Die Traumtänzer von Paris

Na da sind wir aber mal echt gespannt! Eine „rechtlich bindende“ Klimavereinbarung von 195 oder 196 Staaten, die nicht verbindlich sein soll, sondern getragen vom lauwarmen Versprechen der freiwilligen Selbstverpflichtung? Dann brauchen wir uns wirklich keine Sorgen mehr um unser Klima und die Zukunft der Menschheit machen. Das Thema ist dann nämlich gelaufen! Ein für alle mal! Aber wen juckts?
Übrigens macht Brasilien tatsächlich große Fortschritte beim Schutz des Amazonasregenwaldes. Nach Schätzungen nichtstaatlicher Umweltschutzorganisationen kann die Abholzung dieser einst unerschöpflichen Quelle pflanzlichen und tierischen Genmaterials, aber auch edler Hölzern in rauhen Mengen, in spätestens zehn Jahren quasi gegen Null gefahren werden! Allerdings braucht man den Regenwald dann garnicht mehr schützen, weil er unwiederbringlich verschwunden ist!
Um die Finanzierung sicher zu stellen, mit der die Folgen des Klimawandels für die Schwellen- und Entwicklungsländer abgefedert werden sollen, soll ein Fonds gegründet werden, der sich der notleidenden Eliten in eben jenen Ländern widmet und deren wirtschaftliche Interessen an oberste Stelle setzt. Damit will man die unkontrollierbare Korruption bekämpfen und so dafür sorgen, dass die Herrlichkeiten und Milliardenzahlungen der Industrieländer gleichmäßig auf alle anspruchsberechtigten Diktatoren, „Präsidenten“ nebst Entourage, sowie an weitere Ausbeuter und ihre Helfershelfer verteilt werden und sicher zu stellen, dass keine Gelder unberechtigterweise für die notleidende Bevölkerung abgezweigt werden!

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Sind wir noch zu retten? (eine Glosse? Wer weiss!)

Ende diesen Jahres soll in Kopenhagen eine große UN-Klimakonferenz stattfinden. So weit so gut! Oder doch eher schlecht. Denn es ist damit zu rechnen, dass die hochedlen Herrschaften aus Politik und Wissenschaft, die sich ihre dicken Hintern auf dem kommoden Konferenzgestühl platt drücken werden, vermutlich nicht mit dem Elektromobil oder gar Fahrrad umwelt- und vor allem klimafreundlich anreisen werden, sondern nach altbewährtem Muster mit dem Düsenjet! Nunja, in Vorbereitung dieses politischen Massenereignisses, haben sich Forscher zu einer 3-tägigen Vorbereitungskonferenz getroffen, die am heutigen Dienstag begonnen hat. Dies berichtet heute.de am 10.3.2009 unter „Klimaforscher: Meeresspiegel steigt bis 2100 um einen Meter – Prognose alarmierender als bisherige Vorhersagen“. 2.000 Forscher aus 80 Ländern treffen sich, um (nach Meinung vieler Politiker und vor allem der Wirtschaft) Panik zu verbreiten. Dabei gehen sie mit ihren Prognosen deutlich über die bis dato prophezeiten 18 – 59 cm Anstieg bis 2100 hinaus. Dann steht uns das Wasser quasi bis zur Oberkante Unterlippe.

Besonders unangenehm dürfte sich dieser Anstieg des Meeresspiegels für einige unbedeutende Inselrepubliken im Pazifik auswirken, deren Namen sowieso niemand hierzulande kennt, aber auch für Bangladesh, Vietnam und die Niederlande. Aber das ist alles so weit weg von uns, dass es uns nicht weiter zu interessieren braucht, Frau Merkel. Hauptsache Ihr Wandel vom Saulus zum Paulus, oder von der ehemaligen Klimakanzlerin  – mit überaus ehrgeizigen Klimaschutzzielen – zur Steigbügelhalterin einer umweltzerstörenden Energie- und Automobilindustrie „rettet“ ein paar tausend Arbeitsplätze (wenigstens bis nach den Wahlen im September, nicht wahr?). Natürlich darf man auch nicht übersehen, dass diese Art von Klimawandel auch eine Menge Arbeitsplätze schafft (wenn man es genau betrachtet!), zumindest für Hartz-IV-Empfänger. Die können wir dann nämlich in langen Kolonnen und mit geschulterter Schaufel ins Moor auf die Deiche schicken, zum Sandsack füllen! Keine Sorge, dann wird es endlich wieder Vollbeschäftigung geben. Und zwar zu Sklavenlöhnen, denn die Menschen, die Hartz IV „empfangen“ sind ja alle faul und ungebildet und darum brauchen sie auch nicht viel für ihren Lebensunterhalt (nach Ansicht vieler Politiker versaufen sie die Stütze eh nur, oder kaufen sich Zigaretten zum selber zusammenstecken und so enthalten sie dem Staat, der sie so hervorragend unterstützt, liebevoll nährt und mit gebrauchten Klamotten kleidet, dadurch auch noch Steuern vor). Falls das aber alles noch nicht reicht, können wir diese Leute, die ja nur unseren Staatshaushalt belasten, nach Holland verschieben oder als Wellenbrecher an Bangladesh abtreten. Dann haben sie wenigstens eine sinnvolle Aufgabe!

