Wir müssen den Wald retten, sonst vertrocknet der Planet!

Bereits im Jahre 2005 hatte eine verheerende Dürre den Regenwald im Amazonasbecken schwer geschädigt und große Flächen des Waldes zum Absterben gebracht. Im darauf folgenden Jahr blühte der Regenwald dann verstärkt auf, wie Wissenschaftler erstaunt festgestellt haben.
Auch 2010 war für den Amazonas-Regenwald kein gutes Jahr. Eine monatelange Trockenheit von Juli bis Oktober vertrocknete den halben Urwald und auch diesmal könnte das Folgejahr sich durch vermehrtes Wachstum der verbliebenen Baumbestände auszeichnen.
Es darf allerdings bezweifelt werden, dass diese Art des Klimawandels im Endeffekt einen positiven Einfluss auf das Wachstum des gesamten Waldes und auf seine CO2-bindende Wirkung haben könnte. Vermutlich wird es den Regenwald nachhaltig schädigen, wenn er längerfristig und öfter, als in der Vergangenheit durch Phasen großer Trockenheit belastet wird.
Die Agrarindustrie, die sich in Südamerika und anderswo der Regenwälder bemächtigt haben, mit Duldung der jeweiligen Regierungen, werden sich ins Fäustchen lachen, und die vertrockneten Flächen flugs komplett rasieren. Dann lassen sich darauf mit Hilfe von Unmengen Dünger, Roundup ready von Monsanto, riesigen Maschinen (und entsprechendem Energieeinsatz) und den entsprechenden gentechnisch veränderten Saaten Biospritpflanzen, Soja, oder Mais zu gewinnen und sie den besorgten Europäern als Ökotreibstoff anzudrehen!
Und alle schreien Halleluja zu diesem ökologischen Wahnsinn und fahren weiter Auto, dass einem der kalte Schweiß ausbricht!
Verdorrte Wälder sind in jeder Beziehung wertlos. Das Holz ist nicht zu gebrauchen und oft von Schädlingen zerstört. Der Grundwasserspiegel sinkt dramatisch, was zur Folge hat, dass auch keine vollwertigen Wälder nachwachsen können, selbst wenn man die Natur sich selbst überließe. Die CO2-Bindung ist natürlich auch nicht mehr gewährleistet und infolgedessen richten sich die Begehrlichkeiten profitgieriger Konzerne auf diese riesigen brach liegenden Flächen!
Die Ursachen für die Trockenheit der letzte Jahre liegen sicher in den allgemeinen Klimaveränderungen, möglicherweise haben sie auch mit dem El-Nino-Phänomen zu tun, welches in immer kürzeren Abständen zu ungeheuren Überschwemmungen auf der einen Seite der Welt und zu großflächiger Trockenheit und Dürre auf der anderen Seite führt!
Ich glaube, man kann dem Klimawandel am besten dadurch begegnen dass man den CO2-Ausstoss begrenzt und mehr Wälder pflanzt. Wir müssen begreifen, dass wir die letzten Urwälder schonen müssen und bei der Neupflanzung von Wäldern und Wiederaufforstungen nicht nur in eindimensionalem Kosten-Nutzen-Denken verhaftet sein dürfen, sondern zu aller erst von der klimatechnischen Bedeutung der Wälder ausgehen müssen.
Masanobu Fukuoka, der kleine weise Mann aus Japan, der völlig neue Prinzipien in die natürliche Landwirtschaft einbrachte, sagte einmal sinngemäß: „Es ist nicht so, dass die Bäume verschwinden und dann die Wüste kommt. Erst verschwinden die Bäume, anschließend bleibt der Regen aus und dann kommt die Wüste!“
Die Ursachen für die zunehmende Trockenheit liegen also nicht in der Austrocknung und der Zerstörung der Wälder, sondern in der brutalen und rücksichtslosen Abholzung des Regenwaldes seit 5 Jahrzehnten!
Der Schlüssel zur Rettung des Klimas ist der Wald!

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    Landwirtschaft von morgen (Teil3)

    Des weisen Masanobu Fukuokas Credo war:

    Jeder kann 1.000-Quadratmeter-Bauer werden!

    1.000 Quadratmeter, die auseichend sind, um eine Familie mit dem zu versorgen, was sie zum Leben braucht. Vielleicht können es an dem ein oder anderen Ort auf dieser Erde etwas mehr sein, je nachdem, wie fruchtbar oder gebirgig oder steinig der Boden ist. Aber in aller Regel sind 1.000 qm ausreichend.

    Betrachten wir einmal, wie Fukuoka sich das Leben als 1.000-Quadratmeter-Bauer vorstellte und wie er selbst es lebte, als Beispiel für andere Menschen, die ihn in seinem fruchtbaren Obstagrten besuchten und einige Zeit bei ihm lebten und arbeiteten, um von ihm zu lernen. Masanobu Fukuoka sagte von sich selbst immer, er sei kein Lehrer. Aber vermutlich war er viel zu bescheiden um einzugestehen, dass die Menschen, die seine Bücher lasen und auch heute noch lesen oder die, welche zu ihm nach Japan reisten, um eine zeitlang in seinem Garten zu leben, ihn als einen solchen betrachten. Er versuchte die Menschen Bescheidenheit zu lehren und Selbstbeschränkung, ohne an Lebensqualität zu verlieren. Seine Bücher sind eine Schatzkiste des Wissens und der Weisheit vieler Jahrzehnte eines erfüllten Lebens.

    Ihr seht, ich bewundere diesen kleinen und unscheinbaren Mann, der seinen Beruf als Pflanzenpathologe aufgab, um Bauer zu werden. Diesen Schritt zu wagen, dazu gehört nicht nur Mut, sondern auch viel Vertrauen in die Natur und das göttliche Wesen der Mutter Erde. Er hatte dieses Vertrauen und er hat immer versucht sein Wissen weiter zu geben, damit die Menschen aus seinen Erfahrungen lernen können und die Versorgung der Menschheit mit gesunder Nahrung auch in der Zukunft sicher zu stellen, trotz einer weiter wachsenden Zahl von Menschen! Aber er wies auch immer darauf hin, dass es falsch sei, sich von ihm Patentrezepte zu erwarten, die universelle Gültigkeit hatten. Fukuoka erklärte den Menschen immer, sie müssten die Natur beobachten und dann die notwendigen Schlüsse daraus ziehen, welche Pflanzen gut zusammen gedeihen, wann der richtige Zeitpunkt der Aussaat ist und wie man dafür sorgt, dass der Boden nicht auslaugt.

