Wenn ich einmal reich wär´…

Ach es ist ein Graus. Was man den armen, armen Aktionären da zumutet, ist einfach nicht zu fassen! Während sich das faule, chipsfressende und fussballglotzende Prekariat in der sozialen Hängematte suhlt, sich den Kaviar nebst Champagner aus der Staatsschatulle bezahlen lässt, muss der Aktionär für seine beschissen geringe Dividende kämpfen, während sich die Vorstandsvorsitzenden auf dem Podium hinter ihren erstarrten Masken und der aufgesetzten Heuchelei in Floskeln ergehen und so tun, als seine sie an der Aufklärung der Skandale wirklich interessiert. Dabei geht ihnen der ganze Rummel sowas von am parfümierten und gebleachten Arschloch vorbei, dass man es kaum beschreiben kann! Und Schuld sind immer nur die andern. Nicht nur die Aktionäre, denn die wollen Geld sehen. Nicht nur die Mitarbeiter, denn die wollen neben Löhnen auch noch bezahlten Urlaub und Krankengeld, was ja an und für sich genommen schon eine bodenlose Frechheit ist. Das mittlere Management ist auch Schuld, denn die wollen auch nur Geld, anstatt die unerfüllbaren Forderungen und Versprechen des Vorstands zu erfüllen. Nur der Vorstand, der ist nicht Schuld. Der weiss nichts, hat nie irgend etwas veranlasst und Kontrolle ausüben tut er schon zweimal nicht! Schuld ist nur der Pöbel. Schuld sind die, die sich keinen Porsche leisten können und den wenigen anständigen Reichen das Leben schwer machen, anstatt zu arbeiten! Jeder ist seines Glückes Schmied. Und wenn das Pack studiert und anständige Berufe gelernt hätten, dann könnten sie auch in besseren Verhältnissen leben! Immer diese verdammten Neid-Diskussionen! -.-

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Was gehen die Konzerne die Menschenrechte an? Nichts, genau!

Hm, was kann schon ein weltweit operierender Konzern dafür, wenn irgendwelche Idioten in irgendwelchen Staaten, irgenwo auf dieser Welt, irgendwelche Menschen foltern, verfolgen, zu Sklavenarbeit heranziehen und ermorden (lassen)? Genau, nichts! Denn stellt euch mal vor, das wäre so und die Konzerne müssten sich auch noch Gedanken darüber machen mit wem sie wo, wann und warum Geschäfte machen, sie kämen ja überhaupt nicht mehr zum Profit machen! Sie müssten sich tatsächlich um so unbedeutende Dinge kümmern, wie die Einhaltung von Menschenrechten und ähnlichem Schwachsinn, anstatt die Geldgeilheit ihrer Aktionäre und Manager zu befriedigen, wie die Nutte den Freier! Am Ende könnte man nur noch da Geschäüfte machen, wo nicht der größtmögliche Profit zu holen ist, sondern da, wo Freiheit und Demokratie herrschen, wo es Arbeitnehmerrechte gibt und Gewerkschaften, die diesen Namen auch verdienen? Also nirgends! Das, meine lieben Freunde, wäre doch in der Tat eine Winzigkeit zu viel verlangt!

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USA: Apartheid-Klage gegen Daimler abgewiesen (Artikel auf fr-online.de vom 26.12.2013)

Einer ist immer der Looser – der Steuerzahler!

Na so wie ich das sehe, steht diese Bankenunion auf drei Säulen – erste Säule ist der Staat, der Bankster mit Steuergeldern retten muss, wenn sie systemrelevant sind und die Aktionäre nicht gewillt sind, das Risiko, das angeblich ja jeder Spekulation inne wohnt, dann im Ernstfall auch wirklich zu tragen! Zweite Säule is der Steuerzahler himself, der immer dann gerade stehen muss, wenn dem Staat nichts anderes mehr einfällt und das ist ziemlich häufig, womöglich sogar immer der Fall! Dritte Säule besteht aus Staat und Steuerzahlern, damit auch wirklich kein Aktionär in die Verlegenheit kommt, auch nur das minimalstes Risiko für sein „Investment“ tragen zu müssen…
Wenn das „Europas Visionen“ sind, dann kann ich nur noch gute Nacht sagen!

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Wo wird das alles enden?

Im Gefolge der Finanz- und damit verbunden der Wirtschaftskrise, hervorgerufen durch die Gier und die Geldgeilheit der kriminellen Banker nahezu sämtlicher großer Kreditinstitute, werden Jobs abgebaut, das einem das kalte Grauen kommen könnte!

