Neues aus dem EU-Saftladen – Umlagebefreiung für Safthersteller!

Tolle Leistung! Die EU gesteht 65 Branchen die Befreiung von der EEG-Umlage zu, darunter Saftherstellern, die nun nicht mehr den Saft mit den nackerten Füssen ihrer MitarbeiterInnen auspressen müssen, sondern dafür jetzt elektrisch betriebene Saftpressen benutzen dürfen! Damit sind sie endlich, endlich, international wettbewerbsfähig! 

Na dann bleibt ja nur noch der dämliche Steuerzahler übrig um den ganze Energiewendescheiß zu bezahlen! Wirklich Klasse! Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich für die Kilowattstunde 5 Euro abdrücken muss, nein darf, und das zum Wohle unserer Industrie. Da geht einem doch so richtig das mitfühlende Herze auf, nicht wahr? 

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Versucht mal Euer Geld zu zählen, während Ihr die Luft anhaltet…

Jahrzehntelang hat man bei RWE jedes Jahr hunderte Millionen und Milliarden von DM, später Euro eingesackt und sie nachhaltig in die Vorstandsgehälter und Managerboni investiert und nun sollen die Zeiten des Überflusses ein für alle mal vorbei sein?

Auf Atomkraft gesetzt und Kohle verstromt, ohne Rücksicht auf die Umwelt und zu Lasten der Gesellschaft, den Ökostromboom verpennt und noch immer keinen Plan, wie man auch weiterhin den Energiemarkt beherrschen kann? Tja, ein fossiler Ideenträger (auch ich mag solche Wortspiele einfach) wie Peter Terium wird nie verstehen und akzeptieren, dass die sinnvollste und ökologischste Art der Energieerzeugung die dezentrale Energieerzeugung ist. Da muss er in Zukunft wohl kleinere Brötchen backen, denn irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Saftladen systemrelevant ist und deswegen von Staats wegen gerettet werden muss. Obwohl, was ist schon sicher in diesem Land? Die Vernunft wohl nicht!

Dennoch finde ich es immer wieder allerliebst, wenn Herr Terium mit feuchten Augen und tränenerstickter Stimme die „Planwirtschaft“ der Bundesregierungen geißelt und zugleich den Untergang des marktliberalen Abendlandes heraufbeschwört. Ein deutliches Zeichen dafür, dass er nicht einmal im Ansatz verstanden hat, um was es geht und nicht einsehen will, dass auch Marktwirtschaft planen muss. Aber das ist natürlich etwas gaaanz anderes als Planwirtschaft?

Nun ja, wir können nun darüber rätseln, wie wir uns zu diesem Gejammer stellen wollen. Sind es tatsächlich die armen, von welcher Planwirtschaft auch immer, in ihren Entfaltungs-, Innovations- und Profitmöglichkeiten geknebelten und brutal eingeschränkten, ausschließlich auf soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit in Gesellschaft und Umwelt fokussierten Kapitalisten, die unter so unglücklichen Umständen ihre Konzerne durch die rauhe See der Zeitläuften steuern müssen? Oder sind es einfach nur Versager, die mit den eigenen, als ultima ratio gepriesenen, kapitalistischen Regeln nicht klar kommen und ganz offensichtlich zu doof sind, sich auf verändernde Märkte und Bedingungen zu reagieren und lieber andere für ihre Dummheit und Unfähigkeit verantwortlich machen? Denn schließlich ist ja der Staat noch ihrer Lesart nicht der bessere Unternehmer. Sie aber schon? Meine Fresse, wenn das stimmt…ich sag nur:“Nieten in Nadelstreifen!“

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Milliardenverlust: RWE meldet schlechtestes Ergebnis der Nachkriegszeit (Artikel auf Spiegel Online vom 4.3.2014)

eBikes, Elektromotorräder und Elektroautos

Nachdem ich eine Weile durch das www gesegelt bin und dies und das gesucht und dabei etwas anderes gefunden habe, möchte ich Euch ein paar Links vorstellen, die mir ins Auge gestochen sind. Da ich ja selbst und immer noch ein überzeugte Fan und Befürworter der Elektromobilität bin, sogar nachdem ich nun selbst mit einem eher mittelmäßigen Elektroauto (Renault Z.E.) von Dienst wegen gequält und gepeinigt werde, suche ich nach elektrisch betriebenen Teilen, die etwas mehr Zukunft versprechen, als einfach nur ein umgebautes Großserienauto, dem man einen lumpigen Bleiakku verpasst hat!

Eigentlich, und das seh wohl nicht nur ich so, müssen elektrisch betriebene Fahrzeuge nach völlig anderen Prinzipien entwickelt und konstruiert werden, als konventionell mit einer Verbrennungsmaschine angetriebene Fahrzeuge. Dabei spielt das Gewicht, sowohl des Fahrzeugs, als auch des Akkusatzes eine tragende Rolle. Bedauerlicherweise zeichnen sich Akkus dadurch aus, dass sie entweder enorm teuer, mit schlechter Speicherkapazität ausgestattet, oder ungeheuer schwer sind! Die Effizienz des Antriebs ist schon relativ gut und besitzt einen Wirkungsgrad, von dem der Konstrukteur eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor nur träumen kann. 

Aber an der transportablen Speichertechnik für den Strom sieht man deutlich, dass der Elektromobilität knapp 100 Jahre Entwicklungszeit fehlen, eine Zeit, in der sämtliche ingenieurtechnischen Fähigkeiten sich darauf konzentrierten, Verbrennungsmotoren immer effizienter, leichter, sparsamer und stärker zu machen und seit etwa 20 Jahren auch noch immer abgasärmer.

Um die CO2-Effizienz eines Elektromotors braucht man sich nur insofern Gedanken machen, als die Herstellung in Kraftwerken umweltfreundlich zu erfolgen hat. In großtechnischem Massstab ist das ohne weiteres praktikabel, geht aber zu Lasten der Energiekonzerne und das wollen die natürlich nicht.