    Fukuoka lebte in einem großen Obstgarten, den er später mit seinem Sohn teilte, weil er die Bewirtschaftung im Alter nicht mehr allein schaffte. Unter den Bäumen laufen Hühner frei herum. Überall wächst halbwildes Gemüse (mehrjähriges, das sich selber aussät, wenn man nicht alles aberntet), z. B. der Daikon-Rettich. Der Boden ist mit Klee bedeckt, der die Erde schützt und alte Reissorten werden angepflanzt. Hier wird nicht gepflügt, oder die Erde gewendet. Es wird auch kein Kunstdünger oder zubereiteter Kompost ausgebracht, noch Schädlingsbekämpfungsmittel oder andere Gifte und Chemikalien versprüht. Dies ist das, was Masanobu Fukuoka als die „Nichts-Tun-Landwirtschaft“ bezeichnete. Es wäre fatal, dieses „Nichts-Tun“ mit Faulenzen gleich zu setzen. Die wahre Bedeutung des Begriffes liegt darin, dass man nicht viel mehr tun muss, als zu säen und zu ernten. Alles andere macht die Natur für den Bauern. Mehr ist auch garnicht nötig. Unkraut jäten ist überflüssig. Man bedeckt den Boden mit Klee der, zusammen mit Wintergetreide, in die reifende Reissaat gestreut wird. Nach der Ernte des Reises, liess ihn Masanobu Fukuoka drei Tage trocknen, bevor er ihn drosch und das Stroh dann anschließend ungeschnitten über den Feldern verteilte. Auch Hühnermist, so er welchen zur Hand hatte, verteilte er dann über dem Stroh. Anschließend formte er Tonkügelchen mit Reissamen, verteilte diese vor Neujahr auf dem Stroh und die Arbeit (dies ist seine „Nichts-Tun-Landwirtschaft“ für seinen Garten in Japan gewesen) bis zur nächsten Ernte war erledigt. Mit dieser Methode erntete er jedes Jahr nahezu 22 Büschel (entspricht etwa 1.170 Pfund Wintergetreide) und etwa 22 Büschel Reis auf 1.000 qm. Fukuoka war sicher, die Erträge auf bis zu 33 Büschel je 1.000 qm steigern zu können. Diese Menge liegt im Bereich der Erträge, die mit teuren Hybridsaaten unter Einsatz großer Mengen Dünger, Pflanzenschutzmitteln und Energie (für die Maschinen) zu erzielen sind. Aber um welchen Preis? Masanobu Fukuoka erklärte, die Arbeit von ein oder zwei Leuten reiche aus, um auf 1.000 qm Feldfrüchte anzubauen.

    Sieht man sich dieses System an, so kommt man zu dem Schluss, dass es sich um Permakultur in ihrer reinsten Form handelt, um „permanente Agrikultur“ eben. Fukuoka ging ganz gezielt einen anderen Weg, als ihn die Verfechter der industrialisierten Landwirtschaft beschreiten. Die tun dies und tun das, spritzen hier und jäten da, düngen fleißig und pflügen was das Zeug hält! Fukuoka dachte nach, beobachtete die Natur und ihre Zusammenhänge und ließ dann weg, was er für überflüssig hielt. So reduzierte er nicht nur die Arbeit, sondern senkte auch die Ausgaben! Und im Ergebnis gaben ihm nicht nur seine Erträge recht, sondern auch die hervorragende Qualität seines Bodens, die voller nützlicher Insekten, Bakterien und anderer Lebewesen war, vom Regenwurm bis hin zum Maulwurf oder Kaninchen. Seine Grüne Philosophie zerstört nicht die Natur, den Boden und vernichtet auch nicht die Tiere, die zusammen ein stabiles System bilden, dass nicht von Krankheiten oder Schädlingsbefall vernichtet werden kann.

    Schädlinge oder Krankheiten treten zwar überall auf, aber sie werden nur dort zu einer Bedrohung, wo Pflanzen in Monokultur angebaut, wo Tiere im KZ in Massentierhaltung gefoltert werden. Jeder sollte versuchen, sich ein Stück Land zu pachten/kaufen um darauf die Nahrung anzubauen, die er zur Ernährung seiner Familie benötigt. In der Stadt ist dies natürlich nicht so einfach. Auf dem platten Lande und in den Vororten ist es dagegen schon einfacher, ein Äckerle oder einen größeren Garten zu ergattern. 1.000 qm kosten zumindest in Pacht ja nun nicht gerade die Welt, wenn man sich kein Bauerwartungsland ausgesucht hat, das man nach kurzer Zeit wieder räumen muss. Ein Kleingarten in einer Anlage ist aber in aller Regel zu klein. Die Grundstücksgrößen liegen hier bei etwa 300 qm (jedenfalls hier in Baden) und die Verpflichtung, eine Hütte darauf zu stellen, schmälert den Grund noch zusätzlich. Außerdem hat der ein oder andere seine Probleme mit der unvermeidlichen „Vereinsmeierei“ in solchen Kleingartenverinen.

    Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es den bösen Nachbarn nicht gefällt!

    Also, werdet 1.000-Quadratmeter-Bauern und macht Euch unabhängig von schwankenden Nahrungsmittelpreisen. Baut gentechnikfreie Saaten an und erzeugt genfreie Nahrung. Dann braucht Ihr nicht auf die Ehrlichkeit der Lebensmittelkonzerne à la Néstle zu vertrauen oder darauf, dass Müller seine Kühe nicht mehr mit Tierfutter mit Genpflanzen füttert. Dann habt Ihr es selbst in der Hand und mit dem gesparten Geld könnt Ihr vernünftigeres anfangen. Vielleicht habt Ihr dann sogar den ein oder anderen Euro übrig, den Ihr für wohltätige Zwecke spenden wollt. Oder steckt ein paar Euros in Guerilla Gardening-Aktionen in Eurer Stadt und sorgt dafür, dass die Natur zurückkehrt in die Betonwüsten!

