Lobby und Politik – des Unternehmers beste Freunde!

Mein Gott, wir lagen alle die ganze Zeit so falsch! Der Gehaltsunterschied zwischen Mann und Frau ist viel geringer, als die Lügenpresse und die anderen feministischen Medien immer behaupten. Und wer hat´s mal wieder an´s Licht der Wahrheit gebracht? Richtig, das Institut der deutschen Wirtschaft, das ja bekanntermaßen so neutral ist wie ein Eimer Salzsäure auf dem Lack eines Autos! Und was schließen wir daraus? Nee, Moment, was schließen die gebeutelten Arbeitgeber daraus? Auch richtig, es bedarf keiner Regelung und schon gar keiner verbindlichen, weil gesetzlich festgelegten, Regelung! Und voller Freude lauscht die Union dem arbeitgebernahen Geschwätz aus unberufenem Munde und preist die Gnade des Herrn, dass er sie so vielleicht vor den bösen Folgen ungerechtfertigter Gleichstellung bewahren möge! Hallelujah, kann man da nur sagen und die Frage in den Raum stellen, wie eine Frau nur so leichtfertig sein kann und solchen Lackaffen ihre Wählerstimme hinterher werfen?

Ja, gesetzliche Regelungen scheut der Arbeitgeber so sehr, wie der Teufel, oder der Christdemokrat das Weihwasser. Wohl dem, der seine Lobby dazu bringt, die Regierungund die Politik so dumm und dappig zu schwafeln, zu bestechen und zu beschenken, dass sie sich auf die „freiwilligen“ Zusagen der Arbeitgeber verlassen. Dabei wäre es auch völlig Wurst, ob man Gesetze erlässt oder nicht, denn schließlich wird sowieso niemand da sein, der ihre Einhaltung überprüft und Verstöße zur Anzeige bringen könnte.Das war bislang noch immer so. Und im Zweifelsfalle glaubt man den Beteuerungen der Arbeitgeberseite mehr als unabhängigen Forschern. Denn würde ein Konzern jemals die Unwahrheit sprechen, wenn es um seine Interessen geht? -.-

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Das Elend mit der Leiharbeit

Gestern rauschte eine Meldung durch den Blätterwald und die Medien, dass es nun endlich geschafft sei. Der Missbrauch der Leiharbeit sei nun ein Riegel vorgeschoben! Dank der SPD, dank Sigmar Gabriel, dank Andrea Nahles! Also sah ich mich dazu berufen mir die vermeintlichen Verbesserungen einfach einmal ganz unverbildlich anzuschauen und dann meinen ebenso kritischen, wie unmaßgeblichen Kommentar dazu abzusondern. Aber eins nach dem anderen.

Heute erreichte mich außerdem noch per Email der aktuelle Mitgliederbrief der SPD, mit einer faksimilierten Unterschrift des großen fetten Vorsitzenden Sigmar Gabriel, indem er mir die unerhörten Fortschritte, welche diese „Einigung“ beim Kaffeekränzchen im KanzlerInnenamt nun für die ausgebeutete Arbeiterschaft mit sich bringen würde, erläutern wollte. Er frug mich, ob ich denn nun auch, wie jene eine Million Leiharbeiter, endlich aufatmen könne?

Woher, so schoss es mir durch den Kopf, kommt überhaupt diese Leiharbeit? Und die Antwort folgte ebenso schnell. Das hat die SPD verbrochen, damals, als sie den Arbeitsmarkt „liberalisierte“ und – das wollen wir nicht verschweigen – unter eifrige Mitarbeit der Grünen, die Arbeitnehmerrechte beschnitt und Arbeiter und Angestellte praktisch zu rechtlosen Sklaven machte.

Und nun, lese ich den Mitgliederbrief von Sigmar und höre, wie sie sich ohrenbetäubend laut gegenseitig auf die Schultern klatschen vor Selbstzufriedenheit. Hätten die Sozen also unter Schröder diesen Mist nicht eingeführt, sie hätten sich gestern abend womöglich um irgend etwas anderes sinnvolles kümmern können. Aber nein. Andrea Nahles stellte sich vor die Mikrofone, strahlte wie ein frisch gebackenes Honigkuchenpferd, fand sich und ihre tolle Arbeit bewundernswert und stapfte anschließend davon mit der Bemerkung auf den Lippen:“Die Rente mit siebzig wird nicht kommen!“ Dazu ein süffisantes Lachen auf dem ziemlich breiten Gesicht.

