Nur nicht so zimperlich!

Prima! Alles halb so schlimme! Über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg unbewohnbar? Was für´n Scheiss! Die Sraßenbeleuchtung konnte schon zurück gebaut werden, weil eh alles strahlt und als erstes soll das Krankenhaus aufgebaut und gleich erweitert werden, weil man sich ja um die vielen Krebskranken wird kümmern müssen, so lästig das auch sein wird! Arbeit ist genug da, wie man hört. Irgend jemand muss ja den Müll einsammeln und entfernen! Hier entsteht das Arbeiter- und Bauernparadies 4.0, wie sich´s der Kapitalismus nicht besser hätte erdenken können. Vielleicht hat er es ja auch erdacht? Wer weiss das schon? Und vergessen wir nicht – wo die Menschen wieder unbeschwert, wenn auch mit deutlich verringerter Lebenserwartung und einem geringfügig erhöhten Krankheitsrisiko wohnen und arbeiten, muss doch sicher auch keine Entschädigung oder Abfindung durch Tepco mehr bezahlt werden! So kann man das weiter führen, was der Sinn eines jeden kapitalistischen Unternehmens ist:

1.) Profit erwirtschaften!

2.) sich seiner Verantwortung entziehen!

und

3.) die Vermögensumverteilung von unten nach oben nach altbewährtem Muster auch in Zukunft weiter fortsetzen!

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Zahlen für unseren Dreck? Da klagen wir uns einfach raus!

Irgendwie war das ja schon klar, dass sich die Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung verbrunzen werden. Wer etwas anderes behauptet, hat keinen blassen Schimmer vom System des Kapitalismus, oder er will uns vorsätzlich für blöd verkaufen.
Der Abriss alter Atomanlagen und die Kosten für die „sichere Endlagerung“ radioaktiven Mülls, wird so sicher vom Steuerzahler zu bezahlen sein, wie das Amen in der Kirche. Diese Praxis des „aus-der-Verantwortung-stehlens“ wird sich nahtlos in die lange Reihe bisher schon durchgeführter Sozialisierungen von Altlasten, Schulden und Verlusten und Privatisierung von Gewinnen einfügen und zwar so glatt, dass nicht einmal ein Sackhaar dazwischen passen wird! Wir müssen uns der traurigen Erkenntnis stellen, dass die Politik den Primat über die Wirtschaft längst verloren hat, sollte sie ihn jemals besessen haben! Da kann Herr Gabriel noch so eifrig an einem Gesetz basteln, das verhindern soll, dass sich die Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung stehlen können. Wenn´s so nicht geht, dann geht´s eben anders! Wozu hat man denn diese unzähligen Fachleute für Juristerei angeheuert? Sicher nicht um Geld für alten Atomkrempel auszugeben, den niemand mehr haben will.
Ich Kann mich noch daran erinnern, wie die Atomkonzerne unter anderem argumentierten, man könne ihnen nicht die Kosten für die Entsorgung alter Atomanlagen und die Endlagerung aufhalsen. Das müsse der Steuerzahler übernehmen, der habe ja schließlich von den Segnungen „billigen“ Atomstroms jahrzehntelang profitiert. Natürlich hatte man bei dieser Gelegenheit verschwiegen, dass der Steuerzahler, mithin also der gemeine Verbraucher auch den „billigen“ Atomstrom nicht umsonst bekam, sondern dafür bezahlen musste! Und natürlich wollen die Konzerne dem Deppen von der Straße gern in dem Glauben lassen, sie hätten an der ganzen Sache nicht einen Pfennig/Cent verdient!
Es ist an der Zeit, den Energieriesen schon jetzt die Rechnung aufzumachen und ihnen einmal klar zu machen, um welche Summen es hier geht! Und wir müssen darauf verweisen, dass der Nutznießer der Atomtechnik auch für alles andere zu haften hat, was als Folgekosten zu erwarten ist. Und, dass darf man auch nicht außer Acht lassen – wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass das, was die Konzerne als mutmaßliche Kosten „errechnet“ haben und angeblich in die Bücher eingestellt haben, eineSpekulation ist, die darauf baut, dass man niemals in die Pflicht genommen wird! Das ist das kapitalistische System. Deswegen dürfen wir auch nicht zulassen, dass Konzerne die Atomanlagen in neu gegründete Tochterunternehmen auslagern, nur um selbst nicht mehr belangt werden zu können.
Niemand garantiert dafür, dass die angeblich für den Rückbau und die Entsorgung zurück gestellten 38 Mrd. Euro überhaupt vorhanden sind! Das ist nicht mehr als Buchgeld und wenn man genau hinsieht, wird man garnichts sehen, weil es sich vermutlich sowieso um Luftbuchungen handelt! o.O

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Vier Jahre Fuckyoushima!

