Die Hölle? Haiti ist die Hölle!

Im ärmsten Land der westlichen Hemisphäre, in Haiti, wo Korruption, Vetternwirtschaft, Gewalt, Kriminalität, Prostitution und unbeschreibliche Armut die einzigen Dinge sind, auf die man sich verlassen kann, ist es zu einer Katastrophe unbeschreiblichen Ausmaßes gekommen – ein verheerendes Erdbeben hat große Teile der Hauptstadt, aber auch weite Gebiete im Innern des Landes, wurden von dem Beben mit der Stärke 7,0 verwüstet.

Kaum ein Land ist derart von Korruption und Gewalt zerfressen, wie Haiti und nun stehen die Menschen buchstäblich vor dem Nichts. Ganze Slumviertel in der Hauptstadt Port-au-Prince, wie Vogelnester an die Hänge der Berge geklebt, die die Hauptstadt umgeben, sind durch das Erdbeben offenbar einfach zu Tal gerutscht – zusammen mit den darin hausenden Menschen. Die Schätzungen der Opferzahlen sind sehr ungenau, weil es keinerlei Katastrophenhilfe in diesem Staat gibt. Auch eine nennenswerte Infrastruktur gibt es kaum und das, was noch vorhanden und noch nicht zerfallen war, wurde von dem Erdbeben zerstört. Es gibt kein sauberes Trinkwasser, keine Nahrungsmittel, Strom- und Telefonnetze sind zerstört, eine staatliche Gewalt existiert ebenfalls nicht mehr. Neben dem Präsidentenpalast sind auch viele Krankenhäuser einfach in sich zusammen gefallen. Das UNO-Gebäude soll dem Beben ebenfalls zum Opfer gefallen und viele Menschen unter sich begraben haben. Man geht von bis zu 100.000 Toten aus, ein genaueres Bild wird aber erst in den nächsten Tagen von den eintreffenden Hilfsorganisationen geliefert werden.

Schnelle Hilfe tut Not, sonst sterben noch viel mehr Menschen an Hunger, Seuchen und Infektionen, die sie sich durch ihre meist schweren Verletzungen zugezogen haben, oder noch zuziehen! Ich bitte Euch, helft den Menschen und spendet, soviel Ihr könnt. Jede noch so kleine  Spende hilft!!!

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Die neue Kolonialisierung der Welt!

Was macht man, wenn die Landwirtschaft in einen Industrie- oder Schwellenland nicht in der Lage ist, die Bevökerung zu ernähren? Man sucht sich neue Ackerflächen, ganz einfach! Aber wo? Noch einfacher! Man sucht sie da, wo am wenigsten Widerstand zu erwarten ist, nämlich in den Ländern der Dritten Welt! (Welternährung: Kampf um das Korn von morgen, Artikel auf Focus Online vom 8.1.2010!)

Es ist ja nicht so, dass es in den Industrieländern keine Landwirtschaft mehr gäbe. Nein, im Gegenteil. Man bewirtschaftet die Ackerflächen zwar nicht nach ökologischen Gesichtspunkten, aber man bewirtschaftet sie immerhin. Man erzeugt allerdings keine Nahrungsmittel, denn für die kriegt man nciht genug Geld. Die Preise sind zerfallen, seit man begonnen hat, Nahrungsmittel aus Ländern der Dritten Welt einzuführen, die dort von Menschen erzeugt werden, die sich die eigenen Produkte nicht leisten können. Sie sind zu teuer!

Wäre die landwirtschaftliche Fläche im eigenen Land oft durchaus ausreichend, um die notwendige Menge an Nahrungsmittel zu erzeugen, die die Bevölkerung ernährt, sieht man aber in aller Seelenruhe zu, wie die Kleinbauern und Familienhöfe vernichtet und von ihrem Land vertrieben werden.  Dann gelangt das Ackerland in die Hände großer landwirtschaftlicher Unternehmen oder gar Konzerne und dient fortan der Erzeugung von Biosprit oder anderen Nutzpflanzen, die einen hohen Gewinn versprechen. Das Ganze verkauft man dann den Wählern als Umweltschutz! Das es doch nicht ganz so einfach ist, erkennt der, der sich fragt, woher eigentlich das Getreide kommt, aus dem der Bäcker in aller Frühe das leckere Brot oder die Brötchen backt, die wir mit unseren überdimensionierten Geländewagen täglich vom Bäcker holen. Oder den Reis, mit dem wir uns den Magen voll schlgen, ohne mit der Wimper zu zucken, während wir vor der Fernsehglotze sitzen und in den Nachrichten Bilder von hungernden Menschen betrachten, die Supermärkte plündern, weil sie sich die Grundnahrungsmittel nicht leisten können! Würden wir dann auf unsere wohl gefüllten Teller schauen, sähen wir den Reis der Hungernden auf unseren Tellern liegen. Denn die Produzenten verkaufen ihn lieber nach Europa oder Amerika, wo die Menschen mehr bezahlen können, als in den Ländern der Dritten Welt, wo er erzeugt wird!

