Das Elend mit der Leiharbeit

Gestern rauschte eine Meldung durch den Blätterwald und die Medien, dass es nun endlich geschafft sei. Der Missbrauch der Leiharbeit sei nun ein Riegel vorgeschoben! Dank der SPD, dank Sigmar Gabriel, dank Andrea Nahles! Also sah ich mich dazu berufen mir die vermeintlichen Verbesserungen einfach einmal ganz unverbildlich anzuschauen und dann meinen ebenso kritischen, wie unmaßgeblichen Kommentar dazu abzusondern. Aber eins nach dem anderen.

Heute erreichte mich außerdem noch per Email der aktuelle Mitgliederbrief der SPD, mit einer faksimilierten Unterschrift des großen fetten Vorsitzenden Sigmar Gabriel, indem er mir die unerhörten Fortschritte, welche diese „Einigung“ beim Kaffeekränzchen im KanzlerInnenamt nun für die ausgebeutete Arbeiterschaft mit sich bringen würde, erläutern wollte. Er frug mich, ob ich denn nun auch, wie jene eine Million Leiharbeiter, endlich aufatmen könne?

Woher, so schoss es mir durch den Kopf, kommt überhaupt diese Leiharbeit? Und die Antwort folgte ebenso schnell. Das hat die SPD verbrochen, damals, als sie den Arbeitsmarkt „liberalisierte“ und – das wollen wir nicht verschweigen – unter eifrige Mitarbeit der Grünen, die Arbeitnehmerrechte beschnitt und Arbeiter und Angestellte praktisch zu rechtlosen Sklaven machte.

Und nun, lese ich den Mitgliederbrief von Sigmar und höre, wie sie sich ohrenbetäubend laut gegenseitig auf die Schultern klatschen vor Selbstzufriedenheit. Hätten die Sozen also unter Schröder diesen Mist nicht eingeführt, sie hätten sich gestern abend womöglich um irgend etwas anderes sinnvolles kümmern können. Aber nein. Andrea Nahles stellte sich vor die Mikrofone, strahlte wie ein frisch gebackenes Honigkuchenpferd, fand sich und ihre tolle Arbeit bewundernswert und stapfte anschließend davon mit der Bemerkung auf den Lippen:“Die Rente mit siebzig wird nicht kommen!“ Dazu ein süffisantes Lachen auf dem ziemlich breiten Gesicht.

Das alles konnte, trotz der bemühten Begeisterung, zumindest bei mir keine wirkliche Freude auslösen. Bedauerlicherweise habe ich schon länger mit vielen Leiharbeitern zu tun gehabt. Und die Tricks, die sofort nach der Einführung dieser gesetzlich geduldeten und geförderten Art der Ausbeutung, ja der Sklaverei, usus wurden und die lächerlichen Begrenzungen ad absurdum führten, wurden bald von jenen Unternehmen ausgenutzt, die sich auf diese neue und effektive Möglichkeit der Ausbeutung stürzten, wie Geier auf ein stinkendes Aas.

Leiharbeiter wurden von einer Leiharbeitsfirma an die Nächste weiter gereicht und immer zu denselben beschissenen Bedingungen, nahezu unbefristet und ohne jede Kontrolle, an immer dieselben Unternehmen und immer für die gleich Arbeit ausgeliehen. Das die Löhne kaum zum Leben reichten, weil sie weit unter den Tarifvereinbarungen lagen, versteht sich von selbst. So gut wie keine Urlaubsansprüche und Entgeldfortzahlung im Krankheitsfall als absolute Ausnahme, wurden ebenfalls selbstverständlich. Und was am Monatsende auf dem Konto fehlte, das legte der Staat den Betroffenen zähneknirschend oben drauf und subventionierte damit direkt Lohndumping und Ausbeutung.

Und was ändert sich jetzt, dass man das so an die große Glocke hängt? Man hat endlich durchgesetzt, dass nach 9 Monaten Equal Pay gelten soll, also gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Nach 18 Monaten soll der Leiharbeiter übernommen werden müssen, wenn er weiter dieselbe Arbeit erledigen soll. Und damit haben wir genau die gleichen Probleme, die wir vorher auch schon hatten. Nur die Fristen haben sich ein wenig geändert. Ich und viele andere Kritiker sind sich heute schon sehr sicher, dass es wohl kaum zu zahlenmäßig erfassbaren Übernahmen kommen dürfte. Wer so lange in einem Unternehmen bleibt, der wird eben vor Ablauf der 9 Monate dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung gestellt und kann dann an das nächste Unternehmen verliehen werden. Oder er wird an die nächste Leihfirma weitergereicht.

