Das grausige Los der Kindersoldaten!

In Den Haag steht der frühere Chef der Miliz  „Union Kongolesischer Patrioten“  (UPC) Thomas Lubanga, 48 Jahre alt, vor dem Internationalen Strafgerichtshof.

Ihm wird vorgeworfen, hunderte und tausende von Kindern gewaltsam aus ihren Familien verschleppt und zum Morden als Kindersoldaten abgerichtet zu haben. Wer nicht töten wollte oder sich gegen die andauernden Vergewaltigungen zur Wehr setzte, wurde vor den Augen aller zu Tode geprügelt. Was diesen Kindern und ihren zarten Seelen angetan wurde, ist nahezu unvorstellbar. Zum Töten gedrillt und dann auf unschuldige Zivilisten gehetzt, die sie foltern und ermorden mussten, kaum dass die Kinder in der Lage waren, eine Kalaschnikow auf einen Menschen zu richten.

Per Satellit wird der Prozess in Länder auf der ganzen Welt übertragen und soll dort als abschreckendes Beispiel dienen. Das Ergebnis ist zwar mehr als fraglich, aber man will der Welt zeigen, dass man solche unmenschlichen Verbrechen nicht länger zu dulden bereit ist.

Kindersoldaten sind nicht allein ein Problem des Kongo oder Afrikas, es gibt sie überall, wo Kriege und Bürgerkriege toben. Kinder sind leicht zu beeinflussen, können sich gegen Mißbrauch und Mord nicht wehren und sind – billig! Es gibt einfach genug Kinder, die man für den Kriegseinsatz mißbrauchen kann. Oft sind ihre Familien auf Grund der zum Teil über Jahrzehnte andauernden Auseinandersetzungen völlig verarmt. eine staatliche Gewalt, gar eine funktionierende Justiz, die diese Kinder oder ihre Familien vor den Übergriffen wirksam schützen könnte, gibt es nicht!

Die Staatsanwaltschaft in Fen Haag wirft dem Milizenführer Lubanga vor, allein in der Zeit zwischen Herbst 2002 und Sommer 2003 im Nordosten des Kongo hunderte von Kindern in mindestens 10 „Ausbildungslagern“ für die Durchführung von Massakern an der Zivilbevölkerung und dem Kampf gegen rivalisierende Rebellengruppen abgerichtet zu haben. Nach Angaben seiner Anwältin Catherine Labille, plädiert Lubanga…

…zum jetzigen Zeitpunkt auf nicht schuldig…

…was den Schluß zuläßt, am Ende nur das zugeben zu wollen, was die Anklage auch sicher nachweisen kann! Es bleibt zu hoffen, daß man in diesem Fall ein Exempel statuiert. Der Mißbrauch von Kindern, die zum Zeitpunkt ihrer Entführung und „Abrichtung“ zum Mord teilweise sogar unter 12 Jahren waren, ist ein nicht entschuldbares Verbrechen. Wer so etwas erdulden muss und überlebt, ist für den Rest seines Lebens ein seelischer Krüppel! Wer aber nimmt diesen Kindern nach dem Elend und der Not des Krieges die Angst, die Alpträume, die verzweiflung? Wer gibt ihnen eine Zukunft, die lebenswert ist, in einer Gesellschaft, die ihre Not nicht verstehen kann? Wer sorgt für sie, die sich nur dadurch mehr schlecht als recht über Wasser halten können, indem sie sich prostituieren?

Die Verurteilung dieses Verbrechers, der  eine Unzahl schändlicher  und barbarischer Taten zu verantworten hat, wird vielleicht der Gerechtigkeit genüge tun und sofern sie überhaupt erfahren, was da in Europa vor sich geht, eine kleine Genugtuung für die Opfer sein. Ihr schlimmes Los verbessern wird das sicher nicht. Das kann nur tatkräftige Hilfe von Menschen aus den reichen Ländern des Westens bewirken. Darum meine Bitte: „Unterstützt die Hilfsorganisationen bei ihrer wichtigen Arbeit für die geschändeten Kinder des Krieges, indem ihr spendet. Jedes kleine bisschen hilft!“

weiterführende Links:

Hilfsorganisationen:

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Wer stopft Mugabe das Maul?