Und weil die Landwirtschaft in den Industrieländern zum Sterben  verurteilt ist, so unproduktiv und unrentabel wie sie ist, kauft man riesige Landflächen in Staaten, die zwar relativ viel Fläche besitzen, aber keine ausgeprägte industrielle Landwirtschaft. Die einheimischen Kleinbauern werden enteignet und von ihrem Land vertrieben. Sie führen dann ein Leben als entrechtete Pachtbauern, die sowohl das Saatgut von großen ausländischen Konzernen kaufen müssen (oft auf Kredit), als auch die dafür notwendigen Mengen an Dünger und Unkrautvernichtungsmitteln. Sind sie pleite, werden sie gewaltsam vertrieben und das Land gerät ganz in den Einflussbereich der westlichen Konzerne!

Wir sollten uns klar darüber werden, dass diese Welt mittlerweile derartig von den Interessen der Konzerne dominiert wird, dass nichts anderes mehr zu zählen scheint, als der Profit. Dem ist man bereit alles unter zu ordnen, denn jeder Politiker, egal, für welche Partei er im Parlament sitzt, muss an die Zeit nach der Politik denken. Da will er dann natürlich nicht zum Hartz IV-Empfänger mutieren, sondern seinen verwöhnten Hintern in einem weichen Ledergestühl breit drücken, wie sie zu Hauf in den Vorstandsetagen der großen Konzerne stehen. Da kann man es sich natürlich nicht mit den mächtigen Herren (Frauen gibt´s da so gut wie garnicht!) verderben, die die Wirtschaft kontrollieren, die die Lobbyisten mit ihren eurogefüllten Lederköfferchen in die Ministerien der demokratisch gewählten Regierungen schicken, um „beratend“ tätig zu werden! Nein, man ist ihnen zu Willen, kriecht ihnen in den Arsch und freut sich dann im Anschluß auf einen sorgen- und vor allem arbeitsfreien, aber dennoch bestbezahlten Job in irgendeinem Verwaltungsrat!

Und weil das so ist, eröffnen die Politiker den Konzernen die Möglichkeit, das Land und die Landwirtschaft nach ihren Vorstellungen zu formen, sie zu industrialisieren und wenn es nicht so einfach möglich ist, wie früher, als man fehlendes Land einfach zu besetzen pflegte (denkt and den „Lebenraum im Osten“, nach dem nicht nur Hitler und die NSDAP, sondern auch die Industrie sich so sehr sehnte, dass sie dafür den II. Weltkrieg vom Zaune brachen), öffnen die Politiker den Konzernen nun froen Mutes die Türen zu den Regierungen der Staaten der Dritten Welt und schafft ihnen dadurch die Möglichkeit, an die begehrten Ackerflächen zu kommen. Und die Regierungen dort, korrumpiert durch das Geld der Konzerne und die Abermillionen an „Entwicklungshilfe“, die jedes Jahr die Taschen der sogenannten Eliten in der Dritten Welt zum Bersten füllen, verschachern das Land ihrer eigenen Bürger und lassen aufbegehrende Bauern, die sich gegen den Landraub wehren, von der eigenen Armee zusammenschießen! Dies ist nichts anderes, als die Fortsetzung der Kolonialisierung der Welt mit anderen, moderneren Mitteln. Und dazu sind nicht einmal Diktaturen notwendig. Dies betreiben Staaten, die sich demokratisch nennen, oder jedenfalls eine demokratische Verfassung haben. Die – das muss man allerdings eingestehen – ihre Seelen, sofern man bei einem Staat überhaupt davon sprechen kann, dem Kapitalismus, also den Konzernen verkauft haben!

Waren es früher die imperialistisch ausgerichteten europäischen Staaten, die nach „dem Platz an der Sonne“ strebten – wie man im 19. Jahrhundert zu sagen pflegte – und überall auf der Welt Kolonien erwarben, die sie mit brutalster Gewalt und himmelschreiendem Unrecht ausplünderten. Ungezählte Menschenleben fielen der Gier der Europäer zum Opfer. Nicht von ungefähr waren auch damals große Konzerne die Haupttriebfeder des Kolonialismus, sie waren auch die einzigen Nutznießer der rücksichtslosen Plünderung der Ressourcen in den Kolonien.

Heute geht die neue Kolonialisierung ohne den Umweg über den Staat, ebenfalls von großen Konzernen aus, die sich – ganz nach dem biblischen Gebot – die Erde untertan machen. Und dabei sind sie genauso rücksichtslos und auf Gewinn bedacht, wie es damals bereits der Fall war. Es sind nicht mehr die Staaten, die die Politik machen und die Kontrolle über die Ressourcen dieser Erde besitzen, es sind die Konzerne, die uns beherrschen werden, wenn wir sie nicht daran hindern!

Die Selbsverständlichkeit, mit der sich die Industrie- und die reichen Erdölstaaten, bzw. die großen Konzerne einfach Ackerland da kaufen, wo die Menschen sowieso schon schrecklichste Not leiden, ist in Wahrheit eine bodenlose Unverschämtheit. Man nimmt den armen Ländern die einzige Möglichkeit, sich durch Entwicklung ihrer Landwirtschaft nachhaltig und auf Dauer selbst zu ernähren, indem man ihnen einfach die guten Ackerböden raubt und sie der Nutzung der Menschen zu Gunsten der Gewinnbestrebungen der Konzerne vorenthält! Das muss um jeden Peis verhindert werden, denn es ist Unrecht!

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Elektro-Fahrräder – Mobilität von Morgen!

Nachdem ich schon den ein oder anderen Artikel zum Thema Fahrrad und Mobilität auf diesem Blog veröffentlicht habe, will ich heute mal ein wenig über die Elektromobilität schreiben. Dabei soll es heute vor allem um elektrisch angetriebene Fahrräder gehen die entweder ganz oder teilweise den pedalierenden Fahrer bei seinem manchmal doch sehr anstregeneden Tun unterstützen. Besonders mit schwerer Beladung, heftigen Anstiegen in bergigen Gegenden und oft auch zunehmendes Alter, können einem die Lust und die Freude an der Bewegung in frischer Luft deutlich verleiden.

Freilich ist so ein Elektro-Fahrrad, besonders, wenn es gewisse Qualitätsstandards erfüllen soll, nicht gerade eine billige Anschaffung, die man mal eben so aus der Portokasse bezahlt. Und auf Qualität sollte man schon achten, wenn man sicher sein will, dass einem das Teil bei der ersten stärkeren Belastung nicht unter dem Arsch zusammen bricht! Und da bietet sich als Alternative ein Bausatz an, den man mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst installieren können sollte. Zumal, wenn einem eine komplette Einbauanleitung mitgeliefert wird. So wird man also in die Lage versetzt, aus einen bereits vorhandenen Drahtesel in ein elektrisch angetriebenes Fahrrad zu verwandeln, mit allen Vorteilen, die das im Allgemeinen bietet! Leise, schnell, weniger eigener Kraftaufwand und eine erhebliche Erweiterung des Aktionsradius. Und erheblich umweltfreundlicher als das Verbrennen fossiler Brennstoffe in einem Auto (hier nenne ich in der Regel als Hinweis auf den verbreiteten automobilen Wahnsinn besonders gern den Porsche Cayenne Turbo mit seinen 500 PS, will aber dieses eine mal ausnahmsweise darauf verzichten o.O)

Wie sieht die Zukunft der Elektromobilität aus?

Nun, ich bin ein großer Freund von Design-Ideen, die futuristische Fahrzeuge zeigen, seien es nun 2-, 3- oder 4-rädrige Gefährte. Aber für meinen Geschmack müssen sie unbedingt elektrisch sein, da ich diese Form die individuellen Mobilität nicht nur für die zukunftsträchtigste, sondern auch für die ökologisch vernünftigste halte. Klar gibt es Leute, die sind da anderer Meinung. Die vertreten den Standpunkt, elektrische Mobilität sei mindestens genauso umweltschädlich wie der Individualverkehr, der sich auf die Verbrennung von fossilen Energieträgern stützt. Schließlich müsse auch die Elektrizität in Kraftwerken erzeugt werden, die von Elektromobilen und Elektrofahrrädern verbraucht wird. Zwar ist das richtig, verschweigt aber bewusst die Tatsache, dass Elektrofahrzeuge möglichst leicht und doch stabil konstruiert werden, weil ihre Akkus in der Regel ein ganz erhebliches Gewicht besitzen, wenn eine größere Reichweite gewährleistet werden soll. Aber die Akkutechnik schreitet voran und die Akkus werden mit jeder neuen Generation leichter und lassen sich immer schneller aufladen.

Betrachtet man den Bereich der Elektro-Fahrräder und der Dreiräder, kann man einen Trend erkennen zu extremem Leichtbau, verbunden mit kleinen Elektrokomponenten und kleinen, leichten Akkus, die eine akzeptable Reichweite garantieren. Die Elektrofahrzeuge der Zukunft sind klein, leicht undbesitzen höchstens 2 Sitzpläze. Mehr werden in der Regel nicht benötigt. Und das diese Teile absolut verschärft designed werden können, zeigen die Bilder, die hier in diesem Bike-Blog zu finden sind. Klickt Euch mal durch und stellt Euch dann vor, mit so einem krassen Teil durch die Gegend zu fegen. Also mir würde das einen Heidenspass machen. Für die täglichen Erledigungen ist eine Reichweite von 50-60 km absolut ausreichend. Morgens zur Arbeit, Abends wieder heim und danach noch zum shoppen in die Stadt (wo man mit so einem kleinen Teil garantiert immer einen Parkplatz bekommt), vielleicht mit der/dem Liebsten. Und Sorgen um die „Umweltzonen“ in vielen Städten braucht man sich auch keine mehr zu machen.

Aber ganz so einfach ist es mit der Elektrifizierung von 2-Rädern nun auch nicht. Es gibt da, wie in unseren Gefilden nun mal üblich, die üblichen bürokratischen Hürden. Zwar sind wir hier angeblich das Land der Dichter und Denker, aber wer hier dichten und denken (und vor allem erfinden und konstruieren will) der sollte dabei tunlichst die einschlägigen Vorschriften und Gesetze beachten. Sonst zieht er am Ende die Aufmerksamkeit der Staatsmacht auf sich und die kennen mit Leuten, die sich ohne Fahrerlaubnis und/oder Zulassung oder was auch immer auf öffentlichen Straßen bewegen kein Pardon – da kann man so umweltfreundlich fahren wie man will. Es gibt die sogenannten Pedelec (das sind Teile, die den Radler mit elektrischer Unterstützung entlasten und nur dann Power geben, wenn gleichzeitig in die Pedale getreten wird). Die sind führerscheinfrei, wenn der Motor bis max. 25 km/h unterstützt. Sogenannte E-Bikes, deren elektrische Antrieb auch ohne die Unterstützung durch einen kräftigen Tritt in die Pedale abgerufen werden kann, sind versicherungspflichtig und es wird ein Mofa-Führerschein aber kein Helm benötigt! Wer´s genauer wissen möchte, sollte sich durch die einschlägigen Publikationen lesen oder bei einem Verein erkundigen, die sich mit der MAterie befassen. Denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

weiterführende Links:

  • Akku Bike.de (Seite, die Umrüstsätze für Fahrräder anbietet, zu relativ moderaten Preisen. Ein Ladengeschäft gibt es nicht, dafür ist die Homepage sehr informativ und man kann auch Probefahrten vereinbaren. Die Einbausätze bewegen sich preislich zwischen 240,- und 255,- €).
  • Energie Technik Silz ETS (Das ETS- Elektro-Bike wird in verschiedenen Versionen als komplettes Rad geliefert und die Preis ebewegen sich zwischen 1.348,- € für ein Klapprad und bis zu 2.398,- € für ein komplettes Dreirad).
  • PDA-Tech (Seite mit Umbausätzen in verschiedenen Preisklassen, z.T. gebraucht, scheint recht günstig zu sein)
  • ExtraEnergy e. V. (Verein für Elektro-Leichtfahrzeuge).
  • akkurad.com Lohmeyer Leichtfahrzeuge (3-rädrige Leichtfahrzeuge und Umrüstsätze für alle möglichen Fahrzeuge)
  • eROCKIT (von mir immer wieder gern präsentierte Homepage zu einem elektrisch betriebenen Zweirad, dass in seiner Konzeption schlicht einmalig sein dürfte. Ich persönlich empfinde dieses Teil als eine der ästhetischsten Fahrmaschinen der neueren Zeit. Aber das ist meine ganz persönliche Einstellung. Einziges wirkliches Manko dürfte der zu erwartende astronomische Preis von um die 10.000,- € sein!).