Wenn Trottel Politik machen dürften…

 …würde sie vermutlich so ähnlich aussehen! Schwafeln und versprechen, versprechen und weiter schwafeln wobei man sicher sein kann, dass am End nix bei raus kommt! Jedenfalls nichts Substanzielles. Aber immerhin, man hat ein wenig, sehr zu Muddis Freude, den Pausenclown gemimt und von den wahren Problemen ein bisschen abgelenkt!

Genauso war´s ja auch mit dem Sturm im Wasserglas, den er um die Strompreisbremse entfachte, der

konservative Wonneproppen. Viel Bohai um nichts. Strompreisbremse hier und Strompreisbremse da und dann, als es Muddi zuviel wurde, musste er auf dieselbe Strompreisbremse treten, die er mit vollen Pausbäckchen fröhlich in die Lande hinaus posaunt und dann versucht hatte zu erklären, wobei ihm die Zahlen ganz schön durcheinander gerieten. Aber dafür ist er ja da, der kleine Schlingel. Fehlt ihm nur noch die bunte Kappe des Hofnarren, mit der er sein Publikum zu erfreuen trachtet, wobei ihn jeder schon am putzigen Gebimmel der Glöckchen hören kann, wenn er sich hupfend nähert.

Aber aus der „Beratung für einkommensschwache Haushalte“ könnte man sicher, unter Einsatz weiterer läppischer 600.000 €, eine effektive Beratung für hirnlose Politschwachmaten basteln. Ich gehe jedoch sicher nicht fehl in der Annahme, dass die Besucherzahlen sich in ähnlich enttäuschenden Regionen bewegen würden, wie das bei Altmaiers Strompreissparportal der Fall ist!

Da hat ja sogar mein kleiner, bescheidener Blog höhere Zugriffszahlen als dieses analphabetische Spargestammel des Bundesumweltministranten und seiner um ihn gescharten Internet-Geeks von der Union!

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Voll abgeschottert?

Ist wirklich erstaunlich – wenn man die Gleise schottert, auf denen ein Castor-Transport rollen soll, dann ist das eine Straftat, ebenso der muntere Aufruf, daran teilzunehmen! Ganz anders liegt die Sache jedoch, wenn der Staat, bzw. sein Sozialsystem geschottert wird, also die Kohle des Steuerzahlers aus allen Poren gezogen wird, um sie in die Banken zu pumpen – was man in gewisser Weise auch als „Schottern“ bezeichnen könnte. Das nämlich ist weder strafbar, noch sonst irgendwie ehrenrührig. Nein, es ist eine Heldentat…

Da kann man hundert mal schreien dass, wo Unrecht zu Recht wird, Widerstand zur Pflicht werde! Wenn Du dann vor dem Gericht stehst, dann ist es scheißegal, was Dir Dein Gewissen gesagt hat, weil die Richter nämlich Recht sprechen. Und wenn´s wirklich drauf ankommt, dann ist es mit der Pflicht zum Widerstand nicht mehr weit her.

Natürlich weiss ich, weiss ein jeder, der sich ein wenig damit beschäftigt, das „Schottern“ im Sinne von „den-Schotter-aus-dem-Gleisbett-holen“ kein Kinderspiel ist. Deswegen tun es auch Erwachsene, Menschen, die dem Staat und seinen Vollzugsorganen Widerstand entgegen setzen, weil sie mit dessen Vorgehen nicht einverstanden sind! Aber nicht nur die „Täter“ wissen es, nein, auch die Organe des Staates, die sein Tun schützen (müssen), unabhängig davon, ob es wirklich rechtens ist, oder nicht. Und das „Schottern“ – auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen – ist gefährlich…für einen mit Fullspeed über das Gleisbett hinweg donnernden ICE. Es kostet allerdings Geld, das Gleisbett im Anschluss an die Aktion wieder in Ordnung zu bringen und das ist die Krux! Das will keiner zahlen. Dafür braucht man einen Dummen, dem man sowas auf´s blaugeklopfte Auge drücken kann – quasi wie eine staatlicherseits verordnete Kühlkompresse nach der gewaltsamen Auflösung einer Demo!

„Schottern“ ist unangenehm! Für die Bahn, den Betreiber des Schienennetzes (wobei es sich oft genug und wunderbarerweise ebenfalls um die Bahn handelt), die Spedition, die den Castor für teuer Geld von „A“ nach „B“ bringen müssen darf, oder auch von Sellafield nach Gorleben, von La Hague nach der Asse, oder wohin auch immer. Ob es aber wirklich gefährlich ist, möge dahin gestellt bleiben. Schließlich erzählt man uns andauernd, wie sicher diese Castoren sind, denen Flugzeugabstürze nichts ausmachen sollen, erst recht keine Entgleisungen und/oder Crashs auf freier Strecke! Aber bitte, Leute, schottert nicht, denn DAS ist gefährlich, denn es untergräbt nicht nur die Gleisbetten, sondern auch – und das dürfte wohl viel schlimmer wiegen – die „Autorität“ dieser Republik.

Es geht schließlich nicht an, dass ein paar behämmerte Öko-Emos den sicheren Transport radioaktiver Abfälle auf diesen unseren Gleisen stören, oder gar verhindern und die Bundesregierung, die Polizei und die Justiz doof aussehen lassen. Das kriegen die ganz prima alleine hin…

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eBikes, Elektromotorräder und Elektroautos

Nachdem ich eine Weile durch das www gesegelt bin und dies und das gesucht und dabei etwas anderes gefunden habe, möchte ich Euch ein paar Links vorstellen, die mir ins Auge gestochen sind. Da ich ja selbst und immer noch ein überzeugte Fan und Befürworter der Elektromobilität bin, sogar nachdem ich nun selbst mit einem eher mittelmäßigen Elektroauto (Renault Z.E.) von Dienst wegen gequält und gepeinigt werde, suche ich nach elektrisch betriebenen Teilen, die etwas mehr Zukunft versprechen, als einfach nur ein umgebautes Großserienauto, dem man einen lumpigen Bleiakku verpasst hat!

Eigentlich, und das seh wohl nicht nur ich so, müssen elektrisch betriebene Fahrzeuge nach völlig anderen Prinzipien entwickelt und konstruiert werden, als konventionell mit einer Verbrennungsmaschine angetriebene Fahrzeuge. Dabei spielt das Gewicht, sowohl des Fahrzeugs, als auch des Akkusatzes eine tragende Rolle. Bedauerlicherweise zeichnen sich Akkus dadurch aus, dass sie entweder enorm teuer, mit schlechter Speicherkapazität ausgestattet, oder ungeheuer schwer sind! Die Effizienz des Antriebs ist schon relativ gut und besitzt einen Wirkungsgrad, von dem der Konstrukteur eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor nur träumen kann. 

