Lust auf Elektromobilität?

Ach ja…wenn´s schee macht! Und Sichmar Gabriel rätselt weiter, gemeinsam mit der Muddi, wie das wohl gehen könnte – Elektromobilisierung ohne den etablierten sogenannten Premiumherstellern in unserem Lande weh zu tun? Denn schließlich wollen die das nicht. Jedenfalls nicht wirklich! Und nicht jetzt gleich. Vielleicht später mal. Irgendwann. Wie auch immer.

Schließlich ist man sich ja auch keineswegs einig, was man denn überhaupt will. Elektromobilität? Brennstoffzellenautos? Infrastruktur zum Laden und Tanken? Wer soll das bezahlen? Die großen Energiekonzerne etwa? Also bitte, Leute – Konzerne sind dazu da Gewinne zu machen. Gewinne sind Profite und nichts anderes wollen die sogenannten Investoren sehen! Kurzfristige Profite am Besten, mit denen man einen schnellen Schnitt realisieren kann!

Nachhaltigkeit? Das sollen mal andere machen. Die Regierungen zum Beispiel. Denn nichts liebt ein Großkonzern so sehr (am besten, wenn er noch dazu notleidend und systemrelevant ist!) wie die Sozialisierung von Verlusten (und natürlich von Investitionen!), die Privatisierung von Gewinnen und freiwillige Selbstverpflichtungen zu nichts und wieder nichts!
Was für einen Sinn hat dann also die Herdprämie für Elektroautos? Wer verzichtet freiwillig auf seinen Wagen mit Verbrennungsmotor, nur um dann mit einem Elektroauto in seiner Stadt herum zu gurken und den schäbigen Rest seiner individuellen Mobilität in unpünktlichen, überfüllten und im Winter meist unbeheizten, im Sommer dagegen nicht gekühlten Zügen der Deutschen Bahn zu verbringen?

Aber davon einmal ganz abgesehen. Wir stehen nun hier nicht nur vor dieser Meldung, sondern auch vor dem Dilemma, dass wir einordnen sollen (nein müssen) ob es sich hierbei mal wieder um eine Ente handelt, um einen Versuchsballon, den man aufsteigen lässt um die Reaktionen zu testen, oder ob der dicke Herr Gabriel mal wieder einen reichlich unausgegorenen Vorschlag macht, nur um nicht ganz aus den Schlagzeilen zu verschwinden.

Dabei hat er doch neulich erst via BLÖD-Zeitung, seinem medialen Hoflieferanten dämlicher Headlines, einige mehr oder weniger passende Kommentare zu diversen bundes- und europapolitischen Fragen abgegeben, während er zu Gast auf Raul und Fidel Castro´s Kuba weilte!

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Der elektromobile Wahnsinn greift um sich

Wer im Winter friert (und den Wagen heizt) und im Sommer schwitzt (und das Fahrzeug kühlt) ist selber Schuld! Auch wer nicht vernünftig fährt und den Pinsel durchtritt, oder am Wochenende vielleicht ein wenig in die Berge will (auch wenn´s nur der Schwarzwald ist oder so), braucht sich nicht zu wundern, wenn der Akku in nullkommanix leergelutscht is! Natürlich kostet auch der Betrieb der Scheibenwischer und des Lichts Energie, womöglich sogar der Betrieb des Radios. Trotzdem muss ich mich ernstlich frägen, wieso man nicht in der Lage ist, vernünftige Akkukapazitäten zu generieren. Möglich scheint es ja wohl zu sein, wenn ich mir die Reichweiten bei Tesla anschaue. und nur um in der Stadt rumzugurken, brauch ich vermutlich kein Auto für knappe 35.000 Euro. Das können die Öffis etwas günstiger anbieten. Also welche Zielgruppe wird da angesprochen? Drittwagenkäufer, die neben ihrem 7er für Papa und dem X5er für Mutti´s Kindertransporte zur Schule noch was für´s schlechte ökologische Gewissen tun wollen, nein müssen, weil sonst die Flottenverbräuche zu hoch sind?

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  • BMW i3 (Homepage des Herstellers)

Da hat die EU mal wieder einen ziemlich kurzen in der Hose gehabt!

