Weniger als Nichts ist also ein erstrebenswertes Ziel?

Toll! Und für diesen Mist sind jetzt tausende von hochdotierten Politschwachköpfen nach Lima geflogen, haben mit Abgasen die Atmosphäre verschmutzt und ihren Teil zur Klimaerwärmung beigetragen, haben dort gefressen, gesoffen und rumgehurt und haben – wie nicht anders zu erwarten – nüscht erreicht! Ein netter Betriebsausflug also, auf Kosten der Steuerzahler und mit dem guten Gefühl, es wenigstens ein bisschen versucht zu haben. Natürlich waren die andern Schuld. Und besonders nicht hervor getan hat sich wieder einmal Muddis nonchalant-nichtsnutzige Bundesregierung, die viel lieber die Autokonzerne unterstützt und alle anderen, die die Umwelt zerstören, statt sich um den Klimaschutz zu kümmern! Gleichzeitig heult die Börse getroffen auf, weil die Öl- und Spritpreise immer weiter in den Keller fallen, obwohl es ja eigentlich schon lange kein Rohöl mehr geben sollte. Wird das Ol immer teurer, dann liegt das am Markt (oder manchmal, nein immer, auch an Spekulanten). Wird es aber billiger, dann hat das mit Markt nichts mehr zu tun, dann sind dunkle Mächte am Werk!
Und einstweilen wird Krieg geführt, in der Ukraine, in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten. Es wird ausgebeutet, vergewaltigt, gemordet und versklavt, dass es eine wahre Freude ist. Man ringt um Rohstoffe und lässt dabei die Natur über die Klinge springen, denn Umweltschutz ist bekanntlich nur etwas für Idioten und diejenigen, die zu arm sind, um sich den wirklich wichtigen Dinge im Leben zu widmen!
Und weil die Politik mittlerweile, zumindest hier in Deutschland, eingesehen hat, wie wichtig eine saubere und gesunde Umwelt, intakte Natur und Klima sind, befürwartet man die Nutzung von Kohlekraftwerken zur Stromgewinnung, weil man kann ja auch alles übertreiben, nicht wahr? Seid ihr eigentlich noch ganz dicht, ihr politisierenden Arschgeigen in der Bundesregierung???

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Friss und/oder stirb!

Prof. Dr. M. Onsanto hat in einer groß angelegten Studie heraus gefunden, dass Mais fressende Kühe weniger Methan ausstossen als jene, die mit Gras gemästet werden. Dabei hat sich rein zufällig die Maissorte MON 810 ausgezeichnet und hier ganz besonders dann, wenn sie mit dem Pestizid Roundup Ready behandelt wurde, dem die EU-Umweltkommission bekanntlich in Kürze den blauen Umweltengel für die herausragenden ökologischen Eigenschaften von Glyphosat verleihen will!

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Nicht nur die Meere sind sauer, Muddi auch…

…wenn man sie mit solchen Lappalien wie dem Klimaschutz belästigt. Sie hat Besseres zu tun und Wichtigeres, wie z. B. die CO2-Grenzwerte für die dicken, fetten Bonzenkarren deutscher Premiumhersteller nach oben zu korrigieren. Dabei stören Todeszonen in den Ozeanen nur die Geschäfte der Automobilindustrie.

Die weltweiten Todeszonen haben sich freilich schon derart ausgebreitet, dass sie bis ins Kanzleramt in Berlin reichen! Seit jenem Tag sitzt dort ein Zombie am Schreibtisch der KanzlerIn. Muddi lautet der Name und in früheren Zeiten nannte man sie die KlimakanzlerIn. Aber das ist lange her und nur ein paar Legenden erinnern heute noch an diese Ära! Vom Klima will Muddi nämlich längst nichts mehr wissen. Wie auch, das Klima in Deutschland ist schon so sehr vergiftet, dass man kaum noch atmen kann. Politische Stagnation und die fauligen Auswirkungen des Lobbyismus stinken zum Himmel. Die Reichen fläzen sich dekadent in ihren Penthäusern und überlegen den lieben langen Tag, wie sie ihr Geld a.) vor dem Zugriff des Staates verstecken und b.) wie sie es so ausgeben können, dass außer ihnen niemand davon profitieren kann! Harte Zeiten für arme Schlucker und das Klima, aber wen interessiert das schon? Richtig, keine Sau…

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Willst Du eine Tüte, Alter?