Aber an der transportablen Speichertechnik für den Strom sieht man deutlich, dass der Elektromobilität knapp 100 Jahre Entwicklungszeit fehlen, eine Zeit, in der sämtliche ingenieurtechnischen Fähigkeiten sich darauf konzentrierten, Verbrennungsmotoren immer effizienter, leichter, sparsamer und stärker zu machen und seit etwa 20 Jahren auch noch immer abgasärmer.

Um die CO2-Effizienz eines Elektromotors braucht man sich nur insofern Gedanken machen, als die Herstellung in Kraftwerken umweltfreundlich zu erfolgen hat. In großtechnischem Massstab ist das ohne weiteres praktikabel, geht aber zu Lasten der Energiekonzerne und das wollen die natürlich nicht.

Genauso wenig sind die  Hersteller von Automobilen bereit, großzügig in die Entwicklung effizienter Speichermedien zu investieren, damit die Elektromobilität endlich den Schub bekommt, den die Umwelt so sehr braucht. Aber nach bewehrtem Muster erwarten die Autokonzerne auch in diesem Fall jede Menge staatlicher Entwicklungsgelder für die Grundlagenforschung und die Abfederung oder Vermeidung unternehmerischer Risiken, ist aber nicht bereit, die anschließend zu erwartenden Gewinne mit der Gesellschaft zu teilen, sondern möchte sie ausschließlich ihren Shareholdern zugänglich machen…

Aber es geht auch anders. In kleinerem Massstab, ohne Großserienproduktion, einfach nur mit viel Enthusiasmus. Und es entstehen wunderbare fahrbare Untersätze mit Charakter, innovativem oder Retro-Design und viel Freude am Fahren. Hoffen wir inständig, dass es sich irgendwann in der Großserie niederschlagen wird und die Menschen auch weiterhin individuell mobil sein können…

 

Herstellerlinks

 

GRACE (Michael Hecken baut nahe Berlin tolle eBikes aus hochwertigen Komponenten und je nach Modell schon ab 2.999,- €).

eROCKIT (Stefan Gulas fertigt das absolute Höllengerät für die Straße, das mit atemberaubenden 12 PS und Geschwindigkeiten bis zu 81 km/h das eBike auf eine neue Stufe hebt! Allerdings auch den Preis. Mit deutlich mehr als 12.000,- € ist das eROCKIT wahrlich kein Schnäppchen, das man sich mal eben so leistet. Aber allein das Design erhebt einen weit über das Rentner-Pedelec-Image hinaus! Natürlich darf das eROCKIT keine Fahrradwege benutzen, sondern ausschließlich die Straße, denn es ist als Leichtkraftrad zugelassen und erfordert einen Motorradführerschein).

PG Bikes (abartig schöne eBikes mit Charakter und einem dementsprechenden Preis – das ist sehr schade! Aber es gibt auch echte Customfahrräder)

3Elements (baut das eBike eSpire, ein nicht ganz billiges, aber gut durchgestyltes Elektrobike)

Zero Motocycles (Unternehmen aus Santa Cruz in Kalifornien/USA, das Elektromotorräder herstellt und auch in Europa vertreibt. Die Modelle reichen vom Sportbike bis zur Motocross-Maschine, die Preise bewegen sich zwischen 9.495,- € für die Zero MX Electric Motorcycle Motocross-Maschine, bis 13.995,- € für die Zero DS Dual Sport – und das sind nur die Grundpreise, versteht sich. Aber wer schön sein will, und elektrisch und umweltfreundlich, der muss wohl einfach leiden…)

Brammo (Hersteller von elektrischen Motorrädern aus Oregon/USA mit Vertriebspartnern in Europa und Deutschland. Preise gibt es auf Anfrage, offenbar redet man nich so gern darüber? Naja, die Elektroteile sehen jedenfalls sehr gut aus)

Segway (eine besondere Gattung elektrischer Fahrzeuge stellt der Segway dar, ein Gerät, bei dem man aufrecht steht, während man fährt und mit dem Körper lenkt, indem man das Gewicht verlagert. Die Reichweite ist sehr begrenzt, so dass man die Segways am Besten in der Stadt, oder in städtischer Umgebung einsetzen sollte. Bei einem Preis von deutlich mehr als 7.500,- € können einem allerdings die Sinne schwinden, wenn man die Größe dieses Geräts und seine Reichweite bedenkt. Für eine umweltfreundliche Massenmobilisierung von Stadtbewohnern ist der Segway damit allerdings untauglich…)

Tesla Motors (der, in meinen Augen, ultimative Elektrofahrzeughersteller. Tesla Roadster, Tesla X und Tesla S – so geht Elektromobilität, man muss sie sich nur leisten können).

Renault Z.E. (der französische Automobilhersteller hat ein paar elektrishe Eisen im Feuer, z. B. Den Kangoo Z.E., den Fluence Z.E., den ZOE und, besonders schnuggelisch, der Twizzy, von dem man nicht so recht weiss, für was er gut sein könnte. Ist er ein Motorrad mit vier Rädern? Eine rasende Einkaufstasche ohne Kofferraum? Was auch immer, er sieht aus, als mache er viel Spass).

Elmoto (Elektrokleinkraftrad mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h zum Preis von 3.699,- € in der EnBW-Edition. Ob das jetzt besonders günstig ist, kann ich Euch nicht sagen, da mir die Vergleichsmöglichkeiten fehlen, aber ich halte es für fragwürdig genug für einen Energiekonzern Werbung zu fahren, der sein Geld u. a. mit dem Betreiben von Atommeilern verdient!)

KTM (Freeride E, ein echtes Offroad-Motorrad mit Elektroantrieb)

Brutus Electric Motorcycle (Die Brutus 2.0 ist mal ein echtes Motorrad, für echte Biker, davon kriegt man Haare auf der Brust und dieses verdammt geile Drücken im Gesicht – brutales Design! Wäre was für mich. Die Reichweite soll irgendwo bei 60 km liegen, die Endgeschwindigkeit so um die 160 km/h. Ist also wohl eher etwas für Naschkatzen, die sich den Mund wässrig machen wollen und dann, wenn´s so richtig Spaß zu machen beginnt, ist der Akku leer! Scheiße!)