Das wurde aber auch endlich mal allerhöchste Zeit! Stromfressende Staubsauger müssen aus dem Verkehr gezogen werden. Sofort!

Ich war zwar bislang der Meinung, Staubsauger seien dazu da, Staub von Böden und Teppichen, oder Teppichböden zu fressen, aber dank der EU lerne sogar ich noch was Neues. Staubsauger fressen in allererster Linie Strom! Und das, obwohl er in vielen Haushalten höchstens einmal wöchentlich, bisweilen sogar nur vierzehntägig zum Einsatz kommt. Da frägen wir uns natürlich voller geheucheltem Interesse, welches Elektrogerät wohl als nächstes zur Exekution geführt werden wird? Vielleicht der Dildo der, statt ausschließlich Lust zu schenken, die Akkus leerlutscht, oder gar unhygienische Batterien en gros verheizt? Die Heizdecke, die im Bettchen liegt, wenn des Winters die Kälte durch die indichten Fenster in jede Ritze kriecht, nur weil man sich die Heizkosten nicht mehr leisten kann? Oder etwa der schrankgroße PC unterm Schreibtisch, der lediglich dazu dient, solch üble und verleumderische Artikel und Postings zu schreiben, wie ich das gerade hier tue?

Wir werden sehen, was uns die EU noch alles zumutet. Aber Hauptsache ist, sie sorgt dafür, dass die Kosten für SMS abgeregelt und gesenkt werden, zum Wohle der Kunden und zur Freude der Nachrichtendienste, nicht wahr?

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eBikes, Elektromotorräder und Elektroautos

Nachdem ich eine Weile durch das www gesegelt bin und dies und das gesucht und dabei etwas anderes gefunden habe, möchte ich Euch ein paar Links vorstellen, die mir ins Auge gestochen sind. Da ich ja selbst und immer noch ein überzeugte Fan und Befürworter der Elektromobilität bin, sogar nachdem ich nun selbst mit einem eher mittelmäßigen Elektroauto (Renault Z.E.) von Dienst wegen gequält und gepeinigt werde, suche ich nach elektrisch betriebenen Teilen, die etwas mehr Zukunft versprechen, als einfach nur ein umgebautes Großserienauto, dem man einen lumpigen Bleiakku verpasst hat!

Eigentlich, und das seh wohl nicht nur ich so, müssen elektrisch betriebene Fahrzeuge nach völlig anderen Prinzipien entwickelt und konstruiert werden, als konventionell mit einer Verbrennungsmaschine angetriebene Fahrzeuge. Dabei spielt das Gewicht, sowohl des Fahrzeugs, als auch des Akkusatzes eine tragende Rolle. Bedauerlicherweise zeichnen sich Akkus dadurch aus, dass sie entweder enorm teuer, mit schlechter Speicherkapazität ausgestattet, oder ungeheuer schwer sind! Die Effizienz des Antriebs ist schon relativ gut und besitzt einen Wirkungsgrad, von dem der Konstrukteur eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor nur träumen kann. 

Aber an der transportablen Speichertechnik für den Strom sieht man deutlich, dass der Elektromobilität knapp 100 Jahre Entwicklungszeit fehlen, eine Zeit, in der sämtliche ingenieurtechnischen Fähigkeiten sich darauf konzentrierten, Verbrennungsmotoren immer effizienter, leichter, sparsamer und stärker zu machen und seit etwa 20 Jahren auch noch immer abgasärmer.

Um die CO2-Effizienz eines Elektromotors braucht man sich nur insofern Gedanken machen, als die Herstellung in Kraftwerken umweltfreundlich zu erfolgen hat. In großtechnischem Massstab ist das ohne weiteres praktikabel, geht aber zu Lasten der Energiekonzerne und das wollen die natürlich nicht.

