Kleidung aus Müll?

Warum eigentlich nicht? Stellt sich nur die Frage, welchen und wieviel Sinn es macht, z. B. aus alten Plastiktüten das Rohmaterial zur Herstellung von Kleidung zu gewinnen?

Zuerst muss man dazu bemerken, dass es eigentlich ein Witz ist, ein paar hundert Plastiktüten so zu verspinnen, dass daraus so etwas wie Garn herzustellen ist. Betrachtet man die unglaublichen Mengen an Plastik, die mittlerweile im Meer schwimmen und setzt die paar recycelten Tüten dazu in Relation, dann kann man das ganze Zeug eigentlich sofort wieder dorthin schmeißen, wo man es hergeholt hat. Ins Meer, oder auf die Müllkippe! Aber wenn man diese Idee als einen recht geschickten Marketinggag einer jungen DesignerIn versteht, kann man der Sache schon einiges mehr abgewinnen.

Natürlich sind wir uns alle darüber im Klaren, dass diese Form des Upcycling keine Lösung für das gigantische Problem der Meeresverschmutzung u. a. durch Millionen von Tonnen Plastikmülls sein kann. Es ist allenfalls eine Randnotiz auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen Lösung, die da nur lauten kann – kein Plastikmüll mehr in die Ozeane! Aber immerhin ist es ein bemerkenswerter Ansatz. Denn es macht ja durchaus Sinn, Materialien mehrfach zu nutzen, wenn ein aus einem bestimmten Rohstoff hergestelltes Produkt seinen Lebenszyklus durchlaufen und seinen Zweck, mehr oder weniger zufriedenstellend, erfüllt hat.

Bei Platiktüten ist es meist so, dass sie nach einmaliger Verwendung nicht mehr weiter verwendet werden (können) und darum sofort in den Abfall geworfen werden, nachdem man mit den Waren, die man darin transportiert hat, zu Hause angekommen ist.

Überhaupt ist das Upcycling nach der Erst- oder Zweitnutzung sicher deutlich sinnvoller und umweltverträglicher, als die „thermische Behandlung“ in der Müllverbrennungsanlage, die derzeit noch das Maß aller Dinge ist. Und für alle, die sich fragen, was denn Upcycling eigentlich sein soll, hier die einfache Antwort – man nutzt Abfallstoffe so, dass aus ihnen neue Produkte hergestellt werden können und diese Produkte dann höherwertig sind, als das ursprüngliche Produkt! Grundsätzlich keine schlechte Idee, wie ich persönlich finde.

Ein Aspekt steht noch im Raum, der bislang unbeantwortet ist. Wie sieht es beispielsweise mit der Schadstoffbelastung von Kleidungsstücken aus, die aus re-, bzw. upgecycelten Plastiktüten hergestellt werden? Wie sieht es mit der Produkthaftung aus, wenn es zu gesundheitlichen Problemen kommt? Wer ist dann dafür verantwortlich? Vermutlich derjenige, der aus upgecyceltem Kunststoff Kleidung herstellt. aber kann er wissen, was in den von ihm verwerteten Plastiktüten eigentlich wirklich drin ist?

Einen wirtschaftlichen Faktor sieht wohl außer den enthusiastischen Upcyclern selbst derzeit niemand darin, ausgesonderte Produkte zur Rückgewinnung von Rohstoffen zu nutzen. Okay, Metaal, Glas, Papier und dergleichen war schon immer eine Geschäftsidee, die sich große Unternehmen gern unter den Nagel rissen, um sich daran zu bereichern. Wäre das Recycling in absehbarer Zeit eine Sache, mit der man eine Menge Geld verdienen könnte, hätten sich die Rohstoffkonzerne längst in dieser Branche breit gemacht und kleine Recycler und Menschen, denen weniger der Profit am herzen liegt, als die Nachhaltigkeit, längst aus dem Markt gedrängt.

So lange der Rohölpreis nicht deutlich über hundert Dollar je Barrel liegt, wird es wohl auch keine Änderung in dieser Einstellung geben.

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Kein Platz für Rassismus!

