Die Rüstungsindustrie, ihre Lobby und die unvermeidbaren Exporte, oder wie man sich selbst ans Bein pinkelt!

Kommt es eigentlich nur mir so vor, oder is diese „Prinzipientreue“ gerade bei den Sozialdemokraten besonders ausgeprägt? Ich meine bei solchen Spacken wie den nun hoffentlich alle arbeitslosen FDP-Berufsarschkriechern ist dieses Verhalten nach Kassenlage ja eine der Grundvoraussetzungen für den Zutritt zu den Parteipfründen. Bei den christlich-abendländischen Gutmenschen von den Ich-bin-katholischer-als-der-Papst-Fraktionen CDU/CSU wundert mich auch nichts mehr, seit ich erkannt habe, dass sie das Grabtuch von (T)Urin immer in den passenden Wind hängen und sei es auch nur ein kräftiger Darmwind, weil wichtig is ja nur, was hinten raus kommt. Aber die SPD? Naja, okay, ihr habt mich überzeucht, auch das wundert mich nicht wirklich…

weiterführende Links: 

Von Anfang an ganz vorne mit dabei?

Wie man hört, soll Deutschland jetzt in vorauseilendem Gehorsam Kriege führen, wo noch gar kein Konflikt ausgebrochen ist! Und wenn erst mal genug Kindertagesstätten bei der Bundeswehr vorhanden sind, kann das Kanonenfutter günstig selbst aufgezogen werde!

weiterführende Links:  

Besuch vom großen Masturbator?

Schön, dass Fladimir Jakusi so ausgesprochen hässlich ist, dass er als Frau nie durchgehen würde! Man kann sich gewiss darüber wundern, wenn man solch würdeloses Geschwafel eines alternden Masturbatoren anhören muss. Allzu ernst nehmen sollte man es allerdings nicht. Wenn Europa keine größeren Probleme hat, als den Bart von Conchita, können wir uns wahrlich glücklich schätzen. Beeindruckend auch wieder einmal die Einigkeit, mit der die USA (haben Jakunin auf der Sanktionsliste) und die EU (haben ihn nicht drauf) zum „Wohle“ der Ukraine an einem Strang ziehen. Oder auch nicht. aber wen interessiert das schon? Hier gehts ja um nix!

weiterführende Links: 

Bankster – sie wollen doch nur unser Bestes!

Es ist sicher viel angenehmer für die über den Tisch gezogenen Kunden, wenn man sich in außergewöhnlich gewähltem Ton über ihre mangelnde Intelligenz lustig macht! Sicher ändert sich sofort das asoziale Zockermilljö, in dem die Bankster sich zuhause fühlen, wie ein Raubtier in seiner Höhle voller verwesender Kadaver, wenn sich nur die Sprache ändert! Liebe Freunde in den Banksterinstituten, Ihr seid der stinkende Schaum auf der Scheisse der kapitalistischen Gesellschaftssysteme! Ihr seid so überflüssig wie meiner Omma ihr Kropf!

weiterführende Links: 

Kapitalismus tötet!

Sowas passiert eben, wen juckts? So in der Art hat er sich doch geäußert, der rasende Tayyip Erdogan. Das ist zwar äußerst fragwürdig, passt aber in das Bild, das wir alle von diesem „Musterdemokraten“ haben! Grob gesagt können wir uns zudem noch dahingehend einigen, dass es eben doch so ist, das Kapitalismus tötet! Gier tötet auch! Natürlich tötet auch Dummheit und Politik ist ein Hort der Dummheit geworden. Bisweilen bin ich sogar überzeugt davon, dass der gesamte IQ eines Kabinetts nur unwesentlich über dem eines Knäckebrots liegt. Und ich lege großen Wert auf die Feststellung, dass ich mit dieser Aussage keineswegs das Knäckebrot beleidigen möchte!

