Der Super-GAU, der keiner war?

Während nach der schweren Erdbebenkatastrophe und dem darauf folgenden Tsunami mit anschließendem Atom-Desaster, die Zweifel an der Sicherheit der Atomenergie und der Kontrollierbarkeit der Atommeiler gestiegen waren und sogar die Bundesregierung, allenthalben für die Hörigkeit ihrer Minister, insbesondere derjenigen mit FDP-Zugehörigkeit, sich zu einem Salto rückwärts und dem Aussteig aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg veranlasst sah, ging die Atomlobby eifrig ans Werk um der Welt ein „X“ für ein „U“ vorzumachen!

Jeder der es hören wollte und die Zeichen erkannte, ahnte, was da auf die Welt zukommen würde. Eine Propaganda.Offensive ohnegleichen, die erst vor wenigen Tagen in der Schlagzeile mündete, die Verstrahlung nach und während der Atomkatastrophe in den havarierten Meilern von Fukushima 1-4, sei auf Panikmache zurück zu führen und nicht auf die Radioaktivität. Niemand, so kann man vermuten, sei in Wahrheit ernsthaft gefährdet gewesen. Allerdings widerspricht diesen Behauptungen die Tatsache, dass man in Thunfischen, die vor der Küste der USA gefangen wurden, erhöhte Strahlungswerte gemessen hat (die aber selbstredend völlig ungefährlich sei…).

Alles nur Panikmache also? Nun, die Menschen – nicht nur in Japan – sehen das deutlich anders, weswegen sie in ihrer Mehrheit mittlerweile gegen die Atomkraft sind. Und weil das so ist und, wie üblich, der regierung die Meinung des Volkes am sorgfältig gebleachten Arsch vorbei geht, schaltet man nun, peu á peu, die (für Revisionsarbeiten) herunter gefahrenen Atommeiler wieder hoch. Denn wer mag schon gern, als Abgeordneter oder gar Mandatsträger, in seinem nobel ausgestattenten Büro in Tokio schwitzen, während der Sommermonate? Für ein bisschen weniger Transpiration kann man schon mal im Gegenzug den ein oder anderen, klimaanlagenbedingten Schnupfen in Kauf nehmen.

Diese Einschränkung der Befindlichkeiten dürfte, mit allergrößter Wahrscheinlichkeit, durch die mit übergroße Spendierhosen ausgestatteten Lobbyisten der Atomindustrie mehr als ausgeglichen werden. Schließlich muss man sich der Gewogenheit der Parlamentarier in der ein oder anderen pekuniären Form versichern, wenn man auch weiterhin seine Atommeiler als Gelddruckmaschinen nutzen will.

In Deutschland ist das nicht ganz so einfach, gibt es hier doch eine kampferprobte und ziemlich lautstarke Anti-Atom-Bewegung. Darum versucht man es hier auch mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgerict, um sich die Summen zu sichern, die einem die Atommeiler in den nächsten Jahren sowieso eingefahren hätten, wenn man sie nur hätte weiter betreiben dürfen…

Aber noch ist nicht aller Tage Abend und so lange auch nur ein einziger FDP-Minister in einer Regierung sein Unwesen treiben darf, muss man immer mit einem neuerlichen Ausstieg (aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg – hab ich auch keinen vergessen?) und einer Rennaissance der Atomenergie rechnen!