Juhuu! Wir feiern vier Jahre „totsichere“ Atomkraft! Wie wir nun wissen, sind die Risiken tatsächlich beherrschbar und die Chance auf einen Super-GAU liegen nahezu bei Null. Da erübrigt es sich natürlich auch, dass irgend jemand Vorkehrungen für den Fall der Fälle trifft. Womöglich sogar von Seiten des Betreibers? Also bitte, das ist doch wohl an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Wenn das Risiko so gering ist, wie bei der „sauberen“, „billigen“ und „sicheren“ Atomenergie, braucht man ich garnicht auf den Ernstfall vorbereiten. In keinster Weise! Es genügt, sich als Tepco-Manager Asche auf´s gramgebeugte Haupt zu streuen, sich mehrfach in die Fernsehkameras zu verneigen und die magische Formel „Das tut uns aber leid!“ zu sprechen! Anschliessend holt man sich den Kaiser, der mit zittrigem Stimmchen sein Bedauern in die Mikrophone haucht und es unerträglich findet, dass man heute noch nicht weiss, wann die vor der radioaktiven Verseuchung geflüchteten Menschen, insbesondere die Alten, wieder in ihre Häuser zurück kehren können, und gut ist es. Wieder können vier Jahre ins Land gehen, bis zum nächsten großen Super-GAU-Jubiläum!
Aber wer denkt, bei uns würde es auch nur eine Spur anders zugehen, wenn denn die Meiler um unsere Ohren flögen, der hat das beschissene Prinzip des Kapitalismus noch immer nicht verstanden. Oder er will es nicht verstehen – vielleicht, weil er einer der wenigen Profiteure ist?

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Der Günther Oettinger – er ist sich eben für nichts zu schade!

Das hab ich kommen sehen! Nachdem der debil-schlichte Herr Oettinger nun schon geraume Zeit sein Unwesen als EU-Energiekommissar getrieben hat und dabei nicht nur den Konzernen in alle Löcher gekrochen ist, die sich ihm dargeboten haben, sondern auch prähistorische Energieträger wieder en vogue machte, ist er nun selbst wieder nach allen Seiten offen! Und nun will er, wir hören es mit grausen, EU-Handelskommissar werden? Herr im Himmel (falls es dich gibt) lass einen riesigen Arsch am Firmament erscheinen, dass ganz Brüssel zuscheisst, danach Straßburg und, bitte, bitte, nicht vergessen, scheiss auch den Oettinger mit zu…und den Stoiber!

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Radioaktivität ist (h)armlos?

Na is das nich toll? Vögel können nich nur nich lesen, dass der Luftraum über Tschernobyl gesperrt is, sie sind (dank der Radioaktivität) auch noch größér und gesünder als ihre Artgenossen, die ohne die segensbringende radioaktive Strahlung auskommen müssen! Wir warten gespannt auf den ersten Siedlertreck schwerkranker Menschen die, gesponsort von der ukrainischen Regierung, zur Genesung und zum Wiederaufbau in die einstens viel zu vorschnell verlassene vermeintliche Todeszone turückkehren! Radioakivität ist harmlos! Atomenergie ist sauber und sicher! Weg mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg, aus dem Ausstieg…

Dank der freien und unabhängigen Presse wissen wir ja auch schon, dass die atomare Katastrophe in Fokuhila/Japan keinen Anstieg der Krebserkrankungen zur Folge hat. Kein Grund also, die sowieso schon arg gebeutelten Kraftwerksbetreiber auch noch mit den horrenden und völlig überflüssigen Kosten für die Stilllegung, Sanierung und den Rückbau der Atomruinen zu belasten!

Und während man in Japan die übrigen stillgelegten Meiler wieder ans Netz nehmen will, sorgt man sich schon garnicht mehr über die radioaktive Verseuchung des Pazifik, des Grundwassers und der ständig woanders leckenden Sammelbecken für die strahlende Brühe in Fukushima! In Tschernobyl hingegen freut man sich über gesunde, wenn auch leicht überdimensionierte Vögel am Himmel! Wir sind ja so bescheiden geworden. Oder war das richtige Wort doch „bescheuert“?

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Versucht mal Euer Geld zu zählen, während Ihr die Luft anhaltet…

Jahrzehntelang hat man bei RWE jedes Jahr hunderte Millionen und Milliarden von DM, später Euro eingesackt und sie nachhaltig in die Vorstandsgehälter und Managerboni investiert und nun sollen die Zeiten des Überflusses ein für alle mal vorbei sein?

