arbeit! „Viel Schlaf tut auch Hummeln gut“ (schreibt Bild der Wissenschaft am 29.6.2010). Das es sich wahrscheinlich nicht gerade um Schönheitsschlaf handelt, sieht man an den üppigen Körperformen. Sympathisch sind sie aber trotzdem. Mögen sie noch lange des Sommers durch die Gegend brummen und ihren Job tun. Wir danken Euch dafür!

Hummel auf Arbeit...

Der Mord an Walen und Delphinen auf den Färöer-Inseln

Neulich wurde ich von meinem Freund Wolf (er betreibt das Netzwerk Rettet-die-Natur, schaut Euch das doch mal an und werdet dort Mitglied) auf ein schreckliches, blutiges Ritual aufmerksam gemacht, dass bei allem Zorn, der von Umwelt- und Tierschützern beständig über die walmordenden Japaner ausgegossen wird, übersehen zu werden droht. Während große Organisationen, wie Sea Shepherd teils massiv gegen die Walfangflotte der Japaner vorgehen und dabei Leib und Leben riskieren, geht das Schicksal, welches Wale und Delphine auf den Färöer-Inseln erleiden beinahe unter in der Flut der Berichterstattung über die Attacken der Umweltschützer auf japanische Walfänger. Diese finden unter der Bezeichnung WhaleWars ein zwar breites, aber auch entsetztes Publikum!

Dabei spielt sich quasi direkt vor unserer eigenen Haustüre, auf den Färöer-Inseln, die politisch zu Dänemark gehören, Jahr für Jahr mehrmals ein Massacker an den intelligenten Meeressäugern ab, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, wenn man die Bilder betrachtet. Begründet wird das Ganze damit, dass es nunmal „Tradition“ sei und man es darum eben auf den Färöer-Inseln als sein angestammtes Recht betrachtet, mit äußerster Grausamkeit eine Unzahl an Walen und Delphinen zu ermorden.

Blutbad auf den Färöer-Inseln

Grindwale auf den Färöer-Inseln, zusammengetrieben, aufgeschlitzt, ermordet!

Dabei hat das Fleisch wegen seiner enorm hohen Schadstoffbelastung eigentlich den Status von Sondermüll, kann also keinerlei, wie auch immer geartete, Ernährungsbedürfnisse befriedigen! Also wird hier nichts gemacht, als dem Männlichkeitswahn einer patriarchalischen Gesellschaft gefrönt. Mord um des mordens willen und um nichts anderes geht es hier! Natürlich könnte man sog. Traditionen, die längst schon nicht mehr in diese Zeit passen, abschaffen, ersetzen, vergessen. Aber man müsste das wollen. Schwierig in einem Land, das als eines der letzten die Diskriminierung der Homosexualität abschaffte und langsam als das zu akzeptieren beginnt, was sie ist – etwas menschliches, nichts, was man als abartig verurteilen und bekämpfen müsste.

Das Wasser ist rot vom Blut der Tiere! Tradition?

Wie lange soll das sinnlose Sterben noch andauern? Wann hält die Vernunft Einzug in den Köpfen und die Einsicht, dass der Mensch eigentlich ein lernfähiges Wesen ist, oder zumindest sein sollte! Aber es gibt ja auch in unseren Breiten noch genug Menschen – vorwiegend Männer – die meinen, sie würden mit der Jagd auf Rehe, Hirsche und Wildschweine der Umwelt etwas Gutes tun oder gar die Natur schützen!

Bei einem Teil der Menschen ist jedoch schon die Einsicht durchgedrungen, dass wir ganz offensichtlich nicht die einzigen Lebewesen sind, die zu sozialem Handeln und umfassender Kommunikation fähig sind, die bewusst und uneigennützig kranken oder verletzten Artgenossen und manches Mal auch artfremden Lebewesen ihre Hilfe angedeihen lassen.

Wale und Delphine besitzen eine viel höhere Intelligenz, als bisher angenommen und dürften damit durchaus bessere kognitive Fähigkeiten an den Tag legen, als mancher halbgebildete Mensch dies vermag! Sie scheinen auch ein Selbstbewusstsein entwickeln zu können und sind sogar fähig, komplexe Gesellschaften zu organisieren. Natürlich wird das von Ländern wie Japan, Island und auch Norwegen heftig bestritten. Die Behauptung, dies liege daran, dass ausgerechnet diese Staaten auch über die größten Walfangflotten der Erde verfügen, ist natürlich nur ein übles Gerücht!