Genauso wenig sind die  Hersteller von Automobilen bereit, großzügig in die Entwicklung effizienter Speichermedien zu investieren, damit die Elektromobilität endlich den Schub bekommt, den die Umwelt so sehr braucht. Aber nach bewehrtem Muster erwarten die Autokonzerne auch in diesem Fall jede Menge staatlicher Entwicklungsgelder für die Grundlagenforschung und die Abfederung oder Vermeidung unternehmerischer Risiken, ist aber nicht bereit, die anschließend zu erwartenden Gewinne mit der Gesellschaft zu teilen, sondern möchte sie ausschließlich ihren Shareholdern zugänglich machen…

Aber es geht auch anders. In kleinerem Massstab, ohne Großserienproduktion, einfach nur mit viel Enthusiasmus. Und es entstehen wunderbare fahrbare Untersätze mit Charakter, innovativem oder Retro-Design und viel Freude am Fahren. Hoffen wir inständig, dass es sich irgendwann in der Großserie niederschlagen wird und die Menschen auch weiterhin individuell mobil sein können…

 

Herstellerlinks

 

GRACE (Michael Hecken baut nahe Berlin tolle eBikes aus hochwertigen Komponenten und je nach Modell schon ab 2.999,- €).

eROCKIT (Stefan Gulas fertigt das absolute Höllengerät für die Straße, das mit atemberaubenden 12 PS und Geschwindigkeiten bis zu 81 km/h das eBike auf eine neue Stufe hebt! Allerdings auch den Preis. Mit deutlich mehr als 12.000,- € ist das eROCKIT wahrlich kein Schnäppchen, das man sich mal eben so leistet. Aber allein das Design erhebt einen weit über das Rentner-Pedelec-Image hinaus! Natürlich darf das eROCKIT keine Fahrradwege benutzen, sondern ausschließlich die Straße, denn es ist als Leichtkraftrad zugelassen und erfordert einen Motorradführerschein).

PG Bikes (abartig schöne eBikes mit Charakter und einem dementsprechenden Preis – das ist sehr schade! Aber es gibt auch echte Customfahrräder)

3Elements (baut das eBike eSpire, ein nicht ganz billiges, aber gut durchgestyltes Elektrobike)

Zero Motocycles (Unternehmen aus Santa Cruz in Kalifornien/USA, das Elektromotorräder herstellt und auch in Europa vertreibt. Die Modelle reichen vom Sportbike bis zur Motocross-Maschine, die Preise bewegen sich zwischen 9.495,- € für die Zero MX Electric Motorcycle Motocross-Maschine, bis 13.995,- € für die Zero DS Dual Sport – und das sind nur die Grundpreise, versteht sich. Aber wer schön sein will, und elektrisch und umweltfreundlich, der muss wohl einfach leiden…)

Brammo (Hersteller von elektrischen Motorrädern aus Oregon/USA mit Vertriebspartnern in Europa und Deutschland. Preise gibt es auf Anfrage, offenbar redet man nich so gern darüber? Naja, die Elektroteile sehen jedenfalls sehr gut aus)

Segway (eine besondere Gattung elektrischer Fahrzeuge stellt der Segway dar, ein Gerät, bei dem man aufrecht steht, während man fährt und mit dem Körper lenkt, indem man das Gewicht verlagert. Die Reichweite ist sehr begrenzt, so dass man die Segways am Besten in der Stadt, oder in städtischer Umgebung einsetzen sollte. Bei einem Preis von deutlich mehr als 7.500,- € können einem allerdings die Sinne schwinden, wenn man die Größe dieses Geräts und seine Reichweite bedenkt. Für eine umweltfreundliche Massenmobilisierung von Stadtbewohnern ist der Segway damit allerdings untauglich…)

Tesla Motors (der, in meinen Augen, ultimative Elektrofahrzeughersteller. Tesla Roadster, Tesla X und Tesla S – so geht Elektromobilität, man muss sie sich nur leisten können).

Renault Z.E. (der französische Automobilhersteller hat ein paar elektrishe Eisen im Feuer, z. B. Den Kangoo Z.E., den Fluence Z.E., den ZOE und, besonders schnuggelisch, der Twizzy, von dem man nicht so recht weiss, für was er gut sein könnte. Ist er ein Motorrad mit vier Rädern? Eine rasende Einkaufstasche ohne Kofferraum? Was auch immer, er sieht aus, als mache er viel Spass).

Elmoto (Elektrokleinkraftrad mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h zum Preis von 3.699,- € in der EnBW-Edition. Ob das jetzt besonders günstig ist, kann ich Euch nicht sagen, da mir die Vergleichsmöglichkeiten fehlen, aber ich halte es für fragwürdig genug für einen Energiekonzern Werbung zu fahren, der sein Geld u. a. mit dem Betreiben von Atommeilern verdient!)

KTM (Freeride E, ein echtes Offroad-Motorrad mit Elektroantrieb)

Brutus Electric Motorcycle (Die Brutus 2.0 ist mal ein echtes Motorrad, für echte Biker, davon kriegt man Haare auf der Brust und dieses verdammt geile Drücken im Gesicht – brutales Design! Wäre was für mich. Die Reichweite soll irgendwo bei 60 km liegen, die Endgeschwindigkeit so um die 160 km/h. Ist also wohl eher etwas für Naschkatzen, die sich den Mund wässrig machen wollen und dann, wenn´s so richtig Spaß zu machen beginnt, ist der Akku leer! Scheiße!)

Zümaround (Hybrid Kick Scooter, oder wie man bei uns sagen würde ein Tretroller für Erwachsene, den man auch mit elektrischer Unterstützung haben kann…allerdings derzeit nur in den Staaten zu haben)

Urban Arrow (holländisches Unternehmen, dass Cargobikes baut, die man individuell nach seinen Wünschen und Bedürfnissen konfigurieren kann. Elektrische Unterstützung macht das Radeln mit Lasten etwas weniger anstrengend und dürfte dafür sorgen, dass man die Fitness mit Spass verbinden kann)

Marrs Electric Cycle Co. (als ich zum ersten Mal ein Bild dieses geilen Monsters sah, war ich regelrecht sprachlos – und das passiert mir nicht sehr oft! Exquisites, puristisches Design, Retro at its best und die Preise beginnen bei „moderaten“ 7.500,- $. Diese Teile sind einfach schön. Ob sie auch praktisch sind, kann sich jeder selber überlegen, aber für die Fahrt von zu Hause ins Büro irgendwo in der Stadt, sollte es allemal reichen. Vorausgesetzt, man hat einen gut gesicherten Platz, damit man am Abend auch wieder nach Hause tuckern kann. Mit aufgeladenem Akku und diesem fetten Bike! Natürlich kommt es aus Southern California/USA)

Juicer emotorbikes (noch ein wunderschönes handgefertigtes eBike aus den Staaten, dessen Retro-Design sich an den Anfängen des Motorradbaus orientiert und seinen elektrischen Antrieb in der markanten V-Form eines Harley-Davidson-Triebwerkes stolz zur Schau trägt!

125 Jahre Automobil – ein Grund zum feiern?

Die Entwicklung des Automobils

Am 29. Januar 1886 meldete Carl Benz ein Patent an, dass sich auf einen benzinmotorgetriebenen dreirädrigen Wagen bezog. Für gewöhnlich nimmt man daher dieses Datum als Startpunkt der automobilen Entwicklung in der Welt, obwohl nahezu zeitgleich nicht nur in Deutschland, das damals noch Deutsches Reich hieß, sondern auch in anderen Teilen der Welt, findige Menschen auf die Idee kamen, ihre Kutsche durch einen Benzin-, Gasmotor oder eine Dampfmaschine antreiben zu lassen.