Es ist schon erstaunlich, dass man alle umweltpolitischen Massnahmen (sofern man die Einführung einer Bezahlpflicht für Plastiktüten überhaupt als umweltpolitische Massnahme bezeichnen kann) über den Geldbeutel der Bürger zu steuern versucht.

Ich meine, es wäre sicherlich furchtbar, wenn man die Herstellung, den Handel mit und den Verkauf von Plastiktüten einfach verbieten würde! Die Konzerne allüberall in Europa würden (natürlich völlig zu Unrecht) notleidend, denn die Gewinne aus dem Verkauf der Plastiktüten an die Einzelhändler und von denen an die Kundschaft (ja, sowas gibt es schon) sind märchenhaft! Wo sonst gibt es schon so dämliche Kunden, die dafür, dass sie mit den bunt bedruckten Plastiktüten auch noch Werbung für den Laden machen, in dem sie gerade eingekauft haben, auch noch Geld bezahlen? Außer bei Apple vielleicht?

Die Forderung, Plastiktüten müssten Geld kosten, damit weniger davon auf dem Müll landeten, ist abstrus! Plastiktüten kosten in aller Regel heute schon Geld, das weiss derjenige, der selber einkaufen gehen muss, weil er sich keinen Einkaufsknecht leisten kann, am allerbesten! Aber nichts ist so einfach, als so zu tun, dass man die Umwelt und die Natur schützen möchte und dafür einfach in die Tasche eines anderen zu greifen, wie es die Regierung tut?

Ihr wollt saubere, regenerative Energien, um das Klima zu schützen? Sorry, aber das wird teuer (denn die Energiekonzerne wollen zwar auch weiterhin richtig gut Geld verdienen, aber bitte sehr keinerlei Risiko tragen, oder gar in Netze und anderen Firlefanz investieren!)!

Ihr wollt auch weiterhin Auto fahren? Dann aber bitte schön müsst ihr auch bereit sein, mehr dafür zu bezahlen (Katalysatoren, schwefelarme Spritsorten, effektivere Motoren, die Ksten nehmen kein Ende und wer sich die neueste Technik nicht leisten kann, sorry, der hat eben Pech und muss noch mehr bezahlen, wie z. B. mehr Kraftfahrzeugsteuern, Fahrverbote in Innenstädten und die daraus resultierenden Kosten für die Öffis)!

Ihr wollt keine saubere und sichere Atomenergie? Ja, dann habt ihr ein Problem, denn die Energiekonzerne, die damit jahrzehntelang die dicke Kohle geschaufelt haben, wollen sich nicht an den Kosten für Stilllegung der alten Meiler, den Rückbau und die ebenso sichere Endlagerung der radioaktiven Abfälle beteiligen (das ist schließlich Sache der Kunden, die genauso lange von dieser wunderbaren und unerschöpflichen Energiequelle – jedenfalls was die Einnahmen aus Sicht der Konzerne betrifft – „profitiert“ haben und vor allem des Steuerzahlers!)!

Früher und gelegentlich auch noch heute (allerdings bedeutend seltener, als uns suggeriert wird) pflegte sich „Unternehmertum“ durch eine gewisse Risikobereitschaft auszuzeichnen, die auch ein gewissen Mass an Einkommen rechtfertigte. Wer das Risiko trägt, kann im Zweifelsfall auch alles oder einen großen Teil seines Vermögens verlieren. War er also bereit, dieses Risiko einzugehen, so rechnete er sich eine Erfolgschance aus und wenn er dieses als akzeptabel einschätze, dann konnte er im Falle eines Erfolgs die Früchte sowohl seiner Arbeit, als auch seiner Risikobereitschaft ernten.