Aus diesem Grund forderten Teilnehmer einer Konferenz an der Uni Helsinki 21. – 22. Mai 2010 die Anerkennung des Rechts auf Leben und Freiheit für Wale. Das käme einer echten Revolution gleich und hätte faktisch den Stopp jeden Walfangs zur Folge! Eine mehr als überfällige Entwicklung! Denn diese intelligenten Wesen dürfen nicht länger als Ressource für die Gewinnbetrebungen der Konzerne betrachtet werden, sie sind Geschöpfe, die genau wie der Mensch ein Recht auf Unversehrtheit hat, wenngleich das noch nicht einmal Realität für alle Menschen ist!

schwerelos gleiten die Riesen der Ozeane durch das Wasser

Wale, phantastische Geschöpfe der Meere!

weiterführende Links:

  • Whaling in the Faroer Islands (Artikel auf Wikipedia in Englisch)
  • Sea Shepherd Deutschland (Die deutsche Sektion soll in 2010 gegründet werden. Umweltschutzorganisation, die kompromisslos gegen Walfang und die Ausbeutung und Verschmutzung der Ozeane eintritt)
  • Grindadráp (so wird das Wal- und Delphinabschlachten auf den Färöern genannt)
  • Cetacean Rights (tritt für ein Recht auf Leben für Wale und Delphine ein)
  • OceanCare Blog (ein super Blog zum Thema Ozeane, sowie schutz von Meeressäugern und Umwelt)

BP – eine Zwischenbilanz

Ausgerechnet am 22.4.2010, dem 40. Jahrestag des „Earth Day“ (bittere Ironie des Schicksals), explodiert die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ und versinkt brennend im Meer. Elf Arbeiter, die nicht rechtzeitig evakuiert werden konnten, werden vermisst, die Suche nach ihnen kurz darauf eingestellt! Das Bohrloch, dass sich in 1.500 m Wassertiefe befindet schlägt leck. Zunächst lässt sich jedoch kein Ölteppich feststellen.

Die Bohrinsel wurde im Auftrag des zweitgrößten Ölkonzerns der Welt, BP betrieben, von dem man weiss, dass er es um des Profits willen (wie die meisten anderen Großkonzerne auch) mit der Sicherheit nicht ganz so genau nimmt. Die übliche Reaktion auf Probleme ist denn auch Verschweigen, Leugnen, Lügen und wenn das nicht hilft, Bestechen und Kaufen! The show must go on!

Bei diesem Ölunfall nun, scheint es zunächst genauso abzulaufen, wie bei den vielen anderen Störungen, die es in den Jahren davor schon gegeben hat. Die US-Behörden,, die für die Vergabe von Bohrlizenzen zuständig sind, hat man erfolgereich unterwandert, korrumpiert und gekauft, sodas von dieser Seite keine Kontrollen und unangenehme Fragen zu befürchten sind. Für die Presse und andere kritische Beobachter von Seiten der Öffentlichkeit und der Regierung entfaltet man heftigen Aktionismus, der aber letztlich wirkungslos ist! Ein um´s andere Mal bittet man die Bevölkerung und die öffentlichkeit um Hilfe. Man brauche Vorschläge, wie das Bohrloch, aus dem nun doch große Mengen Öl austreten, zu verschließen wäre. Ob das ernst gemeint ist, lässt sich nicht beurteilen. Es zeigt aber sehr deutlich, dass sich keine Sau darüber Gedanken gemacht zu haben scheint, was passieren kann, wenn ein großer Unfall in solcher Tief passiert und schon garnicht, wie man eine Leckage oder abgerissenes Förderrohr wieder abdichten kann!

BP tritt regelmäßig, zusammen mit Behördenvertretern, vor die Presse und kündigt ständig neue Abdichtversuche an, die aber allesamt fehlschlagen! In Amerika scheint das Problem kleingeredet zu werden. Die meisten Menschen sind sich der verheerenden Ausmaße dieses Ölunfalls garnicht bewusst. Womöglich liegt das daran, dass BP bewusst die ware Menge des austretenden Öls verschweigt. Im Laufe der Zeit stellt sich jedoch heraus, dass die Ölschwaden, die täglich in Meer ausströmen wesentlich größer sind, als der Konzern behauptet.