Was die Ursache für diese Katastrophe auch immer sein mag, mit Sicherheit spielen dabei Ignoranz, Profitdenken und womöglich auch Korruption und Kriminalität eine gewichtige Rolle!

Es ist auch bkannt, dass die Gewerkschaften in der Türkei keinen leichten Stand haben. Man hat sie  politisch mundtot gemacht und praktisch kastriert, dass sie so gut wie keinen Einfluss nehmen können. Die Gewinnung von Neumitgliedern und die Vertretung der Interessen der Arbeitnehmerschaft werden ähnlich bewertet, wie der Beitritt zu einer terroristischen Vereinigung – ein Zustand, der ganz im Sinne eines jeden (un)ehrenhaften Kapitalisten ist und mit der Spaltung der Arbeitnehmerschaft in Deutschland und Westeuropa in Arbeitsplatzbesitzer und Arbeitslose, sowie die Vernichtung der Tarifautonomie und die Diskussion über die Einschränkung des Streikrechts auch hier bereits ein gutes Stück voran getrieben wurde.

In der Türkei können wir sehen, was sowohl den Arbeitnehmern blüht, als auch den Gewerkschaften, wenn sich die marktkonforme Demokratie final durchsetzt.

Die Gewerkschaften waren im Bergbau in Westdeutschland traditionell sehr stark und sie waren es auch, die letztlich die Hauptlast des Kampfes der Arbeitnehmer um Sicherheit, Einkommen und soziale Absicherung trugen! Jedenfalls bis sie dann in die Einheitsfront aus Arbeitnehmern, Regierung und Arbeitgebern eingebunden wurden, um die unseligen Hartz-IV-Gesetze durchzudrücken.

Das alles nutzt weder den toten Kumpels in der Türkei, noch deren Familien, die jetzt, nach diesem unsäglichen Desaster, an dem wieder einmal niemand Schuld gewesen sein will, nach altem kapitalistischen Brauch nun eben die Folgen ihres eigenen Lebensrisikos, das ein jeder angeblich tapfer zu tragen habe, ein Leben lang mit sich herum schleppen müssen – Not, Hunger, Verzweiflung und das Wissen darum, das einfache Arbeiter und ihre Familien nichts wert sind. Sie sind nichts wert in der Türkei, sie sind nichts wert in Deutschland, sie sind nichts wert auf der ganzen Welt.

Das kann nur bedeuten, dass sich die Arbeitnehmer Europas zusammenschliessen müssen und zusammen für ihre Rechte kämpfen! Das muss heissen, dass internationale und nationale Großkonzerne international bekämpft und zu Zugeständnissen gezwungen werden müssen!

Unser Mitgefühl der Katastrophe von Soma gilt den Opfern und ihren Familien! Nur gemeinsam sind wir stark! Es lebe die soziale Gerechtigkeit! Es lebe die Brüderlichkeit! Es lebe die Gleicheit aller Menschen!

weiterführende Links: 

Sigmars wunderbare Welt des steuerlichen Wahnsinns!