    Landwirtschaft von morgen (Teil2)

    Masanobu Fukuoka wurde am 2.2.1913 in Japan geboren und machte eine Ausbildung zum Mikrobiologen. Irgendwann entschied er sich, Bauer zu werden und schuf eine Synthese aus herkömmlicher Landwirtschaft und buddhistischen, sowie daoistischen Ideen, die er – in Ermangelung eines besseren Namens – Nichts-Tun-Landwirtschaft nannte. Das Grundprinzip seines Handelns lautete…

    …die Natur ist in der Lage, sich selbst zu erhalten, sie bedarf menschlicher Eingriffe nicht.

    Die von ihm geschriebenen Bücher gehören zu den Standardwerken der Permakultur. Besonders wichtig ist ihm der spirituelle Aspekt der Landwirtschaft, die er als eine Art Gottesdienst versteht. Er vertrat die Ansicht, gesunde Nahrung könne nur auf gesunden Böden erzeugt werden und dazu sei weder künstlicher Dünger, noch chemische Pflanzenschutzmittel notwendig. Die Natur befinde sich in einem Gleichgewicht, sagte er. Treten Schädlinge und Krankheiten oder Pilze in größeren Mengen auf, sei dieses Gleichgewicht gestört. Wenn man die Natur und die natürlichen Vorgänge beobachtet, kann man die Ursachen erkennen und behutsam gegensteuern. Dann heilt sich die Natur selbst und stellt das Gleichgewicht wieder her.

    Die Arbeit in dem von ihm bewirtschafteten Garten in Japan, liess er die Natur für sich erledigen. Er beschränkte seine eigenen Arbeit nahezu zur Gänze auf das Aussäen der richtigen Samen zur richtigen Zeit und auf die Ernte der Früchte. Er verwendete keinen Pflug und auch sonst keine Maschinen zur Bodenbearbeitung, außer einer Art Sichel, mit der er die Ernte bis ins hohe Alter eigenhändig einbrachte.

    1988 erhielt Masanobu Fukuoka den Ramon Magsaysay Award, einen alternativen Nobelpreis, für seine Arbeit zum Wohle der Menschheit.

    Fukuoka-san erkannte auch durch Beobachtung in der Natur, dass nicht die Wüste sich ausbreitet und dadurch der Regen ausbleibt, was die Bäume zum Absterben bringt. Er erkannte, dass die Ausbreitung von Wüsten das Ergebnis des Verlustes der Wälder ist. Wenn die Wälder fallen, bleibt der Regen aus und erst dann entsteht Wüste und breitet sich aus! Dieser Vorgang lässt sich jedoch umkehren, indem man Bäume sät und so dafür sorgt, dass wieder Wälder entstehen können. Wälder sind eine Grundvoraussetzung für ein feuchtes und fruchtbares Klima. Sie halten mit ihren Wurzeln den Boden fest und speichern im Wurzelwerk große Mengen Wasser, das über die Blätter in die Atmosphäre abgegeben wird, wo in Form von Wolken und Regen die kostbare Feuchtigkeit wieder an die Erde und die Pflanzen zurück gegeben wird. Der Kreislauf des Wassers entsteht wieder auf´s Neue!

    Wir beobachten die Natur viel zu wenig. Das war einer der Hauptkritikpunkte, die Fukuoka den Wissenschaftlern vorhielt. Die sind nämlich der Meinung, sie bräuchten alles nur in immer kleinere Teile zerlegen, diese dann zu erforschen und „schwuppdiwupp“ würden sie alles verstehen, von der einfachen Amöbe, bis hin zur komplexen wunderschönen Blüte, die ganze fantastische Welt eben. Aber dem ist nicht so. Dem ist bei Weitem nicht so.

    Trotz all der Technik, all der superschnellen Computer, der Rasterelektronenmikroskope, können die Wissenschaftler noch immer keine einfache Pflanze konstruieren. Sie müssen einen Samen aussäen, ihn keimen und wachsen lassen!

    Ja, klar, solche Konsorten wie die von Monsanto können Gene in die Pflanzen einbauen und sie verändern. Sie verändern sie, damit sie ein Patent darauf anmelden können, dass sie in die Lage versetzt die Bauern, die diese Pflanze anbauen wollen zu erpressen, sie abhängig von „ihrem“ Saatgut und den „Pflanzenschutzmitteln“, sowie dem Kunstdünger machen, die sie für viel Geld gleich dazu verkaufen. Allerdings sind sie nach wie vor nicht in der Lage, Pflanzen komplett und vollständig selber zu konstruieren, zu schaffen. Sie sind nicht Gott, obwohl sie das vielleicht denken mögen. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Pflanzen zu nehmen, die es bereits seit ewigen Zeiten gibt, die von Menschen über hunderte, möglicherweise tausende von Jahren aus Wildformen herausgezüchtet wurden, verändern ein paar Gene und melden ein Patent an!

    Warum, so frage ich diejenigen, welche die Gentechnik befürworten, gibt es heute nur noch ein paar wenige Hybridsorten des Getreides im konventionellen Anbau? Weil die so gut sind? So perfekt an alle möglichen geographischen, geologischen und metereologischen Bedingungen angepasst? Nein, das sind sie nicht! Sie sind empfindlich, sie brauchen Unmengen an Wasser, sie brauchen Dünger, sie brauchen Pestizide, Herbizid, Fungizide und Insektizide. Die kosten natürlich eine Menge Geld und sorgen dafür, dass Monsanto keine Probleme mit der Weltwirtschaftskrise hat – denn die Menschen müssen immer essen. Jeden Tag müssen Menschen essen und es werden immer mehr Menschen, die essen wollen und die bescheren Monsanto und seinen Konkurrenten märchenhafte Gewinne.