BP erpresst die Menschheit

Jetzt, nachdem die Quelle schon knapp 6 Wochen lang das Meer verseucht und mittlerweile eine Ölmenge ausgetreten ist, die den Unfall mit der „Exxon Valdez“ vor Alaska wie eine kleinere Katastrophenübung aussehen lässt, feiert sich der Konzern, weil es ihm gelungen ist, das verbogenen Förderrohr abzuschneiden. Leider ist es aber so, dass dieser Schnitt den Rohrquerschnitt vergrößert hat, denn vorher war er durch das Abknicken  des Förderrohres, während des Untergangs der Deepwater Horizon, deutlich kleiner. Es strömen nun nach unterschiedlichen Angaben etwa 20% mehr Öl ins Meer, als vorher. Nachdem BP nun eine Art Trichter auf das Förderrohr aufgesetz hat, kann ein Teil des Öls nun abgesaugt und an der Meeresoberfläche in einen bereitstehenden Tanker gepumpt werden (natürlich ist das gut für den Konzern, denn dieses Öl kann er in die Raffinerie bringen und dann teuer als Benzin verkaufen…). Die Menge des abgesaugten Öls soll bei nur etwa 10-20% des gesamten ausströmenden Öls liegen. Ich bin ja nun nicht gerade der Hellste und vielleicht habe ich auch die ein oder andere Gehirnzelle in meiner Jugend durch übermäßigen Alkoholgenuß verloren. Aber wenn ich all meine kogniiven Fähigkeiten zusammen nehme und mal so über den Daumen peile, dann stelle ich fest, dass nach dieser Rechnung die ausfließende Ölmenge nahezu gleich geblieben ist, während der Konzern BP nun wenigstens den Teil, der ohne diesen Schnitt nicht ausgetreten wäre, gewinnbringend verkaufen kann! Wenn ich falsch liege, korrigiert mich bitte!

Deepwater Horizon nach der Explosion am 22.4.2010

Auch wenn BP dieses Ereignis nun als Erfolg verkaufen will, ändert sich an der Katastrophe nicht wirklich etwas. Das Öl strömt und strömt und strömt auch weiterhin ungehindert ins Meer. Die beginnende Hurrican-Saison wird dafür sorgen, dass sich die Ölmassen ordentlich mit dem Wasser vermischen und in großen Mengen und über hunderte von Kilometern verteilt auf die Strände gespült werden. Dazu kommt noch, dass die Unmengen von Corexit 9500 (Hersteller ist der Chemiekonzern Nalco Chemical Company), die man bereits kurz nach der Entdeckung des Lecks ins Meer schüttete (so ist es auch kein Wunder, dass man lange Zeit keine größeren Ölteppiche auf dem Meer herunschwimmen sah, denn Corexit spaltet das Öl in kleinste Tröpfchen auf, die sich dann umso leichter im Wasser verteilen…solange, bis man vor einigen Wochen entdeckte, dass sich große Ölfilme auf dem Meeresgrunde gebildet hatten, die die Lebensgrundlagen der Meereswesen zu zerstören drohen), vermutlich sehr viel giftiger sind, als das Öl selbst.

In Großbritannien z. B. ist Corexit wegen seiner sehr hohen Toxizität verboten! Aber mit solchen Kleinigkeiten hält man sich in Amerika nicht weiter auf, wie sich zeigt – man bohrt nach Öl in Meerestiefen, die sich bei Störfällen der direkten Einflussmöglichkeiten entziehen und für die man so gut wie keine tauglichen oder auch nur halbwegs erprobten Techniken hat, geschweige denn wurden Technikfolgenabschätzungen vorgenommen, oder Notfallpläne erarbeitet!

Während sich also der Ölteppich immer weiter ausbreitet und die ersten Hurricane sich unweigerlich bilden werden, haben Forscher nun  festgestellt, dass durch den Golfstrom, der im Golf von Mexiko seinen Ursprung hat, eitere Gefahr droht! Geraten die Ölrückstände, wie auch das Gift in diese gewaltige Strömung, dann droht nicht nur der westküste Floridas eine Ölpest ungeahnten Ausmaßes. die Ölflut kann auch bis an die Ostküste der USA getrieben werden und, haltet Euch fest, eventuell bis in den Nordalantik! So hat wenigstens jeder was davon.

