Das Wunder von Allensbach!

Ach, es ist ein Wunder! Allensbach sieht (warum nur, warum) als einziges „Meinungsforschungs“institut die FDP bei 6% und Steinbrück hat (gemäß Forsa 24%) nach der Vorstellung seines Impotenz-Teams einen Hänger? Nun ja, nicht wirklich überraschend, aber das könnte daran liegen, dass er und die seinen kein echtes Thema finden, mit dem sie Muddi an die Wand nageln können! Ich meine, die Reaktionen auf de Maizière´s Drohnen-Bruchlandung ist, gelinde ausgedrückt, bescheiden ausgefallen? Sieht fast so aus, als wolle man den Mantel der Nächstenliebe über diesen unbedeutenden Patzer legen…

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Der Apple fällt doch weit vom Stamm?

Das ist einfach furchtbar! Große Konzerne können im Kapitalismus nur deshalb existieren, weil sie dort, wo sie ihre exorbitanten Gewinne machen, keine Steuern zahlen! Mal abgesehen von der Tatsache, dass sie sich lediglich Steuerschlupflöcher zunutze machen, die ihre „externen“ Mitarbeiter den Regierungen in die Gesetzestexte geschrieben haben, tun sie ja nichts Unrechtes! Was für ein bitteres Unrecht tun wir eigentlich diesen selbstlosen und bescheidenen Gewerbetreibenden an, wenn wir fordern, sie mögen sich doch an der Finanzierung der Staaten beteiligen?

Wir können von Glück sagen, das wenigstens ein paar Jobs in der westlichen Welt mit ihren horrenden Lohnstückkosten und Sozialabgaben geblieben sind. Nicht jeder ist so verantwortungsvoll, wie die Managerriege der weltumspannenden Konzerne, den sogenannten Global Playern. Die wollen eben nur spielen und ihre Produkte verkaufen, an wen auch immer.

Kann man ihnen verdenken, dass sie nichts von dem hergeben wollen, was sie einnehmen? Das geht ja einem ganz gewöhnlichen Feld,- Wald- und Wiesenarbeiter auch nicht anders. Der hat aber das Problem, dass ihm das Finanzamt am Arsch hängt und sein fürsorglicher Arbeitgeber die ihm abverlangten Steuern und Sozialabgaben gleich an den Fiskus weiter leitet, noch bevor der fleissige Arbeiter oder Angestellte sie auch nur auf seiner Lohn- und Gehaltsabrechnung gesehen und sich darüber geärgert hat!

Und weil das so schön einfach ist, dem kleinen Mann und der einfachen frau in die Tasche zu greifen, hat man vor einiger Zeit auch gleich dafür gesorgt, dass Privatpersonen Ausgaben für einen Steuerberater nicht mehr steuermindernd geltend gemacht werden können! Mit Großkonzernen legt man sich besser nicht an, die haben eigene Rechtsabteilungen und wenn es ganz dicke kommt, driohen sie mit dem Verlust von Arbeitsplätzen. Täte ich das, ziehe man mich zu Recht der Erpressung.

Wir wissen, dass wir um´s Steuerzahlen nicht herum kommen. Aber es würde sich eine Spur besser anfühlen, wenn man bei allen gleichmäßig die Hand aufhielte und bei denen mehr holte, die mehr haben. Genmeinhin nennt man das (Steuer)Gerechtigkeit, aber mich frächt ja keiner…

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Ist Muddi in Wahrheit eine Agitprop-Pomeranze oder doch nur ne konservative Transuse?

Jaja, eigentlich kommt immer alles grad zur Unzeit, wenn es denn mal kommt. Hoeneß´ Steuergeschichten, Drehhofers bayrischem Verwandtenstadl, Sichmar Gabriels 120-km/h-Bremsversuch und nun auch noch Muddis revolutionäre Vergangenheit? Nicht wirklich neu, wie mir scheint, ist ihre Einbindung in die FDJ-Agitation und -Propaganda! Das konnte man im Netz schon vor Jahren lesen. Erstaunlicher ist, dass das erst jetzt jemandem aufgefallen zu sein scheint!