Zümaround (Hybrid Kick Scooter, oder wie man bei uns sagen würde ein Tretroller für Erwachsene, den man auch mit elektrischer Unterstützung haben kann…allerdings derzeit nur in den Staaten zu haben)

Urban Arrow (holländisches Unternehmen, dass Cargobikes baut, die man individuell nach seinen Wünschen und Bedürfnissen konfigurieren kann. Elektrische Unterstützung macht das Radeln mit Lasten etwas weniger anstrengend und dürfte dafür sorgen, dass man die Fitness mit Spass verbinden kann)

Marrs Electric Cycle Co. (als ich zum ersten Mal ein Bild dieses geilen Monsters sah, war ich regelrecht sprachlos – und das passiert mir nicht sehr oft! Exquisites, puristisches Design, Retro at its best und die Preise beginnen bei „moderaten“ 7.500,- $. Diese Teile sind einfach schön. Ob sie auch praktisch sind, kann sich jeder selber überlegen, aber für die Fahrt von zu Hause ins Büro irgendwo in der Stadt, sollte es allemal reichen. Vorausgesetzt, man hat einen gut gesicherten Platz, damit man am Abend auch wieder nach Hause tuckern kann. Mit aufgeladenem Akku und diesem fetten Bike! Natürlich kommt es aus Southern California/USA)

Juicer emotorbikes (noch ein wunderschönes handgefertigtes eBike aus den Staaten, dessen Retro-Design sich an den Anfängen des Motorradbaus orientiert und seinen elektrischen Antrieb in der markanten V-Form eines Harley-Davidson-Triebwerkes stolz zur Schau trägt!

beyond petroleum? BP und sein Verbrechen gegen die Umwelt!

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit Menschen, besonders wenn es sich um Manager handelt, ihre eigenen Fähigkeiten und die ihrer Konzerne und deren technologischen Möglichkeiten überschätzen. Ein wunderbar scheußliches Beispiel dafür ist der zweitgrößte Energiekonzern der Welt, BP (British Petrol), der meist weniger durch praktizierten Umweltschutz auffällt, denn durch permanentes Greenwashing, Umweltverschmutzung in ungeheurem Ausmaß und einen besonders laxen Umgang sowohl mit Arbeitssicherheit, als auch mit allem, was die technische Sicherheit der Ölförder- und Raffinerieanlagen betrifft.
Bekanntlich geht einem Konzern das Shareholder Value über alles – die Quartalszahlen stehen über allem und die sind umso höher, je weniger man in die Infrastruktur, die technischen Anlagen und die Sicehrheit des Personals oder der Umwelt investiert! Das ist bei BP nicht anders, als bei den meisten anderen großen Konzernen, die gleich gigantishen Kraken die gesamte Welt umspannen und, getrieben von der Gier und kriminellen Energie ihrer Manager, die Ressourcen und Rohstoffe plündern um das zu gewinnen, was der Herzschlag der kapitalistischen Welt ist – Geld! Das wollen die Aktionäre so, sagt man und darum müsse man so handeln, sagt man. Natürlich nicht, ohne sich selbst dabei die Taschen zu füllen und die Verantwortung und die Folgen dieses Handelns den nachfolgenden Generationen und der Gesellschaft zu überlassen. Denn für die Umweltverschmutzung und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, kann man ja nicht alleine die Kosten tragen. Böse Zungen behaupten, dies sei ein weiteres Prinzip, auf das sich der Kapitalismus gründet – Privatisierung von Gewinnen und Sozialisierung (d. h. wenn´s Scheiße läuft, oder irgendwas schief geht in diesem System, dann müssen gefälligst alle dafür sorgen, dass die Voraussetzungen für die Generierung von Gewinnen wieder geschaffen werden und sei es auf Kosten der Allgemeinheit!) der Verluste. Wer da eine gewisse Ähnlichkeit zur Rettung „notleidender“ Banken während der Wirtschafts- und Finanzkrise sieht, liegt sicher nicht falsch. Weil man also mit allem, was knapp und daher teuer ist, phantastisch Geld machen kann, aber nur, wenn man nicht zuviel in die Sicherheit und Modernisierung investiert, lutscht man eben alte Förderanlagen und Raffinerien aus, bis sie auseinander fallen. Oder noch besser, man sourced die Förderung von Öl out, wie so schön sagt und stellt nur ncoh die Förderlizenz zur Verfügung! Das heisst Geld verdienen, ohne selbst irgendwas tun zu müssen, als nur noch die Hand aufhalten und kassieren. Weil aber die Unternehmen, die die ganze Arbeti für den Konzern erledigen, auch was verdienen wollen, an dem Geschäft, lassen sie die Maschinen, Fördertürme und Ölplattformen laufen, bis sie auseinander fallen! Und genau dies ist geschehen, als im Golf von Mexiko eine riesige Ölbohrinsel vermutlich in Folge eines Betriebsunfalls explodierte und in den Wellen versank! 11 Mann kamen bei dem Unglück um´s Leben, über 100 weitere konnte sich wie durch ein Wunder vor dem Flammeninferno in Sicherheit bringen. Die Umwelt hatte allerdings nicht so viel Glück. Sie konnte sich weder in Sicherheit bringen, noch sind die hochspezialisierten Ingenieure, die Spezialfirmen und wer auch immer, in der Lage die ungeheure Ölflut zu stoppen, die nun aus dem Bohrloch strömt und den gesamten Golf und die ihn umgebenden Küsten zu verseuchen droht. Natürlich tut es allen Beteiligten leid, aber machen kann man erstmal nix! D. h., das sowieso schon immer knapper und kostbarer werdende Erdöl, fliesst jetzt ungehindert in den Golf von Mexiko und niemand ist in der Lage das Bohrloch zu verschließen. Eine Dinosauriertechnologie wie das Verbrennen von Erdöl und seinen Derivaten zum Zwecke des Antriebs von Kraftfahrzeugen, beherrscht zwar die Förderung des Rohstoffes in großen Tiefen, aber ist nicht in der Lage, die einmal angebohrten Bohrlöcher wieder zu verschließen, wenn etwas schief geht! Und solchen verantwortungs- und ahnungslosen Konzernen will man staatlicherseits die Erlaubnis erteilen, die arktischen Öllager anzubohren? Macht sich irgendein Politiker Gedanken darüber, was noch alles passieren kann? Denkt niemand darüber nach, wie man die Atomtechnologie zu beherrschen gedenkt, wenn man nicht einmal die Ölförderung im Griff hat? Oder ist es vielmehr so, dass dicke Dollarbündel und „€“-Zeichen in den Augen die Sicht soweit trüben, dass man die Wunschträume kapitalistischer Konzern-Manager nicht mehr von der Realität zu unterscheiden vermag und sie sich deshalb zu eigen macht? Was wird im Golf passieren, wenn die „Experten“ tatsächlich ein Vierteljahr brauchen um die in 1.500 m Meerestiefe sprudelnden Ölquellen zu versiegeln? Täglich strömen an die 150 t Erdöl aus dem Boden und der Ölteppich auf dem Wasser bedeckt bereits eine Fläche von 4.600 Quadratkilometern. Bezeichnend für das Unverständnis und die völlig falsche Einschätzung der Situation ist die mehr als dämliche Frage, die die US-Medien derzeit wohl am häufigsten stellen:“Ab wann müssen wir uns eigentlich wirklich Sorgen machen?“ Die ebenso blöde Antwort, die darauf gegeben wird lautet:“Ab sofort!“ Dabei wäre „seit dem Tag, als diese beschissene Ölplattform explodiert und im Meer versunken ist!“ die einzig richtige Antwort darauf.