Na endlich! Siechmar erklärt uns Trotteln die Welt. Steuerentlastung für kleine und mittlere Einkommen? Aber ja doch, wenn wir mal irgendwann an die kalte Progression gehen…blablabla…es kann ja nicht sein, blablabla, dass die Gewerkschaften Lohnerhöhungen aushandeln und der Staat frisst den Zuwachs dann einfach auf! Das stimmt natürlich, aber jetzt kommt´s! Das müsse gegenfinanziert werden, sagte er in seiner Rede, aber doch nicht mit Steuererhöhungen für die Reichen, das brächte – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – „höchstens“ drei oder vier Milliarden! Was sind wir froh ob dieser Erkenntnis! Da können wir doch locker drüber wech gehen und zur Tagesordnung über. Drei/vier Milliarden, was ist das schon? „Wir“ müssen vielmehr dafür sorgen, dass die großen Konzerne ihre Gewinne nicht in europäischen oder sonstwelchen Steueroasen „versteuern“, das sei wesentlich mehr Geld, dass da flöten gehe! Ja gehts noch, Herr Gabriel? Einfach mal so auf drei/vier Milliarden verzichten, vermutlich noch mit der Begründung, der ganze Aufwand lohne sich überhaupt nicht, und so nebenbei mal ein bisschen, nur ein kleines bisschen mehr für die Steuergerechtigkeit tun? Sowa kommt ihnen nicht in den Sinn! Das zeigt, trotz des heuchlerischen Genöhles, wie Recht der scheidende Herr Sommer doch mit seinem Einsatz gegen Hartz IV gehabt habe und dergleichen Blabla mehr, wess´ Geistes Kind sie sind! An den Hartz IV-Gesetzen wird nichts geändert, weil´s halt grad so gut läuft, die Reichen werden nicht höher besteuert, weil angeblich der Verwaltungsaufwand  die zusätzlichen Steuereinnahmen übersteigt (!?!) und ansonsten warten wir halt, bis Europa sich steuerrechtlich einig wird, was vermutlich am St. Nimmerleinstag der Fall sein dürfte!
Ja leckt mich doch am Arsch und dafür gabs dann auch noch Beifall?

weiterführende Links: 

Nach Absage an Steuererhöhungen – Gabriel widmet sich dem Thema Steuerflucht (Artikel auf handelsblatt.com vom 14.5.2014)

Es lebe der Sport, er is gesund und macht uns hoart…

Hoeness regt sich darüber auf, dass Bücher ihn geschrieben würden, fünf an der Zahl, sacht er. Und (das muss ma sich ma auf der Zunge zergehn lassen) das frevelhafte daran sei, dass sie nicht informieren wollten, sondern „Kohle machen“! Das sacht ausgerechnet er, er, der vor Geld nich weiss, was er damit machen soll, der so viel Kohle hat, dass er sie fressen kann, der hunderte von Millionen Euronen als Spielgeld zum zocken zur Verfügung hatte und der -zig Millionen Euro an Steuern hinterzog, regt sich darüber auf, dass andere Leute „Kohle machen“ wollen – mit seiner Geschichte (das wird wohl der Hauptgrund sein!).
Gehöert gerade auf n-tv (Uli Hoeness´ Abschiedsrede – und wie die „Fans ihm Beifall geklatscht haben, lässt mich nach wie vor voller Staunen da stehen, während sich die Vermutung verdichtet, dass dieser Mann noch während seiner Haftzeit vermutlich selig, oder gleich heilig gesprochen werden wird!)

Marie, da liegt n toter Fisch im Wasser, den mach ma hie…

Nun, es scheint so, als sei es mit dem Müll in den Meeren genauso wie beim Rennen zwischen Hase und Igel! Wenn die Forscher hinkommen, is der Dreck schon da – genau wie in der Politik! Aber machen wir uns nichts vor. Natürlich is nicht nur die Politik Schuld an diesem Desaster, sondern vor allem der Mensch. Einmal als Unternehmer, der diesen Plastikscheiss herstellt und verscherbelt, um Profit zu machen und dann als rücksichts- und gedankenloser Verbraucher, der seinen Müll in der gegend verteilt, ohne Rücksicht auf Verluste.
Nun wissen wir ja nicht erst seit gestern, dass unsere Meere immer mehr verdrecken und dass die darin lebenden Tiere unter dem Dreck nicht nur leiden, sondern daran verrecken, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Nahrung von dem Dreck drumherum zu unterscheiden! Bei allem respekt vor Eurer Forschertätigkeit, was habt Ihr denn gedacht, wo der ganze Kunststoffmüll bleibt?