Genauso wenig sind die  Hersteller von Automobilen bereit, großzügig in die Entwicklung effizienter Speichermedien zu investieren, damit die Elektromobilität endlich den Schub bekommt, den die Umwelt so sehr braucht. Aber nach bewehrtem Muster erwarten die Autokonzerne auch in diesem Fall jede Menge staatlicher Entwicklungsgelder für die Grundlagenforschung und die Abfederung oder Vermeidung unternehmerischer Risiken, ist aber nicht bereit, die anschließend zu erwartenden Gewinne mit der Gesellschaft zu teilen, sondern möchte sie ausschließlich ihren Shareholdern zugänglich machen…

Aber es geht auch anders. In kleinerem Massstab, ohne Großserienproduktion, einfach nur mit viel Enthusiasmus. Und es entstehen wunderbare fahrbare Untersätze mit Charakter, innovativem oder Retro-Design und viel Freude am Fahren. Hoffen wir inständig, dass es sich irgendwann in der Großserie niederschlagen wird und die Menschen auch weiterhin individuell mobil sein können…

 

Herstellerlinks

 

GRACE (Michael Hecken baut nahe Berlin tolle eBikes aus hochwertigen Komponenten und je nach Modell schon ab 2.999,- €).

eROCKIT (Stefan Gulas fertigt das absolute Höllengerät für die Straße, das mit atemberaubenden 12 PS und Geschwindigkeiten bis zu 81 km/h das eBike auf eine neue Stufe hebt! Allerdings auch den Preis. Mit deutlich mehr als 12.000,- € ist das eROCKIT wahrlich kein Schnäppchen, das man sich mal eben so leistet. Aber allein das Design erhebt einen weit über das Rentner-Pedelec-Image hinaus! Natürlich darf das eROCKIT keine Fahrradwege benutzen, sondern ausschließlich die Straße, denn es ist als Leichtkraftrad zugelassen und erfordert einen Motorradführerschein).

PG Bikes (abartig schöne eBikes mit Charakter und einem dementsprechenden Preis – das ist sehr schade! Aber es gibt auch echte Customfahrräder)

3Elements (baut das eBike eSpire, ein nicht ganz billiges, aber gut durchgestyltes Elektrobike)

Zero Motocycles (Unternehmen aus Santa Cruz in Kalifornien/USA, das Elektromotorräder herstellt und auch in Europa vertreibt. Die Modelle reichen vom Sportbike bis zur Motocross-Maschine, die Preise bewegen sich zwischen 9.495,- € für die Zero MX Electric Motorcycle Motocross-Maschine, bis 13.995,- € für die Zero DS Dual Sport – und das sind nur die Grundpreise, versteht sich. Aber wer schön sein will, und elektrisch und umweltfreundlich, der muss wohl einfach leiden…)

Brammo (Hersteller von elektrischen Motorrädern aus Oregon/USA mit Vertriebspartnern in Europa und Deutschland. Preise gibt es auf Anfrage, offenbar redet man nich so gern darüber? Naja, die Elektroteile sehen jedenfalls sehr gut aus)

Segway (eine besondere Gattung elektrischer Fahrzeuge stellt der Segway dar, ein Gerät, bei dem man aufrecht steht, während man fährt und mit dem Körper lenkt, indem man das Gewicht verlagert. Die Reichweite ist sehr begrenzt, so dass man die Segways am Besten in der Stadt, oder in städtischer Umgebung einsetzen sollte. Bei einem Preis von deutlich mehr als 7.500,- € können einem allerdings die Sinne schwinden, wenn man die Größe dieses Geräts und seine Reichweite bedenkt. Für eine umweltfreundliche Massenmobilisierung von Stadtbewohnern ist der Segway damit allerdings untauglich…)

Tesla Motors (der, in meinen Augen, ultimative Elektrofahrzeughersteller. Tesla Roadster, Tesla X und Tesla S – so geht Elektromobilität, man muss sie sich nur leisten können).

Renault Z.E. (der französische Automobilhersteller hat ein paar elektrishe Eisen im Feuer, z. B. Den Kangoo Z.E., den Fluence Z.E., den ZOE und, besonders schnuggelisch, der Twizzy, von dem man nicht so recht weiss, für was er gut sein könnte. Ist er ein Motorrad mit vier Rädern? Eine rasende Einkaufstasche ohne Kofferraum? Was auch immer, er sieht aus, als mache er viel Spass).