Muddi wird es sicher nicht viel mehr jucken, als ein übler Scheidenpilz. Der Hintern is breit genug, um auch das und noch viel mehr auszusitzen – die werden wir erst los, wenn wir sie mit den Käsefüßen voran aus dem KazlerInnenamt tragen müssen…

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Der Markenkern der FDP? Einfach nur Geld!

Fraglich ist, ob das reicht, wenn man nichts anderes im Wahlprogramm stehen hat, als Steuern zu senken, wo andere die Notwendigkeit sehen, die Einnahmesituation zu verbessern! Oder wenn man mit einem flächendeckenden Mindestlohn nach wie vor nichts anfangen kann und auch garnicht will – schließlich steh man nach wie vor auf dem Standpunkt, wer zu wenig zum Leben verdient, der ist immer selber Schuld!

Philipp Rösler, seines Zeichens Vorkämpfer des „freien Marktes“ und Ritter vom Orden der Brüder des geheiligten stillen Lobbyisten, sieht in eine schreckliche Zukunft – die Dämmerung des Sozialismus dräut am Horizont herauf oder hinunter, je nachdem, aus welcher Richtung man es betrachtet. Unabhängige Beobachter sind sich nicht ganz ganz im Klaren darüber, ob er nun auf- oder endgültig unter gehen will.

Sozialismus, Teilen gar, oder womöglich auch noch freiwillig Steuern zahlen, das ist es, was die FDP uns ersparen will, wenn wir sie nur wählten. Noch aber scheint es so, als wären genug WählerInnen Herren/Damen ihrer Sinne, um ihr Kreuzchen bei der nächsten Bundestagwahl lieber auf einem Stück Klopapier zu machen, als auf dem Wahlzettel bei der FDP!

Brüderle, der von Manneskraft und verbaler Erotik trunkene Bacchant der Liberalen, kämpft mit spitzer Zunge und trübem Blick an der Front gegen den Klassenfeind, den er – wen wundert´s – links ausmacht! Leider steht da keiner mehr so wie früher. Die SPD und die Grünen haben sich längst da eingereiht, wo es was abzuholen gibt für findige Köpfe, in der Mitte der Gesellschaft nämlich!

Es ist bewundernswert, mit welch propagandistischen Winkelzügen und verbalen Attacken die FDP darüber hinweg zu täuschen versucht, dass sie nicht viel mehr zu bieten hat, als Nirk Diebels Vetternwirtschaft im Entwicklungshilfeministerium, das selbst das Treiben der CSU in Bayern aussehen lässt, wie ein öffentliches Ausschreiben von freien Stellen in den Abgeordnetenbüros. Aber wir können froh sein. In Niebels nebligem Reich ist Familienzugehörigkeit kein Grund für eine Anstellung. Dazu bedarf es schon eines eitergelben liberalen Parteibuchs, oder war es doch eher blau, wie bisweilen Herr Brüderle bei seinen beeindruckendsten Redebeiträgen?

Nolens volens hält sich die FDP samt ihrer klassenkämpferischen Helden für unverzichtbar und womöglich sind sie das ja auch. Sonst hätte die CDU das Mövenpickgesetz ganz allein aus der Taufe heben müssen, um sich das Wohlwollen der gut betuchten Möchtegerndemokraten und (nein, das kann man wirklich nicht sagen, ohne dass es einem das ganze Keyboard verbiegt) guten Steuerzahler zu erkaufen.