Daneben nehmen die Fischbestände immer mehr ab, weil rausgeholt wird, was die Netze aufnehmen und das von allen, die sich dazu berufen fühlen und weils so schön ist, subventionieren die Staaten das Treiben mit Abermmillionen Euronen – wegen der Arbeitsplätze und so und weil man Angst vor dem Zorn der Wähler hat.
Und was macht man, wenn nichts mehr drin is in den Meeren? Höert man dann auf zu subventionieren? Verzichtet man dann auf die Wähler? Warum, zum Geier subventioniert man die Fischereiflotten nicht, damit sie hinaus fahren und den Dreck einsammeln??? Das wäre mal eine sinnvolle Subventionierung zum Nutzen von Mensch und Umwelt. Die Fischbestände hätten etwas Zeit, sich zu erholen und zwischenweitlich könnte man sich in vernünftigen Diskussionen einigen, wie man die Fangquoten so festlegt, dass ein gewisses Mass an Nachhaltigkeit berücksichtigt wird?
Und was macht die EU? Die überlegen lieber, wie man die Plastiktüten verteuern kann, damit die Verbraucher sie nicht mehr kaufen, oder sie versuchen den Mist zu verbieten, vielleicht, wenn die Lobby nicht mal wieder wie so oft zu mächtig ist und der Dreck, der in den Meeren drinne ist, der kann drinne bleiben, weil der kommt ja nicht von uns (wenn man so die Kommentare unter dem Artikel aus (un)berufenem Munde so liest und die einem den Brechreiz ins Gesicht treiben können. Heiliger Sankt Florian, verschone meinen Ozean, denn die in Asien und Afrika sind Schuld!
Und wer machts ihnen vor? Na wir, die Menschen aus den reichen westlichen Ländern, die sich die Erde untertan gemacht haben und mit ihrer „Geiz-ist-geil-Mentalität“ und „bei-uns-gibts-sowas-nicht-aber-die anderen-sind-die-Bösen-Einstellung“ die Nachbarschaft auf dieser Erde beglücken…

weiterführende Links: 

1. Mai? Kampftag der Arbeiterklasse? Ick lach mir´n Ast!

Und wieviele Menschen haben heute einen Acht-Stunden-Arbeitstag? Mal abgesehen von den oft unbezahlten Überstunden, die den abhängig Beschäftigten regelmäßig abverlangt werden, gibt es auch noch jene, die auf Zweit- und Drittjobs angewiesen sind, um sich halbwegs über Wasser zu halten. Haben die auch einen Anspruch auf einen Achtstundentag? Oder ist die Zahl der täglichen Arbeitsstunden an den IQ gebunden, oder die Fähigkeit, einen Bachelor- oder Masterabschluss zu erlangen?
Wir brauchen weder über den Achtstundentag zu reden, noch auf die Fünftagewoche besonders stolz sein – ein Großteil der arbeitenden Menschen kann über diesen Luxus nur den Kopf schütteln! Was gedenkt die Gewerkschaft dafür, bzw. dagegen zu tun? Wann kommt der Generalstreik für die ausnahmslose Durchsetzung des Achtstundentages und der Fünftagewoche? Wann geht endlich mal jemand auf die Strasse für Weihnachts- und Urlaubsgeld, die in weiten Bereichen der Wirtschaft abgeschafft wurden?
Wen wundert es angesichts dieser Tatsachen eigentlich, dass die Unternehmensgewinne derart rasant steigen und zwar seit Jahrzehnten? Wann werden die Arbeitnehmer angemessen am Gewinn der Unternehmen beteiligt???

Ja, als die Industrialisierung begann, in Mitteleuropa und den USA, da waren die Arbeitsbedingungen deutlich schlechter als heute. Das weiss ich auch. Arbeitsschutz gab es keinen, Ebenso wenig Renten-, Kranken- und Unfallversicherungen. Wer bei der Arbeit verstümmelt wurde, weil er einen Unfall erlitt, der war eben selber Schuld. Wer krank wurde, ob durch die betörenden Arbeitsbedingungen oder weil er eben einfach das Pech hatte und die falschen Gene bei der Zeugung mitbekam, der konnte seinen Arbeitgeber nicht für sein persönliches Lebensrisiko verantwortlich machen – und auch nicht die Solidargemeinschaft, denn die gab es damals noch nicht!