Elmoto (Elektrokleinkraftrad mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h zum Preis von 3.699,- € in der EnBW-Edition. Ob das jetzt besonders günstig ist, kann ich Euch nicht sagen, da mir die Vergleichsmöglichkeiten fehlen, aber ich halte es für fragwürdig genug für einen Energiekonzern Werbung zu fahren, der sein Geld u. a. mit dem Betreiben von Atommeilern verdient!)

KTM (Freeride E, ein echtes Offroad-Motorrad mit Elektroantrieb)

Brutus Electric Motorcycle (Die Brutus 2.0 ist mal ein echtes Motorrad, für echte Biker, davon kriegt man Haare auf der Brust und dieses verdammt geile Drücken im Gesicht – brutales Design! Wäre was für mich. Die Reichweite soll irgendwo bei 60 km liegen, die Endgeschwindigkeit so um die 160 km/h. Ist also wohl eher etwas für Naschkatzen, die sich den Mund wässrig machen wollen und dann, wenn´s so richtig Spaß zu machen beginnt, ist der Akku leer! Scheiße!)

Zümaround (Hybrid Kick Scooter, oder wie man bei uns sagen würde ein Tretroller für Erwachsene, den man auch mit elektrischer Unterstützung haben kann…allerdings derzeit nur in den Staaten zu haben)

Urban Arrow (holländisches Unternehmen, dass Cargobikes baut, die man individuell nach seinen Wünschen und Bedürfnissen konfigurieren kann. Elektrische Unterstützung macht das Radeln mit Lasten etwas weniger anstrengend und dürfte dafür sorgen, dass man die Fitness mit Spass verbinden kann)

Marrs Electric Cycle Co. (als ich zum ersten Mal ein Bild dieses geilen Monsters sah, war ich regelrecht sprachlos – und das passiert mir nicht sehr oft! Exquisites, puristisches Design, Retro at its best und die Preise beginnen bei „moderaten“ 7.500,- $. Diese Teile sind einfach schön. Ob sie auch praktisch sind, kann sich jeder selber überlegen, aber für die Fahrt von zu Hause ins Büro irgendwo in der Stadt, sollte es allemal reichen. Vorausgesetzt, man hat einen gut gesicherten Platz, damit man am Abend auch wieder nach Hause tuckern kann. Mit aufgeladenem Akku und diesem fetten Bike! Natürlich kommt es aus Southern California/USA)

Juicer emotorbikes (noch ein wunderschönes handgefertigtes eBike aus den Staaten, dessen Retro-Design sich an den Anfängen des Motorradbaus orientiert und seinen elektrischen Antrieb in der markanten V-Form eines Harley-Davidson-Triebwerkes stolz zur Schau trägt!

Der Fortschritt ist eine Schnecke…Teil 2

Nun fährt er endlich wieder! Der Renault Kangoo Z.E.! Elektrisch! Mit funktionierenden Bremsen! Und ohne Fehlermeldung bzgl. des Bremssystems! –  wenn er nicht gerade am Ladekabel hängt, und er hängt leider häufiger am Ladekabel, als dass er fährt. Aber der Reihe nach…

Eigentlich könnte ich nun glücklich sein. Ein umweltfreundliches, elektrisch angetriebenes Fahrzeug, sogar mit Klimaanlage. Aber ich bin nicht glücklich. Ich weiss natürlich, dass das undankbar ist, aber so bin ich nun mal. Es gibt jedoch einen Grund, warum ich so bin, wie ich bin – verschnupft nämlich und zwar nicht nur im übertragenen Sinn. Warum? Sicher habt ihr alle mitbekommen, dass es die letzten Tage ziemlich, um nicht zu sagen erbärmlich, kalt war. Mit Schnee und Eis und allem, was dazu gehört. Genau das Wetter also, das man sich sofort vorstellt, wenn von Klimaerwärmung die Rede ist!

Ich muss also jeden Morgen meinen Kangoo Z.E. aus dem Schnee ausgraben, anschließend die Scheiben rundum vom Eise befreien und mich dann, genau, ihr habt´s sofort erraten, in ein ebenso frostiges Auto setzen, wie dies die Außentemperaturen implizieren – knapp über der – 10° C-Marke!