Tony Hayward, CEO von BP, aber sieht keinen Grund, seinen Posten zu räumen. Ich meine, warum auch. Er tut schließlich, was er kann. Das ist zwar nicht viel, aber was will man schon erwarten. Er verdient Geld für seinen Konzern. das dabei die Sicherheit auf der Strecke bleibt? Hey, that´s kapitalism, you know? Den Gewinn kriegt der Konzern, die Schäden und Folgen werden sozialisiert, so ist das nun mal! Und weil sich Hayward sehr um den „guten“ Ruf seines Konzerns sorgte, gab er jüngst 50 Millionen Dollar für eine PR-Kampagne aus, anstatt den von der Katastrophe betroffenen Menschen zumindest mal vorab ein paar Dollar Entschädigung zu bezahlen.

Auch US-Präsident Obama, der sich eigentlich viel lieber in Glanz und Glamour öffentlichkeitswirksamer Ereignisse (allerdings im positiven Sinne) gefiele, musste bereits zum 3. Mal in die von der Ölpest bedrohten Küstenregionen reisen und dort den bösen Mann mimen. Sein Zorn ist zwar verständlich, aber die Art und Weise, wie er der Ölpest und der Macht des Konzerns BP gegenüber steht, lässt ihn genauso hilflos wirken, wie George W. Bush beim Wirbelsturm Katrina. Das Krisenmanagement war und ist in beiden Fällen wenig bis garnicht souverän und das dürfte sich nicht gerade positiv auf die Amtsführung und die Zustimmung der Bevölkerung auswirken

weiterführende Links:

  • BP – British Petrol (Homepage des Konzerns – zweitgrößter Ölkonzern der Welt. Ist schon häufiger durch seinen extrem laxen Umgang mit der Sicherheit auf seinen Ölplattformen aufgefallen. Die Konzernführung scheint für entsprechende Gewinnaussichten bereit zu sein, über Leichen zu gehen!)
  • Nalco Chemical Company (Homepage des Konzerns – Hersteller des Ölbekämpfungsmittels Corexit 9500, das in großen Mengen im Golf von Mexiko nach der Havarie auf der Deepwater Horizon zum Einsatz kam. Corexit spaltet das Öl in kleinste Tröpfchen auf, die sich dann großzügig im Meer verteilen sollen und so angeblich leichter abgebaut werden sollen.)
  • Corexit 9500 (Sicherheitsdatenblatt, leider auf englisch)
  • Corexit 9500A (Produktbeschreibung des Herstellers, auch auf englisch)
  • Transocean (Homepage des Konzerns – das Unternehmen betreibt Ölbohrinseln und Ölplattformen, die von den Ölkonzernen geleast werden. das geförderte Öl wird auf Rechnung der Ölkonzerne vermarktet. Transocean war Betreiber der Deepwater Horizon Ölplattform, die am 22.4.2010 in den Fluten des Golf von Mexiko versank und 11 Arbeiter in den Tod riss!)

beyond petroleum? BP und sein Verbrechen gegen die Umwelt!