Damit ist es allerdings heute vorbei. Man ist zwar bereit Risiken einzugehen und zwar JEDES Risiko, aber keinesfalls die Folgen, falls die Erwartungen sich nicht erfüllen. Dagegen nimmt man (aus garnicht so unerfindlichen Gründen) die Gewinne gerne mit, wie es so schön heisst!

Man hat schließlich noch ein gewichtiges Pfund, mit dem man wuchern kann, wenn man es versteht. Große Banken beispielsweise sind „systemrelevant“, d. h. wenn sie pleite gehen, dann reissen sie ganze Volkswirtschaften, ganze Staaten mit in den Abgrund…sagen sie und jedermann in der Regierung glaubet es gerne! Also rettet man die Banken, hebt drohend den Zeigefinger der Moral und lässt sie weiter machen wie bisher!

Große Konzerne verweisen gerne auf die Zahl ihrer Beschäftigten, die man doch nicht in die Arbeitslosigkeit schicken wolle, egal wie bescheuert sich die Geschäftsführung auch verhalten, wie sehr sie aich auch verkalkuliert haben mag! Denn auch Arbeitslose sind Wähler und wer möcht schon gern tausende von Wählerstimmen riskieren, wenn man doch zumindest nach außen hin den Anschein erwecken kann, man hätte alles nur menschenmögliche getan? Ein Politiker jedenfalls nicht!

Und man darf ja auch nicht vergessen, dass eine politische Karriere nicht ewig dauert. Einmal das Maul zu früh und/oder am falschen Ort aufgerissen und schon kann es vorbei sein. Vielleicht hat man aber auch nur auf´s falsche Pferd gesetzt und plötzlich lässt einen die eigene Seilschaft fallen, wie die sprichwörtliche heisse Kartoffel, dann ist man froh um jeden Konzern, bei dem man es sich zu zeiten von Amt und Würden nicht verdorben hat. Denn wer möchte schon, wenn er erst einmal daran gewpöhnt ist, auf all die vielen kleinen, wenn auch recht unbedeutenden und die eigene unabhängige Meinung keinesfalls beeinflussenden Annehmlichkeiten verzichten, die einem die verschwiegenen Lobbyisten jedweder Couleur zu gewähren pflegen, angefangen von üppigen Buffets mit exostischen Kostbarkeiten, über allerlei elektronischen Schnickschnack, kostengünstig bis kostenfrei für Testzwecke zur Verfügung gestellt, bis hin zum exzessiven Besuch im Puff?

Im vorliegenden Fall dürfen wir einmal mehr davon ausgehen, dass die Bundesregierung, in Form des Bundesumweltamtes und unter der weisen Führung des Jockel Flasbarth, vermutlich mit „massiver Unterstützung“ durch die übergewichtige Gestalt ihres Bundesumweltministers Altmaier, nach dem bewäührten Prinzip des allen Wohl und keinem Wehe (außer dem Steuerzahler vielleicht, nein, sogar ganz sicher!)und unter maßgebendem Einfluss der entsprechenden Lobbyverbände, zwar den Anschein umweltpolitischer Aktivität erwecken möchte, aber dennoch nicht zu viel des Guten will. So werden also auch weiterhin Plastiktüten in ungeheuren Mengen und gegen gute Bezahlung an den Einzelhandel geliefert und von diesen dann (gegen Bares, versteht sich) an den Kunden weiter gegeben werden. Was daran nun wirklich neu sein soll, mag jeder für sich entscheiden. Für mich zeigt dieser Plan jedoch eines ganz klar: Die Bundesregierung hat keine Ahnung von Umweltpolitik (und wie man sich weiter denken kann, auch keinerlei spürbares Interesse), aber davon jede Menge!

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Der faktische Herr Altmaier

Wenn jemand wie der Bundesumweltminister Altmaier von was sagt, so sei´s, ist man nicht sicher, aber er´s auch wirklich weiss. Oder realistischer, er wird es schon wissen, aber er sagt es nicht, um das Wahlvolk nicht zu verärgern und seiner KanzlerIn nicht das Korn zu verhageln.