    Früher, es ist noch gar nicht so lange her, gab es regional angepasste Sorten, robust, widerstansfähig und unempfindlich. In trockenen Gegenden gediehen Sorten, die an diese Bedingungen angepasst waren. In feuchtem Klima gediehen Sorten, die damit gut zurecht kamen. Sie mögen eventuell nicht so hohe Hektarerträge hervorgebracht haben, aber die Ernten waren ziemlich sicher und regelmäßig. Außerdem konnte der Bauer einen Teil der Ernte einbehalten und im nächsten Jahr wieder aussäen, ohne dafür an Monsanto, Pioneer, Bayer und BASF Lizenzgebühren zahlen zu müssen!

    Diese Zeiten sind fast vorbei, denn es gibt nicht mehr sehr viele dieser alten und robusten Sorten von Nutzpflanzen. Genau das aber ist das Ziel der Konzerne – die totale Kontrolle über die Nahrungserzeugung ermöglicht die totale Kontrolle über die Menschen!

    Der Weg, den Mosanobu Fukuoka vorschlägt, geht in eine andere Richtung. Er führt fort von der Kommerzialisierung und Patentierung der Pflanzen. Er nutzt eine alte Reissorte in seinem Garten, den er seit Jahrzehnten bewirtschaftet, ohne auch nur einmal zu pflügen, oder gar zu düngen. Fukuoka bekämpft keine Schadinsekten, oder Krankheiten, sondern schafft Verhältnisse, die die Natur in die Lage versetzen, sich selbst zu helfen. Dazu nutzt er Mischkulturen, die erwähnten alten Sorten und Bodenbedeckung durch Kleesaat.

    Nach der Ernte des Reises, der in seinem Ertrag mit dem moderner Hybridsorten nahezu gleichauf liegt, aber ungleich weniger Arbeit und Aufwand erfordert (daher der Name Nichts-Tun-Landwirtschaft) bringt er das ausgedroschene Stroh wieder auf den Feldern aus.

    Masanobus Fukuokas Art der Landwirtschaft beruht auf der Beobachtung der Natur, nicht auf Wissenschaft und Gentechnik. Das reicht aus, um Erträge zu erzielen, die fast genauso hoch sind wie die der unverhältnismäßig teueren modernen Hybridsorten. Seine Sorge galt sets dem Menschen und er suchte nach Möglichkeiten, seine Ernährung dauerhaft zu sichern, selbst unter schwierigen Bedingungen. Was ihn immer verwundert hat, war die Tatsache, dass seine Erfolge wohl anerkannt wurden. Aber Wissenschaftler, die sein System der Landwirtschaft erforschen wollten, sah er so gut wie keine. Kein Wunder, kann man die Bedingungen seines Gartens nicht im Labor nachstellen, sondern nur in der Natur und zu der hat die Wissenschaft schon immer ein gepaltenes Verhältnis gehabt – bis heute!

    Masanobu Fukuoka

    Masanobu Fukuoka

    Es gilt also den Weg fort von der modernen industrialisierten Landwirtschaft zu suchen, zurück zu den Ursprüngen, aber nicht in die Vergangenheit. Beobachtung der Natur ist nicht gleichzusetzen mit Rückschritt. Lernen aus der Erfahrung unserer Ahnen ist der Weg des Wissens und der Weisheit. Machen wir uns diesen Schatz zu Nutzen und sorgen wir dafür, dass das Saatgut frei bleibt. Damit alle Menschen genug zu Essen haben, auch in Zukunft!

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    weiterführende Links:

    Landwirtschaft von morgen (Teil1)

    Wie wir in den letzten Jahren mehr als deutlich gesehen haben, gibt es Grund zu der Annahme, dass in der Zukunft die Versorgung der Menschheit mit gesunder Nahrung nicht gesichert ist. Jedenfalls nicht mit den Methoden, wie man es bisher getan versucht hat – mit der industriellen Landwirtschaft. Zwar ist es in unseren Breiten seit einigen Jahrzehnten zu keiner größeren Versorgungskrise mit Lebensmitteln oder gar einer Hungersnot gekommen. Aber die Versorgung der Bevölkerung mit einer ausreichenden Menge an Nahrung wurde in den letzten Jahren verstärkt auf Kosten der Menschen in den Ländern der Dritten Welt sichergestellt.

    Die Natur findet einen Weg

    Die Natur findet einen Weg

    Die vollmundigen Versprechen der Chemieindustrie und der Genkonzerne, mit Hilfe gentechnisch veränderter Nutz- und Nahrungspflanzen die Ernährungsprobleme der Menschheit lösen zu können, haben sich als völlig haltlos erwiesen. Sie dienten lediglich dem Ziel, der Agrarindustrie den Markt zu öffnen, kleine Bauern in den Ruin zu treiben und sich auf dem Wege der Patentierung von Pflanzen und Tieren, die Kontrolle über die Nahrungsressourcen der Menschheit zu sichern. Zusammen mit dem Einsatz von Monokulturen, chemischen Giften wie Pestiziden, Fungiziden, Insektiziden und Herbiziden, sowie dem Einsatz ungeheurer Mengen fossiler Energie und gigantischer Maschinen, haben die Agrarkonzerne die Produktion und Verteilung von Nahrungsmitteln in ihre schmutzigen Hände bekommen. Die Folgen sehen wir täglich in den Nachrichten. Millionen Menschen in den Ländern der Dritten Welt hungern. Kinder sterben jeden Tag zu hunderten oder gar tausenden an den Folgen katastrophaler Fehl- und Mangelernährung. Die Äcker und Felder sind verseucht, weil alljährlich Unmengen von Chemikalien auf und über landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden. Flüsse, Seen und Brunnen trocknen aus, weil das gesamte Wasser zur Bewässerung verwendet wird. Und weil das alles noch nicht genug ist, verkaufen die Konzerne die so gewonnenen Nahrungsmittel selbstverständlich da, wo sie das meiste Geld verdienen können – in Europa, Nordamerika und Japan! Was die Menschen in den Ländern der Dritten Welt essen, interessiert die Manager der großen Konzerne nicht im geringsten. Shareholder Value ist das einzige was zählt! Menschenleben haben in dieser Art des wirtschaftens keinen Wert!