Spiegel-Online berichtet am heutigen 20.12.2008 mal wieder über die schlimmen Zustände in Simbabwe („Simbabwe am Ende: Die Menschen sterben, der Diktator schwadroniert„). Passieren wird, wie fast immer auf dem schwarzen Kontinent…nix! Im Kongo passiert bis auf den heutigen Tag ebenfalls nichts. Die Menschen hungern und warten auf Hilfe die nicht kommt.

Simbabwe ist allerdings sogar unter den afrikanischen Staaten ein wahres Musterbeispiel an Misswirtschaft, Korruption, Kriminalität und Verzweiflung gepaart mit Hunger und Krankheit. Wie eine fette Spinne sitzt Mugabe, der Capo di tutti Capi in der Mitte seines Netzes aus Machtgier und Gewalt und hält alle Fäden in der Hand. Während dessen stirbt „sein“ Volk in „seinem“ Land, das er nicht hergeben will, an Cholera und wird von den marodierenden Horden seiner Streitkräfte bis auf´s Blut gequält und ausgebeutet.

Eigentlich bin ich ja eher ein Freund gewaltfreier Konfliktbewältigung. Im Fall Simbabwes frage ich mich aber, ob von diesem misshandelten Volk noch jemand lebt, bis die Diktatur Mugabes durch eine biologische Lösung beendet wird (er ist ja nicht mehr der jüngste, aber es sieht nicht so aus, als würde diesen Duodezfürsten ebenfalls die Cholera hinwegraffen!). Vielleicht wäre hier mal die wohlgezielte Kugel eines Scharfschützen gefragt. Aber was hätte Simbabwe dem „Befreier“ schon als Belohnung anzubieten? Öl? Nee! Goldvorkommen, die auszubeuten sich lohnen könnte? Fehlanzeige! Ein paar Diamanten, ok, aber das war´s dann auch schon! Hier kann man sich nichts holen als Not und die Scheißerei! Ach es ist zum Kotzen, wenn man als fühlender Mensch mit ansehen muss, wenn tausende Menschen verrecken, weil ein uneinsichtiger, grenzdebiler Diktator jedes Maß für die Realität verloren hat und sich für unbesiegbar hält! Und die Welt hat nichts besseres zu bieten, als sich das Maul zu zerreissen, anstatt Mugabe das Schandmaul zu stopfen, wie er es verdient hat!

Kongo versinkt im Chaos!

Wieder einmal ist eine UN-Mission kläglich gescheitert und es ist die größte „Friedensmission“ der UN gewesen. Seit den 90er Jahren starben nahezu 5 Millionen Menschen bei Kämpfen im Kongo, einem der rohstoffreichsten Staaten der Erde. Dann kamen die UN-Soldaten und „brachten den Frieden“. Jedenfalls glaubten sie das oder sie erzählten es der Welt, um den Westen dazu zu bringen Millionen Dollar und tausende von Soldaten ins dunkle Herz Afrikas zu schicken!

Was sie dort sollten, wussten die meisten von ihnen selber nicht. Man hatte ihnen wohl ebenfalls gesagt, sie würden den Menschen dort Frieden bringen und vielleicht haben einige das sogar geglaubt. Nun aber zeigt sich überdeutlich, dass sie wohl besser zu Hause geblieben wären. Denn als der General Laurent Nkunda am 28.8.2008 mit seinen marodierenden Tutsi-Horden in das Land nördlich des Kivu-Sees einfiel, trieben sie die Blauhelm-Soldaten wie Kaninchen vor sich her, nebst einigen hunderttausend verzweifelten Flüchtlingen.

Nach einem Pressebericht vom 8.11.2008 hat es bereits Massaker gegeben und es ist mit noch viel mehr Gewalt zu rechnen. By the way, gibt es überhaupt irgendwo auf diesem Planeten eine UN-Mission, die die Erwartungen erfüllt hat? Haben Blauhelm-Soldaten überhaupt schon einmal das getan, wofür sie einst entsandt wurden? Oder ist es nicht vielmehr immer so gewesen, dass die Blauhelme zwar ihre Nasen überall reingesteckt, diese aber beim ersten Gewehrschuss genauso schnell wieder zurück gezogen haben? Das Ganze hat nicht mal einen symbolischen Charakter, wenn Ihr mich fragt!

