TTIP mal wieder

Nie habe ich einen größeren Scheiß erlebt, als diesen Tanz um´s güldene Kalb des Kapitalismus, den „Frei“handel. Frei sind ja dabei nur die Konzerne, die Banken, die Versicherungen, die Nutznießer eben! Alles, was die Arbeiterklasse in mehr als einem Jahrhundert erkämpft hat, will man dem Kapital zum Fraß vorwerfen. Und selbst wenn TTIP wirklich scheitert, was wir alle nur hoffen können, niemand schützt uns davor, dass in zehn Jahren nicht eine neue Version zur Verabschiedung ansteht. Dazwischen liegen dann zehn weitere Jahre intensivster Lobbyarbeit, in Deutschland (zum Beispiel) zwei Bundestagswahlen, sowie einige intensive Kampagnen zur Volksverdummung und Verschleierung (und ich meine nicht die Islamisierung der Bundesrepublik durch den Zwang zum Tragen eines Kopftuchs). Ihr könnt mich für einen Pessimisten halten, aber ich behaupte: Nach der Ablehnung von TTIP ist vor der Neuverhandlung von TTIP 2.0 (oder ist das schon 3.0 und keiner hat was gemerkelt). Wir dürfen niemals private Schiedsgerichte akzeptieren, wir haben bereits ein (meist) recht gut funktionierendes Rechtssystem! Wir brauchen auch keine Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte, damit sich US-amerikanische Konzerne hier besonders wohl fühlen! Was wir brauchen ist Selbstbestimmung, Menschenrechte und Freiheit! Aber erklärt das mal den Idioten die sich für wert- oder gar nationalkonservativ halten, oder den Wählern von SPD, Grünen und den „besorgten Bürgern“ in Pegida und AfD!

Schaut euch das Video an. Kurz und knapp auf die entscheidenden Punkte gebracht! Sollte täglich mehrfach im Fernsehen ausgestrahlt werden, quasi als Gegenpol zu der sonst üblichen weichgespülten Is-doch-alles-nich-so-schlimm-und-ich-will-das-Wohlfühlscheiße aus dem KanzlerInnenamt und dem Wirtschaftsministerium!

Jute statt Plastik oder doch besser Papier?

Ja nä? Wenichstens tragen die Leute, die sich bei Primark mit Wegwerfklamotten eindecken bis das Schwein pfeift, ihren Textilmüll in Papiertaschen nach Hause, deren Wert den des Inhalts vermutlich um ein Vielfaches übersteigt! So geht Umweltschutz heute!

Dabei vernachlässigen wir ganz einfach mal die Tatsache, dass Tragetaschen aus Papier meistens aus Holz gewonnen werden, das man irgendwann einmal irgendwo gefällt hat – am Besten im Regenwald. Denn da ist das Gestrüpp sowieso nur im Weg, wenn man wundervoll monokulturelle Plantagen für Palmöl oder Naturkautschuk anlegen möchte. Was sich nicht zu teuren Teakholzmöbeln oder anderem Kram für Haus und Garten verwerten lässt, wird ja nach altbewährtem Muster für Papiertüten geschreddert, oder zu edler Holzkohle gebrannt. Wer sich da ein wenig verkohlt fühlt, liegt richtig. Andererseits ist ein klodeckelgroßes T-Bone-Steak von garantiert BSE-freien und mit Gen-Soja gefütterten Rindviechern vom Typ Angus aus Käfighaltung ein Genuß, den man nie mehr missen möchte, wenn man es einmal versucht hat!

In den Siebzigern war man cool, wenn man seine Klamotten vom Supermarkt mit einem Jutebeutel nach Hause schleppte. Heute hat das irgendwie ein wennig von Nostalgie. Das ist so Hippie, aber keinesfalls hipp. Und dennoch sind es vermutlich gerade diese Tragetaschen aus Jute, die unsere Umwelt weniger belasten, als der ganze andere Krempel. Mit schickem Aufdruck, am Besten mit Ökofarben, könnte man da schon was für Natur und Umwelt tun. Und wenn die Beutel irgendwann dann doch mal den Geist aufgeben, kann man sie getrost auf den Kompost werfen und darauf warten, bis sich die Natur das wieder holt, was man ihr abgepresst hat.