Ideen in dieser Richtung hat die Freie Demokratische Partei zur Genüge – weniger Staat, zum Beispiel, weniger fesseln für die Wirtschaft, frei aushandelbare Löhne, jeder gegen jeden und alle Arbeitgeber gegen die Arbeiter und Angestellten. Wo kämen wir auch hin, wenn jeder von seiner Hände Arbeit leben könnte? Wem die Einkünfte aus seinem Job nicht reichen, der muss eben einen zweiten, oder dritten Job annehmen. Wozu hat der Tag denn 24 Stunden? Sicher nicht um die Hälfte davon schlafend im Bett zu verbringen. diese unproduktiven Zeiten müssen natürlich deutlich reduziert werden und was wäre besser dazu geeignet, als ein Lohn von 4,- €/Std.?

Aber nicht einmal dazu kann man sich in der FDP durchringen und dann seilt sich auch noch ein Abgeordneter zur Alten Naiven für Deutschland ab…

„Die Annäherung (der Liberalen) an die Lebenswirklichkeit vieler Menschen“, so schreibt der Spiegel, „erfolgt nur schleppend“! Muss einen das wirklich wundern, wenn man einer Partei angehört, die sich sensibel um die Interessen der Wirtschaft, ja als politischer Arm der Industrie versteht (natürlich nicht offiziell), deren einziges Problem es vor jeder Wahl ist, genügend Idioten zu finden, die ihre Wählerstimme der personifizierten Lobby der Wirtschaft geben?

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Muddis wunderbare Welt der nichtssagenden Worthülsen

Frau Merkel ergeht sich (endlich mal wieder, muss man schon voller Dankbarkeit sagen, denn dann weiss man ja wenigstens, woran man ist mit der Klimarettung, am Arsch nämlich) derzeit in weitläufigem CO2-Geschwurbel und nachdem mir zwei Sätze aus ihrem Munde (hab´s gerade im Autoradio gehört) das Gehirn zu einem großen Teil völlig verknotet haben und dafür sorgten, dass meine Ganglien gleich reihenweise Selbstmord verübten, blieb nicht viel mehr übrig, als der schale Geschmack einer Party in meinem Mund, auf der alle Teilnehmer ausgiebig gekotzt haben!

Daran kann auch der wunderbare Fachbegriff des „Backloading“ nichts mehr ändern, mit dem das Zurückziehen eines Teils der viel zu billig am „Markt“ gehandelten CO2-Zertifikate gemeint ist, die dem Käufer die professionelle und vor allem gewerbliche Verschmutzung der Atmopsphäre gestatten.

Der hört sich jedoch eher an, als sei er aus der Sado-Maso-Szene entlehnt und bezeichne eine Sexuapraktik, bei der man sich einer Körperöffnung bedient, die von der Natur eigentlich dazu ausersehen wurde, Abfallprodukte des Verdauungsprozesses auszuscheiden und der Wiederverwertung zuzuführen, bzw. im Falle diverser Vorgesetzter als Eingangspforte für die höheren Stufen der beruflichen Karriereleiter zu dienen!

Um es kurz zu machen, das Petersberger Klimageschwafel, heuer angesiedelt im schönen Berlin ist – mehr oder weniger – mal wieder für den Arsch, wie zu Beginn bereits erwähnt!!!

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Petersberger Klimadialog – Merkel bangt um Zwei-Grad-Ziel (Artikel auf Spiegel Online vom 6.5.2013)

Der Angriff auf den Sozialstaat und die Folgen für die Gesellschaft

 

Seit der Kanzlerschaft des Gerhard Schröder, die in seiner berüchtigten Agenda 2010 gipfelte und die der Beginn des Sturms auf die Grundfesten des Sozialstaates war, hat die Politik einen Weg eingeschlagen, der nur noch eine Richtung kennt – Umbau der Demokratie mit ihren bewährten Sozialsystemen hin zu einem neokapitalistischen Herrschaftssystem, in dem demokratische Wahlen nur noch deshalb existieren, weil man den vermeintlichen Mehrheitsentscheid des Wählers als Legitimation ansieht, als Bestätigung des eingeschlagenen Weges!