Niemand hat das Recht Menschen mit Brandbomben und Handgranaten zu bewerfen, nur weil sie vor Krieg und Folter geflohen sind! Idioten kann niemand leiden und alle Rassisten sind Arschlöcher – überall! Wie weit ist es mit unserem Land gekommen? Und kaum erhebt sich der kackbraune Abschaum aus der Kläranlage der Demokratie, schon fühlen sich Hinz und Kunz, Hoast und Thomas, Markus und wie auch immer sie alle heißen, vorwiegend aus Bayern und den braunschwarzen Parteien mit dem „C“ im Namen (aber nicht nur die) berufen, ins gleich Horn zu tuten.

Kann man es wirklich fassen, dass man Menschen auf der Flucht die Tür vor der Nase zuschlägt und ihnen sagt, sie sollen besser zu Hause bleiben, oder im Mittelmeer ersaufen wie Tiere? Auf solche Leute verzichte ich liebend gern. Auf nimmer Wiedersehen!

Karpfen? Ausgerechnet Karpfen…

Wie wir alle mittlerweile zur Genüge wissen, ist die Menschheit gerade dabei die Meere, die man lange Zeit für eine nahezu unerschöpfliche Rohstoff- und Nahrungsquelle gehalten hatte, die Meere völlig leer zu fischen. Natürlich tut man das nicht, um möglichst viel Profit zu machen. Nein, man tut das aus rein humanitären Gründen (jedenfalls wenn man der Fischindustrie und ihrer Propaganda Glauben schenken mag). Denn die darbende und hungernde Menschheit muss ja irgend wie ernährt werden.

Bedauerlich ist dabei nur, dass die Fische nicht dort angelandet und verteilt werden, wo der Hunger am größten ist. Man wirft sie dort auf den Markt, wo das meiste Geld bezahlt wird! Also in den Industrieländern. Und weil es nach den Regeln des freien Marktes geht, Fischt man nicht nur die gesamten Fischgründe leer, sondern zerstört auch gleich die Laichgebiete. Und weil niemand anders sonst den Fischreichtum ausbeuten soll (Konkurrenz belebt eben nicht immer das Geschäft), drängt man die einheimischen Fischer mit ihren hölzernen Seelenverkäufern einfach aus dem Markt, indem mam sich die Fischereirechte gegen bare Münze von den korrupten Regierungen der Dritte-Welt-Staaten sichert!

Auch das ist der freie Markt! Aber das ist ja nichts Neues im Kapitalismus. Und deshalb fragen wir uns, denen im krassen Gegensatz offenbar zu fast sämtlichen Ökonomen dieser Welt klar ist, dass die Ressourcen unserer Erde endlich und damit begrenzt sind, was die Fischfangflotten machen werden, wenn es keinen Fisch mehr gibt, den man fangen kann? Beginnen sie dann, wie ich es gelegentlich bereits erwähnte, dann die enormen Mengen an Plastik aus den Meeren zu fischen? Meinetwegen subventioniert von ihren Regierungen, wie das heute bei den Fischfangflotten der Fall ist, die im Namen der Wirtschaft und des freien Marktes die letzten Fischbestände dezimieren.

Wer schon unbedingt Fisch essen muss, der kann sich online bei Greenpeace kundig machen, welchen Fisch er geniessen kann, ohne dass ihm anschließend sein schlechtes Gewissen zu scharfem Sodbrennen verhilft. Dafür ist auch eine App erhältlich, für alle, die es sich nicht merkeln können oder wollen und die ohne ihr Smartphone nicht mehr leben können.

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Fischer´s Fritz fischt frisches Plastik…

Jetzt brauchen wir nur noch nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir Plastik fressen und (eventuell) ohne größere Verdauungsbeschwerden wieder loswerden können, dann können wir auf diese dämlichen Fische komplett verzichten. Die werden schließlich sowieso immer weniger, aus welchen Gründen auch immer! Da bietet sich doch die Plastikflut als perfekte Lösung an.