Das alles konnte, trotz der bemühten Begeisterung, zumindest bei mir keine wirkliche Freude auslösen. Bedauerlicherweise habe ich schon länger mit vielen Leiharbeitern zu tun gehabt. Und die Tricks, die sofort nach der Einführung dieser gesetzlich geduldeten und geförderten Art der Ausbeutung, ja der Sklaverei, usus wurden und die lächerlichen Begrenzungen ad absurdum führten, wurden bald von jenen Unternehmen ausgenutzt, die sich auf diese neue und effektive Möglichkeit der Ausbeutung stürzten, wie Geier auf ein stinkendes Aas.

Leiharbeiter wurden von einer Leiharbeitsfirma an die Nächste weiter gereicht und immer zu denselben beschissenen Bedingungen, nahezu unbefristet und ohne jede Kontrolle, an immer dieselben Unternehmen und immer für die gleich Arbeit ausgeliehen. Das die Löhne kaum zum Leben reichten, weil sie weit unter den Tarifvereinbarungen lagen, versteht sich von selbst. So gut wie keine Urlaubsansprüche und Entgeldfortzahlung im Krankheitsfall als absolute Ausnahme, wurden ebenfalls selbstverständlich. Und was am Monatsende auf dem Konto fehlte, das legte der Staat den Betroffenen zähneknirschend oben drauf und subventionierte damit direkt Lohndumping und Ausbeutung.

Und was ändert sich jetzt, dass man das so an die große Glocke hängt? Man hat endlich durchgesetzt, dass nach 9 Monaten Equal Pay gelten soll, also gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Nach 18 Monaten soll der Leiharbeiter übernommen werden müssen, wenn er weiter dieselbe Arbeit erledigen soll. Und damit haben wir genau die gleichen Probleme, die wir vorher auch schon hatten. Nur die Fristen haben sich ein wenig geändert. Ich und viele andere Kritiker sind sich heute schon sehr sicher, dass es wohl kaum zu zahlenmäßig erfassbaren Übernahmen kommen dürfte. Wer so lange in einem Unternehmen bleibt, der wird eben vor Ablauf der 9 Monate dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung gestellt und kann dann an das nächste Unternehmen verliehen werden. Oder er wird an die nächste Leihfirma weitergereicht.

Allerdings hat offenbar außer mir niemanden stutzig gemacht, dass sich sofort nach dieser „Einigung“ die Metallarbeitgeber mit dieser „Verbesserung“ der Leiharbeitsbedingungen zufrieden erklärten! Dabei müsste solches Lob von der Seite, die von der systematischen Ausbeutung der Leiharbeitnehmer unmittelbar und mittelbar profitiert, sofort alle Alarmglocken schrillen lassen. Aber nicht bei der SPD! Wen wunderts?

Diese ganze Leiharbeits- und Werkvertragsscheiße muss so schnell wie nur irgend möglich verboten werden. Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe!

Ach ja. Bevor ich´s vergesse, wollte ich noch anmerken, dass ich seit mehreren Jahren garnicht mehr in der SPD bin. Darum bin ich schon ein wenig erstaunt darüber, dass man mir nach wie vor den Mitgliederbrief übersendet, gleichwohl ich mehrfach, nach meinen Austritt auf mein Desinteresse an diesem Propagandafetzen hingewiesen habe. Aber wen juckts. Hat wohl mit der SPD-internen Vorratsdatenspeicherung zu tun…

Gone with the Globalisation – die Mittelschicht entschwindet!