    Die Politik, völlig abhängig von Wohl und Wehe der Wirtschaft, sieht diese Zusammenhänge nicht, will sie offenbar gar nicht sehen. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sie die Augen vor der Realität verschließt und ernsthaft glaubt, diese Art der industriellen Landwirtschaft sei die einzig richtige Art unsere Nahrungsversorgung in der Zukunft zu sichern. Alternativen werden nicht in Betracht gezogen, geschweige denn mit öffentlichen Forschungsgeldern gefördert. Dafür sorgt die allgegenwärtige Agrarlobby. Forschungsgelder fließen nahezu zur Gänze in Programme der großen Agrar-, Chemie- und Gentech-Konzerne. Druck und Geld, das in der anderen Richtung von den Agrarkonzernen in die Taschen der Politik fliesst, sorgt dafür dass in der Beziehung keine Unklarheiten aufkommen und vor allem kein Sinneswandel. Ansonsten müsste jeder halbwegs klar denkende Mensch merken, dass eine solche Landwirtschaft, die ihre eigenen Grundlagen vernichtet und zudem noch auf Kosten anderer Menschen praktiziert wird, keine Zukunft haben kann!

    Eine Landwirtschaft, die das Land, die Erde, die Gaia zerstört, hat keine Zukunft!

    Ist es wirklich so vermessen zu glauben, dass es eine andere Art der Landwirtschaft gibt? Ist jeder Mensch, der die Ideen eines Masanobu Fukuoka zumindest intensiver Studien und Versuche  für wert erachtet, tatsächlich ein „Esoteriker“ (ich gebrauche das Wort hier mal ganz im Sinne von Spinner, Ökodepp, wie das bei Politikern so üblich ist, wenn man jemanden diskreditieren will) und nicht mehr? Und das nur, weil er der Meinung ist, die Erde sei ein lebendiger Organismus?

    Menschen die in Ländern leben, die von Natur aus als sehr fruchtbar angesehen werden können müssen Hunger leiden, weil beispielsweise der Reis, der auf ihrem Land angebaut wird, ins Ausland exportiert wird, um Gewinne zu erwirtschaften. Das gab es so lange nicht, wie der größte Teil des Landes von Kleinbauern bewirtschaftet wurde, die mit den Erzeugnissen ihres Landes die eigenen Familie ernährten und eventuelle Überschüsse auf den Markt brachten. Natürlich weiss auch ich, dass es zu allen Zeiten und in allen Teilen der Welt, besonders der Dritten Welt Großgrundbesitzer gab, die die Pächter „ihres“ Bodens bis auf´s Blut ausbeuteten. Aber die Tatsache, dass aus den Großgrundbesitzern heute Großkonzerne geworden sind, hat an der Aubeutung nichts geändert. Sie wurde allerdings professionalisiert!

    Die Bauern in Europa, speziell in Deutschland werden von Großkonzernen unter Druck gesetzt, die die vorbehaltlose Unterstützung der Regierung geniessen. Man redet den kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben ein, nur schiere Größe sei die Garantie für ein rationelles und rentables Arbeiten. Maschineneinsatz und die Verwendung von Chemikalien zwingen die Bauern in eine Kostenspirale, der sie nicht mehr entkommen können, wenn sie erst einmal darin gefangen sind. Saatgut, Maschinen, Energie, Chemikalien, alles muss für teures Geld von großen Konzernen gekauft werden! Produkte aus konventioneller landwirtschaftlicher Erzeugung werden aber nur schlecht bezahlt, weil die Verbraucher wissen (oder zumindest ahnen) dass diese von der Qualität her niemals auf dem Niveau ökologisch erzeugter Produkte liegen können.

    Trotzdem scheint von offizieller Seite niemand auf die Idee zu kommen, dass dieser Weg der falsche, vielleicht sogar eine Sackgasse sein könnte. Warum sonst steckt die Regierung jedes Jahr -zig Millionen Euro in die Erforschung „neuer“ industrieller Landwirtschaftstechniken und so gut wie gar nichts in alternative Anbaumethoden? Zumal die Steuergeschenke (ich nenne sie mal einfach so), die den großen Konzernen in den Arsch geschoben werden, damit sie ihre eigenen industriellen Anbaumethoden weiter entwickeln, ohne dass sichtbare Gegenleistungen erbracht werden – aber da bin ich mir nicht ganz sicher, denn ich bin ein böser Mensch, der in Politikern nur opportunistische, selbstsüchtige und egoistische Menschen sieht, die nichts ohne Gegenleistung tun. Jedenfalls nicht für die Wirtschaft. Dort sorgt ihr fürsorgliches Tun dafür, dass sie sich nach ihrer politischen Karriere bequem zur Ruhe setzen können – gegen eine angemessene Aufwandsentschädigung versteht sich. Und damit das alles auch reibungslos klappt, fängt man mit dieser Tätigkeit bereits an, wenn man noch Mandatsträger ist (nur böswillige Menschen wie ich sehen darin allerdings in jedem Fall einen heftigen Interessenkonflikt, aber Politiker selber sind nicht so zimperlich!). Ich frage mich wirklich, wie Menschen so einfältig und uneinsichtig sein können. Mir ist natürlich klar, dass es nicht ganz einfach ist, eigene Fehler einzugestehen, wenn man diese bemerkt. Vor allem wird es problematisch, wenn andere die Fehler bemerken und einen darauf hinweisen. Da schalten die meisten Menschen gern auf stur. Ich auch. Aber ich halte mich für jemanden, der sein Handeln regelmäßig überprüft, seine Entscheidungen reflektiert und dann hin und wieder bereit ist, aus seinen Fehlern zu lernen. Diese Eigenschaft hat sich im Laufe der Evolution bei Politikern wohl ausgemendelt (heisst das so?). Sie sind von Natur aus perfekt, die Entscheidungen grundsätzlich fehlerfrei und die Bürger nur zu dämlich, um die wunderbare politische Arbeit der Politiker zu würdigen oder gar zu verstehen!