Ich bin wirklich gespannt, wie groß am Ende des Jahres die erstaunten Augen der Politiker sind, wenn sie sich auf dieser Klima-Konferenz treffen werden, die eine Art Nachfolger der Kyoto-Konferenz sein soll und für die sich außer den Umweltschützern keine Sau interessiert hat. Denn ein Teil (und zwar der, der den meisten Dreck in die Atmosphäre bläst!) hat erst gar nicht unterschrieben und der andere Teil, hat seine Klimaziele erst gar nicht erreicht. Gut, wenn man ein klein wenig Geschick beim hin- und herrechnen hat und ein paar andere Zahlen als Grundlage für die Berechnung nimmt, als bei der Konferenz, kommt man mit dem ein oder anderen Ziel schon klar. Es sind ja sowieso immer nur die Idioten von den Umweltschutzgruppen und die Menschen, denen die Natur und der Klimaschutz über die hemmungslose Profitgeilheit der Konzerne geht. Diejenigen also, denen man ohnehin nichts recht machen kann. Solche Leute wie Du und ich? Ja genau, solche Leute wie ich und Du! Aber was machen wir uns sorgen? Bis es soweit ist, sind wir, die wir hier sitzen und uns aufregen, hoffentlich alle schon in die Grube gefahren. Denn dann brauchen „wir“ uns nicht zu schämen, wenn unsere Enkel das Fiasko erkennen, dass „wir“ ihnen in unserer Überheblichkeit und Dummheit hinterlassen haben, ohne uns wirklich darüber Gedanken zu machen – sie werden uns verfluchen, soviel steht fest!

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Wer baut uns eine Arche?

Wenn man diesen Artikel auf tagesschau.de liest („Forscher warnen vor Anstieg des Meeresspiegels“), stellt sich einem sofort die Frage, was tun? Statt einem halben Meter soll das Wasser jetzt einen ganzen Meter ansteigen. Statt bis zum Hals, steht uns das Wasser dann buchstäblich bis Oberkante Unterlippe.  Der kleinste Windhauch dürfte dann ausreichen, um uns absaufen zu lassen. Eine Welt aus Wassser. Ein wahrhaftig blauer Planet wird unsere Heimstatt im Universum sein.

Daran scheinen auch die Versuche, den Ausstoß von Treibhausgasen verringern, nicht wirklich etwas ändern zu können. Handelt es sich bei diesen doch um blosse Lippenbekenntnisse und freiwillige Selbstbeschränkungen, die für niemanden irgendwelche Folgen haben werden, der sich nicht daran hält.

So wie ich das sehe, wird sich am Ausstoß von CO2 nichts ändern, schon garnicht rechne ich mit einer merklichen Reduzierung. Was die sogenannten Industriestaaten einsparen (wenn man davon überhaupt reden kann), wird verstärkt von den Schwellenländern in die Atmosphäre geblasen, die auf dem Standpunkt stehen: “ Die Industrienationen gönnen uns unseren Fortschritt nicht und deshalb wollen sie uns zu teuren und unnötigen Umweltschutzmaßnahmen drängen!“ Und so sieht es tatsächlich aus. Wie können wir von aufstrebenden, dynamischen Nationen verlangen die Umwelt zu schützen und für unsere Nachkommen zu erhalten, wenn wir selbst weder bereit noch in der Lage sind, auf die Belange Gaias und der Menschen Rücksicht zu nehmen?

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Wer ist Gaia?…

…diese Frage stellen sich vielleicht einige Leser, die auf diesen Blog stoßen. Nun, ich möchte sie gleich beantworten!
Gaia ist der Name der Göttin der Ede in der griechischen Mythologie. Sie war für die alten Griechen die personifizierte Erde, ihre Mutter, die sie geboren hatte, sie nährte und zu der sie nach ihrem Tode wieder heimgingen.
Später waren Erde und Gaia identisch. In neuerer Zeit gab es Versuche eine Art Gaia-Religion zu schaffen, die sich auf die Thesen des James Lovelock beriefen, der in Gaia, also dem Planeten Erde eine Art Organismus sah, der zwar in gewisser Weise zum Handeln in der Lage ist, dies aber nicht direkt im Kontext menschlichen Verhaltens tut. Das heißt also, tut der Mensch etwas, das der Erde/Gaia Schaden zufügt, reagiert dieser ungeheure Organismus nicht darauf, sondern er leitet bei fortdauernder Schädigung Maßnahmen ein, die letztendlich die Ausmerzung des Störenfriedes zur Folge haben. Andererseits hat es Gaia immer geschafft, den Sauerstoff in ihrer Atmosphäre über einen sehr langen Zeitraum so stabil zu halten, dass es zur Entwicklung intelligenten Lebens kommen konnte.
Freilich wird gerade dies – das es nämlich intelligentes Leben auf der Erde gibt – von einigen Skeptikern angezweifelt. Die verweisen darauf, dass intelligente Wesen eigentlich nicht danach streben sollten, ein Vernichtungspotenzial anzuhäufen, dass ausreicht um unseren Planeten tausende Male zu zerstören. Oder die Lebensgrundlagen der Menschheit im Rahmen der Gewinnmaximierung unwiederbringlich zu zerstören, ohne Rücksicht auf die nach uns folgenden Generationen – unsere Kinder und Enkel!
Es ist also an der Zeit darüber nach zu denken, ob wir unserer Erde, unserer Mutter, der Göttin Gaia den Respekt und die Achtung entgegenbringen, die sie verdient.
Genau dazu soll dieser Blog dienen. Ideen sammeln, Diskussionen anregen und Wege in eine bessere, lebenswerte Zukunft aufzeigen. Es geht nicht nur um die Erde, um Gaia, es geht um uns und darum, wie wir mit dem umgehen, was uns nicht gehört, sondern nur auf Zeit zur Verfügung gestellt bekommen haben. Es darf nicht sein, das unsere Industrie die Ressourcen der Erde verbraucht, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass diese auch unseren Nachkommen gehören. Für diese gilt es Gaia, unsere Heimat zu bewahren, denn sie haben genauso ein Recht auf eine saubere Umwelt, wie wir!