Aber mit san Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit können wir davon ausgehen, dass es sich bei einer gesetzlichen Regelung, die unter tätiger Mitarbeit und mit Unterstützung des nonchalanten Herrn Rösler zustande gekommen ist, keine Regelung sein kann, die zu Lasten der Wirtschaft und der Energiekonzerne geht! Ganz sicher wird sie zu Lasten der Menschen gehen und auf jeden Fall zu Lasten der Umwelt. Da kann der Herr Altmaier noch so salbungsvoll lamentieren und behaupten, dies sei „faktisch“ ein Moratorium. DAS bedeutet „faktisch“ überhaupt nichts!

Wer wie Altmaier und sein kleiner Spielkamerad Rösler darauf baut, die Energiekonzerne würden schon noch irgendwann ein Fracking-Verfahren entwickeln, dass völlig umweltfreundlich und absolut ungefährlich sei, verschleiert ganz bewusst die Tatsache, dass es dafür keinen Grund gibt. Die Zeit spielt weder für die Menschen, noch für die Umwelt und wird erst recht nicht dafür sorgen, dass Konzerne, denen es ausschließlich um ihren Profit geht, umweltfreundliche Technologien und Verfahren entwickeln, nur weil Herr Rösler das hofft.

Viel eher wird die Zeit (durch die sich in den nächsten 10 Jahren immer mehr verknappenden Ressourcen) dafür Sorge tragen, dass bei weiter steigenden Preisen die Belastungsgrenze der Menschen steigt und sie sich angesichts kaum noch zu bezahlender Strom- und Heizungsrechnungen von der Regierung mit unhaltbaren Versprechen platt kloppen lassen und das Fracking, egal in welch umweltzerstörender und -verschmutzender Form es auch daher kommen mag, eben einfach damit abfinden könnten. Das ist zwar in unseren Augen eher unwahrscheinlich, aber es ist ja nicht das erste Mal, dass die Bundesregierung abseits jeder Realität ihre und vor allem die Interessen der Wirtschaft vertritt. Bleiben wir also wachsam und zeigen der Kloalition ihre Grenzen auf…

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Das Pferd und die kriminelle Marktwirtschaft

Als vor knapp 10 Tagen fest gestellt wurde, dass in Großbritannien Pferdefleisch in Fertiggerichten gefunden wurde, in denen eigentlich Rindfleisch sein sollte, rolltr rinr Erll der Empörung verunsicherter Verbraucher über den europäischen Kontinent. Natürlich zuerst nur in Irland, wo man Hamburger gefunden hatte, die zu 100% aus Pferd bestanden, statt aus Rindviechern, dann in England, wo, wie bereits erwähnt, die Gäule zu Fertigfrass verarbeitet worden waren und so ganz allmählich nahmen die Lebensmittelkontrolleure auch in weiteren Ländern Europas die Spur der Pferdeäpfel auf.

Am 11.2.2013 wurde noch vollmundig verkündet, dass Deutschland von dem Skandal nicht betroffen sei, schon einen Tag später nahmen Discounter und Supermärkte bereits Tiefkühlprodukte aus den Regalen, weil sie sich schon nicht mehr so sicher waren, dass ihre Waren wirklich einwandfrei sind.

Schon drei Tage später hielt die BundesverbraucherschutzministrantIn Aigner es „fast für eine Sauerei“ (wobei die Betonung auf „fast“ lag!), was da geschehen sei und eine krasse Verbrauchertäuschung. Nun ja, das kann man auch anders sehen und man kann durchaus die Meinung vertreten, dass die Reaktion einer MinisterIn, die die Interessen der Verbraucher schützen soll, wenigstens ein bisschen mehr Substanz hätte enthalten können. So aber geschah nichts weiter. Die AignerIn hatte sich leicht empört gezeigt und damit sollte es auch schon wieder gut sein.