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit Menschen, besonders wenn es sich um Manager handelt, ihre eigenen Fähigkeiten und die ihrer Konzerne und deren technologischen Möglichkeiten überschätzen. Ein wunderbar scheußliches Beispiel dafür ist der zweitgrößte Energiekonzern der Welt, BP (British Petrol), der meist weniger durch praktizierten Umweltschutz auffällt, denn durch permanentes Greenwashing, Umweltverschmutzung in ungeheurem Ausmaß und einen besonders laxen Umgang sowohl mit Arbeitssicherheit, als auch mit allem, was die technische Sicherheit der Ölförder- und Raffinerieanlagen betrifft.
Bekanntlich geht einem Konzern das Shareholder Value über alles – die Quartalszahlen stehen über allem und die sind umso höher, je weniger man in die Infrastruktur, die technischen Anlagen und die Sicehrheit des Personals oder der Umwelt investiert! Das ist bei BP nicht anders, als bei den meisten anderen großen Konzernen, die gleich gigantishen Kraken die gesamte Welt umspannen und, getrieben von der Gier und kriminellen Energie ihrer Manager, die Ressourcen und Rohstoffe plündern um das zu gewinnen, was der Herzschlag der kapitalistischen Welt ist – Geld! Das wollen die Aktionäre so, sagt man und darum müsse man so handeln, sagt man. Natürlich nicht, ohne sich selbst dabei die Taschen zu füllen und die Verantwortung und die Folgen dieses Handelns den nachfolgenden Generationen und der Gesellschaft zu überlassen. Denn für die Umweltverschmutzung und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, kann man ja nicht alleine die Kosten tragen. Böse Zungen behaupten, dies sei ein weiteres Prinzip, auf das sich der Kapitalismus gründet – Privatisierung von Gewinnen und Sozialisierung (d. h. wenn´s Scheiße läuft, oder irgendwas schief geht in diesem System, dann müssen gefälligst alle dafür sorgen, dass die Voraussetzungen für die Generierung von Gewinnen wieder geschaffen werden und sei es auf Kosten der Allgemeinheit!) der Verluste. Wer da eine gewisse Ähnlichkeit zur Rettung „notleidender“ Banken während der Wirtschafts- und Finanzkrise sieht, liegt sicher nicht falsch. Weil man also mit allem, was knapp und daher teuer ist, phantastisch Geld machen kann, aber nur, wenn man nicht zuviel in die Sicherheit und Modernisierung investiert, lutscht man eben alte Förderanlagen und Raffinerien aus, bis sie auseinander fallen. Oder noch besser, man sourced die Förderung von Öl out, wie so schön sagt und stellt nur ncoh die Förderlizenz zur Verfügung! Das heisst Geld verdienen, ohne selbst irgendwas tun zu müssen, als nur noch die Hand aufhalten und kassieren. Weil aber die Unternehmen, die die ganze Arbeti für den Konzern erledigen, auch was verdienen wollen, an dem Geschäft, lassen sie die Maschinen, Fördertürme und Ölplattformen laufen, bis sie auseinander fallen! Und genau dies ist geschehen, als im Golf von Mexiko eine riesige Ölbohrinsel vermutlich in Folge eines Betriebsunfalls explodierte und in den Wellen versank! 11 Mann kamen bei dem Unglück um´s Leben, über 100 weitere konnte sich wie durch ein Wunder vor dem Flammeninferno in Sicherheit bringen. Die Umwelt hatte allerdings nicht so viel Glück. Sie konnte sich weder in Sicherheit bringen, noch sind die hochspezialisierten Ingenieure, die Spezialfirmen und wer auch immer, in der Lage die ungeheure Ölflut zu stoppen, die nun aus dem Bohrloch strömt und den gesamten Golf und die ihn umgebenden Küsten zu verseuchen droht. Natürlich tut es allen Beteiligten leid, aber machen kann man erstmal nix! D. h., das sowieso schon immer knapper und kostbarer werdende Erdöl, fliesst jetzt ungehindert in den Golf von Mexiko und niemand ist in der Lage das Bohrloch zu verschließen. Eine Dinosauriertechnologie wie das Verbrennen von Erdöl und seinen Derivaten zum Zwecke des Antriebs von Kraftfahrzeugen, beherrscht zwar die Förderung des Rohstoffes in großen Tiefen, aber ist nicht in der Lage, die einmal angebohrten Bohrlöcher wieder zu verschließen, wenn etwas schief geht! Und solchen verantwortungs- und ahnungslosen Konzernen will man staatlicherseits die Erlaubnis erteilen, die arktischen Öllager anzubohren? Macht sich irgendein Politiker Gedanken darüber, was noch alles passieren kann? Denkt niemand darüber nach, wie man die Atomtechnologie zu beherrschen gedenkt, wenn man nicht einmal die Ölförderung im Griff hat? Oder ist es vielmehr so, dass dicke Dollarbündel und „€“-Zeichen in den Augen die Sicht soweit trüben, dass man die Wunschträume kapitalistischer Konzern-Manager nicht mehr von der Realität zu unterscheiden vermag und sie sich deshalb zu eigen macht? Was wird im Golf passieren, wenn die „Experten“ tatsächlich ein Vierteljahr brauchen um die in 1.500 m Meerestiefe sprudelnden Ölquellen zu versiegeln? Täglich strömen an die 150 t Erdöl aus dem Boden und der Ölteppich auf dem Wasser bedeckt bereits eine Fläche von 4.600 Quadratkilometern. Bezeichnend für das Unverständnis und die völlig falsche Einschätzung der Situation ist die mehr als dämliche Frage, die die US-Medien derzeit wohl am häufigsten stellen:“Ab wann müssen wir uns eigentlich wirklich Sorgen machen?“ Die ebenso blöde Antwort, die darauf gegeben wird lautet:“Ab sofort!“ Dabei wäre „seit dem Tag, als diese beschissene Ölplattform explodiert und im Meer versunken ist!“ die einzig richtige Antwort darauf.