Benz Motorwagen von 1888
Wirklich fortschrittliche Erfinder experimentierten bereits in den Anfangsjahren des Automobilbaus mit dem Elektroantrieb. Aber sie wurden von der Entwicklung der benzingetriebenen Kutschen überholt und schließlich abgehängt. Die entsprechende Technik war einfach noch nicht konkurrenzfähig. Bis heute hat sich an diesem Zustand wenig bis garnichts geändert, was einen nach 125 Jahren Entwicklungsgeschichte schon ein wenig nachdenklich werden lässt!

La Jamais contente, ein Elektrowagen, und
der Konstrukteur Camille Jenatzki 1899

Wollte man nicht oder konnte man nicht? Darüber kann man trefflich streiten, oder sich darauf verständigen, dass es einfach keinen Anreiz gab, leistungsfähige Elektroantriebe und Akkumulatoren mit der entsprechenden Speicherkapazität zu entwickeln. Ich behaupte einfach (und da bin ich mir der drohenden Angriffe der Verfechter des „Freien Marktes“ durchaus bewusst), unter den Bedingungen des Marktes kommt es nicht zur Entwicklung ökologisch verträglicher und umweltfreundlicher Antriebe, solange es billige fossile Energieträger gibt!
Das ist heute auch nicht anders. Investitionen in zukunftstaugliche und umweltfreundliche Antriebstechnologien werden nicht als Investitionen in die Zukunft betrachtet, sondern als Belastung, welche das ShareholderValue schmälert und darum investiert man nur das in die Entwicklung, was der Staat den Konzernen in den Arsch zu schieben bereit ist. Das Ganze wird dann (man weiß ja, was man seiner PR und dem Greenwashing schuldig ist) mit ein paar Euros aus der Firmenkassen aufgepeppt (was sich freilich steuersenkend auf die Unternehmensgewinne auswirkt), damit man wenigstens den Anschein von eigenem Interesse erweckt.
Nun, nach Jahrzehnten vom Staat mit Entwicklungsgeldern gesponsorter Entwicklung „umweltfreundlicher und alternativer“ Antriebstechnologien, ist man immer noch nicht viel weiter, als vor 125 Jahren (die Verbrennung fosslier Energieträger kann man daher offenbar mit dem Unwort des Jahres 2010 als alternativlos bezeichnen, jedenfalls aus Sicht der Automobilkonzerne).

BMW Hydrogen 7 aus dem Jahre 2007
Die Entwicklung des Wasserstoffantrieb, den BMW zunächst favorisierte, wurde mittlerweile eingestellt, nur damit sie von Daimler-Benz wieder aufgenommen werden konnte. Auf dem Markt der Elektroantriebe präferiert man nun den Hybridantrieb, der nicht auf den Verbrennungsmotor verzichtet, aber den Wagen durch die zusätzliche Technik so schwer macht, dass die Verbrauchsvorteile nahezu wieder aufgehoben werden! Besonders die großen SUV´s aus dem Premiumsegmant sollen mit dieser Technik ihren Ruf als spritfressende Straßendinosaurier, oder als Blech gewordener automobiler Hirnriss, verlieren!

Es zeigt sich, das die Automobilindustrie ohne scharfe gesetzliche Abgasvorschriften nicht bereit ist Akzente zu setzen, freier Markt hin, freier Markt her! Kein Wunder, dass die Konzerne dabei mit der ganzen Macht ihrer Lobbyisten vorgehen und das mit Erfolg. Alles, wozu die Konzerne bewegt werden konnten, sind wachsweiche, „freiwillige Selbstverpflichtungen“, die nicht bindend sind! Und die Regierungen nahmen es taten- und hilflos hin.

Die automobile Infrastruktur
In den Anfangsjahren des Automobilbaus nutzten Autos und Fuhrwerke diejenigen Feldwege gemeinsam, die bereits seit Jahrhunderten oder sogar Jahrtausenden die Handelsrouten der menschen markierten und Städte und Staaten miteinander verbanden.

Kgl.-sächsische Postkutsche

Das Reisen auf diesen Wegen war sicher kein Vergnügen, Wind und Wetter waren noch lange Jahre die Hauptfeinde der Reisenden und außerdem waren die Autos auf Grund ihres enorm hohen Preises nur einem realtiv kleinen, wohlhabenden Kreis von Menschen vorbehalten. Die Masse nutzte für ihre seltenen Reisen die zur Zeit der ersten Autos bereits flächendeckend ausgebauten Verkehrsnetze der Eisenbahnen.
Aber mit den Jahren stieg die Zahl der Automobile und damit die Nachfrage nach Treibstoff, Ölen und Schmiermitteln, sowie Möglichkeiten die anfällige Technik allüberall reparieren zu können. Es entstanden Werkstätten und Tankstellen. Rund um das Automobil begann sich ein ganzer Industriezweig zu entwickeln und bereits nach kurzer Zeit wollte sich der verwöhnte Autler (so hießen die Autofahrer damals auf „Teutsch“) nicht mehr damit zufrieden geben, nur auf den alten Reiserouten hinter den Fuhrwerken her zu tuckern, nein, man verlangte nach Autostraßen, denn man wollte Gas geben und Spass haben!
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Aber anstatt Spass zu haben, steht man heute im Stau, weil der Strassenbau mit der Verkehrsentwicklung nicht Schritt hält und man gleichzeitig den weiteren Ausbau des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs sowie des Güterverkehrs systematisch zu Gunsten des Strassenverkehr vernachlässigt hat!
Millionen Tonnen Treibstoffe werden durch den Verkehr in die Luft geblasen! Die Feinstaubbelastung (nicht nur aus Industriebetrieben) hat enorm zugenommen und verpestet die Luft in unseren Städten! Autobahnen und Bundesstraßen ziehen hunderte Meter breite Schneisen durch nahezu alle Länder unseres Planeten, sind dabei für Wildtiere kaum zu überqueren und daher eine Todesfalle für die gesamte Natur! Die Abgase des Verkehrs lassen unsere Wälder sterben, der Lärm macht uns alle krank, weil wir dem Verkehrsgetöse an kaum einem Ort entkommen können. Nachts zerschneiden die Xenon-Lichtkegel der Autoscheinwerfer die Dunkelheit, lassen Tiere erstarren und den Autos zum Opfer fallen! Menschen sterben in und durch Autos, verbluten auf Strassen und sterben mit zerschmetterten Knochen und inneren Verletzungen nach Unfällen!

Aber das Auto wurde nicht nur zum bevorzugten Verkehrsmittel für die kleine oder große Reise. Die Entwicklung des Automobils sorgte auch dafür, dass die Armeen von der neuen Erfindung profitieren wollten. Schnell erkannte man das Potenzial des Autos, wenn man es panzerte und ihm Ketten gab – die ersten Panzer entstanden und ich glaube behaupten zu können, ohne den Panzer als eine der Hauptsäulen bewaffneter Auseinandersetzungen, wären die Blitzkriege der Nazis, mit denen sie fast ganz Europa unter ihre Knute zwangen, nicht möglich gewesen!