Dafür kämpften die Gewerkschaften, dafür starben Menschen, dafür gab es Streiks, Hunger, Not und Elend!

Und heute? Der Achtstundentag ist immer noch nicht durchgesetzt, ebenso wenig wie die Fünftagewoche. Die Solidarität der Arbeiterklasse ist gesprengt durch das gekonnte Ausspielen der Arbeitsplatzbesitzer gegen die Arbeitslosen. Nach dem bewährten Prinzip „Teile und Herrsche“ hat das Kapital in Gestalt der Politik und der Lobbyisten einen großen Keil in die Arbeiterklasse getrieben und sie gespalten.

Von dieser Spaltung ist ebenfalls die Gewerkschaftsbewegung betroffen. Bemühte sie sich noch vor 40 oder 50 Jahren nach Kräften, die Arbeiterklasse sozial abzusichern und ihr einen (wenn auch recht bescheidenen) Anteil an den auch damals schon horrenden Unternehmensgewinnen zu sichern, so kann man heute die Gewerkschaft quasi als gescheitert betrachten!

Es gibt keinen Einsatz mehr zu Gunsten der Arbeitnehmer, der diesen Namen auch verdiente. Die Gewerkschaften üben sich in schönster Eintracht mit dem Kapital in Lohnzurückhaltung (um die Unternehmensgewinne zu sichern), in möglichst großer „Flexibilität“ (um der Arbeiterklasse ihre hart erkämpften Rechte wieder zu nehmen) und in einer bewundernswert naiven Einstellung zu den Forderungen der Wirtschaft nach „Nachhaltigkeit“ (was auch immer das sein soll, außer vielleicht nachhaltiger Profitsicherung).

Dabei lassensie sich von lauwarmen Versprechen und freiwillige Vereinbarungen einwickeln und für dumm verkaufen. Weite Teile der Tarifautonomie sind bereits nicht mehr das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen und der Arbeitnehmer steht nun wieder nahezu allein, und ohne wirksame Unterstützung da!

Eine arbeitnehmerorientierte Politik gibt es nicht. Nicht mehr, wenn man genau sein will und zwar spätestens seit Willy Brandt als Bundeskanzler zurück getreten ist! Jahrzehntelange Lobbyarbeit in den Parlamenten der Länder und des Bundes, in den Parteien und Verwaltungen, den Behörden und Ministerien dauerten zwar ihre Zeit und waren nicht ganz billig, aber sie verfehlten die angestrebte Wirkung nicht – die Zersetzung der Arbeitnehmerbewegung. Und dabei gelang es sogar, die Besitzer von Arbeitsplätzen gegen die Arbeitslosen derart aufzubringen, dass der arbeitende Teil der Bevölkerung den Teil ohne Arbeit nicht nur für seine Situation selbst verantwortlich macht, sondern völlig ausblendet, dass ihn selbst dieses Schicksal schneller ereilen kann, als er „wer Arbeit sucht, findet auch welche“ zu sagen vermag!

Die Arbeitgeber freuts! Es gibt heute niemanden mehr, der die Rechte der arbeitenden Bevölkerung vertritt, außer vielleicht der Linken und daneben noch einigen unbedeutenden kommunistischen Parteien und Parteisekten. Wer heute auf sich hält, der vertritt die Meinung, wenns der Wirtschaft gut geht, gehts auch den Menschen gut. Wobei die Realität freilich eine ganz andere ist! Und weil die abgehängten menschen, die Arbeitslosen, Hartz-IV-Empfänger und Geringverdiener, neben Kleinrentnern und Kinderreichen, Kranken und Versehrten, dies schon vor geraumer Zeit erkannt haben, gehen sie einfach nicht mehr zur Wahl. Sie haben erkannt, dass niemand ihre Interessen vertritt, und es darum völlig ohne Belang ist, ob sie nun wählen gehen, oder nicht!

Während dessen sehen sie voller Neid und Abscheu, wie die Nieten in Nadelstreifen große Konzerne vor die Wand fahren, Mitarbeiter entlassen, Sparprogramme (auf Kosten der Mitarbeiter) durchziehen und den Aktionären Dividenden auszahlen. Sie sehen, wie die Banken ohne jedes Schuldbewusstsein und unter dem wohlwollenden Blick des Staates und der Kapitalmärkte das ihnen anvertraute Geld verzocken, verplempern und vergeigen und anschliessend (nebst der üppigen Managerboni natürlich) vom Staat gerettet werden. Das gibt ihnen den Eindruck, der Politik völlig egal zu sein und damit dürften sie nicht einmal so falsch liegen.

Dort wo das Geld sitzt, bei den Reichen, den Kapitalisten, da trägt der Staat stets Sorge, dass sich nichts daran ändert. Er ist nicht einmal bereit, von den Besitzenden Steuern zu erheben, die ein Funktionieren des Staates sicher stellen. Er gibt ihnen viel mehr die Möglichkeit, durch allerlei Tricksereien, ihre Steuerlast zu mindern, bis sie nahe Null geht und wenn denn Geld benötigt wird, dann erhöht der Staat die Steuern da, wo es die Reichen nicht tangiert, dem enfachen Mann/Frau von der Straße aber deutlich weh tut, getreu dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist!“

Sie und wir sehen, dass die Aufgabe des Staates die Sicherung des Reichtums der wenigen wirklich Reichen zu sein scheint und dafür ist er bereit, nahezu jedes Opfer zu bringen, dass er der arbeitenden Bevölkerung abringen kann!

Und nun müssen wir uns anhören, dass sowohl die Mütterrente eine Unverschämtheit ist und ein Wahlgeschenk, dass aber passenderweise aus der Rentenkasse finanziert wird, also von den Beitragszahlern und jene ungeschoren lässt, die sich privat absichern können, weil sie ein so hohes Einkommen erzielen, dass ihnen die Möglichkeit eröffnet, sich der Solidargemeinschaft und der solidarischen Finanzierung des Staates und seiner Aufgaben zu entziehen. Und eifrig hetzt man die jüngeren Generationen gegen die habgierigen Alten auf, die es wagen, auch im Alter angemessen Leben zu wollen – natürlich (so erzählt uns die Politik unisono) auf Kosten der Jungen!

Und die Einführung der Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren muss ebenfalls, politisch und von der Springer-Journallie propagandistisch aufbereitet, als ein Affront gegen die jüngeren Generationen verkauft werden, besonders aber als eine Zumutung gegenüber den Unternehmern, die ihre Mitarbeiter lieber noch ein paar Jährchen länger aubeuten würden, wenn sie sich denn in ihrer grenzenlosen Gnade und sozialer Verantwortung dazu herab gelassen haben, diese nutz- und wertlosen Mitarbeiter einzustellen. Aber das letzte Wort zu den Löhnen und Arbeitszeiten ist noch nicht gesprochen, da bin ich mir sicher.

Wir können uns darauf gefasst machen, dass der Achtstundentag bald zur Disposition steht, ebenso wie die bis heute nicht bundesweit durchgesetzte Fünftagewoche! Vom konjunkturabwürgenden Mindestlohn und seinen abstrusen Ausnahmen ganz zu schweigen!

Leute, eigentlich sollten wir nicht nur am 1. Mai einen friedlichen Kampftag der Arbeiterklasse begehen. Jeder Tag sollte ein Kampftag für die Rechte der Arbeiterklasse sein! Aber mit diesen Gewerkschaften, die genauso am Tropf der Wirtschaft hängen, wie die Politik, brauchen wir uns keine großen Hoffnungen machen!