Allerdings hat offenbar außer mir niemanden stutzig gemacht, dass sich sofort nach dieser „Einigung“ die Metallarbeitgeber mit dieser „Verbesserung“ der Leiharbeitsbedingungen zufrieden erklärten! Dabei müsste solches Lob von der Seite, die von der systematischen Ausbeutung der Leiharbeitnehmer unmittelbar und mittelbar profitiert, sofort alle Alarmglocken schrillen lassen. Aber nicht bei der SPD! Wen wunderts?

Diese ganze Leiharbeits- und Werkvertragsscheiße muss so schnell wie nur irgend möglich verboten werden. Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe!

Ach ja. Bevor ich´s vergesse, wollte ich noch anmerken, dass ich seit mehreren Jahren garnicht mehr in der SPD bin. Darum bin ich schon ein wenig erstaunt darüber, dass man mir nach wie vor den Mitgliederbrief übersendet, gleichwohl ich mehrfach, nach meinen Austritt auf mein Desinteresse an diesem Propagandafetzen hingewiesen habe. Aber wen juckts. Hat wohl mit der SPD-internen Vorratsdatenspeicherung zu tun…

Wir kriegen nie das, was wir verdient haben!

Ja, das sagt doch einiges über die Zustände in dieser Gesellschaft aus! Wenn ich das richtig interpretiere, dann liegt der durchschnittliche Facharbeiterlohn bei 3.024 Euro im Monat! Und die Leute, die euren Dreck wegmachen, oder euch die Justin-Bieber-Frisuren schneiden (wobei ich das dann wieder verstehen kann), oder eure Kinder erziehen, oder eure geleasten Schwanzprothesen mit 500 PS reparieren, deutlich unter diesem Schnitt. Ist das gerecht? Ist es gerecht, dass ein Gebäudereiniger, oder ein Friseur mit vermutlich nicht einmal 700 oder 800 Euro in Rente gehen darf? Und die regierung dreht immer weiter an der Schraube nach unten und sagt Dir noch rotzfrech ins Gesicht:“Ja hättste mal privat vorgesorgt!“ Von was denn bitte? Und selbst wenn. Nun stündest Du da mit Deiner privaten Riesterrente und kannst zusehen, wie sie bei Minuszinsen, Strafgebühren und selbst bei einer Inflation nahe „Null“ immer weniger wert wird? Mal ganz abgesehen davon, dass sie Dir nach Renteneintritt auch noch Steurn abpressen wollen und Du die Krankenkasse zahlen sollst! Ich meine, wenn man mal ehrlich ist, Du bist selber Schuld daran, wenn Deine Rente nicht reicht. Du hättest einfach einen vernünftigen Beruf lernen müssen. So einfach ist das. Denn Bildung ist der Schlüssel zu einem (fast) sorgenfreien Leben. Falls Du einen unbefristeten Job bekommst. Falls Du nicht als Akademiker in Leiharbeit gepresst wirst. Und falls Du nicht mit Werkvertrag irgendwo im Rahmen erlaubter Selbstausbeutung tätig sein musst! Wenn dann die Rente droht, hast Du jedenfalls die freie Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Entweder Du frißt jeden Tag bis Du satt bist, dann kannst Du aber keine Wohnung mehr bezahlen. Oder die haust irgendwo in einem Wohnklo mit Kochnische, dann bleibt aber kein Geld mehr, mit dem Du Dir was zu Fressen kaufen kannst! Okay, das war gelogen. Du kannst natürlich bei den Tafeln essen gehen und Dir Müll kaufen um ihn zuhause zu verzehren. Und wenn Du Glück hast, dann spendiert Dir Frank Zander zu Weihnachten eine Gänsekeule mit Rotkraut und Knödeln!
Eigentlich ist es die Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass seine Bürger unter menschenwürdigen Bedingungen leben können. Vor allem im Alter! Aber da bist Du schief gewickelt. Die Bundesregierung hat sogar die Sozialhilfe privatisiert und sich aus ihrer verdammten Verantwortung gestohlen! Und bei all diesen Entscheidungen, dass man den Reichen, den Banken, den Konzernen die drückende Steuerlast nahm und die Armen, Schwachen, Alleinerziehenden und Rentner in die Verantwortung. Schließlich sind wir es ja, die Jahrzehnte über „unsere Verhältnisse gelebt“ haben, hat die SPD ihr „JA“ und „Amen“ dazu gegeben. Aber die SPD sieht das ganz anders. Sie hat die „Gesundheitsfüsorge“ und die Rente „zukunftssicher“ gemacht – jedenfalls nach den Massstäben der Wirtschaft! Und Schuld sind ja bekanntlich immer nur die anderen (in diesem Falle wohl die Wähler). Doch das trifft freilich auch auf die anderen Parteien zu. Die CDU/CSU, denen es immer um die „Mitte der Gesellschaft“ geht (und um deren braunen stinkenden Rand, den sie euphemistisch als national- oder wertkonservativ bezeichnen! Die FDP, die außer ihrem eigenen Wohl, nur die Interessen der Wirtschaft, der Besserverdienenden und der Leistungsträger vertritt! Und die Grünen, die einmal die linken Vorkämpfer für den Umweltschutz und gesellschaftliche Solidarität waren. Sie sind heute meist grün angestrichene Konservative. Und wenn ich konservativ sage, dann meine ich sehr konservativ! Von Grünen Revoluzzern ist heute weit und breit nichts mehr zu sehen.
Wir leben in einer, wie soll man das ausdrücken, zwangskonservierten Gesellschaft, der jedes Betreben nach Veränderung, sozialer Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Fortschritt abhanden gekommen ist. Die Bundesmuddi hat hier den furchtbaren Begriff der marktkonformen Demokratie geprägt und der sagt ja nun wirklich alles aus – wir sind in einer Gesellschaft, in einem gesellschaftlichen System gelandet, in dem sowohl die solidarität, die soziale Gerechtigkeit, aber auch die Menschenwürde und die Menschenrechte auf dem Altar der Ökonomie geopfert wurden! Die eigentliche Macht geht nicht vom Volke aus, sondern von den Interessenvertretetern der Wirtschaft! Das dürfen wir niemals vergessen!