Bis zum heutigen Tage werden jedoch in immer mehr Lebensmitteln und Fertiggerichten „Spuren“ von Pferdefleisch gefunden, die sich nach nicht näher zu überprüfenden Laboruntersuchungen zwischen 5 und 50% der jeweiligen Fleischmenge bewegen sollen. Ein Skandal! Denn, wenn man Rindfleisch kauft, dann muss auch Rindfleisch drin sein.

Was allerdings bereits auf die ersten berichte vom Pferdefrass folgte, waren Reaktionen der Medien und Kommentare aus „berufenem“ Munde, die 1.) sogleich den Verbrauchern die Schuld an dem Skandal gaben, weil die ja nur auf der geiz-ist-geil-Schiene fahren würden und immer nur die billigsten Lebensmittel verlangten und 2.) Pferdefleisch sei nicht nur viel gesünder als Rindfleisch, sondern 3.) sei auch im Verzehr völlig unbedenklich. Schließlich gibt es in Deutschland gar manche Pferdemetzgerei, in der freundliche Schlachter irgendwelche alten Zossen zu Sauerbraten und Würsten verarbeiten.

Das mag ich so unkommentiert nicht stehen lassen. Mal abgesehen davon, dass diese Behauptungen einfach eine Unverschämtheit sind, zeigen sie doch deutlich, woher der Wind weht in unserem Wirtschaftssystem.

zu 1.) In unserer Regierung sitzen gut bezahlte Politker, die sich dafür rühmen, vom Volk gewählt worden zu sein. Sie sind, das kann man ganz pauschal behaupten, Priester des neoliberalen kapitalistischen Systems, das sie für die alleinseligmachende Ideologie der westlichen Wertegemeinschaft halten. Da ich mich nicht daran erinnern kann, dass einst Menschenmassen auf die Straßen strömtern, um in deutschland billigere Lebensmittel zu fordern, muss das Sinken der Preise (und der Qualität) andere Ursachen haben. Sie sind in der Marktwirtschaft begründet und das „Spiel“ ihrer Kräfte von Angebot und Nachfrage, auf das die Politik so große Stücke hält. In einer Gesellschaft, die Tag und Nacht eingetrichtert bekommt, dass sich die Preise für ein Produkt daran orientieren, wieviele Verbraucher das Produkt nachfragen, bzw. wie viel davon produziert wird, ist es eigentlich nur natürlich, wenn der Verbraucher eben geäß dieses Systems handelt und das kauft, was am billigsten ist, von dem aber der Hersteller behauptet, dass es genau die selben qualitativen Eigenschaften aufweise, wie ein vergleichbares aber teureres Produkt!

Das dann auch noch ein Elektroartikelhändler seine selten blöde Werbekampagne unter dem Titel „geiz-ist-geil“ unter´s Volk brachte und das angesprochene, ja indoktrinierte Volk diesen Slogan dann so sehr verinnerlichte, dass plötzlich nichts anderes mehr zählte, als „geiz-ist-geil“m dar feigentlich nicht weiter verwundern.

zu 2.) Pferdefleisch mag gesünder sein als Rindfleisch und in seiner Zusammentsetzung womöglich auch gehaltvoller, Fakt ist aber auch, dass es nur ungefähr halb soviel kostet wie Rindfleisch! Man kann mich verprügeln, aber ich behaupte dennoch, dass die Betrüger, die mit enormer krimineller Energie und unter Ausnutzung mafiöser Strukturen das teure Rindfleisch gegen billiges Pferdefleisch ausgetauscht haben, dies nicht taten, um den Menschen etwas Gutes zu tun, sondern um (wenn man die Mengen betrachtet) exorbitante Gewinne zu machen! Dem Verbraucher jetzt zu unterstellen, er wäre bloss zimperlich ist mehr als nur eine Frechheit.