Nicht alle Unternehmen, die einem großen Teil ihrer Mitarbeiter den Stuhl vor die Tür setzen, sind wirklich ernsthaft von den sinkenden Absatzzahlen oder Insolvenz betroffen. Manche nutzen wohl einfach nur die Gunst der Stunde, wie das in solchen Fällen immer geschieht. Mal schnell „ein paar überflüssige Mitarbeiter“ loswerden, die „Produktivität der übrigen Mitarbeiter steigern“ (das heisst im Klartext, die verbleibenen Menschen bis an die Grenzen der körperlichen und seelischen Leistungsfähigkeit auszulutschen und manches mal auch darüber hinaus!), damit man auch weiterhin als Manager einen dicken Scheck am Monatsende zur Bank tragen und den Aktionären ein paar Cent Dividende mehr zahlen kann! Langfristige Überlegungen spielen dabei keine Rolle. Alles ist auf den kurzfristigen Gewinn ausgerichtet. Von strategischen Planungen keine Spur! Jeder will soviel wie nur irgend möglich – in möglichst kurzer Zeit – für sich heraus holen. Denn man ist sich sehr wohl darüber im Klaren, dass man mit solchem Geschäftsgebahren über kurz oder lang jedes Unternehmen an die Wand fährt – und dann will man ja vorgesorgt haben!

Hier eine „kleine“ Liste der Unternehmen, die gerade in den letzten Tagen den massiven Abbau von Stellen beschlossen haben. Und viele davon haben bereits im letzten Jahr einemTeil ihrer Belegschaft den Laufpass gegeben. Noch sind die meisten dieser Unternehmen US-Konzerne, aber mit SAP und Hertie springen auch vermehrt deutsche Firmen auf den Zug auf und versuchen lästige Mitarbeiter wieder „dem Arbeitsmarkt zuzuführen“:

  • Caterpillar, der weltgrößte Baumaschinenhersteller, -20.000 Mitarbeiter.
  • Pfizer, der Pharmariese steht trotz der Krise finanziell sehr gut da. So gut, dass er den Konkurrenten Wyeth kurzerhand kaufen und im Zuge von „Synergieeffekten“ mal eben einen Teil der Mitarbeiter an die frische Luft setzt; -20.000 Mitarbeiter.
  • Sprint Nextel, ein US-Telekommunikationskonzern, -8.000 Mitarbeiter (14% der Belegschaft!).
  • Home Depot, eine US-Baumarktkette, -7.000 Jobs (2% der Mitarbeiter!). Wem das Häuschen zwangsgeräumt wurde, der hat vermutlich keine große Lust mehr darauf, dort auch noch Hand an zu legen!
  • General Motors, mal eben wieder -2.000 Mitarbeiter.
  • IBM, der IT-Konzern baut trotz guter Quartalszahlen Stellen ab, -2.800 (laut Angaben der Gewerkschaft Communications Workers of America).
  • Texas Instruments, -3.400 Mitarbeiter.
  • Circuit City, US-Elektronikkette, ist Pleite und wird liquidiert, -30.000 Mitarbeiter.
  • Microsoft, der Software-Gigant baut Stellen ab, -5.000 Mitarbeiter. Da bekommt der Microsoft-Slogan… „Where do you want to go today?“ – zum Arbeitsamt natürlich!…eine ganz neue Bedeutung!
  • Conoco Phillips, Energiekonzern, schmeißt  Mitarbeiter raus, weil der Ölpreis sinkt. -1.350!
  • Schlumberger, ein Erdöl-Explorationsunternehmen, macht ebenfalls wegen des niedrigen Ölpreises für einen Teil der Belegschaft Schicht im Schacht. -5.000 Mitarbeiter.
  • Boeing, der Dreamliner kommt nicht aus den Startlöchern, oder von der Startbahn weg und nun sollen es weniger Mitarbeiter endlich auf die Reihe kriegen? -5.000 Mitarbeiter.
  • United Airlines, -1.000 Mitarbeiter, nach 1.500 bereits in 2008.
  • General Electric, -7.000 Mitarbeiter (9% der Belegschaft) in der Finanzsparte.
  • Autovermieter Hertz, -4.000 Mitarbeiter.
  • AMD, -900 Mitarbeiter.
  • Motorola, -4.000 Mitarbeiter, davon 3/4 in der Mobiltelefonbranche.
  • Alcoa, ein Aluminiumkonzern, -13.500 Mitarbeiter (13% der Belegschaft).
  • Starbucks, -1.000 Mitarbeiter (den Leuten ist wohl der Appetit auf Kaffee vergangen?).
  • SAP, der deutsche Softwarekonzern, spürt nach eigenen Angaben die Absatzkrise, steht aber gar nicht so schlecht da, wie behauptet wird, prophylaktisch mal eben -3.300 Mitarbeiter.

