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Ein (un)guter Hirte?


Dass Intelligenz kein Garant gegen strukturelle Dummheit ist, hat Orgienadmiral Meisner in seiner Funktion als Berufskatholik von Kölle über Jahrzehnte hinweg mehr als nur eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit unheilschwangeren Worten pflegte er nicht nur Homosexualität als abartig zu geißeln, sondern sich auch der exzessiven geistigen Onanie hinzugeben, indem er jene der Nähe zur NS-Ideologie zieh, die seine unmaßgebliche Meinung nicht teilen wollten. Aber was wäre die Kirche, wenn sie ihr und Meisners schwarzes Herz nicht an ewiggestrige Dinge hängen wollte?

Überall pflegte er sich ungefragt einzumischen, vor allem dort, wo er am wenigsten Ahnung hatte und das war praktisch überall! Nie konnte er einfach die Klappe halten und Gottes Schöpfung als das zu betrachten, was sie war und ist (vorausgesetzt, man ist christlichen Glaubens), eine göttliche Schöpfung nämlich und sie, vor allem aber ihre Menschen mit all ihren Neigungen und Orientierungen, als solche vorbehaltlos zu akzeptieren!

Vielleicht wäre dieser unserer Welt einiges an unfreiwilliger Komik, aber auch christlich-katholischem Glaubenszynismus erspart geblieben, wenn seine Vorfahren sich zu ihrer Homosexualität bekannt und der Reproduktion verweigert hätten? So aber bleibt uns nicht weiter zu tun als ihm zuzurufen:“Hebe Dich endlich hinweg, Pfaffe!“

weiterführende Links:

Kardinal Joachim Meisner – Ein Lieblingsfeind tritt ab (Artikel auf taz.de vom 9.3.2014)

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