Panzer IV der Nazi-Wehrmacht 1940
Es gibt kein Entkommen vor dem Auto und dem Straßenverkehr. Aber ist das ein Grund zum feiern?

Die Folgen des Autowahns

Energiekonzerne holzen den Regenwald ab um „Bio“sprit aus riesigen Plantagen in Monokultur zu gewinnen. Mais und Weizen wandert in Anlagen, die daraus ebenfalls „Bio“sprit erzeugen, anstatt als Brot oder Tortillas die hungernde Menschheit zu ernähren! Und die Ökobilanz ist fast genauso beschissen wie die des Benzins oder Diesels aus Erdöl! Was also soll das bringen? Wie immer geht es um Profit, um schnellen Profit! Dabei gibt es keinen Grund, 125 Jahre Automobil zu feiern! Aber sagt das mal den Automobil- und Energiekonzernen, sagt es denen, die vom Automobil leben, vor allem sagt es denen die sich in ihren oversized SUV setzen, um sonntags die Brötchen von der nächsten Ökobäckerei zu holen! Sie werden euch genauso verständnislos anschauen wie ihre Autos…
Es scheint unmöglich, aus diesem Dilemma aus Umweltzerstörung, Umweltverschmutzung, Armut, Ausbeutung, Gewalt, Krieg und Hunger zu entkommen, die das Auto und seine Entwicklung mit sich brachte. In einer globalisierten Welt können wir nicht auskommen ohne eine Verkehrsinfrastruktur und Transportmitteln, mit denen wir Waren von einem Ort zum andern bringen können.
Es wäre absolut illusorisch, sich aus dieser weltweiten Vernetzung zurück ziehen zu wollen. Aber wir können ihre ebenso weltweiten Folgen nicht länger ignorieren. Aber genau das tut die Politik entgegen anderslautender Behauptungen. Nachhaltigkeit in der Verkehrspolitik sind ist nicht mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis, dass da endet, wo die Lobbyisten ihre Geldkoffer öffnen!
Wir können etwas dagegen tun, wenn wir uns Selbstbeschränkung auferlegen, indem wir Fahrräder benutzen, oder sogar unsere eigenen Beine, sofern sie unser Gewicht noch zu tragen im Stande sind. Es steht uns offen, regionale Produkte zu kaufen und so für uns persönlich der Globalisierung unser NEIN entgegen zu schreien! Wir brauchen keine Äpfel aus Chile und Weintrauben aus Südafrika, zu jeder Tages- und Nachtzeit und egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Genauso wie wir kein Fleisch von Tieren brauchen, die durch den halben Kontinent gekarrt wurden, um sie zu schlachten und anschließend mit dem LKW wieder zurück zu bringen. Wir brauchen auch keine Rosen aus Kenia oder Kolumbien, von Arbeiterinnen in einem Nebel aus Insektengift geerntet und mit Flugzeug und LKW heran gekarrt, um sie dann bei ALDI oder LIDL für 1,99 € je Bund zu kaufen und nach uwei Tagen in der Vase auf den Kompost zu schmeißen.
Wenn wir aber glauben, das Auto stehen lassen zu können, nur um dann mit dem Pauschalflieger für 19,90 € nach Malle zum Sangria saufen fliegen zu müssen, sind wir so dämlich, dass uns eigentlich der Blitz beim Scheißen erschlagen müsste, wenn es auch nur eine Spur Gerechtigkeit im Universum gäbe! Aber vielleicht geschehen ja wirklich noch Zeichen und Wunder, ich jedenfalls will nicht aufhören, daran zu glauben!!!

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Die Büchse der Pandora!

Wer sich schon einmal, vielleicht auch nur zwangsweise in der Schule, mit griechischer Mythologie beschäftigten musste, hat schon von ihr gehört – der Büchse der Pandora! Für alle, die dieses Teil nicht kennen, oder denen die griechische Mythologie sonstwo vorbei geht, hab ich den Wikipedia-Link eingefügt, damit sie sich mal kurz informieren können. Aber was soll das Ganze, werdet Ihr Euch fragen und ich will Euch natürlich nicht allzu lange auf die Antwort warten lassen.

Seit kurzem warnt das Umweltbundesamt vor Produkten, die Nano-Partikel enthalten, weil man offensichtlich völlig unerwarteterweise gemerkt hat, dass diese Nano-Partikel in der Lage sind, die natürlichen Barrieren im Körper zu überwinden, z. B. die Blut-Hirn-Schranke! Und weil man nicht weiss, was diese winzig kleinen Partikel im Körper, aber auch in der Umwelt anrichten, warnt man nun die Verbraucher vor deren Nutzung.  Fakt ist, etwa 800 Unternehmen in Deutschland verarbeiten bereits Nano-Partikel und in etwa 600 Produkten, beispielsweise Nahrungsmittel, Kosmetika, aber auch in Kleidungsstücken, sind Nano-Partikel enthalten. Das Problem jedoch ist – es gibt keinerlei Kennzeichnungspflicht für Nano-Zusätze in Produkten jedweder Art! Keine Sau hat sich bisher dafür interessiert. Warnende Stimmen werden noch stets als Panikmache herabgewürdigt, Kritiker als fortschrittsfeindlich diffamiert! Die Industrie nimmt für sich das Recht in Anspruch alles aus zu probieren, wenn es nur dem Profit dient. Von Technikfolgenabschätzung vor der Nutzung neuer Technologien und ihren Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt, keine Spur. Was man nicht weiss (oder nicht wissen will!), macht einen nicht heiss, wie es scheint!

So steht der Verbraucher nun vor dem Dilemma, wie er sich vor etwas schützen soll, wenn es keine Kennzeichnungspflicht gibt, er also beim besten Willen nicht feststellen kann, was in den von ihm erworbenen Produkten eigentlich enthalten ist? Man ist ja von Staats wegen noch nicht mal in der Lage die Ampelkennzeichnung für Lebensmittel durchzusetzen! Es bleibt ein schlechter Nachgeschmack bei der ganzen Geschichte. Die meisten Menschen haben bei neuer Technologie, die so verantwortungslos eingesetzt und verbreitet wird, ein sehr flaues Gefühl in der Magengrube. Ob Atomkraft, die der Mensch niemals sicher wird beherrschen können, Gentechnik, die die Konzerne für harmlos und segenbringend (jedenfalls für ihre Kassen) halten, oder eben die Nanotechnologie, kaum einer weiss bei der Einführung, welche Folgen dies haben wird. Trotzdem werden sie eingeführt nach dem Motto…

…solang es nicht verboten ist, ist es erlaubt und wenn wir nicht über die Folgen nachdenken, brauchen wir die Verantwortung für unser Handeln nicht zu tragen!