Dabei gibt es bei den Wahlen längst keinerlei Alternativen mehr, die der Wähler wählen könnte, wenn er mit der Regierungspolitik nicht, oder nicht mehr, einverstanden ist! Die Wahl, so traurig das klingt, alternativlos in ihrer Nutzlosigkeit. Aber es gibt keine Möglichkeit, die Regierung, bzw. deren Politik abzuwählen, weil die Opposition (mindestens genauso schlimm ist, wie die Regierung. Ein Wechsel ist selbst nach einem Wechsel nicht zu erwarten! Man wählt die Fortsetzung der neoliberalen und marktradikalen Regierungspolitik – mit anderen Mitteln.

 

Was also tun? Die Stimme einer Splitterpartei geben, in der Hoffnung, diese würde vielleicht die absolute Mehrheit erringen (entgegen jeder Erwartung) und dann alles besser machen? Extremistisch wählen vielleicht? Nazis, Yogiflieger, oder die Partei der bibeltreuen Christen? Vielleicht sogar die angeblich alternativlose Alternative für Deutschland, die wohl nicht viel mehr ist, als alt und naiv, dazu noch von rechten unterwandert, genau wie die Piraten? Ach nee. Dann also lieber die Kommunisten, die DKP? Naja, wer meint, von 0,1% sei es nur noch ein Katzensprung bis zur absoluten Mehrheit, der kann es ja versuchen…

 

Sehen wir uns an, was vom Sozialstaat noch übrig geblieben ist, kann es einen nur noch schaudern. Während es der Wirtschaft immer besser geht, während die Auftragsbücher überquellen und die Unternehmer immer mehr in die eigene Tasche stecken, erläutert man den Beschäftigten in larmoyantem Plauderton, ihre Arbeitsplätze seien nur dann halbwegs sicher, wenn auch weiterhin (wie übrigens seit mehr als 10 Jahren schon) Lohnzurückhaltung geübt werde. Und es soll Leute geben, die glauben das sogar!

 

Die Renten wurden derart rasiert, dass man nur noch über die Runden kommen dürfte, wenn man „privat und eigenverantwortlich“ (wie es so schön heißt, wenn man den einfachen Menschen die Verantwortung und die Kosten für die Risiken ihres Lebens auf´s Auge drücken will) vorsorgt – von was auch immer. Niedere Einkommen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie niedrig, sehr niedrig sind und in sehr vielen Fällen bleibt am Ende des Geldes immer noch eine Menge Monat übrig!

 

Die Gesundheitsfürsorge wurde auf ein Maß reduziert, die an das heran reicht, was man im deutschen Kaiserreich noch als fortschrittlich hätte verkaufen können. Die Zuzahlungen steigen rasant, vieles wird überhaupt nicht mehr bezahlt und wie selbstverständlich geht man davon aus, dass sich jeder, der auch in Zukunft noch halbwegs feste Nahrung zu sich nehmen möchte, auch das Geld hat um sich ein Gebiss zu kaufen – leider ist dem nicht so. In Deutschland ist es auch schon so weit, dass man den sozialen Stand eines Menschen an seinem Gebiss ablesen kann!

 

Leiharbeit, Dumpinglöhne, befristete Arbeitsverträge, halbtags- und geringfügige Beschäftigungen sind von der Ausnahme zur Regel geworden – der Agenda 2010 sei dank. Irgendwie scheint man in der Politik vergessen zu haben, dass es trotz des angeblich so hohen Bedarfs an Facharbeitern und Hochqualifizierten, auch Menschen geben muss, die die Arbeit machen. Es ist nicht damit getan, in den Firmen nur noch Chefs und mittleres Management zu haben, auch in den Fabrikhallen muss jemand stehen, der die Produkte fertigt, jemand der hinterher den Dreck wegmacht und jemand, der die Erzeugnisse irgendwem verkauft! Ebenso scheint man konsequent zu ignorieren, dass auch diese Menschen, oder sogar Menschen, die nur einen Hauptschulabschluss geschafft haben, oder aber auch nicht, ein Recht auf ein menschenwürdiges Dasein haben. Und das schließt einen Lohn ein, von dem man leben kann ohne betteln zu gehen, oder seine Kleidung aus dem Altkleidercontainer zu holen!