Aber, kein Problem, dachte ich bei mir, schließlich besitzt mein Fahrzeug nicht nur eine Klimaanlage für den Sommer, sondern auch eine Heizung für die kalten Klimawandelwintertage – genau wie jetzt! Also, Heizung an und den Luftstrahl des Gebläse volles Brett auf die Frontscheibe gerichtet, damit sie nicht wieder zufriert und losgefahren. Vorsichtig, im Ökonomie-Modus und in aller Ruhe zog der Kangoo Z.E. leise sirrend an.

Die digitale Anzeige signalisierte bei einem fast vollen Akku genau 72 km reichweite. nicht gerade viel versprechend, aber dennoch machte ich mich frohen Mutes auf den kalten Weg ins 20 km entfernte Bruchsal, wo ich einiges erledigen musste und darauf vertraute, in den von mir besuchten Räumlichkeiten eine Steckdose zu finden, um dem gestressten Akku ein klein wenig Erholung zu gönnen. Nach nur 2 Kilometern Fahrstrecke hatte sich die Reichweite jedoch bereits um 6 km verringert, was mich zum Nachdenken brachte…

…ein Elektroauto heizt, mangels Verbrennungsmotor, mit demselben Strom, den der umweltfreundliche Antrieb notwendigerweise aus dem Bleiakku lutscht! Die Folge ist eine, nicht nur wegen der niedrigen Außentemperatur, schlechtere Speicherkapazität des Akkus, sondern auch ein detulich höherer Stromverbrauch. Also hatte ich nur eine Alternative und die war alternativlos – entweder Heizung an, Akku auf halber Strecke leer, mit anschließendem Frieren, oder aber Heizung aus, Ziel mit Müh´ und Not erreichen und die ganze Zeit über frieren! Ich entschied mich für Letzteres und tröstete mich  ein bisschen mit dem Gedanken daran, dass uns Autler (ich benutze diesen sehr altertümlichen Ausdruck aus den Kindertagen des individuellen Automobilismus ganz bewusst!) die elektrische Mobilität auf diese Weise zu den Ursprüngen des Autofahrens zurück führt und die bereits seit Jahrzehnten abhanden gekommene abenteuerliche Komponente wieder in die Mobilität einfließen lässt!

Renault Kangoo Z.E. leicht unterkühlt

 Ich erreichte also Bruchsal halb tot gefroren und trotz Handschuhen mit steif gefrorenen Fingern, sowie mit von innen durch meine Atemluft vereisten Scheiben. Eine Steckdose fand ich auch, konnte allerdings die Türe des Raumes, in dem sie sich befand nicht schließen, da das Ladekabel hindurch geführt werden musste. Also fror ich auch dort, während ich mich meiner Arbeit widmete.

Schon nach nur vier Stunden hatte ich soviel Energie im Akku, um mich mit halbwegs sicherem Gefühl auf den Weg zurück nach Karlsruhe zu machen – ohne Heizung, versteht sich!

Renault Kangoo Z.E. nuckelt an seinem Ladekabel

Nun sitze ich wieder in meinem warmen Büro (während der Kangoo Z.E. erneut an der Dose hängt) und finde die Zeit, diesen Artikel zu schreiben. Ich hoffe inständig, dass mir dieser erste Winter in einem Elektroauto nicht noch zu allem Überfluss eine Lungenentzündung einbringt.

Mir ist klar geworden, dass die Elektromobilität tatsächlich zu den Wurzeln des Automobils zurück führt. Schon Bertha Benz fuhr ja (Wind und Wetter ausgesetzt) quasi von Apotheke zu Apotheke, um dort literweis das benötigte Benzin zu erwerben. Der Elektroautomobilist hangelt sich von Steckdose zu Steckdose, oder von Ladestation zu Ladestation, sofern er überhaupt eine findet und die notwendige Zeit mitbringt und die Fähigkeit, sich während des sich über Stunden hinziehenden Ladezyklus´ sinnvoll zu beschäftigen…

 