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Am Ende triffts immer die kleinen Leute!

Ja, das ist wirklich eine echte Erfolgsgeschichte, die Muddi sich heute zu wahren Jubelarien auf die Austeritätspolitik deutscher Prägung aufschwingen ließ! Spanien, der konservative Zögling deutscher Erziehung zu Sparsamkeit bis zum Exzess und auf Kosten der einfachen Menschen, der Arbeiter und Angestellten, der Arbeitslosen, der Jugendlichen, der Alten, der Kranken und Rentner. Und nicht zu vergessen derjenigen, die ihre Häuser und Wohnungen verloren haben. weil sie die Raten für die Kredite nicht mehr schultern konnten. So gesehen ist es wirkliche eine phantastische Leistung!
Man braucht sich um Kollateralschäden wie den Verlust des bescheidenen Wohlstands, den der kleine Mann/die kleine Frau mit harter Arbeit erreicht hatten, keine Sorgen zu machen. Nun sind, nach deutschem Vorbild und entsprechend der neoliberalen Wirtschaftspolitik die Karten wieder so verteilt, wie es sich gehört in einer Welt, in der Reichtum nur wenigen Prozent der Bevölkerung von Gott gegeben ist, genauso wie die Armut, mit der er seine unbootmäßigen, faulen und arbeitsscheuen Schäfchen schlägt, um durch diese Züchtigung seine Liebe zu ihnen zu demonstrieren!
Helft Euch selbst, möchte man dem gepeinigten Spanier zurufen, dann hilft Euch Gott! Wenn Euch jedoch nichts Besseres einfällt als diesem Konservativen mit der gräulichen Gesichtsmatratze die absolute Mehrheit zu verschaffen, dann soll es so sein! Aber von den Verlierern des Kapitalismus und einer asozialen Sozialpolitik geht, genau wie in Deutschland, sowieso kaum mehr einer zur Wahl. Und so kann sich die etablierte Politbande wieder und wieder voller Selbstgefälligkeit auf die hängenden Schultern schlagen und sich für das lobhudelnd preisen, mit dem sie den einfachen Menschen die Möglichkeiten genommen hat, ein halbwegs menschenwürdiges Leben zu führen!
Ob es das alles jedoch wert war, nur um von Muddi abgeknutscht zu werden? Entscheidet selber…

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Mir geht´s gut. Ich verliere nie den Mut…