    Wie sieht die Landwirtschaft von morgen aus? Ist es die vollautomatisierte industrielle Landwirtschaft, oder die natürliche Landwirtschaft, die sich auf regionale Nutzpflanzenarten stützt? Die Art der Landwirtschaft,  die in Jahrhunderten der Auslese Sorten hervorgebracht hat, die an die unterschiedlichsten geographischen, geologischen und metereologischen Bedingungen angepasst sind? Oder liegt unsere Zukunft in riesigen Monokulturen, in denen Einheitssorten von Hybridpflanzen angebaut werden, unterstützt durch künstliche Bewässerung, unter Einsatz von Gentechnik, Kunstdünger, Chemikalien, Energie und Maschinen? Die Ernährung der Menschheit in den Händen einiger weniger gigantischer Konzerne? Die Politik ist davon überzeugt, dass es so ist, weil die Agrarindustrie dies behauptet. Aber es ist nicht richtig, einigen Konzernen die Kontrolle über die Nahrung und andere wichtige Ressourcen zu überlassen. Selbst wenn deren Manager behaupten, sie hätten das Wohl der Menschheit im Sinn, so ist doch deren vorrangigste Aufgabe die Erzielung von Gewinnen! Daran gibt es nichts zu rütteln. Es wäre vermessen zu glauben, die Konzerne hätte irgendein Interesse daran, Menschen zu helfen, die nicht für die Hilfe bezahlen können. Und 2/3 der Menschheit sind nicht in der Lage die Produkte zu bezahlen, die die Industrie auf ihre Kosten erzeugt! Einen Ausweg aus dieser Misere werden wir nur finden, wenn wir die Macht der Konzerne beschneiden und ihnen Grenzen aufzeigen, die sie nicht übertreten dürfen. Die Erzeugung von Nahrung muss in der Hand vieler kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe verbleiben, deren oberste Priorität der Erhalt der Ressourcen Erde, Wasser, Natur und vor allem des Waldes sein muss.

    Meiner unmaßgeblichen persönlichen Meinung nach, sind die Ideen des Masanobu Fukuoka, den ich für einen sehr bedeutenden Lehrer der Menschen halte, eine hervorragende Basis, auf der wir eine neue Welt aufbauen können. Eine Welt, in der Menschen nicht hungern müssen, weil ihnen die Rindviecher der Reichen das Getreide, den Mais oder die Sojabohnen wegfressen. Landwirtschaft ist gemeinsam und mit der Natur möglich, ohne Chemie, ohne Maschinen und (das will schon gar keiner glauben) ohne viel Arbeit. Beobachten wir die Natur und lernen wir von ihr. Wir müssen sie uns nicht untertan machen, um unsere Nahrung zu erzeugen. Wir müssen sie verstehen und ihre Möglichkeiten nutzen! Wenn das die Politiker nicht begreifen, weil sie es nicht begreifen wollen, werden sie eines Tages vor den Scherben ihrer verfehlten politischen Entscheidungen stehen und sich dafür verantworten müssen! Aber wir können und wollen nicht so lange warten, bis es zu spät ist! Lasst uns vorher was tun und die Welt verändern. Dafür lohnt es sich zu arbeiten.

    Verhindert eine „mächtige Lobby“ den Genmais in Europa?

    Was ich am 23.3.2009 bei Zeit-Online las, lesen musste, liess mich zuerst an meinem, dann am Verstand des Autors Hartmut Wewetzer zweifeln. Unter der Überschrift „Genveränderte Pflanzen – Wir Kolbenfresser“ war zu lesen, eine quasi unheilige Allianz aus Grünen, Greenpeace, BUND, dem Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und sogar der guten alten CSU, die ja sonst nicht einmal Probleme mit Atomkraftwerken, Chemiefabriken und der Auto- und Rüstungsindustrie in ihrem Bayernland sieht, habe dem wunderbaren Genmais von Monsanto den Krieg erklärt  – mit dem ausdrücklichen Ziel, dessen Anbau in Deutschland zu verbieten!

    Genmais ist natürlich, pestizidarm, ertragreich und bekömmlich…

    …so stand in der Subline zu lesen…

    …doch eine mächtige Lobby bekämpft ihn erbittert – warum?

    Was für eine dämliche Frage, sagte ich zu mir und beschloss daraufhin, einen Artikel für mein Blog zu schreiben.

    Einige Abschnitte weiter unten in dem betreffenden Zeit-Artikel, kann man lesen, dass Menschen verhungern müssen, weil sie sich das Essen nicht mehr leisten können, weil Reis und Getreide und Mais zu teuer werden. An anderer Stelle wird erläutert, genverändertes Saatgut sei eben teurer, als konventionelles Saatgut (wie das alles zusammen passt, bleibt das Geheimnis des Autors des genannten Artikels). Und auch auf die wunderbaren Eigenschaften des Genmaises wird verwiesen, der ja praktischerweise sein eigenes Pestizid herstellen kann und so den Einsatz von Pestiziden minimiere. Die Frage ist aber doch, warum wird der Genmais, gegen das Pestizid aus eigenem Hause resistent gemacht, wenn man dessen garnicht bedarf? Dies kann nur einen Grund haben: man will Geld verdienen und verhindern, dass die Pestizide anderer Hersteller genutzt werden. Mal abgesehen davon, dass diese Gifte um keinen Deut besser sind, als die Produkte von Monsanto, darf man getrost ebenfalls fragen, wie man mit dem genveränderten Zeug den Hunger bekämpfen will, wenn doch die Saat teurer ist, als die üblicherweise verwendete? Die Bauern, die dieses Saatgut erwerben und einsetzen, werden mit Knebelverträgen gezwungen, nicht nur Lizenzgebühren zu bezahlen, sie dürfen nicht einmal einen Teil der Ernte für die nächste Aussaat einbehalten und – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – sie müssen sich verpflichten nur die Pestizide von Monsanto zu kaufen und einzusetzen, gegen Schädlinge, die der Mais angeblich selber töten kann. Nun die vielleicht etwas peinliche Frage:“Wie kann man so den Hunger in der Welt bekämpfen?“ Die Erklärung bleibt die Zeit natürlich schuldig. Und auch die Antwort darauf, warum der Genmais „natürlich“, oder ertragreicher und pestizidärmer (weil er resistent gegen die Pestizide von Monsanto ist, kann man ihn nach Lust und Laune spritzen und das wird auch getan) sein soll, als anderer Mais.