Der sich ausbreitende Ölteppich im Golf von Mexiko

Aber einstweilen beschäftigt man sich damit, den Ölteppich vom Flugzeug aus mit Hilfe großer Mengen Chemikalien zu besprühen, in der schwachen Hoffnung, dieser würde sich mit der Zeit dadurch zersetzen.
Dieses Fiasko im Golf von Mexiko sollte uns der letzte Anstoß dafür sein, endlich Abschied zu nehmen von einer veralteten und unökonomischen Methode der Energiegewinnung durch Verbrennung fossiler Energieträger. Es gibt keine andere Möglichkeit, saubere Energie zu gewinnen, als durch regenerative Energien wie Wasser, Sonne, Wind! Niemand kann so doof sein, dass er die Problematik der Erdölgewinnung im Meer nicht einzusehen vermag, es sei denn, er lässt sein Gehirn vom Werbegeschwafel der Energiekonzerne vernebeln! Niemand in den Vorstandsetagen der Energiekonzerne hat ein Interesse daran, unsere Umwelt und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Das verspricht keinen Gewinn und ist daher ein Problem, dass die Gesellschaft auf ihre Kosten zu regeln hat! Begreift das endlich!

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Die neue Kolonialisierung der Welt!

Was macht man, wenn die Landwirtschaft in einen Industrie- oder Schwellenland nicht in der Lage ist, die Bevökerung zu ernähren? Man sucht sich neue Ackerflächen, ganz einfach! Aber wo? Noch einfacher! Man sucht sie da, wo am wenigsten Widerstand zu erwarten ist, nämlich in den Ländern der Dritten Welt! (Welternährung: Kampf um das Korn von morgen, Artikel auf Focus Online vom 8.1.2010!)

Es ist ja nicht so, dass es in den Industrieländern keine Landwirtschaft mehr gäbe. Nein, im Gegenteil. Man bewirtschaftet die Ackerflächen zwar nicht nach ökologischen Gesichtspunkten, aber man bewirtschaftet sie immerhin. Man erzeugt allerdings keine Nahrungsmittel, denn für die kriegt man nciht genug Geld. Die Preise sind zerfallen, seit man begonnen hat, Nahrungsmittel aus Ländern der Dritten Welt einzuführen, die dort von Menschen erzeugt werden, die sich die eigenen Produkte nicht leisten können. Sie sind zu teuer!

Wäre die landwirtschaftliche Fläche im eigenen Land oft durchaus ausreichend, um die notwendige Menge an Nahrungsmittel zu erzeugen, die die Bevölkerung ernährt, sieht man aber in aller Seelenruhe zu, wie die Kleinbauern und Familienhöfe vernichtet und von ihrem Land vertrieben werden.  Dann gelangt das Ackerland in die Hände großer landwirtschaftlicher Unternehmen oder gar Konzerne und dient fortan der Erzeugung von Biosprit oder anderen Nutzpflanzen, die einen hohen Gewinn versprechen. Das Ganze verkauft man dann den Wählern als Umweltschutz! Das es doch nicht ganz so einfach ist, erkennt der, der sich fragt, woher eigentlich das Getreide kommt, aus dem der Bäcker in aller Frühe das leckere Brot oder die Brötchen backt, die wir mit unseren überdimensionierten Geländewagen täglich vom Bäcker holen. Oder den Reis, mit dem wir uns den Magen voll schlgen, ohne mit der Wimper zu zucken, während wir vor der Fernsehglotze sitzen und in den Nachrichten Bilder von hungernden Menschen betrachten, die Supermärkte plündern, weil sie sich die Grundnahrungsmittel nicht leisten können! Würden wir dann auf unsere wohl gefüllten Teller schauen, sähen wir den Reis der Hungernden auf unseren Tellern liegen. Denn die Produzenten verkaufen ihn lieber nach Europa oder Amerika, wo die Menschen mehr bezahlen können, als in den Ländern der Dritten Welt, wo er erzeugt wird!

Und weil die Landwirtschaft in den Industrieländern zum Sterben  verurteilt ist, so unproduktiv und unrentabel wie sie ist, kauft man riesige Landflächen in Staaten, die zwar relativ viel Fläche besitzen, aber keine ausgeprägte industrielle Landwirtschaft. Die einheimischen Kleinbauern werden enteignet und von ihrem Land vertrieben. Sie führen dann ein Leben als entrechtete Pachtbauern, die sowohl das Saatgut von großen ausländischen Konzernen kaufen müssen (oft auf Kredit), als auch die dafür notwendigen Mengen an Dünger und Unkrautvernichtungsmitteln. Sind sie pleite, werden sie gewaltsam vertrieben und das Land gerät ganz in den Einflussbereich der westlichen Konzerne!

Wir sollten uns klar darüber werden, dass diese Welt mittlerweile derartig von den Interessen der Konzerne dominiert wird, dass nichts anderes mehr zu zählen scheint, als der Profit. Dem ist man bereit alles unter zu ordnen, denn jeder Politiker, egal, für welche Partei er im Parlament sitzt, muss an die Zeit nach der Politik denken. Da will er dann natürlich nicht zum Hartz IV-Empfänger mutieren, sondern seinen verwöhnten Hintern in einem weichen Ledergestühl breit drücken, wie sie zu Hauf in den Vorstandsetagen der großen Konzerne stehen. Da kann man es sich natürlich nicht mit den mächtigen Herren (Frauen gibt´s da so gut wie garnicht!) verderben, die die Wirtschaft kontrollieren, die die Lobbyisten mit ihren eurogefüllten Lederköfferchen in die Ministerien der demokratisch gewählten Regierungen schicken, um „beratend“ tätig zu werden! Nein, man ist ihnen zu Willen, kriecht ihnen in den Arsch und freut sich dann im Anschluß auf einen sorgen- und vor allem arbeitsfreien, aber dennoch bestbezahlten Job in irgendeinem Verwaltungsrat!