Ja, das mit der Statsistik ist dann wohl so: Einige wenige Profiteure, vorwiegend Reiche und Unternehmer, Manager und sicher auch zahlreiche Politiker haben durch die Integration Deutschlands in die EU, einen Einkommensgewinn zwischen mehreren hunderttausend, bis zu vielen Millionen Euro zu erzeichnen gehabt, während der gemeine Deutsche (also Du und ich), also der einfache Arbeitnehmer oder Angestellte so gut wie keinen Vorteil davon hatte, in vielen Fällen sogar gewaltige Einkommens-und Kaufkraftverluste hinnehmen musste – vom Verlust des Sozialstaats, dem Abbau der Arbeitnehmerrechte und der persönlichen Freiheit einmal abgesehen! Aber sonst geht´s uns echt gut!

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Der Apple fällt doch weit vom Stamm?

Das ist einfach furchtbar! Große Konzerne können im Kapitalismus nur deshalb existieren, weil sie dort, wo sie ihre exorbitanten Gewinne machen, keine Steuern zahlen! Mal abgesehen von der Tatsache, dass sie sich lediglich Steuerschlupflöcher zunutze machen, die ihre „externen“ Mitarbeiter den Regierungen in die Gesetzestexte geschrieben haben, tun sie ja nichts Unrechtes! Was für ein bitteres Unrecht tun wir eigentlich diesen selbstlosen und bescheidenen Gewerbetreibenden an, wenn wir fordern, sie mögen sich doch an der Finanzierung der Staaten beteiligen?

Wir können von Glück sagen, das wenigstens ein paar Jobs in der westlichen Welt mit ihren horrenden Lohnstückkosten und Sozialabgaben geblieben sind. Nicht jeder ist so verantwortungsvoll, wie die Managerriege der weltumspannenden Konzerne, den sogenannten Global Playern. Die wollen eben nur spielen und ihre Produkte verkaufen, an wen auch immer.

Kann man ihnen verdenken, dass sie nichts von dem hergeben wollen, was sie einnehmen? Das geht ja einem ganz gewöhnlichen Feld,- Wald- und Wiesenarbeiter auch nicht anders. Der hat aber das Problem, dass ihm das Finanzamt am Arsch hängt und sein fürsorglicher Arbeitgeber die ihm abverlangten Steuern und Sozialabgaben gleich an den Fiskus weiter leitet, noch bevor der fleissige Arbeiter oder Angestellte sie auch nur auf seiner Lohn- und Gehaltsabrechnung gesehen und sich darüber geärgert hat!

Und weil das so schön einfach ist, dem kleinen Mann und der einfachen frau in die Tasche zu greifen, hat man vor einiger Zeit auch gleich dafür gesorgt, dass Privatpersonen Ausgaben für einen Steuerberater nicht mehr steuermindernd geltend gemacht werden können! Mit Großkonzernen legt man sich besser nicht an, die haben eigene Rechtsabteilungen und wenn es ganz dicke kommt, driohen sie mit dem Verlust von Arbeitsplätzen. Täte ich das, ziehe man mich zu Recht der Erpressung.

Wir wissen, dass wir um´s Steuerzahlen nicht herum kommen. Aber es würde sich eine Spur besser anfühlen, wenn man bei allen gleichmäßig die Hand aufhielte und bei denen mehr holte, die mehr haben. Genmeinhin nennt man das (Steuer)Gerechtigkeit, aber mich frächt ja keiner…

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Steigt der Goldpreis, stirbt der Regenwald!

