Ach ja, oder der Kampf um den Artenschutz! (2.Teil)

Zeit Zwischenbilanz zu ziehen über die Tätigkeit und die vermeintlichen „Erfolge“ der Artenschutzkonferenz, die noch bis zum 30. Mai 2008 in Bonn statt findet.
Um kurz zu zeigen, was nach einer Woche Geschwätz zwischen den mehr als 5.000 Teilnehmern der Konferenz, aus 191 Ländern der Erde eigens angereist, bis jetzt zu Stande gebracht wurde, hier ein Zitat des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel, der zu der Mammutveranstaltung geladen hat:

Wir sind noch längst nicht am Ziel, aber es ist uns offenbar gelungen, eine motivierende und konstruktive Konferenzatmosphäre zu erzeugen, die uns hilft, die schwierigen Verhandlungen voranzubringen.

Die meisten werden ahnen, was damit gemeint ist! Auf gut Deutsch könnte man sagen: „Ausser Spesen nichts gewesen!“ Niemand will den ersten Schritt machen, alle haben nur eigene und – was noch wesentlich schlimmer ist – wirtschaftliche Interessen im Auge. Wer ernsthaft glaubt, solche Konferenzen könnten wirklich entscheidend zum Artenschutz beitragen, der glaubt wahrscheinlich auch, die Kyoto-Protokolle seinen ein Erfolg gewesen und auch an den Weihnachtsmann!

Ach ja, oder der Kampf um den Artenschutz!

Wie ich einem Artikel der Zeit-Online vom 19.5.2008 entnehmen konnte, begann heute unter sder Schirmherrschaft des Sigmar Gabriel die Artenschutzkonferenz in Bonn. Wie nicht anders zu erwarten, wird bereits im Vorfeld vor verbindlichen Vereinbarungen und zu hohem Erwartungen gewarnt!
Die Fakten: etwa 5.000 Teilnehmer aus 191 Ländern der Erde (vermutlich sind sie alle mit Segelflugzeugen und Solarmobilen in die ehemalige deutsche Hauptstadt gereist, denn der Verkehr ist ja Hauptverursacher für den Klimawandel und damit selbstredend auch für das Artensterben!) treffen sich für die Dauer von 2 Wochen um darüber zu verhandeln, wie man welche Tier- und Pflanzenarten vor der Ausrottung bewahren kann. Welch hehres Ziel, ohne jede Aussicht auf irgendeine nennenswerte Vereinbarung ausser bürokratischem Wischiwaschi und unverbindlichen Absichtserklärungen, die für niemanden verbindlich sind!
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Jeden Tag verschwinden 150 Tier- und Pflanzenarten. Allein in der Zeit, die diese Konferenz dauert, sind dies 2.100 Arten, die unwiderbringlich von diesem Planeten verschwinden, viele ohne jemals von den Menschen entdeckt worden zu sein. Wieviele Pflanzenarten mögen vergangen sein, ohne das die Menschheit ihren pharmazeutischen Wert erkannt hätte. Aber vielleicht ist dies auch besser so. Sonst hätten sich vermutlich die Pharmakonzerne auf sie gestürzt und in einem neuerlichen Akt der Biopiraterie diese Arten nicht nur einfach ausgerottet, sondern auch noch ordentlich daran verdient!
Um in Zukunft solche sinn- und nutzlosen Megakonferenzen zu vermeiden und das dadurch eingesparte Geld nachhaltiger in Bildungs- und Erziehungsprojekte für die Kinder des Präkariats in Deutschland und die chancenlosen Menschen in der Dritten Welt einsetzen zu können, schlage ich vor sich künftig per Videokonferenz nicht zu einigen! Das schont die Umwelt ebenso wie den Geldbeutel und führt zum gleichen Ergebnis!