zu 3.) Da wir davon ausgehen können und müssen, dass der Austauch von Rind- gegen Pferdefleisch einzig den Grund hatte, illegale Gewinne zu erzielen, können wir ferner annehmen, dass nicht das beste und nach allen gesetzlichen Vorschriften erzeugte Pferdefleisch zum Einsatz kam, sondern auch hier das billigste Gammel- und Zährenfleisch, dessen man habhaft werden konnte. Wir erinnern uns? „Geiz-ist-geil“ und das gilt nicht nur für die Verbraucher sondern auch für die Verbrecher. Niemand kann bei solchen illegalen Machenschaften garantieren, dass nur einwandfreies Fleisch von edlen Schlachtrössern zum Einsatz kam. Nein, hier hat man das Gelumpe verarbeitet, dass sonst in der Abdeckerei gelandet wäre. Es ist nichts anderes, als Gammelfleisch gewesen.

Dies ist das kapitalistische System der freien Marktwirtschaft. Es ist die Religion der konservativen, wie der liberalen und der meisten anderen Parteien, die der Meinung sind (vorausgesetzt, die Lobbyisten haben mit genug Geld diese Meinung gebildet!), der Markt regele alles. In diesem Fall hat der Markt die (sehr niedrigen) Preise geregelt und im Gegenzug dafür die mangelhafte Qualität, die dank spärlicher Lebensmittelkontrollen so gut wie nie auffällt. es sei denn, man geht einem gezielten Verdacht nach! Der Markt aber regelt genauso das Interesse krimineller Mafiabanden an den Geschäften und überall da, wo interessengelenkte Gesetzgebung effiziente Kontrollen verhindert und dem Betrug Tür und Tor öffnet, da klinken sich die Paten ein und bedienen sich dankbar der ihnen auf dem Silbertablett angebotenen Möglichkeiten.

Der sogenannte freie Markt funktioniert nicht. Er hat nie funktioniert. Diese Behauptung ist eine glatte Lüge, die auch dadurch nicht mehr an Wahrheit gewinnt, dass man sie immer und immer wiederholt! Ein unkontrollierter und unregulierter Markt beginnt sofort zu degenerieren, Monopole zu bilden, Kartelle zu gründen und ein freies Spiel der Marktkräfte nach Möglichkeit auszuschalten. Nirgendwo war das in der letzten Zeit besser zu beobachten, wie in der Wirtschafts- und Finanzkrise, bei den Energiepreisen, aber auch bei den Rohstoffen, dem Schienenkartell und jetzt hier beim Pferdefleischskandal. In all diesen Fällen ist der Verbraucher und der Steuerzahler der Dumme gewesen und er wird es auch weiterhin sein, solange die Politik nicht bereit ist, die Einflüsterungen der Wirtschaft konsequent zu ignorieren und das Gemeinwohl in den Mittelpunkt all ihres Handelns zu stellen. Aber dazu muss Abgeordnetenbestechung ein Straftatbestand werden, müssen Lobbyisten Hausverbot in allen Behörden und Ministerien erhalten und muss endlich der Wille da sein, etwas verändern zu wollen. Aber wo sollen wir anfangen? Beim Austausch von Muddi gegen einen Steinbrück, der erklärt, das KanzlerInnengehalt sei zu niedrig?

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Hunger!