    Wenn jetzt noch jemand behauptet, Monsanto bringe seine Produkte unter diesen Bedingungen auf den Markt, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen, dann sinke ich ob soviel Menschlichkeit vor Ehrfurcht auf die Knie, glaube ich auch wieder an den Weihnachtsmann und seinen Sack voller Geschenke. Hunger kann man nur dadurch bekämpfen, dass Nahrung zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar ist und zwar in ausreichender Menge. Hört man die Argumentation der ebenfalls in dem Artikel zitierten Entwicklungsbiologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard nach dem Motto „Wovor haben wir eigentlich Angst“ an und bedenkt, dass die bestenfalls zweifelhaft zu nennenden Geschäftspraktiken des Genkonzerns Monsanto mit keinem einzigen Wort erwähnt werden, darf man sich schon die Frage stellen, wer den Artikel in der Zeit wohl bezahlt haben mag.

    Auch wenn die Befürworter des – euphemistisch – als  „Grüne Gentechnik“ bezeichneten Einsatzes transgener Pflanzen behaupten, den Hunger in der Welt nicht nur bekämpfen zu wollen, sondern dazu auch in der Lage zu sein, bleiben sie den Beweis schuldig. Fakt ist, auch wenn gentechnisch veränderte Pflanzen weltweit auf mittlerweile 125 Millionen Hektar angebaut werden, ist der Hunger nicht weniger geworden. Denn ob man sich Nahrungsmittel kaufen kann oder nicht, ist keine Frage der verfügbaren Menge, sondern des Geldes. Daran kann Gentechnik nichts ändern, denn sie ist teurer als konventionelle Landwirtschaft. Und es gibt für Monsanto und Konsorten keinen einzigen Grund, Nahrungsmittel oder Saatgut zu verschenken, denn es handelt sich um kapitalistische Unternehmen, die darauf ausgerichtet sind, Gewinne zu machen. Die höchsten Gewinne sind aber erst dann drin, wenn man eine Monopolstellung inne hat und da ist Monsanto mit seinem Marktanteil von nahezu 90% schon verdammt nah dran.

    Auffallend ist in dem Artikel der Zeit auch, dass es sich hier offensichtlich um eine komprimierte Aufzählung von Argumenten aus der Propaganda Marketingabteilung eines Genkonzerns zu handeln scheint. Gegenargumente werden nicht erwähnt, sondern lediglich in süffisantem Plauderton als die auswendig gelernten Flyertexte der dümmlichen Greenpeace- oder anderer Umwelt-Aktivisten (und die sind den logischen und wissenschaftlich begründeten Argumenten der Genkonzerne natürlich nicht zugänglich!)  hingestellt. Dass es auch Wissenschaftler gibt, die der Gentechnik äußerst skeptisch gegenüber stehen, wird geflissentlich gleich ganz verschwiegen! Das konnte man nur einem Artikel entnehmen, der bereits vor knapp 3 Wochen in der Zeit-Online erschienen ist und den ich auch unter den weiterführenden Links verlinkt habe (siehe ganz unten!).

    Und jetzt stehe ich da, allein auf weiter Flur, unterstützt nur von ein paar wenigen, vermutlich geistig minderbemittelten Umweltschützern, wie ich selbst auch einer bin und engagiere mich nach wie vor gegen Gentechnik. Gegen den Willen der weisen und allwissendenFrau Nüsslein-Volhard, gegen die die Zeit und erst recht gegen Monsanto (Ich unterstelle Monsanto rein kommerzielle Interessen und nicht den Hauch sozialer Verantwortung. Denn wenn dem so wäre, hätte Monsanto die Opfer seiner PCB-Verseuchung, oder vielleicht auch der Opfer von Agent Orange schon längst entschädigt und würde nicht auf eine biologische Lösung des Problems und der damit zusammenhängenden „Unannehmlichkeiten“ warten!). Wenn ihr Befürworter den Genmais von Monsanto tatsächlich für „natürlich, pestizidarm, ertragreich und bekömmlich“ haltet, solltet Ihr ihn vielleicht für Eure tägliche Ernährung nutzen (aber wahrscheinlich kauft Ihr Eure Nahrungsmittel lieber in einem Öko- oder Naturkostladen und schaut lieber von Ferne zu, wie andere Menschen den Gendreck fressen, den Ihr für gut haltet!). Aber mit welchem Recht wollt ihr die Menschen dazu zwingen, dieses Zeug zu fressen, obwohl sie es nicht wollen?

    Eins habe ich aus diesem Artikel gelernt. Der Kampf beginnt erst jetzt richtig und nur weil einige „Experten“ der Meinung sind, das genveränderte Zeug sei nicht nur nicht schädlich, sondern auch gesund und bekömmlich, heisst das noch lange nicht, dass ich diese Meinung teilen muss. Wir haben zwar in unserem Lande nicht mehr sehr viele Freiheiten, aber die Freiheit, den Genmais und all das genveränderte Zeug drumherum abzulehnen, die nehme ich mir und das lasse ich mir von Euch nicht nehmen!

    Fukuoka Sensei

    Fukuoka Sensei

    Dieser weise japanische Bauer, Masanobu Fukuoka, hat bewiesen, dass es weder gentechnisch veränderter Organismen auf den Äckern und Feldern bedarf, noch chemischer Düngemittel oder gar Pestizide. Seine Ernten waren fast genauso ertragreich, wie die der „konvertionell-wissenschaftlichen“ Landwirtschaft. Er nannte sie Nichts-Tun-Landwirtschaft. Aber daran verdienen die Genkonzerne und die Chemie-Industrie nichts!

    weiterführende Links:

    Stop the Crop!

    Stop the Crop!

    Ein Wunder der Natur – der Regenwurm!

    Gestern fand ich einen Artikel („Respekt vor dem Regenwurm“ Artikel von ddp auf Yahoo-Nachrichten) über ein eigentlich recht einfaches Geschöpf aus dem Garten Gaias – dem Regenwurm, Lumbricidae (Artikel auf Wikipedia)! Ich meine physiologisch einfach, also einfach gebaut. Im Gegensatz dazu ist die Aufgabe, die er in der Natur erfüllt, eine derart wichtige, dass ohne ihn wahrscheinlich bald die Lichter ausgeheh würden (für die Menschheit). Dass, was sie tun, für den Boden, die gesamte Flora und Fauna und nicht zuletzt für die Menschen dar, die einen Großteil ihrer Nahrung auf Äckern anbauen.

