Saufen für´s Vaterland oder Bier und Spiele?

Ah, die Amerikaner sollen „amerikanische Werte“ zelebrieren? Und deswegen benennt Budweiser sein Budweiser Bier jetzt in „America“ um? Um den „patriotischsten Sommer überhaupt“ zu feiern? Angesichts von Donald Trump und seinem „Erfolg“ bei den Vorwahlen, sollte man das Bier aber besser in „Hampelmannsbrunze“ umbenennen. Damit könnte man die Werte von „Freiheit“ und „Autenzität“ wirklich richtig feiern!

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Die armen Kinder?

Wenigstens nimmt die Armut der Reichen und Superreichen nicht mehr zu, sondern ab! Das ist der einzige Trost bei dieser Meldung. Wen kümmern auch schon die ungezählten Bälger, die nur deswegen in die Welt gesetzt werden, damit die Eltern das Kindergeld kassieren und versaufen/verrauchen können? Und jetzt soll auch noch zum Jahreswechsel der Regelsatz für Hartz IV-Empfänger um 8 € IM MONAT erhöht werden? Ja hat denn niemand daran gedacht, dass dieses Geld auch nur wieder in Bier und Zigaretten umgesetzt werden wird? Denkt denn überhaupt keiner an die Kinder? Ist schon irgendwie bemittleidenswert, wie diese Journaille sich in gewissen Zeitabständen in Betroffenheitslyrik ergeht, bevor man sich dann wieder so wichtigen Themen, wie dem abstürzenden Börsenkurs von Zalando und von der Leyens Frisur zuwendet, den einzigen wirklich wichtigen Dingen im Leben des deutschen Bürgers…

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Wie jetzt? Doch weniger Kinder statt mehr in 2008?

Am 9.3.2009 meldet der Spiegel Online unter „Bevölkerung: Für 2008 deutet sich ein Geburtenrückgang an“ und steht damit im krassen Widerspruch zu den vollmundigen Jubelgesängen der Familienministerin Ursula von der Leyen, die lauthals verkündet hatte, die Zahl der Geburten in 2008 sei signifikant gestiegen und – logischerweise – nur ihrer hervorragenden Familienpolitik zu verdanken! Dann scheint es also doch nix geworden zu sein mit der Aktion „Ficken für´s Vaterland“, welche die Familienministerin aus der Taufe (huch, ein Wortspiel der besonders perfiden Art!) gehoben hat. Nähere Informationen kann man dem „Familien Report 2009“ aus von der Leyens Familienministerium entnehmen.

Aber man muss sich fragen, ob das wirklich schlimm ist? Deutschland hat sich noch nie, seit ich denken und mich mit diesem Thema beschäftigen kann, als besonders kinderfreundlich erwiesen. Von den derzeit ca. 15 Millionen Kindern, die in unserem (reichen) Land wohnen, wachsen 5 Millionen, also jedes 3. Kind, in armen Familien auf! Mit Hinblick auf die noch jahrelang andauernden Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, wird es in einigen Jahren sogar jedes 2. Kind betreffen. Was gedenkt man denn dagegen zu tun? Milliarden werden für die Rettung „systemrelevanter und notleidender“ Banken verpulvert. Die einzigen aber die für das gesamte Land systemrelevant sind, unsere Kinder, sind dem Staat keinen Pfifferling wert („Kinderschutzbund: Die Kleinsten zahlen die Zeche“, Artikel auf Focus Online am 9.3.2009).

Ganze 10,- Euronen Kindergeld mehr, pro Kind und Monat, da werden sicher einige potenzielle Eltern überlegen, ob sie nicht mit der massenhaften Zeugung von Kindern für die Schutzpatronin der Kinder und werdenden Mütter, die heilige Ursula (von der Leyen) beginnen. Und dann noch eine Einmalzahlung von 100,- für jedes Kind (wann gibt´s die eigentlich? Oder kann es sein, dass ich die schon ausgegeben habe, ohne es zu merkeln?), quasi als Verschrottungsprämie für…äh…ja wofür eigentlich? Was kann man dafür einem Kind kaufen? Zwei Jeans? oder 4 T-Shirts? Um ein noch brauchbares Auto zum Schrotthändler zu fahren und eines zu kaufen, dass nicht den geringsten Bedingungen zum Schutz der Umwelt genügen muss, werden 2.500,- Euronen gelöhnt – is das nicht paradox? Aber das steht auf einem anderen Blatt und als Eltern sollte man über jeden Cent froh und dankbar sein, denn dies wird für lange Zeit bestimmt das letzte sein, was man an „finanziellen Hilfe“ vom Staat zu erwarten hat!