Der Staat ist gefragt, solche Experimente am Kunden  (quasi Menschenversuche am lebenden Objekt) von vorne herein zu unterbinden, indem die Einführung neuer Technologien erst dann erlaubt wird, wenn klar ist, welche Folgen die Nutzung für Mensch, Tier und Umwelt haben können! Und wenn diese Folgen auch beherrschbar sind! Aber der Staat hat wichtigeres zu tun, als sich um die Sicherheit und den Schutz seiner Bürger zu kümmern. Seine vordringlichste Aufgabe scheint es zu sein, den Konzernen bei ihrem Treiben nicht im Wege zu stehen und ihnen in voraus eilendem Gehorsam alle möglichen Probleme und lästige Einwände kleinkarierter Verbraucher vom Halse zu schaffen. Aber so  ist das nun mal! Die Büchse der Pandora ist geöffnet worden. Schließen kann man sie nicht mehr, also wird – ausser dem Aufruf des Umweltbundesamtes – vermutlich nicht viel mehr passieren. Wer sich mit Sonnencreme einreibt, die Nano-Partikel enthält, braucht sich hinterher nicht beklagen, wenn er an Krebs erkrankt, oder was auch immer. Schließlich hätte man ja darauf achten können, was in der Sonnencreme enthalten ist. Wie? Keine Ahnung, aber wen interessiert das schon?

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Die Interessen der Genkonzerne!

Fakt ist in Europa, dass die Mehrheit der Menschen (sowohl Verbraucher, als auch Landwirte) keine Gentechnik wünscht, weder als Nutzpflanzen auf dem Acker, noch in Form von Genfrass auf dem Teller.

Mal abgesehen davon, dass dies trotzdem hin und wieder der Fall ist und man durchaus das Zeug konsumiert, obwohl man es nicht will, weil man es auf Grund der unklaren Gesetzeslage zur Kennzeichnungspflicht garnicht oder nur sehr schlecht von gentechnikfreien Nahrungsmitteln unterscheiden kann, scheint es überhaupt jemanden zu interessieren, was der Verbraucher (also der Kunde und damit angeblich der König!) will und was nicht! Die Industrie, die ihren Reibach mit dem Verkauf der gentechnisch veränderten Saat machen und ebenso mit den sogenannten „Pflanzenschutzmitteln“, die in Wahrheit ja nichts anderes sind als gefährliche Giftstoffe, nimmt für sich das Recht in Anspruch, Gewinne einzufahren, auf Teufel komm raus. Ob der Landwirt oder der Verbraucher das wollen, interessiert sie nicht die genveränderte Bohne.

Für meine Begriffe ist noch nicht einmal relevant, ob gentechnisch veränderte Pflanzen und die daraus erzeugte Nahrung nun schädlich für die Organismen oder die Natur und die Artenvielfalt sind. Massgeblich kann doch nur der Wunsch der Menschen sein, ob sie das Zeug fressen wollen oder lieber nicht. Niemand hat das Recht, jemanden zum Konsum solcher Nahrungsmittel zu zwingen, allein aus dem Grund heraus, weil die Herkunft gezielt verschleiert und die Menschen in Unwissenheit gehalten und desinformiert werden. Jeder muss das Recht haben, die Entscheidung bewusst zu treffen, ob er gentechnisch veränderte Nahrung zu sich nehmen will oder nicht.

Klar, dass die Genkonzerne das anders sehn. Die wollen Umsätze machen und darum wollen sie die Menschen bewusst im Unklaren lassen. Steigt dann der Absatz gentechnisch veränderter Nahrungsmittel, wird dies als Zustimmung und steigende Akzeptanz gewertet und dementsprechend ausgeschlachtet. Aber auch die Wissenschaftler stossen in das selbe Horn. So wie dieser Herr hier (Interview mit dem Phytomediziner und Pflanzenbiologen Andreas Schier in „Forscher zu Gentechnik – Es gibt keine neuen Erkenntnisse, die ein Verbot rechtfertigen“; Artikel vom 2.3.2009 auf Spiegel Online), der absolut kein Verständnis für die Bedenken der Menschen aufbringen kann und empört darüber ist, dass Gentechnikgegner Felder von den gentechnisch veränderten Monsterpflanzen „befreien“. Dies sei…

…keine Notwehr (wie Gentechnikgegner behaupten), sondern Willkür!

Man kann es aber auch durchaus anders herum sehen, nicht wahr? Monsanto, aber auch andere Genkonzerne, sind für ihre Willkür und die eigenwillige Auslegung von rechtlichen Vorschriften und Gesetzen, bekannt! Man denke hier beispielsweise an den Umgang von Monsanto mit PCB, dessen Schädlichkeit zwar schon längst bekannt war, aber für diesen Monsterkonzern kein Grund war, die Produktion einzustellen, oder gar Schutzmaßnahmen für die Menschen zu ergreifen. Und weiter fabuliert Schier…

Die Angst vor dem Unbekannten ist ein bekanntes und auch nachvollziehbares Phänomen, vor allem, wenn diese Angst noch geschürt wird. Neutrale und sachliche Aufklärungsarbeit tut Not, das zeigt schon die Tatsache, dass immer noch fast 40 Prozent der Deutschen meinen, nur gentechnisch veränderte Tomaten hätten Gene.

Oder…

…es gab und gibt keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ein solches Verbot (des Genmais MON810) rechtfertigen würden. Die weltweiten Anbauzahlen gentechnisch veränderter Pflanzen steigen beständig. Die Technik hat sich längst bewährt. Angesichts der großen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverknappung und Bevölkerungswachstum wird sie sich weiter durchsetzen.

Will wohl auf Deutsch heissen: Gegner der Gentechnik sind einfach zu doof, um die überragenden Vorteile dieser „Zukunftstechnologie“ zu erkennen. Manche wissen noch nicht einmal, dass auch gentechnisch nicht veränderte Tomaten aus Genen bestehen. Warum das allerdings ein Argument dafür sein soll, dass man an den Genen nach belieben herumfummeln können soll, erschliesst sich mir in diesem Zusammenhang leider nicht. Wer hätte gedacht, dass Kinder in Afrika oder den USA mit offenem Rücken (Spina bifida, Artikel auf Wikipedia) geboren werden, nur weil deren Eltern keinen Genmais gegessen haben (so jedenfalls Andreas Schier)?

Aber vermutlich bin ich dazu ebenfalls zu dämlich. Macht aber nix, macht garnix.!Ich will keinen Genmais und auch keine andere genveränderte Pflanze. Nicht als Tierfutter und schon garnicht als Nahrung für Menschen.

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Wächst uns die Asse über den Kopf?

Nun haben sie es endlich geschafft, die Damen und Herren von der Atomlobby. Die Bundesregierung hat sich nun als gütiger und vor allem großzügiger Gönner geoutet und dem Steuerzahler mit der der Übernahme der Asse in die Obhut des Bundes auch gleich die horrenden Kosten der Sanierung und Schließung 2020 aufgebürdet (Das schreibt die netzeitung am 31.1.2009 unter „Bund übernimmt Schließungskosten – Atom“Sauhaufen“ Asse bleibt bis 2020 offen“! Na also, es läuft doch alles wieder so, wie man es gewohnt ist hierzulande!

