Arbeiten bis zum Umfallen? Nein danke!

Länger arbeiten stabilisiert also „das System“? Okay, früher sterben natürlich auch! Man nennt das sozialverträgliches Frühableben, wenn ich nicht sehr irre. Aber die Frage müsste eigentlich lauten:“Warum sollen wir länger arbeiten und/oder (am besten beides zugleich!) früher verrecken, um „das System“ zu stabilisieren? Will ich ein System stabilisieren, dass mir und meiner Familie ein menschenwürdiges Leben verweigert, weil ich nicht studiert habe und nicht zu den 10% da oben gehöre? Will ich ein System stabilisieren, dass mich jeden Tag für dumm verkauft und mir erklärt, ich sei an Arbeitslosigkeit, Krankheit, Alter und Elend selber Schuld, weil ich nicht privat „Vorsorge“ betrieben habe (von was auch immer?)? Will ich ein System stabilisieren, dass behauptet, Menschen-, Frauenrechte und Demokratie am Hindukusch verteidigen zu müssen und mich, meine Familie und unsere Interessen an die Konzerne verkauft und das Ganze dann Freihandelsabkommen zu unserem Vorteil“ und „für Arbeitsplätze“ nennt (ich sage nur TTIP und CETA!)? Nein, Leute, das will ich nicht! Ich will mehr Urlaub, Ich will gesund bleiben. Ich will in Rente gehen, wenn ich noch nicht alt und krank bin. Ich will mal in Urlaub fahren können und ich will, dass ihr mich am Arsch leckt mit eurem dämlichen wirtschaftshörigen Geschwurbel! o.O

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Gone with the Globalisation – die Mittelschicht entschwindet!

Wer hätte das ahnen können? Dabei ist Deutschland doch dank Muddis Politik und Gabriels Wirtschaftsfreundlichkeit eine mustergültige und beispielhafte ähm hüstel „soziale Marktwirtschaft“! Da können wir uns unseren Teil denken. Wenn immer weniger Reiche immer mehr besitzen und immer mehr einfache und „normale“ Leute immer weniger haben, dann darf man schon mit einer gewissen Unbehaglichkeit fragen, für wen hier eigentlich Politik gemacht wird! Für die einfachen Menschen, denen man das immer verspricht, besonders gern vor Wahlen? Das kann ja wohl nicht sein. Liegt es an der wirtschaftlichen Lage? Der Globalisierung? Möglich, aber wenn das stimmt, dann frägt man sich unwillkürlich, warum man die reichsten Menschen eines Landes und die größten Konzerne, einfach aus ihrer Steuerpflicht entlässt, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken? Wurde deswegen auch nur ein müder Cent mehr investiert, nur weil die Reichen immer weniger Steuern zahlen? Das darf getrost bezweifelt werden, denn sonst stünden die Unternehmen nicht so desolat da, wie sie es tun. Überhaupt werden Investitionen meist nicht aus dem Vermögen einzelner Personen getätigt. Die sitzen auf ihrer Kohle und versuchen sie mit durchaus fast immer illegalen Methoden zu vermehren. Investitionen müssten, der Logik nach, wohl eher aus den Unternehmen selbst kommen. Aber das tun sie ganz offensichtlich nicht. Denn man neigt nach wie vor dazu „Synergien“ zu nutzen, „Cost Cutting“ zu betreiben und die „Produktivität“ zu steigern, indem man immer weniger Menschen mit immer mehr Arbeit belastet und den überflüssigen Rest der Belegschaft dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen. Denn es ist ja die Aufgabe des Staates, jedenfalls aus Sicht des Unternehmers, einen großen Pool aus Arbeitssuchenden zur Verfügung zu halten und zu alimentieren, damit man die noch in Beschäftigung befindlichen Menschen besser unter Druck setzen und die Löhne gleichzeitig senken kann. Je größer das Drohpotenzial (höhrer Arbeitslosigkeit, bzw. hohe „Sockel“arbeitslosigkeit), desto niedriger die Löhne! Und wem´s bei aller Sparsamkeit und „guter Tipps zu Hauf“, all der großzügig privat organisierten „Tafeln“, um´s verrecken nicht zum Leben reicht, der wird halt von Staats wegen aufgestockt – natürlich auch aus dem Topf des Steuerzahlers. Was uns zu der Erkenntnis bringt, dass der Staat direkt und indirekt das Lohndumping, nebst aller anderen asymetrischen und asozialen Leiharbeits-, Werkvertrags- und Befristungsgaunereien der Wirtschaft subventioniert und diejenigen, die dafür verantwortlich sind, noch nicht einmal zum Steuern zahlen heranzieht!

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Die verratene Generation!

Tja, meine lieben östereichischen Freunde und -Innen. Sieht wohl danach aus, als hättet ihr nach dem nächsten Wahlgang einen waschechten Nazn als Bundespräservativ? Wie wollt ihr damit umgehen? Ich bin ja richtiggehend erschüttert und fräge mich schon, ob bei uns nicht demnächst die Störchin BundespessarIn (oder heisst das dann Bundespesseuse) und Pauke Fretry als KundesbanzlerIn amtseingeführt werden. In diesem beschissenen Leben bleibt mir und meiner gedehmütigten Generation aber auch wirklich nichts, garnichts erspart.