Und weil das so ist, eröffnen die Politiker den Konzernen die Möglichkeit, das Land und die Landwirtschaft nach ihren Vorstellungen zu formen, sie zu industrialisieren und wenn es nicht so einfach möglich ist, wie früher, als man fehlendes Land einfach zu besetzen pflegte (denkt and den „Lebenraum im Osten“, nach dem nicht nur Hitler und die NSDAP, sondern auch die Industrie sich so sehr sehnte, dass sie dafür den II. Weltkrieg vom Zaune brachen), öffnen die Politiker den Konzernen nun froen Mutes die Türen zu den Regierungen der Staaten der Dritten Welt und schafft ihnen dadurch die Möglichkeit, an die begehrten Ackerflächen zu kommen. Und die Regierungen dort, korrumpiert durch das Geld der Konzerne und die Abermillionen an „Entwicklungshilfe“, die jedes Jahr die Taschen der sogenannten Eliten in der Dritten Welt zum Bersten füllen, verschachern das Land ihrer eigenen Bürger und lassen aufbegehrende Bauern, die sich gegen den Landraub wehren, von der eigenen Armee zusammenschießen! Dies ist nichts anderes, als die Fortsetzung der Kolonialisierung der Welt mit anderen, moderneren Mitteln. Und dazu sind nicht einmal Diktaturen notwendig. Dies betreiben Staaten, die sich demokratisch nennen, oder jedenfalls eine demokratische Verfassung haben. Die – das muss man allerdings eingestehen – ihre Seelen, sofern man bei einem Staat überhaupt davon sprechen kann, dem Kapitalismus, also den Konzernen verkauft haben!

Waren es früher die imperialistisch ausgerichteten europäischen Staaten, die nach „dem Platz an der Sonne“ strebten – wie man im 19. Jahrhundert zu sagen pflegte – und überall auf der Welt Kolonien erwarben, die sie mit brutalster Gewalt und himmelschreiendem Unrecht ausplünderten. Ungezählte Menschenleben fielen der Gier der Europäer zum Opfer. Nicht von ungefähr waren auch damals große Konzerne die Haupttriebfeder des Kolonialismus, sie waren auch die einzigen Nutznießer der rücksichtslosen Plünderung der Ressourcen in den Kolonien.

Heute geht die neue Kolonialisierung ohne den Umweg über den Staat, ebenfalls von großen Konzernen aus, die sich – ganz nach dem biblischen Gebot – die Erde untertan machen. Und dabei sind sie genauso rücksichtslos und auf Gewinn bedacht, wie es damals bereits der Fall war. Es sind nicht mehr die Staaten, die die Politik machen und die Kontrolle über die Ressourcen dieser Erde besitzen, es sind die Konzerne, die uns beherrschen werden, wenn wir sie nicht daran hindern!

Die Selbsverständlichkeit, mit der sich die Industrie- und die reichen Erdölstaaten, bzw. die großen Konzerne einfach Ackerland da kaufen, wo die Menschen sowieso schon schrecklichste Not leiden, ist in Wahrheit eine bodenlose Unverschämtheit. Man nimmt den armen Ländern die einzige Möglichkeit, sich durch Entwicklung ihrer Landwirtschaft nachhaltig und auf Dauer selbst zu ernähren, indem man ihnen einfach die guten Ackerböden raubt und sie der Nutzung der Menschen zu Gunsten der Gewinnbestrebungen der Konzerne vorenthält! Das muss um jeden Peis verhindert werden, denn es ist Unrecht!

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Permakultur als Lebensprinzip – Teil1

Da ich nun schon einmal dabei bin, wollen wir uns nun ganz dem Prinzip Permakultur zuwenden und dieses System, dass sich auf alle Bereiche des Lebens bezieht, einer genauen Betrachtung unterziehen.

Warum haben wir die Probleme mit dem Klima, der Ernährung und den schwindenden Ressourcen auf unserer Erde, die uns heute so schlimme Kopfschmerzen bereiten? Der Anfang aller unserer Probleme liegt vermutlich in der Zeit, als die Menschen sich von Jägern und Sammlern zu Ackerbauern (weiter-)entwickelten. Ob das wirklich eine Weiterentwicklung war, müssen wir hier und jetzt nicht diskutieren und auch nicht abschliessend beantworten. Es steht uns nicht zu und es liegt auch nicht in unserer Macht, diese einmal eingeschagene Entwicklung zurück drehen zu wollen. Aber es liegt in unserer Macht, die derzeitige Entwicklung in eine neue Richtung voran zu treiben, die uns als Spezies ein Überleben auf Dauer auf diesem Planeten ermöglicht.

Dazu müssen wir zuerst erkennen, dass die Entwicklung, wie sie derzeit vonstatten geht, eine falsche ist. Schuld daran ist ein Wirtschaftssystem, dass von einer unendlichen Verfügbarkeit sämtlicher irdischer Ressourcen ausgeht und keine Grenzen bei deren Ausbeutung kennt und diese auch garnicht akzeptieren würde. Denn geht ein Rohstoff auf diesem Planeten zur Neige, so ist das für die Industrie überhaupt kein Anlass, nach neuen Rohstoffen zu suchen, die den alten, schwindenden, ersetzen können. Je seltener ein Rohstoff wird, desto höher ist der Preis, den die Konzerne für ihn verlangen können. Und das tun sie auch. Die gesamte Wirtschaft ist darauf ausgerichtet, möglichst hohe Preise für Rohstoffe und Produkte zu erwirtschaften und das geht am besten, wenn der Rohstoff, oder das Produkt knapp ist. Wie wahr diese Behauptung ist, zeigt sich an den Versuchen von Konzernen, eine Marktführerschaft anzustreben. Diese ermöglicht es den Konzernen, die Preise zu diktieren. Und wer die Preise diktiert, der senkt sie nicht, sondern erhöht sie und presst diejenigen aus, die auf die davon betroffenen Rohstoffe und Produkte angewiesen sind. Ein deutliches Beispiel dafür ist der Markt für Energie, der von wenigen riesigen Konzernen dominiert wird, die die Preise bestimmen. Sinken die Preise  für Rohöl, aus welchen Gründen auch immer, wird entweder die Produktion gedrosselt, große Mengen eingelagert, oder Spekulanten kaufen Massen von Öl auf, um sie wieder auf den Markt zu werfen, wenn die Preise hoch sind. Aber sie werden stets so hoch gehalten, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien immer unrentabel erscheint.  Schließlich scheut man die „astronomischen“ Investitionen. Wer investiert, der verdient nicht, jedenfalls nicht jetzt sondern bestenfalls in der Zukunft!