Auch im Kongo müssen wieder viele Menschen sterben, bevor irgendwann wieder trügerische Totenruhe sich über den Kontinent senkt – bis zum nächsten Krieg. Es ist ein Wahsinn ohne Sinn, ohne Verstand, ein Blutvergießen ohne Ende. Wer heute das Opfer ist, der wird morgen zum Täter und so weiter und so weiter! Und da soll der „Goldene Westen“, der den Egoismus und die Ausbeutung zu den höchsten demokratischen Prinzipien erhoben hat, ein leuchtendes Vorbild in Sachen Menschlichkeit sein? Wie lächerlich!

Übt Solidarität mit den Menschen im Kongo und unterschreibt diese Petition von Avaaz.org. Wenn Ihr sie dann noch an ein paar Freunde weiterleitet, können wir massiven Druck auf die Politik ausüben! Das tut Not!

weiterführende Links:

Nelson Mandela zum 90. Geburtstag

Einer der großen Männer unserer Zeit, Nelson Mandela, 27 Jahre unter dem Unrechtsregime der Apartheid in Südafrika inhaftiert, feiert am 18. Juli seinen 90. Geburtstag. Der ehemalige Präsident der Republik Südafrika und Friedensnobelpreisträger hat sein Land aus der Apartheid geführt und widmet sein Leben dem Kampf gegen die Geißel unseres Jahrhunderts, AIDS!
Schaut Euch diese Homepage an und informiert Euch über diesen beeindruckenden Mann und sein Leben! Wer seinen Kampf gegen AIDS unterstützen möchte und darum bitte ich inständig, der sende eine oder mehrere SMS an die Nummer 84040 mit dem Stichwort NELSON. Mit jeder SMS spendet Ihr 99 Cent für den Kampf gegen AIDS.
Unter www.happybirthdaymandela.com könnt Ihr persönliche Glückwünsche für Nelson Mandela loswerden und eine Kleinigkeit spenden, wenn es Euer derzeitiger finanzieller Status zulässt!
Um dieses Ereignis gebührend zu feiern, findet am heutigen Tag im Londoner Hydepark ein riesiges Openairkonzert statt, bei dem echte Kapazitäten aus dem Showbiz auftreten.

Eine Stimme für den Regenwald!

Bewohner mehrerer Mittel- und Südamerikanischer Staaten haben sich zusammengeschlossen, um ihre Rechte besser zu vertreten und den Regenwald im Tropengürtel der Mutter Erde zu schützen. Sie wollen die Stimme des Waldes sein, der ungeheure Schätze, besonders in Form von Pflanzen, Tieren und chemischen Substanzen mit noch völlig unerforschten pharmazeutischen Wirkungen birgt. Vertreter aus Asien und Afrika waren bei dem Gründungstreffen ebenfalls anwesend. Bleibt zu hoffen, dass sich diejenigen, die durch Abholzung der Regenwälder dessen Vernichtung betreiben, auch auf das hören, was die Betroffenen dazu zu sagen haben!
– siehe auch meinen Artikel „Helft mit den Urwald zu retten!“ vom 04.04.2008 –
Der hemmungslose Raubbau an den Ressourcen unserer Urwälder und tropischen Dschungel ist eines der Hauptprobleme unserer Mutter Erde. Die grüne Lunge, existenziell wichtig für die Sauerstoffversorgung unserer Mutter Erde, wird zerstört ohne einen Gedanken an die Folgen zu verschwenden! Um des kurzfristigen Gewinns willen, wird abgeholzt auf Teufel komm raus. Wiederaufforstung? Fehlanzeige! Der nährstoffarme Boden des Urwaldes wird nach dem Abholzen oder Brandroden des Baumbestandes von den heftigen Regenfällen dieser Klimazone hinweggespült und geht damit unwiderbringlich verloren. Besonders eifrig sind hier US-Konzerne, aber auch Unternehmen aus Deutschland tätig. Also tut etwas gegen die Abholzung und kauft keine Produkte aus Tropenholz, sondern nur solche aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Damit tut ihr nicht nur euch selbst, sondern auch euren Kindern und Enkeln einen Gefallen. Die werden euch nämlich dankbar sein, wenn sie in einigen Jahrzehnten auch noch Luft zum Atmen haben und sie diese nicht so teuer an „Lufttankstellen“ kaufen müssen, wie wir heute das Benzin!