 

Die Heiz- und Energiekosten erreichen monatlich neue Höchststände. Von den Benzinpreisen erst gar nicht zu reden. Man kann auch ohne Auto leben, wenn es sein muss, aber nicht ohne Licht und ohne Heizung, auch wenn der Herr Sarrazin da anderer Meinung sein mag!

 

Niemand hat sich gewundert, als die Energiewende höhere Preise für den Strom brachte. Immerhin war man erst mal froh, dass die Regierung unter Muddi es überhaupt geschafft hatte, nach mehrfachem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg (ihr wisst schon, was ich meine…) die Energiewende auf die Reihe zu bekommen. Jedenfalls vordergründig. Denn kaum waren freudige Ergebnisse über den Einsatz regenerativer Energien zu verkünden, folgte schon der nächste herbe Tiefschlag, als die Finanzierung der Energiewende mit dynamischem Schwung auf die Schultern derer abgeladen wurde, die mit ihrem Lohn kaum über die Runden kommen – den einfachen Bürger! Die Umlage für die erneuerbaren Energien stieg ebenso rasant wie die Benzinpreise und im Gegenzug dafür wurden die Belastungen der energieintensiven Betriebe die „im internationalen Wettbewerb stehen“ ebenso rasant gesenkt, bzw. zur Gänze befreit. Und damit keinem zu wohl würde, kündigte man gleichzeitig an, dass das Ende der Preisfahnenstange noch lange nicht erreicht sei!

 

Und dann kam Herr Altmaier, sprach von der Energiepreisbremse, schwang kühne Reden und schmiedete Pläne, nur um bald darauf zu erklären, die Strompreisbremse käme nun doch nicht, sie sei im Parlament nicht durchzusetzen – die Arbeit der Lobbyisten hatte einmal mehr Erfolg gehabt! Herr Altmaier aber, der sich selbst und seine Bremse ausgebremst hatte, stürzte sich auf´s nächste Thema, die Endlagerung von atomarem Restmüll und wie man sich denken kann, wird auch hierbei nicht viel mehr heraus kommen, als gedankliche Flatulenzen!

 

Was die schwarzgelbe Bundesregierung bisher versiebt und in den Sand gesetzt hat, ist mit Worten kaum zu fassen. Zank und Streit, Hader und Neid, Missgunst und Hass prägen die Politik der Kloalition und als ob das noch nicht genug wäre, treibt die Lobby überall Keile dazwischen und setzt letztlich erfolgreich die Interessen der Wirtschaft überall durch.

 

Es ist einfach so, dass die Scheinargumente der Lobbyisten, der Verfechter einer der-Markt-regelt-alles-Ideologie bei offene Ohren bei den Abgeordneten stieß. Warum das so ist? Kann ich nicht sagen, aber ich vermute einfach mal, dass die zu erwartenden wirtschaftlichen Vorteile in jeder Beziehung die Dankbarkeit der Wähler übertreffen, die Entscheidungen der Parlamentarier also schlicht nach pekuniären persönlichen Gesichtspunkten getroffen werden – jedenfalls in den weitaus meisten Fällen, nicht in allen!