Eine geniale Erfindung…

…und garnicht mal so neu. Das Fahrrad! Während es heute in den industrialisierten Ländern nahezu ausschließlich als Sport- und Fitnessgerät gesehen wird, ist es in den Ländern der sogenannten Dritten Welt oft ein wichtiges, wenn nicht das einzige Massenverkehrsmittel. Der Vorteil des Fahrrades ist sein Energieverbrauch (der bei Null liegt!) und gleichzeitig im Betrieb keinerlei CO2-Emissionen verursacht. Ein Nachteil dieses, in seiner vordergründigen Einfachheit geradezu genialen Fortbewegungskonzepts mit Hilfe der Muskelkraft, ist eben dieses Konzept, sowie der fehlende Wetterschutz und die recht begrenzte Transportkapazität. Es erfordert den Einsatz von Körperkraft! Und obwohl es sagenhaft entspannend ist, mit dem Rad durch die Landschaft zu gleiten, die frische Luft zu atmen und dabei weder laute Geräusche, noch Abgase zu verursachen. Außerdem steht man mit dem Fahrrad nie im Stau! Ein geradezu unschätzbarer Vorteil.

Freilich ist es für den verwöhnten Mitteleuropäer und erst recht für den übergewichtigen Nordamerikaner (entschuldigt bitte diese platte Verallgemeinerung, aber man kanm diese Eigenschaften auch problemlos gegeneinander austauschen!) viel bequemer, zur Fortbewegung den Bleifuß zu benutzen und jeden Tag aufs Neue über die hohen Spritpreise zu jammern. Denn natürlich muss man zum Brötchenholen nicht auf ein Fahrrad steigen und seine eigene Körpermasse fort zu bewegen, sondern es ist absolut notwendig, immer mindestens 1 Tonne Auto mit wenigstens 200 kw dabei zu haben, am Besten noch in Form eines überdimensionalen Geländewagens. Schließlich muss man immer mit Regen rechnen oder damit, auf dem Grünstreifen parken zu müssen. Da ist es unerlässlich auf Allradantrieb und grobstollige Reifen zurück greifen zu können!

Die Fahrradtechnik ist trotz ihrer scheinbaren Primitivität sehr ausgeklügelt. Dazu kommt ein Wirkungsgrad, der zwischen 70 und über 90% liegt – für ein technisches Gerät ist das geradezu unglaublich. Und selbst der Mensch kweist nur einen Wirkungsgrad von 25% auf. Wenn das mal nicht die idealen Voraussetzungen für eine sonnige Zukunft des Fahrrades sind?

Fahrräder gibt es in den verschiedensten Ausführungen, speziell abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzzweck. Hier gibt es eine Sammlung von unterschiedlichen Fahrradtypen mit interessanten Bildern. Schaut Euch das mal an und lasst Euch inspirieren. Besonders im Kommen sind in unseren Breiten die sogenannten Liegeräder. Nicht jedermanns Ding – zugegeben – aber damit kann man so richtig Speed machen und unbestätigten Gerüchten zufolge machen Liegeräder regelrecht süchtig. Probiert es einfach mal aus! Auf www.Liegerad-Fernweh.de gibt es einen humorvoll geschriebenen Artikel, wie das Liegerad erfunden wurde. Außerdem gibt es ein Liegeradmagazin, dass interessanten Meldungen rund um das Thema veröffentlicht (mit etlichen Links zu Liegeradseiten).

Ziemlich unangenehm, neben der schon erwähnten Wetterabhängigkeit, kann das Fahrradfahren in bergigen Gegenden werden, wenn es mal so richtig steil zur Sache geht. Da bleibt unsereinem (und damit meine ich durchaus mich selbst!) schon mal die Luft weg und kurz danach werden dann die Waden „sauer“. In dem Fall ist ein Rad mit Unterstützung durch einen kleinen aber leistungsfähigen Elektromotor, gespeist durch einen nicht allzu schweren Akku, nicht zu unterschätzen! Aber auch hier bieten die Hersteller schon ein breites Spektrum an Produkten an und für fast jeden Geldbeutel erschwinglich.

Weitere Links (diese Liste erhebt bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

Liegeräder (Artikel bei Wikipedia):

Liegedreirad

Liegedreirad gefunden auf http://www.liegeraeder.de/

konventionelle Fahrräder:

Lastenfahrräder:

Elektrobikes und -fahrzeuge:

Rex Elektrofahrrad

Rex Elektrofahrrad

Velomobile:

Go-One Velomobile

Go-One Velomobile gesehen auf: http://www.ecofriend.org/

Wenn man die Menschen dazu bringen kann, sich aufs Fahrrad zu setzen, kann sehr viel mehr für Gaia getan werden, als mit den sparsamsten Autos mit Verbrennungsmotor. Die einzigen, die darunter zu leiden hätten, wären die Ölkonzerne und das ist denen vermutlich nicht zuzumuten. So zahlen wir alle fleissig weiter und jammern lieber, anstatt den Energiemultis eine lange Nase zu drehen und uns auf einen Drahtesel zu setzen.

Ich persönlich könnte mir durchaus vorstellen, meine tägliche geschäftliche Fahrerei mit einem pedal- und/oder elektrogetriebenen Fahrzeug zu erledigen. Dabei stelle ich mir so eine Art Tretauto vor, wie es Kinder haben. Natürlich erwarte ich Hitech. Vielleicht Carbon-Rahmen und Leichtmetallfelgen. Das ganze mit vier Rädern, das versteht sich von selbst und außerdem einer gut abgestuften Kettenschaltung. Bedauerlicherweise hab ich sowas noch nirgends gesehen und um mir das selber zu bauen bin ich vermutlich ein wenig zu doof. Aber vielleicht geschehen noch Zeichen und Wunder und irgendein einfallsreicher Mensch bringt ein solches Teil doch noch auf den Markt. Oder hat von Euch jemand schon so was in der Art gesehen und kann mir einen Link senden? Herzlichen Dank dafür im Voraus!

Hier habe ich eine besondere Spezialität für diejenigen unter uns gefunden, die gern etwas mehr investieren möchten. Ein ganz außergewöhnlicher Fahrradrahmen aus Bambus wird auf der Website von Calfee Design angeboten. Sieht nicht nur schick aus, ist auch ne ganz neue Erfahrung würde ich meinen. Nicht ganz billig aber ökologisch mal was anderes!

Mountainbike mit Bambusrahmen gefunden bei CalfeeDesign

Mountainbike mit Bambusrahmen gefunden bei CalfeeDesign

Mobilität von morgen

Bei meinen Surftouren im Netz finde ich hin und wieder ein paar sehr interessante Sachen. So wie dieses Teil hier, dass sich EV-X7 oder auch einfach nur Sumo nennt. Es ist ein in Japan von der Firma Axle Corp. (vermutlich äußerst interessante, typisch japanisch-quietschbunte Internet-Präsenz, jedoch solltet ihr der japanischen Sprache wenigstens in Grundzügen mächtig sein!) kreiertes Motorrad mit innovativer Technik, dass bis zu 98 mph schnell sein soll und eine Reichweite von deutlich mehr als 100 km aufweist. Bleibt nur zu hoffen, dass solche Fahrzeuge zu einem akzeptablen Preis in Serie gehen und die CO2-Bilanz ein wenig aufbessern.
Wenn wir schon dabei sind, ich hab hier noch einige schöne Sachen gefunden, wie z. B. dieses sehr futuristische Fahrzeug von Toyota, das Future Ride. Für Menschen mit etwas weniger Standfestigkeit bietet sich hier das Mega KMX an. Drei Räder sind eventuell ein wenig stabiler als deren zwei. Und für die ausgeflippten Chopperfreaks unter Euch hätte ich das Vanguard Hybrid anzubieten. Zu guter letzt schaut euch noch dieses krasse Gefährt von George Fortis an.

Da sag noch mal einer, umweltfreundliche, elektrische Mobilität sei langweilig und öde! Wenn sich mal ein großer Konzern anstatt mit der gnadenlosen Ausbeutung natürlicher Ressourcen ernsthaft mit der Weiterentwicklung von Akkus und Batterien auseinander setzen würde, dürfte das mit der recht beschränkten Reichweite auch nur noch eine Frage der Zeit sein!
Für die Strecken, die der Durchschnittsbürger täglich zum Arbeitsplatz oder zum Einkaufen zurücklegt, ist die Batteriekapazität aber heute schon mehr als ausreichend.