    Eine Binsenweisheit behauptet, je mehr Regenwürmer sich im Boden tummeln, desto besser sei die Qualität desselben. Und was soll man dazu sagen? Es stimmt. Regenwürmer sind die reinsten Wunder der Natur. Sie ernähren sich von Pflanzenresten, die sie auf der Erdoberfläche finden und in ihre Wurmlöcher (tolles Wortspiel, nicht wahr) ziehen und fressen. Zurück bleibt bester Humus, der aber eigentlich nichts anderes ist, als die Scheisse der Regenwürmer. Sie sind also ein wichtiges Element im Kreislauf der Natur. Sie erfüllen einen wichtigen Zweck und trotzdem, weil sie so unscheinbar sind, weil man sie und ihre wunderbare, wertvolle Arbeit meist nicht direkt sehen kann, werden sie sträflich unterschätzt und vernachlässigt. Was man nicht sehen kann, kann ja wohl auch nicht nützlich sein, denken viele! Allerdings sehen das nicht viele so. Besonders unsere Landwirte, die nach industriell-chemisch-gentechnisch veränderten Methoden den B0den bewirtschaften, haben oft nicht die Spur einer Ahnung, wem sie die Fruchtbarkeit ihres Bodens in erster Linie eigentlich zu verdanken haben – dem Regenwurm und nicht Monsanto, Bayer oder BASF, die den Kunstdünger liefern! Und sie machen dem kleinen und seinen unzähligen Brüdern das Leben in unserer Erde auch nicht leicht. Oder wie würdet Ihr Euch fühlen, wenn man Euren Leib mit einem Pflug in Stücke schneiden, die Reste dann mit der Egge in der Gegend verteilen und das, was noch übrig ist im Anschluss mit Chemikalien zu traktieren? Genau, Ihr würdet Euch genauso beschissen fühlen, wie es die Regenwürmer tun. Anstatt ihre Arbeit zu würdigen und zu fördern, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und danach zu streben, möglichst viel dieser kostenlosen Düngemaschinen und Bodenlockerungsgeräte auf seinem Land anzusiedeln, wird der Boden mit schweren Bearbeitungs- und Erntemaschinen derart verdichtet, dass kaum noch ein Wurm da drin überleben kann. Und dann braucht man natürlich Unmengen von Dünger!

    Ein Regenwurm in der Erde

    Ein Regenwurm in der Erde

    Die lieben Tierchen können sogar noch mehr. Setzt sie in den Komposthaufen in Eurem Garten und sie versorgen Euch mit kostbarem, nährstoffreichem Humus für Eure Beete, während sie Eure organischen Abfälle vertilgen. Die müsst Ihr dann schon nicht mehr in die Biotonne werfen, wo sie im Sommer anfangen erbärmlich zu stinken udnd unzähligen Fliegenmaden eine traumhafte Heimstatt bieten. Es gibt auch Möglichkeiten, die possierlichen Würmer in einer Kompostkiste (die man auch selber bauen kann) auf dem Balkon oder sogar in der Küche werkeln lassen. Sorgt man für ordentliche Belüftung und ausreichende Feuchtigkeit, geschieht das Wunder des Kompostierens absolut ohne störende Gerüche und Ihr habt immer Dünger und Humus für Eure Topfpflanzen. Über´s Kompostieren findet ihr Informationen auf Wikipedia.

    Für die unter Euch, die nicht gerade zwei linke Hände haben (für die Linkshänder hier die andere Version: Für die unter Euch, die nicht gerade zwei rechte Hände haben…) oder fünf Daumen an jeder Hand, gibt es die Möglichkeit mit sehr wenig Aufwand einen Wurmkomposter für die Wohnung selbst herzustellen. Hier mal ein Video dazu, das ich bei YouTube gefunden habe:

    Ihr seht also, die kleinen fleissigen Kerlchen sind unentbehrlich für eine gesunde Umwelt und gesunden, nährstoffreichen Boden. Und wenn schon nicht in jeder Wohnung oder auf jedem Balkon eine Wurmkiste zum kompostieren von Küchenabfällen steht, sollte doch wenigstens jeder Garten, egal ob groß oder klein, über einen solchen verfügen. Darum sollten wir dem Regenwurm dankbar sein, dass es ihn gibt und Gaia, die den Kerl erfunden hat, natürlich auch. Und wie jedem anderen Lebewesen auch, das seinen Platz in dem riesigen Ökosystem unserer Mutter Erde hat, sollten wir ihm unseren Respekt zollen – außer vielleicht den Moskitos und anderem stechenden und blutsaugenden Gesocks o.O

    Man sieht, unsere Mutter Erde hat für jedes nur denkbare Problem eine perfekte Lösung parat, um das Gleichgewicht in der Natur nicht nur zu halten, sondern auch wieder herzustellen, wenn der Mensch so dumm vermessen war, es zu zerstören!

    Bienenstock Online!

    heute.de meldet am 14.3.2009 („Online in den Bienenstock“), dass unsere Honigbienen, Apis mellifera, endlich einen eigenen Internetauftritt bekommen. Und zwar in Form des Projektes HOBOS, das die Bienenforscher der sogenannten „BEEgroup“ an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg unter der Leitung von Professor Jürgen Tautz ins Leben gerufen haben. Mit Hilfe von Webcams soll man dann ab diesem Sommer Einblick in das brummige Geschehen im Innern eines Bienenstocks erhalten, wobei die Bilder direkt in die Klassenzimmer der Schulen übertragen werden können. Zusätzlich geben ebenfalls im Stock installierte Sensoren Auskunft über die gerade vorherrschenden Umweltbedingungen vor Ort.

    Bienen sind ausgesprochen wichtig für die Landwirtschaft und die Natur überhaupt, da sie zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als fleissige Honigsammler auch noch die Hauptakteure beim Bestäuben der Blüten sind. Ohne Bienen gibt es keine Früchte. Es sei denn, der Bauer hätte die Zeit und die Lust, mit einem Pinselchen in der Hand von Baum zu Baum zu hüpfen und die Bestäubung der Obstblüten eigenhändig vorzunehmen.

    weiterführende Links: