Bescheidenheit ist eine Zier – doch weiter kommt man ohne ihr!

Das ist jetzt dann doch sehr, sehr nobel von den Abgeordneten, nicht wahr? So hübsch bescheiden. Jeder Normalbürger würde von dieser Lohnerhöhung vermutlich moralisch überfordert. Und die Damen und Herren Abgeordneten, getragen von Selbstdisziplin und Rücksichtnahme, wollen nur schlappe 250 Euro mehr! Zwar ist, was für den einen ein riesiger Sprung auf der sozialen Leiter wäre, ist für den andern eben nur ein kleiner, bescheidener Schritt! Und wenn wir ehrlich sind, was sind schon 9.336,- €/Monat an Diäten? Genau, ein Nichts! Ach ja, da fällt mir gerade ein, dass ein Gutteil dieser Leute und natürlich die gesamte Wirtschaft mit ihren Speichelleckern und Lobbyisten, noch vor ein paar Tagen der Meinung waren, der Mindestlohn müsse, wenn schon nicht ausgesetzt, so doch wenigstens abgeschafft werden. Und für die Flüchtlinge sollte selbst dieser Mindestlohn ausgehebelt und auf den Müll geschmissen werden. War doch so, oder?

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Die Story von den aufgeblasenen Autobahnen!

Also ich bin ja grundsätzlich für ein durchgängiges Tempolimit von 30 km/h auf allen Autobahnen deutschlandweit. Schließlich sind die neuen, modernen Fernverkehrsstraßen, wo sie überhaupt gebaut wurden, nicht füür solch mörderische Temperaturen gebaut worden. Und auch nicht für Minusgrade! Bei Regen sind sie völlig ungeeignet. Und zum darauf fahren waren sie nie vorgesehen! Die alten Straßen, die hatten noch Qualität. Massiv, von Hand geschaufelt, dank dem GröFaZ und seines Arbeitsdienstes, hielten sie jahrzehntelang dem Verkehr im Nachkriegswirtschaftswunder stand, bis sie endlich mangels Wartung und Neubau zerbröselt waren. Und die neoliberale Politik der marktkonformen Demokratie hatte auch darauf gleich eine passende Antwort:“PPP, Private Public Partnership“. Das funktioniert folgendermaßem – private „Investoren“ investieren Geld in den Bau von Straßen (natürlich nur da, wo es sich auch lohnt, also im Fernstraßenbau) und dann erwarten sie, Wunder über Wunder, dass sich ihre „Investitionen“ möglichst rasch und möglichst ertragreich amortisieren und auszahlen! Aber auch dies folgt einem Prinzip, dass sich wie folgt zusammen fassen lässt:“Möglichst geringer Einsatz, möglichst hoher Profit – ergo das Grundprinzip des Kapitalismus. Und dann erwartet wirklich jemand, diese „Investitionen“ könnten irgendwie zum Vorteil für die öffentliche Hand werden, die diese minderwertigen Straßen mit teurem Steuergeld an sozial minderbemittelte geldgeile Beutelschneider verschiebt? Träumt ma weiter ihr Arschgeigen…

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Die SPD hat ein Rad ab!

Ach was? Der SPD fehlt also das Schröder-Gen? Soll diese Partei noch asozialer und marktkonformer, bzw. marktorientierter werden als sie es schon ist? Dieser Typ hat die SPD an den Rand des Abgrunds geführt und wenn es so weiter geht, ist sie Morgen sicher schon einen Schritt weiter! Er und seine Ziehsöhne und -töchter haben die Sozialdemokratie auf dem Gewissen und zu einer Spezialdemokratie gemacht. Nachdem ein guter Teil der SPD-Führung noch vor nicht allzu langer Zeit gegen ihn und seine Agenda 2010 wetterte, um Stimmen zu bekommen, stehen sie nun alle Schlange, um ihm, dem neoliberalen Asozialdemokraten zu huldigen und ihm ihren Dank dafür auszudrücken, dass er den Sozialstaat quasi abgeschafft hat? Nicht nur der SPD scheint das Schröder-Gen zu fehlen – mir fehlt es auch und darum hab ich keinerlei Verständnis für diese arschkriechrischen Geburtstagsorgien mit dem Bastafari aus Niedersachsen! Von mir aus kann er gern Asyl bei seinem Gas-Wasser-Scheiße-Kapo Putin erbitten! Auf nimmerwiedersehn, Herr Schröder, gehen sie mir gefälligst aus den Augen und zwar dauerhaft…

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Na dann! Wenn Goldman Sachs das will, wer sind wir, dass wir ihnen nicht willfahren könnten?

Wer mich kennt, mag ahnen welch ungeheure Begeisterung mich erfasste, als ich dieses Statement las – Goldman Sachs wünscht eine Große K(l)oalition? Ja, dann frage ich mich schon, warum wir uns die Mühe mit Wahlen machen, den ganzen Zinnober mit Wahlkampf der, zugegebenermaßen gar keiner wahr, sondern eher ein lauer Austausch mehr oder weniger nachvollziehbarer und meist an den Sackhaaren herbei gezogener Argumente.

Wieso plagens ich die Parteien damit, ihrer Wählerschaft zu erklären, warum sie vor der Wahl eine bestimmte K(l)oalition kategorisch ablehnen und nach der Wahl dann „widerstrebend“ doch eingehen müssen?

Wieso ist der Wähler so bescheuert und latscht am Sonntag zum Wahllokal, nur um mühselig mit einem Zimmermannsbleistift ein krakeliges Kreuz, oder zwei, auf seinen, den Intellekt der meisten konservativen Wähler deutlich übersteigenden Wahlzettel zu schmieren, wenn Goldman Sachs uns doch einfach sagen könnte, was ihr, der gigantischen Investmentbank, genehm ist?

Vielleicht sollte ich doch noch erwähnen, das ich gemeinhin nicht viel von Weltverschwörungstheorien, von NWO und dem ganzen Krempel halte, angefangen von den Chemtrails (es sei denn, man mag die aus den Flugzeugtoiletten im Flug abgelassene Scheiße als Chemtrail bezeichnen), über die Klimaänderungslüge, bis hin zu HAARP-Theorien und dergleichen anderer obskuren Dinge mehr. Aber wenn ich sowas in der Zeitung lese, frage ich mich schon, ob ich nicht doch auch einmal zum Thema Bilderberger (und wer wann warum daran teilnehmen durfte) recherchieren sollte, welche ja die Weltwirtschaft und die die Weltpolitik beherrschen sollen.

Ich möchte natürlich meine Freunde, die sich darüber viele Gedanken machen, nicht abqualifizieren, oder ihnen ihre Glaubwürdigkeit absprechen. Gewisse Dinge können bisweilen schon den Eindruck erwecken, als handele es sich dabei um ein abgekartetes Spiel, um eine konzertierte Aktion, gewissermaßen.

Aber dann, wenn ich so darüber nachdenke, komme ich immer wieder zu dem Schluß, dass das eigentlich nicht sein kann. Ein System, wie der Kapitalismus und seine große Anzahl von Protagonisten, haben sich einer materialistischen Ideologie hingegeben, die auf dem Grundgedanken des Egozentrismus ausbaut! Das bedeutet, jeder strebt für sich nach der Spitze, ohne jede Rücksicht auf andere und nur nach dem eigenen Vorteil strebend.

Konzerne stellen sich nicht unter die Regeln eines freien Marktes, der sich angeblich selbst reguliert. Sie streben nach Monopolen und Kartellen, nach marktbeherrschenden Stellungen, die es ihnen ermöglichen, die Preise zu diktieren. Sie wollen sich nicht dem Druck von Konkurrenten unterwerfen, was eine Senkung der Preise zur Folge hätte, sie wollen den Markt beherrschen und die Preise nach gutdünken festlegen!

Da in diesem sogenannten „freien“ Markt alle nach der Kontrolle dieses Marktes streben, mag es von außen so aussehen, als zögen die Konzerne alle an einem Strang, oder würden sich einer übergeordneten Instanz unterwerfen. Dem ist jedoch nicht so.

Genauso ist dies mit der Politik. Jeder will an die Fleischtöpfe der Macht und weil das so ist, einigt man sich auch immer relativ schnell auf einen Verteilungsschlüssel. Dabei spielen die Ziele der einzelnen politischen Partei, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb fällt es Politikern auch so leicht „Kompromisse“ zu finden, die eben jenen Verteilungsschlüssel darstellen!

Politik wird nicht für die kleinen Leute genmacht, die am Wahltag brav in die Wahlkabine eilen, um ihr Kreuzchen zu machen. Politik wird von wirtschaftlichen Interessen bestimmt und die Wirtschaft übt massiven Druck auf die Politik aus, was in der regel zu politischem Wohlverhalten gegenüber der Wirtschaft führt, weil man sonst damt rechnen muss, dass die Konzerne der jeweiligen regierung den, wie man so schön sagt, „Stecker rausziehen“…

Wenn also Goldman Sachs sagt, eine Große K(l)oalition sei wünschenswert, dann ist das eben so!

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Wie gehts weiter, SPD?

Jetzt haben wir es schwarz auf weiss und, dafür sollte wir von ganzem Herzen und mehr als dankbar sein, erst recht nicht (mehr) schwarz auf gelb, die SPD ist eine Volkspartei ohne Volk und ohne Wähler!

Woran das liegen mag? Sicher nicht an den Wählern, oder am Volk. Die Ursache mag eher eine Sozialdemokratie sein, die nicht nur all das verraten hatte, was Sozialdemokratie noch in den 60er und 70er Jahren ausgemacht hat: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit (noch heute oft auf der traditionsreichen SPD-Fahne freudig erregt vor sich her getragen) und das Wissen um die Tatsache, dass es in Deutschland eine Arbeiterklasse gibt, die einen politischen Arm braucht, deren Interessen zu vertreten und für deren Rechte zu kämpfen, sondern die einfach negierte, dass es eine Arbeiterschaft und die Notwendigkeit, für deren Rechte zu streiten, überhaupt noch gibt!

 Damit war es spätestens mit dem „Genossen der Bosse“ vorbei. Die SPD warf all ihre Traditionen über Bord und verneinte plötzlich alles, wofür sie einst stand und einstand und damit ja niemand auf die Idee kam, man könne dorthin zurück, wo man einst hergekommen ist, sägte man die eigenen Wurzeln ab und erklärte sich forsch zur neuen Partei der Mitte, weil es ja eine Arbeiterklasse an und für sich nicht mehr gäbe – jedenfalls nicht in dem Ausmaß, dass man deren Interessen noch vertreten müsste!

Ein grober Irrtum, wie sich mittlerweile herausgestellt hat! Während die SPD mit einem ganz seicht links angehauchten Wahlprogramm und einem rechten Spitzenkandidaten in die Scheiße fuhr, schwang sich Muddi, zwar ohne irgendein Wahlprogramm, aber wenn, dann mit deutlich sozialdemokratischen Aussagen (wenn auch in völlig belangloser und nicht ernst zu nehmender Form) zu einem atemberaubenden Höhenflug startete. So veraltet können sozialdemokratische Standpunkte aus der Sicht des Wählers also doch noch nicht sein.

Und so sehen wir mit grausen, dass die Stimmen, die der SPD regelmäßig bei Wahlen fehlen, der CDU zum Sieg verhelfen. Und die Tatsache, dass die SPD sich wie ein verhaltensgestörtes Huhn ständig von der Linken distanziert, die in ihrer Mehrheit ehemals linke SPD-Anhänger sind, lachen sich die Konservativen Kräfte halbtot über die Dummheit, mit der im Willy-Brandt-Haus Politik zu machen versucht wird, manchmals sogar Wahlkampf. Der Dilletantismus feiert ein ums andere Mal fröhliche Urständ!

Und weil man einfach nicht einsehen will, dass man Fehler gemacht hat und zwar verheerende Fehler, versucht man nun halbherzig an den desaströsen Folgen der Agenda 2010 und den hartz-Gesetzen herumzudoktern und ein kleines bisschen zurück zu rudern – mit demselben „Spitzen“personal, dass genau dieses Debakel für die Arbeiterschaft und die kleinen Angestellten zu verantworten hat!

Ein Elefant bleibt ein Elefant, auch wenn man ihn rosa anstreicht. Und Peer Steinbrück ist genau dieser Elefant, der als Spitzenkandidat mit dem Charm einer vollgekackten Kloschüssel plötzlich (halb)linke Ideen propagierte, die er noch vor Kurzem vehement bekämpft hatte.

Wie wenig überzeugend er dabei war, zeigt das zweitschlechteste Wahlergebnis der SPD bei einer Bundestagswahl!

Und einen echten Wahlkampf gegen die Unionsparteien, Muddi und die Marktradikalen der FDP musste man auch lange suchen, ohne ihn jedoch zu finden. Er fand nicht statt, ganz gleich, welche Vorlage die politische Gegner von CDU/CSU, oder die gelben Sumpfdotterblumen des zur Staatsdoktrin erhobenen Wirtschaftslobbyismus auch lieferten.

Für viele, zu viele, sah das nach einem bewussten Streben nach der muffig-warmen Großen K(l)oalition aus und in der Tat scheint sich dies nun zu bewahrheiten. Wohl hat Steinbrück dies mit leicht mürrischem Gesicht stets kategorisch bestritten, aber wirklich polarisieren konnte und wollte er im Wahlkampf nicht. Zu sehr überschneiden sich doch die Programmatik der gewendeten SPD mittlerweile mit dem ebenso inhalts-, wie programmlosen „Merkeliamismus“ von Muddis Gurkentruppe!

Die SPD braucht eine Erneuerung, programmatisch und erst recht personell! Und sie braucht eine Rückkehr zu ihren Wurzeln als Partei des kleinen Mannes, bzw. der kleinen Frau! Das erfordert eine innerparteiliche Auseinandersetzung bis aufs Messer, eine Abrechnung mit der Ära Schröder und den Seeheimern, die viel zu lange die Richtung der Partei bestimmt haben!

Jetzt ist die Zeit gekommen, um abzurechnen mit Marktradikalismus, staatlich verordneter Armut, unzulänglicher Gesundheitsfürsorge und Zwei-Klassen-Medizin, Bildungschancen, die abhängig sind vom Umfang des elterlichen Geldbeutels. Es muss Schluss sein mit unbezahlbaren Mieten, Massenarbeitslosigkeit und Kriegseinsätzen im Ausland, deren Ziel es ist, die strategischen Interessen der USA zu schützen. Es kann nicht sein, dass Menschen sich Energie nicht leisten können, dass ihnen ihr Lohn nach einem Monat Arbeit nicht reicht um sich und ihre Familien damit zu ernähren und zu kleiden! Es muss Schluss sein mit den Tafeln, bei denen sich Arme und Kranke mit dem Müll ernähren müssen, der von den Wohlhabenden und/oder Unternehmen weggeschmissen wird!

Und endlich muss der Primat der Wirtschaft über die Politik gebrochen werden! Politik muss für diejenigen gemacht werden, die die Regierungen wählen und nicht von Unternehmen, die unsere Mandatsträger kaufen, bestechen und beeinflussen!

Aber vermutlich wird das mein, unser Wunschdenken bleiben. Bislang sieht es nicht wirklich danach aus, dass der Wille zur Veränderung innerhalb der SPD nun Raum greifen könnte. Das Gesindel an der Spitze der FDP hat den Bettel schin hingeschmissen. die sind sowieso so überflüssig, wie ein Kropf, oder wie dem Papst seine Eier. Die Führungsriege der Grünen hat ebenfalls das Handtuch geworfen und wird sich wohl nun in der Hauptsache mit ihren innerparteilichen Erfahrungen zum Thema Pädophilie auseinandersetzen. Und Du, alte Tante SPD? Wo willst Du hin? Wie geht es mit Dir weiter?

Ist Muddi in Wahrheit eine Agitprop-Pomeranze oder doch nur ne konservative Transuse?

Jaja, eigentlich kommt immer alles grad zur Unzeit, wenn es denn mal kommt. Hoeneß´ Steuergeschichten, Drehhofers bayrischem Verwandtenstadl, Sichmar Gabriels 120-km/h-Bremsversuch und nun auch noch Muddis revolutionäre Vergangenheit? Nicht wirklich neu, wie mir scheint, ist ihre Einbindung in die FDJ-Agitation und -Propaganda! Das konnte man im Netz schon vor Jahren lesen. Erstaunlicher ist, dass das erst jetzt jemandem aufgefallen zu sein scheint!

Muddi wird es sicher nicht viel mehr jucken, als ein übler Scheidenpilz. Der Hintern is breit genug, um auch das und noch viel mehr auszusitzen – die werden wir erst los, wenn wir sie mit den Käsefüßen voran aus dem KazlerInnenamt tragen müssen…

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