Die Daten habe ich einer Aufstellung von telebörse.de entnommen und das Ganze firmiert dort unter dem Titel „Adagio für Streicher – Rezession kostet weltweit Jobs“.

Diese Liste wird sich in den nächsten Tagen und Wochen sicher noch ein ganzes Stück nach unten fortsetzen.

Wo, so frage ich mich, soll das enden? Wer fühlt sich  in den Vorstandsetagen überhaupt noch für die Mitarbeiter oder gar für die Gesellschaft verantwortlich? Hier kann man echt den Eindruck gewinnen, dass erst die Banken das Geld verzockt haben, dann den Staat (also den Steuerzahler) um Hilfe angehen, aber selbst keine Veranlassung sehen, für sich Konsequenzen zu ziehen. Danach gerät die gesamte Wirtschaft ins Wanken, weil die eben mit Milliarden gestützten Banken keine Kredite mehr vergeben, die Automobilindustrie gerettet werden muss, weil sie sehenden Auges in den Untergang steuerte (Autos völlig am Markt, den Bedürfnissen der Verbraucher und der Umwelt vorbei entwickelt und produziert und was weiss ich noch alles falsch gemacht hat) und nun am Tropf des Steuerzahlers hängt (sog. „Umweltprämie“ für Altautos hin oder her). Und weil das alles noch nicht genügt, drückt man dem Steuerzahler auch noch die Verantwortung für die hunderttausenden entlassenen Mitarbeiter auf´s Auge!

Es ist übrigens äußerst bemerkenswert, dass die Kinder in Deutschland dem Staat eine „Sonderzahlung“ von einmalig 100,- € wert sind, ein altes Auto aber 2.500,- € – was für eine Schande für eines der reichsten Länder der Erde! Aber Politik wird hier konsequent gegen das Volk genacht, sonst wäre es nicht zu erklären, dass man Kindern von Hartz IV-Empfängern (jaja, ich weiss, die sind alle arbeitsscheu!)  in unserem Lande nur 60% des Regelsatzes eines Erwachsenen zugesteht. Obwohl Kinder einen hohen Verschleiß an Kleidung haben, obwohl sie ausgewogen und vernünftig ernährt werden müssten – mit 210,- €/Monat? Das diese Regelung gesetzwidrig ist, war der Regierung bewußt. Denn sonst hätte sie nicht im Vorgriff auf das gestrige Urteil des Bundessozialgerichts in Kassel die Regelsätze im Rahmen des Konjunkturpaketes um 10% (lächerlich! Meine persönliche Meinung!) erhöht!

Bleibt abzuwarten, welche Lügen uns nun im Superwahljahr von den Parteien aufgetischt werden, damit man ihnen die Stimme geben möge. Ich bleibe dran und werde berichten.

weiterführende Links:

  • „Weltsozialforum: Protest gegen Armut und Klimawandel“ (Artikel auf Spiegel-Online vom 27.1.2009); so schnell kann´s gehen, gestern noch einen guten Job in einem großen Unternehmen und heute schon – auf die Strasse gesetzt – kann man sich nicht mal mehr den Zweitwagen leisten? Ich will damit sagen: Der Wohlstand, auf dem unsere Gesellschaft aufbaut ist in einem mehr als fragilen Gleichgewicht – immer mehr Arbeitslose bedeuten immer weniger Steuereinnahmen und dass, derweil man den Konzernen das sauer vom Steuerzahler erpresste Geld mit vollen Händen hinterherschmeisst!
  • „Hartz IV-Urteil – Die Arbeitslosen nagen am Gordischen knoten“ (Artikel auf sueddeutsche.de am 27.1.2009). Bei den Regelsätzen von Hartz IV bleibt den Arbeitslosen auch nix anderes übrig, als am Gordischen Knoten zu nagen, zum Sattessen reicht das Geld sowieso nicht! Hartz IV ist meiner Meinung nach ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!