Wer hätte das ahnen können? Dabei ist Deutschland doch dank Muddis Politik und Gabriels Wirtschaftsfreundlichkeit eine mustergültige und beispielhafte ähm hüstel „soziale Marktwirtschaft“! Da können wir uns unseren Teil denken. Wenn immer weniger Reiche immer mehr besitzen und immer mehr einfache und „normale“ Leute immer weniger haben, dann darf man schon mit einer gewissen Unbehaglichkeit fragen, für wen hier eigentlich Politik gemacht wird! Für die einfachen Menschen, denen man das immer verspricht, besonders gern vor Wahlen? Das kann ja wohl nicht sein. Liegt es an der wirtschaftlichen Lage? Der Globalisierung? Möglich, aber wenn das stimmt, dann frägt man sich unwillkürlich, warum man die reichsten Menschen eines Landes und die größten Konzerne, einfach aus ihrer Steuerpflicht entlässt, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken? Wurde deswegen auch nur ein müder Cent mehr investiert, nur weil die Reichen immer weniger Steuern zahlen? Das darf getrost bezweifelt werden, denn sonst stünden die Unternehmen nicht so desolat da, wie sie es tun. Überhaupt werden Investitionen meist nicht aus dem Vermögen einzelner Personen getätigt. Die sitzen auf ihrer Kohle und versuchen sie mit durchaus fast immer illegalen Methoden zu vermehren. Investitionen müssten, der Logik nach, wohl eher aus den Unternehmen selbst kommen. Aber das tun sie ganz offensichtlich nicht. Denn man neigt nach wie vor dazu „Synergien“ zu nutzen, „Cost Cutting“ zu betreiben und die „Produktivität“ zu steigern, indem man immer weniger Menschen mit immer mehr Arbeit belastet und den überflüssigen Rest der Belegschaft dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen. Denn es ist ja die Aufgabe des Staates, jedenfalls aus Sicht des Unternehmers, einen großen Pool aus Arbeitssuchenden zur Verfügung zu halten und zu alimentieren, damit man die noch in Beschäftigung befindlichen Menschen besser unter Druck setzen und die Löhne gleichzeitig senken kann. Je größer das Drohpotenzial (höhrer Arbeitslosigkeit, bzw. hohe „Sockel“arbeitslosigkeit), desto niedriger die Löhne! Und wem´s bei aller Sparsamkeit und „guter Tipps zu Hauf“, all der großzügig privat organisierten „Tafeln“, um´s verrecken nicht zum Leben reicht, der wird halt von Staats wegen aufgestockt – natürlich auch aus dem Topf des Steuerzahlers. Was uns zu der Erkenntnis bringt, dass der Staat direkt und indirekt das Lohndumping, nebst aller anderen asymetrischen und asozialen Leiharbeits-, Werkvertrags- und Befristungsgaunereien der Wirtschaft subventioniert und diejenigen, die dafür verantwortlich sind, noch nicht einmal zum Steuern zahlen heranzieht!

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Arbeitnehmerrechte? Wozu das denn?

Die Wünsche der Arbeitgeber zur Weihnachtszeit? Weg mit den festen Arbeitszeiten! Her mit mehr Flexibilität! 8 Stunden am Tag? Wozu das denn? Wer soll denn bitteschön in den 16 Stunden arbeiten, wenn der Arbeiter zu Hause ist, um sich von dem zu entspannen, was er als Arbeit betrachtet und der Arbeitgeber als die Freizeit, die der Arbeiter in einem Unternehmen verbringt, mit dem Versuch, sich vor der Arbeit zu drücken! Und damit soll man nun den Anforderungen des globalisierten Marktes begegnen? Quatsch! Der Arbeiter soll so lange in der Firma bleiben (müssen) bis es ihm so langweilig wird, dass er vor Verzweiflung anfängt wirklich zu arbeiten.

Aber wenn wir schon mal dabei sind, sollten wir auch gleich über die Unverschämtheit reden, für die Anwesenheit im Betrieb auch noch Geld zu verlangen! Lohn! Für was eigentlich? Dafür, dass die Unternehmer in ihrer Selbstlosigkeit den Menschen (mehr oder weniger) sinnvolle Beschäftigung geben und so dafür sorgen, dass sich Ehepaare nicht gegenseitig an die Gurgel gehen, weil sie sich auf den Sack gehen? Ein paar Essensgutscheine würden es doch auch tun, oder?

Stellt Euch einfach mal vor, wie viel einfacher es wäre, wenn man den Lohn einfach in Sachleistungen ausgäbe? Wie schön könnte es sein, wenn die Wirtschaft die Menschen nicht mit Geld, sondern mit dem bezahlen, was gerade so herum liegt und nicht gebraucht wird. Bei entsprechender Qualität versteht sich!

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Was ich dazu sage?