Wir mussten die Massenarbeitslosigkeit über uns ergehen lassen, haben real vermutlich nicht eine einzige echte Lohnerhöhung bekommen, haben durchweg „gebrochene Arbeitsbiographien“, müssen mit ansehen, wie unsere Rentenansprüche nicht nur immer weiter sinken (bis unter die Grenze der wissenschaftlichen Nachweisbarkeit!), sondern auch immer schneller und immer weiter vor uns davon eilt, damit wir auch ja nicht in den Genuß derselben kommen können – zum Wohle der Rentenkassen, aus denen die diversen Bundesregierungen versicherungsfremde Leistungen bezahlen, dass man hektoliterweise sein Frühstück abkotzen kann. Und nun, zu allem Überfluss, sehen wir uns einem marktradikalen und reaktionären Umsturz in einem europäischen Land nach dem anderen gegenüber. Aus der anderen Richtung her dreut der auferstandene Faschismus und Hetze gegen Andersdenkende, Rassismus, Ausgrenzung und Massenarbeitslosikeit, Gewalt und Herrschaft der Konzerne! So und jetzt sagt mir mal bitte ehrlich:“Kann es eigentlich noch schlimmer kommen? Oder ist das erst der Anfang?“

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Am Ende triffts immer die kleinen Leute!

Ja, das ist wirklich eine echte Erfolgsgeschichte, die Muddi sich heute zu wahren Jubelarien auf die Austeritätspolitik deutscher Prägung aufschwingen ließ! Spanien, der konservative Zögling deutscher Erziehung zu Sparsamkeit bis zum Exzess und auf Kosten der einfachen Menschen, der Arbeiter und Angestellten, der Arbeitslosen, der Jugendlichen, der Alten, der Kranken und Rentner. Und nicht zu vergessen derjenigen, die ihre Häuser und Wohnungen verloren haben. weil sie die Raten für die Kredite nicht mehr schultern konnten. So gesehen ist es wirkliche eine phantastische Leistung!
Man braucht sich um Kollateralschäden wie den Verlust des bescheidenen Wohlstands, den der kleine Mann/die kleine Frau mit harter Arbeit erreicht hatten, keine Sorgen zu machen. Nun sind, nach deutschem Vorbild und entsprechend der neoliberalen Wirtschaftspolitik die Karten wieder so verteilt, wie es sich gehört in einer Welt, in der Reichtum nur wenigen Prozent der Bevölkerung von Gott gegeben ist, genauso wie die Armut, mit der er seine unbootmäßigen, faulen und arbeitsscheuen Schäfchen schlägt, um durch diese Züchtigung seine Liebe zu ihnen zu demonstrieren!
Helft Euch selbst, möchte man dem gepeinigten Spanier zurufen, dann hilft Euch Gott! Wenn Euch jedoch nichts Besseres einfällt als diesem Konservativen mit der gräulichen Gesichtsmatratze die absolute Mehrheit zu verschaffen, dann soll es so sein! Aber von den Verlierern des Kapitalismus und einer asozialen Sozialpolitik geht, genau wie in Deutschland, sowieso kaum mehr einer zur Wahl. Und so kann sich die etablierte Politbande wieder und wieder voller Selbstgefälligkeit auf die hängenden Schultern schlagen und sich für das lobhudelnd preisen, mit dem sie den einfachen Menschen die Möglichkeiten genommen hat, ein halbwegs menschenwürdiges Leben zu führen!
Ob es das alles jedoch wert war, nur um von Muddi abgeknutscht zu werden? Entscheidet selber…

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Hurra! Hurra! Hurra! Das Wirtschaftswunder 2.0 ist da?

Es ist schon Klasse! Die Zahl der Arbeitslosen sinkt ebenso rasant, wie die Zahl derer, die in regulären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten „dürfen“, oder das Niveau der Entlohnung. Noch nie konnten so wenige Menschen vom ertrag ihrer Arbeit leben! Prima. Das ist das Wirtschaftswunder 2.0. Die sogenannte „Neue Soziale Marktwirtschaft“. Bedauerlicher weise bezieht sich hier aber das Wörtchen „sozial“ allein darauf, Verluste zu sozialisieren. Aber das haben wir ja alle irgendwie schon geahnt! Jedenfalls, wenn wir uns in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis ausbeuten lassen müssen.

Ach, und warum heißt es denn eigentlich Jobwunder? Ganz einfach. Weil es ein Wunder ist, wenn man von dem Job überhaupt leben kann…

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Presst den letzten Cent aus diesen faulen Lümmeln heraus…

Das ist schon toll, wie die griechische Regierung um die Anerkennung „ihrer“ Leistungen kämpft, um noch ein paar Milliarden in den Arsch gesteckt zu kriegen und nochmal und nochmal! Während die Reichen nach wie vor tun und lassen können, was sie wollen, ohne dass sie irgend jemand mit solchen Banalitäten wie dem Steuerzahlen behellast, presst man die einfachen Leute aus, wie die sprichwörtlichen Zitronen – Sozialleistungen weg, Steuern rauf, bis einem die Pisse in den Augen steht und am Besten gleich den Job auch noch weg. Alles, was noch irgend einen Wert hat, weit unter diesem an sog. Investoren verscherbeln, ja verschleudern und dann ein kleines „Wirtschaftswachstum“ ankündigen! Die armen Griechen wirds sicher freuen!
Ich denke, hier probt man den „Sozialstaat“ der Zukunft! Hier testet man aus, wie weit man gehen kann, bevor die Gesellschaft implodiert! Denn seien wir mal ehrlich. Auf genau diesem Wege sind wir doch auch schon lange, seit die globalisierte Wirtschaft und die Global Player die Politik und erst Recht die Wirtschaft dominieren!
Gelobt sei, was reich macht – zwar nur wenige, das aber richtig! So schön kann Kapitalismus sein!

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