Plastik, in die Natur geworfen, oder ins Meer, schädigt nicht nur Tiere, die die Tüten womöglich für Nahrung halten könnten und sich so ihre Eingeweide verstopfen, oder Gliedmaßen abschnüren, sondern auch den Menschen. Plastik in der Größe von Nanopartikeln, wie sie bei dem Zersetzungsvorgang durch Wasser, Salzwasser, UV-Strahlung und so weiter entstehen, gelangen in die Nahrungskette und überwinden auf Grund ihrer Größe locker die Blut-Hirn-Schranke. Außerdem geben sie bei der weiteren Zersetzung im Körper noch weiter allerlei andere Chemikalien ab, von denen a.) keiner weiß welche und b.) erst recht niemand sagen kann, wie schädlich sie sind!

Jedes Jahr gelangen weiter hunderttausende von Tonnen an Plastikabfällen ins Meer, wo sich an einigen Stellen bereits riesige Wirbel gebildet haben (sogenannte Garbage Patches), an denen sich – strömungsbedingt – ungeheure Mengen an Plastikabfällen sammeln und einen regelrechten Teppich aus Plastikabfällen in den verschiedensten Stadien der, teils Jahrhunderte dauernden, Zersetzung bilden.

Aber auch in den Binnengewässern findet sich Plastikmüll in jeder Menge und Größe. Dort wird er unter anderem durch Kosmetika eingetragen, die zum Zwecke des Sonnenschutzes oder der Pflege vom Menschen selbst auf die Haut aufgetragen und dann vom Wasser abgewaschen. Über die Folgen ist man sich bis heute nicht im Klaren. Üblicherweise verbreitet die Kosmetikindustrie und in ihrem Fahrwasser natürlich auch der Großteil der Politiker die Behauptung, dies sei nicht richtig, nicht bewiesen und außerdem völlig ungefährlich für Mensch, Tier und Umwelt. Auf der anderen Seite engagieren sich besorgte Umweltschützer und versuchen die Gefährdungen nachzuweisen und die Politik dazu zu bringen, dem Treiben des industriellen Komplexes einen wirksamen Riegel vorzuschieben. Bislang von wenig Erfolg gekrönt!

Daher lasst uns wenigstens den ersten Schritt tun, um das Plastik aus unserer Umgebung und der Umwelt zu verbannen und lasst uns unsere Einkäufe mit ökologisch sinnvollen und akzeptablen Behältnissen vom Laden nach Hause zu tragen. Dabei bricht sich bestimmt keiner einen Zacken aus der Krone! Danke!

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Karpfen? Ausgerechnet Karpfen…

Wie wir alle mittlerweile zur Genüge wissen, ist die Menschheit gerade dabei die Meere, die man lange Zeit für eine nahezu unerschöpfliche Rohstoff- und Nahrungsquelle gehalten hatte, die Meere völlig leer zu fischen. Natürlich tut man das nicht, um möglichst viel Profit zu machen. Nein, man tut das aus rein humanitären Gründen (jedenfalls wenn man der Fischindustrie und ihrer Propaganda Glauben schenken mag). Denn die darbende und hungernde Menschheit muss ja irgend wie ernährt werden.

Bedauerlich ist dabei nur, dass die Fische nicht dort angelandet und verteilt werden, wo der Hunger am größten ist. Man wirft sie dort auf den Markt, wo das meiste Geld bezahlt wird! Also in den Industrieländern. Und weil es nach den Regeln des freien Marktes geht, Fischt man nicht nur die gesamten Fischgründe leer, sondern zerstört auch gleich die Laichgebiete. Und weil niemand anders sonst den Fischreichtum ausbeuten soll (Konkurrenz belebt eben nicht immer das Geschäft), drängt man die einheimischen Fischer mit ihren hölzernen Seelenverkäufern einfach aus dem Markt, indem mam sich die Fischereirechte gegen bare Münze von den korrupten Regierungen der Dritte-Welt-Staaten sichert!

Auch das ist der freie Markt! Aber das ist ja nichts Neues im Kapitalismus. Und deshalb fragen wir uns, denen im krassen Gegensatz offenbar zu fast sämtlichen Ökonomen dieser Welt klar ist, dass die Ressourcen unserer Erde endlich und damit begrenzt sind, was die Fischfangflotten machen werden, wenn es keinen Fisch mehr gibt, den man fangen kann? Beginnen sie dann, wie ich es gelegentlich bereits erwähnte, dann die enormen Mengen an Plastik aus den Meeren zu fischen? Meinetwegen subventioniert von ihren Regierungen, wie das heute bei den Fischfangflotten der Fall ist, die im Namen der Wirtschaft und des freien Marktes die letzten Fischbestände dezimieren.