Was sagt uns die Permakultur zu dem Thema Energie? Nun, sie sagt das, was sie prinzipiell zu allen anderen Problemen des gegenwärtigen Wirtschaftssystems sagt – Kreislaufwirtschaft! Kreislaufwirtschaft bedeutet, dass alles, was in irgendeinen Produktionsprozess eingebracht wird, sich nicht auf einer Einwegstraße bewegen darf, sondern nach dem Ende seines Lebenszyklus dem Stoffkreislauf des Planeten wieder zugeführt werden muss. Und zwar zu 100%! Und genau das trifft beim Verheizen von fossilen Treib- und Brennstoffen in Kraftwerken, Heizungen und Fahrzeugen keinesfalls zu. Es trifft eigentlich auf überhaupt kein Produkt zu, das in großindustriellem Maßstab hergestellt wird und genau das ist die Krux. Massenproduktion in automatisierten Fabriken, Verkauf an möglichst viele Verbraucher zu einem vorgeblich günstigen Preis und schließlich die Entsorgung nach dem Ende der Nutzungsdauer auf Kosten der Allgemeinheit. Natürlich gibt es heute, besonders in Deutschland verscheidene Rücknahmesysteme und die Verpflichtung der Hersteller (zumindest von Elektrogeräten) diese wieder zurück zu nehmen und sie dem Recycling wieder zuzuführen. Schön und gut. Aber die Frage ist doch, warum Kunststoffflaschen mit Pfand belegt werden, damit man diese wieder einsammelt, einschmilzt und sie bei der Produktion neuer Kunststoffflaschen oder anderer Kunststoffprodukte wieder nutzt? Der Energieaufwand und die Tatsache, dass diese Kunststoffflaschen letztlich aus erdöl hergestellt werden, sollte diese Art der Nutzung eigentlich verbieten. Und wenn man Getränkeflaschen aus Kunststoff (die übrigens auch noch Weichmacher, Hormone und andere chemische Zusatzstoffe an ihren Inhalt abgeben) schon mit Pfand belegt, warum dann auch nicht alle anderen Kunststoffverpackungen? Shampooflaschen, Folien in denen Obst und Gemüse verpackt werden, sämtliche anderen Verpackungen für Wurst und Käse (die teilweise sogar einzeln eingepackt werden, so dass die Verpackung rein rechnerisch gesehen deutlich teurer sein dürfte als der Inhalt), Verpackungen für Süssigkeiten, Blisterverpackungen usw. die wandern in den Abfall. Natürlich heißt er in dem Fall Wertstoff, aber in Wahrheit ist es nichts anderes als Müll. Kunststoffe sind nur dann wiederverwertbar, wenn sie absolut sortenrein recycelt werden. Das was in der Wertstofftonne landet, ist bestenfalls als Brennstoff für die Müllverbrennungsanlagen geeignet, oder als Exportartikel in die ärmsten Länder der Dritten Welt!

Permakultur fordert ohne wenn und aber ein Kreislaufsystem. Ein Produkt wird aus einem erneuerbaren Rohstoff hergestellt und nachdem es nicht mehr genutzt werden kann, weil es defekt ist, muss es zu 100% dem Kreislauf wieder zugeführt werden! Und das betrifft alle Komponenten des Produktes und nicht nur Teile davon! Um so ein sinnvolles System der Nutzung von Rohstoffen und deren Rückführung in den Rohstoffkreislauf zu garantieren, sind gesetzliche Vorgaben notwendig und der Wille, diese auch konsequent um zu setzen. Aber bereits da stossen wir an Grenzen. Denn der Staat sieht sich nicht in der Lage, der Industrie und den Konzernen verbindliche Vorgaben darüber zu machen, wie diese ihre Produkte zu gestalten haben, um die Umwelt weder zu belasten, noch sie zu zerstören. Das oft verwendete Argument, mit dem sich die staatlichen Stellen vor ihrer Verantwortung zu drücken pflegen lautet: Wettbewerbsverzerrung! Und damit kann man praktisch alles totschlagen, was die Konzerne daran hindern könnte, ihren Gewinn zu steigern. Nichts ist so undemokratisch und unsozial, wie ein Unternehmen und ganz besonders ein Konzern! Daher wird die Wirtschaft nie freiwillig Rücksicht auf die Belange des Klimaschutzes und auf unsere Erde nehmen!

Gesetze können umgangen werden. Das beweisen uns die Konzerne jeden Tag auf´s Neue mit geheimen Preisabsprachen, Aufteilung von Märkten und dem Drang zur Monopolisierung. Eines aber versteht jeder Konzernchef – die Sprache des Geldes! Bleibt das Geld auss, d. h. schrumpfen die Umsätze und Gewinne, fangen die Unternehmen an sich zu bewegen. Sie beginnen andere Unternehmen (meist direkte Konkurenten zaufzukaufen, um ihren Kundenkreis zu vergrößern und mehr Druck auf die Märkte ausüben zu können. Das dafür notwendige Geld müssen sich die Unternehmen von Banken leihen, was sie in Abhängigkeiten treibt, die zu ihrem Untergang führen können, wenn sie nicht im gleichen Maße wie sie expandieren, ihre Umsätze steigern können!