 

Für die Menschen, die einfachen Leute, die Arbeiter und kleinen und mittleren Angestellten wird also die Luft immer dünner, das Leben in jeder Beziehung immer teurer, ohne das dafür ein finanzieller Ausgleich in Form steigender Löhne und Gehälter zu erwarten ist! Aber jeder weiss nun, dass „wir einfach zu lange über unsere Verhältnisse gelebt haben“ und darum unsere Gürtel nun enger schnallen müssen. Da ist es doch überaus beruhigend zu wissen, dass dies nicht auf alle zutrifft. Politiker, Unternehmer, Manager, Bankster, Reiche und natürlich die Erben großer Vermögen, können sich beruhigt zurück lehnen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen! Für ihr Wohlergehen ist gesorgt. Die Vermögen sind in Steueroasen in Sicherheit gebracht! Herz, was willst Du mehr?

 

Eine echte Alternative zur derzeitigen Politik? zählen wir doch die Alternativen einfach mal auf, die wir in dieser Demokratie haben:

 

1. CDU/CSU

 

 

Schwarze, ursprünglich klerikal bestimmte und von Pfaffen gelenkte sog. Volkspartei, die sich längst von ihrem „C“ im Namen getrennt und sich unter Merkel in ohrenbetäubendem Schlingerkurs nach links entfernt und in Richtung SPD bewegt hat. Hier steht sie nun, gehüllt in leicht (scham-) gerötetes Schwarz und versucht sich als eine Partei der kleinen Leute zu profilieren, die ihnen dadurch hilft, dass sie die Reichen, die Wohlhabenden, die Unternehmer und Manager tatkräftig unterstützt. Wer will, kann versuchen das zu verstehen, ich weissage jedoch, er wird daran scheitern! Genauso konturlos wie Angela Merkel (die den zweifelhaften Beinamen Muddi trägt), die trotz ihrer nicht ganz leicht zu verbergenden, unvorteilhaften Körperformen, mit der Leichtfüßigkeit eines Puddings sowohl ihre Meinung, als auch die von ihr gezogenen roten Linien zu ändern und zu übertreten pflegt, ist die gesamt Partei. Wer versucht, irgendwelche Konturen in der Unionspolitik, oder auch nur ein paar unverrückbare Eckpunkte des Konservatismus zu entdecken, an denen man sich orientieren könnte, wenn man es denn wollte, wird bitter enttäuscht. Eher kann man ein rohes Ei an eine Wand nageln!

 

Ein Profil gibt es nicht in der CDU, eher schon eine Profilneurose. Das trifft genauso auf den faschistoiden Arm der CDU zu, die CSU, die Bayern zu ihrem Eigentum erklärt hat und den Staat also auch genauso ausplündert,

 

 

2. SPD

 

 

Die große alte Tante SPD, die echte Partei der kleinen Leute – bis sie die Partei des Genossen der Bosse wurde und mit elegantem Schwung die Verbindung zu ihren Wurzel kappte, um mit der Agenda 2010 und der Einführung von Hartz-IV (erfunden durch einen vorbestraften Wirtschaftskriminellen), um die Unternehmen mit einem großen Pool zwar unwilliger, dafür aber auch stark unterbezahlter Leiharbeiter und Arbeitssklaven zu versorgen, die Axt an den Sozialstaat zu legen, die die folgenden Regierungen freudig erregt sogleich übernahm und mit Wucht und Hurra in die Kerben zu hauen, die die SPD-Regierung (gemeinsam mit den Grünen) im Stamme des Sozialstaates hinterlassen hatte.

 

Mittlerweile habe man in der SPD gelernt – sagt man! Will man erkannt haben, dass man Fehler gemacht habe – sagt man! Will die auch ausbügeln – sagt man! Und bedient sich dabei derer, die die Agenda und Hertz IV mit verbrochen haben – nein sagt man nicht, aber tut man und stellt die Betreffenden als geläutert hin. Wie reuige Sünder und gar eifrig läuten sie das Arme-Sünder-Glöcklein in tiefer Demut und mit vollen Geldbeuteln.