Eigentlich bin ich schon aus dem Alter raus, wo man wegen des Geldes Kinder zu zeugen pflegt. Da überlässt man die Arbeit lieber den Jüngeren. Wenn immer mehr Menschen ins „Prekariat“ abrutschen, dürfte dies in der näheren Zukunft die einzige Möglichkeit sein, zu etwas Geld zu kommen. Vor allem, wenn man seinen Bedarf an Alkohol und Tabakwaren decken muss. Aber jetzt bin ich wirklich fast so weit, mir ein Bildnis der Frau von der Leyen übers eheliche Bett zu hängen, auf das mich ihr streng-mütterlicher Blick jeden Abend daran erinnere, meiner Pflicht dem Vater- oder doch lieber Mutterland gegenüber nachzukommen, ob ich will, oder kann, oder nicht. Mal sehen, was meine Frau dazu sagt! (Vorsicht bitte, bei diesem letzten Absatz handelt es sich um bittere Ironie! Für die Folgen, die das Lesen bei Euch hervorruft, seid Ihr selbst verantwortlich und für die daraus entstehenden Kinder ebenfalls!).

Hartz IV-Empfänger – fett, faul, versoffen!

Den Eindruck könnte man gewinnen, wenn man die Meldungen liest, die derzeit in den Medien veröffentlicht werden.

Herr Mißfelder, seines Zeichens Chef der Jungen Union, hat sich mit seiner Behauptung, die Erhöhung der Hartz IV-Sätze sei eine Anschubfinanzierung für die Alkohol- und Tabakindustrie (Artikel auf der Netzeitung vom 20.2.2009 „Alkohol und Zigaretten – JU-Chef Mißfelder diffamiert Arbeitslose“) gewesen, ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt. Den Berichten zufolge ist dies nicht das erste Mal, dass dem Herrn das Maul entgleist ist. Und weil es ja so einfach ist, auf die drauf zu hauen, die sowieso ganz unten stehen und darum auch keine Lobby haben, reiht er sich ein in die Liste derer, die da meinen, mit der Verleumdung Arbeitsloser könne man  ganz leicht politisches Kapital schlagen. Da unterscheidet er sich nicht von seinem Kollegen von der FDP, Henner Schmidt (hier seine Homepage), der die Empfänger von Hartz IV als Rattenfänger in Berlin (nicht in Hameln) zwangsverpflichtet wissen wollte (Artikel auf stern.de am 16.2.2009 „Arme sollen Ratten jagen“).

Eins zeigt uns dieses unsäglich dämliche Geschwafel aber auf jeden Fall. Nämlich wie weit man in der Politik mittlerweile bereits vom Bodensatz Boden der Tatsachen entfernt ist. Klar, wenn ich meinen Arsch jeden Tag in einen bequemen Sessel platt drücke in irgend einem Parlament, auf irgend einem wohldotierten Parteiposten, oder beim hin und her gefahren werden zwischen diesen beiden im edel ledrig riechenden Fauteuil im Fond eines Audi A6 oder 8, da kann man schon den Blick für die Realität verlieren. Und wenn man sich hin und wieder durch die Niederungen der Städte kutschieren lässt, dann sieht man eben nur Besoffene herumtaumeln, Penner auf den Parkbänken liegen und Asoziale, die alte Flaschen einsammeln. Muss man da nicht zwangsläufig auf solch glorreiche Ideen kommen? Schließlich sind ja alle Hartz IV-Empfänger asozial, oder etwa nicht? Ich meine, wer sich Kunst und Kultur so konsequent verweigert, wie das Hartz IV-Empfänger tun, der ist asozial! Das weiss man ja!

Aber das eigentliche Problem ist, dass diese Menschen asozial werden/wurden, weil sie zu Hartz IV-Empfängern geworden sind. Das verdrängt man gelonnt! Und mit diesen gnadenvollen Zahlungen ist einem einen Teilhabe am normalen Leben nicht mehr möglich – es fehlet den Menschen am nötigen Geld! Fett werden sie ebenfalls nur dann, wenn sie sich über einen längeren Zeitraum mit der Sarrazin-Hartz IV-Diät ernähren müssen. Und Flaschen sammelt man vielleicht nur deshalb, weil Weihnachten vor der Tür steht und man sich etwas mehr gönnen können möchte, als die gewohnte tägliche Bratwurst mit Brot? Genauso wenig ist zu erwarten, dass Menschen, die rauchen (und da gibt es auch genügend Politiker die das tun) nicht plötzlich mit Eintritt der Arbeitslosigkeit zu Nichtrauchern werden.

Wie gut, dass es solche Menschen wie Mißfelder gibt, die einem klar machen, wo man in Wahrheit steht. Am unteren Ende der sozialen Leiter. Zwar besteht theoretisch die Möglichkeit, nach oben zu steigen, aber da stehen schon eine Menge Leute, z. B. unsere Politiker und an denen ist kein Vorbeikommen.