Dies ist eine Chance, die sich den Menschen bietet. Verweigern wir uns den Konzernen als Kunden, behalten also unser sauer verdientes Geld und legen es unter unsere Kopfkissen, so können wir ihr Verhalten maßgeblich beeinflussen – in unserem Sinne. Natürlich können wir uns nicht von heute auf morgen jedem Konzern verweigern. Es bedarf schon einiger Vorbereitungen, um die durch den Boykott entstehenden vermeintlichen Verluste an Gütern und sogenannter Lebensqualität zu vermeiden. Energie ist ein wichtiger Faktor. Aber wenn wir nicht bereit sein wollen, Energie zu fast jedem Preis von den Monopolisten der Branche zu kaufen, müssen wir selber zu Energieerzeugern werden! Reduzieren wir gleichzeitig unseren Verbrauch, schädigen wir die Energiekonzerne gleich doppelt. Viele kleine regionale Energieerzeuger sind ein Gräuel für die großen Konzerne, verlieren sie doch dadurch die totale Kontrolle über die Menschen und die Energieversorgung! Dann werden Atomkraftwerke so überflüssig wie der sprichwörtliche Kropf und in letzter Konsequenz bleibt nix anderes übrig, als sie wegen der hohen Kosten abzuschalten.

Genau das ist das Prinzip der Permakultur. Energie erzeugen, ohne die Erde zu plündern, aus Energiequellen zu schöpfen, die unerschöpflich sind. Viele kleine Kraftwerke (Windräder, Biogasanlagen, Wasserkraftwerke oder Solaranlagen) ersetzen ein großes Kraftwerk und machen die zentral erzeugte und kontrollierte Energie überflüssig und damit auch die von den Konzernen bevorzugten riesigen, hochkomplizierten, anfälligen und sehr gefährlichen Anlagen. Auf Sonnenenergie aus riesengroßen Solaranlagen in Afrika (Strom aus der Wüste: Ein guter Plan? Artikel auf Zeit Online vom 31.8.2009), die über weite Strecken und durch neu zu errichtende Stromnetze transportiert werden müsste, kann so verzichtet werden. Die einzigen, die von dieser Technologie einen Nutzen hätten, sind die Konzerne. Wir würden dabei nichts anderes tun, als die Abhängigkeit von den Ölquellen des Nahen- und Mittleren Ostens gegen eine Abhängigkeit von den Solaranlagen in Nordafrika zu tauschen!

Dieses Prinzip der Permakultur, der Kreislaufwirtschaft, lässt sich grundsätzlich in jedem Bereich umsetzen. Es erfordert nur ein wenig Nachdenken und die Erkenntnis, dass es so nicht weiter gehen kann und darf! Lasst uns der Globalisierung mit seinem immer größer immer weiter, immer mehr, immer billiger, eine konsequente Regionalisierung entgegen setzen, die auf Selbstbesgrenzung, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, regenerative Energien und gesunde, ökologische Nahrungserzeugung baut!

Die Zukunft der Landwirtschaft?

Eine einfache Frage? Und doch so schwer zu beantworten! Die Gründe liegen auf der Hand, denn die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen auf diesem Planeten sind begrenzt. Zwar weiss jeder, der sich auch nur ein klein wenig dafür interessiert, dass die Abholzung des Regenwaldes keine dauerhaft nutzbaren Ackerflächen hervorbringt – der Waldboden ist nämlich recht nährstoffarm und darum binnen kürzester Zeit durch die konventionelle Landwirtschaft völlig ausgelaugt. Das einzige was vermeintlich dagegen hilft, ist der massive Einsatz künstlicher Düngemittel, die praktischerweise aus erdölbasierten Chemikalien hergestellt werden, intensiver Einsatz von Maschinen (die natürlich auf Treibstoff angewiesen sind, welches natürlich auch aus Erdöl gewonnen wird!) und zu allem Überfluss auch noch nach dem Einsatz von Unmengen an Insektenvernichtungs- und Unkrautvertilgungsmittel verlangt. All das funktioniert aber nur, wenn genügend Wasser vorhanden ist, mit dem die oftmals gentechnisch veränderten Feldfrüchte gewässert werden können. Und es sind Massen von Wasser dafür erforderlich.

Bedauerlicher- (oder logischer-) weise ist es aber so, dass ausgerechnet da, wo der Wald stirbt, weil ihn der Mensch abholzt um Ackerflächen, oder auch nur Weideland für die Produktion von Rindviechern für McDoof oder WürgerKing zu gewinnen, verschwindet der Regen und damit das Wasser. Die ursächlichen Zusammenhänge zwischen der Existenz der Wälder und dem Vorkommen von Wasser in Form von Flüssen, Seen und Regen, sind seit langem bekannt. trotzdem wird diese Erkenntnis konsequent ignoriert! Aber wen interessiert das schon? Die Politik ist nicht nur machtlos, sondern auch ohne jeden Willen, die weltweit immer problematischere Ernährungsfrage zu lösen und überlässt das Feld kampflos den großen Chemie-, Pharma und Gentechnikkonzernen. Aber auch die Energiekonzerne tragen ihren Teil dazu bei, dass sich die Verhältnisse nicht zu Gunsten der hungernden Menschen verändern. Nur hohe Rohstoffpreise, egal ob für Energie, Dünger, Saatgut oder egal was sonst noch, garantieren den Konzernen ihre enormen Gewinne!

Die Lösung sowohl für die Probleme des Umweltschutzes, als auch für die Abholzung unserer letzten relativ unberührten Wälder, könnte uns vielleicht die Umstellung der Landwirtschaft auf Vertical Farming eröffnen. Also die Erzeugung der von Menschen benötigten Nahrungsmittel mit Hilfe von Hochhäusern, in denen alle benötigten Produkte erzeugt werden könnten. „Ja, toll“, werden jetzt einige sagen,“die Städte sind jetzt schon derartig dicht bebaut, dass kaum noch Platz für Grünflächen bleibt, geschweige denn für kleine Wäldchen oder auch nur einzelne Bäume.“ Aber als ich neulich durch die Stadt Bruchsal spazierte, fiel mir mitten im Zentrum ein großes, leerstehendes Gebäude auf – ein ehemaligens Kaufhaus!

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Ehemaliges Kaufhaus Schneider in Bruchsal

Was ist so ein Kaufhaus? Oder besser gesagt, was ist es gewesen, als Kaufhäuser noch Leben in unsere Städte brachten? Genau, eine  meist über mehrere Etagen verteilte ,überdachte und beheizbare Verkaufsfläche, die möglichst groß sein sollte, um das Sortiment angemessen zu präsentieren! Heutzutage versuchen irgendwelche Marketing-Unternehmen kleine Teilflächen davon an noch kleinere Geschäfte zu vermieten oder verpachten, um wenigstens ein bisschen Geschäft zu machen. Erlebt habe ich das in meinem unmittelbaren Umfeld in Karlsruhe, Gaggenau, aber auch in Bruchsal usw., genau überall da, wo in den letzten Jahren und Jahrzehnten die großen Kaufhäuser einen stillen und einsamen Tod gestorben sind. Meist liegen diese Kaufhausleichen in den besten Innenstadtlagen und mir drängt sich beim Anblick dieser leerstehenden Gebäudekomplexe immer öfter die Frage auf, warum nicht wenigstens mal versuchsweise in einem solchen Gemäuer eine Vertical Farm errichtet wird?