Der sich ausbreitende Ölteppich im Golf von Mexiko

Aber einstweilen beschäftigt man sich damit, den Ölteppich vom Flugzeug aus mit Hilfe großer Mengen Chemikalien zu besprühen, in der schwachen Hoffnung, dieser würde sich mit der Zeit dadurch zersetzen.
Dieses Fiasko im Golf von Mexiko sollte uns der letzte Anstoß dafür sein, endlich Abschied zu nehmen von einer veralteten und unökonomischen Methode der Energiegewinnung durch Verbrennung fossiler Energieträger. Es gibt keine andere Möglichkeit, saubere Energie zu gewinnen, als durch regenerative Energien wie Wasser, Sonne, Wind! Niemand kann so doof sein, dass er die Problematik der Erdölgewinnung im Meer nicht einzusehen vermag, es sei denn, er lässt sein Gehirn vom Werbegeschwafel der Energiekonzerne vernebeln! Niemand in den Vorstandsetagen der Energiekonzerne hat ein Interesse daran, unsere Umwelt und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Das verspricht keinen Gewinn und ist daher ein Problem, dass die Gesellschaft auf ihre Kosten zu regeln hat! Begreift das endlich!

weiterführende Links:

Der Frühling kommt…

…hab ich bemerkt. Ich spüre ihn in jeder Faser meines Körpers, rieche ihn in jeder Polle, die durch meine Nasenflügel herein schwebt in meinen Körper und dann, nachdem sie an der schon leicht geschwollenen Schleimhaut angedockt hat, mein Immunsystem in schon lange nicht mehr erlebter Weise zu aktivieren vermag! Es ist Frühling! ganz sacht und zart beginnt es zu knospen und saftige grüne Blättchen stecken die Spitzen vorsichtig aus den schützenden Hüllen heraus, die ihnen das Überleben dieses ungewöhnlich langen, harten und schneereichen Winter ermöglicht haben. Aber nun scheint sie nichts mehr halten zu können. Sie wollen hinaus, hinaus an die sich erwärmende Luft!

Man spürt, man fühlt die Energie, die in der Pfanzenwelt gespeichert, nur darauf harrend, sich entladen zu dürfen, um sich in einer Fülle an Knospen, Blüten und Früchten zu verschwenden. Ich liebe diese Zeit des Aufbruchs! Ich freue mich auf den Sommer, die Wärme, die lauen Lüfte. Sie lassen mich aufleben, auch wenn ich dieses Aufleben und den üppigen Blütensegen  mit heftigen allergischen Schüben zu bezahlen pflege. So will ich doch dieses Werden, dieses Entstehen , Erblühen und das Vergehen, dieses Rad des Lebens nie vermissen, zeigt es mir doch, dass ich Teil des Ganzen bin!

Daran sollten wir immer denken, wenn wir die Welt verändern mit unserem Handeln. Wir müssen uns jederzeit bewusst sein und uns bewusst machen, dass wir Teil dieser Welt sind und nicht ohne sie zu leben vermögen. Sie, die Natur, braucht uns nicht – wir sind nur die Popel in der Nase des Universums! Und doch halten sich viele für den Mittelpunkt desselben. Und so sägen wir fleissig an dem Ast, auf dem wir sitzen und weil dem so ist, möchte ich hier mal dieses wunderbare Zitat in voller Länge wiedergeben. Nur um zu zeigen, dass es sich um einen zeitlosen Satz handelt, den Berthold Brecht (der Verfasser desselben) mit Sicherheit für die damaligen gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse seiner Zeit erdacht hat, der aber universell in seiner schonungslosen Offenbarung menschlichen Verhaltens und menschlicher Dummheit ist…

…“Sie sägten ab die Äste auf denen sie saßen und schrien sich zu ihre Erfahrungen wie man schneller sägen konnte, und fuhren krachend in die Tiefe und die ihnen zusahen schüttelten die Köpfe beim Sägen und sägten weiter!“…

…Genießt also den Frühling und lasst nicht nach in Eurem Streben, die Umwelt und die Natur zu schützen und vor der Ausbeutung durch mächtige Konzerne zu bewahren. Aber denkt bei all dem Schutz, den Ihr unserem Planeten angedeihen lasst auch an die Menschen und versichert die eurer Unterstützung, die sich nicht selbst zu helfen vermögen!

Frieden und Solidarität!

Die Natur regt sich und es beginnt der Kreislauf des Lebens von neuem...

Kahn, halb voll mit Wasser

...Symbol für unsere Gesellschaft? Stehen wir vor dem Untergang, verursacht durch menschliche Gier, Dummheit und Ignoranz?