Nachdem in den letzten Tagen und Wochen der Goldpreis in ungeahnte Höhen gestiegen ist, weil die Menschen offenbar nicht das geringste Vertrauen in das Geschwätz der Politiker haben, die da z. B. behaupten, der Euro-Rettungsschirm sei zwar mit Garantien über 750 Milliarden Euro ein dickes Ding, aber das seien ja nur Garantien und die würden ja nur fällig, wenn die Schuldner nicht mehr zahlen könnten…blablabla! Grund genug um den Goldpreis auf über 1.500 $ je Feinunze zu treiben.
Zuerst hiess es auch, Griechenland und nur Griechenland würde unter den schutz des schirmes gekrochen kommen, denn die hätten wirklich über ihre Verhältnisse gelebt und das „Spar“programm, dass man ihnen aufoktroyierte, habe es in sich – sparen, sparen, sparen! Natürlich nur bei den kleinen Leuten und denen, die eben keine Lobby haben! Frauen, Kinder, Alte, Arbeitslose, dasselbe Spiel wie überall in der westlichen, kapitalistisch orientierten Welt, in der nur der zählt der was leistet, oder der bescheißt!
Alles kein Problem? Naja, nach Griechenland kam Irland (das ja eigentlich nicht pleite und auch nicht abgewirtschaftet ist, aber mit seinem Bankensektor wohl irgendwie auf´s falsche Pferd gesetzt hat und nur mal eben nich so gut bei Kasse is! Kein Problem, denn die sparen auch wie verrrückt (bei wem? Da dürft ihr dreimal raten!) und ein Ausfall bei den Krediten und Bürgschaften steht keinesfalls zu befürchten. Und nach Irland klopft jetzt Portugal an die Rettungskasse. Portugal hat es eigentlich auch nicht nötig, man hat nach Aussagen der regierung alles im Griff, wie gehabt! Die Frage ist nur, warum wollen die alle unter den Rettungsschirm, wenn sie es nicht nötig haben?
Aber das ist hier und heute nicht das Thema! Es dreht sich um den Zusammenhang zwischen der Höhe des Goldpreises und der Zunahme der Regenwaldzerstörung! Und die ist offenbar nicht zu leugnen, weil man das mit Hilfe von Satellitenaufnahmen nachweisen kann!
Hier haben die Menschen kein Vertrauen in die Regierungen, erst Recht nicht in die Banken und auch sonst ist man dem allgemeinen Gewäsch von den Sachzwängen nicht besonders gewogen, also schichtet man sein vermpögen um und steckt es in Werte, die beständig sind, so wie Gold. Gold ist solange beständig im Wert, wie es einem nicht geklaut wird, aber man kann es ja zur Bank tragen und dort einlagern, also da wo man seine Aktien nicht lagern möchte und sein Geld am liebsten auch nicht parken will, weil man den Zugriff des Staates oder der Inflation befürchten muss.
Und hier stellt sich mir eine weitere Frage:“Wer kauft sich eigentlich Gold, um sein Vermögen zu sichern und sich vor abstürzenden Aktienkursen und der um sich greifenden Inflation zu schützen? Ja, es sind genau die, die mit ihrem Verhalten mitschuldig an der Bankenkrise geworden sind, weil sie ihre Gelder dort anlegten, wo man ihnen Zinsen versprach, von denen man eigentlich nie annehmen konnte, dass sie der Realität entsprungen waren, Leute, die ihr Vermögen auf´s Spiel setzten, weil sie es für chick erachteten, mit Derivaten zu spekulierten, obwohl sie nicht den Hauch einer Ahnung haben, was da eigentlich abläuft! Diese Leute sind es, die nun ihr Geld in Gold umtauschen und damit billigend in Kauf nehmen, dass die „Märkte“ (ich hasse diesen Begriff!) darauf reagieren und wie die Blöden in den Regenwäldern am Amazonas nach Gold buddeln lassen!
Wen interessiert dabei schon der Verlust an wertvollem Baumbestand, der als unsere grüne Lunge das Klima reguliert? Wenn´s solchen Leuten zu warm wird, dann brauchen die keinen Wald, die kaufen sich einfach eine Klimaanlage! Wer macht sich schon Gedanken darüber, ob ein paar nackerte Indios mit Pfeil und Bogen durch den Wald rennen, wenn ich mein Geld in Gold anlegen will? Nicht genug damit, dass wir mit „Bio“sprit das Brot der Menschen in der Dritten Welt in unseren BMW-, Porsche-, Audi- oder Benzmotoren verbrennen, wir tragen die Verantwortung dafür, dass es bald keinen Wald mehr gibt, den wir schützen können. Aber Hauptsache ein paar Goldmünzen oder einige mickrikge Goldbarren liegen im Banktresor, damit wir in schlechten Zeiten wie diesen notfalls darauf zurück greifen können! Dann is die Welt doch noch in Ordnung!
Ach ja, die Hartz IV-Empfänger kriegen einfach viel zuviel Geld von „uns“! Wenn man denen die Alimentation kürzt, dann werden die auch arbeiten gehen und nicht den Besserverdienenden und Leistungsträgern auf der Tasche liegen. Man stelle sich vor, die Hartzer, die einfachen uArbeitern und Angestellten würden ihre Knete auch in Gold umtauschen wollen, um für die Zukunft vorzusorgen – nicht auszudenken wäre das!