Also bei mir kömmet da richtig Freude auf, wenn ich so sehe, wie sich die Regierung – me nothing you nothing – von der Atomindustrie über den Tisch ziehen lässt und dann noch damit hausieren geht, als handele es sich um einen gigantischen Erfolg im Namen des Umweltschutzes! Von Verursacherprinzip keine Spur mehr – die Atomindustrie steckt Milliardengewinne ein, preist sich selbst als Retter des Klimas und einer sauberen Umwelt und läßt den Staat und die Bürger für die Entsorgung ihrer hochgiftigen Hinterlassenschaften sorgen und zahlen!

Bin ich, sind die paar Atomkraftgegener die sich gegen den Wahnsinn aktiv engagieren eigentlich wirklich die einzigen, die das sehen? Lügen sich die restlichen Menschen in unserem Land, einschließlich der Regierung und Teilen der Opposition wirklich vor lauter Dummheit (oder ist es Verzweiflung?) selber in die eigene Tasche, um sich nicht der Realität stellen zu müssen?

Wie kann man ernsthaft glauben, man könnte ein sicheres Verfahren für die Entsorgung des hochradioaktiven Restmülls aus den Atommeilern finden, indem man ihn irgendwo in der Erde verbuddelt- sicher für die nächsten zehntausenden von Jahren? Genau das hat man behauptet, als die Asse für den Atommüll geöffnet wurde, obwohl schon damals die behauptete Sicherheit der Anlage nicht wissenschaftlich zu belegen war! Heute steht man vor den Trümmern des Salzstockes und ist froh, wenn er in den nächsten 6 Jahren noch nicht in sich zusammen fällt, damit man ihn wenigsten halbwegs regulär schließen kann und nicht fluchtartig verlassen muss! Kann es sein, dass unter solchen Umständen der Dreck da drinne – es handelt sich sicherlich zu 90% um Müll aus Atomkraftwerken, für dessen sichere Entsorgung  eigentlich die Atomindustrie zahlen und haften müsste – über einen jahrzehntausende dauernden Abklingprozeß „sicher“ ist? Sind unsere Nachkommen vor dieser Scheiße und der Verantwortungslosigkeit der Atomindustrie und der deutschen Regierung sicher? Wenn ja, für wie lange?

Mit der Änderung der Zuständigkeiten („Bundestag schafft Voraussetzung für Asse-Stilllegung“ auf tagesschau.de am 31.1.2009) ändern sich – flugs – die Verantwortlichkeiten und diejenigen, die man zur Kasse bitten wird, aber keineswegs die Gefahr die von dieser Art der „Endlagerung“ ausgeht. Wenn irgendwann in den nächsten 10 oder 20 Jahren die Radioaktivität durch Wassereinbruch in die verseuchten Stollen in die Umwelt gelangt, dann sperren wir vermutlich einfach ein paar hundert oder tausend Quadratkilometer unserer Heimat ab und ziehen einfach um – Deutschland ist ja so schön groß?

Oder vielleicht sollten wir der Radioaktivität sagen, dass sie in der Asse II sicher eingeschlossen und endgelagert ist und sich gefälligst an die Spielregeln zu halten hat!

Automobiler Hirnriss – oder Vernunft?

Ja, ich weiss, ich bin mir selbst untreu geworden. Aber ich kann das erklären, echt! Im April letzten Jahres hatte ich eine Art Rubrik gestartet, in der ich jeden Monat ein Automobil vorstellen wollte, dass den ökologischen Bedürfnissen  von Gaia so diametral gegenüber steht, dass die Herstellung und der Vertrieb eigentlich verboten gehörte. Dann jedoch, packten mich andere Themen, die ich für genauso oder noch wichtiger gehalten habe und fesselten meine Aufmerksamkeit, so dass ich die Geschichte einfach vergessen habe!

Und nun? Nun ist sie mir wieder eingefallen, nach dem Motto: „…da war doch was gewesen…“ Stoff ist auch reichlich zu finden und los geht´s. Der deutsche Premiumhersteller Porsche, bekannt für seine „nachhaltig produzierten und den höchsten ökologischen Ansprüchen genügenden Automodelle“ (vorsicht, Sarkasmus!), bekannt geworden durch z. B. den Cayenne, den 911er, den Carrera und was weiss ich noch für Wagen, die so überflüssig wie der sprichwörtliche Kropf sind, bringt vermutlich noch in diesem Jahr den brandneuen Panamera auf den Markt. Ein Auto von der Form eines 911er, nur noch ein wenig verquollener und wahrscheinlich stärker motorisiert, soll den Sportwagefahrer mit Familie begeistern, oder so ähnlich. schaut Euch das Video an und urteilt selbst, ob es sich hierbei um ein zeitgemäßes Fahrzeug handelt. Wenn Ihr das genau so seht, solltet Ihr schleunigst Euren Altwagen in die Schrottpresse lupfen und mit den 2.500,- € Umweltprämie zum Porsche-Dealer rennen. Am Besten, bevor die ganzen bescheuerten Kleinwagenfahrer das Budget für die Verschrottung aufgebraucht haben, nur damit sie sich so einen beknackten Dacia Sandero für 5.000,- € auf Raten kaufen können!

Macht so ein Geschoß Sinn in einer Zeit, in der die Ölvorräte zur Neige gehen? Wohl kaum. Was für eine sinnlose Verschwendung kostbarer Ressourcen, sowohl was den Bau, als auch was den Betrieb betrifft. Was könnten die Ingenieure von Porsche leisten, wenn man die mal an ein solches Projekt ran ließe? Einstweilen muss man ja fast froh sein, dass der Cayenne jetzt auch mit einem Dieselmotor zu haben sein wird. Ein Ökoauto wird er dadurch aber noch lange nicht!

Aber es gibt auch Lichtblicke, so wie den Aptera, ein zukunftsweisendes elektrisch angetriebenes Fahrzeug, dass auch die Unterstützung von Google findet (und die investieren nicht in Schrott!).

Aptera, ein Einzelfall? Mitnichten, es gibt noch andere, die den Trend hin zu vernünftigen Autos erkannt haben und ihm nachgehen. Die teilweise schon seit Jahren ihre kreativen Fähigkeiten in solche Projekte einbringen und die automobile Zukunft entscheidend beeinflussen wollen.

Da wäre der Loremo zu nennen, ein Leichtfahrzeug (darauf deutet der Name hin. Loremo = Low Resistance Mobile). Ein Projekt, dass seit ca. 2 Jahren viel Aufmerksam keit mit seinen Prototypen erregt, aber hin und wieder dezent durch eine etwas durchwachsene Kommunikationspolitik mit Interessenten und Fans auffällt. Aber die Homepage ist gut gemacht. Ihr solltet sie Euch mal anschauen und könnt auch euren Senf per Kommentar dazugeben!