„Nein! Ich sage NEIN!“ Es ist genug! Die Arbeitgeber haben nicht nur im Verein mit den diversen bundesdeutschen Regierungen den Sozialstaat zerstört und räumen gerade die letzten, lästigen Reste weg, sie wollen auch die Wiedereinführung der (Lohn-)Sklaverei durchsetzen! Arbeit ohne Grenzen und ohne den Anspruch, von dem Lohn auch leben zu können, subventioniert durch die Aufstockung für Geringverdiener aus Steuermitteln, Abschaffung des Urlaubs und ständige Verfügbarkeit – und dafür gibt es im Gegenzug weiter exorbitant steigende Profite (aber nur für die Arbeitgeber!)? Weg mit der 5-Tage-Woche, die sowieso bis heute nicht in allen Bereichen durchgesetzt worden ist! Her mit der Samstagsarbeit ohne Lohn- und erst Recht ohne Freizeitausgleich! Die Wirtschaft muss brummen, damit der Chef seine Füße am Wochenende seelenruhig in den Pool stellen kann, während seine Mitarbeiter in den Fabrikhalle und den Großraumbüros schaffen bis zum Umfallen? Ihr könnt mich am Arsch lecken, Ihr Idioten!

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Sterben in Schönheit?

Ach es ist eine wahre Freud, jedenfalls für mich, wenn man sieht, wie sich Uschi hier (un)redlich abmüht! Die Bundeswehr attraktiver machen? Frontkindergärten? Schöner sterben im modischen Outfit? Mehr Geld, das den Soldaten zugute kommen soll, auf keinen Fall aber der Ausrüstung, die sowieso nix taugt! Prämienzahlungen? Vielleicht in Form einer kleinen Abschussprämie! Höhere Renten? Und das alles für nur zwei-, dreihundert Millionen mehr im Jahr? Wenn ihr da das Sch(r)äuble nicht mal vorher den Stecker zieht!
Ich hätte da aber auch noch den ein oder anderen Vorschlag zu machen. Wenn man die Bundeswehr wirklich attraktiver machen will, könnte man das doch mittels „Schönheits“-Op´s auf Ursels Kosten machen. Gesichtsveränderungen zum Beispiel. Zur Auswahl stehen die Visagen von Sly Stallone, Jean-Claude Van Damme, Dolph Lundgren und Arnold Schwarzenegger! Dann spielt es auch überhaupt keine Rolle mehr, ob das Material was taugt oder nicht!
Für die SoldatInnen ist die Auswahl an neuen Fressen nicht ganz so groß – Ursula von der Leyen´s Gesicht ist gerade im Supersonderangebot! Ja mei, wenn´s schee macht? Nee, leider nicht, aber sei´s drum…

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Steuern zahlen nur die Deppen? Sieht ganz so aus!

Na sieh mal einer an! Ein echter Spezialdemokrat! Aber ist er damit ein Einzelphall? Nee, im Gegenteil, seit die SPD in der „Mitte der Gesellschaft“ angekommen ist, besteht die Führungsriege in der Mehrzahl wohl leider nicht mehr aus ArbeiterInnen und HandwerkerInnen, die von ihrer Hände Abbait leben gelernt hatten, sondern aus durchweg austauschbaren Parteikadern mit Hochschulabschluss und dem Streben nach der Parteimitgliedschaft derjenigen, die die besten Karriereaussichten bieten!

Vermutlich hat er sich das Konto in der Schweiz auch nur deshalb eingerichtet, weil er befürchtete, als Sozi in Deutschland (von den Steuerbehörden) so verfolgt zu werden (wie die gute alte Alice Schwarzgeld), dass er eines Tages würde ins Ausland gehen müssen – um ungestört sein kleines Vermögen zu verprassen!

Gehe ich Recht in der Annahme, dass die einzigen steuerehrlichen Menschen hierzulande diejenigen sind, deren Steuern die Arbeitgeber ohne zu frägen gleich an den Staat abführen, die für sich das Recht in Anspruch nehmen, dem Finanzminister diese kleine unfreiwillige Spende nicht nur zu schmälern wo es nur geht, sondern am besten gleich ganz verweigern?

Und sind es nicht eben jene, die ganz besonders laut nach der Solidargemeinschaft schreien, wenn es um ihre Belange geht? Zum Beispiel um die innere Sicherheit, die Straßeninfratruktur, das Gesundheits- und sonstiges -unwesen?

Ja, das hab ich mir schon gedacht!

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