Auf Atomkraft gesetzt und Kohle verstromt, ohne Rücksicht auf die Umwelt und zu Lasten der Gesellschaft, den Ökostromboom verpennt und noch immer keinen Plan, wie man auch weiterhin den Energiemarkt beherrschen kann? Tja, ein fossiler Ideenträger (auch ich mag solche Wortspiele einfach) wie Peter Terium wird nie verstehen und akzeptieren, dass die sinnvollste und ökologischste Art der Energieerzeugung die dezentrale Energieerzeugung ist. Da muss er in Zukunft wohl kleinere Brötchen backen, denn irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Saftladen systemrelevant ist und deswegen von Staats wegen gerettet werden muss. Obwohl, was ist schon sicher in diesem Land? Die Vernunft wohl nicht!

Dennoch finde ich es immer wieder allerliebst, wenn Herr Terium mit feuchten Augen und tränenerstickter Stimme die „Planwirtschaft“ der Bundesregierungen geißelt und zugleich den Untergang des marktliberalen Abendlandes heraufbeschwört. Ein deutliches Zeichen dafür, dass er nicht einmal im Ansatz verstanden hat, um was es geht und nicht einsehen will, dass auch Marktwirtschaft planen muss. Aber das ist natürlich etwas gaaanz anderes als Planwirtschaft?

Nun ja, wir können nun darüber rätseln, wie wir uns zu diesem Gejammer stellen wollen. Sind es tatsächlich die armen, von welcher Planwirtschaft auch immer, in ihren Entfaltungs-, Innovations- und Profitmöglichkeiten geknebelten und brutal eingeschränkten, ausschließlich auf soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit in Gesellschaft und Umwelt fokussierten Kapitalisten, die unter so unglücklichen Umständen ihre Konzerne durch die rauhe See der Zeitläuften steuern müssen? Oder sind es einfach nur Versager, die mit den eigenen, als ultima ratio gepriesenen, kapitalistischen Regeln nicht klar kommen und ganz offensichtlich zu doof sind, sich auf verändernde Märkte und Bedingungen zu reagieren und lieber andere für ihre Dummheit und Unfähigkeit verantwortlich machen? Denn schließlich ist ja der Staat noch ihrer Lesart nicht der bessere Unternehmer. Sie aber schon? Meine Fresse, wenn das stimmt…ich sag nur:“Nieten in Nadelstreifen!“

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Milliardenverlust: RWE meldet schlechtestes Ergebnis der Nachkriegszeit (Artikel auf Spiegel Online vom 4.3.2014)

Eulenspiegeleien aus dem bayrischen Filzbad Kreuth

Tja, aus dem gar revolutionären Widerwort gegen den geliebeten Führer Drehhofer wurde ein Furz im Wasserglas – die GailtalerIn zog ihre Einwände nach gekonntem Salto rückwärts zurück und ging sofort auf Linie! Nun ist endlich wieder alles gleichgeschaltet im bayrischen Filzbad Kreuth!

Aus dem großartig angekündigten Zwergenaufstand der SuperministrantIn für Wirtschaft, Energie, Lobbyarbeit und anderen Krempel wurde eine Liebeserklärung an seine Einmaligkeit Horst, den Überflüssigen, Seehofer. Und zu allem Überfluss zeigt auch Dobrinth in Berlin Anstalten, den Amoklauf bayrischer CSU-Granden mit seinen unausgegorenen Vorschlägen zur allgemeinen Autobahnmaut für Ausländer, oder was auch immer das werden soll, zu seinen Gunsten zu entscheiden.

Man übertrifft sich in Bayern gegenseitig an dümmlichem Geschwätz und meint, sich so für die kommenden Kommunal- wie auch Europawahlen qualifizieren zu müssen! Und da ist Populismus eine durchaus nicht zu unterschätzende Allzweckwaffe.

Und dann kommt die AignerIn aus der Tiefe des Raums, wie einstens Uwe Seeler, und versucht sich als bayrisches Waschweiberl einen Namen als KronprinzessIn von Bayern zu machen! Klar, dass das der Vollhorst als Tritt in die Familienjuwelen empfinden musste und so trat er sofort zurück – nicht von seinem Posten als hirntoter Kini, sondern in Gestalt eines Revanchefouls, mit dem er die AgnerIn flott zur Strecke, und natürlich auf Linie brachte!

Nicht mehr als der Theaterdonner bayrischer Provinzpolitiker, die mal kurz Laut geben müssen, damit man weiss, dass sie noch da sind. Schließlich wurden sie bei den K(l)oalitionsverhandlungen arg gerupft und mussten wichtige Ministrantenposten zur Versorgung unnützen Politgezüchts an die Scheinsozialisten von der SPD abtreten!

Wir freuen uns auf weitere bahnbrechende Meldungen aus dem bayrischen Filz!

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