Wer schon unbedingt Fisch essen muss, der kann sich online bei Greenpeace kundig machen, welchen Fisch er geniessen kann, ohne dass ihm anschließend sein schlechtes Gewissen zu scharfem Sodbrennen verhilft. Dafür ist auch eine App erhältlich, für alle, die es sich nicht merkeln können oder wollen und die ohne ihr Smartphone nicht mehr leben können.

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Fischer´s Fritz fischt frisches Plastik…

Jetzt brauchen wir nur noch nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir Plastik fressen und (eventuell) ohne größere Verdauungsbeschwerden wieder loswerden können, dann können wir auf diese dämlichen Fische komplett verzichten. Die werden schließlich sowieso immer weniger, aus welchen Gründen auch immer! Da bietet sich doch die Plastikflut als perfekte Lösung an.

In dem Maße wie die Fische abnehmen (das ist ein sehr gutes Bonmot, dass mir da gelungen ist, denn die Fische haben überhaupt nicht mehr die Zeit um genug Gewicht zuzulegen und die Geschlechtsreife zu erlangen, da sie vorher aus dem Wasser gezogen und zu Fischstäbchen verarbeitet werden), nimmt der Plastikabfall zu? Das müssten wir doch irgendwie wirtschaftlich nutzen können. Wäre doch gelacht. Der Kapitalismus hat für alles eine Lösung. Hab ja erst neulich von einem Staubsauger für´s Meer gelesen, der den Plastikmüll einsammelt, während er über das Meer kreuzt! Naja ein bisschen Plastikmüll jedenfalls!

Und was, wenn wir jetzt die Fischfangflotten dazu nutzen, den Plastikabfall aufzu…äh…fischen? Die riesigen Fischfangflotten haben es in nicht mal dreißig Jahren geschafft, die Meere fast leer zu fischen. Nun sollen sie halt den Dreck einsammeln. Dafür kann man dann die Subventionen weiter laufen lassen. Und da Plastik ja in Wirklichkeit nichts anderes als Erdöl ist, nur in anderer Form, kann man daraus wieder Öl gewinnen, dass wir anschließend in unseren Autos verheizen.

Fullspeed für den Umweltschutz! Das ist zwar genauso sinnvoll wie die Aktion „Saufen für den Regenwald“, den eine namhafte Brauerei alljährlich auf´s Neue zu inszenieren, ja zu zelebrieren pflegt, aber was wissen wir schon von Marketing, nä? Ach so, das lohnt sich ja garnicht, bei einem Ölpreis von derzeit unter 28 Dollar je Barrel! Dann muss die Rettung der Meere eben noch ein Weilchen warten…

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Muddi allein zu Haus?