Lobbys sind überall am Werk und mit ihrem Geld, der Propaganda und gefälschten, oder gefälligen Gutachten und gekauften Befürwortern, beeinflussen sie die demokratische Meinungsbildung in geradezu unglaublich unzulässiger Weise. Und die Regierung, aber nicht nur die gerade amtierende, sondern auch ihre Vorgänger, lassen die Lobbys auf fahrlässigste Art gewähren – weil sie selbst davon profitiere. Die demokratisch legitimierten Regierungen haben ihre Handlungsfreiheit an die Wirtschaft abgegeben, gegen üppige Privilegien, Bestechung und Vorteilsgewährung. Sie haben ihre hoheitliche Aufgabe des erarbeitens und erlassens von gesetzen zum Wohl der Allgemeinheit durch die Praxis ersetzt, Gesetze von Firmenmitarbeitern und Lobbygruppen schreiben zu lassen, die sie anschließend nur noch abnicken müssen. Sie sind zu Getriebenen der Märkte geworden, zu Handlangern der Konzerne, der Wirtschaft, die die Interessen der Gesellschaft völlig aus dem Auge verloren und das Wohl der Menschen dem Primat der Märkte untergeordnet! Banken, Energiekonzerne, Versicherungen, Pharma-, Chemie-, Gentechnik- und Automobilkonzerne bestimmen die Richtlinien der Politik und das ist es, was wir gemeinsam ändern müssen!

Demokratie heisst Herrschaft des Volkes und NICHT Herrschaft zugunsten der Wirtschaft und des Kapitals!

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Der Bauernkrieg!

Gewöhnlich sieht man die Bauern in unserem Lande ja gern als ein unzeitgemäßes Relikt einer alten Zeit, das nur noch am Subventionstropf der Bundesregierung und der EU hängt. Da gibt es die konventionellen Bauern, die mit Macht an den „überlieferten“ Anbaumethoden festhalten (riesige Maschinen, viel Energieeinsatz, ordentlich Kunstdünger und noch mehr Pestizide…), oder aber die anderen, die nahezu sektiererisch mit natürlichem Landbau oder gar Permakultur experimentieren. Aber eines haben sie gemeinsam – die Hoffnung, die Atomkonzerne in ihre Schranken zu weisen und am Ende aus unserem Lande zu jagen!

Und sie haben ganz schön was zu bieten, unsere Bauern und Bäuerinnen, doch seht selbst

Sie kämpfen nicht nur für ihr eiogenes Land, sondern auch für die Menschen in Deutschland und für eine lebenswerte und gesunde Zukunft, ohne die latente Angst vor radioaktiver Strahlung, die man nicht riecht, nicht sieht, nicht schmeckt, aber die furchtbare Krankheiten auslöst. Besonders die Bauern des Wendlands, deren Heimat von der Bundesregierung und den Atomkonzernen zum Paradies der Endlagerfetischisten erkoren wurde, sind mit großem Eifer und vorbildlich motiviert bei der Sache – eine verlässliche Stütze für diejenigen, die sich ebenfalls dem Kampf gegen die atomare Idiotie widmen.

Wo immer es gegen die Atomkraft zu demonstrieren gilt, sind sie dabei und rollen mit ihren Treckern an

Nachdem das Interesse der Naturschützer an der Problematik seit Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre nachließ weil der „unumkehrbare Atomausstieg “ proklamiert worden war, steht nun eine Renaissance des Anitatomkampfes bevor. Die Bauern und mit ihnen immer mehr Menschen aus den Städten wollen sich nicht mehr einfach von den Interessen der Atomindustrie und deren gekaufter Politiker überrollen und bevormunden lassen. Die Protestwelle wächst erneut mächtig an

Vielleicht wird aus dem belächelten Widerstand im Wendland eine gewaltige Woge, ein Tsunami der Empörung, der den Verantwortlichen ein für allemal klar macht, woher der Wind (diese wunderbare regenerierbare Energiequelle) weht. Die Menschen auf den Strassen und in den Städten, die Bauern auf dem Land, sie alle wissen, dass man radioaktiven Müll nicht zehntausende von Jahren „sicher endlagern“ kann. In den bis heute als „sicher“ geltenden Salzstöcken von Asse II und in Gorleben, funktionierte die Endlagerung noch nicht einmal 30 Jahre reibungslos!