Sieht doch toll aus, das Teil und vernünftig ist es obendrein! Das Auto soll es mit Elektroantrieb und Verbrennungsmaschine geben, wobei letztere einen Verbrauch von weit unter 2,0 Litern/100 km realisieren soll. Nicht schlecht für den Anfang!

Und hier gibt es noch ein rassiges elektrisch angetriebenes Auto aus der Schweiz. In den 70er und 80er Jahren bekannt als Heimat der gigantischen Monteverdi-Limousinen. Auch hier hielt die Vernunft Einzug und die erkenntnis, dass es auch anders geht!

Schick, oder nicht? Das Gerät nennt sich Mindset (auch hier könnt Ihr Euer Feedback geben, wie Euch dieser Wagen gefällt!) und soll mit elektrischem und Hybridantrieb auf den Markt kommen. Tja, Leute, so sieht die Zukunft aus!

Was wäre gewesen, wenn die Bundesregierung ihr Konjunkturpaket so geschnürt hätte, dass auch solche innovative Unternehmen wie Loremo davon profitierten? Ausgeschlossen? Ja, das glaub ich auch, denn die Jungs und Mädels von Loremo haben sicher keinen Lobbyisten vom Schlage eines Herrn Wissmann, der dafür Sorge trägt, dass die regierung den deutschen Premiumherstellern das Geld hinterher wirft und um Gottes Willen nicht irgendwelchen vernünftigen Projekten. Hätte die Automobilindustrie, insbesondere die deutsche, sich auf die zu erwartenden Veränderungen eingestellt und zukunftsorientierte Fahrzeuge konzipiert, wer weiss, wahrscheinlich bräuchten sie sich heute nicht so viele Sorgen zu machen.

weiterführende Links:

  • ErockIT (echt absolut scharfes Teil, sieht bärenstark aus und lässt richtiges Easyrider-Feeling aufkommen, wenn man´s nur anschaut!).

  • Segway (alternative Fortbewegung at it´s best – allerdings noch keine deutschlandweite Zulassung, ausser Hessen. In anderen Bundesländern nur als Hilfe für Gehbehinderte zugelassen. Was für´n Schwachsinn. Schade dass es keine Denkhilfe für verblödete Beamte gibt!).

Kann es ein Ende des Atomzeitalters geben?

Am 24.1.2009 fand ich diesen putzigen Artikel im FAZ.NET. Unter der Überschrift „Das Ende des Atomzeitalters?“ wird da über dessen mögliches kommendes Ende – im Gefolge des Messias Heilsbringers Obama fabuliert! Oh man, ich glaub es ja nicht! Zwar erwarte auch ich mir einiges von ihm, nämlich endlich frischen Wind im verkrusteten und von Lobbyisten kontrollierten politischen system der USA und ein wenig mehr Umwelt- und Klimaschutz aber Wunder, nein Wunder erwarte ich nicht von ihm!

Und da setzten sich die ehrwürdigen Herren Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker, Egon Bar und Hans-Dietrich Genscher zusammen und erarbeiten in ihrem doch recht fortgeschrittenen Alter ein Strategiepapier mit dem Ziel der drastischen Verringerung der atomwaffen auf der Welt. Fürwahr ein nobler Plan, doch wozu? Während die Senioren der deutschen Nachkriegsdemokratie darüber nachsinnen, wie man Atomwaffen vernichten kann, haben ihre Parteien nichts besseres zu tun, als den Ausstieg aus dem Atomausstieg vorzubereiten und uns die Atombomben in Form von Atomkraftwerken vor die Haustür zu stellen!

Auch Atomkraftwerke sind Bomben! Das zeigt schon das Beispiel von Tschernobyl und gerade weil die Folgen eines solchen Desasters ncith zu kontrollieren sind, dürfen solche tickenden Zeitbomben nicht gebaut werden! Schön, werden die Statistiker unter den Befürwortern nun einwenden. Aber statistisch gesehen kommt es alle 33.000 Jahre (nach Berechnungen der Deutschen Risikostudie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) von 1989 ist für eines der deutschen Kernkraftwerke alle 33.000 Betriebsjahre mit einem schweren Unfall zu rechnen. Werden 17 laufende Kernkraftwerke in Deutschland (Stand 2005) und 30 Betriebsjahre berücksichtigt, liegt demnach die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Unfall in Deutschland innerhalb von 30 Jahren bei etwa 1,5 %; Quelle: Wikipedia) zu einem solchen verheerenden Unfall nach dem Muster von Tschernobyl, zu einem sogenannten Supergau. Aber genau das ist ja auch das Problem, denn der Supergau kann schon im ersten Jahr eintreten, oder nach 33.000 Jahren, in beiden Fällen findet einer im genannten Zeitraum statt! Also was für ein Schwachsinn, die Sicherheit einer Atomanlage mit statistischen Berechnungen begründen zu wollen.

Wie kurz in manchen fällen diese 33.000 Jahre sein können, kann man dieser Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen entnehmen! Es gibt kaum eine andere Art der Energieerzeugung die im Falle einer Störung solch verheerende Folgen nach sich zieht, die zum Teil über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte zu spüren sein werden. Und trotzdem erdreistet sich die Atomindustrie im Gleichschritt mit der Bundesregierung, uns diese Atomkraftwerke als umweltfreundlich und sicher zu verkaufen.

Aber ich schweife vom eigentlichen Thema ab. Die genannten Herren beabsichtigen also die Atomwaffen abzuschaffen, oder zumindest zu reduzieren. Ausgerechnet Rußland (das gerade beschlossen hat, wieder neue Atomwaffen zu bauen) und die USA (die nun von einem wahrhaftigen Schwarzen Präsidenten regiert werden, der offenbar auf einen recht gesunden Menschenverstand verfügt) sollen den Anfang machen, weil sie über die meisten Atomwaffen besitzen. Die anderen atommächte, so hofft man inständig, sollen sich dadurch veranlasst fühlen, ebenfalls ihre Atomwaffenbestände zu reduzieren oder sogar komplett zu vernichten.

Ist das jetzt Altersstarrsinn, beginnender Alzheimer (der die Betroffenen im Anfangsstadium oftmals die Realität falsch einschätzen lässt?) oder einfach nur Wunschdenken? Pakistan und Indien stehen sich bis an die Zähne bewaffnet (u. a. mit Atomwaffen) gegenüber und warten nur auf eine Provokation der Gegenseite. China sieht sich als neuen Herrn der Welt und tut dies nicht nur lauthals kund, sondern baut seine Militärmacht in immer rasanterem Tempo auf. Nordkorea wird von Idioten regiert, die schon in der dritten Generation nicht mehr wissen was sie tun, sonst würden sie nicht ihr eigenes Volk verhungern lassen und in ihrem Größenwahn die westliche Welt mit der vernichtung durch Atomwaffen bedrohen. Und dann ist da noch Israel, das sich eines Tages genötigt sehen könnte, die Araber zu nuklearisieren, um sich den nötigen Lebensraum zu verschaffen. Großbritannien und Frankreich möchte ich auch noch kurz erwähnen, die zwar klein und bescheiden in und am Rande Europas liegen, aber in ihrer eigenen Vorstellung immer noch „Weltmächte“ sein möchten, obwohl sie kaum noch einer Ernst nimmt.