  • Viel Fläche? Ist in der Regel vorhanden (Kaufhäuser sind stabil gebaut und die Raumhöhe meist so gewählt, dass bei den potenziellen Kunden keine Platzangst entsteht. Also sind sie auch dafür geeignet, landwirtschaftliche Produkte auf mehreren Ebenen je Stockwerk zu erzeugen)
  • Innenstadtlage? Die Lage ist meist eine Topadresse (Alle, besonders Politiker beklagen das Aussterben der Innenstädte durch das Verschwinden der Kaufhäuser. Für die Versorgung der Menschen in Städten ist aber nichts besser geeignet, als eine oder mehrere Vertical Farms direkt in ihrem Zentrum)
  • Infrastruktur, Strom-, Wasser-, Straßenanbindung? Alles vorhanden (Die Verteilung der Produkte ist auf Grund der Lage und der städtischen Infrastruktur überhaupt kein Problem. Aus Gründen des Umweltschutzes wäre es sogar möglich, direkt von den Vertical Farms aus mit Elektro-Transportern zu operieren)
  • Lagerflächen? Ausreichend vorhanden (Große Kaufhäuser besitzen relativ große Lagerkapazitäten. Diese waren notwendig, um genügend Waren zur Befriedigung der Kundenwünsche zu bevorraten. Durch kleinere Umbauten könnten diese durchaus so gestaltet werden, dass sie landwirtschaftliche Produkte über einen angemessenen Zeitraum frisch halten können)
  • Dachflächen zur Installation von Solar- und kleineren Windkraftanlagen? Ausreichend vorhanden (Mit Hilfe der modernen Technik ist es möglich, sowohl Sonnen-, als auch Windenergie zu gewinnen und diese entweder ins öffentliche Netz einzuspeisen, oder zur Reduzierung des eigenen Energiebedarfs zu nutzen!

     

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    Ehemaliges Kaufhaus Schneider in Bruchsal von der Fußgängerzone aus

  • Potenzielle Kunden? Sind in Form von Lebensmittelgeschäften und Stadtbewohnern prinzipiell in Massen vorhanden (die Kunden wohnen und arbeiten rund um die Vertical Farm herum – was kann besser sein?) Vermarktung der Produkte über Geschäfte, oder im Direkt-Marketing sollte kein allzu großes Problem darstellen!

Eine derartige Umnutzung dürfte bei weitem nicht so teuer kommen, wie ein kompletter Neubau. Diese Bauwerke, Sky Farms genannt, mögen vielleicht besser auf diese Aufgabe zugeschnitten sein, aber darum auch wesentlich teurer. Und die Gebäude stehen ja auch schon mitten in den Städten. Wo also bleiben die Investoren? Es ist wohl vermutlich immer noch interessanter – jedenfalls in wirtschaftlicher Hinsicht – landwirtschaftliche Nutzflächen in den Ländern der Dritten Welt zu missbrauchen, um den in den Industrieländern als angemessen erachteten Überfluss an Nahrungsmitteln zu erzeugen!

Aber sehen wir einmal von der Möglichkeit ab, landwirtschaftliche Produkte in solchen Vertical Farms in den Innenstädten zu erzeugen, gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten, diese Farms gewinnbringend zu nutzen. Betreibt man gleichzeitig auch noch Aquakultur, kann man nicht nur Frischfisch in großen Mengen erzeugen, man kann auch noch die Fäkalien dieser Tiere für die Düngung der Pflanzen verwenden. Es entsteht ein Kreislauf, in dem jedes Teil vom anderen profitieren kann. Dies verringert den Einsatz von Düngemitteln und steigert gleichzeitig den Ertrag. Auch die Produktion von Muscheln, Krebsen und anderen Krustentieren ist denkbar. Natürlich müssen die Aufzuchtbedingungen der Tiere, welche in den Aquakultursystemen leben, artgerecht sein, soweit sich das irgendwie umsetzen lässt. Schließlich schont das nicht nur die Umwelt, sondern eröffnet uns auch die Möglichkeit, die Überfischung der Meere zu stoppen. Wenn genug Fisch aus Aquakultur kommt, erhalten die noch in Freiheit überlebenden Fischbestände vielleicht die Möglichkeit, sich von dem seit Jahrzehnten betriebenen Raubbau zu erholen.

Nichts darf es in solch einem Kreislauf geben, das nicht wieder verwertet werden kann. Aus Pflanzenresten kann Humus gewonnen werden! Ausreichend Belüftung, genügend Licht und fertig ist die Vertical Farm, die rund um die Uhr, das ganze Jahr hindurch sauberes und nährstoffreiche Nahrungsmittel erzeugt! Und im Gegenzug wird die Natur geschont, kann landwirtschaftliche Nutzfläche der Natur wieder zurückgegeben werden (vorausgesetzt, man überlässt sie nicht irgendwelchen Energiekonzernen, um dort Energiepflanzen in großtechnischem Massstab anzubauen).

Es ist für eine solche Art der Landwirtschaft nicht notwendig, gentechnisch veränderte Pflanzen oder gar Tiere zu nutzen. Die Anbau- und Zuchtbedingungen sind vollständig vom Menschen zu beeinflussen und absolut unabhängig von den Veränderungen der klimatischen Bedingungen oder dem Wechsel der Jahreszeiten. Das benutzte Wasser wird ebenfalls in einem Kreislauf verwendet indem es durch die Fischtanks fließt und von dort in die Beete der Pflanzen gepumpt wird, um ihm die mitgeführten Hinterlassenschaften der Fische als Dünger zu entziehen. Durch die schiere Größe der in dieser Art der Landwirtschaft verwendeten Gebäude, bietet sich auch die Nutzung des in unseren Breiten regelmäßig in größeren Mengen anfallenden Regenwassers innerhalb des Systems an. Dieses Regenwasser lässt sich problemlos sammeln und per Rohrleitung entweder direkt durch einen Filter den Aquaponic-Tanks zuführen, oder in unterirdischen Tanks bis zur Nutzung zwischengelagern.

Je länger ich über diese Idee nachdenke, desto besser gefällt sie mir. Leider fehlt mir der finanzielle Background, um ein solches Projekt zu starten.

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