In dem Maße wie die Fische abnehmen (das ist ein sehr gutes Bonmot, dass mir da gelungen ist, denn die Fische haben überhaupt nicht mehr die Zeit um genug Gewicht zuzulegen und die Geschlechtsreife zu erlangen, da sie vorher aus dem Wasser gezogen und zu Fischstäbchen verarbeitet werden), nimmt der Plastikabfall zu? Das müssten wir doch irgendwie wirtschaftlich nutzen können. Wäre doch gelacht. Der Kapitalismus hat für alles eine Lösung. Hab ja erst neulich von einem Staubsauger für´s Meer gelesen, der den Plastikmüll einsammelt, während er über das Meer kreuzt! Naja ein bisschen Plastikmüll jedenfalls!

Und was, wenn wir jetzt die Fischfangflotten dazu nutzen, den Plastikabfall aufzu…äh…fischen? Die riesigen Fischfangflotten haben es in nicht mal dreißig Jahren geschafft, die Meere fast leer zu fischen. Nun sollen sie halt den Dreck einsammeln. Dafür kann man dann die Subventionen weiter laufen lassen. Und da Plastik ja in Wirklichkeit nichts anderes als Erdöl ist, nur in anderer Form, kann man daraus wieder Öl gewinnen, dass wir anschließend in unseren Autos verheizen.

Fullspeed für den Umweltschutz! Das ist zwar genauso sinnvoll wie die Aktion „Saufen für den Regenwald“, den eine namhafte Brauerei alljährlich auf´s Neue zu inszenieren, ja zu zelebrieren pflegt, aber was wissen wir schon von Marketing, nä? Ach so, das lohnt sich ja garnicht, bei einem Ölpreis von derzeit unter 28 Dollar je Barrel! Dann muss die Rettung der Meere eben noch ein Weilchen warten…

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Lust auf Elektromobilität?

Ach ja…wenn´s schee macht! Und Sichmar Gabriel rätselt weiter, gemeinsam mit der Muddi, wie das wohl gehen könnte – Elektromobilisierung ohne den etablierten sogenannten Premiumherstellern in unserem Lande weh zu tun? Denn schließlich wollen die das nicht. Jedenfalls nicht wirklich! Und nicht jetzt gleich. Vielleicht später mal. Irgendwann. Wie auch immer.

Schließlich ist man sich ja auch keineswegs einig, was man denn überhaupt will. Elektromobilität? Brennstoffzellenautos? Infrastruktur zum Laden und Tanken? Wer soll das bezahlen? Die großen Energiekonzerne etwa? Also bitte, Leute – Konzerne sind dazu da Gewinne zu machen. Gewinne sind Profite und nichts anderes wollen die sogenannten Investoren sehen! Kurzfristige Profite am Besten, mit denen man einen schnellen Schnitt realisieren kann!

Nachhaltigkeit? Das sollen mal andere machen. Die Regierungen zum Beispiel. Denn nichts liebt ein Großkonzern so sehr (am besten, wenn er noch dazu notleidend und systemrelevant ist!) wie die Sozialisierung von Verlusten (und natürlich von Investitionen!), die Privatisierung von Gewinnen und freiwillige Selbstverpflichtungen zu nichts und wieder nichts!
Was für einen Sinn hat dann also die Herdprämie für Elektroautos? Wer verzichtet freiwillig auf seinen Wagen mit Verbrennungsmotor, nur um dann mit einem Elektroauto in seiner Stadt herum zu gurken und den schäbigen Rest seiner individuellen Mobilität in unpünktlichen, überfüllten und im Winter meist unbeheizten, im Sommer dagegen nicht gekühlten Zügen der Deutschen Bahn zu verbringen?

Aber davon einmal ganz abgesehen. Wir stehen nun hier nicht nur vor dieser Meldung, sondern auch vor dem Dilemma, dass wir einordnen sollen (nein müssen) ob es sich hierbei mal wieder um eine Ente handelt, um einen Versuchsballon, den man aufsteigen lässt um die Reaktionen zu testen, oder ob der dicke Herr Gabriel mal wieder einen reichlich unausgegorenen Vorschlag macht, nur um nicht ganz aus den Schlagzeilen zu verschwinden.

Dabei hat er doch neulich erst via BLÖD-Zeitung, seinem medialen Hoflieferanten dämlicher Headlines, einige mehr oder weniger passende Kommentare zu diversen bundes- und europapolitischen Fragen abgegeben, während er zu Gast auf Raul und Fidel Castro´s Kuba weilte!

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Die „besorgten Bürger“ haben es ja gleich so kommen sehen!

Ach was! Das ZDF hat die Übergriffe in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof köar fehleingeschätzt? Boah is ja echt n Ding und schwuppdiwupp fordert die CSU sofort klare Konsequenzen! Die eigentliche Fehleinschätzung geht ja aber nun mal wohl eher von der Polizei aus, die nicht gemerkelt haben will, wie sich da eine Gruppe, nein ein Mob von mehr als tausend nordafrikanisch, oder vielleicht auch arabisch aussehenden Männern bildete, um Frauen sexuell zu belästigen, ja so schwer sexuell zu belästigen, dass man schon von Vergewaltigung sprechen kann (nein eigentlich muss!) und sie auch noch zu berauben! Und das war nicht nur in Köln so, sondern in Stuttgart und Hamburg und was weiß ich noch wo! Nun spricht man von organisierter Kriminalität! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Organisierte Kriminalität in diesem Ausmaß. Mitten in Deutschland! Und es kommt, wie es kommen muss, die Konservativen fordern sofortige Ausweisung der Flüchtlinge. Man weiß zwar nicht, ob die das überhaupt waren, aber Flüchtlinge sind immer Schuld! Und die Einzigen, die bereits lange vor Silvester vor sexuellen Übergriffen, Massenvergewaltigungen und Diebstählen oder Raub gewarnt haben waren, wie immer, die Privatsender und die „besorgt-beseichten Bürger“!
Immerhin hat die Frau Bürgermeisterin Reker den Damen gesagt, wie sie sich künftig in solchen Fällen zu verhalten haben – immer eine Armlänge Abstand halten. Das gehe schließlich immer! Geht vielleicht, wenn man so wie sie einen Bodyguard hat, oder zwei, drei! Fehlt nur noch der Hinweis der besorgten Bürger, die Mäödels sollten gefälligst nicht so nuttig bekleidet rumlaufen, schließlich kämen aus Nordafrika und/oder Arabien fast nur notgeile Männer! Da darf man nichts für´s Auge bieten…

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Andere Länder, andere Sitten!

Ein Land, wie der Iran, nicht gerade bekannt dafür, ein Musterbeispiel für die Wahrung von Menschenrechten zu sein, dass Menschen ganz nach Gutdünken zum Tode verurteilt und an Autokränen aufhängt, in aller Öffentlichkeit und selbst für belanglose Lappalien, regt sich über ein anderes Land auf, dass Menschen wegen Lappalien zum Tode verurteilt und ihnen die Köpfe abschneiden lässt?
Der Unterschied dürfte für die Opfer einer solchen Lynchmordjustiz wohl nur marginal sein. Und der Iran ist da, wie gesagt, um keinen Deut besser als die Saudis.
Und Herr Seehofer, Sigmar Gabriel und der Herr der Misere finden, dieses Land Saudi-Arabien nämlich, sei ein Land, dem Waffen in jeder Menge und Größe zu verscherbeln, dessen Position als „Stabilitätsanker“ in dieser Region stärke! Das ist schon starker Tobak, würde ich meinen. Und daneben ist Saudi-Arabien derzeit bei der UNO in Genf  Vorsitzender des UN-Menschenrechtsrats. Da weiss man unsere Rechte doch wirklich in den besten Händen!
Würde irgend ein Hahn nach diesen islamistischen Idioten krähen, wenn es keine Ölquellen in diesem Lande gebe? Ich möchte das bezweifeln, aber was weiss ich schon…

…schließlich richten auch die Amerikaner Menschen in recht großer Zahl hin. Allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit und das macht das Ganze natürlich deutlich menschlicher. Deswegen sind sie auch unsere engsten Verbündeten?

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