Sollte ich eine Atommacht vergessen haben, so bitte ich um Nachsicht. Es ist spät am Abend und da kann mir die eine oder andere Atombombe schon mal durch gehen. Diese Atommächte sollen also, zur Sicherheit der ganzen Welt und der Menschheit auf das liebste Spielzeug ihrer Generäle freiwillig verzichten?

Da muss ich doch ganz bescheiden meine Zweifel anmelden. Eher verkündet der Papst auf YouTube seinen Übertritt zum Islam!

Es gibt nur einen kompletten Verzicht auf Atomenergie, egal ob zur friedlichen oder zur militärischen Nutzung! Alles andere ist nur Augenwischerei. Die gesamte Atomtechnologie muss geächtet werden, damit man sie verbannen kann!

Leck im Atommeiler Biblis B…

…meldet am 19.1.2009 Greenpeace in seinen Nachrichten unter „Leck im AKW Biblis B – na und?“. Das passt den Atomkonzernen natürlich ganz und gar nicht ins Konzept, jubeln sie doch die Atomenergie gerade mal wieder in den höchsten Tönen zur „saubersten“ und „sichersten“ und natürlich „umweltfreundlichsten“ Form der Energieerzeugung hoch! Und weil ja alles so sicher und technisch auf dem neuesten Stand ist, wartet man einfach ab, bis die im Januar sowieso fällige Revision ansteht. Vom Herunterfahren des Reaktors zur Behebung des Schadens keine Spur!

Und weil man alles so schön im Griff hat, inspiriert das Leck die  „besonders zuverlässigen“ Betreiber zu einer (passt auf, jetzt kommt ein geniales Wortspiel!) Leck-mich-am-Arsch Einstellung, nach dem Motto: Wird schon nix passier´n und wenn doch, isses nich uns´re Schuld! Versichert gegen die Folgeschäden eines Super-Gau ist sowieso niemand, weil das keiner bezahlen könnte, von wollen kann eh keine Rede sein.

Aber wir sollten uns nicht verschaukeln lassen von den Betreibern. denen sind nicht sie Energieversorgung zu günstigen Preisen, oder gar der Umwelt- und Naturschutz wichtig. Schon garnicht der schutz unserer Mutter Erde. Ich will euch sagen, was denen wichtig ist – der Gewinn ihrer Unternehmen und die Dividenden der Aktionäre, sonst nix. Auch wenn mir wohlmeinende zeitgenossen jetzt wieder vorwerfen werden, ich sei technikfeindlich (was nicht stimmt, sonst säße ich nicht hier vor meinem PC und schriebe an meinem Blogpost) oder ich inge irgendwelchen Weltverschwörungstheorien nach. Nein, das stimmt absolut nicht. Ich weise nur darauf hin, dass der Sinn eines Unternehmens nicht der Schutz der Umwelt oder der Menschen ist, sondern die Gewinnmaximierung! Und Atommeiler sind nun mal echte Geldmaschinen, solange sie laufen. Wenn man sie herunterfahren muss, weil eine revision ansteht, oder irgend so ein lästiger, unbedeutender Schaden repariert werden muss, kosten die Teile aber richtig viel Geld (nämlich das Geld, das verloren geht, wenn man den Strom nicht teuer verkaufen kann, weil er nicht erzeugt werden kann!). Also lässt man es eben. So ein kleines Leck wird schon nicht so schlimm sein, oder?

Problem ist aber folgendes: Meist führt eine kleine und „unbedeutende“ Störung, die falsch eingeschätzt wurde und „eine  Verkettung unglücklicher Umstände“ zu den großen bis katastrophalen Havarien. In der Regel werden Störfälle von den verantwortlichen Betreibern absichtlich als ungefährlich eingestuft, weil sie befürchten müssen, unerwünschten Besuch von Kontrolleuren zu erhalten. Die könnten dann „unglückliche Umstände“ entdecken, die man getrost als Fahrlässigkeit, Nachlässigkeit oder sogar Dummheit einstufen kann. Und das macht sich in den Leitständen eines Atommeilers nun garnicht gut. Homer Simpson, das Sinnbild für den verantwortungslosen, weil dummen und zudem mangelhaft ausgebildeten Mitarbeiter am falschen Ort, ist offensichtlich überall anzutreffen. Vor allem in den Zentralen der Atomkonzerne! Da hilft auch das feigenblatt nicht wirklich viel, wenn sich beispielsweise RWE „intensiv“ und mit viel Staatsknete (das versteht sich von selbst) an Projekten für regenerative Energien beteiligt.

Zur Wiederauffrischung hier einige Links, die zeigen, welche Folgen der leichtsinnige Umgang mit den Gefahren der Atomenergie hat:

  • „Konzernspielchen mit AKW-Laufzeiten“ (Artikel auf Greenpeace vom 20.10.2008).
  • „Chronik: Störfälle in Atomkraftwerken“ (Artikel auf stern.de vom 5.6.2008). Hier sind nur die gravierendsten Störfälle aufgelistet.
  • Das Reaktorunglück von Tschernobyl (Planet Wissen vom 12.4.2006).
  • Strahlenkrankheit (auf MSN Encarta).
  • kernenergie.de (eine Propagandaplattform der Atomkonzerne und hier, beispielhaft der Abschnitt über die Endlagerung des radioaktiven Drecks – die Kosten dafür tragen die Abfallversursacher: im Wesentlichen die Energieversorgungsunternehmen, aber auch die öffentliche Hand (warum eigentlich auch die öffentliche Hand, wenn die Gewinne die Energieversorger für sich behalten?).
  • Hier ein Flyer der zeigt, wie sich die Atomkraftwerksbetreiber selber sehen – als „ungeliebte Klimaschützer“ (das Pamphlet ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten!).

Das Risiko für die Nutzung der Atomenergie ist einfach zu groß, als dass man sie als zukunftsträchtig und umweltfreundlich einstufen könnte. Wenn Störfälle auftreten, können die Folgen derart katastrophal und verheerend sein, dass kein Versicherer bereit wäre, diese Schäden zu versichern – aber wir sollen den Energiekonzernen gestatten, ihre Meiler überall im Land zu bauen, damit mit sie auf Kosten unserer Gesundheit und der Gesundheit unserer Kinder und Enkel und ungezählter Generationen nach uns ihre Gewinne einfahren können? NIEMALS!