 

Sigmar Gabriel, Franz-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück heißt das scheinheilige Kleeblatt an der SPD-Spitze, die erst dem Sozialstaat den Todesstoß versetzten um nun, vor allem Steinbrück tut sich dabei besonders hervor, mit dem Thema soziale Gerechtigkeit Wahlkampf zu machen – sofern zwischen den äußerst üppig dotierten Vortragsterminen noch ein wenig Zeit übrig bleibt. Denn so, wie der Wahlkampf bislang geführt wird, scheint er sich bereits damit abgefunden zu haben, dass er auch fürderhin sein Leben als fahrender Redenschwinger in Diensten von Maschmeyer und als Alleinunterhalter in drittklassigen Sparkassenfilialen auf dem Lande wird fristen müssen…

 

Ähnlich, wie die CDU sich nach links bewegt hat, begab sich die SPD auf die Reise nach rechts, was zur Folge hat, dass sich die beiden „Volks“parteien nun in der politischen „Mitte der Gesellschaft“ gegenseitig auf den Füßen herum trampeln…

 

 

3. die Grünen

 

 

Tja, was ist nur aus ihnen geworden? Einst eine Partei revolutionärer linker Klassenkämpfer, mit bisweilen recht kruden Ansichten, haben sie sich im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte zu einer Partei gemausert, die sich manchmal als grüne CDU präsentiert, so pragmatisch und bräsig sind ihre angegrauten Mitglieder mit der Zeit geworden. Revolution? Nicht mit uns!

 

Die einstigen Aushängeschilder, wie zum Beispiel der forsche Joschka Fischer, der beinahe so oft seine Ehefrauen wechselt, wie andere Leute ihre Unterhosen, evolutionierte vom antikapitalistischen Straßenkämpfer zum obersten Lobbyisten und Berater des BMW-Konzerns, von Siemens und ist, auch nicht ganz unterbezahlt, als politischer Repräsentant eines Gas-Konsortiums der Konzerne RWE und OMV tätig! Wer könnte ihm deswegen böse sein? Niemand? Schließlich machen es doch alle Politiker so.

 

Nicht ausgelastet mit der täglichen Arbeit eines Mandatsträgers, völlig unterbezahlt und am Hungertuch nagend, muss jeder sehen wo er bleibt. Und er steht noch in vollem Saft und Kraft, nachdem man ihn als Politiker aussortiert hatte! Da bleibt dann auch mal die hohe Moral, die man von anderen immer einzufordern pflegt, bei sich selber auf der Strecke. Schließlich gehört man zu jenen, die sich durch exorbitante Nebenverdienste in keinerlei Interessenkonflikte treiben lassen!

 

Die linken Utopien, die man an den Grünen so sehr schätzte, und die einen glauben ließen, es gäbe so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit, wenn man nur die richtigen Leute ins Parlament wählte, sie haben sich als Schall und Rauch erwiesen, auch wenn der Rauch auch heute noch bisweilen aus einem Bong zu entströmen scheint. Aber die linken Visionäre, die Utopisten, sie haben schon lange nichts mehr zu sagen in der Partei der Oberlehrer und Besserwisser…

 

 

4. FDP

 

 

Der politische Arm der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten, die alles, was es gibt in den Industrieländern, privatisiert sehen wollen. Nach außen hin das Mäntelchen der Freiheit und ein uringelbes Fähnchen in den Wind zu hängen und hinter den Kulissen das Hohelied des Kapitals zu singen, das sind die beiden Seiten der FDP-Medaille. Unterwandert von Lobbyisten und wirtschaftlichen Interessengruppen, erdreisten sie sich dennoch zu behaupten, sie wahrten die Interessen der Bürger, ja, nicht nur der besserverdienenden Leistungsträger, sondern sogar (man höre und staune) der kleinen Leute. Und um das schwere Los der fleißigen Leiharbeitssklaven und Lohnarbeiter mit Dumpinglöhnen zu erleichtern, versprechen sie frohen Herzens und mit gekreuzten Fingern hinter dem Rücken „mehr Bretto vom Nutto“.