Ja, genau darauf wartet die Welt. Jedenfalls die bundesdeutsche Welt! Wer klare Worte erwartet, steht sich vermutlich die Eier in den Bauch, wer Ecken und Kanten sehen möchte, vielleicht sogar ne klare Kante, wird sich damit abfinden müssen, dass alles schon so rund gelutscht und eingeseift sein wird, dass es beim Gleiten in und aus dem Analkanal, zu keinen schwerwiegenderen Verletzungen kommen kann, als vielleicht einem abgeknickten Ohr, oder etwa einem Riss im Anus! Aber so unter Arschlöchern ist eh nicht viel mehr zu erwarten, als ein riesengroßer Haufen Scheiße, den man dann nur noch emsig zu verquirrlen braucht, um genau die Politik heraus zu arbeiten, die man sowieso schon die ganze Zeit macht!
No matter also und Horrido die Waldfee. Der Muddi wird niemand am Zeug flicken! Aber gewiss werden wir auch bei diesem Reichsparteitag der Union in den Genuß feinster geistiger Scheißerei kommen. Konservatismus hat ja auch irgendwie ein bisschen was von verpassten analen Phasen, nicht wahr? Und wie zum Beweis für diese Behauptung konnten wir uns eben erst an den verbalen Flatulenzen der nörgelden Jule ergötzen. Es hat schon ein wenig was Befremdliches, wenn man jemand anderen angreift ohne Stellung zu beziehen, dabei aber auch nicht wirklich etwas sagt und das ganze dann aber mit Nachdruck, oder?
Schon der betörend formulierte Leidantrag gibt die Marschrichtung vor, wenn er mit den wohlgesetzten Worten beginnt:„Wir sind entschlossen, den Zuzug von Asylbewerbern und Flüchtlingen durch wirksame Maßnahmen spürbar zu verringern. Denn ein Andauern des aktuellen Zuzugs würde Staat und Gesellschaft, auch in einem Land wie Deutschland, auf Dauer überfordern.“
Wer jedoch nach dem Parteitag der SPD erwartet hat, die Union käme jetzt mit einem wirklich großen Wurf, der dürfte ein klein wenig verstimmt, vielleicht sogar enttäuscht sein. Aber so sicher wie Weihnachten im Dezember ist, wird die Union wohl auch die nächsten Bundestagwahlen wieder (selbst wenn das dem dicken Siggi nicht gefallen mag!) für sich entscheiden und sei es auch nur mit der wohlwollenden Hilfe des ein oder anderen „besorgten Bürgers“, oder den faschistoiden Sprüchen des Berufsbayern Seedoofer und all seiner verschimmelten Konsorten, denen das eigene Hemd immer noch näher am fetten Arsche sitzt, als jeder hergelaufene „Wirtschaftsflüchtling“ und/oder „Asylbetrüger! Und genauso, wie Sichmar in der SPD sich von den Seinen erneut in Amt und Unwürden hieven ließ, wird man auch Muddi die Gefolgschaft nicht verwehren und, wenn auch leicht hadernd mit den Widrigkeiten im bayrischen Staatstheater, ihr beim Weiterkriechen durch die Analitäten des politischen Alltags behilflich sein…

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Vor dem CDU-Parteitag: Weiße Salbe für die Merkel-Gegner (Artikel auf spiegel.de vom 13.12.2015)

Ronald McDonald´s Eier

So ist es recht, McDoof! Die Meister des matschigen Burgerwahnsinns wollen in Zukunft auf Eier aus Käfighaltung verzichten? Eine coole Entscheidung, das muss ich schon sagen! Allerdings will der US-amerikanische Konzern nicht so weit gehn, auch auf Mitarbeiter aus Käfighaltung und mit Lohndumping zu verzichten. Wie ein Pressesprecher des Unternehmens mitteilte, wolle man ja irgendwo schon noch ein wenig Profit machen. Schloießlich gehe es um das Wohl der Shareholder und nicht die belanglose Befindlichkeit der Kunden. Und wenn wir schon nicht wollen, dass sich unsere Kunden gesund ernähren, denn sonst müssten wir ihnen ans Herz legen, woanders zu speisen, oder sich gefälligst selbst etwas vernünftiges zu kochen, dann können wir nicht auch noch die Mitarbeiter menschenwürdig entlohnen!
Es sei absolut ausreichend, wenn sich Ronald McDonald in Krankenhäusern um schwer kranke Kinder kümmere. Die seine sowieso keine besonders guten Kunden. Und außerdem seien vom Verzicht auf Käfigeier nur die „Restaurants“ in den USA und Canada betroffen. In den andern Ländern solle der Kunde eben das fressen, was auf den Tisch komme. Zumindest in Deutschland sei das bereits gute Tradition…

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Sigmar der Voodoo-Priester im Wirtschaftsministerium

Ach was, Herr Gabriel? Und trotzdem müssen wir es haben? Unbedingt? Weil wir nur davon profitieren? Oder sind es nur die Konzerne, die davon profitieren und die Gegner, die ihre Stimme gegen den Ausverkauf europäischer Interessen an die USA erheben, sind am Ende gar nicht einfach nur reich und hysterisch, sondern lediglich vernünftig? Die einzigen, die bei der Debatte um TTIP hysterisch werden, sind eben die Konzerne die, ebenso wie die politischen (Un)Würdenträger, befürchten nicht noch reicher, sprich profitabler zu werden? Aber dafür sind sie ja bekannt, nicht wahr? Heute „Hü“ und morgen wieder „Hott“, ganz wie´s der politischen Großwetterlage entspricht, nä?

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