Hunger! Was ist eigentlich der Unterschied – von den weltanschaulichen Differenzen einmal ganz abgesehen – zwischen den Menschen, die in Nordkorea wegen der Ernährungslage (im Rahmen des Versagens des Sozialismus/Stalinismus) verhungert sind und auch heute noch verrecken, weil sie keine Nahrung haben und den Menschen, die in Afrika, z.B. Somalia, Äthiopien, im Südsudan, oder wo auch immer verhungern, weil sie sich die (reichlich) vorhandenen Nahrungsmittel mangels finanzieller Möglichkeiten (quasi als Opfer des „freien“ Marktes und den von ihm diktierten Preisen), nicht kaufen können?
Sind die Hungertoten in Nordkorea anders zu bewerten, als die Opfer der kapitalistischen Profitgier? Ist es angemessen, Menschen verhungern zu lassen, nur weil sie nicht genug Geld besitzen? Hat das vielleicht etwas mit Menschlichkeit, mit Menschenwürde zu tun? Was also ist der Unterschied zwischen der Verhungerten in Nordkorea und denen in der „freien“ Welt? Sind sie glücklicher gestorben? War der Tod weniger schmerz- und qualvoll, weil er den Betreffenden in einem Teil der Welt ereilte, den man als „frei“ bezeichnete?
Warum verhungern Menschen überhaupt in einem Land der „freien“ Welt? Nun, natürlich sind es weit mehr Menschen in diesen Weltgegenden, die an verschmutztem Wasser verrecken und den dadurch hervor gerufenen Krankheiten. Und sie sterben in dem Bewusstsein, dass sie eigentlich problemlos überleben könnten, wenn sie nur über ein ausreichendes Einkommen verfügten und – das ist man ständig bemüht, zu verbreiten – dass er prinzipiell auch hätte, wenn er sich nur genug darum bemühte! So gibt man also denen die Schuld an ihrem Tod, die ihn erleiden müssen, nicht jenen, die so viel Geld besitzen, dass sie es zu Lebzeiten gar nicht ausgeben können!
Ich gehe sicher nicht fehl ind er Annahme, dass diese Erkenntnis kein großer Trost für einen Menschen ist, der sterben muss, weil er zu arm ist, um zu überleben.
Wer kann sich schon vorstellen, was im Herzen einer Mutter vor sich geht, die ihr Neugeborenes nicht stillen kann, weil sie keine Milch hat? Die ihr an Durchfall und Austrocknung gestorbenes Baby in der verdorrten Wüste begraben muss und ihm nicht mehr mitgeben kann, als das zerrissene T-Shirt, in das sie den kleinen Leichnam voller Schmerz und Liebe eingehüllt hat…
Und wir alle wissen, dass große Unternehmen vor allem in Afrika die besten Ackerflächen kaufen oder pachten (das sog. Land Grabbing), dass sog. Investoren mit Land und Lebensmitteln spekulieren und die Preise so in die Höhe treiben, dass die von ihrem Land vertrieben Kleinbauern nicht mehr existieren können. Gerade in den ärmsten Ländern werden tausende und abertausende von Hektar Ackerflächen an ausländische Unternehmen verkauft (natürlich meist mit tatkräftiger Unterstützung völlig korrupter Regierungsvertreter!). Und weil weder die Regierungen, noch die Kleinbauern beweisen können, dass sie die Landrechte besitzen, die Regierungen aber die Gewehre und Bajonette haben, vertreibt man die Kleinbauern und verscherbelt das wertvollste, was ein Volk sein Eigen nennen kann – sein Ackerland!
Ob dabei ein paar Unschuldige getötet werden, interessiert keine Sau! Das Land muss enteignet und den Konzernen übergeben werden, die mit riesigen Maschinen und ungeheuren Energiemengen im Rahmen industrieller Landwirtschaft Nahrungsmittel erzeugen, die sie für teures Geld in den entwickelten Ländern auf den Markt bringen. Die Märkte in den Erzeugerländern aber bleiben leer, weil die Einheimischen die geforderten Preise nicht bezahlen können.
Auf die schlechtesten Flächen vertrieben, an denen die Konzerne kein Interesse haben, sofern nicht unter dem Boden wertvolle Rohstoffe vermutet werden, und in die Wüsten verdrängt, vegetieren die nun landlosen Kleinbauern ohne jede Hoffnung auf Hilfe. Bleibt der Regen aus, oder regnet es zu viel, wird die Situation sofort Existenz bedrohend und wenn die Trockenheit kommt und überhaupt kein Regen mehr fällt, wenn das Land zur Wüste wird und das Vieh verreckt, sterben die Menschen. Und niemand weint den manchmal nicht mal mehr verscharrten Toten der Gier des Kapitalismus, der sich hier zu einem Neoimperialismus entwickelt hat, auch nur eine müde Träne nach!

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