Bezeichnenderweise wollen ausgerechnet die Bundesländer, die am eifrigsten der Atomlobby in die rosaroten Arschlöcher kriechen, unter keinen Umständen ein Atomendlager auf ihrem Gebiet dulden. Dabei sind deren Gebirgsstöcke mindestens so „sicher“ wie die Asse II oder Gorleben! Ich kann jeden verstehen, der ein ungutes Gefühl hat, wenn er auf oder in unmittelbarer Nähe eines solchen Endlagers leben muss. Darum erkläre ich mich hier und heute solidarisch mit den Demonstranten gegen die Nutzung der Atomkraft

Auch an meinem Haus fährt der Castor hin und wieder vorbei auf seinem Weg durch Deutschland, kurz nachdem er die deutsch-französische Grenze bei Wörth passiert hat. Jedesmal hoffe ich inständig, es möge das letzte Mal gewesen sein.

Steht auf gegen das Unrecht und den Wahnsinn der Atomkraft! Tretet ein für das Recht der Menschen auf eine saubere, lebenswerte und gesunde Umwelt, ohne gefährliche Strahlung!

Leukämierisiko in der Nähe von Kernkraftwerken!

Kinder, die im Umkreis von Atomanlagen leben, erkranken häufiger an Leukämie, als andere Kinder. Dies berichtet sueddeutsche.de („Kernkraftwerke – Höheres Leukämierisiko“). Das allein wäre scho schlimm genug. Aber was noch wesentlich schlimmer ist, ist die Tatsache, dass die Strahlenschutzkommission keinerlei Zusammenhang mit Radioaktivität sieht. Da drängt sich mir als unbedarftem Beobachter die  banale Frage auf: „Wen soll die Strahlenschutzkommission eigentlich vor wem schützen? Die Bürger vor zu viel, oder überhaupt vor Strahlung aus Atomanlagen? Oder eher die Atomkonzerne und die verantwortlichen Politiker vor den (selbstverständlich haltlosen) Verdächtigungen und möglichen Schadenersatzansprüchen (vermeintlicher, denn wer will schon diesen augenscheinlichen Zusammenhang beweisen und es sich auf diese Art und Weise mit den Mächtigen dieser Republik verderben?) Opfer, die glauben, unter Strahlung zu leiden oder erkrankt zu sein?“

Augenfällig ist dieser oft behauptete, aber von den Verantwortlichen stets bestrittene Zusammenhang zwischen Atomanlagen und der Häufigkeit von Leukämieerkrankungen schon. Und es ist ja auch recht unwahrscheinlich, dass diese Häufung von Erkrankungen, vor allem bei Kindern, die im direkten Umfeld von Kernkraftwerken leben, einen anderen Grund haben könnte. Für mich ist das genauso wahrscheinlich, wie der ursächliche Zusammenhang zwischen dem Rauchen und Atemwegserkrankungen bis hin zum Lungenkrebs (daran zweifelt kaum noch ein vernünftiger Mensch). Aber was würde geschehen, wenn die Strahlenschutzkommission sich ihren Namen verdienen würde und diesen Zusammenhang endlich anerkennt? Die Atomindustrie müsste mit einer Flut von Klagen und gigantischen Schadenersatzforderungen rechnen und die Politik, die bar jeder Vernunft den Bau und Betrieb solcher kaum zu beherrschenden Monsteranlagen zugalassen hat, würde nicht nur ihr Gesicht, sondern die Macht verlieren. Es wäre in unserem Lande nie wieder möglich, ein Atomkraftwerk zu errichten und die bereits in Betrieb befindlichen müssten sicher schliessen! Wie viel wird noch vor uns, den Bürgern dieses Landes geheim gehalten aus lauter Angst vor der Wahrheit?

Nicht alles, was der Mensch  zu beherrschen glaubt, muss zum Einsatz gebracht werden. Atomkraft ist ersetzbar. Es gibt andere Möglichkeiten Energie zu erzeugen. Wir sind nicht auf diese gefährlichste aller Energiequellen angewiesen. Wenn man schon nicht um Gaias willen auf die Atomenergie verzichtet, so wenigstens um der Menschen, der Kinder willen!

weiterführende Links – hab ich gefunden bei BessereWeltLinks: