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Niete in Nadelstreifen Nr.2…Theo vuz Guttenberg


Jaja, man kann mir viel nachsagen. Vielleicht sogar den Neid der Besitzlosen, aber das hindert mich nicht daran, den edlen Freiherrn von und zu Guttenberg zu einer Niete in Nadelstreifen zu erklären. Warum? Nun, ganz einfach!

Theodor von und zu Guttenberg

Ich will mal davon absehen, dem strahlenden Polithelden einer völlig rat-, halt- und gewissenlosen Generation von Unionspolitikern vorzuhalten, dass man sich an seinem Adelstitel aufgeilt und sich in seinem Licht und dem Glanz seiner Glorie zu sonnen trachtet. Aber ich sehe nicht davon ab darauf hinzuweisen, dass es in diesem unserem Lande keinen Adel mehr gibt (oder geben sollte) und zwar seit 1918.
Damals stürzte das Kaisserreich und der Adel ging seiner Titel und Privilegien verlustig, was sowohl der Adel, als auch seine arschkriechenden Anhänger und Speichellecker (und deren sind offenbar eine ganze Menge) bis heut nicht realisiert zu haben scheinen. Der Titel ist nicht mehr und nicht weniger als ein Bestandteil des Nachnamens – Ende!
Vielleicht machte man damals den Fehler, neben der Abschaffung der Privilegien nicht auch gleich den gesamten ergaunerten Besitz einzuziehen und in das Eigentum des Staates zu überführen.
Aber wie dem auch sei! Umgeben von einer Horde von Kriechtieren, deren einziges Bestreben es zu sein scheint, das Treiben des hierzulande immer noch recht zahlreich vertretenen Adels zu begaffen und zu beklatschen, schweben diese Menschen in Sphären, die sich abseits jeder Realität befinden! Hofberichterstattung durch die BLÖD-Zeitung natürlich inbegriffen!
Und während diese hehren Adelsmenschen an andere, gewöhnliche Zeitgenossen (den Pöbel auf der Straße also) genau so hohe Massstäbe anlegen wie an sich selbst, entgeht ihnen freilich, dass sie nichts anderes sind als auch nur Menschen…mit einem langen Nachnamen und vielen Vornamen. Da kommt es dann schon recht ungelegen, wenn jemand mal in die Doktorarbeit hineinschaut und feststellt:“Hoppla, das steht aber schon woanders drin! Das is ja ein Plagiat“
Die Reaktion darauf ist genauso bemerkenswert, wie die rasante Karriere des vuz Guttenberg! Von:“Der Vorwurf des Plagiats ist völlig abstrus!“ über „Ich werde den Doktortitel vorerst nicht führen“ (was nach den akademischen Regeln garnicht möglich ist)“ bis hin zu „Ich werde den Doktortitel überhaupt nicht mehr führen und ihn an die Universität Bayreuth zurückgeben“ (was mindestens ebenso unmöglich ist, denn der akademische Titel kann bestenfalls aberkannt werden, wenn er durch Betrug erworben wurde).
Man kann es kaum glauben, aber für den Adel (den es in Deutschland nicht mehr gibt) scheint es nach wie vor eigene Gesetze, oder doch zumindest Gesetzmäßigkeiten zu geben!
Es bleibt zu hoffen, dass uns für die Zukunft solche scheinadeligen Schaumschläger zumindest in der Politik erspart bleiben und als Kriegsminister über den Einsatz deutscher Soldaten wo auch immer zu entscheiden…schließlich sind wir mit den Politikern, die wir jetzt schon erdulden müssen, gestraft genug!

weiterführende Links:

  • Guttenberg verzichtet auf Doktortitel (Artikel auf ntv.de vom 22.2.2011 – Motto:“Ich hab´s halt ma versucht, schade, dass Ihr´s gemerkt habt. Dann verzicht ich eben auf den Titel…!“)
  • Gravierende handwerkliche Fehler – Guttenberg verzichtet auf Doktor (Artikel auf ntv.de vom 21.2.2011 – ich frage:“Wie kann man für eine (Schein)Doktorarbeit ein summa cum laude erhalten, wenn da gravierende handwerkliche Fehler drin sind? Hat überhaupt jemand dieses Machwerk gelesen, geschweige denn geprüft, bevor man ihm den Doktorentitel hinterher getragen hat??? Im übrigen ist diese Feststellung ein schwere Beleidigung eines jeden fleissigen Handwerkers!)
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    2 Kommentare zu “Niete in Nadelstreifen Nr.2…Theo vuz Guttenberg

    1. Lieber feliksdzerzhinsky,

      herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Meine „uneingeschränkte Solidarität“ mit vuz Guttenberg hält sich dann doch in überschaubaren Grenzen. So überschaubar, dass ich mich nie zu ihr bekennen würde. Da macht es mir doch viel mehr Spass, auf die üblen Reste des deutschen Scheinadels einzuprügeln. Die können noch was vertragen…
      Nette Homepage hast Du da übrigens, nur der Name, „Bluthilde“, scheint mir ein wenich martialisch zu sein… ;-)))

      Schönen Tach noch,
      Andrejo

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