 

Dass dies nur durch „noch weniger Staat“, noch weniger Kontrolle der Wirtschaft und erst Recht durch Entfesselung des Finanzsektors zu erreichen sei, durch „Eigenverantwortung“ der Menschen in diesem Land, versteht sich dabei fast von selbst!

 

Das die FDP offen ist für nahezu jede Kloalition, selbst wenn sie immer wieder das Gegenteil behautet, wenn sie nur mit an den Fleischtöpfen der Macht sitzen darf und also einen für die Größe dieser Splitterpartei absolut ungerechtfertigten Einfluss ausüben möchte, versteht sich von selbst.

 

Derweil hoffen nahezu alle anderen Parteien, außer Muddi´s, dass die FDP mehr als deutlich unter der 5-%-Hürde bleiben möge, denn Muddi benutzt die liberalen gern als Prügelknäblein, um von eigenem Versagen und eigenen Unvermögen abzulenken…

 

 

„Was tun,“ sprach Zeus, (ist man geneigt zu fragen. Doch auch mir fällt derzeit nicht viel mehr ein, als zu antworten) „doch die Götter war´n besoffen!“

 

In Bayern dreht si ois um´s Moos, drum is a der Filz so riesengroß!

Ein Bundesland, ja noch nicht mal ein gewöhnliches Bundesland, ein Freistaat gar, Bayern genannt, befindet sich quasi im Familienbesitz! Einzige Voraussetzung, bzw. Qualifikation zur Teilhabe an der Vetterleswirtschaft Marke Bayrisch-Filz, sind engste verwandtschaftliche Beziehungen zu den „Würden“trägern der Staatspartei CSU. Erich Honnecker hätte ob soviel verseilschaftetem Familiensozialismus seine helle Freude gehabt!

Wer sich wundert, hat keine Ahnung von der neoliberalen Marktwirtschaft, die in Bayern schon immer eine ganz besondere, sehr eigene Ausprägung erfahren hat. In Bayern ist nicht nur alles viel größer und breiter, die alten Weiber sind nicht nur viel älter, als anderswo im Bundesgebiet, hier gehen auch die Uhren etwas anders. So etwa Mittelalterzeit und zwar finsterstes. Damals war es absolut üblich, die gesamte Verwandtschaft in die Regierungsgeschäfte einzubinden, weil man ja die Macht erhalten wollte, in den Händen derer, die als die einzig Zuverlässigen gelten.

Aber in Bayern sieht man das heute noch gaaanz genauso. Und wenn man´s genau betrachtet, gibt der „Erfolg“ den Bajuwaren ja auch Recht! Alles läuft in geordneten Bahnen, die wenigsten Arbeitslosen, das höchste Prokopfeinkommen usw. und so fort. Aber, das sollte nicht unerwähnt bleiben, mit Demokratie hat das alles nichts zu tun…

Nun ist alles ruchbar geworden! Frau Merk und zwei weitere Minister gschaftlhubern ebenfalls, als gäbe es kein Morgen. Und der feine Herr Drehhofer, der seine unveränderbar und fest in der Brandung der Zeitläuften stehende Meinung ebenso schnell zu ändern vermag, wie sich die Meinung der Wähler ändert, kann sich garnicht so schnell drehen und wenden, wie er das gern möchte! Mittlerweile rotiert er wie das Bohrfutter einer Hilti!

Und weil alles so schön funktioniert, in Bayern, sind auch noch zwei SPD-Abgeordnete dabei, ein Grüner und der Chef der Freien Wähler, die sich und ihren Angehörigen ein kleines Zubrot gönnen! Das ist nicht schön, aber bei 17 (in Worten siebzehn) bayrischen CSU Abgeordneten, die in der Disziplin der Vetternwirtschaft wirklich respektable Leistungen erbracht haben, wird mehr als deutlich dass richtiger bayrischer Filz schwarz sein muss!

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