Aber einen Vorteil hat die ganze Sache. Für mich jedenfalls. Wer so über andere Menschen spricht und denkt, der kann auch nicht ernsthaft darüber verärgert sein, wenn ich mir das Recht herausnehme, alle Politiker für korrupte, dumme und faule Oportunisten zu halten und dies auch genauso deutlich zu sagen!

Dafür sprechen die Massnahmen, die „zur Bekämpfung der Wirtschafts- und Finanzkrise“ ergriffen werden. Für mich ist es purer Aktionismus, wenn man der Hypo Real Estate mehr als 100 Milliarden Euro hinterherschmeisst, nur um dann festzustellen, dass in der Bilanz womöglich noch Riskien versteckt (man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lass: versteckt!) sind, die in den Bereich von 1 Billionen Euro reichen könnten! Und da macht sich noch ernsthaft jemand Gedanken darüber, wie der Markt oder der Großaktionär  J.C. Flowers, oder von mir aus auch die FDP auf eine Verstaatlichung reagieren wird! angesichts solcher Summen darf man als Steuerzahler schon mal höflich nachfragen, mit welchem Recht die Regierung unser Geld mit Schaufeln zum Fenster hinaus wirft und sich bei ein paar Euro mehr für die bedürftigen Hartz IV-Empfänger förmlich in die Hosen scheisst!

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Günther Beckstein und das Bier!

Da hat wohl einer zu tief in den Masskrug geschaut. Günther Beckstein, seines Zeichens bayrische Ministerpräsident, ist der Meinung, ein gestandenes bayrisches Mannsbild (Ihr lieben Frauen, ich erwarte nun sofort Euren empörten Aufschrei ob dieser geschlechtsspezifischen Diskriminierung!)  sei durchaus in der Lage nach zwei Mass Bier noch zielgerichtet und unfallfrei mit dem Auto nach Hause zu fahren.

Er begründet dies sinnigerweise damit, dass:

1. das „gestandene“ bayrische Mannsbild während eines 6-7 Std. dauernden Wiesenfestzeltaufenthaltes

2. nur zwei (nach Becksteins Erfahrung sowieso schlecht eingeschänkte) Mass trinken würde!

Mal abgesehen von der Tatsache, dass die meisten Todesfälle bei Verkehrsunfällen auf Trunkenheitsfahrten zurückzuführen sind, ist das vehemente Eintreten Becksteins für das gottgegebene Recht des Bayern auf das Autofahren unter Alkohol, ein Schlag ins Gesicht all derer, die in Alkohol eine gefährliche Droge sehen. Besonders auf Kinder und Jugendliche, die besonders leicht zu beeinflussen und die die Hauptzielgruppe für Alkohol- und Tabakwerbung sind, dürfte eine solche Einstellung, sowie die Verniedlichung der Gefahren des Drogenkonsums (auch wenn es sich hier um „legale“ Drogen handelt) eine verheerende Wirkung haben.

Damit Ihr dem ehrenwerten Herrn Beckstein Eure Meinung sagen könnt, habe ich hier einen Link auf seine Homepage gesetzt. Wir sollten ihn schnellstens wissen lassen, was die Allgemeinheit von solchen Äußerungen hält. Mich persönlich wundert es nicht, dass ein Mensch mit solchen Einstellungen, auch die Atomkraft für eine saubere und zukunftsfähige Energiequelle hält!

Je später der Abend, desto schöner die Gäste!

Das an diesem altbekannten Spruch viel Wahres dran ist, weiss jeder, der sich schon mal die Kanne gegeben hat. Jetzt haben es auch Forscher festgestellt und da sage nochmal einer, die Forschung würde keine praktischen Erkenntnisse zeitigen! Wissenschaft.de berichtet unter der Überschrift „Schöntrinken für alle“ am 14.8.2008, heterosexuelle Männer und Frauen würden unter dem Einfluss von Alkohol sowohl Menschen des anderen, wie auch des eigenen Geschlechts attraktiver beurteilen, wie ohne die „Hilfe“ von Alkohol.
Interessant zu wissen wäre in diesem Zusammenhang, wer diese Studie finanziert hat (vermutlich die Schnapsindustrie, die ja seit der Erhebung von Pfand auf Alkopops ein wenig an Boden bei jugendlichen Säufern und Alkoholismuslehrlingen verloren hat!) und was das ganze eigentlich bringen soll?
Auf jeden Fall erklärt es die Tatsache, warum es bei der Partnersuche unter Alkoholeinfluss meist am anderen Morgen ein böses Erwachen gibt. Manch einer dürfte nüchtern einen nicht mehr ganz so attraktiven Partner wie am Abend vorher in seinem Bett gefunden haben oder womöglich einen des gleichen Geschlechts, obwohl er eigentlich der Meinung war heterosexuell zu sein!

Merkt Euch also:

Das Leben selbst ist eine Droge! Alkohol ist garnicht notwendig um cool zu sein!